Coronavirus: Was gilt arbeitsrechtlich?

Inzwischen hat das neuartige Coronavirus und die von ihm ausgelöste Krankheit COVID-19 Deutschland erreicht. Eine weitere Verbreitung ist wahrscheinlich. Wie wirkt sich diese Situation auf das Arbeitsverhältnis aus? VAA-Hauptgeschäftsführer Gerhard Kronisch erklärt, was arbeitsrechtlich gilt.

Wenn Arbeitnehmer an COVID-19 erkranken, gelten die Regeln des Entgeltfortzahlungsgesetzes. Das heißt: Jemand, der erkrankt ist, muss wie bei jeder anderen Erkrankung auch eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vorlegen.

Dürfen Arbeitnehmer aus Angst vor einer Ansteckung zuhause bleiben? „Die Angst, sich anzustecken, ist verständlich“, erklärt VAA-Hauptgeschäftsführer Gerhard Kronisch. „Trotzdem ist es arbeitsrechtlich so, dass der Arbeitnehmer das allgemeine Lebensrisiko trägt, beispielsweise auf der Fahrt zum Arbeitsplatz, zu einem Termin oder durch Kontakt zu Kolleginnen und Kollegen, einem erhöhten Ansteckungsrisiko ausgesetzt zu sein.“ Aus bloßer Angst vor einer Ansteckung dürfen Arbeitnehmer ihre Arbeitsleistung nicht verweigern, so der Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht. „Der Arbeitnehmer bleibt so lange zur Arbeitsleistung verpflichtet, bis die deutschen Gesundheitsbehörden offiziell etwas anderes anordnen.“

Für den Fall, dass Arbeitnehmer im Homeoffice arbeiten dürfen, gilt Kronisch zufolge: „Gerade jetzt dürfen sie ihre Arbeitsleistung nach Absprache vom Homeoffice aus erbringen.“ Arbeitgeber sind verpflichtet, im Rahmen ihrer Fürsorgepflicht dafür Sorge zu tragen, mögliche Ansteckungen der übrigen Belegschaft zu verhindern, beispielsweise durch Hygienemaßnahmen.

Werden behördenseitig Quarantänemaßnahmen angeordnet, was nach dem Infektionsschutzgesetz möglich ist, müssen Arbeitgeber ebenso wie bei einer Erkrankung für die Dauer von sechs Wochen das Gehalt zahlen. Gerhard Kronisch ergänzt: „Wobei der Arbeitgeber die ausgezahlten Beträge von der zuständigen Behörde auf Antrag erstattet bekommt.“ Ab der siebten Woche müssen die Arbeitnehmer selbst eine sogenannte Verdienstausfallentschädigung beantragen, die auf die Höhe des Krankengeldes beschränkt ist.

Sofern Kinder von Arbeitnehmern erkrankt sind, gelten die allgemeinen Regelungen. Anders sieht es aus, wenn aufgrund einer Schließung der Kita, der Schule oder des Kinderhorts die Betreuung des Kindes nicht gesichert ist, ohne dass ein Kind tatsächlich krank ist. „In Bezug auf Kinderbetreuung gibt es im Arbeitsrecht auch im Falle einer Epidemie keine Sonderregelung“, gibt VAA-Rechtsexperte Gerhard Kronisch zu bedenken. „Gibt es für den Arbeitnehmer keine andere Möglichkeit, die Betreuung seines Kindes zu gewährleisten, kommt in den Grenzen des § 616 BGB zur Entlohnung bei vorübergehender Verhinderung eine Entgeltfortzahlung in Betracht.“ Allerdings sei diese Vorschrift in vielen Arbeitsverträgen ausgeschlossen.

Die Frage, ob Mitarbeiter trotz des Coronavirus auf Dienstreise geschickt werden können, lässt sich nicht abschließend beantworten. Kronisch dazu: „Grundsätzlich ist der Arbeitnehmer verpflichtet, seine Arbeitsleistung zu erbringen. Beinhaltet dies auch Auslandsreisen, besteht kein Recht auf Verweigerung.“ Etwas anderes gelte nur dann, wenn das Auswärtige Amt eine offizielle Reisewarnung ausgesprochen hat oder es entsprechende Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gibt. „Arbeitgeber sollten jedoch beachten, dass man hinsichtlich Auslandsreisen in bestimmte Gebiete mit den Mitarbeitern nach Möglichkeit eine einvernehmliche Regelung treffen sollte.“

Für Tagungen, Seminare und Schulungen, wie sie beispielsweise auch vom VAA angeboten werden, haben einzelne Arbeitgeber derzeit ein Teilnahmeverbot verhängt. Hier ist die weitere Entwicklung abzuwarten, insbesondere ob es behördenseitige Anordnungen gibt.

