VDL- Bayern: Fachvortrag zu Agri-PV mit Feldwerke

Symbolbild: S. Eichelsbacher

Am 28. April 2026 veranstaltete die Fachschaft Agrar- und Gartenbauwissenschaften der Technischen Universität München (TUM) in Kooperation mit der VDL-Landesgruppe Bayern einen Fachvortrag zum Thema Agri-Photovoltaik (Agri-PV). Referent war Maximilian Möllenbeck von Feldwerke, einem Münchner Start-up, das von drei Gründern aufgebaut wurde.

Feldwerke setzt ausschließlich auf nachgeführte Tracking-Systeme, die der Sonne von Osten nach Westen folgen. Hochaufgeständerte Anlagen seien technisch möglich, jedoch deutlich kostenintensiver; vertikale Module stellten eine weitere Option dar. Durch das Tracking-Konzept lassen sich im Vergleich zu klassischen Freiflächenanlagen rund 20-30% mehr Volllaststunden erzielen. Während Agri-PV-Anlagen etwa 1 MWp pro Hektar erreichen, liegen klassische Freiflächenanlagen bei rund 1.3 MWp je Hektar, allerdings ohne weitere landwirtschaftliche Nutzung der Fläche. Agri-PV ermöglicht hingegen, dass mindestens 85% der Fläche weiterhin bewirtschaftet werden können und gleichzeitig hohe landwirtschaftliche Erträge erzielt werden.  Bei Grünland können sogar bis zu 95% der Fläche weiter genutzt werden. Feldwerke tritt dabei sowohl als Projektierer als auch als Eigentümer der Anlagen auf.

Die Nachfrage und das Interesse an den Anlagen sind hoch. Allein bei Feldwerke befinden sich aktuell rund 40 Projekte in der Pipeline, zwei Anlagen sind bereits in Betrieb. Noch in diesem Jahr will Feldwerke 80 bis 100 Megawatt zusätzliche Kapazität realisieren. Vorgestellt wurde unter anderem eine gerade eröffnete 28 Hektar große Anlage mit 17 MWp Leistung, ein Projekt mit einem Investitionsvolumen von mehreren Millionen Euro in Oberndorf am Lech.

Die Wirtschaftlichkeit solcher Anlagen hängt stark von den EEG-Rahmenbedingungen ab. Bei negativen Börsenstrompreisen entfällt die Einspeisevergütung, während bei hohen Strompreisen eine Direktvermarktung zusätzliche Erlöse ermöglicht. Batteriespeicher gewinnen daher zunehmend an Bedeutung, für sogenannte Power Purchase Agreements (PPA) sind große Speicherkapazitäten sogar Voraussetzung.

Agri-PV wird mittlerweile mit zahlreichen landwirtschaftlichen Kulturen kombiniert, selbst mit Spezialkulturen wie dem Zuckerrübenanbau, und ist besonders für biologisch wirtschaftende Betriebe interessant. Partielle Beschattung kann, abhängig von Kultur und Witterung, sogar positive Effekte auf Pflanzenwachstum und Ertrag haben. Herausforderungen bestehen weiterhin bei den politischen Rahmenbedingungen und Genehmigungsverfahren. Die eigentliche Bauzeit ist dagegen vergleichsweise kurz, da rund 80 % der Projektdauer auf Planung und Genehmigung entfallen.

Nach dem spannenden Vortrag mit technischen Details, praktischen Einblicken sowie zahlreichen Daten und Fakten entwickelte sich eine angeregte Diskussion mit vielen Fragen aus dem Publikum. Das große Interesse der Teilnehmenden an dieser Technologie war deutlich spürbar. Wir bedanken uns herzlich bei Feldwerke und Maximilian Möllenbeck für die Veranstaltung.

Zum Abschluss bot ein Get-together Gelegenheit für weiteren Austausch und Networking.

