VDL- Bayern: Online-Stammtisch mit Einblicke in die Welt der Müllerei

Bild: Pixabay

Am 23. Februar 2026 veranstaltete die VDL-Landesgruppe Bayern einen Online-Stammtisch. Als Gastreferent war Dr. Josef Rampl eingeladen, Geschäftsführer des Bayerischen Müllerbundes und zugleich Vorsitzender der Vereinigung der Wasserkraftwerke in Bayern. Seit über 20 Jahren führt er den Bayerischen Müllerbund, den mitgliederstärksten Berufsverband der Müllerei, in Deutschland.

Die Doppelrolle von Dr. Rampl in Müllerbund und Wasserkraftwerksvereinigung erklärt sich historisch: Mühlen gehören zu den ältesten Handwerken überhaupt, und Wasserkraft war einst ihre wichtigste Energiequelle. Heute ist der direkte Stromanschluss Standard, doch die historische Verbindung ist geblieben. Die Vereinigung der Wasserkraftwerke in Bayern umfasst derzeit mehrere Hundert Mitgliedsbetriebe und wird im kommenden Jahr durch einen Zusammenschluss auf über 1000 Wasserkraftwerksbetreiber anwachsen. Eindrucksvoll die Dimension: Die bayerischen Wasserkraftwerke erzeugen mengenmäßig genug Strom, um alle bayerischen Privathaushalte zu versorgen. Die Hälfte aller deutschen Wasserkraftwerke steht in Bayern.

Dr. Rampl gab einen umfassenden Überblick über die heutige Müllerei. Die klassische Getreideanlieferung direkt vom Landwirt an den Müller existiert kaum noch. Stattdessen kaufen die Mühlen ihr Getreide vom Markt, die sogenannte Lohnmüllerei hat sich durchgesetzt. In Deutschland gibt es rund 170 Mühlenbetriebe, die mehr als 1.000 Tonnen Getreide pro Jahr verarbeiten. In der Erntesaison 2024/25 wurden allein beim Weizen rund 8 Millionen Tonnen verarbeitet. Der Trend ist klar: Roggen geht leicht zurück, Weizen wächst und diese Entwicklung wird sich voraussichtlich fortsetzen.

Wirtschaftlich ist die Müllerei eine anspruchsvolle Branche. Fast 70 Prozent der Kosten entfallen auf Materialkosten, also das Getreide selbst. Die durchschnittlichen Umsatzrenditen reichen kaum an die 2 Prozent, häufig deutlich darunter. Die Einkaufsstrategie ist daher für die Mühlen von existenzieller Bedeutung. Stark schwankende Preise auf dem Weltmarkt stellen ein erhebliches unternehmerisches Risiko dar. Getreide ist ein internationales Geschäft, globale Handelsströme beeinflussen die Preise spürbar, auch wenn die Müller nach Möglichkeit regional einkaufen.

Als sogenannte Flaschenhals-Betriebe spielen Mühlen eine besondere Rolle in der Ernährungssicherheit: Nahezu das gesamte für den menschlichen Verzehr bestimmte Getreide wird über sie verarbeitet. Entsprechend unterliegen Mühlen umfangreichen statistischen Meldepflichten und liefern wichtige Daten an die Politik.

Dr. Rampl geht zudem auf die Mehltype und dazugehörigen DIN-Normen ein sowie auf aktuelle Herausforderungen der Branche: der Klimawandel beeinflusst Erntemengen und Qualitäten; erhöhte DON- und Mykotoxin-Gehalte im Getreide erfordern intensive Kontrollen; die Düngeverordnung wirkt sich auf die anbauenden Betriebe aus und damit mittelbar auf die Mühlen. Interessant dabei: Die Grenzwerte für Qualität und Verunreinigungen sind zwischen Bio- und konventionellem Getreide identisch.

Der Abend endete mit dem gewohnten kollegialen Austausch unter den Mitgliedern der Landesgruppe sowie wichtigen Hinweisen für die Branche, wie beispielsweise die Bewerbungsfrist für den laufenden EU-Concours.

