VDL-Fachtagung „Nachhaltige Landwirtschaft“

Am Montag, 13. Januar 2020, fand die traditionelle Fachtagung des VDL Landesverbandes Hessen e.V. im Rahmen der 72. Landwirtschaftlichen Woche Nordhessen 2020 in der Stadthalle Baunatal statt. Meike Packeiser, Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG), Frankfurt am Main, referierte zum Thema „Woran erkennt man Nachhaltigkeit auf landwirtschaftlichen Betrieben und wie lässt sie sich verbessern?“ und stand den Kolleginnen und Kollegen in einer Diskussion Rede und Antwort.

“Nachhaltigkeit…ist zu einer der bedeutenden gesellschaftlichen Anforderungen geworden.”

„Nachhaltigkeit in der Lebensmittellieferkette ist zu einer bedeutenden gesellschaftlichen Anforderung geworden. Immer mehr Verbraucher erwarten, dass die Herstellung der Lebensmittel unter sozialgerechten Bedingungen, ohne negative Umweltwirkungen und unter Berücksichtigung des Tierwohls erfolgt. Die umfassende Nachhaltigkeitsleistung landwirtschaftlicher Betriebe bei der Erzeugung pflanzlicher und tierischer Produkte richtig einschätzen und bewerten zu können ist für die Betriebsleiter, für die Handelspartner entlang der Lebensmittelkette wie auch für Verbraucher eine große Herausforderung“, so Meike Packeiser. Der DLG-Standard Nachhaltige Landwirtschaft Ackerbau hilft dieses komplexe und umfangreiche Themengebiet einfach und verständlich darzustellen. Zudem soll er Betriebsleitern die Möglichkeit geben, die Betriebsführung hinsichtlich der Struktur, der Bewirtschaftungsintensität und der Verfahrensgestaltung unter Nachhaltigkeitsgesichtspunkten zu optimieren. Dabei gibt er Hilfestellung mit welchen konkreten Maßnahmen die Verbesserungen erreicht werden können. Mit dem Nachhaltigkeitsprofil dokumentiert der Landwirt die nachhaltige Wirtschaftsweise gegenüber Geschäftspartnern und der Öffentlichkeit und kann detailliert und glaubhaft über die Nachhaltigkeitsleistung seines Bewirtschaftungssystems informieren. Der DLG–Standard Ackerbau umfasst 23 Indikatoren in den vier Bereichen Ökologie, Soziales, Ökonomie und Management.

DLG–Standard Ackerbau umfasst 23 Indikatoren

Meike Packeiser (Foto: Privat)

Die acht ökologischen Indikatoren sind: Stickstoff-Saldo, Phosphor-Saldo, Humusbilanz-Saldo, Pflanzenschutz, Biodiversität, Treibhausgase, Wasserschutz und Bodenschutz. Mit acht Indikatoren aus den Bereichen Arbeit, Beschäftigung und sozialem Engagement wird die soziale Nachhaltigkeit beschrieben. Es sind die Indikatoren: Entlohnung der Arbeitskraft, Arbeitszeit, Urlaubstage, Aus- und Fortbildung, Arbeits- und Gesundheitsschutz, Arbeitnehmerbelange, Gesellschaftliches Engagement und Arbeitgeber. Die einzelnen Indikatoren werden mit einem Fragebogen durch eine Betriebsleiterbefragung erfasst und anschließend ausgewertet. Die Berücksichtigung der Ökonomie bei der Beurteilung der Nachhaltigkeit landwirtschaftlicher Betriebe ergibt sich aus dem ganzheitlichen Nachhaltigkeitsansatz. Mit Hilfe der ökonomischen Kennzahlen soll überprüft werden, inwieweit landwirtschaftliche Unternehmen neben der Einhaltung der vorgegebenen sozialen und ökologischen Anforderungen auch einen ökonomischen Erfolg aufweisen. Die dafür notwendigen Daten werden dem Jahresabschluss der Betriebe entnommen. Die Indikatoren sind: Ordentliches kalkulatorisches Ergebnis, Netto-Cash-Flow, Ausschöpfung der langfristigen Kapitaldienstgrenze, Gewinnrate und Eigenkapitalquote. Von nachhaltig wirtschaftenden Betrieben werden in der Betriebsführung Maßnahmen zur Compliance und zum Risikomanagement erwartet. Diese Anforderungen sind in dem Bereich Management zusammengefasst. Die Compliance beinhaltet Maßnahmen und Prozesse, die im Unternehmen dazu führen, dass Regelkonformität im rechtsverbindlichen und ethischen Bereich gewährleistet werden.

