VDL- Bayern: Online-Stammtisch mit Einblicke in die Welt der Müllerei

Bild: Pixabay

Am 23. Februar 2026 veranstaltete die VDL-Landesgruppe Bayern einen Online-Stammtisch. Als Gastreferent war Dr. Josef Rampl eingeladen, Geschäftsführer des Bayerischen Müllerbundes und zugleich Vorsitzender der Vereinigung der Wasserkraftwerke in Bayern. Seit über 20 Jahren führt er den Bayerischen Müllerbund, den mitgliederstärksten Berufsverband der Müllerei, in Deutschland.

Die Doppelrolle von Dr. Rampl in Müllerbund und Wasserkraftwerksvereinigung erklärt sich historisch: Mühlen gehören zu den ältesten Handwerken überhaupt, und Wasserkraft war einst ihre wichtigste Energiequelle. Heute ist der direkte Stromanschluss Standard, doch die historische Verbindung ist geblieben. Die Vereinigung der Wasserkraftwerke in Bayern umfasst derzeit mehrere Hundert Mitgliedsbetriebe und wird im kommenden Jahr durch einen Zusammenschluss auf über 1000 Wasserkraftwerksbetreiber anwachsen. Eindrucksvoll die Dimension: Die bayerischen Wasserkraftwerke erzeugen mengenmäßig genug Strom, um alle bayerischen Privathaushalte zu versorgen. Die Hälfte aller deutschen Wasserkraftwerke steht in Bayern.

Dr. Rampl gab einen umfassenden Überblick über die heutige Müllerei. Die klassische Getreideanlieferung direkt vom Landwirt an den Müller existiert kaum noch. Stattdessen kaufen die Mühlen ihr Getreide vom Markt, die sogenannte Lohnmüllerei hat sich durchgesetzt. In Deutschland gibt es rund 170 Mühlenbetriebe, die mehr als 1.000 Tonnen Getreide pro Jahr verarbeiten. In der Erntesaison 2024/25 wurden allein beim Weizen rund 8 Millionen Tonnen verarbeitet. Der Trend ist klar: Roggen geht leicht zurück, Weizen wächst und diese Entwicklung wird sich voraussichtlich fortsetzen.

Wirtschaftlich ist die Müllerei eine anspruchsvolle Branche. Fast 70 Prozent der Kosten entfallen auf Materialkosten, also das Getreide selbst. Die durchschnittlichen Umsatzrenditen reichen kaum an die 2 Prozent, häufig deutlich darunter. Die Einkaufsstrategie ist daher für die Mühlen von existenzieller Bedeutung. Stark schwankende Preise auf dem Weltmarkt stellen ein erhebliches unternehmerisches Risiko dar. Getreide ist ein internationales Geschäft, globale Handelsströme beeinflussen die Preise spürbar, auch wenn die Müller nach Möglichkeit regional einkaufen.

Als sogenannte Flaschenhals-Betriebe spielen Mühlen eine besondere Rolle in der Ernährungssicherheit: Nahezu das gesamte für den menschlichen Verzehr bestimmte Getreide wird über sie verarbeitet. Entsprechend unterliegen Mühlen umfangreichen statistischen Meldepflichten und liefern wichtige Daten an die Politik.

Dr. Rampl geht zudem auf die Mehltype und dazugehörigen DIN-Normen ein sowie auf aktuelle Herausforderungen der Branche: der Klimawandel beeinflusst Erntemengen und Qualitäten; erhöhte DON- und Mykotoxin-Gehalte im Getreide erfordern intensive Kontrollen; die Düngeverordnung wirkt sich auf die anbauenden Betriebe aus und damit mittelbar auf die Mühlen. Interessant dabei: Die Grenzwerte für Qualität und Verunreinigungen sind zwischen Bio- und konventionellem Getreide identisch.

Der Abend endete mit dem gewohnten kollegialen Austausch unter den Mitgliedern der Landesgruppe sowie wichtigen Hinweisen für die Branche, wie beispielsweise die Bewerbungsfrist für den laufenden EU-Concours.

Text: Sebastian Eichelsbacher

VDL-Hessen: Fachtagung „Resilienz der deutschen Agrar- und Ernährungswirtschaft“

Foto: VDL Hessen

Am Montag, 12. Januar 2026, lud der VDL Landesverband Hessen e.V. zu einer Fachtagung „Resilienz der deutschen Agrar- und Ernährungswirtschaft – Was sind die Konsequenzen der Corona-Pandemie und dem Krieg in der Ukraine?“ im Rahmen der 78. Landwirtschaftlichen Woche Nordhessen 2026 in die Stadthalle Baunatal (bei Kassel) ein. Referent war Peter Jung, Leiter Lebensmittelwirtschaft, Deutscher Raiffeisenverband (DRV), Berlin.