Text: S. Eichelsbacher

VDL-Jahresbericht 2025

Themenschwerpunkte:

  • VDL-Exkursion zur Grünen Woche
  • VDL-Jahrestagung
  • VDL-Studie zu Frauen in Führungspositionen in den Bereichen Agrar, Ernährung und Gartenbau“
  • VDL-Berlin-Seminar
  • uvm.
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VDL-Jahrestagung 2026 vom 07.-09. Mai 2026 in Offenburg

Foto: Stadt Offenburg

Gemeinsam mit dem VDL-Bundesverband lädt der VDL-Landesverband Baden-Württemberg zur diesjährigen VDL-Jahrestagung vom 07. bis zum 09. Mai 2026 nach Offenburg ein.

Offenburg liegt im Westen Baden-Württembergs in der fruchtbaren Rheinebene, nahe der französischen Grenze und am Rand des Schwarzwaldes. Die Stadt ist das Zentrum der Ortenau, einer Region mit besonders günstigen klimatischen Bedingungen für Landwirtschaft. Warme Sommer, milde Winter und nährstoffreiche Böden bieten ideale Voraussetzungen für den Anbau verschiedener Kulturen.

Besonders bedeutend ist der Weinbau an den sonnigen Hängen des Schwarzwaldvorlandes. Daneben prägen Obstbau – vor allem Äpfel, Kirschen und Zwetschgen – sowie Ackerbau mit Getreide und Mais die Landschaft. Viele landwirtschaftliche Betriebe verbinden traditionelle Bewirtschaftung mit modernen Methoden. Durch ihre Lage zwischen Rhein, Schwarzwald und Weinbergen ist die Region nicht nur landwirtschaftlich wichtig, sondern auch landschaftlich und wirtschaftlich von großer Bedeutung.

Der VDL Bundesverband und der VDL Baden-Württemberg freuen sich auf Ihre Teilnahme!

Das ausführliche Programm finden Sie hier.

 

A N M E L D U N G

Die Anmeldung ist einfach & bequem per Online-Formular möglich.

Auf Anfrage unter info@vdl.de

Text: VDL

VDL- Bayern: Online-Stammtisch mit Einblicke in die Welt der Müllerei

Bild: Pixabay

Am 23. Februar 2026 veranstaltete die VDL-Landesgruppe Bayern einen Online-Stammtisch. Als Gastreferent war Dr. Josef Rampl eingeladen, Geschäftsführer des Bayerischen Müllerbundes und zugleich Vorsitzender der Vereinigung der Wasserkraftwerke in Bayern. Seit über 20 Jahren führt er den Bayerischen Müllerbund, den mitgliederstärksten Berufsverband der Müllerei, in Deutschland.

Die Doppelrolle von Dr. Rampl in Müllerbund und Wasserkraftwerksvereinigung erklärt sich historisch: Mühlen gehören zu den ältesten Handwerken überhaupt, und Wasserkraft war einst ihre wichtigste Energiequelle. Heute ist der direkte Stromanschluss Standard, doch die historische Verbindung ist geblieben. Die Vereinigung der Wasserkraftwerke in Bayern umfasst derzeit mehrere Hundert Mitgliedsbetriebe und wird im kommenden Jahr durch einen Zusammenschluss auf über 1000 Wasserkraftwerksbetreiber anwachsen. Eindrucksvoll die Dimension: Die bayerischen Wasserkraftwerke erzeugen mengenmäßig genug Strom, um alle bayerischen Privathaushalte zu versorgen. Die Hälfte aller deutschen Wasserkraftwerke steht in Bayern.

Dr. Rampl gab einen umfassenden Überblick über die heutige Müllerei. Die klassische Getreideanlieferung direkt vom Landwirt an den Müller existiert kaum noch. Stattdessen kaufen die Mühlen ihr Getreide vom Markt, die sogenannte Lohnmüllerei hat sich durchgesetzt. In Deutschland gibt es rund 170 Mühlenbetriebe, die mehr als 1.000 Tonnen Getreide pro Jahr verarbeiten. In der Erntesaison 2024/25 wurden allein beim Weizen rund 8 Millionen Tonnen verarbeitet. Der Trend ist klar: Roggen geht leicht zurück, Weizen wächst und diese Entwicklung wird sich voraussichtlich fortsetzen.

