VDL-Nachwuchsschmiede – neues Format für den Berufseinstieg

Am 15. Mai 2024 fand in Frankfurt die erste VDL-Nachwuchsschmiede statt. Das neue Veranstaltungsformat wurde gut angenommen und zahlreiche Studierende folgten den Vorträgen der Personalverantwortlichen aus verschiedenen Sektoren der Grünen Branche im Haus der dfv Mediengruppe, Frankfurt am Main.

Der VDL als größter akademischer Berufsverband der Branche möchte die Nachwuchsförderung im Verband weiter ausbauen und intensivieren. Die

Nachwuchsschmiede setzt hier an und soll den Studierenden und Berufseinsteigern die Möglichkeit bieten mit Unternehmen und Institutionen in Kontakt zu kommen um die vielfältigen Berufsmöglichkeiten kennenzulernen.

Nicht nur die Resonanz unter den Studierenden und Berufseinsteigern war gut, der VDL konnte sich auch über ein breites Spektrum an vertretenen Berufsfeldern freuen.

Zum Einstieg gaben Sonja Timmer und Stefan Krämer von Agrobrain wertvolle Tipps für den Berufseinstieg. Annette Enders, Hessisches Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt, Weinbau, Forsten, Jagd und Heimat, stellte die Möglichkeiten in der Agrarverwaltung  dar und Arne Löffel von der dfv Mediengruppe beleuchtete ausführlich das Arbeitsfeld Journalismus. Die Arbeit und Einstiegsmöglichkeiten bei der Landwirtschaftlichen Rentenbank erklärte Sophia Heitzenröther. Ihr folgte Christian Lange, der das breite Berufsfeld der Chemischen Industrie darstellte. Abschließend berichtete Peter Jung über seine Tätigkeit beim Deutschen Raiffeisenverband (DRV) in Berlin und brachte den Teilnehmenden das weite Feld der Verbandsarbeit näher.

Zum Abschluss stellten sich die Referenten im Rahmen einer Paneldiskussion den Fragen der Studierenden und Berufseinsteiger.

 

Den geselligen Ausklang fand der Tag bei der Abendveranstaltung im „Zum Gemalten Haus“. Bei typischen

Frankfurter Spezialitäten konnte

n die Teilnehmer die Gespräche mit den Referenten und untereinander fortsetzen.

Ein besonderer Dank gilt den interessierten Teilnehmenden und natürlich den Referenten, die Ihre Bereiche informativ und interessant dargestellt haben.

Fotos: Dr. Jörg Hüther/ Text: Tobias Dammeier

1. Grüne Runde 2024 des VDL Landesverband NRW am 20.03.2024 im Landtag NRW in Düsseldorf

Bildquelle: Christina Nacke

Bei bestem Aussaatwetter traf sich mitten in einer Plenarsitzungswoche eine grüne Runde aus VDL- und VDAJ-Mitgliedern mit den Abgeordneten Dietmar Brockes (FDP) und Markus Höner (CDU) im Landtag zur gemeinsamen Diskussion über Agrardiesel, Energiewende, Flächennutzung und Bürokratiebelastung. Dietmar Brockes ist langjähriges Landtagsmitglied für den Kreis Viersen und Sprecher seiner Fraktion für Umwelt, Natur- und Verbraucherschutz, Landwirtschaft, Forsten und ländliche Räume. Auch Markus Höner, Landwirt im Kreis Warendorf ist Sprecher seiner Fraktion für Landwirtschaft, Verbraucherschutz, Forsten und ländliche Räume.

Vorab gab es eine Einführung in den Landtag, der seit 1988 im heutigen Gebäude am Rhein tagt und aktuell aus knapp 200 Abgeordneten besteht. Diese werden von ca. 1000 Mitarbeitern unterstützt. Wie die Aufteilung westfälischer und rheinischer Abgeordneten ist, zeigt zwar keine aktuelle Statistik, dafür waren zumindest im ersten Landtag die beiden Regionen fast gleichermaßen vertreten.