Text: Sebastian Eichelsbacher

VDL-Hessen: Fachtagung „Resilienz der deutschen Agrar- und Ernährungswirtschaft“

Foto: VDL Hessen

Am Montag, 12. Januar 2026, lud der VDL Landesverband Hessen e.V. zu einer Fachtagung „Resilienz der deutschen Agrar- und Ernährungswirtschaft – Was sind die Konsequenzen der Corona-Pandemie und dem Krieg in der Ukraine?“ im Rahmen der 78. Landwirtschaftlichen Woche Nordhessen 2026 in die Stadthalle Baunatal (bei Kassel) ein. Referent war Peter Jung, Leiter Lebensmittelwirtschaft, Deutscher Raiffeisenverband (DRV), Berlin.

Die deutsche Agrar- und Ernährungswirtschaft sah sich in den vergangenen Jahren massiven Herausforderungen ausgesetzt. Die COVID19-Pandemie, der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine, zunehmende geopolitische Spannungen sowie klimatische Extremereignisse haben bestehende Verwundbarkeiten entlang der landwirtschaftlichen Wertschöpfungskette offengelegt. Gleichzeitig haben sie die systemische Bedeutung einer resilienten Landwirtschaft für Versorgungssicherheit, wirtschaftliche Stabilität und gesellschaftliche Akzeptanz erneut ins Bewusstsein gerückt.

Der Vortrag beleuchtete, welche praktischen Lehren aus den Krisenerfahrungen der letzten Jahre für die Stärkung der landwirtschaftlichen Liefer- und Versorgungsketten gezogen werden können und welche politischen Notwendigkeiten hieraus entstehen. Unter anderem werden die Abhängigkeiten von Importen wie etwa bei Betriebsmitteln, die Funktionsfähigkeit von Lieferketten, Marktauswirkungen sowie die Rolle der Politik beleuchtet. Anhand ausgewählter Beispiele wird aufgezeigt, wie Unternehmen, die unterschiedlichen Stufen der Wertschöpfungskette und politische Akteure auf die Ereignisse reagiert haben und welche Maßnahmen sich in der Praxis bewährt haben.

Darauf aufbauend wurden politische Handlungsoptionen zur Stärkung der Resilienz der deutschen Agrarwirtschaft – von verlässlichen Rahmenbedingungen über praxistaugliche Risikovorsorgeinstrumente bis hin zu einer stärkeren Berücksichtigung von Resilienz als Zielgröße in der Agrarpolitik aufgezeigt.

Text: Markus Ebel-Waldmann

Save the Date: VDL-Jahrestagung 2026 vom 7.-9. Mai 2026 in Offenburg

Foto: Stadt Offenburg

Die diesjährige VDL-Jahrestagung wird vom 7. bis zum 9. Mai 2026 in Offenburg stattfinden.
Die VDL-Jahrestagung beginnt traditionell für die Studierenden und Young Professionals schon am Vortag mit der VDL Nachwuchsschmiede.

Am Donnerstag starten dann alle Teilnehmer mit den Spartensitzungen und der VDL-Bundesmitgliederversammlung 2026 in das Programm. Abends wird der traditionelle Begrüßungsabend einen geselligen Ausklang bieten.

Freitag und Samstag freuen wir uns auf ein vielfältiges Exkursionsprogramm .
Anbei finden Sie die Terminankündigung. Weitere Informationen sowie die Anmeldemöglichkeit folgen in den kommenden Wochen.

Text: VDL

VDL-Nds – Niedersachsen auf der Grünen Woche in Berlin

Fotos: Ulf Meyer zu Westerhausen, Landvolk, Andreas Melle

Das landwirtschaftliche Jahr 2026 begann für die Niedersachsen wie alle Jahre davor: mit dem Messeauftritt der niedersächsischen Marketinggesellschaft auf der Grünen Woche. Dazu gehören die Länderhalle 20, die man sich schon seit Jahren mit Thüringen teilt, die Zukunftswerkstatt und – das ultimative Netzwerk-Highlight: der Niedersachsen-Abend. Alles, was in unserem Bundesland Rang und Namen hat, ist hier vertreten, dazu zahlreiche Gäste aus ganz Deutschland und darüber hinaus.

