Frühzeitige Vernetzung und Praxis-Anknüpfung bei Karrieremesse MEET und Geisenheimer Zukunftssymposium im Fokus

Karrieremesse MEET

Die branchenübergreifende Karrieremesse MEET der Hochschule Geisenheim brachte am 6. Juni 2024 regionale und internationale Unternehmen in Kontakt mit Schülerinnen und Schülern, Studierenden und Young Professionals. Die Veranstaltung war ein großer Erfolg und fand bei allen Beteiligten großen Anklang.

Die nationalen und internationalen Ausstellenden zeigten sich sehr zufrieden mit der Karrieremesse. Die geführten Gespräche mit den Studierenden der Hochschule offenbarten eine hohe Nachfrage nach Trainee-Angeboten und Festanstellungen. Auf Unternehmensseite bestand großes Interesse daran, Kooperationspartner für das duale Studium an der Hochschule Geisenheim zu werden. Besonders das Angebot der kostenlosen Bewerbungsfotos wurde von den Studierenden rege genutzt. Den krönenden Abschluss des Tages bildete das Finale der Drink Innovation Challenge 2024 der Gründungsfabrik Rheingau.

Simone Böhm von der Stabsstelle Orientierung – Förderung – Karriere der Hochschule Geisenheim betonte: „Die frühzeitige Vernetzung und Anknüpfung in die Praxis durch solche Kontaktmessen ist ein Mehrwert für Studierende, Hochschule und Unternehmen.“

Geisenheimer Zukunftssymposium

Ebenfalls am Campus der Hochschule Geisenheim fand vom 7. bis 8. Juni das Geisenheimer Zukunftssymposium bereits zum zweiten Mal statt. Dieses von Studierenden für Studierende organisierte Projekt hatte das Ziel, Zukunftschancen zu schaffen, Netzwerke zu knüpfen und einen intensiven Austausch zwischen Studierenden und Unternehmen zu fördern.

Mit viel Arbeit und Engagement wurde ein buntes Programm zusammengestellt: über 20 externe Referierende präsentierten ein breites Spektrum an Themen. Das zweitägige Programm umfasste Podiumsdiskussionen, Workshops und Vorträge zu aktuellen Themen sowie Einblicke in zukunftsweisende Bereiche wie Künstliche Intelligenz, nachhaltige Landwirtschaft, Weinmarketing und Weinpolitik.

Die Podiumsdiskussion, moderiert von Eva Brockmann, Deutsche Weinkönigin und selbst Geisenheimer Alumna, war ein besonderes Highlight. Die Gäste, bestehend aus Fachleuten aus Deutschland und internationalen Vertretern aus Italien, Frankreich, Georgien, Kosovo und Armenien, trugen zu einem regen Austausch bei.

Aus Sicht der Teilnehmenden war die Veranstaltung ein großer Erfolg und die Ziele der Studierenden konnten gelungen umgesetzt werden. Die Nachfolger des dritten Geisenheimer Zukunftssymposiums stehen bereits fest, und kaum eine Woche nach dem diesjährigen Symposium werden bereits die Grundlagen für das nächste gelegt.

Foto: WOODWORKS

Weitere Infos und Impressionen unter:

https://www.geisenheimer-zukunftssymposium.de/2024

Stress im Studium: Lernumfeld entscheidend

Gießener Forschende ergründen Ursachen für erhöhten Studienstress während der Pandemie – Wichtige Erkenntnisse auch für den „normalen“ Studienbetrieb

Viele Studierende haben ihr Studium während der Pandemie als belastend empfunden. Das ist weithin bekannt – viel weniger wissen wir aber über die genauen Ursachen hierfür. Forschende der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) konnten nun zeigen: Der erhöhte Studienstress ist auf die gestiegenen Anforderungen an Selbstorganisation und Eigenmotivation in den „Corona-Semestern“ zurückzuführen – und damit auch auf das fehlende studentische Lernumfeld. Die Studie ist in der Fachzeitschrift „Scandinavian Journal of Psychology“ veröffentlicht worden.

Laut den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Abteilung Klinische Psychologie an der JLU wiesen die Studierenden während der Pandemie häufiger studienbedingte Ängste, depressive Zustände und Prokrastinationsverhalten (Aufschieben) auf. Zwar seien die realen Wochenarbeitszeiten gleichgeblieben und Klausuren weggefallen; allerdings habe die Umstellung auf digitale Lernformate viel mehr Selbststudium erforderlich gemacht. Die Forschenden vermuten daher, dass die erhöhte Stresswahrnehmung auch am pandemiebedingten Fehlen des studentischen Miteinanders gelegen haben könnte.