Quelle: VAA – Führungskräfte Chemie (ULA-Mitgliedsverband)

https://www.ula.de/coronavirus-was-gilt-arbeitsrechtlich/

https://www.vaa.de/rechtsberatung/urteile-recht-aktuell/artikel/news/coronavirus-was-gilt-arbeitsrechtlich/

Fruit Loistica: Exklusive Einblicke in die Obst- und Gemüsebranche

Bereits zum wiederholten Male konnte der VDL-Ost zahlreiche Studierende der Hochschulstandorte Berlin und Halle (Saale) für einen Besuch des weltweit bedeutenden Branchenevents der Obst- und Gemüseindustrie, der Fruit Logistica, begeistern.

In Form eines geführten Messerundgangs erhielten die Studierenden einen Einblick in Nacherntebehandlungen und Food Chain-Systeme. Den Auftakt des Rundgangs bildete das aus Kehl am Rhein stammende Traditionsunternehmen Kronen. Unter fachkundiger Leitung lernten die Studierenden die vielfältigen Aufbereitungs- sowie Sortiertechnologien der Firma kennen. Im Anschluss ging es weiter zum Messestand der Firma Frigotec aus Landsberg. Hier stellte Geschäftsführer Jörg Einenkel nicht nur innovative Reifetechnologien, sondern auch das im vergangenen Jahr mit dem Silberaward ausgezeichnete Softripe-Verfahren für Bananen und Avocados vor. Eine weitere Station des Rundgangs bildete der Stand des international agierenden Unternehmens Agrofresh. Hier erhielten die Studierenden einen exklusiven Einblick in die neuartige SmartFresh-Technologie des Unternehmens. Den Abschluss des Rundgangs bildete das Unternehmen Bayer Crop Science. Am Stand stellte Christiane Höne u.a. das Food Chain Projekt vor. Dieses treibt die Anwendung nachhaltiger landwirtschaftlicher Methoden maßgebend voran und hat sich in den vergangenen Jahren zu einem wichtigen Bindeglied zwischen Erzeugern, Händlern und Verarbeitungsbetrieben weltweit entwickelt.

Der VDL-Ost bedankt sich für die Kooperation mit der Forschungsgruppe „Produktqualität und Qualitätssicherung“ der Humboldt Universität zu Berlin unter Leitung von Frau Prof. Dr. agr. Susanne Huyskens-Keil und für die freundliche Unterstützung von Bayer CropScience.

Text: Max Eckelmann

ABSAGE – VDL-Studienreise nach Finnland vom 31. Mai bis 7. Juni 2020

25 Jahre EU-Mitgliedschaft Finnlands – können wir von Finnlands Landwirtschaft lernen?

Studienfahrt nach Finnland mit Landwirtschaft und Kultur (31. Mai bis 7. Juni 2020)

1995 ist Finnland in die Europäische Union eingetreten. Man hat sich davon positive Auswirkungen auf die finnische Wirtschaft versprochen und dafür potenziell negative Effekte für die finnische Landwirtschaft in Kauf genommen. Aufgrund der klimatischen Verhältnisse spielt die Landwirtschaft für die Volkswirtschaft nur eine untergeordnete Rolle; der Anteil der landwirtschaftlich genutzten Fläche lag 2013 bei 7,4 %. Seit dem Beitritt hat die finnische Landwirtschaft einen gravierenden Strukturwandel erlebt. Die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe wird auf 47.000 geschätzt, bis 2025 sollen es nur noch 37.000 sein. Heute stellt sich die Frage, wie sich die finnische Landwirtschaft im EU-Wettbewerb behauptet, mit welchen Strategien die Agrarbranche den Chancen und Risiken der gemeinsamen Agrarpolitik begegnet und wie sich der Sektor seit dem Beitritt entwickelt hat.

