VDL-NDS: Exkursion in die südliche Eifel vom 15. bis 18. September 2022

Foto: Hof Steinrausch

Die Eifel – das ist grandiose Landschaft und historisches Kulturland gleichermaßen, aber auch eine Herausforderung für landwirtschaftliche Betriebe.

Hier ist die Bewirtschaftung seit jeher durch naturräumliche und strukturelle Erschwernisse geprägt. Hinzu kommt, dass die gesamte Region historisches Realteilungsgebiet ist. Obwohl hier durch einen dynamischen außerland-wirtschaftlichen Arbeitsmarkt ein erheblicher Strukturwandel stattfand, bleibt die Erwirtschaftung angemessener Einkommen für die noch verbliebenen Betriebe eine Herausforderung. Dass auch bisher nicht gesehene Folgen des Klimawandels gravierende Effekte haben, hat die Flutkatastrophe im Juli 2021 gezeigt. So kommen neue Anpassungserfordernisse auf die Betriebe zu.

Ziel der Politik ist es, die Landwirtschaft in der Region mit Hilfe der EU-Gebietskulisse der „benachteiligten Gebiete“ zu unterstützen. Auf dieser Fachexkursion vom 15. bis 18. September 2022 wollen wir uns aus erster Hand einen Einblick in die Landwirtschaft unter Grenzstandortbedingungen und die gebotenen Aktionsmöglichkeiten verschaffen. Bei unseren Betriebsbesichtigungen treffen wir Menschen, die sich dieser Herausforderung stellen, teils seit Generationen an ihren Standorten wirtschaften und viele spannende Konzepte für ihre Betriebe entwickelt haben. Von Milch und Käse über Bier bis Likör und Eifel-Gin reicht die Palette regionaler Erzeugnisse, von deren Geschmack und Qualität wir uns überzeugen dürfen. Aber auch praktische Konzepte für den Artenschutz und die Erhaltung der Biodiversität können wir hier kennenlernen. Dazwischen nehmen wir uns die Zeit für einen kurzen Blick in die vulkanische Vergangenheit der südlichen Eifel und treffen bei unserem Begegnungsabend Fachleute aus Politik, Beratung und Agrarverwaltung sowie Kolleginnen und Kollegen vom VDL-Landesverband Rheinland-Pfalz.

Das Programm, die Teilnahmebedingungen und das Anmeldeformular können Sie hier herunterladen.

Text: Ruth Franken

VDL-NDS: Niedersachsen – vorbildlich beim Ökolandbau?

Foto: Pixabay

Der ökologische Landbau hat in Niedersachsen im Vergleich zu anderen Bundesländern quantitativ nur einen geringen Stellenwert. Ursächlich dafür sind hohe Opportunitätskosten auf landwirtschaftlichen Intensivstandorten, vor allem aufgrund des hohen Pachtpreisniveaus. Eine andere Einschätzung ergibt sich, wenn man die unternehmerische Professionalität und Vorbildwirkung niedersächsischer Ökobetriebe betrachtet. „Flaggschiffe“ des Ökolandbaus wie die seit den 1930er Jahren biologisch-dynamisch bewirtschafteten Bauckhöfe oder der ebenfalls nach Demeter-Richtlinien geführte Elbers Hof zeigen, dass ökologischer Landbau mit ausgereiften Konzepten und professioneller Marktorientierung auch in Niedersachsen wirtschaftlich erfolgreich betrieben werden kann.

Vor diesem Hintergrund führt die Fachexkursion am 9. September 2022 auf diese beiden Betriebe, um einen Erfahrungsaustausch zu begründen und auszuloten, welche Handlungsoptionen die Betriebsleiter für eine nachhaltige Landwirtschaft in Niedersachsen empfehlen. Das Programm, die Teilnahmebedingungen und das Anmeldeformular können Sie hier herunterladen.

Text: Ruth Franken

VDL-NDS: VDL-Studierendenfahrt zu den DLG Feldtagen 2022

Foto: Lisa-Marie Paul, Eike Tannen

Für 30 VDL-Studierende der Universitäten Gießen und Göttingen startete am 14. Juni eine zweitägige Fachexkursion zu den diesjährigen DLG-Feldtagen in Kirschgartshausen, die durch zwei Betriebsbesichtigungen in der Vorderpfalz, dem größten geschlossenen Freilandgemüseanbaugebiet Deutschlands, ergänzt wurde.

