Erster VDL-ScienceTalk gibt Einblick in digitalen Pflanzenschutz

Am 4. März 2021 stellte Sebastian Streit vom Institut für Zuckerrübenforschung (IfZ) in Göttingen im Rahmen des 1. virtuellen “Green Livestream – VDL-ScienceTalk” das “Digitale Experimentierfeld FarmerSpace” vor. Was Drohnen, Roboter oder Sensortechnik unter Feldbedingungen leisten können und wie der Transfer in die landwirtschaftliche Praxis gelingen und beschleunigt werden kann, will das interdisziplinär besetzte Forschungsteam mit Feldversuchen in Zuckerrüben und Winterweizen aufzeigen. Die Veranstaltung war gut besucht von Teilnehmer*innen aus der ganzen Bundesrepublik – sogar von der BOKU in Wien hatte sich ein Kollege zugeschaltet.

Projektziele sind die wissenschaftliche Evaluierung und praktische Erprobung ausgewählter Technologien im Pflanzenschutz hinsichtlich Funktionalität, Effizienz und pflanzenbaulicher Vorteile im Vergleich zu bisherigen Methoden. So sollen u.a. im Zuckerrübenanbau vier digital gesteuerte Hacksysteme mit einer manuellen Kontrollvariante verglichen werden. Erfasst werden als Parameter die Art und Anzahl sowie der Bedeckungsgrad der Unkräuter und schließlich der Rübenertrag. In einem weiteren Versuch wird die sensorgestützte Ausbringung von Herbiziden getestet, mit der nach Herstellerangaben eine Reduktion des Herbizideinsatzes um bis zu 90 % möglich sein soll.

Sensoren sollen auch das Monitoring von Blattkrankheiten mit digital gestützten Prognosemodellen ermöglichen. Sie messen in Winterweizen-Parzellen das Mikroklima im Bestand, erfassen teilflächenspezifische Unterschiede und erlauben in Kombination mit allgemeinen Wetterdaten den Prognosesystemen die Einschätzung der Befallswahrscheinlichkeit. Ziel ist es, Fungizidmaßnahmen bedarfsgerechter und effizienter zu terminieren.

Flankierend zu der praktischen Versuchstätigkeit werden im Projekt auch Fragen der Kommunikation untersucht. Gibt es Vorurteile und Hemmschwellen, die neuen Technologien einzusetzen? Welche Voraussetzungen müssen Landwirte mitbringen, um digitale Technologien optimal zu nutzen? Welche Konsequenzen ergeben sich daraus für die Beratung der Betriebe? Diese und andere Fragen zur Kommunikation stehen im Mittelpunkt weiterer Untersuchungen, die im Rahmen von Befragungen und Versuchsdemonstrationen, Feldtagen und Messebeteiligungen durchgeführt werden.

Eine erfolgreiche Digitalisierung erfordert u.a. die Verarbeitung großer Datenmengen. FarmerSpace wird daher auch zeigen, ob die im Feld verfügbare Bandbreite der Mobilfunknetze für eine schnelle Online-Verarbeitung ausreicht. Brisanz liegt auch in der Frage, wem die Daten gehören und wer letztendlich davon profitiert.

Dr. Harry Jansing (Syngenta), der den ScienceTalk moderierte, stellte zum Ende der Veranstaltung fest, dass in den nächsten Jahren viele spannende Ergebnisse aus dem FarmerSpace-Projekt erwartet werden können. Besondere Aufmerksamkeit ist vor allem der Frage zu widmen, wann und mit welchen Konsequenzen digitale Systeme breit in der Praxis ankommen – und welche Auswirkungen sie auf die zukünftige Entwicklung der Landwirtschaft haben werden. Sebastian Streit lud die Teilnehmer dazu ein, den Forschritt von FarmerSpace auf der Homepage des Projekts und auf Instagram zu begleiten und auch die anderen Experimentierfelder im Internet zu besuchen.