Eigentlich war es wie immer, und doch hatte die Geschäftsführerin der Marketinggesellschaft, Vivien Ortmann, ein paar wesentliche Änderungen vorgenommen. So fand die Zukunftswerkstatt erstmals im Palais am Funkturm, quasi um die Ecke statt. Der lange Marsch der Großen Karawane durch die dunklen Messehallen vom anderen Ende des Geländes zur Halle 20 ist nach mehreren Jahrzehnten Geschichte. Irgendwie hatte das ja etwas zutiefst Zeremonielles, aber vor allem die weniger geländegängigen Teilnehmer haben den langen Marsch nicht vermisst.

Mit Vivien Ortmann, Miriam Staudte, Olaf Lies und Hubertus Berges (v. li. n. re.) war die Begrüßungsrunde prominent besetzt

Bei der Zukunftswerkstatt ging es um die Frage, welche Bedingungen die Land- und Ernährungswirtschaft in Niedersachsen braucht, um Gründerdynamik und attraktives Innovationsklima in der Wertschöpfungskette zu schaffen. Mit dem niedersächsischen Ministerpräsidenten Olaf Lies, der Ministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Miriam Staudte, sowie dem Vorstandsvorsitzenden und der Geschäftsführerin der Marketinggesellschaft der niedersächsischen Land- und Ernährungswirtschaft, Hubertus Berges und Vivien Ortmann, war schon die Begrüßungsrunde prominent besetzt. Sie diskutierten, wie Staat, Wirtschaft und Forschung gemeinsam den Weg für eine nachhaltige, innovative Produktivität in Niedersachsen gestalten können. Impulse dazu kamen anschließend unter anderem von Referenten und Referentinnen aus der Ernährungsindustrie, dem Lebensmittelhandel, der Wissenschaft und der Landwirtschaft.

Einigkeit bestand darin, dass Innovationskraft, Ideen und gute Start-ups vorhanden sind, diese aber vor allem durch bürokratische Hürden und mangelnde politische und finanzielle Unterstützung behindert werden. Fünf Jahre auf die Genehmigung eines Bauantrags zu warten, das halte kein Start-up durch. Für ein starkes Innovationsklima brauche es verlässliche Rahmenbedingungen, mehr Pragmatismus und schnellere Abläufe in der Verwaltung sowie mehr Risikobereitschaft bei der Finanzierung, um innovative Konzepte in praktische Investitionen in die Zukunft der Branche umzusetzen.

Die Teilnehmer an der Zukunftswerkstatt brachten viel Diskussionsstoff für angeregte Gespräche mit zum Niedersachsen-Abend und enterten die Halle 20, wo sie sich mit Häppchen und kühlen Getränken ins Netzwerken stürzten. Dabei stellten über 2.500 Menschen unter Beweis, dass sie auch ohne Live-Band das gewohnte Dezibel-Niveau des Niedersachsen-Abends locker aufbieten konnten. Tatsächlich war es ungeachtet der tatsächlichen Lautstärke ohne musikalische Untermalung leichter, sich zu unterhalten, was der Qualität der Gespräche zugute kam.

VDL-Basislager mit VDL-Präsident Markus Ebel-Waldmann (li.)

Wir hatten im Thüringer Teil der Halle wieder einen Tisch mit einem kleinen VDL-Banner als „Basislager“ sichern können, wo in wechselnder Besetzung VDLer und Freunde zwischen vielen Gesprächen ein paar Minuten ausruhen und sich abstimmen konnten. Auch VDL-Präsident Markus Ebel-Waldmann und Geschäftsführer Tobias Dammeier kamen zum Gespräch vorbei. Reichliche kulinarische Versorgung trug ebenfalls zur gelösten Stimmung bei. Und wenn man dann noch um Mitternacht einem geschätzten Kollegen zum Geburtstag gratulieren darf, dann ist der Abend rundum gelungen.