Nicht alle landwirtschaftlichen Kulturen können unter den naturräumlichen und klimatischen Bedingungen des Landes angebaut werden. Die mit bis zu 19 Stunden Tageslicht sehr langen Sommertage können die insgesamt kurze Vegetationsperiode von 120 bis 150 Tagen nur teilweise kompensieren. Die Produktionskosten sind vergleichsweise hoch, ohne dass Spitzenerträge zu realisieren sind. Die Lage bringt aber auch Vorteile mit sich, so ist der Krankheitsdruck aufgrund der harten Winter gering und der Verbrauch an Pflanzenschutzmitteln entsprechend niedrig. Die fruchtbarsten Gebiete liegen im Süden und Südwesten Finnlands, wo vor allem Getreide angebaut wird. Wirtschaftlich bedeutend sind Milcherzeugung und Schweinehaltung auf überwiegend einheimischer Futterbasis.

Foto: Pixabay

Finnische Lebensmittel genießen bei der einheimischen Bevölkerung eine hohe Wertschätzung, obwohl sie aufgrund höherer Produktionskosten teurer sind als EU-Importe. Mit einer landwirtschaftlichen Nutzfläche von 2,3 Mio. ha kann ein sehr hoher Selbstversorgungsgrad von ca. 80 % erreicht werden. Einen hohen Stellenwert hat die finnische Qualitätsstrategie und man ist dort stolz auf die im internationalen Vergleich strengen Tierhaltungsvorschriften und den geringen Verbrauch von Pflanzenschutzmitteln und Antibiotika.

Die hohe Eigenversorgung mit Lebensmitteln ist politisch gewollt und wird auch finanziell gefördert. Die Bevölkerung trägt diese Strategie mit, indem sie finnische Lebensmittel gegenüber Importen präferiert.

Die Studienfahrt, die von den VDL Landesverbänden Niedersachsen, Hamburg, Schleswig-Holstein und dem VDL-Bundesverband in Zusammenarbeit mit LandLust Reisen vorbereitet wurde, bietet den Teilnehmern am Beispiel Südfinnlands einen Einblick in die Strukturen der finnischen Landwirtschaft. Dazu werden landwirtschaftliche Betriebe mit unterschiedlichen Produktionsschwerpunkten besichtigt, auch die Forstwirtschaft wird thematisiert. Außerdem stehen Gespräche mit Vertreter*innen von Institutionen der Beratung und Agrarverwaltung sowie berufsständischen Verbänden auf dem Programm.

Autor: Ruth Franken

VDL-Jahrestagung mit Bundesmitgliederversammlung 2020 in Kiel

Die VDL-Jahrestagung mit der Bundesmitgliederversammlung findet vom 7. bis 9. Mai 2020 in Kiel statt. Der VDL Bundesverband e.V. und der gastgebende VDL-Landesverband Schleswig-Holstein e.V.i.L. laden alle Mitglieder und Freunde des VDL und BHGL dazu ein.

Während die Akzeptanz einer modernen Landwirtschaft abnimmt, steigen gleichzeitig die Ansprüche der Verbraucher sowohl an die Produkte als auch an die Prozesse der Herstellung und der Landnutzung.

Für Studierende und Junggebliebene gibt es bereits am 6. Mai 2020 ein Warm Up mit Brauereibesichtigung und Bauernball.

Die Bundesmitgliederversammlung 2020 und die Gremiensitzungen finden am Donnerstag, den 7. Mai 2020 statt und wir freuen uns über Ihre Teilnahme.

Unter dem Titel: „Antworten der Agrar- und Ernährungswirtschaft auf Verbraucherwünsche 2020“ zeigen wir am 8. Mai 2020 bei zwei Touren rund um die Landeshauptstadt Kiel, wie diese Herausforderungen angenommen wurden und welche Chancen sich daraus für die Zukunft ergeben.

Beide Touren besuchen jeweils ein Versuchsgut, einen landwirtschaftlichen Betrieb mit Direktvermarktung und ein Unternehmen im nachgelagerten landwirtschaftsnahen Bereich.

Die Touren sind hinsichtlich der Fahrtstrecken gleich lang. Außerdem haben wir darauf geachtet, möglichst wenig Zeit im Bus zu verbringen.

