Vortrag: „Wasser in der Ernährung“ am 03.07.2019

Am 03. Juli 2019 haben wir unsere Vortragsreihe mit dem wohl wichtigsten Lebensmittel abgeschlossen. Über die gesetzlichen Anforderungen an unser Mineral- und Trinkwasser informierten uns Prof. Dr. Gunter Eckert und Herr Ulrich Schweitzer von der Initiative „Dialog Natürliches Mineralwasser“. Einen besonderen Einblick konnte uns Herr Schweitzer gewähren, mit seiner Erfahrung als ehemaliger Marketingleiter der Hassia Mineralquellen GmbH & Co. KG, der zweitgrößten Mineralbrunnengruppe Deutschlands (Hassia, Bionade, Rapp’s, Rosbacher, u.a.). Begleitet von ein paar Flaschen Bionade® aus dem Hause Hassia konnten wir viele neue Eindrücke sammeln. Beide Gäste arbeiteten heraus, dass Mineralgehalte in im Handel erwerblichen Mineralwässern einen positiven Beitrag zu einer gesunden Lebensführung leisten können. Unstrittig war die hohe Ausgangsqualität und die umfangreiche Kontrolle unseres Leitungswassers, bei deren Entwicklung auf dem Weg zum Verbraucher gab es allerdings Differenzen. Für Herrn Schweitzer ist ein Problem bei der Versorgung mit „gutem“ Trinkwasser, dass dieses vor dem Hahn meist durch veraltete Leitungssysteme fließt und mangelndes Bewusstsein der Verbraucher für die Auswirkung längerem „Stehens“ in der Leitung vorherrscht. Teils kommt es durch veraltete und ungepflegte Systeme zu Belastungen mit Blei, Kupfer und anderen Schadstoffen oder gar Legionellen und ähnlichem. Katastrophales Verhalten von Vermietern bei der Kenntlichmachung von Mängeln oder auch der unsachgemäße Gebrauch von Wasserfilter stellen für Herrn Schweitzer nicht zu unterschätzende Risiken dar. Für beide nimmt in den nächsten Jahren die Bedeutung eines schonenden und wertschätzendem Umgangs mit diesem wichtigsten Lebensmittel auch für unsere Breitengrade zu.

Text: Christopher Mosch

 

23. Treffen 2019 des VDL-Senioren- und Freundeskreises

Das diesjährige 23. Treffen des Senioren- und Freundeskreises des VDL Landesverbandes Hessen e.V. findet am Dienstag, 10. September 2019, 10:00 Uhr, in Bad Nauheim in der Wetterau statt. Der Vorsitzende des Senioren- und Freundeskreises, Prof. Dr. Harald Müller, hat ein sehr attraktives Programm zusammengestellt. Das Treffen startet um 10:00 Uhr mit einer Führung durch den Rosenpark Dräger, Freiacker 1, 61231 Bad Nauheim. Nach dem Mittagessen wird der Landesvorsitzende des VDL Landesverbandes Hessen und Präsident des VDL Bundesverbandes, Markus W. Ebel-Waldmann, über die Verbandsarbeit berichten. Am Nachmittag steht eine Führung durch das das Bad Nauheimer Kurviertel und den Sprudelhof auf dem Programm. Das Treffen endet mit Kaffee und Kuchen im Schweizer Milchhäuschen. Wir bitten unsere Senioren diesen Termin bereits zu notieren. Das ausführliche Programm und weitere Informationen folgen rechtzeitig.

Einladung zum 15. Alumni-Treffen des VDL Hessen

Treffen 2019 in der Zentrale der Vereinigten Hagelversicherung VVaG in Gießen

 

Nach dem großen Erfolg der VDL-Alumni-Treffen in den vergangenen Jahren wird auch in diesem Jahr das bereits fünfzehnte in Folge am Freitag, 08. November 2019, in Gießen stattfinden. Auch in diesem Jahr wird die Vereinigte Hagelversicherung VVaG Gastgeber in ihrer Zentrale in der Wilhelmstrasse 25 sein. Das Alumni-Treffen, zu dem alle Gießener Absolventen (gleich welchen Jahrganges!) eingeladen sind, beginnt um 17.00 Uhr mit einem Sektempfang in der Zentrale der Vereinigten Hagelversicherung VVaG und der Begrüßung durch den Vorstand der Hagelversicherung und des VDL. Der Abend steht dann bei einem gemeinsamen Abendessen ganz im Zeichen des Wiedersehens, Kennenlernen und dem Erfahrungs- und Meinungsaustausch. Auch zahlreiche Professorinnen und Professoren des Gießener Fachbereichs 09 Agrarwissenschaften werden am Abend dabei sein. Wir bitten Sie den Termin bereits zu notieren und freuen uns schon jetzt sehr auf Ihre Teilnahme!