Der von der Marketinggesellschaft professionell organisierte niedersächsische Auftritt auf der Grünen Woche mit der Ausstellergemeinschaft, der Zukunftswerkstatt und dem Niedersachsen-Abend war wieder einmal eine runde Sache. Auch die Neuerungen in den Abläufen wurden von unseren Teilnehmern positiv aufgenommen, wenn auch der Abschied von mancher Tradition für einen kurzen Moment ein klitzekleines Verlustgefühl ausgelöst hat. Wir bedanken uns bei der Marketinggesellschaft für die Organisation dieses besonderen Netzwerk-Highlights und sind uns einig, dass wir uns im nächsten Jahr wieder hier beim Niedersachsen-Abend treffen möchten.

Text: Ruth Franken

 

Grüne Woche mit dem VDL: Fachlicher Austausch, Politikeinblicke und starke Gemeinschaft

Fotos: VDL

Im Rahmen der diesjährigen Grünen Woche in Berlin war der VDL mit einer engagierten Gruppe aus der Sparte Studierende und Young Professionals vertreten. Neben einigen neuen Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die erstmals mit dem VDL an der Grünen Woche teilnahmen, waren auch erfahrene „alte Hasen“ zum wiederholten Male dabei – eine gelungene Mischung, die den Austausch bereicherte.

Der offizielle Auftakt fand im Haus der Ernährung und Landwirtschaft statt, wo die Gruppe herzlich vom VDL-Präsidenten Markus Ebel-Waldmann begrüßt wurde. Im Anschluss folgte eine exklusive Einladung zum Länderempfang des Landes Hessen. Bei kulinarischen Spezialitäten und Getränken aus Hessen bot sich reichlich Gelegenheit zum Netzwerken. Ein besonderer Höhepunkt war der Auftritt von Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer und dem hessischen Landwirtschaftsminister Ingmar Jung, bevor der Abend in eine ausgelassene und gelungene Party mit Liveband und DJ bis in die frühen Morgenstunden überging.

 

Marie-Luise Richter vom Bundesverband Deutscher Pflanzenzüchter bei der Demonstration, wie Ähren kastriert werden. (Foto VDL)

Der Samstag stand ganz im Zeichen der Fachpraxis. Bei einem geführten Rundgang durch Halle 3 (Erlebnisbauernhof) erwartete die Teilnehmenden – begleitet von den Agrarscouts – ein

breites Themenspektrum entlang der gesamten landwirtschaftlichen Wertschöpfungskette. Der Bundesverband Deutscher Pflanzenzüchter zeigte, wie moderne und beschleunigte Sortenzüchtung bei Weizen, Mais und Zuckerrüben funktioniert und warum klimaresiliente Merkmale sowie ein vielseitiger, sinnstiftender

Erstmalig zugelassen: selbstfahrender Rover für den Rebschnitt von Kubota. (Foto L. Wiegand)

Nachwuchs für die Branche immer wichtiger werden. Bei dem Industrieverband Agrar (IVA) ging es um Pflanzenkrankheiten und Pflanzenschutz als Grundlage für stabile Erträge – ebenso wie um aktuelle Herausforderungen durch Resistenzen und Umweltfragen, etwa im Weinbau. Kaufland gab Einblicke in sein Regionalprogramm mit Erzeugern aus einem Umkreis von 30 Kilometern und stellte vor, wie Nachhaltigkeit im Lebensmitteleinzelhandel seit Jahren strukturiert umgesetzt wird. Die Initiative Tierwohl sorgte mit der Diskussion rund um QS-Standards, steigende Anforderungen und die Vielzahl an Labels für viel Gesprächsstoff. Technisch wurde es beim Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA Landtechnik), der alternative Antriebe und autonome Lösungen vorstellte – von E-Motoren bis hin zum ersten zugelassenen autonom Fahrzeug (s. Foto). Abgerundet wurde der Rundgang durch den Deutscher Verband Tiernahrung (DVT), der zeigte, wie sich Nachhaltigkeit, Klimabilanz und innovative Fütterungskonzepte in der Mischfutterwirtschaft wiederfinden und welche Rolle der Verband dabei als Interessenvertretung spielt.