Foto: Ziegenhof Mevs

Tour Nord führt durch die Agrar- und Urlaubsregion Dänischer Wohld.

Erste Station ist der (Ziegen-)Hof Mevs, ein spezialisierter Ziegenbetrieb der biologisch wirtschaftet. Er ist Teil der betriebsübergreifenden Solidarischen Landwirtschaft Schinkeler Höfe und versorgt die Mitglieder der Wirtschaftsgemeinschaft mit Kartoffeln, Eiern und Ziegenprodukten und liefert Getreide an die Kornkraft-Bäckerei.

Nächster Stopp ist der Lindhof, einer von drei Versuchsbetrieben der Agrar- und Ernährungswissenschaftlichen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Bewirtschaftet nach den Richtlinien des ökologischen Landbaus muss der Hof, wie jeder andere Hof auch, wirtschaftlich produzieren. Im Rahmen des Forschungsschwerpunktes Ökologischer Landbau und extensive Landnutzungssysteme werden in interdisziplinären Forschungsprojekten ökologisch bzw. konventionell wirtschaftende landwirtschaftliche Betriebe in Bezug auf verschiedene Kenngrößen vergleichend analysiert. Nicht zuletzt werden Schülern die Zusammenhänge der Natur und deren Nutzung durch die landwirtschaftliche Produktion begreifbar gemacht.

Letzter Stopp vor Kiel ist das Unternehmen Förde Garnelen im kleinen Küstenort Strande an der Kieler Förde. Hier werden marine Garnelen der Art „White Tiger“ produziert. In Meerwasser direkt aus der Ostsee, das mit Abwärme auf tropische 28°C geheizt wird, erreichen sie innerhalb eines halben Jahres ihr Marktgewicht von ca. 30g. Eine neuartige Technologie zirkuliert das Meerwasser, um es kontinuierlich zu reinigen. Die herausgefilterten Ausscheidungen der Garnelen werden einer Bioenergieanlage zugeführt, die daraus Wärme und Strom erzeugt. Dieser Stoff- und Energiekreislauf ermöglicht eine umweltfreundliche und nachhaltige Produktion. In einem künstlichen Mangrovensystem wird man den Anforderungen an Tierwohl und sichere Herkunft, frei von Medikamenten, gerecht.

Foto: Förde Garnelen

Tour Süd führt entlang der Agrar- und Urlaubsregionen Probstei und Holsteinische Schweiz.

Erste Station ist das Lehr- und Versuchszentrum Futterkamp.

Das Lehr- und Versuchszentrum Futterkamp ist die Einrichtung für Tierproduktion und landwirtschaftliches Bauen innerhalb der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein. Durch die Ausstattung mit einer umfangreichen, zukunftsorientierten Rinder- und Schweinehaltung sowie der Unterhaltung einer Bau- und Energieausstellung, können die zahlreichen Aufgaben in der landwirtschaftlichen Bildung, im Versuchswesen, in der Beratung und in der Öffentlichkeitsarbeit erfüllt werden. Die Landwirtschaftskammer hat in Futterkamp ein umfangreiches Versuchswesen für die Rinderhaltung. Aus der engen Verknüpfung des Versuchswesens, der Tierhaltung vor Ort sowie der Auswertungen und Erfahrungen aus der Beratung resultiert ein fundiertes praxisorientiertes Beratungsangebot. Eine besondere Bedeutung hat ebenfalls das Thema artgerechte Schweinehaltung und das damit verbundene Tierwohl.

Nächster Stopp ist Riecken’s Landmilch. Über vier Generationen hat sich der ursprüngliche Eichhof in den heutigen modernen und Bio-zertifizierten Milchviehbetrieb entwickelt. Moderne Landwirtschaft auf Basis traditioneller Werte – wirtschaftlich, aber nicht auf Kosten von Tier und Umwelt, so beschreibt Familie Riecken ihr Unternehmen. Milchproduktion, eine eigene Meierei, Direktvermarktung sind Standbeine. Das Mission-Statement ist: „Bei unseren Kühen denken wir ebenfalls langfristig: Gesundheit und Wohlbefinden sind uns wichtiger, als kurzfristige Leistungsoptimierung um jeden Preis. Und was für unser Land und unsere Tiere gilt, gilt natürlich auch für alle anderen Bereiche unserer Arbeit: Wir gestalten unsere Produktions-, Verarbeitungs- und Vertriebsprozesse so nachhaltig wie möglich – von kurzen Transportwegen über die saubere Energieerzeugung aus nachwachsenden Rohstoffen bis zu unseren Mehrwegbehältern für Milch und Joghurt.“

