20. Netzwerkabend 2025 des VDL Hessen in der Zentrale der Vereinigten Hagelversicherung VVaG in Gießen

Nach dem großen Erfolg der VDL-Netzwerkabende in den vergangenen Jahren fand auch in diesem Jahr das bereits 20. Treffen am Freitag, den 07. November 2025, in Gießen statt. Auch in diesem Jahr war die Vereinigte Hagelversicherung VVaG Gastgeber in ihrer Zentrale in der Wilhelmstrasse 25. Der Netzwerkabend, zu dem alle Gießener Absolventen (gleich welchen Jahrganges!) eingeladen waren, startete mit einem Sektempfang in der Zentrale der Vereinigten Hagelversicherung VVaG und der Begrüßung durch den Vorstand der Hagelversicherung und des VDL.

Markus Ebel-Waldmann, Landesvorsitzender im VDL LV Hessen e.V. eröffnet den Netzwerk- und Alumniabend 2025

Es schloss sich ein Grußwort des Dekans des Fachbereichs 09 „Agrarwissenschaften, Ökotrophologie und Umweltmanagement“ der Justus-Liebig-Universität Gießen, Prof. Dr. Klaus Eder, an, bei dem er auf die aktuellen Entwicklungen an seinem Fachbereich einging.

Als Keynote-Speaker referierte Sebastian Schneider, Generalsekretär beim Hessischen Bauernverband, Friedrichsdorf, zum Thema „Vor welchen Herausforderungen steht die Landwirtschaft in Hessen?“. Dabei gab er u.a. einen Einblick in die aktuellen und zukünftigen Rahmenbedingungen der Landwirtschaft und schilderte die zentrale interdisziplinäre Rolle der Landwirtschaft zwischen steigender Weltbevölkerung und Ernährungssicherheit, nachhaltige Energieversorgung, Klimawandel und Umwelt-/Ressourcenschutz. Aber auch die Rolle der Verbände im politischen Gefüge wurde beleuchtet. Das Fachwissen der Verbände sei in der aktuellen Politik essentiell und Verbände sollten aktiv Veränderungsprozesse gestalten und konkrete Lösungskompetenz einbringen.

Sebastian Schneider, Generalsekretär bei Hessischen Bauernverband (links) und Thomas Gehrke, Mitglied des Vorstands, Vereinigte Hagelversicherung bei Netzwerk- und Alumniabend 2025 in Gießen

 

Thomas Gehrke, Mitglied des Vorstandes der Vereinigten Hagelversicherung eröffnete das traditionelle Grünkohlessen. Der Abend stand dann ganz im Zeichen des Wiedersehens, Kennenlernens und dem Erfahrungs- und Meinungsaustausch.

Text: VDL LV Hessen

VDL Hessen: VDL-Mitgliederversammlung 2025 bestätigt amtierenden Vorstand

Im Rahmen der diesjährigen Mitgliederversammlung des VDL Landesverbandes Hessen e.V. in Gießen standen auch die satzungsgemäßen Wahlen des geschäftsführenden Vorstandes auf der Tagesordnung.

Markus W. Ebel-Waldmann wurde einstimmig im Amt des Landesvorsitzenden bestätigt. Die neue Amtszeit beträgt satzungsgemäß drei Jahre. Ebel-Waldmann führt den Verband bereits seit 1995. Seit 1988 gehört der 59-jährige Agrarökonom dem Vorstand des VDL-Landesverbandes Hessen e.V. in verschiedenen Funktionen an. Markus W. Ebel-Waldmann, seit Mai 2006 auch Präsident des VDL-Bundesverbandes e.V. ist, ist hauptamtlich Sprecher der Betriebsleitung der Stadtwerke Rodgau und Geschäftsführer der Stadtwerke Rodgau Energie GmbH sowie der Energieversorgung Rodau GmbH.

Ebenfalls bestätigten die Mitglieder den Hattenheimer Dr. Jörg Hüther im Amt des stellvertretenden Landesvorsitzenden. Er wird sich dem Amt aus dem Ruhestand heraus widmen. Auch der bisherige Geschäftsführer Tobias Grabner (37), Fachexperte für Umwelt- und Entsorgungsmanagement bei der DB Cargo AG, wurde in diesem Amt für eine weitere Amtszeit bestätigt.

 

Neu in den Vorstand gewählt wurde Christian Fey als Sprecher der Sparte Studierende. Er studiert im Bachelor Agrarwissenschaften an der Universität Gießen.