 

Am Samstagabend stand die Landjugendfete auf dem Programm. Der Sonntag bot Zeit zur freien Verfügung auf der Grünen Woche. Am Montag folgte der Besuch des Europäischen Hauses mit einer Fachdiskussion zur europäischen Agrar- und Ernährungspolitik mit Tobias Maaßen, Fachreferent für Klima, Umwelt und Landwirtschaft bei der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland. Nach einem kurzen Mittagsimbiss schloss sich der Besuch des Bundesrates an. Den krönenden Abschluss bildete am Abend der Landjugendball in festlicher Atmosphäre.

Fazit: Die VDL-Exkursion zur Grünen Woche war wieder einmal rundum gelungen – mit einem abwechslungsreichen Programm, vielfältigen fachlichen und politischen Einblicken, zahlreichen Möglichkeiten zum Austausch und Netzwerken sowie einer durchweg sehr guten Stimmung. Vielen Dank an die gute Organisation und Betreuung durch den Geschäftsführer Tobias Dammeier. Die kommende Grüne Woche 2027 ist in jedem Fall schon jetzt einen Kalendereintrag wert!

 

Text: Dr. Laura Wiegand

 

VDL-Studie: Frauen in Führungspositionen in den Bereichen Agrar, Ernährung und Gartenbau

Foto: istock

Der VDL freut sich die aktuelle Studie „Studie Frauen in Führungspositionen in den Bereichen Agrar, Ernährung und Gartenbau 2025“ vorstellen zu können. Im Rahmen des VDL-Fachforums am 13. Oktober 2025 präsentierte Prof. Dr. J.-P. Loy von der Macke-Loy-Glauben GbR Markt- und Konsumforschung, Beratung, sowie dem Lehrstuhl für Marktlehre am Institut für Agrarökonomie der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, die Ergebnisse. Lesen Sie hier mehr über das Fachforum des VDL Bundesverbandes.

Bereits 2020 hat sich der VDL mit diesem Thema beschäftigt und hat nun eine Fortschreibung bzw. aktuelle Untersuchung des Themas vorgelegt.

Gefördert wurde das Projekt von der Landwirtschaftlichen Rentenbank.

Die Studie „Frauen in Führungspositionen in den Bereichen Agrar, Ernährung und Gartenbau 2025″ finden Sie hier zum Download.

 

VDL-Seminar „Intelligentes Wissensmanagement mit KI-gestützten Strategien und Lösungen“

Foto: Pixabay

Der VDL bietet in Zusammenarbeit mit der dbb akademie ein Seminar zum Thema Intelligentes Wissensmanagement mit KI-gestützten Strategien und Lösungen an. Vom 08. – 10. Februar 2026 werden in Hannover u.a. praktische Anwendungen von KI zur Datenanalyse und Mustererkennung, der Einsatz von KI-Tools zur Verbesserung der Informationswiedergewinnung und vieles mehr gemeinsam erarbeitet und vermittelt.

Die öffentliche Verwaltung verfügt über unendlich viel Wissen, das jedoch in unstrukturierten Daten wie Texten, Bildern sowie Audio- und Videoaufnahmen verborgen liegt. Künstliche Intelligenz bietet erstmals ein vielseitiges Werkzeug, um diese Informationsquellen zu erschließen. Entdecken Sie, wie vielfältig Ihre Organisation von KI-gestütztem Wissensmanagement profitieren kann.

Weitere Informationen sowie die Teilnahmebedingungen entnehmen Sie bitte dem Programm und dem Anmeldeformular.

Programm Wissensmanagement 08.-10. Februar 2026

Anmeldeformular dbb-Seminar 08.-10.02.2026

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

Anmeldeschluss ist am 08.01.2026.
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.
VDL-Mitglieder werden bevorzugt berücksichtigt.