Risikomanagement soll Risikien minimieren oder abwenden

Beim Risikomanagement sollen sich Landwirte mit den unternehmerischen Risiken auseinandersetzen und Maßnahmen entwickeln, diese Risiken abzuwenden oder zu minimieren. Für diese beiden Bereiche werden verpflichtende Anforderungen formuliert, die Betriebsleiter unterstützen sollen, sich den Herausforderungen einer verantwortungsvollen Unternehmensführung zu stellen. Das DLG-Programm wird über eine webbasierte Software gesteuert, Plausibilitätschecks und Vor-Ort-Audits sind Bestandteile der Durchführungsbestimmungen. Die zur Nachhaltigkeitsbewertung notwendigen Daten kommen aus unterschiedlichen Betriebsbereichen und werden in der webbasierten Software DLGcert erfasst. Für den Bereich Ökologie können die betrieblichen Anbaumaßnahmen mit der in der Software integrierten Hof- und Feldverwaltung für alle vorhandenen Flächen schnell und einfach dokumentiert werden. Zusatzabfragen für die Bereiche Ökologie, Soziales, Management und Ökonomie werden über digitale Fragebögen in dem Programm erfasst. Sind alle notwenigen Daten vorhanden und durch den Betrieb freigegeben, wird das Nachhaltigkeitsprofil errechnet.

 

Weitere Informationen siehe DLG-Nachhaltige Landwirtschaft – Nachhaltige Landwirtschaft.

 

Zur Person:

Meike Packeiser hat Agrarwissenschaften an der Justus-Liebig-Universität in Gießen studiert. Sie verantwortet bei DLG e.V. als Fachgebietsleiterin Nachhaltigkeit die Entwicklung von Standards und digitalen Lösungen für das Nachhaltigkeitsmonitoring landwirtschaftlicher Unternehmen im Pflanzenbau und in der Tierhaltung. Dabei koordiniert sie die Festlegung und inhaltliche Ausgestaltung von Messgrößen in den Bereichen Umwelt- und Ressourcenschutz, Wirtschaftlichkeit, soziale Gerechtigkeit, Unternehmensverantwortung und Tierwohl. An der Schnittstelle zur Lebensmittelkette, Wissenschaft, Nichtregierungsorganisationen, Verwaltung und landwirtschaftlicher Praxis gilt es Programme zu entwickeln, die die landwirtschaftlichen Prozesse nachhaltig, transparent, rückverfolgbar und zukunftsfähig machen, den Verbrauchern Informationen über den Mehrwert der nachhaltigen Erzeugung von Lebensmitteln geben und die Reputation der Landwirtschaft in der Gesellschaft verbessern.

 

„Absicherung in der Milchwirtschaft“ – Gießener Studierende lernen wie Landwirte die Börse nutzen können.

Die VDL-Studierendengruppe Gießen lud am 10.12.2019 um 19.00 Uhr zur Abendveranstaltung „Absicherung in der Milchwirtschaft“ ein, um herauszufinden, wie Milcherzeugern bei schwierigen Marktsituationen mehr Sicherheit geboten werden kann. Zwei Spezialisten aus der Branche füllten den Abend informativ und lehrreich. Frau Dr. Julia Höhler vom Institut für Betriebslehre der Agrar- und Ernährungswirtschaft gab den Zuhörern einen Einblick in das betriebliche Risikomanagement. Herr Frederik Karnath aus Kiel stellte die Web-App seines Start-up Kuhdo.de vor, mit welche die Absicherung von Milchpreisen auf dem Warenterminmarkt erleichtern soll.