„Nicht nur der soziale Austausch mit Kommilitoninnen und Kommilitonen hat den Studierenden gefehlt, sondern auch die direkte Zusammenarbeit mit ihnen, die unter anderem auch ermöglicht, die eigene Studienleistung einzuordnen, und motivierend wirkt“, sagt Prof. Dr. Christiane Hermann, die die Studie geleitet hat. Die mangelnde Interaktion mit anderen Studierenden während der Pandemie hat demnach auch dazu geführt, dass stressverstärkende Gedanken wie „Ich schaffe das nicht!“ oder „Die anderen sind viel weiter!“ die Studierenden vermehrt belastet hätten.

„Die Studie belegt, wie wichtig das studentische Lernumfeld für die eigene Studienleistung ist“, sagt Dr. Christine Koddebusch, die ebenfalls an der Studie beteiligt war und die Psychologische Beratungsstelle der JLU koordiniert. „Das gilt zwar insbesondere für herausfordernde Zeiten wie eine Pandemie, aber natürlich auch für den normalen Studienbetrieb.“ Auch individuelle Faktoren wie die sogenannte Selbstwirksamkeitserwartung spielen laut der Studie eine wesentliche Rolle für Erfolg oder Misserfolg im Studium: „Je höher das Vertrauen in sich selbst, eine Herausforderung zu bewältigen, desto geringer ist grundsätzlich der Stress, den Studierende wahrnehmen“, erläutert Dr. Koddebusch.

Die Autorinnen und Autoren der Studie befragten im März und Juni 2021 knapp eintausend Studierende zu ihrer Studienbelastung. Diese Daten verglichen sie anschließend mit entsprechenden Umfragen aus den Jahren 2016 und 2017.

Foto: JLU

Geisenheimer Weintourismus Tagung 2024 – Mobilität und Nachhaltigkeit im Fokus

Referierende und Sponsoren der Geisenheimer Weintourismus Tagung 2024; Bildquelle: Maximilian Tafel

Am 3. Mai 2024 fand an der Hochschule Geisenheim die Geisenheimer Weintourismus Tagung statt, bei der sich rund 130 Expertinnen und Experten versammelten, um über die Rolle von Wohnmobilstellplätzen als Vermarktungschance für Weingüter zu diskutieren.

Der Weintourismus erlebt seit der Corona-Pandemie eine Renaissance. Als wichtiger Bestandteil des Individualtourismus bieten Weingüter weit mehr als „nur“ Weinproben. Lokale Gastronomie, Naturerlebnisse, Kellerführungen, persönliche Begegnungen mit dem Winzer bzw. der Winzerin etc. sind Attraktionen, die nicht nur eingefleischte Weintouristen – Primärtouristen –, sondern auch Kunden und Kundinnen, die mit Wein nicht viel am Hut haben – Sekundärtouristen – begeistern können. Zu den attraktiven touristischen Angeboten gehören inzwischen auch Stellplätze, mit denen die Weingüter wiederum eine ganz neue Zielgruppe ansprechen: die Reisemobil-Touristen.

„Basierend auf zahlreichen deutschen und internationalen Studien, die wir in den letzten zwölf Jahren durchgeführt haben, sind wir zu dem Ergebnis gekommen, dass der Weintourismus an einem Wendepunkt angelangt ist: Weintourismus ist viel mehr als nur Wein ab Hof zu verkaufen, er soll den Besuchern ein einzigartiges Erlebnis bieten – und das wollen wir aktiv begleiten“, so Organisator Prof. Dr. Gergely Szolnoki, Professor für Marktforschung an der Hochschule Geisenheim. Jetzt können Konzepte und Modelle entwickelt werden, die es den Weingütern ermöglichen, eine viel breitere Zielgruppe anzusprechen. Dabei ist zu beachten, dass es beim Weintourismus nicht nur um den Verkauf von Wein gehen darf – er ist ein wichtiger Nebeneffekt, der den Umsatz und den Absatz ab Hof unterstützt, aber Weintourismus ist viel mehr als nur Weinvermarktung. Kultur, Gastronomie, Erlebnis, Natur, Erholung etc. gehören dazu und die Zielgruppe sollte nicht nur auf „Weinliebhaber“ beschränkt werden.

Ein Schwerpunkt der Tagung war das Thema Mobilität, zu welchem sich Referierende auf innovative Angebote konzentrierten. „Der Trend zeigt deutlich, dass Reisemobil-Tourismus zunehmend an Bedeutung gewinnt. Die Integration von Wohnmobilstellplätzen auf Weingütern eröffnet neue Perspektiven für den Weintourismus und stellt eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten dar“, betonte Dr. Holger Siebert, der Vizepräsident vom Caravaning Industrie Verband e. V. (CIVD).

