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Einladung zur Fachexkursion nach Süddänemark am 13.-14. September 2019

EU-Verordnungen im Spannungsfeld zwischen Gleichbehandlung, regionalen Besonderheiten und nationalen Partikularinteressen

Hinter diesem komplexen Thema verbirgt sich eine eher einfache Frage: Wie setzen die Mitgliedsstaaten der EU eigentlich die aus Brüssel kommenden EU-Verordnungen in praktische Agrarpolitik um und wie nehmen die Landwirte diese Umsetzung auf den Betrieben wahr? Geht es da gerecht zu oder hat der eine oder andere Landwirt – je nach Nationalität oder auch Region – Vor- oder Nachteile gegenüber den Nachbarn? Ein konkretes Beispiel bietet aktuell die Düngeverordnung (DüV), die deshalb im Mittelpunkt der Exkursion steht. Man hört, dass Dänemark die Düngeverordnung deutlich konsequenter umsetzt als Deutschland, dass aus Dänemark aber in Zukunft kein Qualitätsweizen mehr kommen wird, weil die DüV das „Auf-den-Punkt-Düngen“ auf höchste Proteingehalte zum unkalkulierbaren Risiko macht. Horrorvision oder alles halb so wild? Wir fragen nach und diskutieren mit Landwirten und Beratern, die teils auf beiden Seiten der Grenze tätig sind bzw. Flächen bewirtschaften.

Das vollständige Programm, die Teilnahmebedingungen und das Anmeldeformular finden Sie hier:

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Wege in den Beruf – Unternehmen stellen sich vor

„Auf den Charakter kommt es an! “ dies war, womöglich die wichtigstes Quintessenz des Nachmittags die unsere Referenten den Studierenden mitgeben konnten. Denn am Ende zählt die Persönlichkeit und die Fähigkeiten des Bewerbers mehr als Notendurchschnitt und Englisch Niveaustufe nach gemeinsamen europäischen Referenzrahmen.

Dies ging auch aus dem Vortrag von Philipp Schilling über seinen Arbeitgeber Cargill und seinem persönlichen Erfahrungen heraus. Das Unternehmen Cargill fördert junge Berufseinsteiger mit einem zweijährigen Trainee Programm bei dem bereits erste eigene Aufgaben übernommen werden und man die Möglichkeit bekommt das Unternehmen mit seinen vielfältigen Aufgabenbereichen weltweit kennenzulernen. Herr Schilling betont die vielen Entwicklungsmöglichkeiten und Innovationen die das Unternehmen in den nächsten Jahren bietet und die Möglichkeiten sich aktiv mit eigenen Ideen einzubringen. Er selber hatte damals die Möglichkeit über ein Praktikum und seiner Masterarbeit das Unternehmen kennen zu lernen. Nach seinem Trainee Programm im Commodity Merchandising arbeitet er jetzt als Leiter des Getreidehandelns in Deutschland und Polen.

Die Nähe zur Landwirtschaft war Frau Marie Berbecker von der landwirtschaftlichen Rentenbank besonders wichtig. Die Rentenbank, gegründet 1949 von der Bundesanstalt des öffentlichen Rechts, ist die deutsche Förderbank für die Agrarwirtschaft und den ländlichen Raum. Frau Berbecker durchläuft gerade ein zweijähriges Trainee Programm im Fördergeschäft und hat selber die Möglichkeit an umfangreichen Förderprogrammen mitzuarbeiten. Die mitzubringenden Qualifikationen sind vielfältig und hängen immer von der jeweiligen Stelle ab, so Berbecker. „Im Fördergeschäft kommen alle zusammen- Agrarwissenschaftlicher, Bänker und Wirtschaftswissenschaftler und am Ende sind Soft Skills und Persönlichkeit entscheidend für gute Zusammenarbeit“.

Warum Big Dutchman trotz unsexy Standort ein attraktiver Arbeitgeber sein kann, stellte uns Justina Reinhardt vor. Das familiengeführte Großunternehmen welches einst berühmt geworden ist durch die erste Fütterungsanlage im Geflügelbereich, ist nun in über 100 Ländern weltweit vertreten und Marktführer bei Fütterungsanlagen und Stalleinrichtungen. Einstieg ins Unternehmen bietet ein 3- 6 monatiges Praktikum mit der Bearbeitung eines eigenen Projektes, das Anfertigen von Abschlussarbeiten im Unternehmen als auch durch Direkteinstieg nach dem Studium. Dabei bietet das Unternehmen am Standort Vechta ein sehr gutes Arbeits- und Lernklima mit gegenseitiger Wertschätzung und gemeinsamen Aktivitäten auch außerhalb des Arbeitsumfeldes.