Parlamentarischer Abend 2019 des VDL Hessen

Der diesjährige Parlamentarische Abend des VDL Landesverbandes Hessen e.V. fand am Dienstag, 18. Juni 2019, im Ratskeller in Wiesbaden statt. Frau Ministerialdirigentin Annette Enders, Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Wiesbaden, berichtete u.a. zum aktuellen Stand der verwaltungsübergreifenden Personalqualifizierung Agrar (VPQ Agrar), den Möglichkeiten der Weiterentwicklung des Programms und zu geplanten Stellen im Dienstbereich des Ministeriums. Besonders ermunterte sie die Studierenden sich auf Stellen zu bewerben. Dem VDL Landesverband Hessen dankte sie auch im Namen der an diesem Tag verhinderten Ministerin Priska Hinz herzlich für die konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit, die sich auch bei der Entwicklung von VPQ Agrar zeigte. Fraktionsübergreifend schlossen sich die Abgeordneten der im Hessischen Landtag vertretenen Fraktionen der Vorgehensweise an und sicherten dem VDL Hessen zu für weitere Gespräche zur Verfügung zu stehen.

VDL-Mitgliederversammlung 2019 in Wiesbaden

Markus W. Ebel-Waldmann als VDL-Landesvorsitzender bestätigt

 

Die diesjährige Mitgliederversammlung des VDL Landesverbandes Hessen e.V. fand am Dienstag, 18. Juni 2019 im Vorfeld des Parlamentarischen Abends 2019 in Wiesbaden statt. Im Mittelpunkt der Versammlung standen neben den satzungsgemäßen Berichten auch Wahlen zum Vorstand.

 

Markus W. Ebel-Waldmann wurde einstimmig im Amt des Landesvorsitzenden bestätigt. Die neue Amtszeit beträgt satzungsgemäß drei Jahre. Ebel-Waldmann führt den Verband seit 1995. Bereits seit 1988 gehört der 52-jährige Agrarökonom dem Vorstand des VDL Landesverbandes Hessen e.V. in verschiedenen Funktionen an. Markus W. Ebel-Waldmann, der seit Mai 2006 auch Präsident des VDL Bundesverbandes e.V. ist, ist hauptamtlich Sprecher der Betriebsleitung der Stadtwerke Rodgau und Geschäftsführer der Stadtwerke Rodgau Energie GmbH sowie der Energieversorgung Rodau GmbH.

 

Bei der Mitgliederversammlung standen turnusmäßig auch weitere Wahlen zum Vorstand an. Im Amt des stellvertretenden Landesvorsitzenden bestätigten die Mitglieder den Hattenheimer Dr. Jörg Hüther, Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Wiesbaden. Zum neuen Geschäftsführer wurde der Gießener Agrarwissenschaftler Tobias Grabner. Grabner löst die Agrarjournalistin Katja Bongardt ab, die aus beruflichen Gründen für eine weitere Amtszeit nicht mehr kandidierte. Zum stellvertretenden Vorsitzenden der Sparte „Privatwirtschaft“ wurde Carsten Haub, Münster, gewählt. Für die Sparte „Studierende“ wurden in den Vorstand die Gießener Studierenden Christopher Mosch (Sprecher), Lisa-Marie Paul, Jurek Elsermann und Martin Bruns gewählt. Alle Wahlen erfolgten einstimmig.