Die deutsche Agrar- und Ernährungswirtschaft sah sich in den vergangenen Jahren massiven Herausforderungen ausgesetzt. Die COVID19-Pandemie, der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine, zunehmende geopolitische Spannungen sowie klimatische Extremereignisse haben bestehende Verwundbarkeiten entlang der landwirtschaftlichen Wertschöpfungskette offengelegt. Gleichzeitig haben sie die systemische Bedeutung einer resilienten Landwirtschaft für Versorgungssicherheit, wirtschaftliche Stabilität und gesellschaftliche Akzeptanz erneut ins Bewusstsein gerückt.

Der Vortrag beleuchtete, welche praktischen Lehren aus den Krisenerfahrungen der letzten Jahre für die Stärkung der landwirtschaftlichen Liefer- und Versorgungsketten gezogen werden können und welche politischen Notwendigkeiten hieraus entstehen. Unter anderem werden die Abhängigkeiten von Importen wie etwa bei Betriebsmitteln, die Funktionsfähigkeit von Lieferketten, Marktauswirkungen sowie die Rolle der Politik beleuchtet. Anhand ausgewählter Beispiele wird aufgezeigt, wie Unternehmen, die unterschiedlichen Stufen der Wertschöpfungskette und politische Akteure auf die Ereignisse reagiert haben und welche Maßnahmen sich in der Praxis bewährt haben.

Darauf aufbauend wurden politische Handlungsoptionen zur Stärkung der Resilienz der deutschen Agrarwirtschaft – von verlässlichen Rahmenbedingungen über praxistaugliche Risikovorsorgeinstrumente bis hin zu einer stärkeren Berücksichtigung von Resilienz als Zielgröße in der Agrarpolitik aufgezeigt.

Text: Markus Ebel-Waldmann

VDL-Nds – Niedersachsen auf der Grünen Woche in Berlin

Fotos: Ulf Meyer zu Westerhausen, Landvolk, Andreas Melle

Das landwirtschaftliche Jahr 2026 begann für die Niedersachsen wie alle Jahre davor: mit dem Messeauftritt der niedersächsischen Marketinggesellschaft auf der Grünen Woche. Dazu gehören die Länderhalle 20, die man sich schon seit Jahren mit Thüringen teilt, die Zukunftswerkstatt und – das ultimative Netzwerk-Highlight: der Niedersachsen-Abend. Alles, was in unserem Bundesland Rang und Namen hat, ist hier vertreten, dazu zahlreiche Gäste aus ganz Deutschland und darüber hinaus.

Eigentlich war es wie immer, und doch hatte die Geschäftsführerin der Marketinggesellschaft, Vivien Ortmann, ein paar wesentliche Änderungen vorgenommen. So fand die Zukunftswerkstatt erstmals im Palais am Funkturm, quasi um die Ecke statt. Der lange Marsch der Großen Karawane durch die dunklen Messehallen vom anderen Ende des Geländes zur Halle 20 ist nach mehreren Jahrzehnten Geschichte. Irgendwie hatte das ja etwas zutiefst Zeremonielles, aber vor allem die weniger geländegängigen Teilnehmer haben den langen Marsch nicht vermisst.

Mit Vivien Ortmann, Miriam Staudte, Olaf Lies und Hubertus Berges (v. li. n. re.) war die Begrüßungsrunde prominent besetzt

Bei der Zukunftswerkstatt ging es um die Frage, welche Bedingungen die Land- und Ernährungswirtschaft in Niedersachsen braucht, um Gründerdynamik und attraktives Innovationsklima in der Wertschöpfungskette zu schaffen. Mit dem niedersächsischen Ministerpräsidenten Olaf Lies, der Ministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Miriam Staudte, sowie dem Vorstandsvorsitzenden und der Geschäftsführerin der Marketinggesellschaft der niedersächsischen Land- und Ernährungswirtschaft, Hubertus Berges und Vivien Ortmann, war schon die Begrüßungsrunde prominent besetzt. Sie diskutierten, wie Staat, Wirtschaft und Forschung gemeinsam den Weg für eine nachhaltige, innovative Produktivität in Niedersachsen gestalten können. Impulse dazu kamen anschließend unter anderem von Referenten und Referentinnen aus der Ernährungsindustrie, dem Lebensmittelhandel, der Wissenschaft und der Landwirtschaft.

Einigkeit bestand darin, dass Innovationskraft, Ideen und gute Start-ups vorhanden sind, diese aber vor allem durch bürokratische Hürden und mangelnde politische und finanzielle Unterstützung behindert werden. Fünf Jahre auf die Genehmigung eines Bauantrags zu warten, das halte kein Start-up durch. Für ein starkes Innovationsklima brauche es verlässliche Rahmenbedingungen, mehr Pragmatismus und schnellere Abläufe in der Verwaltung sowie mehr Risikobereitschaft bei der Finanzierung, um innovative Konzepte in praktische Investitionen in die Zukunft der Branche umzusetzen.

