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VDL-NDS: Pflanzenernährung vor großen Herausforderungen

30. Juli 2026/in Allgemein, Landesverbände, LV Niedersachsen

Fotos: Eberhard Köhler, Pixabay, Dr. Tania Runge, Veolia

Geopolitische Abhängigkeiten als Einflussfaktoren für wirtschaftlich tragfähige Düngestrategien – davon haben wir im Studium wenig gehört, zumal wenn dieses schon ein paar Jahre zurückliegt. Das hat sich in den letzten Jahren gründlich geändert. Die Verfügbarkeit von Stickstoff und Schwefel wird aktuell durch die Sperrung der Straße von Hormus beeinträchtigt, aber auch die Versorgung mit Phosphor hat ihre Unwägbarkeiten. Die umfangreichsten Rohphosphat-Ressourcen liegen in Marokko und Westsahara, aber auch Russland, China und die USA verfügen über große Lagerstätten. Um die Abhängigkeit von Importen aus geopolitisch problematischen Regionen zu reduzieren, forciert die Politik die Rückgewinnung von Phosphaten aus Klärschlämmen. Darüber wollten wir mehr erfahren und organisierten eine Fachexkursion zu den Unternehmen Veolia Klärschlammverwertung Deutschland GmbH in Markranstädt und SKW Stickstoffwerke Piesteritz GmbH in Lutherstadt Wittenberg. Veolia leistet Pionierarbeit auf dem Gebiet des Phosphorrecyclings und steht in den Startlöchern für eine verfahrenstechnische Lösung im industriellen Maßstab. SKW ist aktuell das letzte Unternehmen, das noch „Stickstoff made in Germany“ herstellt.

Hochschule Anhalt – Bernburg: Eindrücke einer Feldrundfahrt

Auf dem Weg nach Markranstädt nutzten wir die Gelegenheit, uns auf dem Versuchsbetrieb der Hochschule Anhalt in Bernburg über den aktuellen Stand der Ackerbauforschung zu informieren. Bernburgs grüner Campus liegt am Südrand der Magdeburger Börde im nordöstlichen Regenschatten des Harzes auf Lößschwarzerde mit 86 –100 Bodenpunkten. Auf dem Campusgelände bieten 55 ha Versuchsfeldfläche, zahlreiche Projektgärten und Versuchsanlagen sowie moderne Labore beste Rahmenbedingungen für die Lehre und angewandte Forschung in der Landwirtschaft. Die Arbeitsgruppe Feldversuche unter der Leitung von Frau Prof. Annette Deubel führt auf den fünf Versuchsfeldern ein- und mehrjährige Versuche zu Anpassungsstrategien an Klimaveränderungen, zu Anbau und Verwertung von Körnerleguminosen und zum Einsatz digitaler Technologien in der Pflanzenproduktion durch. In Zusammenarbeit mit dem Bereich Naturschutz laufen Projekte zur Agriphotovoltaik und zur Förderung der Biodiversität in Agrarökosystemen.

Bienenfresser lieben den grünen Campus Bernburg

Bienenfresser lieben den Campus Bernburg

Stefan Gille vom Team Feldversuche gab uns zunächst einen Überblick über den Versuchsbetrieb und stellte uns bei einer ausgedehnten Feldrundfahrt gemeinsam mit Frau Prof. Deubel zahlreiche Versuchsanstellungen aus dem vielseitigen Forschungsprogramm vor. Unterwegs diskutierten wir in den Versuchsparzellen Fragen und Antworten zu einer Vielzahl von Feldfrüchten mit ihren sortenspezifischen Unterschieden, Fruchtfolgen u.v.m. Welche hohe Aktualität gerade die Versuche zu Potenzialen und Grenzen der Anpassung an den Klimawandel haben, zeigt ein Blick nach oben, wo es über den Feldversuchen etwas Unerwartetes zu entdecken gab: Auf dem Bernburger Campus fühlen sich inzwischen auch Bienenfresser richtig heimisch. Die aus sonnigeren Gefilden eingewanderten Vögel mit den markanten Farben haben sich im nahe gelegenen Tagebaugelände angesiedelt. Insgesamt ist beeindruckend, welche idealen Bedingungen diese Feldversuche den Studierenden bieten, praktische Erfahrungen für die zukünftige berufliche Karriere zu sammeln. Zum Ende der Rundfahrt holten uns einige kräftige, aber durchaus willkommene Regenschauer aus dem Westen ein, bevor wir die Abschlussdiskussion unter Dach bei Kaffee und Kuchen fortsetzen konnten.

Den Abend verbrachten wir mit angeregter Unterhaltung und dem Austausch der sehr unterschiedlichen Erfahrungen der Teilnehmer, die aus mehreren Bundesländern zu dieser Exkursion angereist waren. Dabei konnten wir mit Matthias Hoger, dem Geschäftsführer des Veolia-Standorts in Markranstädt, auch unseren Gastgeber des nächsten Tages begrüßen, der unserer Einladung zum Begegnungsabend gerne gefolgt war.

Markranstädt: Wie kommt der Phosphor zurück auf die Felder?

Am nächsten Morgen begrüßte uns Herr Hoger in den Räumlichkeiten von Veolia, der uns in die Möglichkeiten und Tücken des P-Recyclings aus Klärschlamm eingeführte und dabei an die Diskussionen des Vorabends anschließen konnte. Im Zentrum steht hier

Herr Hoger (re) erklärt die Funktion der Membranpresse: Sie entwässert den nach dem Säureaufschluss entstandenen sauren Brei und bereitet den Feststoff für die Granulation vor.

ein von der Pontes Pabuli GmbH in Leipzig entwickeltes Verfahren, mit Hilfe dessen aus phosphathaltigen Aschen hochwertiger Dünger erzeugt werden kann. Die Aschen sind das Ergebnis der Verbrennung von Klärschlämmen aus der Abwasserbehandlung und enthalten wechselnde Anteile von Phosphor, aber auch von Schwermetallen. Herr Hoger führte uns in seinem Vortrag mit anschaulichen Darstellungen durch diesen doch recht komplizierten Prozess der P-Anreicherung aus der Asche im nasschemischen Verfahren. Während organische Verunreinigungen bereits durch die Verbrennung des Klärschlamms nicht mehr in der Asche enthalten sind, müssen eventuell vorhandene Schwermetalle beim Anreicherungsprozess abgetrennt werden. Die Einhaltung vorgegebener Grenzwerte ist Voraussetzung für ein verkehrsfähiges Produkt.

Nach dem Säurebad bleiben feuchte Feststoffe (Mitte), die ganuliert und getrocknet werden (links).