Text: Tobias Dammeier

VDL-Bayern: Hervorragende Resonanz auf VDL-Symposium mit vier ausgezeichneten Referenten zum Thema Unternehmensführung

Am 2. Dezember 2025 lud die VDL-Landesgruppe Bayern zum Symposium „Unternehmensführung in der Grünen Branche“ nach Freising ein. Unter dem Motto „Vier Perspektiven, ein Thema“ kamen Führungskräfte aus Konzern, Mittelstand, Landwirtschaft und Startup zusammen, um ihre Erfahrungen zu teilen und über Herausforderungen sowie Chancen moderner Unternehmensführung zu diskutieren. Die Veranstaltung war ein voller Erfolg: Der Raum war bis auf den letzten Platz gefüllt, zahlreiche Studierende nutzten die Gelegenheit, mit den erstklassigen Referentinnen und Referenten ins Gespräch zu kommen und wertvolle Einblicke in die Praxis zu gewinnen.

Nach einem Begrüßungskaffee eröffnete Dr. Wolfgang Filter von der VDL-Landesgruppe Bayern das Symposium mit kurzen Grußworten. Auch die Mitveranstalter waren vertreten: Claudia Luksch sprach für das Hans Eisenmann-Forum für Agrarwissenschaften (TUM-School of Life Sciences), Prof. Dr. Martin Spreidler repräsentierte die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf. Die wissenschaftliche Begleitung erfolgte durch Carina Ober und Dr. Philipp Mennig vom Lehrstuhl für Produktions- und Ressourcenökonomie landwirtschaftlicher Betriebe (Prof Sauer, TUM). Moderiert wurde der Abend von Dr. Wolfgang Filter und Sebastian Eichelsbacher (VDL-Landesgruppe Bayern).

Im Mittelpunkt standen die Impulsreferate der geladenen Gäste, die Unternehmensführung aus sehr unterschiedlichen Perspektiven beleuchteten. Prof. Dr. h.c. Martin H. Richenhagen gab eindrucksvolle Einblicke in die Führung eines internationalen Konzerns und sprach offen über Verantwortung, Entscheidungsfindung und globale Märkte. Als langjähriger CEO der AGCO Corporation (2004-2020) brachte er seine umfassenden internationalen Erfahrungen ein und sorgte damit immer wieder für Staunen im Publikum. Heinrich Traublinger schilderte seine Erfahrungen aus dem Mittelstand und zeigte, wie wichtig Flexibilität, Innovationskraft und persönliche Nähe zum Betrieb für nachhaltigen Erfolg sind. Als Geschäftsführer der Bäckerei und Konditorei Traublinger ist er weiterhin nah am Tagesgeschäft, während sich seine Aufgaben über die Jahre von der Backstube hin zur Verantwortung für 22 Filialen, rund 130 Mitarbeitende und eine hochmoderne Backstube entwickelt haben. Von besonderem Wert für die Zuhörer war, dass er den Betrieb zum Jahresende 2025 verkauft hat, weil sich innerhalb der Familie keine Nachfolge ergab. Diese Entscheidung nötigte vielen Respekt ab, weil die Nachfolgeproblematik auch in der Landwirtschaft bekannt ist und dort oft viel zu emotional gehandhabt wird. Carolin Pflügler brachte die Perspektive eines landwirtschaftlichen Betriebs ein und verdeutlichte, wie sich dieser durch konsequente Diversifizierung zukunftsfähig aufstellt. Das umfasst die Direktvermarktung im Hofladen über Bierbrauerei und Veranstaltungssaal bis hin zu vielfältiger Produktion mit Gemüse, Geflügel, Ackerbau und eigener Bäckerei. Großen Anklang fand ihr Bericht über die Verlagerung des Betriebes aus dem Dorfkern in die Feldmark. Am Beispiel des Pflügler Hofs wurde anschaulich, wo Potenziale liegen und welche Aspekte bei größeren Investitionen besonders sorgfältig abzuwägen sind. Torsten Steiner stellte mit Dahlia Robotics ein Startup vor, das mit technologischen Innovationen neue Wege in der Landwirtschaft beschreitet. Durch hocheffiziente Bilderkennung und autonome Steuerung werden Reihenkulturen bei hohen Fahrgeschwindigkeiten mechanisch von Unkraut befreit. Deutlich wurde dabei, dass unternehmerischer Erfolg im Startup-Bereich einen langen Atem erfordert. Innovationen sich jedoch mit Beharrlichkeit am Markt durchsetzen können.