Ein zweiter Schwerpunkt lag auf der nachhaltigen Entwicklung. Die Zukunft des Weintourismus beginnt heute, und wenn Weingutsbesitzer und -manager sie nicht verpassen wollen, müssen sie sich ernsthaft mit diesem Thema auseinandersetzen. Auch hierzu teilten ausgewiesene Fachleute aus der Branche ihre Erkenntnisse mit dem Publikum. „Nachhaltigkeit ist kein Trend, sondern eine Notwendigkeit. Die Weinindustrie trägt eine Verantwortung für die Umwelt und die Gesellschaft, der sie gerecht werden muss“, betonte Prof. Dr. Hans Reiner Schultz, Präsident der Hochschule Geisenheim.

Geisenheim als mittlerweile international anerkanntes Forschungszentrum im Bereich Weintourismus ergriff die einmalige Gelegenheit, die wichtigsten Akteure der Branche zusammenzubringen und zwei hochaktuelle Themen ausführlich zu präsentieren – Themen, die für die regionale und betriebliche Entwicklung unverzichtbar sind. So bot die Veranstaltung, an der Produzierende, Weintourismus- und regionale Tourismus-Experten, Reiseveranstalter, Politiker, sowie Studierende teilnahmen praktische Informationen und Hilfestellung für Betriebe und Regionen.

Insbesondere die Bedeutung von Weintourismus für die regionale (Makroebene) und betriebliche (Mikroebene) Entwicklung wurde hervorgehoben. „Es ist wichtig, den Entwicklungsprozess in diesem Bereich zu begleiten und durch Informationen und Veranstaltungen wie diese zu befördern“, fasste Szolnoki zusammen.

Das komplette Programm der Tagung, die von einer Vielzahl von Sponsoren unterstützt wurde, ist unter diesem Link auf der Seite der Hochschule Geisenheim einsehbar.

Text: Markus W. Ebel-Waldmann

200 Jahre gelebte Gegenseitigkeit

Dr. Rainer Langner beim Rückblick auf 200 Jahre Geschichte der VEREINIGTEN HAGEL (Vereinigten Hagelversicherung VVaG)

Unter diesem Motto stand der Festakt zum Jubiläum der Vereinigten Hagelversicherung VVaG in dieser Woche in Gießen. Rund 300 Gäste aus den Reihen der Mitglieder, des Ehrenamtes, der Versicherungs- sowie der Landwirtschaft konnte der neue Aufsichtsratsvorsitzende Jens Stechmann in der Aula der Justus-Liebig-Universität begrüßen.

Der Vorstandsvorsitzende Dr. Rainer Langner ließ in seinem Vortrag die Geschichte seit der Gründung der Leipziger Hagelversicherung – dem älteren der beiden Vorgängerunternehmen der VEREINIGTEN HAGEL – Revue passieren. 1824 hatte Dr. Wilhelm Crusius in Rüdigsdorf nahe Leipzig dieses gegründet. Die Idee einer Hagelversicherung war nicht gänzlich neu. Mehrere Anstalten dieser Art waren bereits in den Jahren zuvor gegründet worden. Aufgrund der auftretenden schweren Hagelschläge mussten diese jedoch ihre Geschäftstätigkeiten aufgeben. Die Leipziger Hagel überstand hingegen diese Zeiten, auch Kriege und Hyperinflation. Neue Herausforderungen führten 1993 schließlich zur erfolgreichen Fusion der Leipziger und der Norddeutschen Hagelversicherung zur VEREINIGTEN HAGEL. Als Erfolgsgarant sieht Langner das bereits von Crusius angewandte Prinzip der Gegenseitigkeit, das gegenüber der auf Gewinnausschüttung orientierten Konkurrenz einen Vorteil brachte. Die Rechtsform des Versicherungsvereins möge auf den ersten Blick altbacken erscheinen, sei aber die Grundlage für nachhaltigen Versicherungsschutz der Landwirte. Gelebt werde die Gegenseitigkeit auch heute durch enge Verzahnung mit dem Berufsstand und gestützt auf die breite Basis des Ehrenamtes. Mittlerweile werden rund 110.000 Landwirte in zehn europäischen Ländern in ihrem Risikomanagement unterstützt. Hagel, Starkregen, Sturm und zunehmend Spätfröste sowie Dürre seien heute und zukünftig noch mehr die Herausforderungen für die Landwirte. „Aber dafür sind wir ja da“, schloss Langner seine Ausführungen ab.