 

Links:

FarmerSpace
https://www.farmerspace.uni-goettingen.de/
https://www.youtube.com/watch?v=_dbz4Wd6tkw
https://www.instagram.com/farmerspace_ef/

Experimentierfelder
https://www.bmel.de/DE/themen/digitalisierung/digitale-experimentierfelder.html
https://www.ble.de/DE/Projektfoerderung/Foerderungen-Auftraege/Digitalisierung/Experimentierfelder/Experimentierfelder_node.html

Ruth Franken (VDL Landesverband Niedersachsen)
Foto: IfZ

Erster ScienceTalk im Green Livestream am 4. März 2021

Am 4. März 2021 lädt der VDL-Landesverband Niedersachsen e.V. um 19.00 Uhr alle VDL-Mitglieder und Interessierte zum ersten Green Livestream – Der VDL-ScienceTalk ein. Zu Gast ist Sebastian Streit, der als Wissenschaftlicher Mitarbeiter (Postdoktorand) am Institut für Zuckerrübenforschung (IfZ) arbeitet und über seine Arbeit im Forschungsprojekt FarmerSpace berichtet.

Digitale Techologien des Pflanzenschutzes für die Landwirtschaft nutzbar zu machen, ist das Ziel des vom BMEL geförderten Forschungsprojektes “Experimentierfeld FarmerSpace“. Das Projekt wird vom Institut für Zuckerrübenforschung an der Universität Göttingen koordiniert, beteiligt sind außerdem die Abteilung Agrartechnik der Universität Göttingen, die Landwirtschaftskammer Niedersachsen und der Institutsteil Angewandte Systemtechnik des Fraunhofer-Instituts für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB in Ilmenau.

FarmerSpace fokussiert sich auf praxistaugliche Lösungen. Die Themen Unkrautmanagement und Krankheitserkennung werden am Versuchsstandort Göttingen und durch ein Onfarm-Versuchsdesign mit landwirtschaftlichen Betrieben bundesweit und partnerschaftlich bearbeitet. Dazu etablieren und evaluieren die Projektpartner Feldsensorik, IoT-Funksensornetzwerke, verschiedenste kameragestützte Messroutinen, Datennetzwerke und Robotiktechnologien für den Pflanzenschutz. Ein methodisches Ziel ist die engmaschige, zerstörungsfreie Erfassung von Feldparametern wie Unkrautdruck oder Krankheitsbefall.

FarmerSpace fördert den Wissensaustausch mit der landwirtschaftlichen Praxis und ist eine Einladung zur Kooperation an Landwirte, Berater, Maschinenhersteller, Pflanzenschutzmittelhersteller und andere Interessierte. Diese können zum Beispiel neue Produkte und Ideen unter Feldbedingungen mit wissenschaftlicher Begleitung testen und evaluieren. Ergebnisse und Erfahrungen aus dem Projekt werden im Rahmen von öffentlichen Veranstaltungen und Feldtagen einem breiten Publikum zugänglich gemacht.

FarmerSpace ist eines von bundesweit 14 Projekten, die im Rahmen der Digitalisierungsstrategie des BMEL gefördert werden. Projektträger ist die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE).

 

 

Weiterführende Links:

https://www.ble.de/DE/Projektfoerderung/Foerderungen-Auftraege/Digitalisierung/Experimentierfelder/Experimentierfelder_node.html

http://www.farmerspace.uni-goettingen.de/

https://www.youtube.com/watch?v=_dbz4Wd6tkw

https://www.instagram.com/farmerspace_ef/?hl=de

 

Wege in den Beruf – mit Hilfe eines Personalberaters

Am 13.Januar 2021 hatte die Studierendengruppe Göttingen ihren ersten Termin des neuen Jahres. Zum dritten Mal wurde eine Veranstaltung der Reihe “Wege in den Beruf” online durchgeführt. Dr. Clemens Schwerdtfeger, Dorothee Vocke und Christian Hüsing stellten das Unternehmen “Dr. Schwerdtfeger Personalberatung” vor und gewährten spannende Einblicke in ihren beruflichen Werdegang und ihren Arbeitsalltag. Danach beantworteten sie den etwa 40 Zuhörenden Fragen rund um das Thema Personalberatung und Karriereplanung.