 

Im Anschluss an einen Besuch der laufenden Plenarsitzung, konnte sich die Grüne Runde in einem der Sitzungssäle zusammenfinden und gleich mit dem Gedanken- und Meinungsaustausch beginnen. An Aktualität noch nicht verloren, wurde gleich in die Agrardieselthematik eingestiegen: Beide Abgeordneten schätzen die Rückvergütung als sinnvoll, die Bauernproteste als berechtigt und Entlastungen der Landwirtschaft, v.a. bürokratische als äußerst notwendig ein. Von einigen Landwirten in der Runde wurden daraufhin konkrete Vorschläge für vereinfachte Bürokratie vorgebracht und die Diskussion in Richtung Planungssicherheit geleitet. Diese Sicherheit sei vor allem relevant für Investitionen in Projekte rund um erneuerbare Energien, insbesondere Tiefengeothermie, bei der allerdings ein „Fündigkeitsrisiko“ bestehe. Gemeinsame Ziele finden sich in der Runde auch in Bezug auf Freiflächenphotovoltaik. Solar auf versiegelter Fläche ist vorzuziehen, entsprechende Absicherungen könnten über den Landesentwicklungsplan getroffen werden. Darüber hinaus sei in Zukunft zu berücksichtigen, dass zum einen landwirtschaftlich Fläche, anders als andere Flächen, bei Verbrauch keiner Kompensation unterliegt; in Bezug auf erneuerbare Energien sei anzuerkennen, dass Biogas mittlerweile flexibel für Spitzenlasten einsetzbar sei und auch so eingesetzt werden sollte.

 

Durch Austausch wurde deutlich, wie herausfordernd das Finden politischer Kompromisse und deren Umsetzung ist, gerade über Legislaturperioden mit unterschiedlichen Regierungsmehrheiten hinweg. Gleichzeitig hat die Diskussion auch gezeigt, wie ernst beide Abgeordnete ihren Auftrag auf Zeit qua Wahl nehmen mit einer Verantwortung, die oft über die Wahlperiode hinausgeht. Ihre Verbundenheit zum Wahlkreis ist somit ein guter Kanal, um Demokratie zu leben, demokratisch erzielte Resultate und Debatten im Landtag zu kommunizieren.

Gießener Agrarwissenschaftler in Wissenschaftlichen Beirat für Natürlichen Klimaschutz berufen

Bundesumweltministerin Steffi Lemke (links) hat Prof. Andreas Gattinger in Wissenschaftlichen Beirat für Natürlichen Klimaschutz berufen. Foto: BMUV/ Annette Riedl

Prof. Dr. Andreas Gattinger soll als Teil eines 16-köpfigen Gremiums Bundesumweltministerin Steffi Lemke beraten.

Prof. Dr. Andreas Gattinger, Professur für Ökologischen Landbau mit dem Schwerpunkt nachhaltige Bodennutzung der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU), ist von Bundesumweltministerin Steffi Lemke in den Wissenschaftlichen Beirat für Natürlichen Klimaschutz berufen worden. Die 16 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler werden die Bundesregierung zu Fragen des natürlichen Klimaschutzes beraten, der den Schutz von Klima und Natur miteinander verbindet. Der Beirat soll dazu beitragen, der ökologischen Doppelkrise aus Erderhitzung und Artenaussterben gezielt entgegen zu wirken.

„Ich freue mich sehr über die Gelegenheit, die agrar- und bodenwissenschaftliche Perspektive in den Klimaschutzbeirat einzubringen. Die Agrarböden sind die größte natürliche Kohlenstoffsenke in Deutschland. Es gilt jetzt, diese Senkenleistung weiter zu verbessern, die Bodenbiodiversität zu fördern und gleichzeitig eine hohe Produktivität für Ernährung und Bioökonomie zu ermöglichen“ sagt Prof. Gattinger, der wissenschaftliche Leiter des Lehr- und Versuchsbetriebs Gladbacherhof und der Versuchsstation Weilburger Grenze der JLU.

Prof. Gattinger ist Agrar- und Bodenwissenschaftler mit dem Schwerpunkt nachhaltige Bodennutzung. Der Bauernsohn und gelernte Chemielaborant hat in Kassel und Aberdeen Agrarwissenschaften studiert und wurde an der TU München-Weihenstephan promoviert. Er verfügt über international ausgewiesene Expertise im Bereich ökologische Boden-Pflanzen-Tier-Systeme mit Schwerpunkt Ressourceneffizienz, Nährstoffmanagement, Klimawirkungen (Kohlenstoffspeicherung, Emissionen) und Meta-Analysen. Zu seiner Professur gehört unter anderem der Lehr- und Versuchsbetrieb Gladbacherhof, auf dem die Öko-Feldtage 2022 stattfanden. Er ist Mitglied des wissenschaftlichen Beirats am Julius-Kühn-Institut (JKI) sowie des Vorstands des Forschungsinstituts für den Biologischen Landbau (FiBL) Deutschland.