Anschließend besichtigten wir die Forschungsanlage auf dem Firmengelände, die in einem zweistöckigen Containerbau installiert wurde. Darin wurde über drei Jahre an einer Prozessoptimierung gearbeitet. Im Ergebnis entsteht – vereinfacht ausgedrückt – aus der Suspension von Asche und Säure eine feuchte Masse, die dann granuliert und getrocknet wird. Wir haben gelernt, dass trotz der wohlklingenden Namen sowohl der „Pralineneffekt“ als auch der „Paranusseffekt“ durchaus unerwünscht sind. Bei ersterem wird in der Mitte feuchtes Material umschlossen und so die Trocknung erschwert, beim zweiten kommt es zu einer unerwünschten Entmischung bei Granulaten unterschiedlicher Größe. Für eine gleichmäßige Verteilung des Düngers auf dem Feld ist jedoch eine homogene Ware wichtig. Hier knüpft eine Kooperation mit SKW Stickstoffwerke Piesteritz an, wo der aus der Asche gewonnene Phosphor-haltige Presskuchen zunächst mit Stickstoff angereichert und erst danach zu gleichmäßig gekörnten Mehrnährstoffdüngern verarbeitet wird. Wie das Material schließlich als Pflanzennährstoff seine Wirkung entfaltet, konnten wir an einer Reihe von Gefäßversuchen im Gewächshaus in Augenschein nehmen.

Erste Versuche mit den Rezyklaten finden bei Veolia im Gewächshaus statt.

Nach der Besichtigung gab es noch eine Einführung in die aktuelle Rechtslage und die ökonomischen Herausforderungen. Ab 2029 ist das Phosphorrecycling aus Klärschlamm Pflicht für größere deutsche Klärwerke. Dann müssen rund 1 500 000 t Trockenmasse pro Jahr einem Recycling zugeführt werden. Aktuelle Berechnungen gehen jedoch davon aus, dass die bis dahin installierten Verarbeitungskapazitäten nur für rund ein Viertel des jährlich anfallenden Klärschlamms ausreichen. In einer lebhaften Diskussion wurde darüber debattiert, welche Konsequenzen sich daraus ergeben: Bleibt es bei den gesetzlich festgelegten Fristen für das Recycling oder werden diese weiter in die Zukunft verschoben? Diese Unsicherheit ist ein Dilemma für die Kommunen als Träger der meisten Klärwerke. Entscheiden sich diese für das kostenintensive Recycling ihres Klärschlamms und sind hierzu dann doch nicht verpflichtet, dann werden unnötig Steuergelder ausgegeben. Stattdessen könnte der Klärschlamm wie bisher der Müllverbrennung und Abfallentsorgung zugeführt werden. Diese unklare Situation hat auch negative Auswirkungen auf die Investitionsbereitschaft. Die Folge ist, dass Veolia derzeit nicht wie ursprünglich geplant in den Bau einer technischen Großanlage zum P-Recycling investiert. Bleibt somit nur noch die Zwischenlagerung der Klärschlammasche für eine spätere Verarbeitung als Option. Aktuell läuft bereits die Standortsuche hierfür.

SKW Stickstoffwerke Piesteritz: Stickstoff made in Germany

Antje Bittner (re), Geschäftsführerin von SKW, und Markus Kranepuhl (li) begrüßen die Gäste vom VDL.

Mittags erreichten wir mit etwas Verspätung die letzte Station unserer Exkursion, die SKW Stickstoffwerke Piesteritz GmbH, die uns in ihr Futurea Science Center in Wittenberg eingeladen hatten. Das Unternehmen ist einer der 50 größten Betriebe Mitteldeutschlands und gehört zum tschechischen Agrarkonzern Agrofert, dem zweitgrößten Hersteller von stickstoffhaltigen Düngemitteln in Europa. In der aktuellen Situation der Energieknappheit ist SKW das einzige deutsche Unternehmen, das noch N-Dünger „Made in Germany“ herstellt. Dort wurden wir von der Geschäftsführerin Antje Bittner begrüßt, die uns mit ihrem Team das Center und die Firmenphilosophie der SKW vorstellte.

Der Rundgang im Center vermittelte uns in 65 Exponaten auf eindrucksvolle Weise die geschichtlich aufbereitete Entwicklung der Pflanzenernährung. Auf drei Stockwerken ist eine interaktive Ausstellung rund um die Geschichte und Bedeutung der Düngung für die Landwirtschaft aufgebaut. Diese richtet sich sowohl an Schulklassen, Fachpublikum als auch an Politiker und ist für Fachleute und für Laien gleichermaßen absolut sehenswert. Ein Beispiel aus der Ausstellung: Mit 300 Getreidekörnern und 20 g Stickstoff können 550 g Mehl produziert werden, aus denen 15 Toasties hergestellt werden können. Zu sehen war auch ein übersichtliches Modell des riesigen Betriebsgeländes, welches wir bei der Anfahrt unbeabsichtigt umrundet hatten.

Aus 300 Weizenkörnern und 20 Gramm Stickstoff werden 15 fertige Toasties.

Aktuell erfährt die energieintensive Herstellung von Ammoniak und Harnstoff große Aufmerksamkeit. Zentraler Rohstoff für das Haber-Bosch-Verfahren ist Erdgas. Infolge des Ukraine-Krieges wird heute anstelle des günstigen russischen Gases vor allem Gas aus Norwegen oder LNG eingesetzt. Gleichzeitig kommt es durch den Iran-Krieg und die Schließung der Straße von Hormus zu insgesamt zu einer Verknappung der Erdgasversorgung aus dem Mittleren Osten, so dass die nationale Herstellung von Stickstoffdüngern unter dem Gesichtspunkt der Versorgungssicherheit deutlich an Bedeutung gewonnen hat. Aber nicht nur Dünger wird bei SKW hergestellt, etwa die Hälfte der Stickstoff-haltigen Produkte wird anderweitig vermarktet. So hat sich rund um die Stickstoffwerk ein Chemiepark entwickelt und SKW einschließlich der nachgelagerten Verarbeitung ist zum größten Arbeitgeber in der Region geworden.

Randvoll mit fachlichem Input und ergiebigem Erfahrungsaustausch traten die Fahrgemeinschaften um 17.00 Uhr die Heimfahrt an. Für die sehr gelungene Fachexkursion möchten wir uns bei unseren Gastgebern ganz herzlich bedanken.

Text: Dr. Tania Runge, Friedhelm Kruse, Ruth Franken

 

https://www.vdl.de/wp-content/uploads/2026/07/Exkursion-Veolia-Titel-ek-scaled.jpg 1014 2560 Ruth Franken https://www.vdl.de/wp-content/uploads/2018/04/logovdl.jpg Ruth Franken2026-07-30 01:27:092026-07-30 01:27:09VDL-NDS: Pflanzenernährung vor großen Herausforderungen

Ehemaliger VDL-Präsident Prof. Dr. Hans-Werner Ott verstorben

28. Mai 2026/in Allgemein, Landesverbände, LV Hessen, VDL-Bundesverband

Prof. Dr. Hans-Werner Ott, Präsident des VDL Bundesverbandes e.V. von 1991-1994 und Landesvorsitzender des VDL Landesverbandes Hessen e.V. von 1986-1995, Foto: Prof. Dr. Hans-Werner Ott/Bearbeitung VDL

Der VDL – Berufsverband Agrar, Ernährung, Umwelt – trauert um Prof. Dr. Hans-Werner Ott.