Zu Beginn führte Frau Dr. Höhler aus, dass ein Milchviehbetrieb mit vielen Risiken zu kämpfen haben kann. Zwanzig davon wurden exemplarisch von Ihr angesprochen. Frau Dr. Höhler machte deutlich, wie wichtig es ist, diese Risiken genau zu prognostizieren und zu analysieren. Ein Betriebsleiter sollte vorbeugend handeln und so eine verantwortungsvolle Betriebsführung an den Tag legen. Neben innerbetrieblichen Risikomanagementinstrumenten, wie beispielsweise die Umsetzung verschiedener Aktivitäten durch die Diversifizierung des Betriebes, kann der Landwirt auch auf außerbetriebliche Planungsinstrumente setzen. Die eigene Kompetenz erweitern und Neues ausprobieren! Vermutlich das Stichwort für den zweiten Referenten des Abends. Aus dem Norden fand Herr Karnath zu den Gießener VDLern. Dieser möchte als Geschäftsführer des Unternehmens „Kuhdo“ (www.kuhdo.de), für planbare und stabile Milchpreise mittels börslicher Milchpreisabsicherung sorgen. Für die Studierenden wurde ein Crashkurs zur Preisabsicherung am Warenterminmarkt mit „Kuhdo“ geboten. Dafür brachte Herr Karnath den Kuhdo-Absicherungssimulator näher. Die neueste Entwicklung der Web-App bietet Milchviehhaltern die Möglichkeit, die Funktionsweise der Milchpreisabsicherung an der Börse kennenzulernen. Der Landwirt gibt seine Betriebs- und Kostendaten ein und kann sich so risikolos simulieren lassen, welche Auswirkungen die Börsenergebnisse auf die betriebswirtschaftlichen Kennzahlen des Milchviehhalters haben. Der Abend im Zeughaus bot viele Anregungen und Inspiration. Die anschließende Diskussionsrunde ließ alle gespannt bis zur späten Stunde im Seminarraum verweilen. Fragen nach weiteren Entwicklungsschritten, Betriebsgröße für Einsteiger und den Hürden bei der Gründung wurden umfangreich beantwortet. Danach zog die Truppe gemeinsam weiter, um den Abend mit einem Heißgetränk gemütlich ausklingen zu lassen. Großen Dank an die Referenten Frau Dr. Höhler und Herrn Karnath!

15. Netzwerk- und Alumni-Treffen des VDL Hessen

Treffen 2019 in der Zentrale der Vereinigten Hagelversicherung VVaG in Gießen

Nach dem großen Erfolg der VDL-Netzwerk- und Alumni-Treffen in den vergangenen Jahren fand auch in diesem Jahr das bereits fünfzehnte in Folge am Freitag,  den 8. November 2019, in Gießen statt. Auch in diesem Jahr war die Vereinigte Hagelversicherung VVaG Gastgeber in ihrer Zentrale in der Wilhelmstrasse 25 sein. Das Netzwerk- und Alumni-Treffen, zu dem alle Gießener Absolventen (gleich welchen Jahrganges!) eingeladen waren, startete mit einem Sektempfang in der Zentrale der Vereinigten Hagelversicherung VVaG und der Begrüßung durch den Vorstand der Hagelversicherung und des VDL. Es schloss sich ein Grußwort des Dekans des Fachbereichs 09 „Agrarwissenschaften, Ökotrophologie und Umweltmanagement“ der Justus-Liebig-Universität Gießen, Prof. Dr. Klaus Eder, an, bei dem er auf die aktuellen Entwicklungen an seinem Fachbereich einging. Als Gastrednerin referierte die Geschäftsführerin der Marketing Gesellschaft Gutes aus Hessen, Julia Kraushaar. Julia Kraushaar sprach zum Thema „Wettbewerbsfähige Strategien: Welchen Beitrag leistet die Marketing Gesellschaft Gutes aus Hessen für die Agrar- und Ernährungswirtschaft?“. Der Vorsitzende des Förderkreises des Fachbereichs 09, Prof. Dr. Harald Müller, sowie Vorstandsmitglied Dr. Wolfgang Kubens nutzen den feierlichen Abend um die diesjährige Gewinnerin des Deutschlandstipendiums, Frau Nathalie Neumann, auszuzeichnen. Der Abend stand dann bei einem gemeinsamen Abendessen ganz im Zeichen des Wiedersehens, Kennenlernen und dem Erfahrungs- und Meinungsaustausch.