Sowohl die Präsidentin der Universität, Frau Prof. Dr. Lorenz, als auch der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Joachim Rukwied, betonten in ihren Grußworten den wichtigen Beitrag der VEREINIGTEN HAGEL zur Absicherung der landwirtschaftlichen Betriebe. Rukwied brachte es auf den Punkt: „Sie ist eine 200jährige Erfolgsgeschichte der Landwirtschaft.“

„Ein bisschen Weltuntergang ist immer“

So lautete die nicht ganz ernst gemeinte Botschaft von Prof. Dr. Dr. Dr. h.c. Hensel, dem Präsidenten des Bundesinstituts für Risikobewertung. In seinem launischen und unterhaltsamen Festvortrag ging er auf die Diskrepanz von empirisch festgestellten Risiken und der subjektiven Risikowahrnehmung jedes Individuums ein. „Hierzulande bauen wir etliche Airbags in unsere SUVs ein, aber im Urlaub in Bangkok mieten wir uns einen Roller und nehmen ohne jegliche Knautschzone am dortigen Verkehr teil“, führte er den Zuhörern vor Augen. Im Urlaub sei die Risikowahrnehmung schon einmal anders als zu Hause. Außerdem seien drei Viertel der Autofahrer der Ansicht, sie führen sicherer und besser als der Durchschnitt. Auch die Art der Kommunikation sei entscheidend. So habe seine 91jährige Schwiegermutter Marlis bislang für ihre Leben gern Erdbeerjoghurt gegessen – bis zu dem Tag, als im Fernsehen gesagt wurde, zu viel Erdbeerjoghurt sei ungesund. Da seien auch ihm als Berater der Bundesregierung die Argumente ausgegangen. Er riet dazu, alle Meldungen kritisch zu hinterfragen und sich stets eine eigene Meinung zu bilden.

Zeit des Abschieds

Neben der Feier des 200jährigen Jubiläums stand der Festakt auch im Zeichen des Abschieds. Dr. Rainer Langner, seit 28 Jahren Vorsitzender des Vorstands, wird 31. Mai 2024 in den wohlverdienten Ruhestand gehen. Aufsichtsratsvorsitzender Jens Stechmann würdigte gemeinsam mit seinem Amtsvorgänger Klaus Mugele das Wirken Langners, der insgesamt mehr als die Hälfte seines Lebens nicht bei der VEREINIGTEN HAGEL, sondern für die VEREINIGTE HAGEL gearbeitet habe. Der Erfolg des Unternehmens sei zu einem großen Teil seiner Führung, seiner Weitsicht und seinem Engagement – neben der eigentlichen Vorstandstätigkeit auch in diversen berufsständischen Ehrenämtern – zu verdanken. Dabei habe er in seiner Rolle als Vorsitzender immer ein offenes Ohr für die versicherten Landwirte gehabt und sei ihnen stets auf Augenhöhe begegnet. Die eingangs genannten Prinzipien der Gegenseitigkeit habe er verkörpert wie kaum ein anderer. Stechmann dankte zudem Langners Ehefrau Astrid, die dessen Einsatz erst möglich gemacht habe, indem sie ihm den Rücken freigehalten habe.

„Mir ist um die Zukunft nicht bange“, sagte Langner bei seinen Dankesworten. Er übergab symbolisch ein Steuerrad an das dreiköpfige Vorstandsteam, das den Versicherungsverein in Zukunft führen wird. Dem Vorstand gehören an Dr. Philipp Schönbach (Sprecher), Dr. Jan Keller und Thomas Gehrke.

VDL-Präsident Markus W. Ebel-Waldmann dankte Dr. Rainer Langner auf das Allerherzlichste für sein unermüdliches Engagement um die Belange des Berufsstandes. „Mit Dr. Rainer Langner geht eine Persönlichkeit in den wohlverdienten Ruhestand, die über fast drei Dekaden den VDL stets und maßgeblich unterstützt hat, darunter viele Jahre als Mitglied des Vorstandes des VDL Landesverbandes Hessen. Wir sind Dr. Rainer Langner zutiefst zu Dank verpflichtet. Ob im Haupt- oder im Ehrenamt: Auf Dr. Rainer Langner war stets Verlass! Wir hoffen, dass unser VDL-Mitglied Dr. Rainer Langner uns noch lange als Freund und Ratgeber aktiv begleitet“, so Ebel-Waldmann.