Mit dem Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz will das Bundesumweltministerium anhand von 69 Maßnahmen dafür sorgen, den allgemeinen Zustand der Ökosysteme in Deutschland deutlich zu verbessern und so ihre Resilienz sowie ihre Klimaschutzleistung zu stärken. Die Natur an Land und im Meer soll besser geschützt und widerstandsfähiger werden, um dauerhaft zu den nationalen Klimaschutzzielen beizutragen. Intakte Ökosysteme spielen dabei eine entscheidende Rolle. Wälder und Auen, Böden und Moore, Meere und Gewässer, Grünflächen in der Stadt und auf dem Land sind natürliche Klimaschützer: Sie binden Kohlendioxid aus der Atmosphäre und speichern es langfristig. Gleichzeitig können sie die Folgen des Klimawandels mildern, indem sie Hochwasser aufnehmen und bei Hitze für Abkühlung sorgen.

Bundesspartensitzung Öffentlicher Dienst

Im Rahmen der VDL-Jahrestagung 2024 in Frankfurt fand am 16. Mai die jährliche Sitzung der VDL-Bundessparte Öffentlicher Dienst statt. Alle VDL-Mitglieder, die aktuell im öffentlichen Dienst beschäftigt sind, sei es als Beamte oder Angestellte, waren dazu eingeladen.

Was bewegt die im öffentlichen Dienst tätigen Mitglieder, was brennt ihnen derzeit unter den Nägeln, für welche Themen sind konstruktive Lösungsansätze zu finden? Sofort fielen Schlagworte wie Einstellungspolitik im öffentlichen Dienst, Digitalisierung, Aufgabenverdichtung, unbesetzte Stellen über längere Zeit, viele Überstunden, Homeoffice, vorzeitiges Abwandern aus dem öffentlichen Dienst, überbordende Bürokratie.

Digitalisierung: Es soll tatsächlich Vorgesetzte geben, die das Verschicken von E-Mails für voranschreitende Digitalisierung halten. Wenn es jedoch darum geht, zum Beispiel einen Antrag auf Reisekostenerstattung zu stellen, dann muss dieser immer noch auf Papier ausgefüllt und eingereicht werden. Jede Behörde erstellt mit unterschiedlich hohem Aufwand eigene Formulare. Fragen, die sich hier stellen: Warum ist es nicht möglich, dass sich die Behörden gegenseitig die Formulare zur Verfügung stellen? Oder gar gleich identische Formulare für alle entwickeln? Dabei drängen sich Stichworte wie „Synergieeffekte“ bei der Erstellung von Formularen/Vordrucken und „Effizienz“ –  Verschwendung von Ressourcen auf. Auch der Einsatz von KI für solche Zwecke, aber auch in anderen Bereichen von Behörden wurde hier angesprochen. Zum Beispiel könnte KI dabei helfen, wichtige Gerichtsurteile, die umzusetzen sind, auszuwerten und in kürzester Zeit zusammenzufassen.

rokratie: Nicht nur die Bürgerinnen und Bürger, sondern auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Behörden sind extrem überlastet ob der Vielzahl von Vorschriften, Richtlinien, Gesetzen, Verordnungen auf EU-, Bundes- und Länderebene. Ein Abbau ist zwar derzeit immer ein beliebtes Thema, wird aber leider nicht bzw. nur wenig umgesetzt. Die Frustration in den Amtsstuben nimmt zu.

Aufgabenverdichtung: Was passiert, wenn Kolleginnen oder Kollegen in den Ruhestand gehen? Im optimalen Fall wird die Stelle rechtzeitig ausgeschrieben und wiederbesetzt, so dass bisherige und neue Stelleninhaber noch eine gewisse Zeit gemeinsam für die Weitergabe des Wissens sorgen können. Es gibt auch die Fälle, dass die Stelle zwar direkt im Anschluss wiederbesetzt wird, aber eine Weitergabe des Wissens nicht mehr stattfindet. Im schlimmsten Fall bleibt die Stelle für lange Zeit unbesetzt. Das ist derzeit häufig die Regel und nicht die Ausnahme. Die Aufgaben hingegen müssen trotzdem kontinuierlich erledigt werden. Also werden diese auf alle anderen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Fachbereich verteilt.

Fachkräftemangel: Es stellt sich natürlich die Frage: Warum können die Stellen nicht zeitnah besetzt werden? Einerseits ist der öffentliche Dienst ein Garant für einen sicheren Arbeitsplatz. Darüber waren sich alle Diskutierenden einig. Andererseits ist der öffentliche Dienst nicht mehr attraktiv. Eingestellt und eingruppiert wird nach Schema F – unabhängig von der Eignung und Berufserfahrung. Bewerber/Bewerberinnen mit jahrelanger Erfahrung werden trotzdem in der untersten bzw. in einer der unteren Erfahrungsstufen eingruppiert. Fachliches Wissen steht nicht mehr im Vordergrund und wird auch nicht honoriert. Eine Wiederbesetzung von Stellen für Tätigkeiten als Sachbearbeiterin/Sachbearbeiter, z. B. in der Landwirtschaftsverwaltung, erfolgt häufig durch Verwaltungsfachangestellte ohne eben dieses landwirtschaftliche Fachwissen. Wichtige Anmerkung dazu: Das variiert ganz klar sehr stark von Bundesland zu Bundesland, von Behörde zu Behörde und auch von Landkreis zu Landkreis. Auch das gegenseitige Abwerben von Fachkräften selbst von Landkreis zu Landkreis indirekt durch diese unterschiedliche Eingruppierung derselben Tätigkeiten in Verbindung mit Zulagen ist bereits gängige Praxis.