 

 

 

 

Text: VDL Hessen

Einladung zum 20. Netzwerk-Abend des VDL Hessen

VDL-Netzwerkabend 2024: v.l.n.r. Markus W. Ebel-Waldmann, Dr. Rainer Langner, Prof. Dr. Klaus Eder, Prof. Dr. Bernd Honermeier, Christian Senft, Thomas Gehrke (Foto: VDL Hessen)

Treffen 2025 in der Zentrale der Vereinigten Hagelversicherung VVaG in Gießen

Nach dem großen Erfolg des VDL-Netzwerk-Abends in den vergangenen Jahren wird auch in diesem Jahr der bereits neunzehnte am Freitag, 07. November 2025, in Gießen stattfinden. Auch in diesem Jahr wird die Vereinigte Hagelversicherung VVaG Gastgeber in ihrer Zentrale in der Wilhelmstrasse 25 sein. Der Netzwerk-Abend, zu dem alle Gießener Absolventen (gleich welchen Jahrganges!) eingeladen sind, beginnt um 17.00 Uhr mit einem Sektempfang in der Zentrale der Vereinigten Hagelversicherung VVaG und der Begrüßung durch den Vorstand der Hagelversicherung und des VDL.

Der Dekan des Fachbereichs 09 Agrarwissenschaften, Ökotrophologie und Umweltmanagement, Prof. Dr. Klaus Eder, wird in einem Grußwort über die aktuellen Entwicklungen an seinem Fachbereich berichten. Als Keynote-Speaker wird Sebastian Schneider, Generalsekretär, Hessischer Bauernverband, Friedrichsdorf, zum Thema „Vor welchen Herausforderungen steht die Landwirtschaft in Hessen?“ sprechen.

Der Abend steht nach dem offiziellen Teil dann – bei zur Jahreszeit passendem Essen und Getränken – ganz im Zeichen des Wiedersehens, Kennenlernens und des Erfahrungs- und Meinungsaustauschs. Auch zahlreiche Professorinnen und Professoren des Gießener Fachbereichs 09 Agrarwissenschaften, Ökotrophologie und Umweltmanagement werden am Abend dabei sein. Alle hessischen Mitglieder haben bereits persönliche Einladung erhalten. Weitere Interessierte melden sich bitte beim Geschäftsführer des VDL Hessen, Tobias Grabner, an (geschaeftsfuehrer@vdl-hessen.de). Anmeldeschluss ist der 01. November 2025.

VDL Hessen: Am Frankfurter Flughafen werden Hessens Landwirtschaft und Pflanzen geschützt

Foto: Hessisches Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt, Weinbau, Forsten, Jagd und Heimat

Fast 24.000 kontrollierte Importsendungen im Jahr: Staatssekretär Daniel Köfer besucht mit dem Hessischen Pflanzenschutzdienst die wichtigste phytosanitäre Grenzkontrollstelle des Landes.

Obst, Gemüse, Zierpflanzen – alles, was dieser Art am Frankfurter Flughafen als Importsendung ankommt, wird hier kontrolliert: Der Hessische Pflanzenschutzdienst ist dafür verantwortlich, am „hessischen Tor zur Welt“ sicherzustellen, dass weder Pflanzenschädlinge noch Krankheiten über diesen Weg nach Deutschland und in die EU verbracht werden. Heute besuchte Staatssekretär Daniel Köfer den Hessischen Pflanzenschutzdienst am Frankfurter Flughafen. Er würdigte die verantwortungsvolle Arbeit der Fachbehörde des Regierungspräsidiums Gießen, die selten im Rampenlicht steht, aber eine Schlüsselposition für den Schutz der Landwirtschaft, der Biodiversität und des europäischen Binnenmarktes hat: „Der Hessische Pflanzenschutzdienst übernimmt eine zentrale Rolle für die Sicherheit unserer heimischen Landwirtschaft und den Schutz der Biodiversität in ganz Europa“, betonte Köfer bei seinem Besuch.

„Die Grenzkontrollstelle (GKS) am Flughafen Frankfurt ist bundesweit – gemessen an den zu kontrollierenden Sendungsstückzahlen – die bedeutendste ihrer Art, mit weitem Abstand vor anderen Standorten wie dem Hamburger Hafen oder dem Flughafen Leipzig“, so der Leiter des Hessischen Pflanzenschutzdienstes, Dr. Christian Hillnhütter. „Sie ist ‚Port of First Entry‘ für Warensendungen aus aller Welt und trägt somit eine besondere Verantwortung für die phytosanitäre Sicherheit ganz Europas.“

Kontrolliert werden Importsendungen, aber auch Passagiere und Reisegepäck

Allein im vergangenen Jahr wurden hier fast 24.000 Import­sendungen von Obst, Gemüse und Pflanzen kontrolliert – immer mit dem Ziel, das Einschleppen gefährlicher Quarantäneschädlinge zu verhindern. 51 Sendungen mussten zurückgewiesen werden. Hauptgrund war dabei der Befall mit besonders aggressiven oder exotischen Schädlingen, darunter der Herbst-Heerwurm, der Asiatische Laubholzbockkäfer oder der Japankäfer, die auch in der heimischen Pflanzenwelt schwere Schäden verursachen können.