Letzter Stopp vor Kiel ist die e-nema GmbH. Die Idee, insektenpathogene Nematoden (Fadenwürmer) als biologische Gegenspieler im Pflanzenschutz zu nutzen, war Ausgangspunkt dieses Unternehmens. Unter Leitung von Dr. Ralf-Udo Ehlers gelang 1989 einer Arbeitsgruppe der Universität Kiel die Kultivierung dieser Nematoden im Bioreaktor. Die Arbeit des jungen Unternehmens begann auf engem Raum mit zwei kleinen Bioreaktoren im Labormaßstab und einem größeren Bioreaktor mit einem Volumen von 500 Litern. Heute, die e-nema GmbH ist inzwischen ein erfolgreiches mittelständisches Unternehmen, stehen in den Laboren und Produktionsräumen eine Vielzahl unterschiedlich großer Bioreaktoren mit Kapazitäten bis zu 60.000 Liter. Durch weltweite Kooperationen mit zahlreichen wissenschaftlichen Instituten und Universitäten wie auch forschenden Unternehmen hat die e-nema GmbH heute ihren festen Platz in der modernen Biotechnologie.

Foto: Riecken´s Landmilch

Nach einer kurzen Erfrischungspause in den jeweiligen Hotels treffen wir uns in der Kieler Institution OBLOMOW. Die ursprüngliche Studentenkneipe hat sich in ein mediterran geprägtes Restaurant für Studenten und Familien in Kiel gewandelt. Gemeinsam wollen wir den ereignisreichen Tag bei bestem Essen und guten Gesprächen ausklingen lassen.

Am Tag darauf, den 9. Mai 2020, wollen wir die Stadt Kiel erkunden und auf einer Fachexkursion viel Wissenswertes über deren Entwicklung vom reinen Marinestützpunkt zu einer moderner Landeshauptstadt erfahren. Zu Wasser und zu Land erkunden wir hierzu markante Punkte, die uns die industrielle Bedeutung von Werft, Ostseehafen und Fischereiwirtschaft sowie Kiel als bedeutenden Universitätsstandort für Lehre und Forschung vor Augen führen.

Für die Studierenden startet das Programm bereits am Mittwochabend, den 6. Mai 2020, mit einer Brauereibesichtigung und Bierverkostung in der Lille Brauerei. Im Anschluss gibt es zudem die Möglichkeit am traditionellen VDL-Bauernball des VDL-Landesverband Schleswig-Holstein in Max Nachttheater teilzunehmen.

Wir freuen uns sehr darauf, mit Ihnen gemeinsam eine anregende Jahrestagung 2020 in Kiel zu erleben.

Die Buchungs-/Stornierungsbedingungen finden Sie hier.

Weitere Informationen:

Übernachtungsmöglichkeiten 

VDL-Bundesverband e.V. und VDL-Landesverband Schleswig-Holstein e.V. i.L.

 

WICHTIG: Bei Veranstaltungen des VDL, welche der beruflichen Fortbildung dienen, zählen Ihre Aufwendungen für Teilnahmegebühr, Fahrten, Verpflegung und Übernachtungen zu den Werbungskosten und somit in Ihrer Steuererklärung absetzbar.

 

 

 

Programm

Donnerstag, 7.Mai 2020

Wissenschaftszentrum, Frauenhofer Str. 13, 24118 Kiel

11.30 – 13.30 Uhr VDL-Gremiensitzungen (nur für VDL-Mitglieder, kostenfrei):

  • Geschäftsführerkonferenz (nur für die Geschäftsführung der VDL-Landesverbände)
  • Sitzung Bundessparte Öffentlicher Dienst
  • Sitzung Bundessparte Studierende
  • Sitzung Bundessparte Senioren
  • Sitzung Bundessparte Young Professionals
14.30 – 17.30 Uhr VDL-Bundesmitgliederversammlung / VDL-Präsidiumssitzung (nur für VDL-Mitglieder, kostenfrei)
ab 19.00 Uhr Begrüßungsabend in der Eventlocation Treibgut