Dr. Clemens Schwerdtfeger ist Landwirtssohn und studierte an der Georg-August-Universität Göttingen Agrarwissenschaften. Anschließend promovierte er im Bereich Agrar-Wirtschaftsförderung in Vechta-Osnabrück. Nach mehreren Auslandsstationen und Beschäftigungen in der Staatskanzlei des Landes Sachsen-Anhalt wurde er Leiter für Personal und Organisation bei Big Dutchman. 2002 machte er sich selbstständig und gründete die Dr. Schwerdtfeger Personalberatung.

Auch Dorothee Vocke und Christian Hüsing stammen von landwirtschaftlichen Betrieben und studierten in Göttingen Agrarwissenschaften mit dem Schwerpunkt Agribusiness. Im Team der Dr. Schwerdtfeger Personalberatung arbeitet Dorothee Vocke als Recruiterin für Fach- und Führungspersonen von Unternehmen im Bereich Agribusiness. Christian Hüsing ist Junior Personalberater für das Agribusiness.

Dass wir diesmal gleich drei Vortragende begrüßen durften, war nicht die einzige Besonderheit. Die Veranstaltung stellt den Auftakt für eine Veranstaltungsreihe unter dem Motto “Professionelle Personalberatung in der Agrarbranche” dar. Dabei werden nicht nur Einblicke in die Strategien und Techniken der Personalvermittlung geboten, sondern auch wertvolle Hinweise für eine auf den angestrebten Beruf orientierte Studienplanung gegeben. Ein weiteres Thema von großer Relevanz sind Bewerbungsstrategien und Tipps für aussagefähige Unterlagen. Wer herausfinden möchte, wie man die eigenen Stärken erkennt und den dazu passenden Arbeitgeber findet, wird hier ebenfalls viele Anregungen finden.

Von den teilnehmenden Studierenden erhielten wir im Nachhinein sehr positives Feedback. Das Themenfeld Personalberatung erwies sich durch sein breites Spektrum als für Studierende aller Altersklassen interessant. So nahmen an der Veranstaltung Bachelor-Erstis ebenso teil wie einige Young Professionals des VDL. Die Studierendengruppe freut sich daher sehr auf die kommenden Termine, die auch im Veranstaltungskalender auf der VDL-Homepage zu finden sind. Bei Interesse kann man sich auch auf den Mailverteiler der Studierendengruppe Göttingen setzen lassen (studierende.goettingen@vdl.de).

Peet Gaumann, Eike Tannen

Netzwerken funktioniert auch virtuell

Das Besondere an einem Stammtisch ist – abgesehen von einem guten Bier vom Fass – das persönliche Gespräch in kleinen Grüppchen mit wechselnder Zusammensetzung. Ob ein Stammtisch auch virtuell funktioniert und mehr ist als eine etwas lockerere Konferenz, steht und fällt mit der Möglichkeit, solche Gesprächssituationen herzustellen. Einen ersten Versuch starteten wir mit unserem virtuellen Agrarier-Stammtisch am 13. Oktober 2020 – darüber haben wir an dieser Stelle schon berichtet. Die damals gesammelten Erfahrungen waren so ermutigend, dass wir jetzt den zweiten virtuellen Agrarier-Stammtisch wagen konnten.

Am 8. Dezember 2020 trafen wir uns um 19 Uhr im Konferenzraum von Big Blue Button, der mit vorweihnachtlicher Deko geschmückt war. Jeder von uns war bestens gerüstet mit Bier, Glühwein und anderen Getränken. Viele vertraute Gesichter waren dabei, mancher zum ersten Mal und entsprechend skeptisch, ob sich die Stammtischathmosphäre virtuell überhaupt herstellen lässt.