Der VDL trauert um sein allseits geschätztes und verehrtes Ehrenmitglied des VDL Landesverbandes Hessen e.V., Prof. Dr. Werner Ott, der am 27. April 2026 im Alter von 86 Jahren verstorben ist. 50 Jahre war Prof. Dr. Werner Ott stets aktives Mitglied im VDL Landesverband Hessen e.V. und hat die sehr positive Entwicklung unseres Berufsverbandes in dieser Zeit maßgeblich und nachhaltig geprägt und richtungsweisende Zeichen gesetzt.

Höchstes Engagement in der berufsständischen Arbeit zeigte Werner Ott während seiner neunjährigen Amtszeit von 1986 bis 1995 als Landesvorsitzender des VDL Landesverbandes Hessen und während seiner dreijährigen Amtszeit von 1991 bis 1994 als Präsident des VDL Bundesverbandes. Unter seinem Vorsitz hat er wichtige und gewichtige Themenbereiche im konstruktiven Dialog mit allen Akteuren in der Politik, an den Hochschulen, in der Verwaltung und der Wirtschaft aufgegriffen und umgesetzt.

Die Förderung der Studierenden und Absolventen und Berufseinsteiger im VDL war im stets eine Herzensangelegenheit.

Auch nach seiner aktiven Amtszeit als Präsident und Landesvorsitzender war Prof. Dr. Werner Ott stets präsenter, von hoher Sachlichkeit geprägter und dank seit seiner hohen sozialen Kompetenz allseits geschätzter Ratgeber des VDL Landesverbandes Hessen und des VDL Bundesverbandes. Für sein einzigartiges Engagement um die Belange unseres Berufsverbandes verlieh ihm die Mitgliederversammlung des VDL Hessen die Ehrenmitgliedschaft im VDL. Die Kolleginnen und Kollegen, die ihn kennenlernen durften, wussten, dass sein Organisationstalent, sein immenses Fachwissen, seine Verbindlichkeit, vor allem aber die Liebenswürdigkeit von Prof. Dr. Werner Ott unschlagbar waren.

Werner Ott – am 26. Februar 1940 in Buchen im Odenwald geboren – absolvierte nach seinem Abitur am Heidelberger Helmholtz-Gymnasium eine landwirtschaftliche Lehre mit anschließender Gehilfenprüfung und studierte von 1961 bis 1967 Landwirtschaft an der Universität Gießen. Sein Studium schloss er mit Diplom und Promotion ab. Es folgte die Referendarausbildung für den höheren Lehr- und Verwaltungsdienst in der Agrarverwaltung.

Von 1969 bis 1971 war Werner Ott als wissenschaftlicher Mitarbeiter in der chemischen Industrie tätig, bevor er als angestellter Lehrer bzw. Studienrat an der Berufsfachschule in Bad Kreuznach und an der Kreisberufsschule in Alsfeld tätig war. Bereits mit 32 Jahren wurde Werner Ott Professor für „Allgemeine und angewandte Biologie, insbesondere Ökologie“ an der damaligen Fachhochschule Gießen.

In dieser Zeit wurde Werner Ott VDL-Mitglied und trat seitdem aktiv für die Interessen unseres Berufsstandes ein. 1978 wurde Werner Ott zum Direktor der Hessischen Lehr- und Versuchsanstalt für Grünlandwirtschaft und Feldfutterbau mit überbetrieblicher Ausbildung in tierischer und pflanzlicher Erzeugung ernannt. An der damaligen Fachhochschule Gießen-Friedberg hatte er zudem einen Lehrauftrag inne.

Von 1982 bis 2001 war Professor Dr. Werner Ott Präsident der damaligen Hessischen Landesanstalt für Umwelt, dem heutigen Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie. Während dieser Zeit war Professor Ott auch Honorar-Professor an der Fachhochschule Gießen-Friedberg für „Spezielle Ökologie und Umwelthygiene“. Im Wintersemester 1993/94 hatte er zudem eine Gastprofessur an der Biologisch-Pharmazeutischen Fakultät der Friedrich-Schiller-Universität Jena für das Lehrgebiet „Umweltsicherung und Umweltpolitik“.

An der Gründung der VDL-Landesverbände in den neuen Bundesländern war Werner Ott nach der Wiedervereinigung maßgeblich beteiligt. Bereits 1990 wurde auf seine Initiative hin der damalige VDL Landesverband Thüringen gegründet.

Für unser hessisches Ehrenmitglied Werner Ott war neben der fachlichen Weiterentwicklung des Berufsverbandes stets das kollegiale menschliche Miteinander zwischen Studierenden, Aktiven und Ruheständlern ein ganz besonderes Anliegen. Dieses große Anliegen, für das er sich stets und nachdrücklich einsetzte, ist dank ihm in Erfüllung gegangen und hat den Zusammenhalt im VDL und den Erfolg des VDL sichergestellt.

Auch ich, der über viele Jahrzehnte hinweg die Ehre und Freude hatte mit ihm nicht nur zusammenarbeiten zu dürfen, sondern mit ihm auch freundschaftlich verbunden war, habe viel – ja sehr viel – von ihm lernen dürfen.

Wir werden Prof. Dr. Hans-Werner Ott sehr vermissen und ihm stets ein ehrendes Andenken wahren. Unser tiefes und aufrichtiges Mitgefühl gilt seiner gesamten Familie.

In stiller Trauer

Markus W. Ebel-Waldmann

Präsident des VDL Bundesverbandes e.V. und Landesvorsitzender des VDL Landesverbandes Hessen e.V.

https://www.vdl.de/wp-content/uploads/2026/05/Screenshot-2026-05-28-152153.png 463 844 Tobias Dammeier https://www.vdl.de/wp-content/uploads/2018/04/logovdl.jpg Tobias Dammeier2026-05-28 15:25:242026-05-28 17:28:26Ehemaliger VDL-Präsident Prof. Dr. Hans-Werner Ott verstorben

Parlamentarischen Abend des VDL Hessen

28. Mai 2026/in Landesverbände, LV Hessen

Staatssekretär und Amtschef Daniel Köfer (links) mit VDL-Präsident Markus Ebel-Waldmann. Foto: VDL Hessen/Tobias Grabner

Volles Haus und gelungener Netzwerkabend

Der Parlamentarische Abend 2026 des VDL Landesverbandes Hessen e.V. fand am Mittwoch, 29. April 2026, im Ratskeller am Hessischen Landtag in Wiesbaden statt. Bei der sehr gut besuchten Veranstaltung konnte der Präsident des VDL-Bundesverbandes und Landesvorsitzende des VDL-Landesverbandes Hessen, Markus W. Ebel-Waldmann, den Hessischen Staatssekretär und Amtschef des Hessischen Ministeriums für Landwirtschaft und Umwelt, Weinbau, Forsten, Jagd und Heimat, Daniel Köfer, begrüßen. Staatssekretär Köfer sprach nicht nur ein Grußwort, sondern stand den Teilnehmenden auch Rede und Antwort. Alle im Hessischen Landtag vertretenen Fraktionen waren an diesem Abend zu Gast beim VDL Hessen, darunter zahlreiche Fraktionsvorsitzende sowie fast der gesamte Landtagsausschuss für Landwirtschaft und Umwelt.

