VDL Gießen diskutiert mit Alumni über Grundwasserbeschaffenheit und Wasserrahmenrichtlinie

Nach unserer Exkursion zur Krombacher Brauerei am 08.05 (Foto) konnten wir am Montag den 20.05.2019 in unserer Vortragsreihe zum Thema Wasser zwei Alumni der JLU bei uns in Gießen begrüßen. Dr. Georg Berthold vom Hessischen Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) und Dr. Matthias Peter vom Ingenieurbüro Schnittstelle-Boden referierten über den Themenbereich Grundwasserbeschaffenheit und Wasserrahmenrichtlinie. Vor dem Hintergrund drohender Strafzahlungen Deutschlands an die EU für die Überschreitung von Nitrat Grenzwerten wurde dabei angesprochen, welche Beobachtungen und Tendenzen bei Messungen in den Grundwasserkörpern und in der kooperativen Beratung von Landwirten zum Grundwasserschutz zu machen sind. Im Anschluss konnten Studierende und Absolventen aus allen drei Zweigen unseres Fachbereichs, unter welchen sich auch drei gelernte Landwirte befanden, mit den Referenten erörtern, welche Implikationen sich für die künftige gesetzliche Gestaltung ergeben.

Einig war man sich, dass es insbesondere in den letzten Jahren als Vorboten des Klimawandels zu Spitzen bei Nitrateinträgen gekommen ist, für welche Landwirte nur bedingt verantwortlich zu machen sind. Es wurde festgehalten, dass Mineralisierung von Düngemitteln aber auch Humus durch Mikroorganismen auch bereits bei geringer Bodenfeuchte stattfinden kann. Stickstoff kann also auch in Rekordsommern in auswaschbare Form überführt werden. Reduzierte oder dann als Starkregenereignis auftretende Niederschläge und ausbleibendes Pflanzenwachstum schaden der Landwirtschaft somit auf mehrfache Weise, der alljährliche sorgenvolle Blick der Landwirte gen Himmel führt künftig zu noch mehr Beunruhigung. Als wichtige Punkte wurden von den Referenten ausgemacht, wie lange organische Dünger vorgehalten werden können und dass von gesetzlicher Seite Schlagbezogenheit bei der Bilanzierung vorgeschrieben sein müsse. Durch die Notwendigkeit größerer Lager rechnen Dr. Berthold und Dr. Peter mit finanzieller Mehrbelastung für die Landwirte. Da in den aktuellen Endverbraucherpreisen Ausgaben der Landwirte für höhere Schutzstandards keine Anerkennung finden, ist an dieser Stelle die Politik gefragt, um besonders bei kleinen Betrieben nicht deren Aufgabe zu beschleunigen.

Seitens Dr. Peter wurde aufgezeigt, dass eine qualitativ hochwertige Ausbildung von Landwirten und Agraringenieuren hinsichtlich Bodeneigenschaften entscheidend sei und dass er sich dafür stark mache, dass bei der Düngebedarfsermittlung möglichst viele Informationen an die Hand gegeben werden können. Dr. Peter setzt mit seiner Beratung das Ziel qualitativ hochwertige Produkte wie Weizen mit hoher Fallzahl und hinreichend hohen Proteingehalten für guten Backeigenschaften zu produzieren, er berät dabei Landwirte von den dafür festgelegten Dogmen von Stickstoffgaben in fixer Höhe abzuweichen und Prozesse wie die Stickstoffnachlieferung und Abweichungen im Schlag einzubeziehen. Ein mit Mehrarbeit, höheren Kosten und stärkeren Arbeitsspitzen verbundener Gedanke für niedrigere Einträge, bei gleichen Erträgen, ist die wiederholte, frühere Applikation unter Berücksichtigung der gesetzlichen Sperrfrist. Im Monitoring kann Dr. Berthold feststellen, dass die Grundwassereinträge von Pflanzenschutzmitteln (insb. Herbizide bzw. deren Metabolite), welche teils vor 20 Jahren ihre Zulassung verloren haben, nun sinken und sich aktuell bspw. kein Glyphosateintrag in hessischen Grundwasserkörpern mehr nachweisen lässt.