Text und Bilder: Annette Pfordt

Wege in den Beruf – Studierendengruppe Göttingen

 

Ein ereignisreiches Jahr geht zu Ende

Am Ende eines an Herausforderungen reichen Jahres zieht der Landesverband Niedersachsen eine positive Bilanz und rüstet sich mit großen Erwartungen für das Jahr 2019. In diesem Jahr hatten wir die Ehre, gemeinsam mit dem Landesverband Hamburg die Bundesmitgliederversammlung in Niedersachsen auszurichten. Viele Gäste sind gekommen, von den Studierenden bis hin zu den Alterspräsidenten, und wir haben 99 Jahre VDL gefeiert, unsere Netzwerke gefestigt, alte Freundschaften gepflegt und neue begründet. Das war aber nicht alles, denn die reiselustigen Niedersachsen haben sich auch noch in England mit dem Brexit beschäftigt, Landwirte, Professoren und Vertreter der Agrarverwaltung getroffen und – bei großartigem Wetter – auch noch die Landschaft genossen. Auf unserer zweitägigen Rheinland-Exkursion haben wir erkundet, welche Auswirkungen Braunkohlentagebau, Klimawandel und die wirtschaftliche Dynamik eines hochverdichteten Ballungsraumes auf die “Rheinische Fruchtfolge” haben. Unsere Gastgeber haben überzeugend dargelegt, dass diese Fruchtfolge – Rüben, Weizen, Gerste – sich verändern wird, wenn die Landwirtschaft an diesem Standort eine Zukunft haben soll.

 

 

Unsere Studierendengruppe hat sich in diesem Jahr konsolidiert und ein attraktives Programm angeboten. Exkursionen, Podiumsdiskussionen zu berufsstrategischen Themen, Messerundgänge auf der EuroTier oder Workshops zur Vorbereitung des Berufseinstiegs – für jeden war etwas geboten und wir haben wieder rund 40 Mitglieder in der Studierendengruppe. Zu den monatlich stattfindenden Stammtischen sind auch VDL-Mitglieder willkommen, deren Studium schon einige Zeit zurückliegt. Fazit: Der VDL ist in Göttingen wieder präsent.

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Mit dem Bachelor in den Beruf? Chancen, Risiken und Nebenwirkungen

Ein wichtiges Ziel der Bologna-Reform ist es, einen Berufseinstieg schon mit dem Bachelor-Abschluss möglich und auch attraktiv zu machen. Aktuell wächst die Bereitschaft, als Bachelor den Berufseinstieg zu wagen bzw. als Arbeitgeber Bachelor-Absolventen einzustellen.
Der VDL Landesverband Niedersachsen e.V. und die VDL Studentengruppe Göttingen laden alle Interessierten herzlich zum Vortrag mit anschließender Diskussion am Mittwoch, den 13. Dezember, ab 16.15 Uhr ins ZHG 011 ein.

Welche Faktoren sind ausschlaggebend für den Berufseinstieg und eine erfolgreiche Karriere mit dem Bachelor- Abschluss? Ist es die Persönlichkeit oder das Fachwissen, die Förderung am Arbeitsplatz oder der spezielle Arbeitsbereich? Wie lautet Plan B, wenn man sich nach einigen Jahren nicht mehr ausgelastet fühlt – zurück an die Uni oder was sonst?

Diese und weitere Fragen werden von den Referenten aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet, um den Teilnehmern eine differenzierte Einschätzung zu erleichtern. Aus der Diskussion werden sich auch persönliche Entscheidungshilfen und Hinweise für die zweckmäßige Gestaltung des Studiums ergeben.

Das ausführliche Programm mit Informationen zu allen Referenten und dem Ablauf finden Sie hier.

Im Anschluss an die Veranstaltung ist die Möglichkeit zum persönlichen Gespräch bei einem Glas Bier im Restaurant Le Feu gegeben.

Wir freuen uns, zahlreiche Teilnehmer begrüßen zu dürfen.