 

Freitag, 8.Mai 2020

Exkursionstag: “Antworten der Agrar- und Ernährungswirtschaft auf Verbraucherwünsche 2020”

ab 9.15 Uhr Abfahrt B&B Hotel Kiel City (9.30 Uhr Abfahrt B&B Hotel Kiel Wissenschaftspark)

Exkursion Nord

  • Schinkeler Höfe – Hof Mevs
  • CAU Versuchsgut Lindhof
  • Förde Krabben

Exkursion Süd

  • Lehr- und Versuchsanstalt LVZ Futterkamp
  • Riecken´s Landmilch
  • e-nema Gesellschaft für Biotechnologie
ab 19.00 Uhr Begegnungsabend im Restaurant Oblomow

 

 

Samstag, 9.Mai 2020

 

9.00 – 14.00 Uhr Fachexkursion Kiel

Übernachtungsmöglichkeiten

Nur für Studierende!

Buchung über VDL

Jugendherberge Kiel,
Johannesstr. 1, 24143 Kiel

Preise pro Person/Nacht inkl. Bettwäsche, Handtuch, Frühstück

EZ     06.-09.05.20          35,50 €

DZ     06.-09.05.20         32,50 €

MBZ  06.-09.05.20         25,00 €

B&B-Hotel Kiel City
Kaistraße 70, 24114 Kiel
https://www.hotelbb.de
Preise pro Zimmer/Nacht ohne  Frühstück
(Frühstück 8,50 € p.P./Nacht)EZ     07.-09.05.20     67,00 € FZ*    07.-09.05.20     97,00 €*Familienzimmer (max. drei Erwachsene)
B&B-Hotel Kiel Wissenschaftspark
Fraunhoferstraße 3, 24118 Kiel
https://www.hotelbb.de
Preise pro Zimmer/Nacht ohne  Frühstück
(Frühstück 8,50 € p.P./Nacht)EZ     07.-09.05.20     67,00 €DZ     07.-09.05.20     77,00 €
Buchung und Zahlung über den VDL-Bundesverband e.V.

Das Kontingent steht bis 28.03.2020 zur Verfügung. Stornierungen sind bis zu diesem Datum kostenfrei.

Die Zimmer sind als Abrufkontingent bis 08.04.2020 reserviert. Stornierungen sind bis 19 Uhr am Anreisetag kostenfrei.

Stichwort „VDL2020“

Die Zimmer sind als Abrufkontingent bis 08.04.2020 reserviert. Stornierungen sind bis 19 Uhr am Anreisetag kostenfrei.

Stichwort „VDL2020“

 

Das Exkursionsprogramm mit freundlicher Unterstützung

 

 

ULA-Nachrichten Ausgabe Februar 2020

Die neue Ausgabe der ULA-Nachrichten ist da.

In dieser Ausgabe mit folgenden Themen:

  • Klimaschutz: Wandel der Wirtschaftswelt
  • Politik: GroKo auf dem Prüfstand (Gastbeitrag von Dr. Dorothea Siems)
  • Pro & contra: Streit um die Aktiensteuer
  • Aus den ULA-Verbänden: Interview mit bdvb-Präsident Willi Rugen
  • Intern: ULA-Mixed Leadership Konferenz
  • Aktuelle Seminare des FKI – Führungskräfte Instituts

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TERMINÄNDERUNG: Nächster Stammtisch der VDL-Landesgruppe Bayern

Terminänderung

Aufgrund von Sturmtief “Sabine” muss der Stammtisch der VDL-Landesgruppe Bayern auf den 17. Februar 2020 verschoben werden. Wir bitten um Ihr Verständnis.

 

Die VDL-Landesgruppe Bayern nimmt weiter Fahrt auf. Am Montag, den 17. Februar 2020 findet ab 19.00 Uhr im Gasthof “Der Pschorr” (Viktualienmarkt 15) der nächste Stammtisch in München statt. Alle Kolleginnen und Kollegen des VDL und BHGL sowie Interessierte sind herzlich zum VDL-Stammtisch eingeladen.