Volles Haus beim Parlamentarischen Abend des VDL Landesverbandes Hessen. Foto: VDL Hessen/Tobias Grabner

Neben den hochkarätigen Politikern waren zahlreiche Vertreter aus Wirtschaft, Verwaltung, der Hochschulen und Verbänden der Einladung des VDL Hessen gefolgt. Unter der Leitung von Christian Fey, dem Sprecher der Sparte „Studierende“ im VDL Hessen, war eine große Delegation von Studierenden und Doktoranden des Fachbereichs 09 Agrarwissenschaften, Ökotrophologie und Umweltmanagement der Justus-Liebig-Universität Gießen angereist und nutzten die Gelegenheit sich ein Netzwerk aufzubauen und bereicherten mit ihren Statements die Diskussion um berufsständische Angelegenheiten. Im Mittelpunkt stand der Hochschulpakt des Landes Hessen, der für die Universitäten und Hochschulen ganz gewaltige Einschnitte zur Folge hat, die Veränderung der Berufsfelder durch Künstliche Intelligenz und Digitalisierung, Bürokratieabbau, Beschäftigungsmöglichkeiten in der Agrar- und Umweltverwaltung sowie Arbeitszeitmodelle, die die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf ermöglichen.

Seitens der VE – Geisenheim Alumni Association –, die Mitgliedverband im VDL ist, war unter der Leitung von VEG-Präsident Robert Lönarz fast der gesamte Vorstand angereist. VDL-Präsident Markus Ebel-Waldmann nutzte die Gelegenheit um sich herzlich beim Präsidenten der Hochschule Geisenheim, Prof. Dr. Hans Reiner Schultz, der Ende Mai in den Ruhestand geht, für die langjährige, erfolgreiche, enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit zu bedanken.

Text: VDL Hessen

https://www.vdl.de/wp-content/uploads/2026/05/ssdfdsfsd.jpg 768 967 Tobias Dammeier https://www.vdl.de/wp-content/uploads/2018/04/logovdl.jpg Tobias Dammeier2026-05-28 15:24:412026-05-28 15:25:10Parlamentarischen Abend des VDL Hessen
Eigene Aufnahme; Eichelsbacher

VDL- Bayern: Fachvortrag zu Agri-PV mit Feldwerke

12. Mai 2026/in Allgemein, Landesverbände, LG Bayern

Symbolbild: S. Eichelsbacher

Am 28. April 2026 veranstaltete die Fachschaft Agrar- und Gartenbauwissenschaften der Technischen Universität München (TUM) in Kooperation mit der VDL-Landesgruppe Bayern einen Fachvortrag zum Thema Agri-Photovoltaik (Agri-PV). Referent war Maximilian Möllenbeck von Feldwerke, einem Münchner Start-up, das von drei Gründern aufgebaut wurde.

Feldwerke setzt ausschließlich auf nachgeführte Tracking-Systeme, die der Sonne von Osten nach Westen folgen. Hochaufgeständerte Anlagen seien technisch möglich, jedoch deutlich kostenintensiver; vertikale Module stellten eine weitere Option dar. Durch das Tracking-Konzept lassen sich im Vergleich zu klassischen Freiflächenanlagen rund 20-30% mehr Volllaststunden erzielen. Während Agri-PV-Anlagen etwa 1 MWp pro Hektar erreichen, liegen klassische Freiflächenanlagen bei rund 1.3 MWp je Hektar, allerdings ohne weitere landwirtschaftliche Nutzung der Fläche. Agri-PV ermöglicht hingegen, dass mindestens 85% der Fläche weiterhin bewirtschaftet werden können und gleichzeitig hohe landwirtschaftliche Erträge erzielt werden.  Bei Grünland können sogar bis zu 95% der Fläche weiter genutzt werden. Feldwerke tritt dabei sowohl als Projektierer als auch als Eigentümer der Anlagen auf.

Die Nachfrage und das Interesse an den Anlagen sind hoch. Allein bei Feldwerke befinden sich aktuell rund 40 Projekte in der Pipeline, zwei Anlagen sind bereits in Betrieb. Noch in diesem Jahr will Feldwerke 80 bis 100 Megawatt zusätzliche Kapazität realisieren. Vorgestellt wurde unter anderem eine gerade eröffnete 28 Hektar große Anlage mit 17 MWp Leistung, ein Projekt mit einem Investitionsvolumen von mehreren Millionen Euro in Oberndorf am Lech.

Die Wirtschaftlichkeit solcher Anlagen hängt stark von den EEG-Rahmenbedingungen ab. Bei negativen Börsenstrompreisen entfällt die Einspeisevergütung, während bei hohen Strompreisen eine Direktvermarktung zusätzliche Erlöse ermöglicht. Batteriespeicher gewinnen daher zunehmend an Bedeutung, für sogenannte Power Purchase Agreements (PPA) sind große Speicherkapazitäten sogar Voraussetzung.

Agri-PV wird mittlerweile mit zahlreichen landwirtschaftlichen Kulturen kombiniert, selbst mit Spezialkulturen wie dem Zuckerrübenanbau, und ist besonders für biologisch wirtschaftende Betriebe interessant. Partielle Beschattung kann, abhängig von Kultur und Witterung, sogar positive Effekte auf Pflanzenwachstum und Ertrag haben. Herausforderungen bestehen weiterhin bei den politischen Rahmenbedingungen und Genehmigungsverfahren. Die eigentliche Bauzeit ist dagegen vergleichsweise kurz, da rund 80 % der Projektdauer auf Planung und Genehmigung entfallen.

Nach dem spannenden Vortrag mit technischen Details, praktischen Einblicken sowie zahlreichen Daten und Fakten entwickelte sich eine angeregte Diskussion mit vielen Fragen aus dem Publikum. Das große Interesse der Teilnehmenden an dieser Technologie war deutlich spürbar. Wir bedanken uns herzlich bei Feldwerke und Maximilian Möllenbeck für die Veranstaltung.

Zum Abschluss bot ein Get-together Gelegenheit für weiteren Austausch und Networking.

Text: S. Eichelsbacher

https://www.vdl.de/wp-content/uploads/2026/05/20260510_Beitrag_BY_VDL-Newsletter_Bild-scaled.jpg 1920 2560 Sebastian https://www.vdl.de/wp-content/uploads/2018/04/logovdl.jpg Sebastian2026-05-12 09:47:192026-05-15 13:45:59VDL- Bayern: Fachvortrag zu Agri-PV mit Feldwerke
Pixabay

VDL- Bayern: Online-Stammtisch mit Einblicke in die Welt der Müllerei

5. März 2026/in Allgemein, Landesverbände, LG Bayern

Bild: Pixabay

Am 23. Februar 2026 veranstaltete die VDL-Landesgruppe Bayern einen Online-Stammtisch. Als Gastreferent war Dr. Josef Rampl eingeladen, Geschäftsführer des Bayerischen Müllerbundes und zugleich Vorsitzender der Vereinigung der Wasserkraftwerke in Bayern. Seit über 20 Jahren führt er den Bayerischen Müllerbund, den mitgliederstärksten Berufsverband der Müllerei, in Deutschland.