Dabei geht es nicht nur um die Überprüfung kommerzieller Sendungen. Auch Passagiere werden stichprobenartig auf unerlaubte pflanzliche Mitbringsel kontrolliert. Denn mit dem Reisegepäck gelangen mitunter selbst lebende Insekten unbemerkt ins Land und stellen ein erhebliches Risiko für heimische Kulturen und Ökosysteme dar. 2024 wurden bei insgesamt 721 solcher Kontrollen mehr als zehn Tonnen Obst, Gemüse, Schnittblumen und Pflanzen beschlagnahmt und unter Beachtung phytosanitärer Vorgaben fachgerecht entsorgt.

Zudem ist die Zahl der Postsendungen mit Saatgut ohne Pflanzengesundheitszeugnis, die über das Internationale Postzentrum (IPZ) Frankfurt in die EU eingeführt werden sollen, stark gestiegen. Waren es 2024 noch über 7.100 zurückgewiesene Postsendungen, so mussten 2025 bereits jetzt mehr als 28.100 Sendungen zurückgewiesen werden, um die Gefahr des Imports unerwünschter Schadorganismen zu vermeiden. Neben den täglichen Kontrollen am Flughafen steht der Pflanzenschutzdienst Hessen auch im innereuropäischen Handel vor enormen Aufgaben. Durch zahlreiche neue EU-Regelungen hat sich die Zahl der verpflichtend zu kontrollierenden Sendungen, Waren und Schadorganismen innerhalb weniger Jahre vervielfacht.

Arbeit im Schichtsystem an 365 Tagen im Jahr

Um alle Einfuhren kontrollieren zu können, arbeiten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Hessischen Pflanzenschutzdienstes im Schichtsystem – an 365 Tagen im Jahr, mit großer Fachkompetenz und nach strengen internationalen Qualitätsstandards und Normen. Unterstützt werden sie dabei durch ein hochspezialisiertes Diagnoselabor am Standort Wetzlar. „Die Mitarbeiter leisten eine hochkomplexe Arbeit im anspruchsvollen Schichtdienst – oft fern der öffentlichen Wahrnehmung, aber mit immenser Wirkung. Ich danke ihnen für ihren täglichen Einsatz.“, betonte Staatssekretär Köfer. Die Behörde agiere täglich zwischen dem globalen Warenverkehr und dem regionalen Schutzauftrag und trage damit entscheidend zur Pflanzengesundheit und Wettbewerbsfähigkeit Hessens bei.

VDL Hessen: Hochschule Geisenheim startet praxisorientierten Podcast „Wein im Wandel“

Auftaktfolge des Podcasts „Wein im Wandel“. V.l.n.r.: Prof. Dr. Hans Reiner Schultz, Prof. Dr. Simone Loose, Christian Schwörer Quelle: Hochschule Geisenheim / Woody T. Herner

Wein ist ein faszinierendes Kulturgut. Und doch steht die Branche derzeit vor großen Herausforderungen. Welche das genau sind, und welche Lösungen es gibt, das sind die Themen des neuen Podcast der Hochschule Geisenheim: Wein im Wandel.

In der zukünftig regelmäßig erscheinenden Podcastreihe spricht Prof. Dr. Hans Reiner Schultz, Weinexperte, Professor und Präsident der Hochschule Geisenheim, mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, Branchenexperten und Praktikern über aktuelle Probleme, Trends und Zukunftschancen im Weinbau, der Weinwirtschaft und der Vermarktung von Wein.

„In unserem Podcast soll es uns neben der Beschreibung der Veränderungen immer auch um Lösungen und Konzepte gehen. Konzepte, die es am Markt bereits gibt. Konzepte, die es noch nicht gibt, aber geben sollte. Lösungen, die aus der Wissenschaft kommen. Und solche, die sich in der Praxis gerade entwickeln. Zusätzlich haben wir den Anspruch, dass der Podcast auch für allgemein Interessierte eingängig und verständlich ist.“, erklärt Prof. Dr. Hans Reiner Schultz.