Die Teilnehmer an der Zukunftswerkstatt brachten viel Diskussionsstoff für angeregte Gespräche mit zum Niedersachsen-Abend und enterten die Halle 20, wo sie sich mit Häppchen und kühlen Getränken ins Netzwerken stürzten. Dabei stellten über 2.500 Menschen unter Beweis, dass sie auch ohne Live-Band das gewohnte Dezibel-Niveau des Niedersachsen-Abends locker aufbieten konnten. Tatsächlich war es ungeachtet der tatsächlichen Lautstärke ohne musikalische Untermalung leichter, sich zu unterhalten, was der Qualität der Gespräche zugute kam.

VDL-Basislager mit VDL-Präsident Markus Ebel-Waldmann (li.)

Wir hatten im Thüringer Teil der Halle wieder einen Tisch mit einem kleinen VDL-Banner als „Basislager“ sichern können, wo in wechselnder Besetzung VDLer und Freunde zwischen vielen Gesprächen ein paar Minuten ausruhen und sich abstimmen konnten. Auch VDL-Präsident Markus Ebel-Waldmann und Geschäftsführer Tobias Dammeier kamen zum Gespräch vorbei. Reichliche kulinarische Versorgung trug ebenfalls zur gelösten Stimmung bei. Und wenn man dann noch um Mitternacht einem geschätzten Kollegen zum Geburtstag gratulieren darf, dann ist der Abend rundum gelungen.

Der von der Marketinggesellschaft professionell organisierte niedersächsische Auftritt auf der Grünen Woche mit der Ausstellergemeinschaft, der Zukunftswerkstatt und dem Niedersachsen-Abend war wieder einmal eine runde Sache. Auch die Neuerungen in den Abläufen wurden von unseren Teilnehmern positiv aufgenommen, wenn auch der Abschied von mancher Tradition für einen kurzen Moment ein klitzekleines Verlustgefühl ausgelöst hat. Wir bedanken uns bei der Marketinggesellschaft für die Organisation dieses besonderen Netzwerk-Highlights und sind uns einig, dass wir uns im nächsten Jahr wieder hier beim Niedersachsen-Abend treffen möchten.

Text: Ruth Franken

 

100 Jahre Grüne Woche: VDL-Ost-Fachgespräch 2026

Der VDL-Landesverband Ost hat am letzten Sonntag der Grünen Woche wieder das zur Tradition gewordene Fachgespräch organisiert. 2026 ist für die Messe ein ganz besonderes Jahr, da das 100-jährige Bestehen gefeiert wurde. Und es gab auch wieder ein Partnerland. Erstmals war das mit Mecklenburg-Vorpommern ein Bundesland. Bei ihm durften wir dieses Jahr auch für unser Gespräch zu Gast sein.

Dort gab Kristin Romanowski, die im MV-Landwirtschaftsministerium das Referat „Grundsatzangelegenheiten der landwirtschaftlichen Produktion, Nachwachsende Rohstoffe, Agrarforschung, -bildung und -beratung“ leitet, Auskunft über den Länderauftritt und zog eine erste Bilanz: Für das Partnerland sei die Jubiläumsmesse eine volle Erfolgsgeschichte. MV habe sich, seine Kulinarik und die touristischen Highlights durch die hervorgehobene Stellung vor mehr Gästen als sonst präsentieren können. Auf 2.900 Quadratmetern hatten sich insgesamt 78 Aussteller im Laufe der zehn Messetage präsentiert. Auch die Aussteller waren zufrieden, da sie überdurchschnittlich viel verkauft haben, berichtete Romanowski. Dabei war die Vorbereitung knapp. Da Frankreich im Sommer abgesagt hatte, hat kurzerhand MV spontan übernommen und war zusätzlich zur Planung des eigenen 25-jährigen Messejubiläums dann zudem auch noch Partnerland geworden. Als persönliches Highlight wertete die Referatsleiterin die Eröffnungsfeier inklusive der bewegenden Rede der eigenen Ministerpräsidentin, Manuela Schwesig.

Neben den Einblicken aus dem Partnerland gewährte auch der Direktor der Grünen Woche, Lars Jaeger, eine exklusive Vorabbilanz der Messe. So deutete er bereits vormittags an, was gegen Messeende dann offiziell wurde: Mit rund 350.000 Gästen, wurde das zuvor selbstgesteckte Ziel deutlich übertroffen. Es waren am Ende 40.000 Personen mehr als im Vorjahr. Dabei gab jeder Gast im Schnitt 150 Euro aus. Politisch gesehen, war alles da, was Rang und Namen hat. Allen voran Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, der die Festrede bei der Eröffnung gehalten hat. Diese Würdigung hob Jaeger nochmals explizit hervor. Auch wenn die Jubiläumsmesse eine ganz besondere für das Team war, habe es nicht nur Lob gegeben. Viel Kritik sei an sie über verschiedene Wege herangetragen worden. So auch zur Tierhalle, aber ebenfalls dazu, dass keine Heimtiere ausgestellt worden waren. Die Messe prüfe Änderungen bei der Konzeption der Tierhalle, kündigte Jaeger an. Er habe erstmals in seiner Laufbahn als Messeleiter „Wehmut, dass es zu Ende geht“.