Der Limburgerhof
Das erste Ziel war der Limburgerhof, das Zentrum der weltweiten Pflanzenschutz- und Saatgut-Aktivitäten der BASF. Hier erwartete die Gruppe zum Einstieg eine Unternehmensvorstellung im angenehmen Dachgarten des Konzerns. Das Agrarzentrum Limburgerhof liegt rund zwölf Kilometer von der Unternehmenszentrale in Ludwigshafen entfernt und wurde bereits 1914 gegründet – ein Jahr, nach dem das Haber-Bosch-Verfahren zur Ammoniaksynthese bei BASF erstmals erfolgreich umgesetzt wurde. Das von Fritz Haber und Carl Bosch entwickelte Verfahren markierte den ersten entscheidenden Schritt ins Zeitalter der Mineraldünger. Düngungsversuche an unterschiedlichen Pflanzen und Ackerböden bildeten die ersten Forschungsaktivitäten im Agrarzentrum, welche heute mit komplexeren Fragestellungen auf höchstem wissenschaftlichem Niveau stattfinden. In der heutigen Zeit beschäftigt sich die Forschung am Limburgerhof insbesondere mit innovativen Pflanzenschutzmitteln und Saatgut. Dafür verfügt das Agrarzentrum über 12.250 Quadratmeter Gewächshaus- sowie 40 Hektar sandige Freilandfläche im Rheintal. Das gesamte Zentrum bietet 1.600 Arbeitsplätze und in den Laboren arbeiten 150 Experten, welche zusammen Lösungen für bestehende und künftige gesellschaftliche Herausforderungen suchen.

Auch für die BASF steht im Mittelpunkt, dass eine wachsende Bevölkerung mit einer zunehmenden Verknappung landwirtschaftlich nutzbarer Flächen konfrontiert ist, immer mehr Menschen in urbanen Räumen leben und doch alle Menschen den Anspruch haben, sich gesund und ausgewogen zu ernähren. Sich verschärfende Handelskonflikte und – vor allem in Europa – gesellschaftlich bedingte Einschränkungen einer intensiven Landwirtschaft tragen dazu bei, dass die Rahmenbedingungen für die Landwirtschaft schwieriger werden. Für eine nachhaltige Landbewirtschaftung muss eine Balance gefunden werden, die neben einem gesicherten Ertragsniveau auch die Gesundheit der Böden und die Erhaltung der Biodiversität im Fokus behält. Landwirtschaft kann insbesondere durch digitale Lösungen effizienter und ressourcenschonender gestaltet werden, und auch in der grünen Gentechnik sieht die BASF Potential bei der Lösung der zukünftigen Herausforderungen. Nach den lehrreichen Vorträgen konnten die Studierenden die Gewächshäuser und Labore der BASF besichtigen und Einblicke in einzelne Arbeitsschritte des Versuchswesens und innovative Methoden gewinnen.

Der Gemüsebetrieb Renner
Innovativ ging es ebenfalls im laufenden Betrieb des nächsten Exkursionszieles zu. Direkt an der A61 konnten die Studierenden den Gemüsebetrieb Renner besuchen. Seit 1974 baut die Familie Renner Gemüse auf ihren Flächen an, gestartet wurde mit Möhren und Zwiebeln. Heute werden auf rund 1.100 ha, neben den Anfangskulturen, Radieschen, Zuckermais, Sellerie, Rucola, Kartoffeln, Zucchini, Petersilienwurzeln, Erdbeeren, Kürbis und Lauch konventionell produziert. An zwei weiteren Standorten wird Öko-Gemüse erzeugt. Die Biosparte des Betriebes teilt sich in „Demeter Hofgut Petersau“ und den Naturlandbetrieb „Andreas Renner Biogemüse“ auf. Der Betrieb zählt 120 festangestellte Mitarbeiter und benötigt während der Saison weitere 800 Saisonarbeitskräfte, um Produktion, Ernte und Aufbereitung zu bewerkstelligen. Hier kommen 65 Fendt-Traktoren zum Einsatz, was den Betrieb zu einem der größten Flottenführer der Marke macht. Die Studierenden erhielten Einblicke in die Aufbereitung des Gemüses, die Lagerhaltung und die Arbeitsorganisation.