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VDL Niedersachsen nimmt Stellung zur Novellierung des niedersächsischen Landwirtschaftskammergesetzes

Der VDL Landesverband Niedersachsen fordert die niedersächsische Landesregierung auf, die Landwirtschaftskammer als wichtigste Fachinstitution des niedersächsischen Agrarsektors ausdrücklich anzuerkennen. Im Rahmen der Novellierung des Landwirtschaftskammergesetzes (LwKG) solle der Aufgabenkatalog wie bisher konkret festgeschrieben und die Existenzgrundlage der Landwirtschaftskammer Niedersachsen langfristig gesichert werden. Dies geht aus einer Stellungnahme hervor, die der Berufsverband im Rahmen der Anhörung der Verbände für den NBB – Niedersächsischer Beamtenbund und Tarifunion erarbeitet hat.

Der VDL Niedersachsen hebt die große Bedeutung der Landwirtschaftskammer für die fachliche Kompetenz und die wirtschaftliche Entwicklung der landwirtschaftlichen Betriebe hervor. Angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Lage sei der Bedarf an Beratung und Fachinformationen anhaltend hoch. Obwohl die Zahl der Betriebe zurückgehe, steige mit zunehmendem Ausbildungsniveau der Landwirte auch der Anspruch an die Fach- und Methodenkompetenz der Beratung. Ein Rückzug aus der Fachberatung und der Weiterbildung infolge der Novellierung des LwKG würde die Wirtschaftsleistung des niedersächsischen Agrarsektors schwächen. Das hätte auch negative Auswirkungen auf die Nachhaltigkeit und den Schutz der natürlichen Ressourcen.

Vor diesem Hintergrund fordert der VDL Niedersachsen den Gesetzgeber auf, die Zuständigkeiten der Landwirtschaftskammer auch im novellierten Gesetz klar und eindeutig zu benennen. Nur so könne für alle Seiten Planungs- und Rechtssicherheit gewährleistet werden. Es sei nicht akzeptabel, dass zentrale Aufgaben nicht mehr ausdrücklich im LwKG benannt werden. Dazu gehören unter anderem die Aus- und Weiterbildung in den Grünen Berufen und die Betreuung der Forsten im Privatbesitz. Insbesondere müsse der Gesetzgeber klarstellen, welche Aufgaben im Wirkungskreis der Landwirtschaftskammer im “besonderem Interesse des Landes” liegen und diese angemessen fördern.

Grundsätzlich schätzt der VDL Niedersachsen die vom Gesetzgeber geforderte Umstrukturierung als wichtige Investition in die Zukunft der Landwirtschaftskammer ein. Eigene Wirtschaftspläne für originäre Aufgaben der Landwirtschaftskammer und hoheitliche Angelegenheiten seien geeignet, Transparenz und eine effektive Mittelverwendung zu gewährleisten. Der Prozess der Umstrukturierung dürfe aber nicht zu Lasten der Beschäftigten gehen und müsse vom Land positiv begleitet werden. Für Niedersachsen gebe es keine Alternative zur Landwirtschaftskammer; eine Etablierung von Landesbehörden nach süddeutschem Vorbild könne nicht ernsthaft im Sinne der niedersächsischen Landwirtschaft sein.

Der vollständige Text der für den NBB erstellten Stellungnahme kann hier heruntergeladen werden.

Pressekontakt:
VDL Berufsverband Agrar, Ernährung, Umwelt – Landesverband Niedersachsen e. V.
Ruth Franken
Bultstr. 6 a, 30159 Hannover
Tel.: 0511-98 24 51 61
E-Mail: Kontakt@VDL-Niedersachsen.de

VDL-Landesverband Niedersachsen am 1. Juli gestartet

Der neue “VDL Berufsverband Agrar, Ernährung, Umwelt – Landesverband Niedersachsen e.V.” entstand am 27. Mai in Nienburg aus der Verschmelzung der bisherigen VDL-Landesverbände Hannover und Weser-Ems mit dem Landesverband der Agraringenieure Niedersachsen (LAI) und hat am 1. Juli seine Tätigkeit aufgenommen.

Grundlage der Verschmelzung ist die Überzeugung, dass eine effektive Vertretung der beruflichen Interessen der Mitglieder nur unter Bündelung aller Kräfte erfolgreich sein wird. Mit der Bologna-Reform wurden die Rahmenbedingungen für die akademische Ausbildung im Grünen Bereich neu gestaltet, auch die beruflichen Entwicklungspfade sind individueller und die Karrierewege durchlässiger geworden. Der neue Verband kann dem besser Rechnung tragen und seine Mitglieder im Rahmen eines fachlich anspruchsvollen Programms bei der beruflichen Weiterentwicklung unterstützen. Davon profitiert vor allem die praktische Landwirtschaft, für die der größte Teil der VDL-Mitglieder unter anderem in Beratung und Dienstleistung tätig ist.