Text: Markus W. Ebel-Waldmann

VDL: Markus W. Ebel-Waldmann als VDL-Präsident bestätigt – VDL setzt auf Kontinuität, Digitalisierung und Wachstum

Foto: Markus W. Ebel-Waldmann

Die Bundesmitgliederversammlung des VDL-Bundesverbandes e. V. – Berufsverband Agrar, Ernährung, Umwelt hat am 16. Mai 2024 in Frankfurt am Main Markus W. Ebel-Waldmann in seinem Präsidentenamt für weitere drei Jahre bestätigt.

Die Delegierten wählten den 57-jährigen Diplom-Agraringenieur aus Johannisberg/Rheingau in geheimer Wahl mit überwältigender Mehrheit (99,3 Prozent). Auch Peter Jung, Mainz, wurde mit überzeugender Mehrheit als Vizepräsident wiedergewählt. Neu in den Bundesvorstand wurde Sebastian Eichelsbacher, Freising, gewählt. Er tritt die Nachfolge von Dr. Rolf Schwerdtfeger, Kiel, an, der nicht mehr kandidierte.  Die Bundesmitgliederversammlung würdigte damit die herausragende Arbeit der Präsidiumsspitze in den vergangenen drei Jahren. Zahlreiche durchgeführte Neustrukturierungen haben dem Verband nach innen und außen ein neues Profil gegeben und den VDL zu einem modernen Fach-, Dienstleistungs- und Lobbyverband weiterentwickelt. Mit der Wiederwahl der Präsidiumsspitze stellten die Delegierten die Weichen für eine kontinuierliche und zukunftsorientierte Verbandsarbeit. „Das hervorragende Ergebnis, das ich mit großer Dankbarkeit zur Kenntnis genommen habe, ist für mich ein immenser Ansporn, auch künftig die richtigen Antworten auf die berufsständischen Zukunftsfragen in den Bereichen Agrar, Ernährung, Umwelt geben zu können“, so Markus Ebel-Waldmann nach seiner Wiederwahl. „Insbesondere die zunehmende Digitalisierung der Arbeitswelt stellt uns vor große Herausforderungen. Wir begreifen die Digitalisierung als Chance! Zahlreiche neue Berufsfelder für unsere Mitglieder sind in den vergangenen Jahren bereits entstanden, zahlreiche werden unter unserer Mitwirkung entstehen und den eingeschlagenen Wachstumskurs beflügeln“, so der Verbandspräsident.

Markus W. Ebel-Waldmann, der bereits seit Mai 2006 das Präsidentenamt des VDL Bundesverbandes e.V., Berlin, innehat, ist hauptamtlich Betriebsleiter der Stadtwerke Rodgau und Geschäftsführer der Stadtwerke Rodgau Energie GmbH sowie der Energieversorgung Rodgau GmbH.

Dem VDL Landesverband Hessen e.V. gehört der wiedergewählte Präsident des Bundesverbandes bereits seit 1986 an. Bevor er 1995 den Landesvorsitz des VDL Landesverbandes Hessen e.V. übernahm und zwischenzeitlich neunmal im Amt bestätigt wurde, gehörte Ebel-Waldmann bereits seit 1988 dem Vorstand des VDL Landesverbandes Hessen e.V. in verschiedenen Funktionen an. Seit 2010 ist Ebel-Waldmann Vizepräsident des Deutschen Führungskräfteverbandes ULA, Berlin. Seit 2017 zudem Mitglied des Bundesvorstandes.

Einen entsprechenden Artikel in der agrarzeitung finden Sie hier.

Text: VDL

VDL Jahrestagung und Mitgliederversammlung 2024

In diesem Jahr kamen die Mitglieder des VDL vom 15. bis 18. Mai 2024 in Hessen zusammen. Frankfurt am Main war der Veranstaltungsort für die traditionelle Jahrestagung und der Bundesmitgliederversammlung des Berufsverbandes.

Erstmalig begann der VDL die Tagung am Mittwoch mit einem neuen Format, der Nachwuchsschmiede (Bericht). Hier sollen Studierende die Gelegenheit bekommen das breite Berufsfeld der Branche kennenzulernen.

Am Donnerstag starteten die VDL-Mitglieder in den Gremientag. Am Vormittag trafen sich Studierende, Young Professionals und die Mitglieder des Öffentlichen Dienstes zu Ihren Spartensitzungen.

Im Anschluss fand die Bundesmitgliederversammlung des VDL Bundesverbandes statt. In deren Mittelpunkt standen in diesem Jahr die turnusmäßigen Wahlen zum Vorstand des VDL. Hier wurden für die kommenden drei Jahre die Weichen auf Kontinuität gestellt: Markus W. Ebel-Waldmann wurde im Amt des VDL-Präsidenten bestätigt und Peter Jung als stellvertretender Vorsitzender wiedergewählt. Für Dr. Rolf Schwerdtfeger, der nicht mehr antrat, wurde mit Sebastian Eichelsbacher ein neuer Schatzmeister und weiterer stellvertretender Vorsitzender gewählt.