Die Gewinnung von Fachkräften und die Bindung an den öffentlichen Dienst erweist sich als zunehmend schwieriger – Stichwort: Ausbildung! Was dann natürlich unweigerliche Konsequenz daraus ist und zum großen Teil durch die Führungskräfte nicht gesehen oder billigend in Kauf genommen wird, das sind die enorm vielen Überstunden, die die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter derweil anhäufen. Nur eine Konsequenz daraus ist, dass hier genau die fachlich gut ausgebildeten Bediensteten den öffentlichen Dienst vorzeitig verlassen.

Home-Office – Vor- und Nachteile: Der öffentliche Dienst wirbt natürlich auch mit der Möglichkeit, einen Teil der Arbeitswoche im Home-Office zu arbeiten. Was natürlich auch dazu führt, dass man seine Kolleginnen und Kollegen nie vollständig als Team bei Besprechungen oder im Büro sieht. Man kann sich nicht allumfassend austauschen. Das gilt aber umgekehrt genauso. Die Kollegen im Home-Office haben ebenfalls nicht die Möglichkeit, sich in Präsenz im Amt mit allen anderen auszutauschen. Es fehlt auch ganz stark der soziale Kontakt. Zudem wurde aber auch erkannt, dass nicht jede Tätigkeit für die Erledigung im Home-Office geeignet ist.

Fazit: Aus der Erfahrung der Teilnehmenden sind die aktuellen Probleme im öffentlichen Dienst zum Teil hausgemacht. Es wäre zu einfach, sich auf den Fachkräftemangel als ein alle Branchen betreffendes Problem, gleichsam eine externe Ursache, zurückzuziehen. Zentral für die meisten Probleme ist der auf jeder Behörde lastende Sparzwang. Er manifestiert sich zum Beispiel in verzögerten Einstellungsverfahren ohne geregelte Aufgabenüberleitung, in tariflichen Einstufungen am unteren noch möglichen und tariflich zulässigen Rand, in Verzögerungen bei der Digitalisierung und in zunehmender Arbeitsverdichtung. Echte Wertschätzung sieht anders aus. Die Arbeitgeber im öffentlichen Dienst können und müssen hier selbst tätig werden, Potenzial wäre gegeben.

Foto: Eberhard Köhler, Dr. Juhl Jörgensen;  Text: Manuela Daiber

VDL-Nachwuchsschmiede am 15. Mai 2024

Personalverantwortliche aus namhaften Unternehmen im Agrar,- Ernährungs- und Umweltsektor, der Agrar- und Umweltverwaltung, Banken, Versicherungen, Verbänden und Institutionen, Medien etc. informieren in Kurz-Präsentationen über Beschäftigungsmöglichkeiten, Karriereperspektiven, Gehalt, Erwartungen an die Nachwuchskräfte und vieles mehr!

Wir freuen uns auf Eure Teilnahme!

Mittwoch, 15. Mai 2024 

15:00 Uhr Eröffnung und Begrüßung

Markus W. Ebel-Waldmann, Präsident des VDL Bundesverbandes e.V., Berlin
Marvin Mikolajczak, Vorsitzender der Bundessparte „Young Professionals“, VDL Bundesverband e.V., Berlin
Sonja Timmer, Geschäftsführerin, Agrobrain S.à r.l., Wemperhardt

15:15 Uhr Erfolgreich den Berufseinstieg meistern!
Exklusive Informationen der renommierten Headhunter und Personalvermittler von Agrobrain

Präsentation ausgewählter Berufsfelder in der grünen Branche durch Personalverantwortliche

  • Berufsfeld: Agrarverwaltung: Annette Enders, Hessisches Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt, Weinbau, Forsten, Jagd und Heimat, Wiesbaden
  • Berufsfeld: Verbände: Peter Jung, Deutscher Raiffeisenverband (DRV), Berlin
  • Berufsfeld: Journalismus/Medien: Arne Löffel, dfv Mediengruppe, Frankfurt am Main
  • Berufsfeld: Banken: Sophia Heitzenröther, Landwirtschaftliche Rentenbank, Frankfurt am Main
  • Berufsfeld: Chemische Industrie: Christian Lange, Verband angestellter Akademiker und leitender Angestellter der chemischen Industrie (VAA), Köln
  • Berufsfeld: Agrarhandel/Digitalisierung/Landtechnik: Agrobrain S.à r.l., Wemperhardt