Foto: Pixabay

Versuch macht klug, und so stimmten wir uns nur kurz im Plenum ab und eröffneten die ersten Stehtische in “Breakout-Räumen”, auf die wir die Teilnehmenden nach dem Zufallsprinzip verteilten. Mit vier bis fünf Teilnehmern je Raum kamen schnell und unkompliziert Gespräche in Gang, die sich kaum von der typischen Stammtischsituation unterschieden. Es gab viel zu erzählen, es wurde viel gelacht und die für die erste Runde angestetzen 30 Minuten waren schnell vorbei. Wir fanden uns unversehens im Plenum wieder, wo gleich die nächste Runde eröffnet wurde – diesmal in einer anderen Zusammensetzung. Eine gute Möglichkeit für ein neues Mitglied, gleich etliche Kolleginnen und Kollegen kennenzulernen und sich gut aufgenommen zu fühlen. Und weil es so nett war, gab es auch noch eine dritte Runde, mit der der Stammtisch es locker auf eine Dauer von mehr als zwei Stunden brachte. Wo die Leute sich wohlfühlen, haben sie keine Eile.

Die Schlussrunde erbrachte die einhellige Einschätzung, dass wir uns auf diesem Weg nicht aus den Augen verlieren und so weitermachen wollen, bis Corona vorbei ist. So nehmen wir den vertrauten Rhythmus wieder auf und treffen uns auch 2021 an jedem zweiten Dienstag in jedem geraden Monat. Der nächste Agrarier-Stammtisch findet am Dienstag, den 9. Februar 2021 statt – wieder im Konferenzraum von Big Blue Button, den dann vielleicht zähnefletschende Corona-Viren mit Narrenkappen schmücken werden.

Ruth Franken, Gustav Wehner

 

Stammtisch geht auch virtuell

Der Agrarier-Stammtisch in Hannover, der – normalerweise – jeden zweiten Dienstag in jedem geraden Monat im Alexander in Hannover stattfindet, sollte nicht Corona zum Opfer fallen. Nachdem der Landesverband Ost vorgemacht hatte, wie Stammtisch auch virtuell funktioniert, wollten wir es auch ausprobieren.
Was macht einen guten Stammtisch aus? Man geht einfach hin, trifft jedes Mal andere Leute, weiß selten vorher, wer kommt. Sicher ist nur: irgendjemand wird schon da sein, aus dem Arbeitsalltag die neuesten Anekdoten erzählen und wissen wollen, ob ich oder unser Gegenüber am Tisch aus eigenen Erfahrungen etwas zur Bewertung dieses Vorhabens oder jener Schnapsidee aus der Agrarverwaltung beitragen kann.
Charakteristisch ist, dass es keine feste Sitzordnung gibt und man im Verlauf des Abends mit unterschiedlichen Leuten zusammensitzt und sich über ganz verschiedene Themen austauscht. Wie wollten wir diese Gesprächssituation abbilden? Dabei kam uns zugute, dass wir mit Big Blue Button über ein Konferenzsystem verfügen, welches die Aufteilung in “Arbeitsgruppen” ermöglich – in sogenannten “Breakout-Räumen”. Was nach Flucht klingt, ist tatsächlich ein effektives Instrument, um genau das zu realisieren, was einen guten Stammtisch ausmacht. Nach zwei Übungsrunden im Vorfeld hatten wir den Dreh heraus und trauten uns, die Einladung zu verschicken.

Erster virtueller Stammtisch des Landesverband Niedersachsen – Ein voller Erfolg

Der virtuelle Agrarier-Stammtisch hatte seine Premiere am 13. Oktober 2020 mit neun Teilnehmern, die sich nach einer Vorstellungsrunde zum gegenseitigen Kennenlernen im Plenum in den beiden Breakout-Räumen wiederfanden. Tatsächlich konnte man sich sehr gut unterhalten, ohne dass jemand moderieren musste, um das in größeren Gruppen drohende akustische Durcheinander im Griff zu behalten. Die Anwesenden hatten sich mehr zu erzählen als die anfangs gesetzten 15 Minuten Dauer hergaben. Beim nächsten Mal –dass es das geben wird, war Konsens – werden wir einen Wechsel von kurzen Plenumsphasen mit zwei oder drei längeren Breakout-Phasen machen, damit jeder auch mal “den Platz wechseln” und verschiedene Gesprächspartner treffen kann.
Zwar hatten sich einige Teilnehmer mit eine Flasche Bier gewappnet, aber gefehlt hat es uns doch, das frisch gezapfte Bier vom Fass und die Currywurst Alexander. Aber wir halten durch und wenn Corona vorbei ist, treffen wir uns wieder wie gewohnt im Alexander. Bis dahin halten wir Kontakt und treffen uns beim virtuellen Agrarier-Stammtisch, gerne auch mit Gästen von außerhalb Hannover, zum Beispiel aus Bonn oder Berlin. Der nächste Stammtisch findet am 8. Dezember um 19 Uhr statt, bei Interesse bitte beim Landesverband Niedersachsen (kontakt@vdl-niedersachsen.de) melden.
Ruth Franken
(Foto und Grafik im Screenshot: Pixabay)