Weinprobe am 22.06.2019

Wir haben am Samstag den 22.06.2019 den Gießener und Geisenheimer Alumnus und Eigner des renommierten Weinguts Hummel (Jahrgangsbeste Auszubildende 2013, 14 und 15) Herrn Daniel Rhein bei uns in Gießen begrüßen dürfen. Dieser führte uns durch die Welt des Weinbaus und deren regionale Besonderheiten. Aus der Region um Malsch nahe Heidelberg konnten wir bspw. einen Kabinett, der für den Kraichgau bedeutenden Rebsorte Auxerrois, einen Kabinett der Rebsorte Muskateller, wie auch eine milde Spätlese der Cabernet Franc verkosten. Herr Rhein erklärte uns die Eigenarten der Lagen seines Weinguts im Kraichgau, wie dem Malscher Ölbaum und dem Rotsteig. Neben der Produktion eines Sektes im 22-monatigem Hefelager in traditioneller Flaschengärung, erläuterte Rhein wie der Blanc de Noir zu seinem Namen kommt. Auch neure Verfahren wie die Begasung unter mehreren Bar Druck fanden Ansprache.  Im Weingut arbeitet man seit einiger Zeit häufig mit ständiger Begrünung durch auf den Wein abgestimmten Kräutermischungen, sehr gerne in alten Beständen. Denn ältere Bestände, die hochwertige aber quantitativ kleinere Erträge liefern, werden von Herrn Rhein besonders hochgeschätzt. Auch über den Berufseinstieg nach dem Studium in Gießen und kleinere Umwege bei der Übernahme des Weingutes konnten wir so manches hören. Gespickt wurde der Abend mit Kulturgeschichte des Weines, wie der Cabernet Franc vom Baskenland in das Bordeaux wanderte und dass der mit leichten Noten Passionsfrucht versehene Muskateller in Spanien als Moscatel bekannt ist.

Autor: Christopher Mosch

 

VDL Gießen diskutiert mit Alumni über Grundwasserbeschaffenheit und Wasserrahmenrichtlinie

Nach unserer Exkursion zur Krombacher Brauerei am 08.05 (Foto) konnten wir am Montag den 20.05.2019 in unserer Vortragsreihe zum Thema Wasser zwei Alumni der JLU bei uns in Gießen begrüßen. Dr. Georg Berthold vom Hessischen Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) und Dr. Matthias Peter vom Ingenieurbüro Schnittstelle-Boden referierten über den Themenbereich Grundwasserbeschaffenheit und Wasserrahmenrichtlinie. Vor dem Hintergrund drohender Strafzahlungen Deutschlands an die EU für die Überschreitung von Nitrat Grenzwerten wurde dabei angesprochen, welche Beobachtungen und Tendenzen bei Messungen in den Grundwasserkörpern und in der kooperativen Beratung von Landwirten zum Grundwasserschutz zu machen sind. Im Anschluss konnten Studierende und Absolventen aus allen drei Zweigen unseres Fachbereichs, unter welchen sich auch drei gelernte Landwirte befanden, mit den Referenten erörtern, welche Implikationen sich für die künftige gesetzliche Gestaltung ergeben.

Einig war man sich, dass es insbesondere in den letzten Jahren als Vorboten des Klimawandels zu Spitzen bei Nitrateinträgen gekommen ist, für welche Landwirte nur bedingt verantwortlich zu machen sind. Es wurde festgehalten, dass Mineralisierung von Düngemitteln aber auch Humus durch Mikroorganismen auch bereits bei geringer Bodenfeuchte stattfinden kann. Stickstoff kann also auch in Rekordsommern in auswaschbare Form überführt werden. Reduzierte oder dann als Starkregenereignis auftretende Niederschläge und ausbleibendes Pflanzenwachstum schaden der Landwirtschaft somit auf mehrfache Weise, der alljährliche sorgenvolle Blick der Landwirte gen Himmel führt künftig zu noch mehr Beunruhigung. Als wichtige Punkte wurden von den Referenten ausgemacht, wie lange organische Dünger vorgehalten werden können und dass von gesetzlicher Seite Schlagbezogenheit bei der Bilanzierung vorgeschrieben sein müsse. Durch die Notwendigkeit größerer Lager rechnen Dr. Berthold und Dr. Peter mit finanzieller Mehrbelastung für die Landwirte. Da in den aktuellen Endverbraucherpreisen Ausgaben der Landwirte für höhere Schutzstandards keine Anerkennung finden, ist an dieser Stelle die Politik gefragt, um besonders bei kleinen Betrieben nicht deren Aufgabe zu beschleunigen.