Wirtschaftlich ist die Müllerei eine anspruchsvolle Branche. Fast 70 Prozent der Kosten entfallen auf Materialkosten, also das Getreide selbst. Die durchschnittlichen Umsatzrenditen reichen kaum an die 2 Prozent, häufig deutlich darunter. Die Einkaufsstrategie ist daher für die Mühlen von existenzieller Bedeutung. Stark schwankende Preise auf dem Weltmarkt stellen ein erhebliches unternehmerisches Risiko dar. Getreide ist ein internationales Geschäft, globale Handelsströme beeinflussen die Preise spürbar, auch wenn die Müller nach Möglichkeit regional einkaufen.

Als sogenannte Flaschenhals-Betriebe spielen Mühlen eine besondere Rolle in der Ernährungssicherheit: Nahezu das gesamte für den menschlichen Verzehr bestimmte Getreide wird über sie verarbeitet. Entsprechend unterliegen Mühlen umfangreichen statistischen Meldepflichten und liefern wichtige Daten an die Politik.

Dr. Rampl geht zudem auf die Mehltype und dazugehörigen DIN-Normen ein sowie auf aktuelle Herausforderungen der Branche: der Klimawandel beeinflusst Erntemengen und Qualitäten; erhöhte DON- und Mykotoxin-Gehalte im Getreide erfordern intensive Kontrollen; die Düngeverordnung wirkt sich auf die anbauenden Betriebe aus und damit mittelbar auf die Mühlen. Interessant dabei: Die Grenzwerte für Qualität und Verunreinigungen sind zwischen Bio- und konventionellem Getreide identisch.

Der Abend endete mit dem gewohnten kollegialen Austausch unter den Mitgliedern der Landesgruppe sowie wichtigen Hinweisen für die Branche, wie beispielsweise die Bewerbungsfrist für den laufenden EU-Concours.

Text: Sebastian Eichelsbacher

VDL-Hessen: Fachtagung „Resilienz der deutschen Agrar- und Ernährungswirtschaft“

Foto: VDL Hessen

Am Montag, 12. Januar 2026, lud der VDL Landesverband Hessen e.V. zu einer Fachtagung „Resilienz der deutschen Agrar- und Ernährungswirtschaft – Was sind die Konsequenzen der Corona-Pandemie und dem Krieg in der Ukraine?“ im Rahmen der 78. Landwirtschaftlichen Woche Nordhessen 2026 in die Stadthalle Baunatal (bei Kassel) ein. Referent war Peter Jung, Leiter Lebensmittelwirtschaft, Deutscher Raiffeisenverband (DRV), Berlin.

Die deutsche Agrar- und Ernährungswirtschaft sah sich in den vergangenen Jahren massiven Herausforderungen ausgesetzt. Die COVID19-Pandemie, der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine, zunehmende geopolitische Spannungen sowie klimatische Extremereignisse haben bestehende Verwundbarkeiten entlang der landwirtschaftlichen Wertschöpfungskette offengelegt. Gleichzeitig haben sie die systemische Bedeutung einer resilienten Landwirtschaft für Versorgungssicherheit, wirtschaftliche Stabilität und gesellschaftliche Akzeptanz erneut ins Bewusstsein gerückt.

Der Vortrag beleuchtete, welche praktischen Lehren aus den Krisenerfahrungen der letzten Jahre für die Stärkung der landwirtschaftlichen Liefer- und Versorgungsketten gezogen werden können und welche politischen Notwendigkeiten hieraus entstehen. Unter anderem werden die Abhängigkeiten von Importen wie etwa bei Betriebsmitteln, die Funktionsfähigkeit von Lieferketten, Marktauswirkungen sowie die Rolle der Politik beleuchtet. Anhand ausgewählter Beispiele wird aufgezeigt, wie Unternehmen, die unterschiedlichen Stufen der Wertschöpfungskette und politische Akteure auf die Ereignisse reagiert haben und welche Maßnahmen sich in der Praxis bewährt haben.

Darauf aufbauend wurden politische Handlungsoptionen zur Stärkung der Resilienz der deutschen Agrarwirtschaft – von verlässlichen Rahmenbedingungen über praxistaugliche Risikovorsorgeinstrumente bis hin zu einer stärkeren Berücksichtigung von Resilienz als Zielgröße in der Agrarpolitik aufgezeigt.