Die Doppelrolle von Dr. Rampl in Müllerbund und Wasserkraftwerksvereinigung erklärt sich historisch: Mühlen gehören zu den ältesten Handwerken überhaupt, und Wasserkraft war einst ihre wichtigste Energiequelle. Heute ist der direkte Stromanschluss Standard, doch die historische Verbindung ist geblieben. Die Vereinigung der Wasserkraftwerke in Bayern umfasst derzeit mehrere Hundert Mitgliedsbetriebe und wird im kommenden Jahr durch einen Zusammenschluss auf über 1000 Wasserkraftwerksbetreiber anwachsen. Eindrucksvoll die Dimension: Die bayerischen Wasserkraftwerke erzeugen mengenmäßig genug Strom, um alle bayerischen Privathaushalte zu versorgen. Die Hälfte aller deutschen Wasserkraftwerke steht in Bayern.

Dr. Rampl gab einen umfassenden Überblick über die heutige Müllerei. Die klassische Getreideanlieferung direkt vom Landwirt an den Müller existiert kaum noch. Stattdessen kaufen die Mühlen ihr Getreide vom Markt, die sogenannte Lohnmüllerei hat sich durchgesetzt. In Deutschland gibt es rund 170 Mühlenbetriebe, die mehr als 1.000 Tonnen Getreide pro Jahr verarbeiten. In der Erntesaison 2024/25 wurden allein beim Weizen rund 8 Millionen Tonnen verarbeitet. Der Trend ist klar: Roggen geht leicht zurück, Weizen wächst und diese Entwicklung wird sich voraussichtlich fortsetzen.

Wirtschaftlich ist die Müllerei eine anspruchsvolle Branche. Fast 70 Prozent der Kosten entfallen auf Materialkosten, also das Getreide selbst. Die durchschnittlichen Umsatzrenditen reichen kaum an die 2 Prozent, häufig deutlich darunter. Die Einkaufsstrategie ist daher für die Mühlen von existenzieller Bedeutung. Stark schwankende Preise auf dem Weltmarkt stellen ein erhebliches unternehmerisches Risiko dar. Getreide ist ein internationales Geschäft, globale Handelsströme beeinflussen die Preise spürbar, auch wenn die Müller nach Möglichkeit regional einkaufen.

Als sogenannte Flaschenhals-Betriebe spielen Mühlen eine besondere Rolle in der Ernährungssicherheit: Nahezu das gesamte für den menschlichen Verzehr bestimmte Getreide wird über sie verarbeitet. Entsprechend unterliegen Mühlen umfangreichen statistischen Meldepflichten und liefern wichtige Daten an die Politik.

Dr. Rampl geht zudem auf die Mehltype und dazugehörigen DIN-Normen ein sowie auf aktuelle Herausforderungen der Branche: der Klimawandel beeinflusst Erntemengen und Qualitäten; erhöhte DON- und Mykotoxin-Gehalte im Getreide erfordern intensive Kontrollen; die Düngeverordnung wirkt sich auf die anbauenden Betriebe aus und damit mittelbar auf die Mühlen. Interessant dabei: Die Grenzwerte für Qualität und Verunreinigungen sind zwischen Bio- und konventionellem Getreide identisch.

Der Abend endete mit dem gewohnten kollegialen Austausch unter den Mitgliedern der Landesgruppe sowie wichtigen Hinweisen für die Branche, wie beispielsweise die Bewerbungsfrist für den laufenden EU-Concours.

Text: Sebastian Eichelsbacher

https://www.vdl.de/wp-content/uploads/2026/03/20260304_Beitrag_BY_VDL-Newsletter_Bild_1.jpg 820 1231 Sebastian https://www.vdl.de/wp-content/uploads/2018/04/logovdl.jpg Sebastian2026-03-05 12:36:032026-03-05 12:44:26VDL- Bayern: Online-Stammtisch mit Einblicke in die Welt der Müllerei
VDL Hessen

VDL-Hessen: Fachtagung „Resilienz der deutschen Agrar- und Ernährungswirtschaft“

6. Februar 2026/in Allgemein, Landesverbände, LV Hessen

Foto: VDL Hessen

Am Montag, 12. Januar 2026, lud der VDL Landesverband Hessen e.V. zu einer Fachtagung „Resilienz der deutschen Agrar- und Ernährungswirtschaft – Was sind die Konsequenzen der Corona-Pandemie und dem Krieg in der Ukraine?“ im Rahmen der 78. Landwirtschaftlichen Woche Nordhessen 2026 in die Stadthalle Baunatal (bei Kassel) ein. Referent war Peter Jung, Leiter Lebensmittelwirtschaft, Deutscher Raiffeisenverband (DRV), Berlin.

Die deutsche Agrar- und Ernährungswirtschaft sah sich in den vergangenen Jahren massiven Herausforderungen ausgesetzt. Die COVID19-Pandemie, der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine, zunehmende geopolitische Spannungen sowie klimatische Extremereignisse haben bestehende Verwundbarkeiten entlang der landwirtschaftlichen Wertschöpfungskette offengelegt. Gleichzeitig haben sie die systemische Bedeutung einer resilienten Landwirtschaft für Versorgungssicherheit, wirtschaftliche Stabilität und gesellschaftliche Akzeptanz erneut ins Bewusstsein gerückt.

Der Vortrag beleuchtete, welche praktischen Lehren aus den Krisenerfahrungen der letzten Jahre für die Stärkung der landwirtschaftlichen Liefer- und Versorgungsketten gezogen werden können und welche politischen Notwendigkeiten hieraus entstehen. Unter anderem werden die Abhängigkeiten von Importen wie etwa bei Betriebsmitteln, die Funktionsfähigkeit von Lieferketten, Marktauswirkungen sowie die Rolle der Politik beleuchtet. Anhand ausgewählter Beispiele wird aufgezeigt, wie Unternehmen, die unterschiedlichen Stufen der Wertschöpfungskette und politische Akteure auf die Ereignisse reagiert haben und welche Maßnahmen sich in der Praxis bewährt haben.

Darauf aufbauend wurden politische Handlungsoptionen zur Stärkung der Resilienz der deutschen Agrarwirtschaft – von verlässlichen Rahmenbedingungen über praxistaugliche Risikovorsorgeinstrumente bis hin zu einer stärkeren Berücksichtigung von Resilienz als Zielgröße in der Agrarpolitik aufgezeigt.

Text: Markus Ebel-Waldmann

https://www.vdl.de/wp-content/uploads/2026/02/he-1.jpg 517 619 Tobias Dammeier https://www.vdl.de/wp-content/uploads/2018/04/logovdl.jpg Tobias Dammeier2026-02-06 14:00:512026-02-06 14:00:51VDL-Hessen: Fachtagung „Resilienz der deutschen Agrar- und Ernährungswirtschaft“

VDL-Nds – Niedersachsen auf der Grünen Woche in Berlin

29. Januar 2026/in Allgemein, Landesverbände, LV Niedersachsen

Fotos: Ulf Meyer zu Westerhausen, Landvolk, Andreas Melle

Das landwirtschaftliche Jahr 2026 begann für die Niedersachsen wie alle Jahre davor: mit dem Messeauftritt der niedersächsischen Marketinggesellschaft auf der Grünen Woche. Dazu gehören die Länderhalle 20, die man sich schon seit Jahren mit Thüringen teilt, die Zukunftswerkstatt und – das ultimative Netzwerk-Highlight: der Niedersachsen-Abend. Alles, was in unserem Bundesland Rang und Namen hat, ist hier vertreten, dazu zahlreiche Gäste aus ganz Deutschland und darüber hinaus.