Neuer Vorstand und neue Satzung beim VDL Landesverband Niedersachsen

Am Freitag, dem 9. Oktober 2020, fand um 15 Uhr online die Mitgliederversammlung 2020 des VDL Landesverbandes Niedersachsen statt. Da wir allen Mitgliedern – auch denjenigen ohne Internet-Zugang – die Möglichkeit bieten wollten, sich an Diskussion und Beschlussfassung zu beteiligen, kombinierten wir die Onlineversammlung mit einem schriftlichen Beschlussverfahren. Schon auf der letzten Mitgliederversammlung war die Entscheidung getroffen worden, den nächsten  Vorstand per Briefwahl zu bestimmen. Die Tagesordnung war umfangreich, weil neben der Bekanntgabe des neuen Vorstandes auch eine neue Satzung zur Diskussion stand. Die Mitglieder erhielten folglich mit der Einladung eine Reihe von Unterlagen, um neben der Briefwahl auch die anstehenden insgesamt sechs Beschlussvorlagen nachvollziehen und entsprechend abstimmen zu können. Für die wesentlich überarbeitete Satzung war ein Quorum von mindestens zwei Drittel Zustimmung zur Verabschiedung erforderlich.

Wir hatten so etwas in diesem Umfang noch nie gemacht und waren sehr gespannt, wie die Mitglieder diese Möglichkeit zur Beteiligung annehmen würden – waren doch dafür allein über 30 Seiten Text zu lesen, die Zettel entsprechend auszufüllen und formal korrekt in den richtigen Umschlägen an die Geschäftsstelle zurückzuschicken. Bei den bisherigen Mitgliederversammlungen waren einschließlich Stimmrechtsübertragungen nie mehr als 50 Mitglieder vertreten und wir hatten die vorsichtige Einschätzung, vielleicht auf 80 Rücksendungen zu kommen. Diese Erwartung wurde bei weitem übertroffen.

138 von 450 Mitgliedern nahmen an dem Verfahren teil, 133 gültige Stimmzettel und 108 Beschlussformulare gingen in die Entscheidungsfindung ein. An der Online-Mitgliederversammlung nahmen 27 Mitglieder teil, von denen nur noch neun während der Sitzung abstimmen durften, allen anderen hatten sich schon am schriftlichen Verfahren beteiligt. So konnten alle Beschlüsse auf einer soliden Basis gefasst werden und auch das Quorum für die Satzung wurde mit knapp 97 % Zustimmung erreicht. Interessant ist, dass viele teilnehmende Mitglieder bisher noch nie persönlichen Kontakt zu uns hatten, während wir von anderen Mitgliedern, die wir als aktiv und positiv zum VDL stehend kennen, keinen Rücklauf hatten.

Für den neuen Vorstand waren 16 Kandidaten und Kandidatinnen angetreten, von denen 13 gewählt wurden. Die Besetzung der Geschäftsführung als 14. Vorstandsmitglied geschieht nicht durch Wahl, sondern aufgrund der Entscheidung des Vorstandes auf der konstituierenden Vorstandssitzung, auf der auch die drei Vorsitzenden gewählt werden. Im neuen Vorstand sind vertreten:

 

Insgesamt hat sich die Arbeit mehr als gelohnt und wir blicken trotz der durch Corona verursachten Einschränkungen zuversichtlich auf das kommende Jahr. Die ausgefallenen Veranstaltungen haben wir wieder auf die Agenda gesetzt – und wenn es für unsere Finnland-Reise noch zu früh sein sollte, machen wir sie im Jahr 2022. Es ist eben nie zu spät für ein gutes  Programm!