Aber die Grüne Woche kommt wieder, keine Frage: Die nächste findet vom 15. bis 24. Januar 2027 statt.

VDL-NDS: Dokumentarfilm „Höfe“ – Einblicke in den landwirtschaftlichen Arbeitsalltag

Fotos: Pixabay, Akinema Filmproduktion

Am 20. November konnten wir in der Jugendherberge Oldenburg den Dokumentarfilm „Höfe – Familie, Wirtschaft, Wandel“ zeigen. Die nachhaltige Transformation der Agrar- und Ernährungswirtschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit – vielschichtig, komplex und voller Widersprüche. Im Rahmen des vom Verbund Transformationsforschung agrar Niedersachsen (trafo:agrar) durchgeführten Projekts „Agrar-Transformationen“ ist aus diesem Spannungsfeld ein außergewöhnlicher Dokumentarfilm entstanden.

Der Film von Janek Totaro und Johannes Kohout (Akinema Filmproduktion) begleitet über viele Monate hinweg vier landwirtschaftliche Betriebe in Niedersachsen, zwei Milchvieh- und zwei Schweinebetriebe, ökologisch wie konventionell und groß wie klein. Die Filmemacher folgen der alltäglichen Arbeit der Landwirtsfamilien mit Routinen im Stall, Entscheidungen im Büro und Gesprächen im und über den Betrieb. Dabei werden alltägliche Arbeitssituationen gezeigt und auch Schwierigkeiten, wie sie bewältigt werden. So zeigt der Film landwirtschaftliche Arbeit als Spiegel einer Branche, die täglich produziert, was wir jeden Tag konsumieren. Flankierend werden Gespräche mit Menschen aus der Beratung, Politik und der Wissenschaft aufgezeichnet – quasi als Echo dessen, was von außen an die Familien herantritt. In ihrer Funktion als Beobachter und stille Begleiter stellen Totaro und Kohout nicht die „großen Fragen“ zur Zukunft der Landwirtschaft, und doch lassen sie mögliche Antworten aufscheinen. Denn zwischen familiärer Verantwortung, wirtschaftlichem Druck und gesellschaftlichen Forderungen zeigen sich in leisen Zwischentönen die Umrisse eines stetigen Veränderungsprozesses.

Es ist kein fertiges Bild, welches da entsteht, kein fertiger Entwurf einer Landwirtschaft, wie sie als Ergebnis der Transformation entstehen könnte. Es bleiben Fragen offen, mit denen sich auch die Zuschauer auseinandersetzen, von denen viele einen praktischen Bezug zur Landwirtschaft haben oder einmal hatten. Einer kommentiert eine Situation auf dem großen Milchviehbetrieb, wo mehrere Angestellte in einem langen Melkgang den Kühen Melkgeschirre ansetzten. Er fragt sich, warum hier keine Melkroboter im Einsatz sind – ob die osteuropäischen Arbeitskräfte möglicherweise preiswerter sind als eine so große Investition.

Was bleibt, ist der Eindruck von großer Professionalität auf den Betrieben. Schon seit Jahrzehnten findet hier eine Transformation statt: Heute ist eine solide Ausbildung der Landwirtinnen und -wirte eine Grundvoraussetzung für jeden landwirtschaftlichen Betrieb. Ohne umfassende Computerkenntnisse, Verwaltungswissen und technisches Verständnis geht heute nichts mehr – ein landwirtschaftlicher Arbeitsplatz einschließlich Technik wird heute mit durchschnittlich mehr als einer halben Mio. Euro bewertet. Die „alten Zeiten“, in denen der Hoferbe keine Notwendigkeit sah, mehr als das Nötigste an Schulbildung mitzunehmen, sind lange vorbei. Heutige Hofnachfolger sehen auch den Meisterbrief inzwischen nicht mehr als ausreichend, viele übernehmen ihre Betriebe mit einem Hochschulabschluss.

Der Film hält naturgemäß kein „Happy End“ bereit, regt aber sehr wohl zu weiterer Beschäftigung an – schließlich ist jede Transformation ein Prozess, der nicht einfach endet. Beeindruckt hat uns die positive Grundhaltung der dargestellten Personen, die trotz aller Herausforderungen der modernen Landwirtschaft Freude an ihrem Beruf haben und Perspektiven für ihre Kinder sehen.

Text: Ruth Franken

VDL-NDS: VDL Niedersachsen auf der AgriTechnica 2025

Foto: Dr. Tania Runge, GRIMME Landmaschinenfabrik GmbH & Co. KG, Ruth Franken

Vom 9. bis 15. November fand in Hannover die AgriTechnica 2025 statt, und der VDL Niedersachsen war wieder mit dabei. Diesmal hatten die Landwirtschaftskammern beschlossen, die Karriereberatung in den Hauptstand in Halle 24 zu integrieren. Der VDL war auch in dieser Konstellation als Gast bei den Landwirtschaftskammern während der gesamten Messezeit präsent und konnte viele Gespräche zur beruflichen Orientierung und zur Arbeit des Berufsverbandes führen.