Text: Markus Ebel-Waldmann

Save the Date: VDL-Jahrestagung 2026 vom 7.-9. Mai 2026 in Offenburg

Foto: Stadt Offenburg

Die diesjährige VDL-Jahrestagung wird vom 7. bis zum 9. Mai 2026 in Offenburg stattfinden.
Die VDL-Jahrestagung beginnt traditionell für die Studierenden und Young Professionals schon am Vortag mit der VDL Nachwuchsschmiede.

Am Donnerstag starten dann alle Teilnehmer mit den Spartensitzungen und der VDL-Bundesmitgliederversammlung 2026 in das Programm. Abends wird der traditionelle Begrüßungsabend einen geselligen Ausklang bieten.

Freitag und Samstag freuen wir uns auf ein vielfältiges Exkursionsprogramm .
Anbei finden Sie die Terminankündigung. Weitere Informationen sowie die Anmeldemöglichkeit folgen in den kommenden Wochen.

Text: VDL

VDL Seminar: Intelligentes Wissensmanagement mit KI- Nutzen, Risiken, Nebenwirkungen

Foto: VDL

Vom 8. bis 10. Februar 2026 fand in Hannover in Kooperation mit der dbb akademie das VDL-Seminar „Intelligentes Wissensmanagement mit KI-gestützten Strategien und Lösungen“ statt. Umfangreiche Wissensbestände liegen häufig in unstrukturierten Daten wie Texten, Bildern sowie Audio- und Videoaufnahmen verborgen. Nicht nur in Behörden, auch in Unternehmen, Verbänden und Vereinen sind solche Erfahrungs- und Wissensschätze zu heben. Auch auf den Computern in Privatbereich warten persönliche Erinnerungen, Reiseberichte, Korrespondenz und unstrukturiertes Bildmaterial auf ihre Wiederentdeckung. Im Mittelpunkt des Seminars stand die Frage, wie Künstliche Intelligenz (KI) das Wissensmanagement nachhaltig verbessern und diese Informationsquellen systematisch erschließen und nutzbar machen kann.

Für den sicheren und effektiven Einsatz von KI-Tools wie ChatGPT, Copilot und anderen ist es allerdings sinnvoll zu verstehen, womit wir es hier zu tun haben – und welche Risiken und Nebenwirkungen damit einhergehen. Das war ein Schwerpunkt der Ausführungen von Nils-Michael Becker, dem Dozenten der dbb-akademie, der als Jurist, Journalist und Informatiker mit langjähriger Erfahrung zu den Experten auf diesem Gebiet gehört. Wir wollten von ihm lernen, Strukturen und Muster zu erkennen, einen Blick für das Ganze zu entwickeln und KI einerseits sinnvoll einzusetzen, uns aber andererseits auch einen kritischen Abstand zu bewahren.

Der Künstlichen Intelligenz liegen sogenannte „Large Language Models“ (LLM), also Sprachmodelle zugrunde, die anhand von Wahrscheinlichkeiten und Algorithmen auf der Basis einer Eingabe, z.B. einer Aufgabenstellung, Informationen generieren und Problemlösungen aufzeigen können. Grundlage sind gigantische Datenbanken, mit denen die KI trainiert wird. Die Leistungsfähigkeit einer KI steht und fällt zum einen mit der verfügbaren Datenbasis und zum anderen mit der Formulierung der jeweiligen Aufgabe. Das geschieht in Form von Prompts, mit denen der Anwender Aufträge an die KI konkretisiert. Zur Einordnung der gelieferten Ergebnisse sollte der Anwender folgende Fakten im Bewusstsein behalten:

  • ChatGPT und Co. kennen nur das Material, mit dem sie trainiert wurden. Aus dieser Basis erstellen sie die Antwort. Was aktuell in der Welt passiert, weiß die KI nicht, solange diese Entwicklungen nicht neu in die Trainingsbasis eingepflegt wurden. Deshalb kann sie aktuelle Entwicklungen oft nicht in ihre Antwort einspeisen, und auf Fakten basierende Antworten können veraltet sein. Beispiel: Die Umbenennung des Golfs von Mexiko in den Golf von Amerika durch US-Präsident Trump ist bei ChatGPT noch nicht angekommen (Stand: 12. März 2026).
  • ChatGPT und Co. können nicht raten, was der Anwender meint, insofern kommt es darauf an, Prompts präzise zu formulieren. Wird sowohl dem Anwender als auch der KI eine konkrete Rolle zugewiesen, orientiert sie sich an diesen Vorgaben und die Antwort hat eine entsprechend hohe Zielgenauigkeit. Komplexe Fragestellungen sollten auf mehrere Prompts aufgeteilt werden.
  • ChatGPT und Co. sind darauf trainiert, dem Anwender zu gefallen. Wenn sie keine passenden Antworten in ihrem Fundus haben, neigen sie dazu, zu „halluzinieren“, also Ergebnisse zu erfinden, die der Anwender vermeintlich hören will.
  • ChatGPT und Co. haben keinen „ethischen Kompass“ und kein „Problem“ damit, z.B. Anleitungen zum Bau von Sprengsätzen zu liefern oder jemanden in einer Depression noch zu bestärken.

Fazit: Die Verantwortung liegt immer beim Anwender, der allerdings der KI nicht blind vertrauen und Ergebnisse kritisch hinterfragen sollte. Man kann – und sollte – die KI auch zur Überprüfung ihrer eigenen Ergebnisse auffordern und ihr Fehler nachweisen, auf die sie gelegentlich zerknirscht reagiert. Hilfreich ist auch die Aufforderung, die Quellen anzugeben.

Richtig angewendet, kann KI eine Vielzahl von Aufgaben übernehmen, die wir im Rahmen des dreitägigen Seminars nur partiell ausprobieren konnten. Einige für uns besonders interessante Aspekte sind:

  • Arbeiten an Texten und Dokumenten: Suchen, Zusammenfassen, Verschlagworten, Inhalte selektieren und für unterschiedliche Zwecke und Zielgruppen beschreiben. Textsammlungen strukturieren, archivieren.
  • Meetings und Sitzungen aufzeichnen und per Protokollassistent zusammenfassen und nachbearbeiten lassen. To-do-Listen erstellen und Erledigung nachvollziehen.
  • Analyse von Bild-, Video- und Audiodaten zur Erschließung und Verarbeitung von nicht textbasiertem Wissen.
  • Erschließung von Wissen im Studium: Suche, systematische Aufbereitung und Analyse von wissenschaftlichen Quellen, Erstellung von prüfungsrelevanten Synopsen, Entwicklung von Abfragemechanismen als Lerntool.
  • Weitergabe von Wissen und Erfahrung: Unterstützung von De-Boarding und On-Boarding von Mitarbeitern, um Erfahrungswissen zu sichern und Einarbeitung zu beschleunigen. Auch bei der Einarbeitung neu gewählter Vorstandsmitglieder im Verband ist dieser Aspekt wertvoll.
  • Anonymisierung: Gewährleistung der Einhaltung von Datenschutzvorgaben und weiteren rechtlichen und ethischen Schranken.

ChatGPT und Co. sind machtvolle Instrumente, mit denen nicht nur Gutes getan, sondern auch Missbrauch getrieben werden kann – und zunehmend wird. Immer wieder ist auch in der Diskussion, mit welchen Quellen LLMs trainiert werden und inwieweit dabei das Urheberrecht eingehalten wird – was zu Recht bezweifelt werden kann. Alles, was durch KI verarbeitet, ausgewertet etc. wird, wandert automatisch auch in den großen Datenfundus, aus dem KI ihr Wissen bezieht. Anders wäre das „Selbstlernen“ der LLM auch gar nicht möglich. In der Regel liegen diese Datenbanken auf amerikanischen Servern und sind vor dem Zugriff der amerikanischen Administration nicht grundsätzlich geschützt. Folglich muss der Anwender sich genau überlegen, ob personenbezogene und andere sensible Daten und vertrauliche Informationen in solchen Datenspeichern etwas verloren haben. Das gilt insbesondere für die Verarbeitung eigener Daten und Dokumente. Vor diesem Hintergrund habe ich mich dagegen entschieden, alte Protokolle von Vorstandssitzungen durch ChatGPT auswerten udn zusammenfassen zu lassen – schade eigentlich . . .