Eigentlich war es wie immer, und doch hatte die Geschäftsführerin der Marketinggesellschaft, Vivien Ortmann, ein paar wesentliche Änderungen vorgenommen. So fand die Zukunftswerkstatt erstmals im Palais am Funkturm, quasi um die Ecke statt. Der lange Marsch der Großen Karawane durch die dunklen Messehallen vom anderen Ende des Geländes zur Halle 20 ist nach mehreren Jahrzehnten Geschichte. Irgendwie hatte das ja etwas zutiefst Zeremonielles, aber vor allem die weniger geländegängigen Teilnehmer haben den langen Marsch nicht vermisst.

Mit Vivien Ortmann, Miriam Staudte, Olaf Lies und Hubertus Berges (v. li. n. re.) war die Begrüßungsrunde prominent besetzt

Bei der Zukunftswerkstatt ging es um die Frage, welche Bedingungen die Land- und Ernährungswirtschaft in Niedersachsen braucht, um Gründerdynamik und attraktives Innovationsklima in der Wertschöpfungskette zu schaffen. Mit dem niedersächsischen Ministerpräsidenten Olaf Lies, der Ministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Miriam Staudte, sowie dem Vorstandsvorsitzenden und der Geschäftsführerin der Marketinggesellschaft der niedersächsischen Land- und Ernährungswirtschaft, Hubertus Berges und Vivien Ortmann, war schon die Begrüßungsrunde prominent besetzt. Sie diskutierten, wie Staat, Wirtschaft und Forschung gemeinsam den Weg für eine nachhaltige, innovative Produktivität in Niedersachsen gestalten können. Impulse dazu kamen anschließend unter anderem von Referenten und Referentinnen aus der Ernährungsindustrie, dem Lebensmittelhandel, der Wissenschaft und der Landwirtschaft.

Einigkeit bestand darin, dass Innovationskraft, Ideen und gute Start-ups vorhanden sind, diese aber vor allem durch bürokratische Hürden und mangelnde politische und finanzielle Unterstützung behindert werden. Fünf Jahre auf die Genehmigung eines Bauantrags zu warten, das halte kein Start-up durch. Für ein starkes Innovationsklima brauche es verlässliche Rahmenbedingungen, mehr Pragmatismus und schnellere Abläufe in der Verwaltung sowie mehr Risikobereitschaft bei der Finanzierung, um innovative Konzepte in praktische Investitionen in die Zukunft der Branche umzusetzen.

Die Teilnehmer an der Zukunftswerkstatt brachten viel Diskussionsstoff für angeregte Gespräche mit zum Niedersachsen-Abend und enterten die Halle 20, wo sie sich mit Häppchen und kühlen Getränken ins Netzwerken stürzten. Dabei stellten über 2.500 Menschen unter Beweis, dass sie auch ohne Live-Band das gewohnte Dezibel-Niveau des Niedersachsen-Abends locker aufbieten konnten. Tatsächlich war es ungeachtet der tatsächlichen Lautstärke ohne musikalische Untermalung leichter, sich zu unterhalten, was der Qualität der Gespräche zugute kam.

VDL-Basislager mit VDL-Präsident Markus Ebel-Waldmann (li.)

Wir hatten im Thüringer Teil der Halle wieder einen Tisch mit einem kleinen VDL-Banner als „Basislager“ sichern können, wo in wechselnder Besetzung VDLer und Freunde zwischen vielen Gesprächen ein paar Minuten ausruhen und sich abstimmen konnten. Auch VDL-Präsident Markus Ebel-Waldmann und Geschäftsführer Tobias Dammeier kamen zum Gespräch vorbei. Reichliche kulinarische Versorgung trug ebenfalls zur gelösten Stimmung bei. Und wenn man dann noch um Mitternacht einem geschätzten Kollegen zum Geburtstag gratulieren darf, dann ist der Abend rundum gelungen.

Der von der Marketinggesellschaft professionell organisierte niedersächsische Auftritt auf der Grünen Woche mit der Ausstellergemeinschaft, der Zukunftswerkstatt und dem Niedersachsen-Abend war wieder einmal eine runde Sache. Auch die Neuerungen in den Abläufen wurden von unseren Teilnehmern positiv aufgenommen, wenn auch der Abschied von mancher Tradition für einen kurzen Moment ein klitzekleines Verlustgefühl ausgelöst hat. Wir bedanken uns bei der Marketinggesellschaft für die Organisation dieses besonderen Netzwerk-Highlights und sind uns einig, dass wir uns im nächsten Jahr wieder hier beim Niedersachsen-Abend treffen möchten.

Text: Ruth Franken

 

https://www.vdl.de/wp-content/uploads/2026/01/mzw-Halle-20-scaled.jpg 1090 2560 Ruth Franken https://www.vdl.de/wp-content/uploads/2018/04/logovdl.jpg Ruth Franken2026-01-29 15:41:482026-01-29 15:41:48VDL-Nds – Niedersachsen auf der Grünen Woche in Berlin
VDL-Ost

100 Jahre Grüne Woche: VDL-Ost-Fachgespräch 2026

27. Januar 2026/in Landesverbände, LV Ost

Der VDL-Landesverband Ost hat am letzten Sonntag der Grünen Woche wieder das zur Tradition gewordene Fachgespräch organisiert. 2026 ist für die Messe ein ganz besonderes Jahr, da das 100-jährige Bestehen gefeiert wurde. Und es gab auch wieder ein Partnerland. Erstmals war das mit Mecklenburg-Vorpommern ein Bundesland. Bei ihm durften wir dieses Jahr auch für unser Gespräch zu Gast sein.

Dort gab Kristin Romanowski, die im MV-Landwirtschaftsministerium das Referat „Grundsatzangelegenheiten der landwirtschaftlichen Produktion, Nachwachsende Rohstoffe, Agrarforschung, -bildung und -beratung“ leitet, Auskunft über den Länderauftritt und zog eine erste Bilanz: Für das Partnerland sei die Jubiläumsmesse eine volle Erfolgsgeschichte. MV habe sich, seine Kulinarik und die touristischen Highlights durch die hervorgehobene Stellung vor mehr Gästen als sonst präsentieren können. Auf 2.900 Quadratmetern hatten sich insgesamt 78 Aussteller im Laufe der zehn Messetage präsentiert. Auch die Aussteller waren zufrieden, da sie überdurchschnittlich viel verkauft haben, berichtete Romanowski. Dabei war die Vorbereitung knapp. Da Frankreich im Sommer abgesagt hatte, hat kurzerhand MV spontan übernommen und war zusätzlich zur Planung des eigenen 25-jährigen Messejubiläums dann zudem auch noch Partnerland geworden. Als persönliches Highlight wertete die Referatsleiterin die Eröffnungsfeier inklusive der bewegenden Rede der eigenen Ministerpräsidentin, Manuela Schwesig.