Unterstützt wird der Podcast von der VEG – Geisenheim Alumni Vereinigung e.V. Die technische Begleitung, Postproduction und bildliche Begleitung übernimmt Woody T. Herner / Woodworks Studio

Auftaktfolge gibt ersten Überblick

In der ersten Folge sind Prof. Dr. Simone Loose, die Leiterin des Instituts für Wein- und Getränkewirtschaft, sowie Christian Schwörer, Generalsekretär des Deutschen Weinbauverbands e.V., zu Gast. Gemeinsam diskutieren sie in einem ersten Überblick intensiv die wirtschaftlichen Probleme aber auch die Chancen und Bedarfe der Winzerinnen und Winzer, und beleuchten auch aktuelle Überlegungen für neue EU-Programme, um die Rahmenbedingungen für den Weinbranche zu verbessern.

Hier geht’s zum Podcast: https://wein-im-wandel.podigee.io/.

VDL Hessen: Parlamentarischen Abend des VDL Hessen mit Minister Jung

Staatsminister Ingmar Jung (links) mit VDL-Präsident Markus Ebel-Waldmann. Foto: VDL Hessen/Tobias Grabner

Volles Haus und gelungener Netzwerkabend

Der Parlamentarische Abend 2025 des VDL Landesverbandes Hessen e.V. fand am   Dienstag, 13. Mai 2025, im Ratskeller am Hessischen Landtag in Wiesbaden statt. Bei der gut besuchten Veranstaltung konnte der Präsident des VDL-Bundesverbandes und Landesvorsitzende des VDL-Landesverbandes Hessen, Markus W. Ebel-Waldmann, den Hessischen Staatsminister für Landwirtschaft und Umwelt, Weinbau, Forsten, Jagd und Heimat, Ingmar Jung, begrüßen. Minister Jung sprach nicht nur ein Grußwort, sondern stand den Teilnehmenden auch Rede und Antwort. Alle im Hessischen Landtag vertretenen Fraktionen waren an diesem Abend zu Gast beim VDL Hessen, darunter zahlreiche Fraktionsvorsitzende sowie – bis auf eine erkrankte Abgeordnete – der gesamte Landtagsausschuss für Landwirtschaft und Umwelt. Neben den hochkarätigen Politikern waren zahlreiche Vertreter aus Wirtschaft, Verwaltung, der Hochschulen und Verbänden der Einladung des VDL Hessen gefolgt.

Text Markus Ebel-Waldmann

Erfolgreicher Abschluss: Geisenheimer Absolvierende feiern ihren Meilenstein

Foto: Hochschule Geisenheim

Am 21. März 2025 verabschiedete die Hochschule Geisenheim auf der Akademischen Abschlussfeier 166 Absolvierende aus den vergangenen acht Monaten – ein besonderer Anlass, der erstmals im neu eröffneten zentralen Hörsaalgebäude der Hochschule stattfand.

Begrüßt wurden die Absolvierenden aus den Studienrichtungen Wein und Getränke, Lebensmittel, Gartenbau und Landschaftsarchitektur von Prof. Dr. Hans Reiner Schultz, Präsident der Hochschule Geisenheim, und Prof. Dr. Mirjam Hey, Vizepräsidentin Lehre. Eingeladen waren auch die Angehörigen und Freunde und Freundinnen der Absolvierenden. Insgesamt nahmen über 500 geladene Gäste an der Abschlussfeier teil.

In ihrer Rede betonte Prof. Dr. Mirjam Hey die hohe fachliche Qualifikation und Innovationskraft der frisch Graduierten: „Mit Ihrem Abschluss an der Hochschule Geisenheim haben Sie das notwendige Fachwissen und die Fähigkeiten erworben, um als Fach- und Führungskräfte in der Weinbranche, der Lebensmittelindustrie, dem Gartenbau oder der Landschaftsarchitektur und vielen weiteren Teilbereichen zu wirken und sich zu entfalten. Sie vereinen Praxisorientierung und Innovation, Wissenschaft und Know-how, das Ihnen helfen wird, sich weiterzuentwickeln. Wir wünschen Ihnen von Herzen alles Gute auf Ihrem weiteren Lebensweg und freuen uns, mit Ihnen in Kontakt zu bleiben.“

Auch der Präsident der Geisenheim Alumni Association e.V. (VEG), Dipl.- Ing. Robert Lönarz, beglückwünschte die Absolvierenden zu ihrem Erfolg. Er lud sie ein, der Hochschule über den Alumni-Verband verbunden zu bleiben und das Alumni-Netzwerk für den weiteren beruflichen und persönlichen Austausch zu nutzen.

Zum Höhepunkt der Veranstaltung hielten jeweils eine Absolventin bzw. ein Absolvent aus jedem Studiengang eine Rede. Diesen teils emotionalen, teils humorvollen Berichten aus der Studienzeit an der Hochschule Geisenheim folgte die feierliche Übergabe der Zeugnisse durch die jeweiligen Studiengangsleitungen. Stolz nahmen die nun ehemaligen Studierenden ihre Mappen entgegen. Beglückwünscht wurden die Absolvierenden herzlich auch vom Vorstand der VEG, der in guter Tradition unter anderem eine Rose und einen Ansteck-Pin mit dem HGU-Logo überreichte. In Anschluss daran ließen es sich die Absolvierenden nicht nehmen, vor dem Hörsaalgebäude ihre Absolvierten-Hüte vor Freude hoch in die Luft zu werfen.