Der VDL Niedersachsen mit Sitz in Hannover ist in ganz Niedersachsen tätig und hat über 500 Mitglieder. Ansprechpartner in den Regionen tragen die Verbandsarbeit vor Ort. Sie stärken den Informationsfluss zwischen dem paritätisch aus allen drei Gründungsverbänden besetzten Vorstand und den Mitgliedern. Der Vorstand vertritt die unterschiedlichen Anforderungen der Mitarbeiter im öffentlichen Dienst und in der gewerblichen Agrarwirtschaft sowie der landwirtschaftlichen Unternehmer im VDL.

Der VDL Niedersachsen ist einer von acht Landesverbänden im VDL Bundesverband mit Sitz in Berlin, der die berufsständischen Interessen der VDL-Mitglieder überregional vertritt und sich vor allem für den akademischen Nachwuchs engagiert. Ganz aktuell ist die Neuauflage des VDL-Leitfadens “Erfolgreich bewerben”, der Absolventen beim Berufseinstieg in den Sektoren Agrar, Ernährung, Umwelt und Gartenbau professionell unterstützt.

Pressekontakt:
VDL Berufsverband Agrar, Ernährung, Umwelt – Landesverband Niedersachsen e. V.
Ruth Franken
Bultstr. 6 a, 30159 Hannover
Tel.: 0511-98 24 51 61, E-Mail: vdl.niedersachsen@web.de

VDL-Landesverband Niedersachsen am 1. Juli gestartet

Hannover, 04.07.2016.Der neue “VDL Berufsverband Agrar, Ernährung, Umwelt – Landesverband Niedersachsen e.V.” entstand am 27. Mai in Nienburg aus der Verschmelzung der bisherigen VDL-Landesverbände Hannover und Weser-Ems mit dem Landesverband der Agraringenieure Niedersachsen (LAI) und hat am 1. Juli seine Tätigkeit aufgenommen.

Grundlage der Verschmelzung ist die Überzeugung, dass eine effektive Vertretung der beruflichen Interessen der Mitglieder nur unter Bündelung aller Kräfte erfolgreich sein wird. Mit der Bologna-Reform wurden die Rahmenbedingungen für die akademische Ausbildung im Grünen Bereich neu gestaltet, auch die beruflichen Entwicklungspfade sind individueller und die Karrierewege durchlässiger geworden. Der neue Verband kann dem besser Rechnung tragen und seine Mitglieder im Rahmen eines fachlich anspruchsvollen Programms bei der beruflichen Weiterentwicklung unterstützen. Davon profitiert vor allem die praktische Landwirtschaft, für die der größte Teil der VDL-Mitglieder unter anderem in Beratung und Dienstleistung tätig ist.

Der VDL Niedersachsen mit Sitz in Hannover ist in ganz Niedersachsen tätig und hat über 500 Mitglieder. Ansprechpartner in den Regionen tragen die Verbandsarbeit vor Ort. Sie stärken den Informationsfluss zwischen dem paritätisch aus allen drei Gründungsverbänden besetzten Vorstand und den Mitgliedern. Der Vorstand vertritt die unterschiedlichen Anforderungen der Mitarbeiter im öffentlichen Dienst und in der gewerblichen Agrarwirtschaft sowie der landwirtschaftlichen Unternehmer im VDL.

Der VDL Niedersachsen ist Mitglied im VDL Bundesverband mit Sitz in Berlin, der die berufsständischen Interessen der VDL-Mitglieder überregional vertritt und sich vor allem für den akademischen Nachwuchs engagiert. Ganz aktuell ist die Neuauflage des VDL-Leitfadens “Erfolgreich bewerben”, der Absolventen beim Berufseinstieg in den Sektoren Agrar, Ernährung, Umwelt und Gartenbau professionell unterstützt.

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Nun ist Schluss mit VDL-LV Weser-Ems

Es ist der 30. Juni 2016

In dieser Nacht wird aus dem VDL Weser-Ems mit anderen der VDL Niedersachsen. Dazu ein paar Worte an die Mitglieder

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Pressemitteilung zur Bundesmitgliederversammlung in Worms

Berlin/Worms, 04.06.2016.
Die jährlich stattfindende Jahrestagung des VDL-Bundesverbandes e.V. stand in diesem Jahr unter dem Leitthema „Agribusiness zwischen Globalisierung, regionalen Produkten und Innovationen“.