Die DLG-Feldtage
Am nächsten Tag galt es die DLG-Feldtage zu erkunden, die vom 14. bis 16. Juni 2022 auf dem Versuchsgut Kirschgartshausen bei Mannheim stattfanden. Die große Open-Air-Show rund um den Pflanzenbau und die Pflanzenzüchtung stand unter dem Leitthema „Mein Pflanzenbau. Meine Zukunft“. Insgesamt präsentierten rund 350 Aussteller aus 16 Ländern ihre Produkte und Innovationen. Die Flächen des Versuchsguts werden seit 1862 durch die Südzucker AG bewirtschaftet. Die Böden der ehemaligen badischen Staatsdomäne sind sehr heterogen. Insbesondere sandiger Lehm mit geringer Wasserkapazität stellt die Betriebsleitung vor herausfordernde Aufgaben. Südwestdeutschland dient als vorzüglicher Standort, um Maßnahmen gegen den Klimawandel zu erforschen und zu testen. Mit einer Jahrestemperatur von 10°C findet man hier einen warmen Standort, der mit durchschnittlich 600 mm Niederschlag pro Jahr rechnen kann, denen jedoch eine ausgeprägte Frühjahrs- und Sommertrockenheit gegenübersteht.

Neben der eigenen Geländeerkundung standen auch an diesem Tag einige gemeinsame Programmpunkte auf dem Plan. Zuerst waren die Studierenden bei TIMAC AGRO eingeladen. Das Unternehmen ist Anbieter von nachhaltigen Dünge- sowie Tierfutterergänzungsmitteln und zudem Tochtergesellschaft der Roullier Gruppe. Mit mehr als 100 Mitarbeitern werden deutsche Landwirte vor Ort auf ihren Betrieben beraten. Insbesondere wurde den Studierenden die Beratertätigkeit des Unternehmens vorgestellt. Die Berater von TIMAC AGRO erarbeiten gemeinsam mit den Landwirten Lösungen zu verschiedensten Problemstellungen, die optimal auf den jeweiligen Betrieb zugeschnitten sind. Im Bereich der Pflanzenproduktion möchte der Berater dem Betriebsleiter helfen, Ertrag und Qualität zu steigern oder die Gesundheit und Leistung der Tiere zu erhalten bzw. zu erhöhen.

Der nächste gemeinsame Standbesuch hatte gleich zwei informative Vorstellungen zu bieten. Am Stand der Vereinigten Hagelversicherung trafen sich die Studierenden zuerst mit Frau Schwalen, Personalberaterin des Karriereportals Agrobrain.Sie ermöglichte den Studierenden einen Einblick in das Agrarbranchen-Recruiting und beantwortete persönliche Fragen rund um Karriere- und Jobmöglichkeiten.

Danach nahmen sich die Experten der Vereinigten Hagelversicherung der Studierenden an. 1993 ging die Vereinigte Hagel durch Fusion der Marktführer Norddeutsche Hagelversicherung VVaG und Leipziger Hagel VVaG (gegründet 1824) hervor. Laut Satzung ist der hauptsächliche Geschäftsgegenstand des Vereines, seine Mitglieder gegen Sachschäden, insbesondere Ertragsausfälle zu versichern, welche vor allem durch Hagel und andere Elementargefahren entstehen können. Die Vereinigte Hagel ging insbesondere auf ihre Versuchsparzellen in Kirschgartshausen ein. Mit der Hagelsimulationsmaschine „Hasi“ wurden Unwetterschäden in verschiedenen Entwicklungsstadien nachgestellt. Am Beispiel der Winterrapsparzellen konnten die Studierenden einen ersten Eindruck von typischen Hagelschäden gewinnen und sich an einer wirtschaftlichen Bewertung der Schadenshöhe versuchen. Durch den Hagel entstehen Anschläge, Blattschäden, Stängelknickungen, Stängelbrüche, Abschläge und Schotenan- und durchschläge. Ist der Schaden im BBCH-Stadium 85 zugefügt worden, in dem meist schon 50 Prozent der Schoten ausgereift, die Samen bereits schwarz und hart sind, ist der Bestand von Stängelknickungen, -brüchen und Abschlägen gekennzeichnet. Neben den klassischen Ackerkulturen wurden in diesem Jahr durch die regionalen Gegebenheiten auch Unwetterschäden im Gemüsebau einbezogen.