Ruth Franken
(Screenshot mit Foto und Grafik von Pixabay, alle weiteren Fotos von privat)

Nachhaltigkeit in einer Molkerei – Ein Job zwischen Verbraucher und Erzeugern

Im nächsten Live-Talk am Donnerstag den 27. August 2020 von 19:00 – 20:00 Uhr sprechen wir mit Herrn Dr. Jörn Uwe Starcke vom frischli Milchwerke GmbH. Er berichtet über das Thema “Nachhaltigkeit in einer Molkerei – Ein Job zwischen Verbraucher und Erzeugern”.

Für die Veranstaltung wird das Tool „GoToMeeting“ genutzt.

Anmeldung erfolgt über young-professionals@vdl.de

Über frischli

Für unsere professionellen Kunden aus Food-Service, Industrie und Handel sind wir der führende Spezialist für ungekühlt haltbare Molkereiprodukte. Von Standardprodukten wie H-Milch und Milchpulver, die wir weltweit exportieren, bis hin zu veredelten Sahne- und Dessert-Spezialitäten.

Durch unsere hochmodernen Prozess- und Abfülltechnologie sind wir in der Lage, Basisprodukte in exzellenter Qualität und großen Mengen sehr effizient herzustellen. Darüber hinaus bietet frischli innovative Convenience-Produkte für Food Service und Lebensmittelhersteller.

Mit hohem technologischen Know-how schaffen wir europaweit maßgeschneiderte Lösungen, die optimal auf die Anforderungen unserer Kunden abgestimmt sind. Seien es Produktlösungen für die perfekte Verwendung in der Profiküche oder als kundenindividuelle Komplettleistung im Industrie- oder Co-Manufacturing-Bereich.

Für den Einzelhandel führen wir im Frischesortiment unsere Traditionsmarke Leckermäulchen. Daher wissen wir, wie wichtig es ist, gerade bei Milchprodukten jeden Tag höchste Qualität zu liefern.
Um dies zu garantieren, erfolgen in allen Werken und für alle Bereiche regelmäßige strenge Auditkontrollen nach den relevanten Qualitäts-, Umwelt- und Sozialstandards. So ist auch eine Zertifizierung nach IFS für uns selbstverständlich, für viele Bereiche bieten wir zusätzlich Koscher- und Halal-Qualitäten an.

Auch jeder unserer über 1.200 Milcherzeuger ist einer nachhaltigen Produktion verpflichtet und zertifiziert nach dem Qualitätsmangementsystem QM-Milch. So sichern wir professionell höchste Produktqualität von der Erzeugung bis zur Verwendung und dokumentieren dies in einem umfassenden Nachhaltigkeitskonzept. Für eine erfolgreiche gemeinsame Zukunft.

Ergänzt wird das Angebot der frischli Milchwerke um das Frische-Sortiment der Sahnemolkerei Wiesehoff. Seit April 2017 kooperieren beide Unternehmen eng miteinander und die Vermarktung der Wiesehoff-Produkte findet über frischli statt. Um den langfristigen Charakter der Kooperation zu unterstreichen, haben die frischli Milchwerke eine Minderheitsbeteiligung erworben.
Mit seinem besonderen Schwerpunkt im Bereich Frische Molkereiprodukte für den Foodservice entsteht so eine noch größere Angebotskompetenz für den Ausser-Haus-Markt und auch für den Einzelhandelsbereich. Mehr über die Sahnemolkerei Wiesehoff und ihr umfassendes Produktsortiment erfahren Sie hier: www.wiesehoff.com

Quelle: frschli Milchwerke GmbH

Von Deutschland ins Ausland und zurück – Karriere bei einem Global Player der Agrartechnik

Im nächsten Live-Talk am Donnerstag den 20. August 2020 von 19:00 – 20:00 Uhr sprechen wir mit Herrn Hendrik Schulze-Düllo Senior Manager Market Research bei CLAAS. Er berichtet über das Thema “Von Deutschland ins Ausland und zurück – Karriere bei einem Global Player der Agrartechnik”.