VDL-Messerundgang zum Berufseinstieg

Die von der DLG vorgenommene neue Organisation der AgriTechnica in diesem Jahr wirkte sich auch auf den traditionellen VDL-Messerundgang zur Berufsorientierung aus, der am Freitag, den 14. November 2025 stattfand. Im Fokus standen nicht nur Kontakte zu potenziellen Arbeitgebern, sondern auch ganz aktuelle Entwicklungen wie Klimawandel oder Künstliche Intelligenz, die das Potenzial haben, die Arbeitswelt grundlegend zu verändern.

Bei der SAATEN-UNION spielt der Klimawandel inzwischen eine dominante Rolle im Züchtungsprozess. Die Vertriebsorganisation von fünf deutschen mittelständischen Pflanzenzüchtern mit Zentrale in Isernhagen bei Hannover vermarktet ca. 300 Sorten von Getreide, Mais, Leguminosen und Zwischenfrüchten für den europäischen Anbau. Bei den Zwischenfrüchten ist die Fähigkeit, Unkräuter zu unterdrücken, ein wichtiges Zuchtziel. Da die Trockenheit ein Auflaufen der Zwischenfrüchte eher erschwert, gehen die Landwirte verstärkt auf Direktsaat über, darauf muss sich die Züchtung und die Zusammenstellung der Sortenmischungen einstellen. Bei den Leguminosen rückt die Sojabohne in den Fokus, für deren Verbreitung nordwärts jetzt angepasste Sorten benötigt werden. Wer beruflich bei der SAATEN-UNION und ihren Gesellschaftern einsteigen möchte, kann besonders mit Auslandserfahrung punkten. Hier geht es zur Karriere-Seite.

Auch beim Deutschen Wetterdienst (DWD) sind die Auswirkungen des Klimawandels ein zentrales Thema. Die Gruppe bekam zunächst einen Überblick über die Organisation des DWD und insbesondere die Aufgaben des Zentrums für Agrarmeteorologische Forschung (ZAMF) des DWD in Braunschweig vor. Hier arbeiten ca. 30 Fachleute mit Agrarbezug und verarbeiten die Daten für die Landwirtschaft, die für den Pflanzenbau wichtig sind: Temperatur, Niederschläge und Bodenfeuchtigkeit bestimmen Zeitfenster für Bodenbearbeitung, Düngung, Pflanzenschutz etc. und geben Auskunft über die Befahrbarkeit der Böden. Bis 2027 sollen bundesweit 20 Stationen zur Messung der Bodenfeuchte in Betrieb sein. Die Ergebnisse fließen in den Bodenfeuchteviewer ein, der tagesaktuell und punktgenau den Zustand der Bodenfeuchte bis 2 m Tiefe angibt und so zum Beispiel für die Beregnungsplanung Daten liefert.

Anschließend ging es zur Rentenbank, die zwar nur selten direkt als Geschäftsbank fungiert, aber für die meisten Landwirte eine wichtige Rolle bei der Finanzierung von Investitionen spielt. Sie vergibt grüne Kredite mit einem in den Sonderkreditprogrammen leicht reduzierten Zinssatz. Diese gehen über die diversen Hausbanken an die Landwirtschaft. Eine direkte Geschäftsbeziehung mit der Rentenbank pflegen vor allem Großunternehmen. Anders ist es bei den Zuschüssen, die auch direkt von der Rentenbank ausgezahlt werden können. Bei der Rentenbank arbeiten etwa 450 Mitarbeiter, ein Teil davon mit einer agrarwissenschaftlichen Ausbildung, deren fachliche Expertise bei den verschiedenen Projekten zum Tragen kommt. Interessant ist auch die Schriftenreihe der Bank zu Agrarthemen. Die Rentenbank kann man schon im Studium über ein Praktikum oder als Werksstudent/in kennenlernen, der Berufseinstieg erfolgt i.d.R. über das Traineeprogramm. Hier gibt es die Stellen-Infos.

Nachtschicht ist manchmal unumgänglich

Den Abschluss des Rundgangs bildete der Besuch bei Grimme. Das Unternehmen ist langjähriger Marktführer bei Kartoffeltechnik vom Legen bis zum Roden. Seit 2003 engagiert sich Grimme im Geschäftsfeld der Rübenernte, seit zehn Jahren auch in der Gemüsetechnik. In der Ernte sind in Deutschland 4.000 Maschinen im Einsatz und die müssen rundum funktionieren. Deshalb ist eine hohe Qualität in der Fertigung und in der Ersatzteilversorgung zwingend. Im Unternehmen arbeiten 1.800 Arbeitskräfte, 120 Auszubildende in 16 Berufen. „Begeisterung ist wichtiger als der Master“, sagt unser Gastgeber bei Grimme. Wer hier einsteigen will, muss neben der Begeisterung für das Produkt auch digitale Affinität und Lust auf die ganze Welt mitbringen, denn das ist das Absatzgebiet der Grimme-Technik. Sprachkenntnisse sind ebenso hilfreich wie Kenntnisse in Bodenkunde und die Bereitschaft, sich auf dem Acker die Hände schmutzig zu machen. Es werden längere Praktika in Verbindung mit einer Masterarbeit angeboten. Dafür hat die Firma schon ein paar Themen in petto und freut sich auf Werkstudenten. Mehr dazu hier.