Herr Dr. Berthold stellt klar die letzten Jahre gehören zu den wärmsten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen und auch in Punkto Niederschläge gibt es Veränderungen, ein Trend mit höheren nicht als Schnee oder Frost langsam abtauenden Winterniederschlägen, erschwert das Auffüllen der Speicher, vergrößert gleichzeitig jedoch den Oberflächenabfluss und damit das Auswaschungsrisiko. Althergebrachte, bewährte Verfahrensweisen geraten somit unter Druck und wachsende Flexibilität wird von Landwirten erwartet. Herr Dr. Peter empfiehlt die Fruchtfolgen an verlängerte Vegetationsperioden anzupassen und für ständige Stickstoff zehrende Begrünung zu sorgen.

Dr. Peter und Dr. Berthold konnten feststellen, dass Kooperationen aus Wasserverbänden und Landwirtschaft die Nitrateinträge nennenswert senken konnten, dieser Effekt sich allerdings abflacht und klimatische Extreme zu Ausreißern führen. Deshalb betrachten beide mit Sorge, wie eine Erwärmung des Klimas und unsicherere Niederschlagssituationen den Druck auf die Landwirte zusätzlich erhöhen wird.

Wir freuen uns in Gießen auf eine Fortsetzung dieses spannenden Themenblocks mit einer Veranstaltung, welche „Wasser in der Ernährung“ thematisiert. Für Mittwoch den 03.Juli (19:00 S4 Zeughaus) konnten wir mit Herrn Ullrich Schweitzer den ehemaligen Marketingchef bei Hassia in Bad Vilbel, jetzt Leiter der Initiative „Dialog Natürliches Mineralwasser“ der Gesellschaft der Freunde und Förderer der deutschen Mineralbrunnenindustrie e. V. gewinnen. Inhaltlich wird es um Qualitätsstandards und Mehrwert von Wässern für die Ernährung gehen.

 

Autoren: Christopher Mosch , Jurek Elsermann (Korrektur)

 

Zu Gast im größten Gewächshaus in Nordrhein-Westfalen

Am Samstag, den 18.05.2019 fand die Landesmitgliederversammlung des VDL-Landesverbandes Nordrhein-Westfalen statt. Über 30 Teilnehmer folgten der Einladung in die Räumlichkeiten des Damianshof‘s in Rommerskirchen. Dieser Betrieb ist ein Versuchs- und Vorzeigebetrieb von Bayer Crop Science.

Nach der Mitgliederversammlung und dem Mittagsimbiss folgte das Fachprogramm. Bernd Olligs, Betriebsleiter des Damianshofs, erklärte und zeigte den interessierten VDL-Mitgliedern die Bewirtschaftung und das Prinzip des ForwardFarming der Bayer Crop Science. So ist der Damianshof Teil eines weltweiten Netzwerks unabhängiger landwirtschaftlicher Betriebe. Dieses Netzwerk ist eine Wissensplattform, die nachhaltige Landwirtschaft in der Praxis demonstriert. In Partnerschaft mit Landwirten schafft diese Initiative Möglichkeiten für Demonstration, Dialog und Zusammenarbeit auf Betrieben in der ganzen Welt. Maßgeschneiderte Lösungen, proaktive Maßnahmen zur Unternehmensverantwortung und Partnerschaften sollen zeigen, wie moderne Landwirtschaft mit ökologischer und sozialer Verantwortung einhergehen kann.

Im Anschluss führte das Fachprogramm die Teilnehmer zu den nahegelegenen Neurather Gärtnern in Grevenbroich. Der Betriebsleiter Ludwig Zeitheim empfing die VDL-Mitglieder in der größten Gewächshausanlage in Nordrhein-Westfalen. Auf rund 16 ha unter Glas werden dort mit hochmodernen Technologien und der Abwärme vom RWE-Kraftwerk Neurath rund 7.500 Tonnen Tomaten im Jahr produziert. Nach einer sehr interessanten Führung durch die verschiedenen Bereiche mit ausführlichen Erläuterungen, ging für die Teilnehmer eine informative Mitgliederversammlung zu Ende.