Abgeschlossen wurde die studentische Feldtagsexkursion am Stand der DLG. Hier erwartete die Wissbegierigen ein Blick hinter die Kulissen. Im Gespräch mit dem Projektteam konnten die Studierenden erfahren, welcher Aufwand hinter der Organisation und Abwicklung der Feldtage steht. Nach einem anregenden Austausch verabschiedete sich die Gruppe und blickt auf eine ereignisreiche Fahrt zurück. Die Studierenden nahmen viele neue Eindrücke und Ideen mit, die sich auch auf die weitere Gestaltung des Studiums niederschlagen und vielleicht auch Anregungen für die eigene berufliche Zukunft bieten.

Bericht: Lisa-Marie Paul (LV Hessen)
Bilder: Lisa-Marie Paul, Eike Tannen. AgroBrain

Quellen
• Bergstermann, Marie (2022). Unternehmensvorstellung TIMAC AGRO im Rahmen der DLG-Feldtage.
• Däschner, Klaus (2022). BASF – Agriculture Products. Unternehmenspräsentation.
• DLG (2022). DLG-Feldtage 2022 – Versuchsgut Kirschgartshausen. Informationsmaterial für Besucher.
• Schwalen, Brigitte (2022). Unternehmensvorstellung Agrobrain im Rahmen der DLG-Feldtage.
• Renner, Andreas (2022). Betriebsspiegel Gemüsehof Renner.
• Vereinigte Hagel (2022). Unternehmensvorstellung im Rahmen der DLG-Feldtage und Einblick in die Hagelsimulati-on mit „Hasi“.

VDL-SH: Tolle Stimmung beim Sommer-Bauernball in Kiel

Foto: Christoph Middendorf

Am Abend des 30. Juni 2022 haben sich die Studierenden der Agrar- und Ernährungswissenschaftlichen Fakultät Kiel wieder in Schale geschmissen und den ersten VDL-Bauernball nach zweieinhalb Jahren gefeiert. Neben ausgelassenen Gesprächen war viel Platz zum Tanzen zu der Music von JC Music.

Die VDL-Studierendengruppe Kiel freut sich, das diese traditionelle Veranstaltung wieder stattfinden konnte.

Text: Christoph Middendorf

SAVE THE DATE: Digitaler Agrarkarrieretag am 7. Dezember 2022

Foto: Agrobrain

Der diesjährige Digitale Agrarkarrieretag findet am 7. Dezember 2022 an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn als Hybridveranstaltung statt.

AgroBrain veranstaltet den Agrar-Karrieretag in Kooperation mit der ,agrarzeitung‘ und dem VDL Berufsverband Agrar, Ernährung und Umwelt e.V. Er richtet sich an Agrarstudenten der Fachhochschulen und Universitäten. Auch Studierende fachverwandter Studiengänge wie der Biologie, Umwelt- oder Ernährungswissenschaften werden eingeladen, sich über ihre Jobchancen im grünen Business zu informieren. Weitere Informationen hier.

2017 wurde der Digitale Agrarkarrieretag zum ersten Mal vom Schloss Montabaur übertragen. 2018 fand die Übertragung aus dem Studio am Pariser Platz in Berlin, 2019 aus dem Stadion in Köln und 2020 live vom Nürburgring statt. Seit 2021 wird gemeinsam mit der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität vom Campus Bonn über die reichweiten Plattformen Vimeo, Facebook, Youtube und Instagram gestreamt. Begleitet wird dieses einzigartige Event im Agrarbereich von einem professionellen und erfahrenen Medienunternehmen samt modernsten Übertragungstechnologien.

Flyer Agrarkarrieretag2022

Text: Agrobrain

VDL-Niedersachsen: FarmerSpace: Regionalkonferenz am 24./25. Mai 2022 in Göttingen

Foto: Ifz

Im März 2021 haben wir im Rahmen unseres ersten „Green Livestream – ScienceTalk“ das vom BMEL geförderte Forschungsprojekt „Experimentierfeld FarmerSpace“ vorgestellt, mit dem digitale Technologien des Pflanzenschutzes evaluiert und für die Landwirtschaft nutzbar gemacht werden sollen.

Im Rahmen der FarmerSpace Regionalkonferenz werden am 24. Mai 2022 in Göttingen erste Ergebnisse präsentiert. Dazu findet am 24. Mai 2022 am Versuchsgut Reinshof der Georg-August-Universität Universität Göttingen ein Feldtag mit Live-Demos moderner Pflanzenschutztechnik und Feldrobotik statt. Am 25. Mai 2022 werden im Rahmen einer Vortragstagung zukunftsweisende Konzepte der digitalen Transformation diskutiert.