 

Paneldiskussion
mit allen teilnehmenden Personalverantwortlichen

18:30 Uhr Transfer nach „Zum Gemalten Haus“ nach Frankfurt-Sachsenhausen
Schweizer Straße 67, 60594 Frankfurt am Main

19:30 Uhr Abendveranstaltung im „Zum Gemalten Haus“ mit typischen Frankfurter Spezialitäten – die Personalverantwortlichen sind ebenfalls dabei.

Das Programm finden Sie hier und den Anmeldebogen hier.

A N M E L D U N G

Die Anmeldung ist einfach & bequem per Online-Formular möglich.

 

Anmeldung mit Online-Formular

 

Foto: pixabay/ Text: Markus W. Ebel-Waldmann

Der legendäre Bauernball der VDL Studierendengruppe Kiel ist zurück!

Text und Fotos: VDL Studierendengruppe Kiel

Am vergangenen Donnerstag, den 25.04. war es endlich soweit: Kleid und Anzug an und los zum legendären VDL- Bauernball der Studierendengruppe

Kiel. Er fand erstmals in Kiels neuer Eventlocation „Fleet“ in festlicher Atmosphäre direkt am Wasser statt. Der Kartenvorverkauf war ein voller Erfolg. Die 350 Karten waren bereits drei Wochen vor der Veranstaltung ausverkauft. Es machte sich sogar ein ganzer Bus mit Kommilitonen der Fachhochschule Kiel aus Rendsburg auf den Weg!

Die Schnappschüsse aus der Fotobox zeugen von einer gelungenen Feier mit jeder Menge Spaß und guter Laune.

Wir danken dem VDL Bundesverband ganz herzlich für die Unterstützung und freuen uns auf den nächsten VDL- Bauernball!

 

Eure VDL Studierendengruppe Kiel

VDL-Jahrestagung 2024 vom 16.-18. Mai 2024 in Frankfurt am Main

Bei der diesjährigen Jahrestagung des VDL-Bundesverbandes ist der VDL-Landesverband Hessen gastgebender Landesverband. Die Jahrestagung 2024 findet mit einem breiten und abwechslungsreichen Programm von Donnerstag, 16. Mai 2024 bis Samstag, 18. Mai 2024 im Herzen von Europa, in der europäischen Finanzmetropole Frankfurt am Main statt.

Die VDL-Jahrestagung beginnt traditionell für die Studierenden und Young Professionals schon am Vortag. Erstmals steht eine breitangelegte „Nachwuchsschmiede“ auf dem Programm. Diese Veranstaltung findet im Hause der dfv Mediengruppe, zu der auch die agrarzeitung und die Lebensmittelzeitung gehört, in Kooperation mit unserem Partner AgroBrain statt. Der Abend klingt bei hessischen Spezialitäten im „Zum Gemalten Haus“, eine der ältesten und traditionellsten Apfelweinwirtschaften, im Frankfurter Stadtteil Sachsenhausen aus.

Am Donnerstag starten dann alle Teilnehmer im nhow-Hotel Frankfurt am Main (Brüsseler Straße 1-3, in unmittelbarer Nähe zum Hauptbahnhof) mit den Spartensitzungen, der Geschäftsführerkonferenz und der VDL-Bundesmitgliederversammlung 2024 in das Programm.

Am Abend findet dort auch der traditionelle Begrüßungsabend mit Gästen aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Verbänden, Institutionen und Hochschulen statt. Der Abend klingt mit einem Panoramablick über Frankfurt und den Taunus in der NFT Sky Bar in der 47. Etage des Hotels aus. Ein ausreichendes Zimmerkontingent wurde bereits gesichert.

Der Freitag startet mit zwei Fachexkursionen. Eine führt zum größten deutschen Verkehrsflughafen Frankfurt am Main, wo sich die Teilnehmenden auf eine XXL-Tour und einen Fachbesuch beim Perishable Center, Europas größtem Luftfrachtcenter für temperaturgeführte Produkte, freuen dürfen. Die zweite Exkursion steht ganz im Zeichen der europäischen Finanzmetropole Frankfurt am Main. Lassen Sie sich von exklusiven Einblicken überraschen.