Alle Referenten gewährten sehr persönliche Einblicke in ihre unternehmerische Realität und sprachen nicht nur über Erfolge, sondern auch offen über Herausforderungen, Krisen und Rückschläge. Genau diese Offenheit wurde von den Teilnehmenden besonders geschätzt. In der anschließenden Diskussion wurden zentrale Fragen der Unternehmensführung vertieft: Welche Fähigkeiten sind heute entscheidend? Wie setzt man klare Ziele und setzt sie erfolgreich um? Welche Rolle spielen Netzwerke, politisches Engagement und Ehrenamt? Und wie prägen Digitalisierung, Künstliche Intelligenz und Nachhaltigkeit die Zukunft der Grünen Branche? Die Fragen aus dem Publikum wurden dabei intensiv aufgegriffen. Ein Gedanke zog sich wie ein roter Faden durch den Abend: Führung bedeutet harte Arbeit, Zielstrebigkeit und Ehrgeiz. Und oft auch die Bereitschaft, die sprichwörtliche „Extra-Meile“ zu gehen, selbst wenn Zeit ein knappes Gut ist.

Beim anschließenden Ausklang bei Snacks und Getränken wurde das Netzwerken lebendig fortgesetzt. Studierende, Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteiger sowie die Referentinnen und Referenten kamen in entspannter Atmosphäre ins Gespräch und knüpften wertvolle Kontakte. Das Feedback war ausgesprochen positiv. Besonders häufig wurde betont, dass es

„nicht selbstverständlich ist, mit erstklassigen Führungskräften in einem Raum zu sitzen und von ihnen lernen zu können“

– eine Erfahrung, die entsprechend wertgeschätzt wurde. Auch die Mitveranstalter Hans Eisenmann-Forum (TUM) und Hochschule Weihenstephan-Triesdorf zogen ein sehr positives Fazit und blicken bereits mit Vorfreude auf das nächste Symposium. In Erinnerung bleiben wichtige Tipps, ehrliche Erfahrungsberichte und die Motivation, insbesondere für die Studierenden. Mit Engagement, Zielstrebigkeit und Leidenschaft lässt sich viel bewegen und aufbauen. Das Symposium hat eindrucksvoll gezeigt, wie wertvoll der Austausch im Berufsstand und im VDL-Netzwerk ist.

Text: Sebastian Eichelsbacher

Bilder: Dr. Wolfgang Filter

VDL-Exkursion zur Grünen Woche vom 16.-20. Januar 2026

Foto: Messe Berlin

Aktuelle Entwicklungen in der Agrar- und Ernährungswirtschaft

Die Grüne Woche ist die weltgrößte Messe für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau. Der VDL bietet Ihnen die Möglichkeit, im exklusiven Rahmen mit Wirtschaft, Politik und fachlichen Institutionen in Kontakt zu treten.

 

P R O G R A M M

Freitag, 16. Januar 2026

Haus der Land- und Ernährungswirtschaft
Claire-Waldoff-Str. 7, 10117 Berlin

Individuelle Anreise

16.30 Uhr Empfang im Haus der Land- und Ernährungswirtschaft

19.30 Uhr Exklusiver Besuch des Hessen-Abends auf der Grünen Woche

 

Samstag, 17. Januar 2026

12.30 Uhr Besuch der Grünen Woche 2025
geführte Messerundgänge durch den Erlebnisbauernhof

  • Rundgang 1 Schwerpunkt Tierhaltung
  • Rundgang 2 Schwerpunkt Pflanzenbau

Im Anschluss besteht die Möglichkeit, den Messebesuch individuell fortzusetzen.

 

19.00 Uhr Landjugendfete
Columbiahalle, Berlin

 

Sonntag, 18. Januar 2026

Ganztägig Individueller Besuch der Internationalen Grünen Woche

 

Montag, 19. Januar 2026

10.00 Uhr Fachdiskussion zur Europäischen Agrar- und Ernährungspolitik
mit Tobias Maassen, Fachreferent für Klima, Umwelt und Landwirtschaft bei der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland, Berlin (angefragt)

14.00 Uhr Die Arbeit des Bundesrates und des Ausschusses für Agrarpolitik und Verbraucherschutz
Führung im Haus inkl. Besuch des Plenarsaals, anschließender Vortrag und Diskussion

19.00 Uhr Landjugendball
Palais am Funkturm, Berlin

 

Dienstag, 20. Januar 2026

Individuelle Rückreise

 

Änderungen des Programms durch den Veranstalter bleiben vorbehalten.