Eingeladen sind alle Interessierten, Anmeldung ist erforderlich. Einzelheiten dazu gibt es unter folgendem Link: https://www.farmerspace.uni-goettingen.de/regionalkonferenz-2022-2/

Text: Ruth Franken

Online-Weintalk der Hochschule Geisenheim „6glasses1bottle“ bekommt mit Alice Gundlach eine neue Chefredakteurin

Foto: Alice Gundlach (privat)

Die nächsten Folgen von „6glasses1bottle“ drehen sich um Wein aus der Schweiz (4. September 2022) und um die Ahr (20. November 2022)

Die studentische Redaktion des Online-Weintalks „6glasses1bottle“ der Hochschule Geisenheim hat eine neue Chefredakteurin. Alice Gundlach, freie Journalistin und Weinverkosterin, leitet ab sofort die Studierenden bei der Themenfindung und der Umsetzung ihrer Sendung an.

Mitbegründet wurde das Format vom ehemaligen SWR-Redakteur Wolfgang Junglas, der sich in diesem Jahr in den verdienten Ruhestand verabschiedet hat. Unter seiner Leitung wurden bisher fünf Folgen der Online-Talkshow produziert zu den Themen Rheingau, Pfalz, Baden, Kalifornien und Berlin. Über seine Kontakte stieß auch Martin Seidler (SWR, „Landesschau RLP“, „Kaffee oder Tee“) als fester Moderator der Sendung dazu.

Auf Wolfgang Junglas folgt nun Alice Gundlach, die wie ihr Vorgänger dem Vorstand des Weinjournalisten-Verbandes „Weinfeder e. V.“ angehört. Die 44-Jährige ist seit zwölf Jahren freiberuflich als Journalistin mit dem Schwerpunkt Wein tätig. Sie ist seit Anfang 2022 festes Mitglied der Deutschland-Redaktion des Weinmagazins „VINUM“. Außerdem leitet sie seit mehreren Jahren den Weinteil des „MAINZER Restaurant- und Weinführers“. Zu ihren Auftraggebern gehören außerdem u. a. das Handelsmagazin „WEIN+MARKT“ und die „Lebensmittel Zeitung LZ“.

Als eine neue ehrenamtliche Leitung für das 6glasses1bottle-Team gesucht wurde, sagte Alice Gundlach sofort zu. „Mit Studierenden zusammen zu arbeiten, ist immer eine spannende Sache. Ich bin immer wieder überrascht, was die Studis von heute alles schon können und wie motiviert sie sind“, erklärt die Journalistin. „Und wenn ich dann vielleicht noch einen kleinen Teil zu der Ausbildung beitragen kann – umso besser.“ Alice Gundlach selbst hat von 1997 bis 2005 Politikwissenschaften und Journalismus an der Uni Mainz studiert. Danach leitete sie nebenberuflich auch Kurse an derselben Hochschule zum Thema „Nachrichtenproduktion“ im Fach Publizistik.
Dem Team von „6glasses1bottle“ gehören die Studierenden Marleen Ebling (Redaktion, Chat-Moderation), Woody T. Herner (Kamera, Foto), Emily Heß (Redaktion), Charlotte Weihl (Redaktion, Chat-Moderation) und Alexander Yuzeev (Webseite, Grafikdesign) an. Projektleiter ist Robert Lönarz, Diplom-Ingenieur für Weinbau und Oenologie, Campus-Manager und Leiter Kommunikation und Hochschulbeziehungen der Hochschule Geisenheim.

In diesem Jahr wurde „6glasses1bottle“ mit dem „Goldenen Wingertsknorzen“ ausgezeichnet, mit dem die Hochschule Geisenheim herausragende Medienprojekte ihrer Studierenden würdigt.