Autor: Philip Steinberger

Fotos: Sarah Neyses

Clever in den Beruf einsteigen

Ob beim Berufseinstieg oder Jobwechsel, am Anfang steht die Bewerbung und hierbei sind so mancherlei Hürden zu meistern. 13 Teilnehmer nutzten die Chance sich in dem vom VDL LV-Ost organisiertem Bewerbungs- und Karriereseminar den letzten Feinschliff rund um den Bewerbungsprozess abzuholen.

In persönlicher Atmosphäre sowie im direktem Kontakt zu den Seminarteilnehmern informierte am Donnerstag den 25.04.2019 Dr. Jochen Riebensahm, Senior Personalberater der AGRI-associates, über das richtige Vorgehen im Bewerbungsprozess. Herr Dr. Riebensahm motivierte die Teilnehmer das eigene Profil noch intensiver zu schärfen und für jede Stelle eine konkrete Antwort auf die Fragen zu finden, warum man selbst perfekt für die Stelle geeignet ist und warum das Unternehmen in das eigene Persönlichkeitsprofil passt.

Resümierend verließen die Teilnehmer das Bewerbungs- und Karriereseminar mit einem breit gefüllten Portfolio an Handwerkszeugs für zukünftige Bewerbungen und dem Rat sich nicht von unerwarteten Gehaltsvorstellungen oder spannungsvollen Bewerbungsgesprächen entmutigen zu lassen.

Text und Fotos: Max Eckelmann

 

Karriereseminar mit Dr. Jochen Riebensahm

Wege in den Beruf – Unternehmen stellen sich vor

„Auf den Charakter kommt es an! “ dies war, womöglich die wichtigstes Quintessenz des Nachmittags die unsere Referenten den Studierenden mitgeben konnten. Denn am Ende zählt die Persönlichkeit und die Fähigkeiten des Bewerbers mehr als Notendurchschnitt und Englisch Niveaustufe nach gemeinsamen europäischen Referenzrahmen.

Dies ging auch aus dem Vortrag von Philipp Schilling über seinen Arbeitgeber Cargill und seinem persönlichen Erfahrungen heraus. Das Unternehmen Cargill fördert junge Berufseinsteiger mit einem zweijährigen Trainee Programm bei dem bereits erste eigene Aufgaben übernommen werden und man die Möglichkeit bekommt das Unternehmen mit seinen vielfältigen Aufgabenbereichen weltweit kennenzulernen. Herr Schilling betont die vielen Entwicklungsmöglichkeiten und Innovationen die das Unternehmen in den nächsten Jahren bietet und die Möglichkeiten sich aktiv mit eigenen Ideen einzubringen. Er selber hatte damals die Möglichkeit über ein Praktikum und seiner Masterarbeit das Unternehmen kennen zu lernen. Nach seinem Trainee Programm im Commodity Merchandising arbeitet er jetzt als Leiter des Getreidehandelns in Deutschland und Polen.

Die Nähe zur Landwirtschaft war Frau Marie Berbecker von der landwirtschaftlichen Rentenbank besonders wichtig. Die Rentenbank, gegründet 1949 von der Bundesanstalt des öffentlichen Rechts, ist die deutsche Förderbank für die Agrarwirtschaft und den ländlichen Raum. Frau Berbecker durchläuft gerade ein zweijähriges Trainee Programm im Fördergeschäft und hat selber die Möglichkeit an umfangreichen Förderprogrammen mitzuarbeiten. Die mitzubringenden Qualifikationen sind vielfältig und hängen immer von der jeweiligen Stelle ab, so Berbecker. „Im Fördergeschäft kommen alle zusammen- Agrarwissenschaftlicher, Bänker und Wirtschaftswissenschaftler und am Ende sind Soft Skills und Persönlichkeit entscheidend für gute Zusammenarbeit“.