 

VDL-Rallye durch Gießen „Wie Schlammbeiser es kennen“

Zwei hochmotivierte Teams gingen am 25.10.2019 an den Start, um ihr Wissen über unsere graue Stadt ohne Meer unter Beweis zu stellen. Zu einem erfolgreichen Gelingen hat die Begleitung der Rallye durch unsere Sponsoren beigetragen. Gestartet wurde mit einer Fragerunde am schönen Zeughaus, danach mussten sie durch das Lösen eines Rätsels auf eine Personifikation Gießens in Form der Statue des Schlammbeisers stoßen. Bei der Statue wurden unsere Studis, Dank freundlicher Unterstützung der Gießener Brauerei GmbH & Co. KG, mit unserem Fachbereichs eigenen Bier: „Schlammbeiser“, einem gutem und regionalen Weggetränk, ausgestattet. Seine Geschichte als eine der Personifikationen Gießens war Thema, die in der Hänselei der Nachbarstädte bedingt durch ausbleibende Verlegung unterirdischer Kanäle gründet. Für weitere Aufgaben mussten sich die Gruppen durch den Seltersweg schlagen. Die harte Arbeit wurde belohnt. Neben Stolpersteinen finden sich in der Innenstadt die alten Vorkriegsumrisse in der Innenstadt, welche bei Nacht beleuchtet sind. Eine der Aufgaben war es, lediglich unter der Angabe der Koordinaten, die versteckte Seitengasse „Teufelslustgärtchen“ zu finden, welche nur eingefleischten Gießenern bekannt ist. Am Elefantenklo wurden sie mit dem Regionalen Likör „dem“ und „der Ekliche(n)“ in Empfang genommen!

Weiter ging es zur ehemaligen Kaserne und dem späteren Labor (jetzt Museum) des Namensgebers unserer Universität. Hier stand die nächste Fragerunde an. Welche Errungenschaft stammt von oder entstand durch die Mitwirkung Liebigs? Der Silberspiegel? Der Fünf-Kugel-Apparat? Wirkte er am Gesetz vom Minimum mit? Gehen sogar Sammelbilder auf Liebig und sein Umfeld zurück? Welche  Nobelpreisträger*innen haben in Gießen gewirkt? Wer der Gießener Studierenden weiß schon, dass in Gießen bspw. maßgeblich am Ionenantrieb gearbeitet wurde und wird? Doch auch über kulturelle Aspekte, wie den Soziolekt des Manischen und Kultur rund um Feste und Nachtleben, galt es sich auszutauschen. Solche Fragen in MC-Form rundeten mit zwei drei Sätzen den Wettkampf der beiden Gruppen ab. Natürlich wurde auch ein kleiner hessischer Grundwortschatz vermittelt. Fragen beantworten macht bekanntlich durstig. Dank der Kelterei Steden in Händen von Alumni des Fachbereich 09, konnten wir unsere Studis mit Schoppen des hessischen Nationalgetränks, dem Apfelwein, versorgen. So musste niemand durstig weiterziehen, um die restlichen Stationen zu überwinden.