Verabschiedung von Prof. Dr. Beate Berkelmann-Löhnertz und Prof. Gerd Helget

Die Abschlussfeier wurde auch zum Anlass genommen, um zwei langjährige Lehrende zu würdigen, die in den Ruhestand verabschiedet wurden. Prof. Dr. Beate Berkelmann-Löhnertz prägte als Honorarprofessorin das Institut für Phytomedizin der Hochschule sowie der Forschungsanstalt Geisenheim seit 1987. Prof. Gerd Helget, seit 2008 Professor für Baubetrieb, Garten- und Landschaftsbau, wurde ebenfalls für sein Engagement an der Hochschule und für seine langjährige Tätigkeit als Beirat für Landschaftsarchitektur und Gartenbau in der VEG geehrt. Der Präsident der Hochschule, Prof. Dr. Hans Reiner Schultz, dankte beiden für ihre Verdienste und ihre langjährige Lehrtätigkeit.

Mit einem geselligen Ausklang endete die Veranstaltung in feierlicher Atmosphäre. Als Teil des Rahmenprogramm hatten die Absolvierenden und ihre Angehörigen erstmal auch die schöne Möglichkeit, Bilder in einem von der Alumni-Abteilung und der VEG gesponserten VW-Bulli aufzunehmen.

Die Hochschule Geisenheim beglückwünscht alle Absolvierenden, freut sich darauf, sie als Teil ihres wachsenden Alumni-Netzwerks weiterhin zu begleiten und wünscht ihnen auf ihrem weiteren Lebensweg alles Gute!

Anmerkung zu den Absolvierendenzahlen: Die Zahl der 166 Absolvierenden enthält alle Abschlüsse zwischen der letzten akademischen Feier im Sommer 2024 (mit Stichtag 26. Juli 2024) bis heute (mit Stichtag 20. März 2025). Bezüglich der Zuordnung zu den Semestern entspricht dies insgesamt einer Zahl von 29 Nachzüglerinnen und Nachzügler aus dem Sommersemester 2024 und 137 Absolvierenden aus dem Wintersemester 2024/25. Bis zum Ende des aktuellen Wintersemesters am 31. März wird sich die Zahl der Absolvierenden noch leicht erhöhen.

Wechsel an der Spitze des Landesagrarausschusses

Annette Enders, Leiterin der Abteilung Agrarpolitik im HMLU, wurde von den Mitgliedern und Gästen des LAA verabschiedet. V. l.: Dr. Thomas Hahn, Dr. Andreas Cromm, Norbert Klapp (Vorsitzender Regionalbauernverband Kurhessen), Annette Enders, Thomas Kunz (Vizepräsident Hessischer Bauernverband), Staatssekretär Daniel Köfer, Dr. Christian Hey (Leiter Abteilung Landwirtschaftliche Erzeugung, Weinbau und Ernährung). Foto: HMLU

Dr. Thomas Hahn hat die Geschäftsführung von Dr. Andreas Cromm übernommen. Der Landesagrarausschuss tagt vier- bis fünfmal im Jahr zu Themen rund um die Landwirtschaft.

Stabswechsel beim Landesagrarausschuss (LAA) in Hessen: Der bisherige Geschäftsführer Dr. Andreas Cromm wurde von Staatssekretär Daniel Köfer im Hessischen Landwirtschaftsministerium bei der Tagung des LAA verabschiedet. Der Vorsitzende Thomas Kunz dankte Dr. Cromm für seinen Einsatz in den vergangenen sechs Jahren, in denen er sich zusammen mit dem LAA mit vielen agrarpolitischen Themen auseinandergesetzt hat. Dr. Cromm hat das Amt des Geschäftsführers bereits zum 1. Januar an Dr. Thomas Hahn übergeben. Dr. Hahn freut sich auf die künftige Zusammenarbeit mit den Verbandsvertretern im Ausschuss.