Licht und Schatten liegen mitunter eng beeinander. Abstinenz ist allerdings keine Option, vor allem im beruflichen Kontext. Wir nehmen aus diesem sehr informativen Seminar die Ermutigung mit, uns diese Materie intensiv zu erschließen und die Möglichkeiten, die ChatGPT und Co. zu bieten haben, verantwortungsbewusst zu nutzen. Das nächste Seminar könnte zum Beispiel das effektive Prompten, Tools zur Analyse von statistischen Quellen oder die Nutzung von KI zum Programmieren von nützlichen Tools beinhalten.

Hinweis: Für diesen Text wurde zunächst von ChatGPT ein Text auf der Basis des Seminarprogramms erstellt, der dann auf der Grundlage eigener Eindrücke und Erkenntnisse überarbeitet und ergänzt wurde.

Text: Ruth Franken

VDL-Nds – Niedersachsen auf der Grünen Woche in Berlin

Fotos: Ulf Meyer zu Westerhausen, Landvolk, Andreas Melle

Das landwirtschaftliche Jahr 2026 begann für die Niedersachsen wie alle Jahre davor: mit dem Messeauftritt der niedersächsischen Marketinggesellschaft auf der Grünen Woche. Dazu gehören die Länderhalle 20, die man sich schon seit Jahren mit Thüringen teilt, die Zukunftswerkstatt und – das ultimative Netzwerk-Highlight: der Niedersachsen-Abend. Alles, was in unserem Bundesland Rang und Namen hat, ist hier vertreten, dazu zahlreiche Gäste aus ganz Deutschland und darüber hinaus.

Eigentlich war es wie immer, und doch hatte die Geschäftsführerin der Marketinggesellschaft, Vivien Ortmann, ein paar wesentliche Änderungen vorgenommen. So fand die Zukunftswerkstatt erstmals im Palais am Funkturm, quasi um die Ecke statt. Der lange Marsch der Großen Karawane durch die dunklen Messehallen vom anderen Ende des Geländes zur Halle 20 ist nach mehreren Jahrzehnten Geschichte. Irgendwie hatte das ja etwas zutiefst Zeremonielles, aber vor allem die weniger geländegängigen Teilnehmer haben den langen Marsch nicht vermisst.

Mit Vivien Ortmann, Miriam Staudte, Olaf Lies und Hubertus Berges (v. li. n. re.) war die Begrüßungsrunde prominent besetzt

Bei der Zukunftswerkstatt ging es um die Frage, welche Bedingungen die Land- und Ernährungswirtschaft in Niedersachsen braucht, um Gründerdynamik und attraktives Innovationsklima in der Wertschöpfungskette zu schaffen. Mit dem niedersächsischen Ministerpräsidenten Olaf Lies, der Ministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Miriam Staudte, sowie dem Vorstandsvorsitzenden und der Geschäftsführerin der Marketinggesellschaft der niedersächsischen Land- und Ernährungswirtschaft, Hubertus Berges und Vivien Ortmann, war schon die Begrüßungsrunde prominent besetzt. Sie diskutierten, wie Staat, Wirtschaft und Forschung gemeinsam den Weg für eine nachhaltige, innovative Produktivität in Niedersachsen gestalten können. Impulse dazu kamen anschließend unter anderem von Referenten und Referentinnen aus der Ernährungsindustrie, dem Lebensmittelhandel, der Wissenschaft und der Landwirtschaft.

Einigkeit bestand darin, dass Innovationskraft, Ideen und gute Start-ups vorhanden sind, diese aber vor allem durch bürokratische Hürden und mangelnde politische und finanzielle Unterstützung behindert werden. Fünf Jahre auf die Genehmigung eines Bauantrags zu warten, das halte kein Start-up durch. Für ein starkes Innovationsklima brauche es verlässliche Rahmenbedingungen, mehr Pragmatismus und schnellere Abläufe in der Verwaltung sowie mehr Risikobereitschaft bei der Finanzierung, um innovative Konzepte in praktische Investitionen in die Zukunft der Branche umzusetzen.