NEU! VDL-Stammtisch mit Impulsvortrag

Neu bei diesem Stammtisch wird ein Impulsvortrag zum Thema “Einblicke in den Berufsalltag eines Verbandsgeschäftsführers” von Herrn Dr. Wolfgang Filter sein. Herr Dr. Filter war 30 Jahre lang Hauptgeschäftsführer des bayrischen Bäckerverbandes und ist nun Geschäftsführer des Kulinarischen Erbe Bayern e.V.

Wir bitten um eine kurze Zusage an Herrn Dr. Filter

Falls Ihnen eine Teilnahme nicht möglich sein sollte, würden wir uns sehr freuen, wenn Sie Ihren Kolleginnen und Kollegen von diesem Stammtisch berichten.

VDL beim Landwirtschaftsdialog im Bundeskanzleramt

Am 2. Dezember 2019 folgten Vertreter von landwirtschaftlichen Verbänden und Organisationen der Einladung von Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel zum Landwirtschaftsdialog im Bundeskanzleramt. Der VDL Bundesverband – Berufsverband Agrar, Ernährung, Umwelt e.V. wurde von Verbandspräsident Markus W. Ebel-Waldmann und Bundesgeschäftsführer Stephan Ludewig vertreten.
„Der Dialog im Kanzleramt war ein wichtiges und richtiges Signal der Bundeskanzlerin für unseren gesamten Berufsstand“, ist VDL-Präsident Markus W. Ebel-Waldmann überzeugt. „Auch die Ankündigung der Bundeskanzlerin, dass dies erst der Auftakt für einen dauerhaften und intensiven Dialog war, lässt hoffen. Der VDL wird seinen Beitrag dazu leisten und Sorge tragen, dass durch den Transfer wissenschaftlich fundierten Inputs auch das Ansehen unseres Berufsstandes in der Öffentlichkeit wieder das Gewicht erhält, das ihm zusteht! Der Anfang ist gemacht!“, so Ebel-Waldmann weiter.

Text: Ludewig
Foto: VDL

Bildunterschrift: Landwirtschaftsgipfel im Bundeskanzleramt (v.l.n.r.): Präsident Markus W. Ebel-Waldmann, Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel, Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner und Bundesgeschäftsführer Stephan Ludewig

Bundesstudierendentreffen 2019 in Göttingen

Vom 27.11. bis 30.11. war Göttingen Gastgeber des diesjährigen Bundesstudierendentreffes des VDL-Bundesverbandes. Teilgenommen haben 35 Studierende von den Standorten Kiel, Gießen, Bonn und Berlin.

Um allen Teilnehmern einen ersten Überblick über die Stadt zu verschaffen, startete das BST am 27. November mit einem Rundgang über den Zentralcampus der Universität Göttingen und einem anschließenden informativen Vortrag. In den Räumlichkeiten der Pflanzenpathologie am Nordcampus teilten wir uns in Gruppen auf und konnten unser Wissen im Agrarbereich aber auch Fähigkeiten in anderen Disziplinen untereinander messen und traten in verschiedenen Spielen gegeneinander an. Die Spiele sorgte für eine gute und ausgelassene Stimmung unter allen beteiligten, bei dem das Team „Bauer Rangers“ als knapper Gewinner in der anschließenden Siegerehrung gekürt werden konnte. Einen stimmungsvollen Ausklang fand der Abend bei Pizza und munterem Beisammensein.

Nach einer, bei den meisten kurzen Nacht, starteten wir am darauffolgenden Tag in Richtung Hannover zum Friedrich-Löffler-Institut und Bundessortenamt. Dr. Björn Petersen begann mit einem Vortrag im Institut für Nutztiergenetik am Friedrich-Löffler-Institut (FLI) und berichtete über die Möglichkeiten und Chancen der neuen wissenschaftlichen Errungenschaften wie CRISPR/Cas zum Beispiel zur Bekämpfung der afrikanischen Schweinepest. Nach einer Führung über das Gelände und Besichtigung der Forschungseinrichtung ging es weiter zum Bundessortenamt und der Landessortenversuche in Scharnhorst Neustadt. Frau Uta Schnock vom Referat 201 „Grundsätzliche Angelegenheiten der Werteprüfung, Beschreibende Sortenliste, Saatgutzentrale“, stellte die Aufgaben und den Ablauf der Registerprüfungen und der Wertprüfung des Bundessortenamtes vor. Kai-Hendrik Howind- Leiter Sachgebiet Fruchtfolgen, Anbausysteme und Digitalisierung der Landwirtschaftskammer Niedersachsen gab anschließend einen Einblick der Aufgabenfelder auf Landesebene.