Seitens Dr. Peter wurde aufgezeigt, dass eine qualitativ hochwertige Ausbildung von Landwirten und Agraringenieuren hinsichtlich Bodeneigenschaften entscheidend sei und dass er sich dafür stark mache, dass bei der Düngebedarfsermittlung möglichst viele Informationen an die Hand gegeben werden können. Dr. Peter setzt mit seiner Beratung das Ziel qualitativ hochwertige Produkte wie Weizen mit hoher Fallzahl und hinreichend hohen Proteingehalten für guten Backeigenschaften zu produzieren, er berät dabei Landwirte von den dafür festgelegten Dogmen von Stickstoffgaben in fixer Höhe abzuweichen und Prozesse wie die Stickstoffnachlieferung und Abweichungen im Schlag einzubeziehen. Ein mit Mehrarbeit, höheren Kosten und stärkeren Arbeitsspitzen verbundener Gedanke für niedrigere Einträge, bei gleichen Erträgen, ist die wiederholte, frühere Applikation unter Berücksichtigung der gesetzlichen Sperrfrist. Im Monitoring kann Dr. Berthold feststellen, dass die Grundwassereinträge von Pflanzenschutzmitteln (insb. Herbizide bzw. deren Metabolite), welche teils vor 20 Jahren ihre Zulassung verloren haben, nun sinken und sich aktuell bspw. kein Glyphosateintrag in hessischen Grundwasserkörpern mehr nachweisen lässt.

Herr Dr. Berthold stellt klar die letzten Jahre gehören zu den wärmsten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen und auch in Punkto Niederschläge gibt es Veränderungen, ein Trend mit höheren nicht als Schnee oder Frost langsam abtauenden Winterniederschlägen, erschwert das Auffüllen der Speicher, vergrößert gleichzeitig jedoch den Oberflächenabfluss und damit das Auswaschungsrisiko. Althergebrachte, bewährte Verfahrensweisen geraten somit unter Druck und wachsende Flexibilität wird von Landwirten erwartet. Herr Dr. Peter empfiehlt die Fruchtfolgen an verlängerte Vegetationsperioden anzupassen und für ständige Stickstoff zehrende Begrünung zu sorgen.

Dr. Peter und Dr. Berthold konnten feststellen, dass Kooperationen aus Wasserverbänden und Landwirtschaft die Nitrateinträge nennenswert senken konnten, dieser Effekt sich allerdings abflacht und klimatische Extreme zu Ausreißern führen. Deshalb betrachten beide mit Sorge, wie eine Erwärmung des Klimas und unsicherere Niederschlagssituationen den Druck auf die Landwirte zusätzlich erhöhen wird.

Wir freuen uns in Gießen auf eine Fortsetzung dieses spannenden Themenblocks mit einer Veranstaltung, welche „Wasser in der Ernährung“ thematisiert. Für Mittwoch den 03.Juli (19:00 S4 Zeughaus) konnten wir mit Herrn Ullrich Schweitzer den ehemaligen Marketingchef bei Hassia in Bad Vilbel, jetzt Leiter der Initiative „Dialog Natürliches Mineralwasser“ der Gesellschaft der Freunde und Förderer der deutschen Mineralbrunnenindustrie e. V. gewinnen. Inhaltlich wird es um Qualitätsstandards und Mehrwert von Wässern für die Ernährung gehen.

 

Autoren: Christopher Mosch , Jurek Elsermann (Korrektur)

 

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VDL-Mitgliederversammlung 2019 des LV-Hessen in Wiesbaden

Die diesjährige Mitgliederversammlung des VDL Landesverbandes Hessen e.V. findet am Mittwoch, 26. Juni 2019, 16.00 Uhr, im Ratskeller Wiesbaden (gegenüber Hessischer Landtag), Schloßplatz 6, 65183 Wiesbaden, statt. Im Mittelpunkt der Versammlung, die im Vorfeld des Parlamentarischen Abends 2019 (Beginn: 18.00 Uhr) des VDL Landesverbandes Hessen e.V. stattfindet, stehen neben den satzungsgemäßen Berichten auch Wahlen zum Vorstand. Alle hessischen VDL-Mitglieder erhalten gemäß Satzung fristgerecht eine Einladung mit Tagesordnung.

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VDL-Mitglied Prof. Dr. Kristina Sinemus wird Ministerin in Hessen

VDL-Mitglied Prof. Dr. Kristina Sinemus ist neue Ministerin für Digitale Strategie und Entwicklung in Hessen.