Warum Big Dutchman trotz unsexy Standort ein attraktiver Arbeitgeber sein kann, stellte uns Justina Reinhardt vor. Das familiengeführte Großunternehmen welches einst berühmt geworden ist durch die erste Fütterungsanlage im Geflügelbereich, ist nun in über 100 Ländern weltweit vertreten und Marktführer bei Fütterungsanlagen und Stalleinrichtungen. Einstieg ins Unternehmen bietet ein 3- 6 monatiges Praktikum mit der Bearbeitung eines eigenen Projektes, das Anfertigen von Abschlussarbeiten im Unternehmen als auch durch Direkteinstieg nach dem Studium. Dabei bietet das Unternehmen am Standort Vechta ein sehr gutes Arbeits- und Lernklima mit gegenseitiger Wertschätzung und gemeinsamen Aktivitäten auch außerhalb des Arbeitsumfeldes.

Text und Bilder: Annette Pfordt

Wege in den Beruf – Studierendengruppe Göttingen

 

Einführung in das System der Öko-Kontrollstellen – Berufsperspektive aufgezeigt

Für die Kennzeichnung von Produkten gibt es viele verschiedene Labels. Unter anderem das Bio-Siegel. Doch wie wird eigentlich kontrolliert, ob ein Betrieb die Richtlinien einhält? Woher weiß man, ob die Vorgaben des Siegels tatsächlich eingehalten werden?

Bei dem Seminar „Einführung in das System der Öko-Kontrollstellen“ am 15.04.2019 gab Malea Birke, Bio-Auditorin für die Bereiche Landwirtschaft, Verarbeitung und Import einen Einblick in ihre Arbeit. In den östlichen Bundesländern, einschließlich Hamburg, kontrolliert sie jährlich etwa 120 Betriebe nach der der europäischen Öko-Verordnung 834/2007.

20 Teilnehmer nutzten die Chance, diesen Beruf kennenzulernen.

Sie erhielten einen Einblick in den Berufsalltag mit der praktischen und theoretischen Arbeit. Das Seminar war für alle Beteiligten erfolgreich und aufschlussreich. Einige Studierende haben durch das Seminar ihr Vertrauen in das Öko-Siegel stärken, andere sogar eine Neue Jobperspektive erlangen können.

Pia Fauter

Neu! Bestellung der VDL-Poloshirts

Die Bundessparte Studierende lässt VDL-Polo-Shirts drucken, um sich auf zukünftigen Veranstaltungen und zu anderen Gelegenheiten einheitlich präsentieren zu können. Die Poloshirts in anthrazitgrau aus reiner Baumwolle werden nicht nur für Studierende, sondern für alle VDL-Mitglieder erhältlich sein.

Bitte beachten Sie, dass die Poloshirt-Bestellung bis zum 24. April 2019 bei uns eingegangen sein muss, um eine Übergabe auf der BMV 2019 zu gewährleisten.

Alle weiteren Bestellungen werden später ausgeliefert.

Hier geht es zur Poloshirt-Bestellung

„Wir wollen neutral und objektiv kommunizieren!“ – Grüne Runde in Bonn beim BZL

Zwei Jahre gibt es jetzt das BZL. Dieses Kürzel steht für Bundesinformationszentrum Landwirtschaft, das am 1. Februar 2017 gegründet wurde. Es entstand durch die Integration des ehemaligen aid infodienst e. V. in die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE). Unter einem Dach ist seither die Erfahrung beider Institutionen gebündelt. Um Einblick in die Arbeit des BZL zu bekommen, luden die VDAJ-Landesgruppe Bonn und der VDL-Landesverband NRW am 12. Februar zur Grünen Runde in die BLE nach Bonn ein.

 

Konnten sich über eine gelungene Veranstaltung freuen (v.l.n.r.): Maximilian Jatzlau, Geschäftsführer des VDL-Landesverbandes NRW, Britta Ziegler, Referatsleiterin Redaktion Landwirtschaft im BZL, BZL-Leiter Frank Lenz, Prof. Dr. Katharina Seuser, Vorsitzende der VDAJ-Landesgruppe Bonn und BLE-Präsident Dr. Hanns-Christoph Eiden. (Fotos: Dr. Elisabeth Legge)

 