Für die Veranstaltung wird das Tool „GoToMeeting“ genutzt.

Anmeldung erfolgt über young-professionals@vdl.de

Über Claas

Das Unternehmen mit Hauptsitz im westfälischen Harsewinkel ist europäischer Marktführer bei Mähdreschern. Die Weltmarktführerschaft besitzt CLAAS mit einer weiteren großen Produktgruppe, den selbstfahrenden Feldhäckslern. Auf Spitzenplätzen in weltweiter Agrartechnik liegt CLAAS auch mit Traktoren sowie mit landwirtschaftlichen Pressen und Grünland-Erntemaschinen. Zur Produktpalette gehört ebenfalls modernste landwirtschaftliche Informationstechnologie. CLAAS beschäftigt über 11.400 Mitarbeiter weltweit und erzielte im Geschäftsjahr 2019 einen Umsatz von 3,8 Milliarden Euro. (Quelle: Claas)

Niedersachsen: Mit Corona leben lernen

Gut zwei Monate nach Beginn des Lock-Down können wir einen ersten Ausblick auf die kommenden Monate wagen – der fällt allerdings noch recht vorsichtig aus. Das Virus ist ja nicht verschwunden, und je mehr wir lernen über seine Funktions- und Aktionsmuster, desto deutlicher wird, dass wir uns auf eine neue Normalität mit veränderten Aktionsmöglichkeiten und -grenzen einstellen müssen. Unser gewohntes Leben “vor Corona” werden wir nicht zurückbekommen, aber wir gewinnen auch einen neuen Blick auf Möglichkeiten, die wir bisher nicht in der Wahrnehmung hatten – Stichwort Digitalisierung. Diese wollen wir uns jetzt erschließen, und das wird auch Auswirkungen auf unser Verbandsleben haben.

Zwei Themen beschäftigen uns aktuell vor allem: wie wir auf Distanz Kontakt zu unseren Mitgliedern und das VDL-Netzwerk in Funktion halten können, und wie wir unsere Mitgliederversammlung über die Bühne bringen.

Landesmitgliederversammlung

Wäre es ein ganz normales Jahr, hätten wir mit der Mitgliederversammlung kein großes Problem. Wir hatten ja auch schon ein attraktives Programm, welches dann erst einmal dem Lock-Down zum Opfer fiel. Aber wir müssen einen neuen Vorstand wählen und anlässlich des Endes der Übergangsphase nach der gelungenen Fusion im Jahr 2016 stehen einige Satzungsänderungen an. Mit den Ergebnissen der Mitgliederversammlung müssen wir anschließend zur Eintragung zum Vereinsregister, und dort nehmen sie es ja immer ganz genau mit den Formalitäten.

Zwar hat der Bundestag den rechtlichen Rahmen für eine ganze Reihe Corona-bedingter Ausnahmesituationen geschaffen, so auch für die nicht nur bei uns zu absolvierenden Mitgliederversammlungen. So könnten wir die Vorteile einer Online-Mitgliederversammlung mit den Möglichkeiten einer schriftlichen Beschlussfassung durch die Mitglieder kombinieren. Damit könnten wir alle Mitglieder beteiligen, auch wenn sie keinen Zugang zum Internet haben. Aber die verfahrenstechnischen Anforderungen bereiten uns noch einiges Kopfzerbrechen. Dazu informieren wir aber noch vor Beginn der niedersächsischen Sommerferien.

Veranstaltungen des VDL-LV Niedersachsen

Was tun mit den geplanten Veranstaltungen? Klar ist, dass wir alle in diesem Jahr geplanten ganz- bzw. mehrtägigen Exkursionen ins nächste Jahr verschieben. Das betrifft:

  • die Finnland-Reise,
  • die Exkursion zu den DLG-Feldtagen, die ja ebenfalls auf das nächste Jahr verschoben sind,
  • die zweitägige Exkursion in die Vulkaneifel und
  • die Exkursion zu zwei Ökobetrieben in der Lüneburger Heide.