Kristina Sinemus war bis zu ihrer Ernennung zur Ministerin Präsidentin der Industrie- und Handelskammer (IHK) Darmstadt, Gründerin einer Wirtschafts-PR-Agentur und Professorin an der Privathochschule Quadriga in Berlin. Zum ersten Mal gibt es in Hessen ein eigenes Digitalministerium. Seit dem 18. Januar 2019 ist Kristina Sinemus (55, parteilos) hessische Ministerin für Digitale Strategie und Entwicklung. An diesem Datum hat die neue von CDU und Bündnis 90/Die Grünen gebildete Landesregierung ihre Arbeit aufgenommen, Ministerpräsident ist Volker Bouffier (CDU). “Ein neues Ministerium mit aufbauen zu dürfen erfüllt mich mit Stolz”, sagt die neue Ministerin. “Ich freue mich auf diese neue Herausforderung und die Chance, ein alle Lebensbereiche betreffendes Thema wie die Digitalisierung im Sinne des Landes voranzubringen.” “Mit Professorin Sinemus holen wir eine Expertin in unser Team, die interdisziplinäres Denken und Arbeiten von der Pike auf gelernt hat. Es gehört zu ihrem Markenkern, komplexe Technikthemen zu verstehen und zu vermitteln”, sagte Ministerpräsident Bouffier zur Berufung.

Von 1995 an arbeitete Kristina Sinemus als freie Beraterin und Moderatorin für Unternehmen, Verbände und Ministerien, 1998 stieg sie als geschäftsführende Gesellschafterin in die Beratungsfirma Genius ein, einer Ausgründung der Technischen Universität Darmstadt. Genius, die “Agentur für Wissenschaft und Kommunikation”, begleitet öffentliche Institutionen, Unternehmen und Verbände mit Strategieberatung, Studien, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Dem VDL gehört Ministerin Sinemus seit vielen Jahren als aktives Mitglied an und war als Referentin, Autorin und Ratgeberin im berufsständischen Netzwerk des VDL stets gefragte Expertin. In einem Glückwunschschreiben wünschte VDL-Präsident Markus W. Ebel-Waldmann ihr „vor allem eine glückliche Hand, Erfolg, Schaffenskraft und Gestaltungsfreude“. „Wir sind überzeugt, dass Kristina Sinemus die anstehenden, richtungsweisenden Aufgaben meistern wird und sichern ihr gerne unsere Unterstützung zu“, so VDL-Präsident Ebel-Waldmann.

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Landwirtschaftliche Woche in Nord- und Südhessen 2019

24. VDL-Neujahrsempfang in Baunatal: Zum vierundzwanzigsten Mal richtete der VDL Landesverband Hessen e.V. am 14. Januar 2019 seinen Neujahrsempfang aus. Zahlreiche hessische VDL-Mitglieder aus allen Sparten des Verbandes waren der Einladung in die Stadthalle Baunatal gefolgt und konnten bei Sekt und Laugenbrezeln gemeinsam mit dem Vorstand auf das neue Jahr anstoßen.

Der Landesvorsitzende des VDL Landesverbandes Hessen e.V., Markus W. Ebel-Waldmann, eröffnete den Gemeinschaftsempfang von VDL, Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen (LLH) und Arbeitsgemeinschaft Landwirtschaftliche Woche Nordhessen gemeinsam mit Andreas Sandhäger, Direktor des LLH und Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Landwirtschaftliche Woche Nordhessen. Andreas Sandhäger zeigte sich beindruckt von den vielfältigen Aktivitäten des VDL.

VDL-Fachtagungen „Aktuelles aus dem Düngerecht“: „Düngeverordnung, Stoffstrombilanzverordnung und Co – Aktuelles aus dem Düngerecht“ war das zentrale Thema der diesjährigen VDL-Fachtagungen im Rahmen der 71. Landwirtschaftlichen Woche Nordhessen 2019 am 14. Januar 2019 in der Stadthalle Baunatal bei Kassel und der 63. Landwirtschaftlichen Woche Südhessen am 28. Januar 2019 in der Stadthalle Gernsheim. Als Referent konnte der VDL Landesverband Hessen e.V. Herrn Dr. Jörg Hüther, Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Wiesbaden, gewinnen. „Noch ist offen, ob die Düngeverordnung knapp eineinhalb Jahre nach ihrem Inkrafttreten nochmals angepasst werden muss“, so Dr. Hüther.