Programm VDL-Exkursion zur Grünen Woche 2026

 

A N M E L D U N G

Die Anmeldung ist einfach und bequem per Online-Formular möglich.

 

Anmeldung mit Online-Formular

 

Bitte beachten Sie, dass die Teilnehmerkapazitäten begrenzt sind.
Anmeldeschluss ist der 06.01.2026.

 

Teilnahmebeitrag

 86 € für VDL-Mitglieder der Sparte Studierende
 99 € für VDL-Mitglieder der Sparte Young Professionals
117 € für VDL-Mitglieder
307 € für Nichtmitglieder

 

Im Teilnahmebeitrag sind für Sie die folgenden Leistungen enthalten:
• Programm lt. Beschreibung und wie gebucht
• Eintrittskarten für Landjugendfete & Landjugendball
• Eintrittskarten für einen ausgewählten Länderabend
• Ganztägige Eintrittskarten für die IGW (Samstag und Sonntag)
• Mittagsimbiss am 19.01.2026

Stornierungsbedingungen:
Bei Stornierungen sind folgende Beträge zu zahlen:

• bis 06.01.2026 kostenfrei

• ab 07.01.2026 sowie ohne Kündigung 90 % des Teilnahmebeitrages

 

Übernachtungen

Gerne organisieren wir Ihnen zusätzlich vier Übernachtungen inkl. Frühstück vom 16. – 20. Januar 2026 (Preise pro Person):

1. a&o Hostel Berlin-Hauptbahnhof für 99 € im Doppelzimmer

2. Motel One am Hauptbahnhof für 169 € im Doppelzimmer

Die Übernachtung im Einzelzimmer im Motel One am Hauptbahnhof ist ebenfalls möglich. Hierfür fällt für vier Übernachtungen ein Aufschlag von insgesamt 125 € an.

Bei Stornierung oder Nichtanreise werden ggf. Kosten fällig. Es gelten die Bedingungen des jeweiligen Hotels abhängig vom Zeitpunkt der Stornierung.

Das Hotelkontingent ist begrenzt. Es gilt die Reihenfolge der Anmeldung. Kürzere Übernachtungen nur nach Verfügbarkeit.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

 

VDL Bundesverband
Berufsverband Agrar, Ernährung, Umwelt e.V.

Claire-Waldoff-Str. 7, 10117 Berlin
Telefon 030 4397 261-61
E-Mail info@vdl.de
Internet www.vdl.de

 

VDL-Bayern: 2. Dez 2025 Symposium Unternehmensführung

Symposium

Unternehmensführung

Vier Perspektiven, ein Thema: erfolgreiche Unternehmensführung in der Grünen Branche für Agrar, Ernährung, Umwelt. Landwirtschaft, Mittelstand, Startup & Konzern – praxisnah, vielseitig und inspirierend!

Freising, 2. Dezember 2025 von 16 – 19 Uhr

Programm

  • 15.30 Uhr Willkommen
  • 16.00 Uhr Begrüßung & Programmstart
  • 16.00-19.00 Uhr Kurzreferate & Podiumsdiskussion
  • 19.00 Uhr Ende des Programms
  • ab 19 Uhr Empfang & Netzwerken

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der TUM School of Life Sciences (Hans Eisenmann-Forum für Agrarwissenschaften) und der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf statt.

Veranstaltungsort: Hans Eisenmann-Forum, Liesel-Beckmann-Str. 2, 85354 Freising, Seminarraum, Erdgeschoss

Anmelden & Termin eintragen! Die Teilnahme ist kostenfrei. Wir freuen uns auf Ihre und Eure Teilnahme!

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Anmeldung (siehe unten)

Die Anmeldung ist abgelaufen. Die Veranstaltung ist ausgebucht!