„Ziel des BZL ist es, ein besseres Verständnis für eine zukunftsfähige Landwirtschaft zu schaffen und einen Beitrag zum gesellschaftlichen Dialog über Landwirtschaft zu leisten. Daher wurde es vor zwei Jahren gegründet“, erläuterte Frank Lenz, der Leiter des BZL. Auf die Fahnen geschrieben hat sich die Institution dabei, neutral und objektiv zu informieren. Die unterschiedlichen Zielgruppen werden hierbei bedient: Fachleute, wie Landwirte, Gärtner, Winzer,aber auch Marktakteure und Verbände sowie Organisationen. Dabei befasst sich das BZL mit der Erhebung, Aufbereitung und Vermittlung von Daten und Informationen rund um das Thema Landwirtschaft. „Unser Spektrum reicht von Printpublikationen über Onlinedienste und Öffentlichkeitsarbeit bis hin zu Marktinformationen und Statistik“, so Lenz.

Für Fachleute hält das BZL Erkenntnisse aus der Agrarforschung und Ergebnisse aus Modellvorhaben bereit, die mithilfe von BLE-Projekten ermittelt werden. Sie erhalten einen Überblick über neue Methoden, Techniken und aktuelle Themen, werden aber auch über rechtliche Änderungen und ihre Auswirkungen informiert. „Wichtig ist uns, dass die Informationen noch praxisnäher aufbereitet werden und die Ergebnisse der angewandten Forschung interessanter dargestellt werden“, bezeichnete Lenz eines der wichtigsten Ziele der Arbeit des BZL. Neuerdings bietet das BZL auch Webinare an, zum Beispiel ein Webinar für Existenzgründer.

 

Viele waren gekommen. Auf großes Interesse stieß die Grüne Runde beim BZL. (Foto: Dr. Elisabeth Legge)

 

Eine weitere Aufgabedes BZL ist es, Verbraucher über Landwirtschaft zu informieren. Für sie hält das BZL eine Reihe von Broschüren („Pockets“) rund um landwirtschaftliche Themen bereit, informiert auf Youtube, bietet verschiedene Apps an und ist auch auf Messen vertreten. „Unser Ziel ist es, möglichst viele Verbraucher zu erreichen, da das Wissen über Landwirtschaft einfach sehr gering ist“, erläutert Lenz. Die Verbraucher sollen eine realistische Vorstellung der heutigen Landwirtschaft erhalten, damit sie die Zusammenhänge von Landwirtschaft, aber auch Lebensmittelerzeugung und Umwelteinflüssen verstehen können. Derzeit arbeitet das BZL daran, die Reichweite der Verbrauchermedien zu erhöhen, mehr mit Videos und Bildern zu kommunizieren und die Geschichten und Menschen zu den Informationen zu zeigen. Außerdem sollen Journalisten und andere Multiplikatoren für Verbraucher vermehrt angesprochen werden. Seine Aktivitäten in Richtung von Schulen und außerschulischen Lernorten, wie dem Bauernhof oder Schulgarten, will das BZL verstärken. Zahlreiches Bildungsmaterial ist deshalb entstanden. Die Vernetzung mit den Landesbildungsservern und dem Didacta Verband sind deshalb wichtige Aufgaben. Weiter vorantreiben will das BZL seine Social Media-Aktivitäten. Bislang ist es nur auf Twitter unterwegs. Dafür sollen auch SocialMedia-Experten angestellt werden.

Was die aktuellen Schwerpunkte der Arbeit des BZL angeht, so stehen in diesem Jahr die Themen Tierwohl, Digitalisierung, Pflanzenschutz und Düngung auf dem Programm.Für die Zukunft hat sich das BZL nach Aussagen seines Leiters eine Menge vorgenommen. „Wichtig ist es, wahrgenommen zu werden und dafür wollen und müssen wir das BZL noch bekannter machen“, so Lenz.

Autorin: Dr. Elisabeth Legge

VDL-Ehrenvorsitzender Dr. Horst Menzinger verstorben

Der VDL trauert um seinen allseits geschätzten und verehrten Ehrenvorsitzende des VDL Landesverbandes Hessen e.V., Ministerialdirigent a.D. Dr. Horst Menzinger, der am 27. Januar 2019 im Alter von 81 Jahren in Wiesbaden verstorben ist.