Die Europäische Kommission ist mit ihr als Umsetzung der EG-Nitratrichtlinie und des Urteils des Europäischen Gerichtshofs gegen Deutschland nicht zufrieden und bemängelt insbesondere die Nährstoffvergleiche sowie die damit verbundenen Kontrollwerte (vormals zulässige Überschüsse). Auch der Umgang mit der Länderermächtigung zum Erlass weiterer Anforderungen für mit Stickstoff und Phosphat belastete Gebiete sieht sie kritisch, da sie hier Gestaltungsmöglichkeiten für die Länder fordert. Gelingt es weder, die Europäische Kommission von der novellierten Düngeverordnung zu überzeugen, noch eine Anpassung der Vorschrift rechtzeitig umzusetzen, drohen Deutschland nach Aussage des Bundeslandwirtschaftsministeriums (BMEL) bis zur Beendigung des Verstoßes Strafen in Höhe von mindestens 11.835.000 Euro (Pauschalbetrag) und/oder ein Zwangsgeld von circa 14.300 bis zu circa 858 000 Euro pro Tag. Die Arbeiten an der Hessischen Ausführungsverordnung zur Düngeverordnung mit weiteren Anforderungen an Betriebe, die Flächen in den auszuweisenden (gefährdeten) Gebieten bewirtschaften, sind nahezu abgeschlossen. Die Anforderungen wurden im Vorfeld mit den berufsständischen Vertretungen abgestimmt, so dass davon ausgegangen wird, dass diese Verordnung spätestens Ende Juni 2019 in Kraft treten wird.
Die große Unbekannte ist jedoch, wie es mit der Düngeverordnung weitergeht und ob die weiteren Entwicklungen hier ggf. auf die Landesverordnungen Auswirkungen haben werden. Seit Januar 2018 ist die Stoffstrombilanzverordnung in Kraft, die in der Verordnung näher beschriebene Betriebe verpflichtet, zusätzlich zu den Nährstoffvergleichen nach Düngeverordnung eine Stoffstrombilanzierung (i.e. Hoftorbilanz) zu erstellen. Da es sich hier nicht um die Umsetzung der Nitratrichtlinie und somit von Gemeinschaftsrecht handelt, sind Verstöße nicht Cross Compliance-relevant. Ergebnisse müssen erstmals Mitte des Jahres 2019 vorliegen, zugleich muss die Verordnung bis zum Ende des Jahres 2021 vom BMEL evaluiert und über das Ergebnis dem Deutschen Bundestag berichtet werden. Der neue Koalitionsvertrag der Hessischen Landesregierung sieht vor, ein Meldesystem zu schaffen, um die Wirtschaftsdüngerimporte nach Hessen zu regulieren. Der Erlass einer Landesmeldeverordnung wie z. B. in den Ländern Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein ist hierzu nicht erforderlich, da allein die bereits jetzt nach der bundesweit geltenden Wirtschaftsdünger-Verbringungsverordnung bestehende Meldepflicht des aufnehmenden Betriebs (in Hessen) konsequenter und transparenter umgesetzt werden muss. Hierzu gibt es bereits ein Meldeprogramm, das von einigen Bundesländern genutzt wird und an dem sich Hessen beteiligen könnte. Der Entscheidungsprozess hierzu ist jedoch noch nicht abgeschlossen, so Dr. Hüther. Die abschließenden, angeregten Diskussionen unter der Leitung von Markus W. Ebel-Waldmann, Landesvorsitzender VDL Landesverbandes Hessen e.V., rundeten die VDL-Fachtagungen zu diesem hochaktuellen Thema ab. 12. VDL-Empfang bei der Landwirtschaftlichen Woche Südhessen: Zum zwölften Mal in Folge richtete der VDL Landesverband Hessen e.V. am 28. Januar 2019 einen Empfang im Rahmen der 63. Landwirtschaftlichen Wochen Südhessen in der Stadthalle Gernsheim aus. Zahlreiche VDL-Mitglieder aller Sparten, aber auch viele neue Kolleginnen und Kollegen, konnten Markus W. Ebel-Waldmann, Landesvorsitzender des VDL Landesverbandes Hessen e.V. willkommen heißen. Nach einem Empfang referierte Dr. Jörg Hüther, Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Wiesbaden, zum Thema „Düngeverordnung, Stoffstrombilanzverordnung und Co – Aktuelles aus dem Düngerecht“ und stand den Teilnehmerinnen und Teilnehmern in einer angeregten Diskussion Rede und Antwort. Ein gemeinsames Abendessen, das reichlich Raum für den kollegialen Austausch bot, rundete die sehr gelungene Veranstaltung ab. Der 12. VDL-Empfang, der auch in diesem Jahr den geselligen Ausklang des ersten Tages der Landwirtschaftlichen Woche Südhessen bildete, fand auch bei deren Vorsitzenden Dr. Willi Billau ganz besondere Würdigung.