Text: JLU: Online-Weintalk der Hochschule Geisenheim „6glasses1bottle“ bekommt mit Alice Gundlach eine neue Chefredakteurin (hs-geisenheim.de)

 

„Wir brauchen für einen erfolgreichen Schutz der Natur die Akzeptanz und Unterstützung der gesamten Gesellschaft“

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler übergeben zwei aktuelle Studien an BMin Steffi Lemke. (v.l.n.r.:) Dr. Yves Zinngrebe (UFZ), Dr. Nike Sommerwerk (MfN), Steffi Lemke (BMUV), Dr. Kirsten Thonicke (LFN), Prof. Dr. Marianne Darbi (HGU) © Thomas Rosenthal

Foto: HS Geisenheim University

Bundesumweltministerin Steffi Lemke, die Vertreterinnen und Vertreter von NeFo und der DBU waren sich bei einer gemeinsamen Diskussionsveranstaltung in der Vorwoche in Berlin einig: Nationale und globale Naturschutzziele können nur mit interdisziplinären Lösungsansätzen erreicht werden – und durch den Einbezug von Landnutzenden und Gesellschaft. Forschende der Hochschule Geisenheim wollen den Prozess durch die Entwicklung konkreter Maßnahmen und den Transfer in Lehre und Praxis unterstützen.

Auf Einladung des Netzwerk-Forums zur Biodiversitätsforschung (NeFo), dessen Gesamtprojektleitung die Geisenheimer Professorin für Landschaftsplanung und Eingriffsfolgenbewältigung Dr. Marianne Darbi innehat, und der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) diskutierte Bundesumweltministerin Steffi Lemke am Dienstag vergangener Woche, 15. März 2022, mit Wissenschaft, Politik und Verbänden die Neuausrichtung der Biodiversitätspolitik in Deutschland. Im Fokus standen dabei die aktuelle Fortschreibung der nationalen Biodiversitätsstrategie und das Ringen um neue globale Biodiversitätsziele. Lemke betonte im Musem für Naturkunde, dass die Politik die Ziele allein nicht erreichen könne. „Wir brauchen für einen erfolgreichen Schutz der Natur die Akzeptanz und Unterstützung der gesamten Gesellschaft“, erklärte die Ministerin. „Die Art und Weise, wie wir Natur nutzen, mit ihr umgehen und sie auch in Ruhe lassen, muss sich grundlegend ändern.“ Und: „Ein weiteres Aufschieben können wir uns nicht leisten.“

„Zusammenarbeit und Dialog, das sind die zwei Schlagworte des Abends“, resümiert Prof. Dr. Marianne Darbi. Die Bewältigung der Biodiversitätskrise könne nur dank intensiver Zusammenarbeit gelingen – Zusammenarbeit verschiedener Ressorts, wissenschaftlicher Disziplinen, mit der Praxis und Gesellschaft. Schließlich sei die Biodiversitätskrise beispielsweise untrennbar mit der Klimakrise verbunden. „Die Hochschule Geisenheim mit ihren Forschungs- und Studienbereichen entlang der gesamten Wertschöpfungskette hochwertiger Lebensmittel und Getränke bis hin zum Erhalt und der nachhaltigen Entwicklung von Landschaften erarbeitet gemeinsam mit einer Vielzahl von Akteuren regional angepasste Umsetzungsstrategien. Sie ist daher prädestiniert, um einen wichtigen Beitrag bei der Bewältigung der globalen Herausforderungen zu leisten“, sagt Darbi.

Dr. Yves Zinngrebe vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung UFZ in Leipzig und Teil des NeFo-Teams zeigte im Rahmen der Abendveranstaltung konkrete Handlungsfelder auf: „Politische Forderungen nach Wohnraum, Ausbau der erneuerbaren Energie, Infrastruktur und Grundversorgung – all das löst einen immensen Flächendruck und damit Druck auf die Biodiversität aus. Diese flächenwirksamen Prozesse werden bislang in individuellen Planungsprozessen meist auf unterschiedlichen politischen Ebenen bewertet.“ Er fordert: „Biodiversität braucht einen höheren legalen Stellenwert in integrierter Planung, das heißt einen klaren Referenzrahmen und mehr Verbindlichkeit.“

Konsens auf der hochkarätig besetzten Veranstaltung war, dass künftige Biodiversitätsziele so konkret formuliert sein müssen, dass Erfolge und Misserfolge messbar werden. Wesentliche Faktoren für einen erfolgreichen Biodiversitätsschutz sind neben der Vergrößerung und des besseren Managements von Schutzgebieten auch das Adressieren indirekter Treiber für den Biodiversitätsverlust – etwa nicht nachhaltiges Wirtschaften und Konsumieren oder umweltschädliche Subventionen – sowie eine Priorisierung von Biodiversität in der Planung.