Die Landwirtschaftskammern ermöglichten uns, die Teilnehmer nach dem Rundgang zu einem „Boxenstopp“ auf dem Stand einzuladen, bei dem die Karrierewege bei den Kammern vorgestellt wurden. Neben dem Referendariat und dem Einstieg in den Gehobenen Dienst ist auch ein Direkteinstieg möglich, der allerdings i.d.R. nicht in die Beamtenlaufbahn führt.Nach Niedersachsen geht es hier lang. Wer lileber in Nordrhein-Westfalen einstiegen will, schaut hier nach.

Zum Abschluss konnten wir uns mit einer selbstständigen Personalberaterin von AGRI-associates über aktuelle Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt austauschen und erfahren, wie eine professionelle Personalberatung beim Berufseinstieg und weiteren Karriereschritten unterstützen kann. AGRI-associates ist spezialisiert auf die Suche und Rekrutierung von Fach- und Führungskräften in der Agrarwirtschaft. Als ausgebildete Agraringenieure mit Führungserfahrung kennen die Karriereberater  die Branchenstruktur, den Arbeitsmarkt und die spezifischen Anforderungen des Agrarsektors. Hier sind die aktuell ausgeschriebenen Positionen.

Der VDL Landesverband Niedersachsen bedankt sich herzlich bei allen Gastgebern der Rundgänge, beim Verband der Landwirtschaftskammern und der Landwirtschaftskammer Niedersachsen für die Gastfreundschaft und das sehr gute kollegiale Miteinander.

Text: Gustav Wehner, Ruth Franken

VDL-Bayern: Hervorragende Resonanz auf VDL-Symposium mit vier ausgezeichneten Referenten zum Thema Unternehmensführung

Am 2. Dezember 2025 lud die VDL-Landesgruppe Bayern zum Symposium „Unternehmensführung in der Grünen Branche“ nach Freising ein. Unter dem Motto „Vier Perspektiven, ein Thema“ kamen Führungskräfte aus Konzern, Mittelstand, Landwirtschaft und Startup zusammen, um ihre Erfahrungen zu teilen und über Herausforderungen sowie Chancen moderner Unternehmensführung zu diskutieren. Die Veranstaltung war ein voller Erfolg: Der Raum war bis auf den letzten Platz gefüllt, zahlreiche Studierende nutzten die Gelegenheit, mit den erstklassigen Referentinnen und Referenten ins Gespräch zu kommen und wertvolle Einblicke in die Praxis zu gewinnen.

Nach einem Begrüßungskaffee eröffnete Dr. Wolfgang Filter von der VDL-Landesgruppe Bayern das Symposium mit kurzen Grußworten. Auch die Mitveranstalter waren vertreten: Claudia Luksch sprach für das Hans Eisenmann-Forum für Agrarwissenschaften (TUM-School of Life Sciences), Prof. Dr. Martin Spreidler repräsentierte die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf. Die wissenschaftliche Begleitung erfolgte durch Carina Ober und Dr. Philipp Mennig vom Lehrstuhl für Produktions- und Ressourcenökonomie landwirtschaftlicher Betriebe (Prof Sauer, TUM). Moderiert wurde der Abend von Dr. Wolfgang Filter und Sebastian Eichelsbacher (VDL-Landesgruppe Bayern).