Ein Teil des Vorstandes unserer Studierendengruppe nahm die zwei Gruppen, nach mehreren Aufgaben und Photoquests, wieder am Unihauptgebäude in Empfang. Die letzte Etappe war hier zu meistern. Nachdem sich alle gesammelt hatten, ließen wir den Abend in Pits Pinte mit Pizza, Getränken und Handkäse ausklingen. Abschließend erfolgte die Berechnung der erreichten Punkte und die Siegerinnen erhielten eine Flasche Gießen Dry Gin, das hochwertige Produkt mit Liebigs Fünf-Kugel-Apparat auf dem Etikett! Für alle Teilnehmenden gab es Nachlass beim Erwerb von Gießen Dry Gin, ein bei Studierenden heiß begehrtes Gutscheinbuch von Viscor Coupons und das innovative Team von Unverpackt-Gießen sagt einmalig einen Nachlass zu.

Eine ausgelassene Gruppe kennt Gießen jetzt fast so wie Schlammbeiser es kennen. Neben einer gelungenen Veranstaltung dürfen wir uns auch über zwei neue Mitglieder freuen. Eine Wiederholung wird fest ins Auge gefasst!

Ein besonderer Dank geht an unsere Sponsoren: Getränkewerk Gießen GmbH „Der Ekliche“ & „Die Ekliche“, Viscor UG „Viscor Coupons“, Steden GbR „Kelterei Steden“, Willner & Hey GbR „Unverpacktes-Gießen“ und Gießener Brauerei GmbH & Co. KG „Schlammbeiser“, Gießen Spirits GbR „Gießen Dry Gin“.

Autoren: Christopher Mosch und Lisa-Marie Paul

VDL-Mitglied René Borresch ist neuer Geschäftsführer auf Burg Warberg

Zum 1. September 2019 hat René Borresch die Geschäftsführung auf Burg
Warberg übernommen. Der 41-jährige Agrarökonom verfügt über langjährige Erfahrung in der
strategischen und operativen Führung im Akademiegeschäft. Herr Borresch wird für den
Seminarbetrieb, das Hotel und den landwirtschaftlichen Betrieb der Burg Warberg verantwortlich
sein.

Nach dem Studium der Agrarwissenschaften an der Justus-Liebig-Universität Gießen arbeitete Herr
Borresch dort als wissenschaftlicher Mitarbeiter bei Prof. P. Michael Schmitz. Anschließend wechselte
er als Marktanalyst zum Agrarhandelshaus Toepfer in Hamburg in die Volkswirtschaftliche Abteilung
unter Leitung von Dr. Klaus-Dieter Schumacher. Von 2010 bis 2016 war Herr Borresch für die
Akademie Deutscher Genossenschaften auf Schloss Montabaur tätig, seit 2012 als Bereichsleiter für
Agribusiness und Verbundgruppen.

„Als Geschäftsführer auf Burg Warberg kann ich meine Leidenschaft für die Agrarwirtschaft und für
das Bildungsmanagement einbringen, um die Leistungen der Burg zum Nutzen unserer Mitglieder,
Kunden, Teilnehmer und Gäste weiterzuentwickeln“, so der neue Geschäftsführer René Borresch.

René Borresch ist zudem jahrelanges VDL-Mitglied und war u.a. Vorsitzender Sparte Studierende im VDL-Landesverband Hessen e.V. , Schatzmeister im VDL-Landesverband Hessen e.V. und stv. Vorsitzender Sparte Privatwirtschaft im Landesverband Hessen e.V.