Die Teilnehmer an der Zukunftswerkstatt brachten viel Diskussionsstoff für angeregte Gespräche mit zum Niedersachsen-Abend und enterten die Halle 20, wo sie sich mit Häppchen und kühlen Getränken ins Netzwerken stürzten. Dabei stellten über 2.500 Menschen unter Beweis, dass sie auch ohne Live-Band das gewohnte Dezibel-Niveau des Niedersachsen-Abends locker aufbieten konnten. Tatsächlich war es ungeachtet der tatsächlichen Lautstärke ohne musikalische Untermalung leichter, sich zu unterhalten, was der Qualität der Gespräche zugute kam.

VDL-Basislager mit VDL-Präsident Markus Ebel-Waldmann (li.)

Wir hatten im Thüringer Teil der Halle wieder einen Tisch mit einem kleinen VDL-Banner als „Basislager“ sichern können, wo in wechselnder Besetzung VDLer und Freunde zwischen vielen Gesprächen ein paar Minuten ausruhen und sich abstimmen konnten. Auch VDL-Präsident Markus Ebel-Waldmann und Geschäftsführer Tobias Dammeier kamen zum Gespräch vorbei. Reichliche kulinarische Versorgung trug ebenfalls zur gelösten Stimmung bei. Und wenn man dann noch um Mitternacht einem geschätzten Kollegen zum Geburtstag gratulieren darf, dann ist der Abend rundum gelungen.

Der von der Marketinggesellschaft professionell organisierte niedersächsische Auftritt auf der Grünen Woche mit der Ausstellergemeinschaft, der Zukunftswerkstatt und dem Niedersachsen-Abend war wieder einmal eine runde Sache. Auch die Neuerungen in den Abläufen wurden von unseren Teilnehmern positiv aufgenommen, wenn auch der Abschied von mancher Tradition für einen kurzen Moment ein klitzekleines Verlustgefühl ausgelöst hat. Wir bedanken uns bei der Marketinggesellschaft für die Organisation dieses besonderen Netzwerk-Highlights und sind uns einig, dass wir uns im nächsten Jahr wieder hier beim Niedersachsen-Abend treffen möchten.

Text: Ruth Franken

 

Grüne Woche mit dem VDL: Fachlicher Austausch, Politikeinblicke und starke Gemeinschaft

Fotos: VDL

Im Rahmen der diesjährigen Grünen Woche in Berlin war der VDL mit einer engagierten Gruppe aus der Sparte Studierende und Young Professionals vertreten. Neben einigen neuen Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die erstmals mit dem VDL an der Grünen Woche teilnahmen, waren auch erfahrene „alte Hasen“ zum wiederholten Male dabei – eine gelungene Mischung, die den Austausch bereicherte.

Der offizielle Auftakt fand im Haus der Ernährung und Landwirtschaft statt, wo die Gruppe herzlich vom VDL-Präsidenten Markus Ebel-Waldmann begrüßt wurde. Im Anschluss folgte eine exklusive Einladung zum Länderempfang des Landes Hessen. Bei kulinarischen Spezialitäten und Getränken aus Hessen bot sich reichlich Gelegenheit zum Netzwerken. Ein besonderer Höhepunkt war der Auftritt von Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer und dem hessischen Landwirtschaftsminister Ingmar Jung, bevor der Abend in eine ausgelassene und gelungene Party mit Liveband und DJ bis in die frühen Morgenstunden überging.