Präsident Markus Ebel-Waldmann verabschiedete Dr. Rolf Schwerdtfeger und dankte ihm für die lange, vertrauensvolle und sehr enge Zusammenarbeit in den vergangenen 18 Jahren.

Peter Jung dankte dem LV Hessen und allen an der Organisation beteiligten Kolleginnen und Kollegen für die gute Vorbereitung der Jahrestagung und das vielfältige Begleitprogramm. Stellvertretend überreichte er Markus Ebel-Waldmann in seiner Funktion als Landesvorsitzenden des VDL-LV Hessen einen Dank des Bundesverbandes.

Den geselligen Ausklang fand der Tag im Rahmen des Hessischen Begegnungsabends bei einem gemeinsamen Abendessen. Neben zahlreichen Gästen aus Verbänden und Unternehmen war auch Roland Angst, Präsident des Deutschen Führungskräfteverbandes ULA, der ein Grußwort hielt. Mit einem phantastischen Blick über Frankfurt endete der Tag bei guten Gesprächen und Getränken in der 47. Etage des nhow Hotels.

 

 

 

 

 

 

 

Der Freitag stand ganz im Zeichen der fachlichen Themen. Neben Exkursionen zum Flughafen Frankfurt (Bericht) und in die Europäische Finanzmetropole Frankfurt (Bericht) fand am Nachmittag erstmalig im Rahmend der Jahrestagung des VDL eine Fachforum statt, das sich mit dem Erscheinungsbild der Land- und Ernährungswirtschaft in der Öffentlichkeit befasste. (Bericht). Den Abschluss dieses Tages begingen die Teilnehmer gemeinsam im Restaurant MainNizza am Ufer des Mains.

Der letzte Tag der Jahrestagung führte die Mitglieder des VDL in das Umland von Frankfurt. Unter dem Titel Von Äppelwoi un Grie Soß wurden regionale Erzeuger besucht (Bericht).

Bilder: Dr. Jörg Hüther, Text: VDL

Der VDL dankt seinen Sponsoren für die freundliche Unterstützung:

 

 

 

 

 

VDL Forum: Das Erscheinungsbild der Land- und Ernährungswirtschaft in der Öffentlichkeit

VDL Präsident, Markus W. Ebel-Waldmann begrüßte die Teilnehmer der Jahrestagung in den Räumen der dfv Mediengruppe, Frankfurt am Main. Erstmals hat der Berufsverband neben dem umfangreichen Exkursionsprogramm auch ein Fachforum in den Ablauf integriert, um das Erscheinungsbild der Land- und Ernährungswirtschaft in der Öffentlichkeit zu beleuchten. Sönke Reimers, Sprecher der Geschäftsführung der dfv Mediengruppe, begrüßte als Gastgeber ebenfalls die Teilnehmer und stellte die Mediengruppe kurz vor.

Einleitend führte Olaf Deininger, Chefredakteur der agrarzeitung und von newFOODecomomy, in das Thema ein. Er hob hervor, wie wichtig es sei, die Unterschiede im Selbst- und im Fremdbild der Landwirtschaft zu verstehen und zu analysieren. Deininger wies darauf hin, dass das Image der Landwirtschaft oft von Klischees und Missverständnissen geprägt sei.

 

Die zentrale Veranstaltung des Nachmittags war die Paneldiskussion, die von Olaf Deininger moderiert wurde. Die Teilnehmer setzten sich aus hochrangigen Vertretern der Land- und Ernährungswirtschaft sowie der Medien zusammen:

  • Karsten Schmal, Präsident des Hessischen Bauernverbandes (HBV), Friedrichsdorf/Taunus
  • Wiebke Knell MdL, Vorsitzende des Ausschusses für Landwirtschaft und Umwelt im Hessischen Landtag, Wiesbaden
  • Klaus Reichert, hr1-Moderator beim Hessischen Rundfunk, Frankfurt am Main
  • Anne Kokenbrink, Wirtschaftsredakteurin bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ), Frankfurt am Main
  • Julia Kraushaar, Geschäftsführerin der MGH Gutes aus Hessen GmbH, Rosbach
  • Thomas Gehrke, Vorstand der Vereinigten Hagelversicherung VVaG, Gießen
  • Nina Berlin, Leiterin Kommunikation beim Deutschen Raiffeisenverband (DRV), Berlin
  • Prof. Dr. Rainer Langosch, Dekan des Fachbereichs Agrarwirtschaft und Lebensmittelwissenschaften der Hochschule Neubrandenburg, Neubrandenburg