Neben den Einblicken aus dem Partnerland gewährte auch der Direktor der Grünen Woche, Lars Jaeger, eine exklusive Vorabbilanz der Messe. So deutete er bereits vormittags an, was gegen Messeende dann offiziell wurde: Mit rund 350.000 Gästen, wurde das zuvor selbstgesteckte Ziel deutlich übertroffen. Es waren am Ende 40.000 Personen mehr als im Vorjahr. Dabei gab jeder Gast im Schnitt 150 Euro aus. Politisch gesehen, war alles da, was Rang und Namen hat. Allen voran Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, der die Festrede bei der Eröffnung gehalten hat. Diese Würdigung hob Jaeger nochmals explizit hervor. Auch wenn die Jubiläumsmesse eine ganz besondere für das Team war, habe es nicht nur Lob gegeben. Viel Kritik sei an sie über verschiedene Wege herangetragen worden. So auch zur Tierhalle, aber ebenfalls dazu, dass keine Heimtiere ausgestellt worden waren. Die Messe prüfe Änderungen bei der Konzeption der Tierhalle, kündigte Jaeger an. Er habe erstmals in seiner Laufbahn als Messeleiter „Wehmut, dass es zu Ende geht“.

Aber die Grüne Woche kommt wieder, keine Frage: Die nächste findet vom 15. bis 24. Januar 2027 statt.

https://www.vdl.de/wp-content/uploads/2026/01/IMG_5724_16-9_VDL-Ost-scaled.jpg 1440 2560 Parzych https://www.vdl.de/wp-content/uploads/2018/04/logovdl.jpg Parzych2026-01-27 23:57:432026-01-28 00:07:47100 Jahre Grüne Woche: VDL-Ost-Fachgespräch 2026

VDL-NDS: Dokumentarfilm „Höfe“ – Einblicke in den landwirtschaftlichen Arbeitsalltag

5. Januar 2026/in Landesverbände, LV Niedersachsen

Fotos: Pixabay, Akinema Filmproduktion

Am 20. November konnten wir in der Jugendherberge Oldenburg den Dokumentarfilm „Höfe – Familie, Wirtschaft, Wandel“ zeigen. Die nachhaltige Transformation der Agrar- und Ernährungswirtschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit – vielschichtig, komplex und voller Widersprüche. Im Rahmen des vom Verbund Transformationsforschung agrar Niedersachsen (trafo:agrar) durchgeführten Projekts „Agrar-Transformationen“ ist aus diesem Spannungsfeld ein außergewöhnlicher Dokumentarfilm entstanden.

Der Film von Janek Totaro und Johannes Kohout (Akinema Filmproduktion) begleitet über viele Monate hinweg vier landwirtschaftliche Betriebe in Niedersachsen, zwei Milchvieh- und zwei Schweinebetriebe, ökologisch wie konventionell und groß wie klein. Die Filmemacher folgen der alltäglichen Arbeit der Landwirtsfamilien mit Routinen im Stall, Entscheidungen im Büro und Gesprächen im und über den Betrieb. Dabei werden alltägliche Arbeitssituationen gezeigt und auch Schwierigkeiten, wie sie bewältigt werden. So zeigt der Film landwirtschaftliche Arbeit als Spiegel einer Branche, die täglich produziert, was wir jeden Tag konsumieren. Flankierend werden Gespräche mit Menschen aus der Beratung, Politik und der Wissenschaft aufgezeichnet – quasi als Echo dessen, was von außen an die Familien herantritt. In ihrer Funktion als Beobachter und stille Begleiter stellen Totaro und Kohout nicht die „großen Fragen“ zur Zukunft der Landwirtschaft, und doch lassen sie mögliche Antworten aufscheinen. Denn zwischen familiärer Verantwortung, wirtschaftlichem Druck und gesellschaftlichen Forderungen zeigen sich in leisen Zwischentönen die Umrisse eines stetigen Veränderungsprozesses.

Es ist kein fertiges Bild, welches da entsteht, kein fertiger Entwurf einer Landwirtschaft, wie sie als Ergebnis der Transformation entstehen könnte. Es bleiben Fragen offen, mit denen sich auch die Zuschauer auseinandersetzen, von denen viele einen praktischen Bezug zur Landwirtschaft haben oder einmal hatten. Einer kommentiert eine Situation auf dem großen Milchviehbetrieb, wo mehrere Angestellte in einem langen Melkgang den Kühen Melkgeschirre ansetzten. Er fragt sich, warum hier keine Melkroboter im Einsatz sind – ob die osteuropäischen Arbeitskräfte möglicherweise preiswerter sind als eine so große Investition.

Was bleibt, ist der Eindruck von großer Professionalität auf den Betrieben. Schon seit Jahrzehnten findet hier eine Transformation statt: Heute ist eine solide Ausbildung der Landwirtinnen und -wirte eine Grundvoraussetzung für jeden landwirtschaftlichen Betrieb. Ohne umfassende Computerkenntnisse, Verwaltungswissen und technisches Verständnis geht heute nichts mehr – ein landwirtschaftlicher Arbeitsplatz einschließlich Technik wird heute mit durchschnittlich mehr als einer halben Mio. Euro bewertet. Die „alten Zeiten“, in denen der Hoferbe keine Notwendigkeit sah, mehr als das Nötigste an Schulbildung mitzunehmen, sind lange vorbei. Heutige Hofnachfolger sehen auch den Meisterbrief inzwischen nicht mehr als ausreichend, viele übernehmen ihre Betriebe mit einem Hochschulabschluss.

Der Film hält naturgemäß kein „Happy End“ bereit, regt aber sehr wohl zu weiterer Beschäftigung an – schließlich ist jede Transformation ein Prozess, der nicht einfach endet. Beeindruckt hat uns die positive Grundhaltung der dargestellten Personen, die trotz aller Herausforderungen der modernen Landwirtschaft Freude an ihrem Beruf haben und Perspektiven für ihre Kinder sehen.

Text: Ruth Franken

https://www.vdl.de/wp-content/uploads/2025/10/pb-Oldenburger-Muensterland-red-scaled.jpg 1252 2560 Ruth Franken https://www.vdl.de/wp-content/uploads/2018/04/logovdl.jpg Ruth Franken2026-01-05 02:07:192026-01-05 02:07:19VDL-NDS: Dokumentarfilm „Höfe“ – Einblicke in den landwirtschaftlichen Arbeitsalltag
Dr. Tania Runge

VDL-NDS: VDL Niedersachsen auf der AgriTechnica 2025

4. Januar 2026/in Landesverbände, LV Niedersachsen

Foto: Dr. Tania Runge, GRIMME Landmaschinenfabrik GmbH & Co. KG, Ruth Franken

Vom 9. bis 15. November fand in Hannover die AgriTechnica 2025 statt, und der VDL Niedersachsen war wieder mit dabei. Diesmal hatten die Landwirtschaftskammern beschlossen, die Karriereberatung in den Hauptstand in Halle 24 zu integrieren. Der VDL war auch in dieser Konstellation als Gast bei den Landwirtschaftskammern während der gesamten Messezeit präsent und konnte viele Gespräche zur beruflichen Orientierung und zur Arbeit des Berufsverbandes führen.