Vom 2. bis 4. Juni war die Nibelungenstadt Worms Treffpunkt für die Mitglieder der zehn Landesverbände sowie für hochrangige Gäste aus Landwirtschaft, Wirtschaft, Politik und Hochschulen. Zu den Höhepunkten der Veranstaltung gehörten die Werksbesichtigung der Mannheimer John Deere Werke und der BASF SE in Ludwigshafen sowie ein Besuch der Winzergenossenschaft Wachtenburg e.G.

Wirtschafts- und Landwirtschaftsminister Dr. Volker Wissing zeigte sich bei einem Gespräch mit den Vorsitzenden des Bundes- und Landesverbandes anlässlich der Tagung erfreut darüber, dass die Besucher aus ganz Deutschland die Kulturartenvielfalt und wirtschaftliche Bedeutung der Agrarwirtschaft für Rheinland-Pfalz in den Mittelpunkt der Tagung gestellt hatten. Sein Motto „Wer fragt, weiß mehr“ sei hier in die Praxis umgesetzt worden. Die Einheit von Wirtschaft und Landwirtschaft als Keim der prosperierenden Volkswirtschaft sei in der Tagung erlebbar.

„Der persönliche Kontakt zu Firmen, Entscheidern und innovativen Landwirten, Weinbauern und Gärtnern ist durch nichts zu ersetzen, um unseren Mitgliedern ein umfassendes Bild unseres Berufsstandes zu vermitteln und den Austausch unter den Absolventen und Studierenden zu fördern“, erklärte der Vorsitzende des Landesverbandes Rheinland-Pfalz Saarland, Dr. Christian Lang.

Neueste Projekte: Homepage AGRARSTUDIEREN.de und Leitfaden „Erfolgreich bewerben“ zum Berufseinstieg

Landwirtschaftsminister Wissing betonte die große Bedeutung der guten Ausbildung für die Zukunftsfähigkeit der Agrarwirtschaft in Rheinland-Pfalz. Damit der Dreiklang von Versuchswesen, Beratung und Schule aufrechterhalten werden könne, brauche man qualifizierten Nachwuchs der Hochschulen. Es sei daher zielführend, wenn sich Absolventen im VDL für die Qualität der Ausbildung und die Studierenden im Bereich Agrar, Ernährung und Umwelt aktiv einsetzen. Die Agrarwirtschaft und ihre vor- und nachgelagerten Bereiche, die in Rheinland-Pfalz eine besondere Bedeutung hätten, seien insgesamt auf eine hochwertige Ausbildungs- und Hochschulstruktur angewiesen.

Der Präsident des Bundesverbandes Markus Ebel-Waldmann stellte Staatsminister Dr. Wissing besonders die Projekte des VDL für zukünftige Studierende und Hochschulabsolventen vor. Die neue Homepage www.agrarstudieren.de gebe umfassende Informationen zu allen deutschen Agrar-Studienstandorten und den Berufsfeldern der Branche. Der innovative Leitfaden „Erfolgreich bewerben“ diene als Handbuch für den gelungenen Berufseinstieg in den Sektoren Agrar, Ernährung, Umwelt und Gartenbau.

„Mit diesen beiden Tools können wir den Akademikern von morgen den Weg zum Agrarstudium mit Weitblick bereiten und sie später beim Berufseinstieg professionell unterstützen“, so Ebel-Waldmann zum Abschluss des Gespräches mit dem Minister.

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Wir sind jetzt Niedersachsen