Am Nachmittag findet dann um 15:00 Uhr ein großes VDL-Forum im Hause der dfv Mediengruppe statt, bei der es um „Das Erscheinungsbild der Land- und Ernährungswirtschaft in der Öffentlichkeit – Selbstbild und Fremdbild“ geht. Im Anschluss an das Forum geht es zum großen VDL-Begegnungsabend direkt an den Main, ins Restaurant MainNizza.

Die Jahrestagung 2024 endet am Samstag mit einer Exkursion ins Frankfurter Umland. Hier steht die regionale Erzeugung und Vermarktung unter dem Motto „Von Äppelwoi un Grie Soß“ im Mittelpunkt.

Der VDL Bundesverband und der VDL Landesverband Hessen freuen sich auf Ihre Teilnahme!

Das Programm der Jahrestagung finden Sie hier und das Programm des VDL-Forums hier.

Der VDL dankt seinen Sponsoren für die freundliche Unterstützung:

 

 

 

 

 

A N M E L D U N G

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Foto: Tobias Grabner / Text: Markus W. Ebel-Waldmann

VDL: Gedankenaustausch zum öffentlichen Dienst

Bild: pixabay, Text: Dr. Juhl Jörgensen

Gedankenaustausch zum öffentlichen Dienst

Am 24. April trafen sich Mitglieder aus mehreren Landesverbänden, die im öffentlichen Dienst beschäftigt sind, zu einem virtuellen Gedankenaustausch mit dem Bundesspartensprecher. Ein solcher Erfahrungsaustausch hatte erstmalig vor zwei Jahren stattgefunden, um sich nach dem Einschnitt der Corona-Pandemie neu zu sortieren und Probleme zu identifizieren.

Zwei Jahre später stellten die Teilnehmenden jetzt fest, dass manche Entwicklungen sich verfestigt haben, während andere Themen an Bedeutung verloren. Zusammengefasst lassen sich folgende wesentliche Herausforderungen identifizieren:

Stand und Konsequenzen der Digitalisierung im Arbeitsprozess

Die Teilnehmenden haben den Eindruck, dass die Digitalisierung an vielen Stellen im Arbeitsprozess auf dem Weg, aber eine strukturierte Herangehensweise nur ansatzweise erkennbar ist. Je nach Bundesland und Behörde sieht man große Unterschiede in der Umsetzung. In einem Gespräch im Vorfeld der Veranstaltung stellte eine Kollegin fest, manche Führungskräfte in ihrer Institution hielten sich mit der Kommunikation per E-Mail schon für „führend in der Digitalisierung“.

Übereinstimmung erzielten die Teilnehmenden in der Einschätzung, dass durch die bereits praktizierte Digitalisierung in erster Linie eine Verdichtung der Arbeitsprozesse einhergehe. Von Entlastungseffekten durch Digitalisierung könne man bisher nichts bemerken.

Positive und negative Effekte des Arbeitens im Home Office

Das Arbeiten im Home Office brachte vor allem in der Coronazeit einige Erleichterungen mit sich; inzwischen hat es sich als fester Bestandteil der Arbeitswelt im öffentlichen Dienst etabliert. Viele Arbeitnehmer sehen vor allem die Vorteile: Der Weg zur Arbeit entfällt an Home-Office-Tagen, Familie und Beruf sind tendenziell leichter vereinbar. Arbeitgeber prüfen, ob sie mit weniger Büroraum und entsprechenden Nebenkosten auskommen.

Inzwischen schärft sich allerdings auch der Blick für die Nachteile des Arbeitens im Home Office. Die Teilnehmenden am Gedankenaustausch erwähnen vor allem Probleme bei der Eingliederung und Einarbeitung neuer Mitarbeiter sowie erschwerte Abstimmung und Arbeitsorganisation im Team. Neue Mitarbeiter würden teils keine Notwendigkeit mehr sehen, den Wohnort in die Nähe des Arbeitsplatzes zu verlagern. Entsprechend gering ist die Bindung und Identifikation mit dem Unternehmen / der Institution, für die man tätig ist.

Fachkräftemangel und Probleme der Nachwuchsgewinnung

Dieses Thema wurde schon beim ersten Gedankenaustausch 2022 diskutiert und hat sich seitdem noch verschärft. Der öffentliche Dienst ist vor allem bei den Gehältern gegenüber der freien Wirtschaft wenig konkurrenzfähig. Allerdings ist dieser Aspekt für die Entscheidung, sich im öffentlichen Dienst zu bewerben, nicht allein ausschlaggebend. Punkten können Arbeitgeber mit flexiblen Teilzeitangeboten, attraktiven Bedingungen für mobiles Arbeiten, der Sicherheit des Arbeitsplatzes, um nur einige zu nennen. Familienplanung oder Nebenerwerbslandwirtschaft werden dadurch erleichtert.