 

“Stammtisch der grünen Branche” in Mannheim

Am 31. Juli 2019 fand bereits zum fünften Mal der “Stammtisch der grünen Branche” in Mannheim statt.
Ein bunter Kreis von Fachkolleginnen und -kollegen aus den Bereichen Agrar und Food-Chain traf sich zum geselligen Feierabendbier und fachlichen Austausch.
Dies fördert die Vernetzung der VDL-Mitglieder im Länderdreieck Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Hessen, einer agrarstarken Region in der bisher weniger Aktivität des VDL vor Ort stattfand. Aktuelle Themen wie die Digitalisierung in der Landwirtschaft, die Zukuft des Pflanzenschutz und Neuerungen im Zuge der Düngegesetzgebung wurden kritisch und fundiert diskutiert.
Trotz Urlaubszeit folgten einige Kolleginnen und Kollegen der Einladung, dessen Kreis weiter wächst und auch Gäste anzieht.
Am 16. Oktober 2019 ist es wieder soweit: ab 18 Uhr im Irish Pub “Murphy´s Law”, mit guter Verkehrlage in der Nähe zum Hauptbahnhof Mannheim. Interessierte sind herzliche willkommen! Wer in den Verteiler aufgenommen werden möchte kann sich gerne bei Catarina Henke (catarina.henke@gmx.de) melden.

Vortrag: „Wasser in der Ernährung“ am 03.07.2019

Am 03. Juli 2019 haben wir unsere Vortragsreihe mit dem wohl wichtigsten Lebensmittel abgeschlossen. Über die gesetzlichen Anforderungen an unser Mineral- und Trinkwasser informierten uns Prof. Dr. Gunter Eckert und Herr Ulrich Schweitzer von der Initiative „Dialog Natürliches Mineralwasser“. Einen besonderen Einblick konnte uns Herr Schweitzer gewähren, mit seiner Erfahrung als ehemaliger Marketingleiter der Hassia Mineralquellen GmbH & Co. KG, der zweitgrößten Mineralbrunnengruppe Deutschlands (Hassia, Bionade, Rapp’s, Rosbacher, u.a.). Begleitet von ein paar Flaschen Bionade® aus dem Hause Hassia konnten wir viele neue Eindrücke sammeln. Beide Gäste arbeiteten heraus, dass Mineralgehalte in im Handel erwerblichen Mineralwässern einen positiven Beitrag zu einer gesunden Lebensführung leisten können. Unstrittig war die hohe Ausgangsqualität und die umfangreiche Kontrolle unseres Leitungswassers, bei deren Entwicklung auf dem Weg zum Verbraucher gab es allerdings Differenzen. Für Herrn Schweitzer ist ein Problem bei der Versorgung mit „gutem“ Trinkwasser, dass dieses vor dem Hahn meist durch veraltete Leitungssysteme fließt und mangelndes Bewusstsein der Verbraucher für die Auswirkung längerem „Stehens“ in der Leitung vorherrscht. Teils kommt es durch veraltete und ungepflegte Systeme zu Belastungen mit Blei, Kupfer und anderen Schadstoffen oder gar Legionellen und ähnlichem. Katastrophales Verhalten von Vermietern bei der Kenntlichmachung von Mängeln oder auch der unsachgemäße Gebrauch von Wasserfilter stellen für Herrn Schweitzer nicht zu unterschätzende Risiken dar. Für beide nimmt in den nächsten Jahren die Bedeutung eines schonenden und wertschätzendem Umgangs mit diesem wichtigsten Lebensmittel auch für unsere Breitengrade zu.

Text: Christopher Mosch

 

23. Treffen 2019 des VDL-Senioren- und Freundeskreises

Das diesjährige 23. Treffen des Senioren- und Freundeskreises des VDL Landesverbandes Hessen e.V. findet am Dienstag, 10. September 2019, 10:00 Uhr, in Bad Nauheim in der Wetterau statt. Der Vorsitzende des Senioren- und Freundeskreises, Prof. Dr. Harald Müller, hat ein sehr attraktives Programm zusammengestellt. Das Treffen startet um 10:00 Uhr mit einer Führung durch den Rosenpark Dräger, Freiacker 1, 61231 Bad Nauheim. Nach dem Mittagessen wird der Landesvorsitzende des VDL Landesverbandes Hessen und Präsident des VDL Bundesverbandes, Markus W. Ebel-Waldmann, über die Verbandsarbeit berichten. Am Nachmittag steht eine Führung durch das das Bad Nauheimer Kurviertel und den Sprudelhof auf dem Programm. Das Treffen endet mit Kaffee und Kuchen im Schweizer Milchhäuschen. Wir bitten unsere Senioren diesen Termin bereits zu notieren. Das ausführliche Programm und weitere Informationen folgen rechtzeitig.