Am 27. Mai 2016 war der Große Tag, an dem der VDL Landesverband Niedersachsen entstanden ist. Drei Verbände in Niedersachsen sind zu einem Verband zusammengewachsen, der VDL Hannover, der LAI und der VDL Weser-Ems. Ein Zusammengehen von Verbänden ist immer eine heikle Sache, da sie aus unterschiedlichen und langjährigen Vereinstraditionen und mit vollständig unterschiedlichen Satzungen kommen. Wir haben aus den Fehlern anderer versucht zu lernen, eine harmonische Verbandsehe gibt es nur unter gleichgestellten Partnern. Also mussten wir erst in unseren jeweiligen Verbänden dazu die Bereitschaft finden, es gab früher vielfältige Bedenken und Befindlichkeiten, aber auch Konkurrenzdenken der verschiedenen Besoldungsstufen im öffentlichen Dienst, schließlich waren die Fachhochschüler nur für den gehobenen Dienst vorgesehen und die Uniabsolventen durften in höheren Dienst. Das war früher etwas, doch auch unsere Berufswelt hat sich massiv verändert. Bologna und die kostenorientierte Einstellungspraxis hoben diese Unterschiede weitgehend auf. Vor zehn Jahren sind wir mit solchen Gedanken an eine Fusion gescheitert, das galt das hier “wir” und dort die “anderen”, und die anderen misstrauten genauso. Doch mit der Zeit wich das Kastendenken auf beiden Seiten der Erkenntnis der Notwendigkeit eines starken Verbandes, bevor jeder für sich seinen einsamen Tod stirbt. Die Nachwuchswerbung ist ein gesellschaftliches Problem und geht auch an uns nicht vorbei. So hoffen wir jetzt als starker Verband uns deutlicher im Blickfeld der jungen Kollegen und in der Politik positionieren zu können. In allen drei Verbänden haben die Mitgliederversammlungen in 2014 den Auftrag zu Sondierungsverhandlungen erteilt. Die daraufhin entstandene Arbeitsgruppe Fusion tagte mehrfach in Abständen in Hannover, einmal unter Beteiligung aller Vorstände. Wir waren uns einig, dass ein gutes Ergebnis nur entstehen kann, wenn wir Ressentiments und alte Rechnungen hinter uns lassen und uns auf eine Verhandlung auf Augenhöhe verständigen, also ohne Beharren auf eigene Errungenschaften oder Pfennigfuchserei beim jeweiligen Verbandsvermögen. Wir haben große Aufgaben, da gilt es keine Kraft für Scharmützel zu verlieren. Groß waren die Aufgaben, unterschiedliche Verbandsstrukturen, unterschiedliche Satzungen, alles musste jetzt zusammenverhandelt werden, um eine neue Satzung und eine Verbandsstruktur zu schaffen. Dazu brauchten wir schon ordentlichen Input durch einen Juristen für Verbandsrecht, da der Gesetzgeber uns kleinen Verbänden bei der Fusion die gleichen Bedingungen auferlegt wie großen Unternehmen mit zig Millionen Umsatz. Das ist gelungen, da auch die Teilnehmer im Arbeitskreis menschlich zueinander passten. Keine Betonköpfe, sondern zukunftsorientierte Mitdenker. Im März haben alle drei Verbände in ihren Mitgliederversammlungen die Fusion beschließen wollen, konnten jedoch den Verschmelzungsvertrag nicht genehmigen, da die erforderliche Stimmenzahl von Dreiviertel aller Mitglieder nicht erreicht wurde. So war dann der Freitag der Termin der satzungsgemäß erforderlichen zweiten Mitgliederversammlung in diesem Jahr – das hatten wir noch nie – zur Genehmigung des Verschmelzungsvertrages, hier dann nach Satzung mit der Mehrheit der anwesenden Mitglieder. Es ist gelungen. Mit sozialistischer Mehrheit ging es über die Bühne. Die Vorstände kennen sich aus den zwei Jahren gemeinsamer Arbeit gut, doch die Mitglieder – abgesehen von beruflichen Kontakten – noch nicht hinreichend. Das brachte dann unsere erste gemeinsame Veranstaltung am Nachmittag. Dort haben wir alle aus den jeweiligen Vebänden in den neuen Gesamtvorstand entsandten Mitglieder den anderen Verbandsmitgliedern vorgestellt. Die Atmosphäre des aus Holz errichteten Blattpavillions trug wohl dazu bei, dass wir auf eine gelungene Veranstaltung mit guten Gesprächen zurückblicken können. Zudem war unser Festredner Prof. Langosch aus Neubrandenburg eine gelungene Wahl. Der lebhafte Vortrag gab einiges mit auf den Weg, worüber es nachzudenken lohnt. Die Liebe geht durch den Magen, sagt man, so war es ein gutes Signal, das wir mit dem Buffet gut gewählt hatten. Ich habe keine negative Kritik dazu gehört, also bin ich jetzt guter Hoffnung, dass wir gestärkt in eine gute Zukunft des VDL in Niedersachsen gehen werden. Gustav Wehner