Die Diskussion wurde lebhaft geführt und die Diskussionsteilnehmer hoben die Herausforderungen hervor, denen die Branche durch Klimawandel, politische Rahmenbedingungen und Marktzwänge gegenübersteht. Gleichzeitig spielt das oft verzerrte Bild der Landwirtschaft in der Öffentlichkeit eine große Rolle. Es besteht eine Diskrepanz zwischen der Realität der landwirtschaftlichen Arbeit und der Wahrnehmung der Konsumenten bzw. deren Wünschen. Mehr Transparenz und Kommunikation sind notwendig, um ein realistisches Bild der Land- und Ernährungswirtschaft in der Öffentlichkeit zu etablieren.

 

Zahlreiche Fragen von Gästen verdeutlichten die Vielschichtigkeit des Themas und die Notwendigkeit eines kontinuierlichen Dialogs zwischen Landwirtschaft, Medien und Politik, aber auch der Gesellschaft. Markus W. Ebel-Waldmann bedankte sich bei allen Teilnehmern für die konstruktiven Beiträge und unterstrich die Bedeutung solcher Veranstaltungen für die Entwicklung der Branche und deren Wahrnehmung in der Öffentlichkeit.

Anschließend ließen die Teilnehmer der Jahrestagung und die Referenten den dritten Veranstaltungstag der VDL Jahrestagung bei einem gemeinsamen Abendessen am Ufer des Mains im Restaurant MainNizza ausklingen.

Fotos: Dr. Jörg Hüther ; Text: VDL

Der VDL dankt seinen Sponsoren für die freundliche Unterstützung:

 

 

 

 

 

 

Exkursion Von Äppelwoi un Grie Soß

Der letzte Veranstaltungstag der VDL-Jahrestagung in Hessen stand ganz im Zeichen der regionalen Erzeugung und Vermarktung.  Die VDL- Mitglieder besuchten landwirtschaftliche Betriebe in der Metropolregion Frankfurt/Rhein-Main und konnten interessante Einblicke in die Produktion hessischer Spezialitäten gewinnen.

Besuch des Dottenfelderhofs

Der Dottenfelderhof, im Norden Frankfurts am südlichen Rande der Wetterau in einer Niddaschleife gelegen, blickt
auf eine mehr als tausendjährige Geschichte landwirtschaftlicher Nutzung.
Seit 1968 wird der Dottenfelderhof durch eine Betriebsgemeinschaft aus mehreren Familien bewirtschaftet. Heute
leben auf dem Dottenfelderhof mehr als 100 Menschen. Wie in der heutigen Zeit mit einer industrialisierten
Landwirtschaft, wo ähnlich große Flächen in der Regel von einer Familie und wenigen Mitarbeitern bewirtschaftet
werden, eine ökonomische und ökologische Organisation das Auskommen einer solch großen Zahl von Menschen
sicherstellen kann, welche Möglichkeiten eine tiefergehende Anschauung unserer Lebensorganisation und ihrer
natürlichen Grundlagen bietet, wird unter fachkundiger Führung nähergebracht.

 

Besuch des Obsthofs am Steinberg mit Führung und Apfelwein- und Apfelsaft-Lagenwanderung

Der „Obsthof am Steinberg“ ist der einzige familiengeführte Bio-Obsthof auf dem Stadtgebiet Frankfurts. 8.500 
Obstbäume gedeihen auf 16 Hektar Bio-Obstwiesen im Nord-Osten Frankfurts auf fruchtbarem WetterauerLösslehm. Seit 1994 kultivieren Andreas Schneider und sein Team 250 Obstsorten – darunter 135 Apfelsorten

(größtenteils historischen Ursprungs, zum Teil vom Aussterben bedroht), 40 Birnensorten, 30 Kirschensorten und
15 Erdbeersorten. Alle Früchte werden von Hand geerntet und als hocharomatische Tafelfrüchte angeboten.
Schneiders Apfelweine werden seit über 30 Jahren sortenrein gepresst und ohne Zusätze vegan ausgebaut.
Im Hofladen werden unterschiedliche Apfelweine bis hin zum sortenreinen Jahrgangsapfelwein, Apfelperlweine,
Edelobstbrände, Fruchtsäfte und frische, knackige Äpfel angeboten. In der Schoppenwirtschaft wird zu den hausgemachten Apfelwein-Spezialitäten eine Bio-Vesper angeboten.