Im Mittelpunkt standen die Impulsreferate der geladenen Gäste, die Unternehmensführung aus sehr unterschiedlichen Perspektiven beleuchteten. Prof. Dr. h.c. Martin H. Richenhagen gab eindrucksvolle Einblicke in die Führung eines internationalen Konzerns und sprach offen über Verantwortung, Entscheidungsfindung und globale Märkte. Als langjähriger CEO der AGCO Corporation (2004-2020) brachte er seine umfassenden internationalen Erfahrungen ein und sorgte damit immer wieder für Staunen im Publikum. Heinrich Traublinger schilderte seine Erfahrungen aus dem Mittelstand und zeigte, wie wichtig Flexibilität, Innovationskraft und persönliche Nähe zum Betrieb für nachhaltigen Erfolg sind. Als Geschäftsführer der Bäckerei und Konditorei Traublinger ist er weiterhin nah am Tagesgeschäft, während sich seine Aufgaben über die Jahre von der Backstube hin zur Verantwortung für 22 Filialen, rund 130 Mitarbeitende und eine hochmoderne Backstube entwickelt haben. Von besonderem Wert für die Zuhörer war, dass er den Betrieb zum Jahresende 2025 verkauft hat, weil sich innerhalb der Familie keine Nachfolge ergab. Diese Entscheidung nötigte vielen Respekt ab, weil die Nachfolgeproblematik auch in der Landwirtschaft bekannt ist und dort oft viel zu emotional gehandhabt wird. Carolin Pflügler brachte die Perspektive eines landwirtschaftlichen Betriebs ein und verdeutlichte, wie sich dieser durch konsequente Diversifizierung zukunftsfähig aufstellt. Das umfasst die Direktvermarktung im Hofladen über Bierbrauerei und Veranstaltungssaal bis hin zu vielfältiger Produktion mit Gemüse, Geflügel, Ackerbau und eigener Bäckerei. Großen Anklang fand ihr Bericht über die Verlagerung des Betriebes aus dem Dorfkern in die Feldmark. Am Beispiel des Pflügler Hofs wurde anschaulich, wo Potenziale liegen und welche Aspekte bei größeren Investitionen besonders sorgfältig abzuwägen sind. Torsten Steiner stellte mit Dahlia Robotics ein Startup vor, das mit technologischen Innovationen neue Wege in der Landwirtschaft beschreitet. Durch hocheffiziente Bilderkennung und autonome Steuerung werden Reihenkulturen bei hohen Fahrgeschwindigkeiten mechanisch von Unkraut befreit. Deutlich wurde dabei, dass unternehmerischer Erfolg im Startup-Bereich einen langen Atem erfordert. Innovationen sich jedoch mit Beharrlichkeit am Markt durchsetzen können.

Alle Referenten gewährten sehr persönliche Einblicke in ihre unternehmerische Realität und sprachen nicht nur über Erfolge, sondern auch offen über Herausforderungen, Krisen und Rückschläge. Genau diese Offenheit wurde von den Teilnehmenden besonders geschätzt. In der anschließenden Diskussion wurden zentrale Fragen der Unternehmensführung vertieft: Welche Fähigkeiten sind heute entscheidend? Wie setzt man klare Ziele und setzt sie erfolgreich um? Welche Rolle spielen Netzwerke, politisches Engagement und Ehrenamt? Und wie prägen Digitalisierung, Künstliche Intelligenz und Nachhaltigkeit die Zukunft der Grünen Branche? Die Fragen aus dem Publikum wurden dabei intensiv aufgegriffen. Ein Gedanke zog sich wie ein roter Faden durch den Abend: Führung bedeutet harte Arbeit, Zielstrebigkeit und Ehrgeiz. Und oft auch die Bereitschaft, die sprichwörtliche „Extra-Meile“ zu gehen, selbst wenn Zeit ein knappes Gut ist.

Beim anschließenden Ausklang bei Snacks und Getränken wurde das Netzwerken lebendig fortgesetzt. Studierende, Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteiger sowie die Referentinnen und Referenten kamen in entspannter Atmosphäre ins Gespräch und knüpften wertvolle Kontakte. Das Feedback war ausgesprochen positiv. Besonders häufig wurde betont, dass es

„nicht selbstverständlich ist, mit erstklassigen Führungskräften in einem Raum zu sitzen und von ihnen lernen zu können“

– eine Erfahrung, die entsprechend wertgeschätzt wurde. Auch die Mitveranstalter Hans Eisenmann-Forum (TUM) und Hochschule Weihenstephan-Triesdorf zogen ein sehr positives Fazit und blicken bereits mit Vorfreude auf das nächste Symposium. In Erinnerung bleiben wichtige Tipps, ehrliche Erfahrungsberichte und die Motivation, insbesondere für die Studierenden. Mit Engagement, Zielstrebigkeit und Leidenschaft lässt sich viel bewegen und aufbauen. Das Symposium hat eindrucksvoll gezeigt, wie wertvoll der Austausch im Berufsstand und im VDL-Netzwerk ist.

Text: Sebastian Eichelsbacher

Bilder: Dr. Wolfgang Filter

VDL-Bayern: 2. Dez 2025 Symposium Unternehmensführung

Symposium

Unternehmensführung

Vier Perspektiven, ein Thema: erfolgreiche Unternehmensführung in der Grünen Branche für Agrar, Ernährung, Umwelt. Landwirtschaft, Mittelstand, Startup & Konzern – praxisnah, vielseitig und inspirierend!

Freising, 2. Dezember 2025 von 16 – 19 Uhr

Programm

  • 15.30 Uhr Willkommen
  • 16.00 Uhr Begrüßung & Programmstart
  • 16.00-19.00 Uhr Kurzreferate & Podiumsdiskussion
  • 19.00 Uhr Ende des Programms
  • ab 19 Uhr Empfang & Netzwerken

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der TUM School of Life Sciences (Hans Eisenmann-Forum für Agrarwissenschaften) und der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf statt.