Aber das soll nicht bedeuten, dass wir uns dieses Jahr gar nicht mehr treffen. Im September wollen wir einen ersten Versuch starten, auf dem landwirtschaftlichen Betrieb eines VDL-Mitglieds unsere bewährten Veranstaltungsformate Corona-tauglich zu gestalten. Thematisch geht es darum, wie man mit Strategien der Diversifizierung eine bäuerliche Landwirtschaft erhalten kann. Für den geselligen Rahmen unter Einhaltung der Abstandsregeln ist mit frischem Obst und leckerem Käse aus eigener Herstellung gesorgt. Mehr dazu erfahren Sie im Juli an dieser Stelle, dann wissen wir, mit wie vielen Menschen wir uns zu einem solchen Anlass zusammenfinden dürfen.

Wenn das Wetter mitspielt, ist ein Biergarten der beste Ort für den nächsten Stammtisch (Foto: Pixabay)

Die Agrarier-Stammtische fallen momentan nicht nur den räumlichen Restriktionen zum Opfer. Vor allem ist die Teilnehmerschaft an einem Stammtisch definitionsgemäß eher keine auf maximal zwei Haushalte zu konfigurierender Menge von Personen und damit zumindest bis zum 29. Juni nicht gesetzeskonform. Vielleicht fällt diese Restriktion aber nach dem 29. Juni, dann können wir das für den August-Termin neu bewerten.

Anspruchsvoll ist auch die Verbindung aus festem Termin (2. Dienstag in jedem geraden Monat) und einem Corona-aversen Ambiente, zum Beispiel durch Verlegung in einen Biergarten, der genug Platz bietet. Aber dazu müssten wir möglicherweise den festen Termin aufgeben, um uns flexibel auf das erwartbare Wetter einstellen zu können. Die Einladung zu einem solchen Freiluft-Stammtisch würde dann recht kurzfristig erfolgen. Immerhin ist das eine Option, die wir mal diskutieren könnten – schreiben Sie uns dazu gerne eine Mail oder nutzen Sie die Kommentarfunktion auf dieser Website.

Alternativ können wir eine Idee aus Kreisen der Studierendengruppe in Göttingen aufgreifen und mal ausprobieren, wie ein Online-Stammtisch funktioniert. Wir würden das gerne mit einer Handvoll Freiwilliger testen, dazu freuen wir uns auf Ihre Rückmeldung per Mail oder per Kommentarfunktion.

Wir haben die ersten Monate durchgehalten, die nächsten schaffen wir auch noch! Einstweilen freuen wir uns auf ein baldiges Wiedersehen – egal wann das sein wird. Bis dahin bleiben Sie gesund und guten Mutes!

Gustav Wehner, Ruth Franken

Der neue VDL-Jahresbericht ist da!

Welche Arbeit leistet der VDL Berufsverband Agrar, Ernährung, Umwelt e.V. auf Landes- und Bundesebene? Welche Veranstaltungen und Aktivitäten haben im vergangenen Jahr stattgefunden?

Im neuen VDL-Jahresbericht 2019 erhalten Sie Einblicke in die vielfältige Arbeit unseres Berufsverbandes. Nutzen Sie die Chance uns näher kennenzulernen! Klicken Sie hier.

 

Themenschwerpunkte 2019

  • „ Bundeszentrale Informations- und Lehrveranstaltungen
  • „ 100 Jahre VDL-Bundesverband e. V.
  • „ VDL-Jahrestagung mit Bundesmitgliederversammlung in Berlin
  • „ Fachexkursionen zur Jahrestagung
  • „ VDL-Fahrt zur Internationalen Grünen Woche nach Berlin
  • „ VDL-Studienreise nach Argentinien und Uruguay
  • Agrarpolitisches Berlin-Seminar und VDL-Fachforum
  • „ Parlamentarischer Abend
  • „ Agritechnica-Messerundgang: Hochschule trifft Praxis
  • Landwirtschaftsdialog im Kanzleramt und Bündnis für ökonomische Bildung

Den Mitgliedern des VDL ist der Jahresbericht bereits postalisch zugestellt worden. Falls Sie keinen Jahresbericht erhalten haben wenden Sie sich gerne an info@vdl.de