 

Bilder: Dr. Jörg Hüther, Text: VDL

 

Der VDL dankt seinen Sponsoren für die freundliche Unterstützung:

 

 

 

 

 

 

Exkursion Europäische Finanzmetropole Frankfurt am Main

Mitglieder des VDL  besuchten im  Rahmen der diesjährigen VDL-Jahrestagung in Hessen verschiedene Stationen in der Finanzmetropole Frankfurt am Main.

Besuch des Geldmuseums der Deutschen Bundesbank

Im Geldmuseum wird die Welt des Geldes zum Erlebnis. Wie wird Bargeld hergestellt, was ist Buchgeld,
wie funktioniert Geldpolitik und was macht eigentlich eine Zentralbank? Welche Rolle spielt das Geld in
einer globalisierten Welt? Anschauliche Exponate, attraktive Rauminszenierungen sowie über 80
Medienstationen mit Spielen und interaktiven Informationen geben Antworten auf diese und viele weitere
Fragen rund um das Thema Geld.

 

Besuch der Landwirtschaftlichen Rentenbank

Die Landwirtschaftliche Rentenbank ist deutsche Förderbank für die Agrarwirtschaft und den ländlichen Raum. Die Förderangebote der Rentenbank richten sich an Produktionsbetriebe der Land- und Forstwirtschaft sowie des Wein- und Gartenbaus, an Hersteller landwirtschaftlicher Produktionsmittel und an Handels- und Dienstleistungsunternehmen, die in enger Verbindung zur Landwirtschaft stehen. Die Rentenbank finanziert darüber hinaus Vorhaben der Ernährungswirtschaft und sonstiger Unternehmen der vor- und nachgelagerten Bereiche entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Lebensmittelerzeugung. Außerdem unterstützt sie privates Engagement und öffentliche Investitionen im ländlichen Raum. Besonderes Gewicht legt die Rentenbank auf die Innovationsförderung und auf die Förderung nachhaltiger Investitionen einschließlich erneuerbarer Energien. Seit Januar 2021 vergibt die Rentenbank im „Investitionsprogramm Landwirtschaft“ des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) Zuschüsse zu Investitionen in besonders umwelt- und klimaschonende Bewirtschaftungsweisen

 

Besuch der Deutschen Börse

Die Börse Frankfurt ist der börslicher Handelsplatz der Frankfurter Wertpapierbörse (FWB) für Privatanleger. Die
FWB betreibt außerdem den elektronischen Handelsplatz Xetra, der für den professionellen Handel konzipiert ist.
Mit Xetra gehört sie zu den größten Wertpapierbörsen der Welt. Gemessen am Wert der Unternehmen, deren
Aktien gehandelt werden, ist die Börse Frankfurt die drittgrößte Börse Europas.

Bilder: Rentenbank , Text: VDL

 

Der VDL dankt seinen Sponsoren für die freundliche Unterstützung:

 

 

 

 

Exkursion Flughafen Frankfurt am Main

Im Rahmen der traditionellen Jahrestagung  besuchten Mitglieder des VDL den größten deutschen Verkehrsflughafen und Europas größtes Luftfrachtcenter für temperaturgeführte Produkte am Flughafen Frankfurt am Main.

 

 

 

 

 

 

 

XXL-Tour Flughafen Rhein-Main

Wissen Sie, in welchem Gebäude am Flughafen Frankfurt der Eiffelturm locker Platz hätte oder was mit
der Mango passiert, bevor sie im Supermarktregal landet? Sie beobachten Flugzeugabfertigungen an
den Terminals, erleben Starts und Landungen an den Center-Bahnen oder der Landebahn Nordwest.
Das und noch vieles mehr erfahren Sie auf der live-moderierten XXL-Flughafen-Rundfahrt.

 

 

Besuch des Perishable Center

Im Perishable Center, Europas modernstem und größtem Luftfrachtumschlagplatz für verderbliche
Waren, werden jährlich über 120.000 Tonnen Frischware sortiert, kommissioniert und produktspezifisch
zwischengelagert. Auf über 9000 qm² bietet das Perishable Center Frankfurt 365 Tage im Jahr rund um
die Uhr temperaturgeführten Service in 20 verschiedenen, auf Produktgruppen abgestimmten
Klimazonen an. Die Temperaturen werden computergesteuert zwischen -25°C und +25°C kontinuierlich
überwacht.

 

Bilder: Dr. Jörg Hüther, Text: VDL

 

 

 

 

 

Der VDL dankt seinen Sponsoren für die freundliche Unterstützung: