Versicherungs- und Steuerseminar der VDL-Studierendengruppe Bonn

Am 12. Januar 2021 fand zum ersten Mal für die Bonner VDL-Studierendengruppe ein Steuerseminar statt. Frau Nina Holtwick, Steuerberaterin von der PARTA-Buchstelle für Landwirtschaft und Gartenbau GmbH, erläuterte den Studierenden in einer Online-Veranstaltung die Vorteile einer Steuererklärung und welche Kosten sich auch Studierende anrechnen und von der Steuer absetzten können. Am Ende hatten die Teilnehmer noch ausreichend Zeit individuelle Fragen zu stellen.

„Nicht verunsichern lassen“

Unter dem Motto „Nicht verunsichern lassen“ stand das am 26.01.2021 stattgefundene Versicherungsseminar für die VDL Studierendengruppe Bonn von Herrn Opfermann, Verbraucherzentrale NRW. Von unabhängiger Seite haben die Studierenden einen Einblick in die Themen des Versicherungsschutzes erhalten. Bei einem großen Angebot von Versicherungen ist es nicht immer einfach abzuwägen, welche Versicherung nun bedeutender ist als andere. Genau hier setzte Herr Opfermann an. Er erläuterte auf leicht verständliche Weise, mit praxisnahen Beispielen, welche Versicherungen insbesondere für Studierende wichtig sind und auf welche Aspekte, zum Beispiel bei einer Haftpflichtversicherung, geachtet werden muss. Darüber hinaus ging Herr Opfermann auf individuelle Fragen der Studierenden ein und rundete so ein interessantes Online-Seminar ab. Beide Seminare haben großen Zuspruch bei den Studierenden gefunden. Wir würden uns freuen, wenn diese Seminare auch in Zukunft angeboten werden könnten und bedanken uns noch einmal ganz herzlich bei Frau Holtwick und Herrn Opfermann für ihre Vorträge und die Zeit, die sie sich genommen haben.

Erfolgreicher Online-Stammtisch der Landesgruppe Bayern

Wenn man Corona überhaupt etwas Positives abgewinnen will, dann ist es die „neue“ Art zu tagen und sich auszutauschen. Der Online-Stammtisch der Landesgruppe Bayern am 15. Februar 2021 kann hier nach ersten positiven Erfahrungen in 2020 erneut als Beweis angeführt werden. Neben den Stammgästen, die bereits einige Male an den Präsenz-Stammtischen der Vor-Corona-Zeit teilgenommen hatten, konnten zum ersten Online-Stammtisch des Jahres 2021 auch VDL-Mitglieder aus Oberfranken und Unterfranken sowie aus dem östlichen und südlichen Oberbayern begrüßt werden.

Nach eigenem Bekunden wären diese Mitglieder aufgrund der zu bewältigenden Entfernung von zum Teil mehreren hundert Kilometern nicht zu Präsens-Treffen in die Münchener Lokalitäten gekommen. Grund genug, diese Art des Austausches auch in der Nach-Corona-Zeit aufrecht zu erhalten. Der Stimmung jedenfalls hat die Online-Version nicht geschadet. Die Resonanz ergab, dass die Teilnehmer zwei interessante, kurzweilige Stunden erlebten. Neben dem persönlichen Austausch wurden mit der „Aktuellen Stammtischfrage“ auch Informationen über das Bäckerhandwerk vermittelt und der Blick nach vorne auf geplante Veranstaltungsformate der Landesgruppe Bayern gerichtet. Gemeinsam wurden Pläne für künftige Sitzungen geschmiedet (siehe Terminhinweis).

Treibhausgase aus der Landwirtschaft

Das Institut für Pflanzenökologie am Fachbereich Agrarwissenschaften, Ökotrophologie und Umweltwissenschaften der Justus-Liebig-Universität Gießen veröffentlicht im Auftrag der FAO/IAEA Division der Vereinten Nationen ein umfassendes Handbuch zur Messung und Verminderung von Treibhausgas-Emissionen

Die Treibhausgase Lachgas und Methan, die zu einem großen Teil in der Landwirtschaft entstehen, spielen für den Klimawandel eine entscheidende Rolle. Laut Prognosen könnten sich die Freisetzungen, in den kommenden Jahren noch um bis zu 60 Prozent erhöhen, falls keine Gegenmaßnahmen ergriffen werden. Daher ist es wichtig, Quellen, Prozesse, Entstehungsbedingungen und Freisetzungsmengen der Treibhausgase aus der Landwirtschaft genau zu kennen. Wissenschaftler der an der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) angesiedelten DFG-Forschungsgruppe DASIM (Denitrification in Agricultural Soils: Integrated control and Modelling at various scales) haben gemeinsam mit einem internationalen Forscherteam und mit Unterstützung des Hessischen Landesamts für Naturschutz, Umwelt und Geologie sowohl Methoden zur Messung und Berechnung als auch Möglichkeiten der Verminderung in einem neuen Handbuch zusammengestellt.

„Wir sind überzeugt, dass das Buch von vielen internationalen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die im Bereich der Treibhausgasemissionen forschen, aber auch von Studierenden genutzt werden wird“, sagt Prof. Dr. Christoph Müller, Direktor des Instituts für Pflanzenökologie der JLU und Sprecher der DASIM-Forschungsgruppe. „Dieser aktuelle Überblick über die komplexe Thematik wurde im Auftrag der FAO/IAEA Division der Vereinten Nationen erstellt, die sowohl für die Entwicklung von Standards zur Messung stabiler Isotope als auch für die Erarbeitung von Methoden zur Entwicklung von nachhaltiger Landwirtschaft weltweit zuständig sind.“

In Deutschland gehören die Wiederkäuer und die landwirtschaftlich genutzten, gedüngten Böden zu den großen Verursachern der Treibhausgase. In anderen Teilen der Erde ist es unter anderem der Reisanbau, der zum weltweiten Anstieg der klimaschädlichen Gase und somit zum Klimawandel beiträgt. Laut Umweltbundesamt verursacht der landwirtschaftliche Sektor 79 Prozent der Lachgas- und 62 Prozent der Methan-Freisetzungen in Deutschland. Rechnet man diese Menge an klimaschädlichen Treibhausgasen in Kohlendioxid (CO2)-Äquivalente um, so verursacht die Landwirtschaft 63,6 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr in Deutschland und mehr als 10 Milliarden Tonnen CO2 pro Jahr weltweit. Zum Vergleich: Eine Buche speichert in 50 Jahren ungefähr eine Tonne CO2.

Weltweit wurden in den letzten Jahren und Jahrzehnten zahlreiche Methoden entwickelt, um Quellen und Bildungsprozesse der Treibhausgase zu identifizieren und Gasflüsse in den verschiedensten Bereichen der Landwirtschaft zu messen. Diese Methoden werden in dem Buch „Measuring Emission of Agricultural Greenhouse Gases and Developing Mitigation Options using Nuclear and Related Techniques“ detailliert und nachvollziehbar beschrieben und beinhalten sowohl aktuelle State-of-the-art-Techniken (z.B. Isotopenanalysen) als auch einfache, ohne modernste technische Ausstattung anwendbare Anleitungen.

Geisenheimer erstellen erste globale Studie zu Corona – ProWein Business Report

Bereits zum vierten Mal hat das Institut für Wein- und Getränkewirtschaft der Hochschule Geisenheim im Auftrag der ProWein Experten der gesamten Wertschöpfungskette der Weinbranche aus 49 Ländern befragt. Aus Anlass der globalen Pandemie stand die Befragung Ende 2020 ganz im Zeichen der Auswirkungen von Covid-19 auf die globale Weinbranche.

Der aktuelle ProWein Business Report ist die weltweit erste Untersuchung, die die globalen Auswirkungen von Covid-19 auf die verschiedenen Bereiche des Weinsektors quantifiziert und die Erwartungen für die notwendige zukünftige Ausrichtung der Weinbranche misst. Die außerordentliche Bedeutung des Themas Covid-19 für die Weinbranche zeigt sich an der sehr hohen Beteiligungsquote der internationalen Experten, die sich im Vergleich zu den Vorjahren auf fast 3.500 Teilnehmer verdoppelt hat. Jeder in der Branche hat ein hohes Interesse, die erfahrenen Auswirkungen auf seinen Betrieb mit anderen zu vergleichen. Gleichzeitig suchen alle Unternehmen nach Anhaltspunkten für möglichen Strategien und Auswege aus der Krise.

Eine Vielzahl internationaler Medien hat über die Ergebnisse berichtet: The Drinks Business, Indian Wine Academy, About Drinks, Wine Industry Advisor, Meininger Weinwirtschaft und Gastronomie.de. In den Ergebnissen wird deutlich, dass Deutschland im Vergleich zu den stark exportorientierten Weinproduktionsländern insgesamt noch „mit einem blauen Auge“ davongekommen ist. Die starke inländische Verbraucherbasis und der Tourismus im eigenen Land haben den Konsum von deutschem Wein beflügelt. Dennoch hat auch in Deutschland eine Verschiebung des Weinabsatzes zu den großen, den LEH beliefernden Kellereien stattgefunden und viele deutsche Weinproduzenten leiden nach wie vor unter der Schließung der Absatzkanäle Gastronomie, Export, Airlines, Duty-Free, Weinmessen und Weinfesten.

Die Pandemie wird auch über die nächsten Jahre starke Auswirkungen auf den deutschen und internationalen Weinsektor haben. Das Institut für Wein- und Getränkewirtschaft wird weiterhin zu diesem wichtigen Thema forschen.

 

Erster ScienceTalk im Green Livestream am 4. März 2021

Am 4. März 2021 lädt der VDL-Landesverband Niedersachsen e.V. um 19.00 Uhr alle VDL-Mitglieder und Interessierte zum ersten Green Livestream – Der VDL-ScienceTalk ein. Zu Gast ist Sebastian Streit, der als Wissenschaftlicher Mitarbeiter (Postdoktorand) am Institut für Zuckerrübenforschung (IfZ) arbeitet und über seine Arbeit im Forschungsprojekt FarmerSpace berichtet.

Digitale Techologien des Pflanzenschutzes für die Landwirtschaft nutzbar zu machen, ist das Ziel des vom BMEL geförderten Forschungsprojektes “Experimentierfeld FarmerSpace“. Das Projekt wird vom Institut für Zuckerrübenforschung an der Universität Göttingen koordiniert, beteiligt sind außerdem die Abteilung Agrartechnik der Universität Göttingen, die Landwirtschaftskammer Niedersachsen und der Institutsteil Angewandte Systemtechnik des Fraunhofer-Instituts für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB in Ilmenau.

FarmerSpace fokussiert sich auf praxistaugliche Lösungen. Die Themen Unkrautmanagement und Krankheitserkennung werden am Versuchsstandort Göttingen und durch ein Onfarm-Versuchsdesign mit landwirtschaftlichen Betrieben bundesweit und partnerschaftlich bearbeitet. Dazu etablieren und evaluieren die Projektpartner Feldsensorik, IoT-Funksensornetzwerke, verschiedenste kameragestützte Messroutinen, Datennetzwerke und Robotiktechnologien für den Pflanzenschutz. Ein methodisches Ziel ist die engmaschige, zerstörungsfreie Erfassung von Feldparametern wie Unkrautdruck oder Krankheitsbefall.

FarmerSpace fördert den Wissensaustausch mit der landwirtschaftlichen Praxis und ist eine Einladung zur Kooperation an Landwirte, Berater, Maschinenhersteller, Pflanzenschutzmittelhersteller und andere Interessierte. Diese können zum Beispiel neue Produkte und Ideen unter Feldbedingungen mit wissenschaftlicher Begleitung testen und evaluieren. Ergebnisse und Erfahrungen aus dem Projekt werden im Rahmen von öffentlichen Veranstaltungen und Feldtagen einem breiten Publikum zugänglich gemacht.

FarmerSpace ist eines von bundesweit 14 Projekten, die im Rahmen der Digitalisierungsstrategie des BMEL gefördert werden. Projektträger ist die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE).

 

 

Weiterführende Links:

https://www.ble.de/DE/Projektfoerderung/Foerderungen-Auftraege/Digitalisierung/Experimentierfelder/Experimentierfelder_node.html

http://www.farmerspace.uni-goettingen.de/

https://www.youtube.com/watch?v=_dbz4Wd6tkw

https://www.instagram.com/farmerspace_ef/?hl=de

 

Mitgliederversammlung des VDL-Landesverband Ost 2021

Am 28. Januar 2021 hat der VDL-Landesverband Ost seine Mitgliederversammlung 2021 abgehalten – zum ersten Mal in digitaler Form.
Um trotz dieser neuen Form einige Traditionen zu erhalten, wurde die Mitgliederversammlung mit einem Fachvortrag eingeleitet. Lars Jaeger (Messe Berlin) und Dr. Sabine Kolloge (BMEL) berichteten über die ebenfalls erstmals virtuell erfolgten Events Internationale Grüne Woche und Global Forum for Food and Agriculture (GFFA). Sie gaben uns spannende Einblicke hinter die Kulissen und berichteten von Vorteilen aber auch Herausforderungen bei der erfolgreichen Durchführung digitaler Events dieser Größe.
In der ersten digitalen Mitgliederversammlung des VDL-LV Ost wurde anschließend sowohl ein Rückblick auf das Jahr 2020 mit seinen Höhen und Tiefen als auch ein Ausblick auf das Jahr 2021 gegeben. Neben der Weiterführung der digitalen Events „Green Livestream – der grüne Berufstalk“ und „Grüne Runde –digital“ plant der VDL-LV Ost die Durchführung weiterer digitaler Veranstaltungen wie zum Beispiel Fortbildungsseminare und Bildungstalks.

Geschäftsführender Vorstand des VDL-LV Ost (Foto: VDL-LV Ost)

Zudem stehen – vorerst unter Vorbehalt – einige Präsenzveranstaltungen auf dem Veranstaltungsplan für das Jahr 2021. Außerdem standen drei Neuwahlen auf der Tagesordnung. Als zweite stellvertretende Vorsitzende wurde Nina Parzych in den geschäftsführenden Vorstand des VDL-LV Ost gewählt, der nun aus Nora Haunert als Vorsitzende, Jana Plogmann und Nina Parzych als stellvertretende Vorsitzende und Patricia Steinborn als Geschäftsführerin besteht. Dirk Landmann wurde zum Sprecher der Sparte Young Professionals gewählt. Zusätzlich wurde Melanie Annen von den anwesenden Mitgliedern zur neuen Schatzmeisterin gewählt, nachdem Christina Wagner nach sieben Jahren ihre Position als Schatzmeisterin aufgegeben hat. Der Vorstand des VDL-LV Ost bedankt sich bei Christina Wagner für ihre stets engagierte Tätigkeit als Schatzmeisterin. Außerdem dankt der Vorstand allen Mitgliedern für das entgegengebrachte Vertrauen im Jahr 2020 und freut sich auf das neue VDL-Jahr 2021.

Mitgliederversammlung der VEG Geisenheim

Robert Lönarz für vier weitere Jahre als Präsident gewählt / Campus Geisenheim GmbH wird liquidiert

Mit einem Zitat von Adolph Kolping „Wer Mut zeigt, macht Mut“ wurde zur Mitgliederversammlung 2020 der VEG – Geisenheim Alumni Association e.V., die weltweit über 3.000 Mitglieder zählt, eingeladen. In diesem Jahr fand die Veranstaltung erstmals auch in einer rein digitalen Form statt, was den Präsidenten des Bundesverband VDL-Berufsverband Agrar, Ernährung, Umwelt, Markus Ebel-Waldmann, der als Grußwortredner zugeschaltet war, zur Aussage bewog „Digitale Videokonferenzen sind schön und gut, aber das persönliche Treffen wird dadurch niemals ersetzt werden können“. Diesen Gedanken nahm auch Prof. Erik Schweickert auf, der als Mitglied des baden-württembergischen Landtages die Corona-Problematik beschrieb und als Präsident des assoziierten nationalen Fachverbandes  Bund Deutscher Oenologen e.V. die hervorragende Zusammenarbeit mit dem Geisenheimer Alumniverband hervorhob, der zugleich Hauptgeldgeber ist. Hochschulpräsident Prof. Dr. Hans Reiner Schultz berichtete über die intensiven Baumaßnahmen der Hochschule, die natürlich Einfluss auf die zukünftige Entwicklung von Forschung und Lehre haben werden.   Die Zusage zur Beschaffung eines Großgerätes zur Analytik unterstreicht dabei nachhaltig die Bedeutung Geisenheims in der Wissenschaftswelt.

VEG-Präsident Robert Lönarz, Foto: Hochschule Geisenheim University

Durch die fast dreistündige digitale Mitgliederversammlung aus dem Geisenheimer Unikeller moderierte Robert Lönarz, der seit vielen Jahren die Geschicke des Verein mit einem motivierten Vorstand lenkt, erneut mit technischer Unterstützung von Woody T. Herner der Filmagentur Rheingau, der sich im Jahr 2020 zu einem Streamingexperten  entwickeln konnte. Neben dem Professor Müller-Thurgau-Preis im Mai war er für zahlreiche weitere digitale Veranstaltung u.a. der Akademische Feier, Studieninfotag an der Hochschule kreativ tätig.

Eine ungewöhnliche Besonderheit gab es auch – nach Satzungsänderung, Neuwahlen und Wirtschaftsplan gab es immer wieder kurze weihnachtliche Beiträge des bekannten SWR Moderatoren Martin Seilder, der am Ende noch den Mitgliedern eine dreißigminütige Einstimmung auf Weihnachten bot. Beiträge von Joachim Ringelnatz, Loriot und weiteren bekannten Dichtern und Denkern luden ein zum wohligen und gemütlichen Ausklang. Alumni-Präsident Lönarz resümierte „mit einer kleinen Träne im  Auge,  durch eine rührende Weihnachtsgeschichte, die so unglaublich bewegend von Martin Seilder vorgetragen wurde, beenden wir das Jahr 2020, aber mit dem Mut 2021 weitere Aufgaben mit Energie und Wille anzugehen!“ Mit einer gemeinsamen Charity Weinverkostung mit dem Fraunhofer-Alumniverband konnten im Dezember 5.000 EUR Spenden für den Bundesverband Kinderhospitz erzielt und mit einer 180.000 EUR Spende der Verlegerfamilie Fraund der Adolf und Dr. Eberhard Fraund-Preis ausgelobt werden. Einziger Wermutstropfen in der unterhaltsamen Mitgliederversammlung, in der auch zahlreiche langjährige Mitglieder geehrt wurden, war die Bekanntgabe der Liquidation der 2007 ins Leben gerufen Campus Geisenheim GmbH zum Jahresende. Maßgeblich für diesen Entschluss war das Wegbrechen der Veranstaltungen durch die Corona-Pandemie. Geschäftsführer Roger Baumeister ist als Liquidator bestellt und wird die Hochschule in der Planung BUGA 2029 unterstützen.

 

iFZ der Universität Gießen zeichnet vier Masterarbeiten aus

Biologische Schädlingsbekämpfung, Artenschutz, Umweltverträglichkeitsprüfungen und Stresstoleranz von Pflanzen standen im Fokus bei den iFZ Masters 2020

Masterarbeiten sind oft der erste Schritt hin zur eigenständigen Forschung. Das Interdisziplinäre Forschungszentrum (iFZ) der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) zeichnet jährlich besonders herausragende Masterarbeiten mit den iFZ Masters aus. Die vier diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger werden aufgrund der Corona-Pandemie zum ersten Mal nicht im Rahmen eines Lunchtime-Seminars präsentiert. Ihre Arbeiten werden stattdessen auf der Webseite des iFZ vorgestellt.

Yukino Kobayashi führte in ihrer Masterarbeit „Funktionelle Bewertung von Cas9-exprimierenden Stämmen des invasiven Schädlings Drosophila suzukii“ eine funktionelle genetische Studie mit der Kirschessigfliege durch, einem landwirtschaftlichen Schädling. Die Verluste an Nahrungsmitteln durch Schädlinge zu minimieren, ist ein entscheidender Faktor für die Ernährungssicherung einer wachsenden Weltbevölkerung. Das übergeordnete Ziel ihrer Arbeit war es daher, durch genetische Methoden Fruchtfliegen für die biologische Schädlingsbekämpfung bereitzustellen, die die Vermehrung der Schädlinge unterbrechen, um so den Einsatz chemischer Wirkstoffe zu reduzieren. Yukino Kobayashi konnte zeigen, dass die gezielte Modifikation des Genoms von Fruchtfliegen durch einfache Wärmestimulation verbessert werden kann. Dies eröffnet weitere Möglichkeiten, um biologische Schädlingsbekämpfungsstrategien mittels der CRISPR/Cas-Technologie zu entwickeln und kann zudem den Einsatz gentechnischer Methoden in der Landwirtschaft sicherer machen.

Merlin Hamp reiste für seine Masterarbeit in die kolumbianische Stadt Medellin. Zusammen mit der Universität von Antioquia, mit der die JLU ein Kooperationsabkommen hat, erforschte er „Speziesspezifische Mikrohabitat-Präferenzen von zehn Fischarten der kolumbianischen Anden“. Diese Arbeit war Teil eines großen Forschungsprojektes zum Zusammenspiel von Wasserkraft und Artenschutz. Mit seiner Arbeit trägt er zum besseren Verständnis dieses sehr diversen, bisher allerdings nur wenig erforschten Lebensraums und dessen Schutz bei.

Johannes Junck hat sich in seiner Masterarbeit „Bioakkumulation von Ivermectin im Regenwurm Eisenia fetida – Methodenentwicklung und Beurteilung der Pharmakokinetik“ mit der Einrichtung eines ökotoxikologischen Testsystems befasst, um die Anreicherung des Entwurmungswirkstoffes Ivermectin in Regenwürmern zu untersuchen. Viele unserer Haus- und Nutztiere werden regelmäßig mit Entwurmungsmitteln behandelt, um ihre Gesundheit zu sichern. Die Wirkstoffe der Entwurmungsmittel gelangen mit den Ausscheidungen der Tiere in den Boden und können die dort lebenden Bodentiere wie z.B. Regenwürmer schädigen. Juncks Arbeit liefert wichtige Erkenntnisse zum Aufnahme- und Abbauverhalten des Entwurmungswirkstoffes Ivermectin in Regenwürmern. Sie legt damit Grundlagen für die Bewertung von Umweltrisiken der Entwurmungswirkstoffe.

In der Masterarbeit „Evaluation of different bacterial strains as plant-growth promoting rhizobacteria on roses“ befasste sich Santiagos Andrés Quiroga Quisaguano mit der Rose Heidetraum, die oft auf Verkehrsinseln gepflanzt wird und dort Stress wie Trockenheit und Salzausgesetzt ist. Die Toleranz von Pflanzen gegenüber Stress kann durch Mikroorganismen, die in der direkten Umgebung der Wurzeln leben, verbessert werden. Quiroga Quisaguano analysierte erstmals die Lebensgemeinschaft der Mikroorganismen, das sogenannte Mikrobiom, in der Umgebung der Rosenwurzeln und ihre Veränderung nach Zugabe von wachstumsfördernden Bakterien im Gießwasser und insbesondere nach Salzapplikation.

Das iFZ hat als wissenschaftliche Infrastruktur und interdisziplinäres Zentrum einen bedeutenden Anteil an der forschungsgeleiteten Lehre der Fachgebiete Biologie, Agrar-, Ernährungs- und Umweltwissenschaften. Neben den Laboren bietet das iFZ mit fächerübergreifend genutzten Forschungseinrichtungen wie Klimakammern, Gewächshäusern oder Aquarien hervorragende Voraussetzungen für experimentelles wissenschaftliches Arbeiten.

Grüne Runde mit Markus Diekhoff MdL ein voller Erfolg

Am 14. Dezember 2020 fand die erste Grüne digitale Runde mit über 50 Teilnehmenden statt.

Gemeinsam mit Markus Diekhoff – Vorsitzender der Enquete-Kommission „Gesundes Essen. Gesunde Umwelt. Gesunde Betriebe.“ und agrarpolitischer Sprecher der FDP-Landtagsfraktion NRW – wurde die Frage erörtert, wie in NRW die zukünftige Landwirtschaft so gestaltet werden kann, dass sie von einer überwiegenden Mehrheit der Bevölkerung unterstützt und mitgetragen wird. Herr Diekhoff hat zudem Einblicke in die Arbeit einer Enquetekommission gewährt und den Fragen der ZuschauerInnen Rede und Antwort gestanden.
„Landwirtschaft ist die Grundlage unserer Ernährung. Gleichzeitig ist das Thema Landwirtschaft, Ernährung und Umwelt eine der Hauptkonfliktlinien in unserer Gesellschaft. Mit der Enquetekommission möchten wir einen Beitrag leisten, um einen neuen gesellschaftlichen Grundkonsens zur Zukunft der Landwirtschaft in NRW zu entwickeln“, so Markus Diekhoff.

VDL-Mitglied Frederic Ferber (rechts) bedankt sich im Nachgang bei Markus Diekhoff MdL für seinen Vortrag bei der digitalen Grünen Runde des VDL-Landesverband NRW e.V. (Foto: VDL-Landesverband NRW)

Ziel ist es, Lösungsvorschläge dafür zu erarbeiten, wie bestmögliche Rahmenbedingungen für die Landwirtschaft geschaffen werden können. Der Wirtschaftsfaktor Landwirtschaft soll für zukünftige Herausforderungen gewappnet werden. Um den Herausforderungen der Zukunft gewachsen zu sein, brauchen wir eine faktenbasierte Auseinandersetzung mit allen beteiligten Akteuren.
Weitere Themen der Fragerunde waren unter anderem der Einfluss der Corona-Pandemie auf die Landwirtschaft sowie auf die gesamte Wertschöpfungskette und wie die heimische Landwirtschaft gestärkt werden kann.

 

 

Wir bedanken uns noch einmal ganz herzlich im Namen des VDL-Landesverbandes NRW bei Herrn Diekhoff und bei allen TeilnehmerInnen für die aktive Teilnahme und die rege Debatte.

Digitaler Stammtisch der VDL-Studierendengruppe Kiel

Damit die Stammtische, die wir vor der Pandemie gestartet haben, auch jetzt weitergeführt werden können, fand am 5. Januar 2021 unser erster digitaler Stammtisch statt.

In schon gewohntem Format trafen wir uns vor den Bildschirmen und tauschten uns aus, denn es gab schon das ein oder andere Erlebte zu berichten. Den Beitrag des Abends lieferte uns Marlene Lorenzen, Studentin der Agrar- und Ernährungswissenschaftlichen Fakultät der CAU, die uns die Alfred Toepfer Stiftung F.V.S mit ihrer Geschichte und heutigen Wirkungsschwerpunkten näher vorstellte. Darüber hinaus verwies Sie auf die im Februar stattfindende „Spring School“ der Stiftung mit dem Thema: „Den Boden bereiten – Wege in eine zukunftsfähige Landwirtschaft“. In dem spannenden Wochenseminar will man sich fünf Tage lang den Fragen widmen, wie die Wege in eine zukunftsfähige Landwirtschaft aussehen können und wie man dies auch in der landwirtschaftlichen Ausbildung wiederfinden kann.

Ein kleines Highlight war ein kostenloses Bier, welches jeder nach einer kurzen Anmeldung kostenlos von der Studierendengruppe bis vor die Haustür in Kiel geliefert bekommen hat.