Nach reichlich beantworteten Fragen und Diskussionen begaben wir uns auf die Rückfahrt. Ausgestattet mit hopfenhaltigen Getränken und viel Gesprächsbedarf entließ unser Busfahrer uns sicher vor dem Flammkuchenrestaurant „Le Feu“ wo wir uns noch kurz für die anschließende Lawi-Party stärkten.

Am nächsten Tag startete das Programm mit einem gemeinsamen Mittagessen in der größten Freeflow Mensa Deutschlands bei derer ein Teil der Gruppe im direkten Anschluss die Möglichkeit hatte hinter die Kulissen zu gucken. Die zweite Gruppe machte sich auf den Weg zum Primatenzentrum um dort an einem Vortrag über die Forschung am Standort und einer Führung entlang der Affengehege teilzunehmen. Danach trafen sich beide Gruppen im Institut für Ernährungspsychologie, wo Dr. med. Thomas Ellrot einen Vortrag zum Thema: „Aktuelle Fragen der Ernährungswissenschaften –Wie geht Ernährung 4.0?“ gehalten hat. Abends lernten wir den Untergrund Göttingens bei einer Stadtführung durch die historische Innenstadt und in die alten Gewölbekeller kennen. Ausklang fand der Abend auf dem Weihnachtsmarkt und anschließender Erkundung der Kneipenszene.

Der letzte Tag begann mit einem reichhaltigen gemeinsamen Frühstück. Weiter ging es mit einer sehr interessanten Führung durch das Aula Gebäude, welches 1837 anlässlich der Hundertjahrfeier der Georgia Augusta eingeweiht wurde. Auch den am Gebäudetrakt der Aula anschließenden Studentenkarzer, in dem Studenten bis 1914 für kleinere Vergehen inhaftiert wurden konnten wir besichtigen und über die ein oder anderen Hinterlassenschaften in schriftlicher Form auf den Wänden lachen. Nach dem Aufstieg in den Turm der St. Jacobi Kirche, mit einem wunderbaren Blick über Göttingen, endete das diesjährige Bundesstudierendentreffen.

Ereignisreiche, interessante und tolle Tage zum Netzwerken lagen somit hinter uns.

Ein herzliches Dankeschön geht an die Studierenden Gruppe Göttingen für die Organisation dieser Fahrt, bei der es an nichts gefehlt hat, sowie an alle Teilnehmer für ein tolles Bundesstudierendentreffen 2019.

Autor: Marvin Mikolajczak

VDL beteiligt sich am Bündnis ökonomische Bildung

Im Zuge der Kooperationsveranstaltung des bdvb (Bundesverband Deutscher Volks- und Betriebswirte e.V.) und des VDL-Bundesverband – Berufsverband Agrar, Ernährung, Umwelt e.V. am 29. November 2019 wurde das Bündnis ökonomische Bildung der Öffentlichkeit vorgestellt. Über 50 Verbände und Organisationen haben sich zusammengeschlossen, um die flächendeckende Einführung des Schulfachs „Wirtschaft“ zu fordern.
„Die Vermittlung wirtschaftlicher Zusammenhänge ist unverzichtbarer Bestandteil der Allgemeinbildung. Ohne dieses Verständnis ist die zunehmende Komplexität in unserer Volkswirtschaft und zwischen vernetzten Volkswirtschaften weltweit kaum nachvollziehbar und die Mitwirkung an gesellschaftlichen Veränderungsprozessen sehr schwer.“, ist sich VDL-Präsident Markus W. Ebel-Waldmann sicher. „Gerade in den Bereichen Landwirtschaft, Ernährung und Umwelt ist dies von besonderer Relevanz. Die nationale Strategie des Bündnisses für ökonomische Bildung Deutschland stellt hier die richtigen Weichen!“, so Ebel-Waldmann weiter.
Weitere Informationen zum Bündnis ökonomische Bildung finden Sie unter www.boeb.net

Text: Ludewig
Foto: bdvb