Die Teilnehmenden steuerten weitere Aspekte zu dieser Diskussion bei. So hätten Beschäftigte im öffentlichen Dienst immer noch eine höhere Wochenarbeitszeit als aktuell in den Branchen der freien Wirtschaft verhandelt wurde – Beamte liegen mit 41 Stunden noch über der langjährigen Marke von 40 Stunden. Der Stand der Digitalisierung bei der konkreten Behörde, hierarchische Strukturen, mangelnde Gestaltungsspielräume und weitere Hemmnisse führten auch dazu, dass Nachwuchskräfte einen öffentlich-rechtlichen Arbeitgeber auch wieder verlassen. Dazu sind Probezeiten eben da: sich einen Einblick zu verschaffen, Vergleiche zu ziehen – und etwas Besseres zu suchen.

Offene Fragen der Bewertung, Anerkennung und Entlohnung von Leistung

Als problematisch schilderten die Teilnehmenden die Bewertung, Anerkennung und Entlohnung besonderer Arbeitsleistungen. Zum einen sei das Procedere – je nach Behörde – intransparent und werde von den Mitarbeitenden oft nicht als fair empfunden. Zum anderen würden bestehende Ermessensspielräume von Führungskräften oft nicht genutzt, auch um Diskussionen aus dem Weg zu gehen.

Handhabung von Berufserfahrung im Einstellungsprozess

Auch dieses Thema kam schon vor zwei Jahren auf die Agenda. Eine Teilnehmerin berichtete, dass vor allem wissenschaftliche Mitarbeiter mit befristeten Projektverträgen beim Einstieg in neue Projekte immer wieder mit der untersten Einstiegstufe bewertet werden. Eine Kollegin sei seit zehn Jahren nicht eine einzige Entgeltstufe vorwärts gekommen.

Gleiches gilt für die durchaus gesuchten Quereinsteiger. Berufserfahrung, die außerhalb des öffentlichen Dienstes erworden wurde, wird grundsätzlich nicht als „einschlägig“ bewertet und zählt deshalb bei der Einstufung nicht. Wer mit etlichen Jahren Berufserfahrung als „Berufseinsteiger“ bewertet wird, dürfte kaum für eine Tätigkeit im öffentlichen Dienst zu gewinnen sein.

Am 16. Mai findet in Frankfurt/Main im Rahmen der VDL-Jahrestagung die Bundesspartensitzung Öffentlicher Dienst statt. Die bei diesem Gedankenaustausch angesprochenen Themen sollen bei der Sitzung vorrangig diskutiert werden, um Ansätze für die Spartenarbeit der nächsten Jahre zu definieren. Zu der Spartensitzung sind alle VDL-Mitglieder herzlich eingeladen, die im öffentlichen Dienst beschäftigt sind.

VDL-Seminar: Textwerkstatt für professionelles Schreiben

Foto: Constanze von Poser

Wieder viel gelernt – Textwerkstatt für professionelles Schreiben

Vom 18. bis 20. Februar trafen sich VDLer aus verschiedenen Landesverbänden in Hannover, um ihre Schreibkünste auf den Prüfstand zu stellen und im Rahmen einer „Textwerkstatt“ zu verbessern.

Eigentlich sollten wir als Akademiker das Schreiben gelernt haben – das ist jedenfalls eine weit verbreitete Annahme. Allerdings gehört es auch zu den ersten Erfahrungen im Berufsleben, dass das Verfassen von Referaten und Masterarbeiten einen nicht automatisch für gutes berufliches Textwerk qualifiziert. Der wissenschaftliche Stil ist selten geeignet, Sachverhalte für eine nicht wissenschaftliche Zielgruppe kurz und prägnant, aber auch verständlich zu formulieren. Die von der Kommunikationsexpertin Constanze von Poser geleitete Textwerkstatt legte mit dem Untertitel „Richtig formulieren – effizient kommunizieren“ den Fokus auf genau diesen Zusammenhang.

Es ist kein Zufall, dass sich bei Weiterbildungsangeboten des VDL regelmäßig „Wiederholungstäter“ anmelden. So war es auch bei dieser Textwerkstatt – die meisten Teilnehmenden kannten einander schon aus früheren Seminaren. Wir brachten schon viele unterschiedliche Erfahrungen mit dem berufsbedingten Schreiben für unterschiedlichste Zielgruppen mit. So hatten wir die Erwartung, Wissen aufzufrischen, kreative Schreibtechniken kennenzulernen und Anregungen für einen guten Schreibstil mitzunehmen.