Parlamentarischer Abend 2019 des VDL Hessen

Der diesjährige Parlamentarische Abend des VDL Landesverbandes Hessen e.V. fand am Dienstag, 18. Juni 2019, im Ratskeller in Wiesbaden statt. Frau Ministerialdirigentin Annette Enders, Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Wiesbaden, berichtete u.a. zum aktuellen Stand der verwaltungsübergreifenden Personalqualifizierung Agrar (VPQ Agrar), den Möglichkeiten der Weiterentwicklung des Programms und zu geplanten Stellen im Dienstbereich des Ministeriums. Besonders ermunterte sie die Studierenden sich auf Stellen zu bewerben. Dem VDL Landesverband Hessen dankte sie auch im Namen der an diesem Tag verhinderten Ministerin Priska Hinz herzlich für die konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit, die sich auch bei der Entwicklung von VPQ Agrar zeigte. Fraktionsübergreifend schlossen sich die Abgeordneten der im Hessischen Landtag vertretenen Fraktionen der Vorgehensweise an und sicherten dem VDL Hessen zu für weitere Gespräche zur Verfügung zu stehen.

VDL-Mitgliederversammlung 2019 in Wiesbaden

Markus W. Ebel-Waldmann als VDL-Landesvorsitzender bestätigt

 

Die diesjährige Mitgliederversammlung des VDL Landesverbandes Hessen e.V. fand am Dienstag, 18. Juni 2019 im Vorfeld des Parlamentarischen Abends 2019 in Wiesbaden statt. Im Mittelpunkt der Versammlung standen neben den satzungsgemäßen Berichten auch Wahlen zum Vorstand.

 

Markus W. Ebel-Waldmann wurde einstimmig im Amt des Landesvorsitzenden bestätigt. Die neue Amtszeit beträgt satzungsgemäß drei Jahre. Ebel-Waldmann führt den Verband seit 1995. Bereits seit 1988 gehört der 52-jährige Agrarökonom dem Vorstand des VDL Landesverbandes Hessen e.V. in verschiedenen Funktionen an. Markus W. Ebel-Waldmann, der seit Mai 2006 auch Präsident des VDL Bundesverbandes e.V. ist, ist hauptamtlich Sprecher der Betriebsleitung der Stadtwerke Rodgau und Geschäftsführer der Stadtwerke Rodgau Energie GmbH sowie der Energieversorgung Rodau GmbH.

 

Bei der Mitgliederversammlung standen turnusmäßig auch weitere Wahlen zum Vorstand an. Im Amt des stellvertretenden Landesvorsitzenden bestätigten die Mitglieder den Hattenheimer Dr. Jörg Hüther, Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Wiesbaden. Zum neuen Geschäftsführer wurde der Gießener Agrarwissenschaftler Tobias Grabner. Grabner löst die Agrarjournalistin Katja Bongardt ab, die aus beruflichen Gründen für eine weitere Amtszeit nicht mehr kandidierte. Zum stellvertretenden Vorsitzenden der Sparte „Privatwirtschaft“ wurde Carsten Haub, Münster, gewählt. Für die Sparte „Studierende“ wurden in den Vorstand die Gießener Studierenden Christopher Mosch (Sprecher), Lisa-Marie Paul, Jurek Elsermann und Martin Bruns gewählt. Alle Wahlen erfolgten einstimmig.