Bei der Sitzung war die Afrikanische Schweinepest (ASP), die im Juni 2024 erstmals in Hessen aufgetreten ist, das vorherrschende Thema. Justus Kallmeyer, Leiter des Tierseuchenkrisenstabs im Hessischen Landwirtschaftsministerium, berichtete dabei über die aktuellsten Zahlen und Maßnahmen. Das Land Hessen arbeitet intensiv daran, eine weitere Ausbreitung des Virus zu verhindern. Die Landwirtschaft in Hessen ist stark betroffen, vor allem die Betriebe mit Schweinehaltung. Wie wichtig eine Zusammenarbeit aller Beteiligten ist, von den Landwirten bis zu den Jägern, um die Ausbreitung in Hessen zu stoppen, wurde bei der Sitzung ebenfalls deutlich.

Dr. Gisela Isa, Referatsleiterin Tierseuchenbekämpfung, stellte die Sachstände zur Maul- und Klauenseuche (MKS) und zur Geflügelpest vor. Nach Feststellung der MKS Anfang Januar in Brandenburg wurden in Hessen umgehend Maßnahmen zur Eindämmung ergriffen. Tierhalter sollten wachsam sein und Verdachtsfälle frühzeitig an die Veterinärämter melden.

In Hessen wurde Anfang Januar 2025 bei einer Kanadagans in Frankfurt, Anfang März bei einem Höckerschwan in der Nähe von Hanau und am 14. März bei zwei Nilgänsen in Kelsterbach die Geflügelpest nachgewiesen. Infizierte Wildvögel könnten die Bestände von Geflügelhaltern anstecken. Geflügelhalter sollten daher besondere Vorsicht walten lassen und Maßnahmen ergreifen, um ihre Bestände zu schützen, appelliert das Landwirtschaftsministerium.

Dr. Andreas Cromm informierte zudem über die Blauzungenkrankheit. In Hessen wurden seit Juli 2024 mehrere Fälle der Blauzungenkrankheit bestätigt, betroffen sind insbesondere Schafe. Um die Ausbreitung der Krankheit zu verhindern, hat das Land Hessen in Zusammenarbeit mit der Hessischen Tierseuchenkasse eine Impfkampagne gestartet. Tierhalter erhalten einen Zuschuss von zwei Euro pro Impfdosis für Schafe und drei Euro pro Impfdosis für Rinder.

Weitere Themen im Rahmen der LAA-Sitzung waren außerdem das Hessische Naturschutzgesetz und die Auswirkungen von Erdverkabelungen.

Zudem verabschiedete sich Annette Enders, Leiterin der Abteilung Agrarpolitik im Landwirtschaftsministerium, von den Mitgliedern und Gästen des LAA. Rund 23 Jahre lang hat sie den LAA in verschiedensten Funktionen begleitet, vor ihrer Funktion als Abteilungsleiterin als Vertreterin des Regierungspräsidiums Darmstadt. Thomas Kunz, Vorsitzender des Kreisbauernverbands Rheingau-Taunus, dankte Frau Enders für ihr Engagement und Wissen. Sie habe mit einem immer offenen Ohr dazu beigetragen, dass der LAA Themen voranbringen konnte.

Hintergrund

Der Landesagrarausschuss (LAA) ist beim Landwirtschaftsministerium gebildet und besteht aus insgesamt 18 Mitgliedern, die von den berufsständischen Verbänden benannt werden.

Er tagt vier- bis fünfmal im Jahr zu Themen rund um die Landwirtschaft. Vorsitzender des LAA ist Thomas Kunz, Vizepräsident des Hessischen Bauernverbandes. Die Aufgaben des LAA sind im Berufsstandmitwirkungsgesetz geregelt. Der LAA hat die Aufgabe, bei allen landwirtschaftlichen Förderungsaufgaben auf Landesebene und Regierungsbezirksebene mitzuwirken. Er ist bei allen Gesetzesvorhaben, die die Landwirtschaft betreffen, vorher zu hören.

Nachhaltige Ernährungssysteme und innovative Geschäftsideen

Der erste Female-Founders-Jahrgang der JLU feierte auf der Gründungsmesse Mittelhessen seinen Abschluss und die erfolgreichste Gründungsidee. Foto: Florentine Schmidt (Fachbereich 09 der JLU Gießen)

Erfolgreiche Bilanz: Food Entrepreneurship & Start-ups (FESU) an der Universität Gießen hat zehn Frauen mit EXIST-Women-Gründungsstipendien unterstützt – Neue Runde 2025

Der erste Female-Founders-Jahrgang der JLU feierte auf der Gründungsmesse Mittelhessen seinen Abschluss und die erfolgreichste Gründungsidee. Foto: Florentine Schmidt (Fachbereich 09 der JLU Gießen)

Ob Ernährungsberatung, Begleitung auf dem Weg zur Umstellung auf Ökobetrieb oder Beratung zur Diversifizierung auf dem Acker – das Thema Nachhaltigkeit hat viele Facetten und spielt bei Gründungsideen eine wichtige Rolle. Zehn Studentinnen und Alumnae des Fachbereichs 09 – Agrarwirtschaft, Umweltmanagement, Ökotrophologie der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) haben zum Jahresende 2024 mit „Female FESU“ (EXIST Women Gründungsstipendium) ein Programm abgeschlossen, in dem sie sich zwölf Monate lang intensiv mit ihrer eigenen Geschäftsidee beschäftigten hatten. Auf die erfreuliche Bilanz folgt die nächste gute Nachricht: Der Folgeantrag ist vom Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) bewilligt worden. Das Programm steht auch 2025 engagierten Studentinnen offen.