 

Marie-Luise Richter vom Bundesverband Deutscher Pflanzenzüchter bei der Demonstration, wie Ähren kastriert werden. (Foto VDL)

Der Samstag stand ganz im Zeichen der Fachpraxis. Bei einem geführten Rundgang durch Halle 3 (Erlebnisbauernhof) erwartete die Teilnehmenden – begleitet von den Agrarscouts – ein

breites Themenspektrum entlang der gesamten landwirtschaftlichen Wertschöpfungskette. Der Bundesverband Deutscher Pflanzenzüchter zeigte, wie moderne und beschleunigte Sortenzüchtung bei Weizen, Mais und Zuckerrüben funktioniert und warum klimaresiliente Merkmale sowie ein vielseitiger, sinnstiftender

Erstmalig zugelassen: selbstfahrender Rover für den Rebschnitt von Kubota. (Foto L. Wiegand)

Nachwuchs für die Branche immer wichtiger werden. Bei dem Industrieverband Agrar (IVA) ging es um Pflanzenkrankheiten und Pflanzenschutz als Grundlage für stabile Erträge – ebenso wie um aktuelle Herausforderungen durch Resistenzen und Umweltfragen, etwa im Weinbau. Kaufland gab Einblicke in sein Regionalprogramm mit Erzeugern aus einem Umkreis von 30 Kilometern und stellte vor, wie Nachhaltigkeit im Lebensmitteleinzelhandel seit Jahren strukturiert umgesetzt wird. Die Initiative Tierwohl sorgte mit der Diskussion rund um QS-Standards, steigende Anforderungen und die Vielzahl an Labels für viel Gesprächsstoff. Technisch wurde es beim Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA Landtechnik), der alternative Antriebe und autonome Lösungen vorstellte – von E-Motoren bis hin zum ersten zugelassenen autonom Fahrzeug (s. Foto). Abgerundet wurde der Rundgang durch den Deutscher Verband Tiernahrung (DVT), der zeigte, wie sich Nachhaltigkeit, Klimabilanz und innovative Fütterungskonzepte in der Mischfutterwirtschaft wiederfinden und welche Rolle der Verband dabei als Interessenvertretung spielt.

 

Am Samstagabend stand die Landjugendfete auf dem Programm. Der Sonntag bot Zeit zur freien Verfügung auf der Grünen Woche. Am Montag folgte der Besuch des Europäischen Hauses mit einer Fachdiskussion zur europäischen Agrar- und Ernährungspolitik mit Tobias Maaßen, Fachreferent für Klima, Umwelt und Landwirtschaft bei der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland. Nach einem kurzen Mittagsimbiss schloss sich der Besuch des Bundesrates an. Den krönenden Abschluss bildete am Abend der Landjugendball in festlicher Atmosphäre.

Fazit: Die VDL-Exkursion zur Grünen Woche war wieder einmal rundum gelungen – mit einem abwechslungsreichen Programm, vielfältigen fachlichen und politischen Einblicken, zahlreichen Möglichkeiten zum Austausch und Netzwerken sowie einer durchweg sehr guten Stimmung. Vielen Dank an die gute Organisation und Betreuung durch den Geschäftsführer Tobias Dammeier. Die kommende Grüne Woche 2027 ist in jedem Fall schon jetzt einen Kalendereintrag wert!

 

Text: Dr. Laura Wiegand

 

VDL-Studie: Frauen in Führungspositionen in den Bereichen Agrar, Ernährung und Gartenbau

Foto: istock

Der VDL freut sich die aktuelle Studie „Studie Frauen in Führungspositionen in den Bereichen Agrar, Ernährung und Gartenbau 2025“ vorstellen zu können. Im Rahmen des VDL-Fachforums am 13. Oktober 2025 präsentierte Prof. Dr. J.-P. Loy von der Macke-Loy-Glauben GbR Markt- und Konsumforschung, Beratung, sowie dem Lehrstuhl für Marktlehre am Institut für Agrarökonomie der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, die Ergebnisse. Lesen Sie hier mehr über das Fachforum des VDL Bundesverbandes.

Bereits 2020 hat sich der VDL mit diesem Thema beschäftigt und hat nun eine Fortschreibung bzw. aktuelle Untersuchung des Themas vorgelegt.

Gefördert wurde das Projekt von der Landwirtschaftlichen Rentenbank.

Die Studie „Frauen in Führungspositionen in den Bereichen Agrar, Ernährung und Gartenbau 2025″ finden Sie hier zum Download.