Veranstaltungsort: Hans Eisenmann-Forum, Liesel-Beckmann-Str. 2, 85354 Freising, Seminarraum, Erdgeschoss

Anmelden & Termin eintragen! Die Teilnahme ist kostenfrei. Wir freuen uns auf Ihre und Eure Teilnahme!

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Anmeldung (siehe unten)

Die Anmeldung ist abgelaufen. Die Veranstaltung ist ausgebucht!

20. Netzwerkabend 2025 des VDL Hessen in der Zentrale der Vereinigten Hagelversicherung VVaG in Gießen

Nach dem großen Erfolg der VDL-Netzwerkabende in den vergangenen Jahren fand auch in diesem Jahr das bereits 20. Treffen am Freitag, den 07. November 2025, in Gießen statt. Auch in diesem Jahr war die Vereinigte Hagelversicherung VVaG Gastgeber in ihrer Zentrale in der Wilhelmstrasse 25. Der Netzwerkabend, zu dem alle Gießener Absolventen (gleich welchen Jahrganges!) eingeladen waren, startete mit einem Sektempfang in der Zentrale der Vereinigten Hagelversicherung VVaG und der Begrüßung durch den Vorstand der Hagelversicherung und des VDL.

Markus Ebel-Waldmann, Landesvorsitzender im VDL LV Hessen e.V. eröffnet den Netzwerk- und Alumniabend 2025

Es schloss sich ein Grußwort des Dekans des Fachbereichs 09 „Agrarwissenschaften, Ökotrophologie und Umweltmanagement“ der Justus-Liebig-Universität Gießen, Prof. Dr. Klaus Eder, an, bei dem er auf die aktuellen Entwicklungen an seinem Fachbereich einging.

Als Keynote-Speaker referierte Sebastian Schneider, Generalsekretär beim Hessischen Bauernverband, Friedrichsdorf, zum Thema „Vor welchen Herausforderungen steht die Landwirtschaft in Hessen?“. Dabei gab er u.a. einen Einblick in die aktuellen und zukünftigen Rahmenbedingungen der Landwirtschaft und schilderte die zentrale interdisziplinäre Rolle der Landwirtschaft zwischen steigender Weltbevölkerung und Ernährungssicherheit, nachhaltige Energieversorgung, Klimawandel und Umwelt-/Ressourcenschutz. Aber auch die Rolle der Verbände im politischen Gefüge wurde beleuchtet. Das Fachwissen der Verbände sei in der aktuellen Politik essentiell und Verbände sollten aktiv Veränderungsprozesse gestalten und konkrete Lösungskompetenz einbringen.

Sebastian Schneider, Generalsekretär bei Hessischen Bauernverband (links) und Thomas Gehrke, Mitglied des Vorstands, Vereinigte Hagelversicherung bei Netzwerk- und Alumniabend 2025 in Gießen

 

Thomas Gehrke, Mitglied des Vorstandes der Vereinigten Hagelversicherung eröffnete das traditionelle Grünkohlessen. Der Abend stand dann ganz im Zeichen des Wiedersehens, Kennenlernens und dem Erfahrungs- und Meinungsaustausch.

Text: VDL LV Hessen

VDL Hessen: VDL-Mitgliederversammlung 2025 bestätigt amtierenden Vorstand

Im Rahmen der diesjährigen Mitgliederversammlung des VDL Landesverbandes Hessen e.V. in Gießen standen auch die satzungsgemäßen Wahlen des geschäftsführenden Vorstandes auf der Tagesordnung.

Markus W. Ebel-Waldmann wurde einstimmig im Amt des Landesvorsitzenden bestätigt. Die neue Amtszeit beträgt satzungsgemäß drei Jahre. Ebel-Waldmann führt den Verband bereits seit 1995. Seit 1988 gehört der 59-jährige Agrarökonom dem Vorstand des VDL-Landesverbandes Hessen e.V. in verschiedenen Funktionen an. Markus W. Ebel-Waldmann, seit Mai 2006 auch Präsident des VDL-Bundesverbandes e.V. ist, ist hauptamtlich Sprecher der Betriebsleitung der Stadtwerke Rodgau und Geschäftsführer der Stadtwerke Rodgau Energie GmbH sowie der Energieversorgung Rodau GmbH.

Ebenfalls bestätigten die Mitglieder den Hattenheimer Dr. Jörg Hüther im Amt des stellvertretenden Landesvorsitzenden. Er wird sich dem Amt aus dem Ruhestand heraus widmen. Auch der bisherige Geschäftsführer Tobias Grabner (37), Fachexperte für Umwelt- und Entsorgungsmanagement bei der DB Cargo AG, wurde in diesem Amt für eine weitere Amtszeit bestätigt.

 

Neu in den Vorstand gewählt wurde Christian Fey als Sprecher der Sparte Studierende. Er studiert im Bachelor Agrarwissenschaften an der Universität Gießen.

 

 

 

 

Text: VDL Hessen