Fast 60 Jahre war Dr. Horst Menzinger stets aktives Mitglied im VDL Landesverband Hessen e.V. und hat die gesamte Entwicklung unseres Berufsverbandes in dieser Zeit maßgeblich und nachhaltig geprägt und richtungsweisende Zeichen gesetzt. Höchstes Engagement in der berufsständischen Arbeit zeigte Dr. Menzinger während seiner 12-jährigen Amtszeit (20. Mai 1974 bis 22. Mai 1986) als Landesvorsitzender des VDL Landesverbandes Hessen. Auch nach seiner aktiven Amtszeit als Landesvorsitzender war Dr. Horst Menzinger stets präsenter, von hoher Sachlichkeit geprägter und dank seit seiner hohen sozialen Kompetenz allseits geschätzter Ratgeber des VDL Landesverbandes Hessen e.V.

Für sein bislang einzigartiges Engagement um die Belange unseres Berufsverbandes verlieh ihm – im Rahmen des Festaktes zum 50-jährigen Bestehen des VDL Landesverbandes Hessen e.V. am 29. Mai 1998 in der Aula der Justus-Liebig-Universität Gießen – Vorstand und Mitgliederversammlung des VDL Hessen den Ehrenvorsitz. Seit dieser Zeit war Dr. Menzinger unverzichtbarer Ratgeber des Vorstandes. Insbesondere die Kolleginnen und Kollegen, die eines der Treffen des Senioren- und Freundeskreises des VDL Landesverbandes Hessen e.V. besucht haben, wussten, dass das Organisationstalent, sein immenses Fachwissen, seine Verbindlichkeit, vor allem aber die Liebenswürdigkeit von Dr. Horst Menzinger unschlagbar waren.

Der Senioren- und Freundeskreis, der auf die Initiative von Dr. Menzinger ins Leben gerufen wurde und der 2017 sein 20-jähriges Jubiläum feiern konnte, ist heute eine unverzichtbare Institution in unserem Verband und verbindet unsere Senioren mit den im Berufsleben stehenden Kolleginnen und Kollegen und den Studierenden. Diese erfolgreiche hessische Institution führte beim VDL auf Bundesebene zur Gründung der „Bundessparte Senioren“.

Besondere Würdigung seiner höchsten Verdienste um unseren Berufsstand erfuhr Dr. Horst Menzinger am 28.Mai 2015 in seiner Heimatstadt Wiesbaden: Im Rahmen der VDL-Jahrestagung 2015 des VDL Bundesverband e.V. verlieh ihm Hessens Staatsministerin Priska Hinz auf Empfehlung des VDL Hessen das Bundesverdienstkreuz am Bande.

Bei der Verleihung würdigte die Ministerin im Namen der Hessischen Landesregierung seine besonderen Verdienste von Dr. Menzinger, der seit 1969 in der hessischen Agrarverwaltung die Politik für Land und Landwirtschaft wesentlich geprägt habe – zuletzt als Leiter der Abteilung „Ländlicher Raum“ im Hessischen Ministerium des Innern und für Landwirtschaft, Forsten und Naturschutz. So hatte Dr. Horst Menzinger bereits an dem ersten hessischen Landschaftspflege-Gesetz mitgewirkt und als Referatsleiter „Marktstruktur und Verbraucherfragen“ die Federführung auch die ersten Strukturprogramme der Europäischen Gemeinschaft begleitet.

Horst Menzinger studierte Agrarwissenschaften an der Justus-Liebig-Universität Gießen, wo er auch bei Professor Dr. Max Rolfes am Institut für landwirtschaftliche Betriebslehre promovierte und als Assistent und wissenschaftlicher Mitarbeiter bis 1969 tätig war. Bereits in dieser Zeit wurde auf seine Initiative die VDL-Studentengruppe Hessen in Gießen gegründet.

Für unseren hessischen Ehrenvorsitzenden Horst Menzinger war der fachlichen Weiterentwicklung des Berufsverbandes stets das kollegiale menschliche Miteinander zwischen Studierenden, Aktiven und Ruheständlern ein besonderes Herzensanliegen.

Der VDL ist Dr. Horst Menzinger zu unendlichem Dank verpflichtet. Wir werden ihn sehr vermissen und ihm stets ein ehrendes Andenken wahren. Unser tiefes und aufrichtiges Mitgefühl gilt seiner gesamten Familie, allen voran seiner lieben Frau Lieselotte.

Markus W. Ebel-Waldmann
Präsident des VDL Bundesverbandes und Landesvorsitzender des VDL Landesverbandes Hessen

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VDL-Mitgliederversammlung 2019 des LV-Hessen in Wiesbaden

Die diesjährige Mitgliederversammlung des VDL Landesverbandes Hessen e.V. findet am Mittwoch, 26. Juni 2019, 16.00 Uhr, im Ratskeller Wiesbaden (gegenüber Hessischer Landtag), Schloßplatz 6, 65183 Wiesbaden, statt. Im Mittelpunkt der Versammlung, die im Vorfeld des Parlamentarischen Abends 2019 (Beginn: 18.00 Uhr) des VDL Landesverbandes Hessen e.V. stattfindet, stehen neben den satzungsgemäßen Berichten auch Wahlen zum Vorstand. Alle hessischen VDL-Mitglieder erhalten gemäß Satzung fristgerecht eine Einladung mit Tagesordnung.

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VDL-Mitglied Prof. Dr. Kristina Sinemus wird Ministerin in Hessen

VDL-Mitglied Prof. Dr. Kristina Sinemus ist neue Ministerin für Digitale Strategie und Entwicklung in Hessen.

Kristina Sinemus war bis zu ihrer Ernennung zur Ministerin Präsidentin der Industrie- und Handelskammer (IHK) Darmstadt, Gründerin einer Wirtschafts-PR-Agentur und Professorin an der Privathochschule Quadriga in Berlin. Zum ersten Mal gibt es in Hessen ein eigenes Digitalministerium. Seit dem 18. Januar 2019 ist Kristina Sinemus (55, parteilos) hessische Ministerin für Digitale Strategie und Entwicklung. An diesem Datum hat die neue von CDU und Bündnis 90/Die Grünen gebildete Landesregierung ihre Arbeit aufgenommen, Ministerpräsident ist Volker Bouffier (CDU). “Ein neues Ministerium mit aufbauen zu dürfen erfüllt mich mit Stolz”, sagt die neue Ministerin. “Ich freue mich auf diese neue Herausforderung und die Chance, ein alle Lebensbereiche betreffendes Thema wie die Digitalisierung im Sinne des Landes voranzubringen.” “Mit Professorin Sinemus holen wir eine Expertin in unser Team, die interdisziplinäres Denken und Arbeiten von der Pike auf gelernt hat. Es gehört zu ihrem Markenkern, komplexe Technikthemen zu verstehen und zu vermitteln”, sagte Ministerpräsident Bouffier zur Berufung.

Von 1995 an arbeitete Kristina Sinemus als freie Beraterin und Moderatorin für Unternehmen, Verbände und Ministerien, 1998 stieg sie als geschäftsführende Gesellschafterin in die Beratungsfirma Genius ein, einer Ausgründung der Technischen Universität Darmstadt. Genius, die “Agentur für Wissenschaft und Kommunikation”, begleitet öffentliche Institutionen, Unternehmen und Verbände mit Strategieberatung, Studien, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Dem VDL gehört Ministerin Sinemus seit vielen Jahren als aktives Mitglied an und war als Referentin, Autorin und Ratgeberin im berufsständischen Netzwerk des VDL stets gefragte Expertin. In einem Glückwunschschreiben wünschte VDL-Präsident Markus W. Ebel-Waldmann ihr „vor allem eine glückliche Hand, Erfolg, Schaffenskraft und Gestaltungsfreude“. „Wir sind überzeugt, dass Kristina Sinemus die anstehenden, richtungsweisenden Aufgaben meistern wird und sichern ihr gerne unsere Unterstützung zu“, so VDL-Präsident Ebel-Waldmann.