Zum Warmlaufen erfolgte die Vorstellungsrunde als eine Art Scrabble mit den einzelnen Buchstaben der Namen der Teilnehmenden. Das Ergebnis eignet sich für eine Bewerbung nur bedingt, machte aber viel mehr Spass und gewährte unerwartete Einblicke in Persönlichkeiten, die sich teilweise schon lange kennen (Stichwort: Wiederholungstäter).

Im weiteren Verlauf ging es immer wieder um gute Kommunikation: Was ist die Botschaft, an wen richtet sie sich, welche Anforderungen stellt die Zielperson an den Text. Das ist die wichtigste Grundlage guter Texte. Daraus ergibt sich die Textstruktur, der angemessene Schreibstil, das Vokabular. Im Detail müssen weitere Entscheidungen getroffen werden: Wieviel Zeit haben Lesende, haben sie schon Hintergrundwissen oder muss es mitgeliefert werden? Sind Fachbegriffe unproblematisch oder müssen sie vermieden werden? Dies sind nur einige Beispiele, die sich noch beliebig erweitern lassen. Hierzu lieferte die Dozentin einen strukturierten Überblick über den Rahmen gelungener Textarbeit und alle Bausteine, die dafür zu berücksichtigen sind.

Der Rest ist Machen. Immer wieder, auch nach dem Seminar, bei dem die Theorie durch mehrere Übungen

aufgelockert wurde. Es gab Beispiele für „Verständlichmacher“ – ein Begriff, der mir neu war und den ich sehr hilfreich finde. Für welchen Kontext schreibe ich – soll es ein Pressetext werden oder eine Projektzusammenfassung für die Chefetage? Wichtig war uns auch der eigentliche Prozess des Schreibens – wie finde ich den Einstieg, welche kreativen Techniken können helfen, ins Schreiben zu kommen?

Dazu gab es Übungen mit teils überraschenden Ergebnissen. Zum Beispiel die Märchen-Übung: Wer hätte gedacht, dass man Dornröschen in einen feministischen Zusammenhang stellen oder Hänsel und Gretel aus dem ungewohnten Blickwinkel eines Baumes neu erzählen kann? So haben wir gelernt, eingefahrene Narrative aus einer ungewohnten Perspektive zu betrachten und neu zu bewerten. Nebenbei hatten wir mit den kreativen Ideen auch viel Spass.

Constanze von Poser gab auch einen guten Überblick über die Besonderheiten von Pressetexten. Dazu haben wir uns in einer Übung Überschriften und Teasertexte ausgedacht. Zu guten Texten gehören oft „sprechende“ Bilder, vor allem in der Pressearbeit spielen sie eine wichtige Rolle. Am Beispiel des traditionellen Gruppenfotos konnten wir erfahren, wie wir uns von langweiligen Standards befreien und alternative Ansichten visualisieren können. Das gelungene Foto für diesen Beitrag ist so entstanden – keiner von uns wäre auf eine solche Idee gekommen.

Auch wer schon viel geschrieben hat, konnte bei dieser Textwerkstatt Wissen und Erfahrungen überprüfen und auf den neuesten Stand bringen. Vor allem wurde wieder einmal – wie so oft in den VDL-Seminaren – deutlich, wie wichtig eine gute und verständliche Kommunikation ist. Professionelles Schreiben bietet dafür wichtige Werkzeuge. Die Dozentin Constanze von Poser hat uns nicht nur Grundlagen wie die Strukturierung von Botschaften für unterschiedliche Zielgruppen vermittelt. Wir haben auch ein Gefühl für guten Schreibstil und wertvolle Impulse für mehr Kreativität mitgenommen. Danke, Constanze, davon hätten wir gerne noch mehr – vielleicht in einem Aufbauseminar?

Text: Ruth Franken

VDL: Die starke Landwirtschaft – Gesund, nachhaltig, innovativ

Foto: Markus W. Ebel-Waldmann

VDL-Präsident Markus W. Ebel-Waldmann nimmt gemeinsam mit Joachim Ruckwied, dem Präsidenten des Deutschen Bauernverbandes e.V., und Jörg Migende, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Raiffeisenverbandes e. V., Stellung in der Ausgabe „Die starke Landwirtschaft“ einer aktuellen Beilage der Welt. Im Forum der Akteure befassen sie sich mit den Herausforderungen einer wettbewerbsfähigen Landwirtschaft in Deutschland.

Ebel-Waldmann hebt hervor, dass die Branche zwingend verlässliche politische Leitplanken statt überbordender Bürokratie und Reglementierung benötigt. Hier ist vor allem die Politik gefragt Sicherheit zu schaffen.

Den Artikel sowie die aktuelle Ausgabe von Zukunft Agrarwirtschaft finden Sie hier.

 

Text: Tobias Dammeier