Darbi bekräftigt: „An der Hochschule Geisenheim bilden wir die zukünftige Generation der dringend benötigten Landschaftsarchitektinnen und -architekten, Planerinnen und Naturschutzmanager aus. Diese benötigen die entsprechenden politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen, um Biodiversitätsschutz integrativ als Teil ihrer Arbeit umsetzen zu können.“ Daher sei es wichtig, diese Forderungen aus der Wissenschaft immer wieder klar an die Politik zu kommunizieren, wie es Darbi mit ihren Kolleginnen und Kollegen vom Netzwerk-Forum zur Biodiversitätsforschung seit mehr als zehn Jahren tut.

So wurden im Rahmen der Veranstaltung auch zwei aktuelle Studien an die Bundesministerin übergeben. Eine Studie des UFZ und des Instituts für Biodiversität – Netzwerk (ibn) im Auftrag des Bundesamtes für Naturschutz gibt Empfehlungen für die Weiterentwicklung der Nationalen Biodiversitätsstrategie. 45 Expertinnen und Experten des Leibniz-Forschungsnetzwerks Biodiversität (LFN) haben daneben „10 Must-Knows aus der Biodiversitätsforschung“ zusammengestellt.

Neben der Politik müsse aber auch der Dialog mit der Praxis weiter vorangebracht werden, so Prof. Dr. Marianne Darbi. Die Hochschule Geisenheim wolle dabei eine wichtige Rolle, auch als Vermittlerin zwischen Naturschutz und Landwirtschaft, einnehmen. „Die Erfahrungen aus vergangenen Praxisprojekten haben gezeigt, dass es oftmals ein Mangel an Kommunikation oder Vorwissen war, der gemeinsame Zielsetzungen erschwert hat. Wir glauben, dass an dieser Schnittstelle ein hohes Potenzial liegt, den Biodiversitätsschutz nachhaltig voranzubringen. Und hier wollen wir ansetzen“, schließt die Wissenschaftlerin.

Die Veranstaltung steht zum Nachsehen und -hören bereit: https://www.youtube.com/watch?v=QB18st6iZ4s&t=17s

Quelle: HS Geisenheim University

VDL-Niedersachsen: Mitgliederversammlung am 6. Mai 2022 in Wehnen

Foto: Top Agar

Nachdem wir uns als von Corona Verfolgte lange nicht treffen konnten und auch die Mitgliederversammlungen online durchführen mussten, soll es in diesem Jahr wieder wie in alten Zeiten werden.

In den nächsten Tagen erhalten die Mitglieder des VDL-Landesverbandes Niedersachsen die Einladung zu unserer diesjährigen Mitgliederversammlung am 6. Mai 2022 in Wehnen bei Oldenburg.

Wir werden uns dort in der Versuchseinrichtung der Landwirtschaftskammer über aktuelle Forschungen in der Schweinehaltung informieren. Als Auftakt werden wir uns im Rahmen eines Vortrages mit der aktuellen Situation der Landwirtschaft in der Ukraine und die sich daraus ergebenden Folgen für die Weltmärkte befassen.

Nachdem wir anschließend die uns vom Vereinsgesetz auferlegten Regularien zügig abgearbeitet haben, wartet auf uns ein Abendessen, bei dem wir uns in gemütlicher Runde austauschen können. Gäste sind uns dabei herzlich willkommen, Infos gibt es unter Kontakt@VDL-Niedersachsen.de.

Text: VDL-Niedersachsen

VDL-Ost: Green Livestream mit Simone Witzel

Foto: VDL-Ost

Am Dienstag, den 5. April 2022 von 20:00 – 21:00 Uhr, findet der nächste digitale „Green Livestream – Der grüne Berufstalk“ des VDL-LV Ost statt.

Dieses Mal sprechen wir mit Simone Witzel, Biopark e. V., über „Presse- und Öffentlichkeitsarbeit in einem Ökoanbauverband“.

Alle VDL-Mitglieder sind herzlich eingeladen. Anmeldung wird unter patricia.steinborn@vdl-ost.de erbeten.

Der „Green Livestream – Der grüne Berufstalk“ ist ein digitales Format zum beruflichen Austausch, bei dem Berufssuchende und Berufstätige innerhalb der grünen Branche zusammengebracht werden sollen. Bei jeder Veranstaltung stellen wir ein VDL-Mitglied, den individuellen beruflichen Werdegang sowie den derzeitigen Arbeitgeber näher vor. Im Anschluss an das moderierte Gespräch können die Teilnehmenden Fragen an den Talkgast stellen.

Text: VDL-Ost