Die Koordinationsstelle Food Entrepreneurship & Start-ups (FESU) am Fachbereich 09 hat mit den EXIST-Women-Gründungsstipendien 2024 erstmals junge Frauen unterstützt, die Grün¬dungsideen in den Bereichen Landwirtschaft und Ernährung weiterentwickeln wollen. Für das Projekt konnten im Rahmen des EXIST-Women-Gründungsstipendienprogramms des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) rund 100.000 Euro eingeworben werden. Im Jahr 2025 werden der JLU für das Projekt F-FESU2 weitere Mittel in ähnlichem Umfang zur Verfügung stehen.

„Der Erfolg gibt uns recht. Die Begleitung von gründungsinteressierten Studierenden ist eine hervorragende Möglichkeit, um nachhaltige Ernährungssysteme und den dazu nötigen Wandel durch innovative Geschäftsmodelle in Agrarwirtschaft, Handel und Konsum zu fördern“, sagt Prof. Dr. Christian Herzig, Professur für Betriebslehre der Ernährungswirtschaft und des Agribusiness an der JLU. Er gratuliert den Absolventinnen des Programms herzlich, von denen einige sogar bereits Preise für ihre Geschäftsideen erhalten haben.

Ein Hessen-Ideen-Gründungs-Stipendium im Anschluss erhalten Gina Jenkins und Lydia Witzmann für die Geschäftsidee „Gilly’s Kitchen“ mit nachhaltigen Snacks für Kleinkinder und Familien. Die größte Sichtbarkeit und Zahl an Auszeichnungen im Jahr 2024 haben sich Lisa Schmidt, Vanessa Eghardt und Imke Wegner für ihr Projekt „PCOS Harmony“ gesichert – mit einer gynäkologischen und digitalen Beratungsanwendung für die von einer solchen Hormonstörung Betroffenen.

Die Bilanz des ersten EXIST-Women-Stipendienjahrgangs kann sich sehen lassen: Von Dezember 2023 bis Dezember 2024 besuchten zehn Frauen einen Online-Selbstlernkurs, durchliefen ein Mentoring und Tagesseminare zu den Themen Finanzwissen, Verhandlungstechnik, Selbstwirksamkeit, Social-Media-Marketing. Dabei wurden sie von Expertinnen und Experten begleitet. Unterstützt wird die Initiative durch das Gründungszentrum ECM der JLU.

„Die Sensibilisierung für unternehmerisches Denken und Handeln sowie das Testen der eigenen ersten Geschäftsidee haben zu völlig unterschiedlichen Ergebnissen geführt“, berichtet Projektkoordinatorin Dr. Christina Weber: „Während von manchen Beteiligten bereits die erste Stufe der Selbstständigkeit erreicht wurde und zum Teil die zweite Geschäftsidee auf dem Fuß folgte, sind andere Frauen zu der Einsicht gelangt, dass der Moment für ein eigenes Unternehmen (noch) nicht gekommen ist. All das ist wichtig, hilfreich und gut.“

Allen Beteiligten gehe es darum, zunächst erst einmal eine „Gründungssensibilität“ zu entwickeln, sagt Weber. Denn noch immer trauten sich sehr viel weniger Frauen als Männer mit dem erlangten akademischen Wissen oder einer ersten visionären Unternehmensidee auf den Markt. Das BMWK-Förderprogramm EXIST hatte deswegen 2024 an 110 Hochschulen und Universitäten in Deutschland EXIST-Women-Programme als einjährige Maßnahmen zur Gründungssensibilisierung ausgeschrieben und setzt das erfolgreiche Programm 2025 fort.

Von Sinnesräumen bis zu wachsenden Pavillons – Hochschulen im Mittelrheintal bereiten Beitrag zur Bundesgartenschau 2029 vor

© Hochschule Geisenheim/Marilena Schulte

In einem gemeinsamen Lehrprojekt der Hochschule Geisenheim, der Hochschule Koblenz und der Universität Koblenz entwickelten rund 50 Studierende Ideen, wie sich die Hochschulen der Region an der Bundesgartenschau 2029 im Oberen Mittelrheintal beteiligen können. Ihre Konzepte präsentierten sie am 3.2.2025 an der Hochschule Geisenheim.

„Ziel der Zusammenarbeit war es, die Studierenden verschiedener Fachrichtungen in den interdisziplinären Austausch zu bringen und gemeinsam erste Visionen für einen möglichen Buga-Hochschulpavillon zu erschaffen“, erläuterte Prof. Dr. Mirjam Hey, die als Vizepräsidentin Lehre der Hochschule Geisenheim die Abschlusspräsentation eröffnete. Ein solcher Pavillon könnte im Buga-Jahr 2029 als Ausstellungs- und Veranstaltungsort für die kooperierenden Hochschulen dienen und ein inspirierender Ort für den Austausch werden.

Mit dem interdisziplinären Lehrprojekt im Wintersemester 2024/25 werden erste Ideen für 2029 sichtbar und greifbar. Dazu haben Studierende aus drei Fachrichtungen ihre Expertisen zusammengebracht. Angeleitet wurden sie von Prof. Dr. Lydia Kater-Wettstädt (Grundschulpädagogik, Universität Koblenz), Eva Cift (Architektur, Hochschule Koblenz) sowie Prof. Sebastian Sowa und Lukas Weber (Freiraumentwicklung, Hochschule Geisenheim). Sowohl für die Lehrenden als auch für die Studierenden war diese Form des gemeinsamen Miteinander- und Voneinander-Lernens eine besondere Erfahrung.

„Wir sind begeistert, wie frisch und mutig sich die Teilnehmenden auf diese Herausforderung eingelassen haben und was für vielseitige Ideen dabei entstanden sind,“ freut sich Bernd Metz, Buga-Koordinator der Hochschule Geisenheim. Zusammen mit Julia Trapp (Hochschule Koblenz) und Dr. Miriam Voigt (Universität Koblenz) hat er die hochschulübergreifende Zusammenarbeit initiiert und organisatorisch begleitet. Den drei Buga-Koordinator:innen ist es besonders wichtig, dass die Studierenden nicht nur von den Erfahrungen in der Lehre profitieren, sondern auch kontinuierlich in die Weiterentwicklung der Planung bis hin zur Realisierung und Nutzung des Pavillons einbezogen werden. Dr. Miriam Voigt von der Universität Koblenz hat auch das BUGA-Jahr 2029 im Blick: „Der direkte Kontakt zwischen Studierenden und Buga-Besucher:innen im Rahmen von Veranstaltungen und der Standbetreuung 2029 kann ein weiteres Highlight dieses partizipativ ausgelegten Projekts werden.“

Hinter der Kooperation stehen die Hochschulen Koblenz, Geisenheim und Bingen sowie die Universität Koblenz. Unterstützung bekommen sie durch das Land Rheinland-Pfalz, das seit Januar 2025 eine Koordinationsstelle an der Hochschule Koblenz finanziert. Dort ist Dipl.-Ing. Julia Trapp federführend als Koordinatorin der Buga-Hochschulkooperation zuständig. „Als Hochschulen der Region möchten wir einen nachhaltigen Beitrag für die Weiterentwicklung des Mittelrheintals leisten und die Ergebnisse während der Buga präsentieren“, betont Prof. Dr. Heiko Weckmüller, Vizepräsident für Transfer und Regionale Entwicklung der Hochschule Koblenz.

Ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Buga

In einer zweistündigen Präsentation stellten die Studierenden am 3.2.2025 ihre Ergebnisse einer interessierten Hochschulöffentlichkeit sowie Vertreter:innen der BUGA gGmbH in der Villa Monrepos der Hochschule Geisenheim vor. Bei Brezeln und Wein klang der Abend entspannt aus, doch vor zahlreichen Postern wurde noch eifrig diskutiert und neue Pläne geschmiedet. Denn nach diesem Abend steht fest: Schon im Frühjahr soll es Folgeprojekte geben.

Offene Fragen, an denen weitergearbeitet werden kann, gibt es genügend: Neben einer Weitentwicklung der architektonischen und landschaftsgestalterischen Entwurfsideen, sollen die Studierenden näher in die Ausstellungskonzeption und das didaktische Vermittlungskonzept eintauchen. Parallel wollen die Hochschulen, die BUGA gGmbH und die Kommunen wichtige Rahmenbedingungen wie z.B. den Standort des Hochschulpavillons und die Finanzierung abstimmen.

Selbst wenn dies heute noch erste, zarte Ideen sind, die es in den kommenden Jahren zu konkretisieren gilt – ein erster Schritt ist getan. Die Hochschulen sind auf dem Weg, gemeinsam mit vielen engagierten Studierenden ihren Beitrag zur BUGA29 zu gestalten.