VDL-Messerundgang zum Berufseinstieg

Die von der DLG vorgenommene neue Organisation der AgriTechnica in diesem Jahr wirkte sich auch auf den traditionellen VDL-Messerundgang zur Berufsorientierung aus, der am Freitag, den 14. November 2025 stattfand. Im Fokus standen nicht nur Kontakte zu potenziellen Arbeitgebern, sondern auch ganz aktuelle Entwicklungen wie Klimawandel oder Künstliche Intelligenz, die das Potenzial haben, die Arbeitswelt grundlegend zu verändern.

Bei der SAATEN-UNION spielt der Klimawandel inzwischen eine dominante Rolle im Züchtungsprozess. Die Vertriebsorganisation von fünf deutschen mittelständischen Pflanzenzüchtern mit Zentrale in Isernhagen bei Hannover vermarktet ca. 300 Sorten von Getreide, Mais, Leguminosen und Zwischenfrüchten für den europäischen Anbau. Bei den Zwischenfrüchten ist die Fähigkeit, Unkräuter zu unterdrücken, ein wichtiges Zuchtziel. Da die Trockenheit ein Auflaufen der Zwischenfrüchte eher erschwert, gehen die Landwirte verstärkt auf Direktsaat über, darauf muss sich die Züchtung und die Zusammenstellung der Sortenmischungen einstellen. Bei den Leguminosen rückt die Sojabohne in den Fokus, für deren Verbreitung nordwärts jetzt angepasste Sorten benötigt werden. Wer beruflich bei der SAATEN-UNION und ihren Gesellschaftern einsteigen möchte, kann besonders mit Auslandserfahrung punkten. Hier geht es zur Karriere-Seite.

Auch beim Deutschen Wetterdienst (DWD) sind die Auswirkungen des Klimawandels ein zentrales Thema. Die Gruppe bekam zunächst einen Überblick über die Organisation des DWD und insbesondere die Aufgaben des Zentrums für Agrarmeteorologische Forschung (ZAMF) des DWD in Braunschweig vor. Hier arbeiten ca. 30 Fachleute mit Agrarbezug und verarbeiten die Daten für die Landwirtschaft, die für den Pflanzenbau wichtig sind: Temperatur, Niederschläge und Bodenfeuchtigkeit bestimmen Zeitfenster für Bodenbearbeitung, Düngung, Pflanzenschutz etc. und geben Auskunft über die Befahrbarkeit der Böden. Bis 2027 sollen bundesweit 20 Stationen zur Messung der Bodenfeuchte in Betrieb sein. Die Ergebnisse fließen in den Bodenfeuchteviewer ein, der tagesaktuell und punktgenau den Zustand der Bodenfeuchte bis 2 m Tiefe angibt und so zum Beispiel für die Beregnungsplanung Daten liefert.

Anschließend ging es zur Rentenbank, die zwar nur selten direkt als Geschäftsbank fungiert, aber für die meisten Landwirte eine wichtige Rolle bei der Finanzierung von Investitionen spielt. Sie vergibt grüne Kredite mit einem in den Sonderkreditprogrammen leicht reduzierten Zinssatz. Diese gehen über die diversen Hausbanken an die Landwirtschaft. Eine direkte Geschäftsbeziehung mit der Rentenbank pflegen vor allem Großunternehmen. Anders ist es bei den Zuschüssen, die auch direkt von der Rentenbank ausgezahlt werden können. Bei der Rentenbank arbeiten etwa 450 Mitarbeiter, ein Teil davon mit einer agrarwissenschaftlichen Ausbildung, deren fachliche Expertise bei den verschiedenen Projekten zum Tragen kommt. Interessant ist auch die Schriftenreihe der Bank zu Agrarthemen. Die Rentenbank kann man schon im Studium über ein Praktikum oder als Werksstudent/in kennenlernen, der Berufseinstieg erfolgt i.d.R. über das Traineeprogramm. Hier gibt es die Stellen-Infos.

Nachtschicht ist manchmal unumgänglich

Den Abschluss des Rundgangs bildete der Besuch bei Grimme. Das Unternehmen ist langjähriger Marktführer bei Kartoffeltechnik vom Legen bis zum Roden. Seit 2003 engagiert sich Grimme im Geschäftsfeld der Rübenernte, seit zehn Jahren auch in der Gemüsetechnik. In der Ernte sind in Deutschland 4.000 Maschinen im Einsatz und die müssen rundum funktionieren. Deshalb ist eine hohe Qualität in der Fertigung und in der Ersatzteilversorgung zwingend. Im Unternehmen arbeiten 1.800 Arbeitskräfte, 120 Auszubildende in 16 Berufen. „Begeisterung ist wichtiger als der Master“, sagt unser Gastgeber bei Grimme. Wer hier einsteigen will, muss neben der Begeisterung für das Produkt auch digitale Affinität und Lust auf die ganze Welt mitbringen, denn das ist das Absatzgebiet der Grimme-Technik. Sprachkenntnisse sind ebenso hilfreich wie Kenntnisse in Bodenkunde und die Bereitschaft, sich auf dem Acker die Hände schmutzig zu machen. Es werden längere Praktika in Verbindung mit einer Masterarbeit angeboten. Dafür hat die Firma schon ein paar Themen in petto und freut sich auf Werkstudenten. Mehr dazu hier.

Die Landwirtschaftskammern ermöglichten uns, die Teilnehmer nach dem Rundgang zu einem „Boxenstopp“ auf dem Stand einzuladen, bei dem die Karrierewege bei den Kammern vorgestellt wurden. Neben dem Referendariat und dem Einstieg in den Gehobenen Dienst ist auch ein Direkteinstieg möglich, der allerdings i.d.R. nicht in die Beamtenlaufbahn führt.Nach Niedersachsen geht es hier lang. Wer lileber in Nordrhein-Westfalen einstiegen will, schaut hier nach.

Zum Abschluss konnten wir uns mit einer selbstständigen Personalberaterin von AGRI-associates über aktuelle Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt austauschen und erfahren, wie eine professionelle Personalberatung beim Berufseinstieg und weiteren Karriereschritten unterstützen kann. AGRI-associates ist spezialisiert auf die Suche und Rekrutierung von Fach- und Führungskräften in der Agrarwirtschaft. Als ausgebildete Agraringenieure mit Führungserfahrung kennen die Karriereberater  die Branchenstruktur, den Arbeitsmarkt und die spezifischen Anforderungen des Agrarsektors. Hier sind die aktuell ausgeschriebenen Positionen.

Der VDL Landesverband Niedersachsen bedankt sich herzlich bei allen Gastgebern der Rundgänge, beim Verband der Landwirtschaftskammern und der Landwirtschaftskammer Niedersachsen für die Gastfreundschaft und das sehr gute kollegiale Miteinander.

Text: Gustav Wehner, Ruth Franken

https://www.vdl.de/wp-content/uploads/2026/01/Messerundgang-AT25-LWK-und-AgAs-scaled.jpg 1306 2560 Ruth Franken https://www.vdl.de/wp-content/uploads/2018/04/logovdl.jpg Ruth Franken2026-01-04 23:25:402026-01-04 23:25:40VDL-NDS: VDL Niedersachsen auf der AgriTechnica 2025
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