Auch bei Gegenwind den Mund aufmachen! Wie kann Kommunikation auch unter schwierigen Bedingungen gelingen?

In „Omas Küche“ gab es keinen Gegenwind für Martin May, dafür war der Gastraum im Bierhaus Machold in Bonn zu voll. Auf Einladung des VDL-Landesverbands Nordrhein-Westfalen und der VDAJ-Landesgruppe Bonn trafen sich mehr als 40 Menschen zur letzten „Grünen Runde“ 2019. Der Leiter Kommunikation des Industrieverbands Agrar e. V. (IVA) eröffnete den Abend mit ein bisschen Theorie, die die Agrarjournalisten unter den Zuhörern sicherlich schon kannten. Er stellte das 4-Seiten-Modell von Friedemann Schulz von Thun kurz vor und machte so deutlich, wie wichtig die psychologische Komponente in der Kommunikation ist. Gerade die Themen, die ihn und seinen Verband umtreiben (Glyphosat-Ausstieg, Düngeverordnung und Insektenschutz), seien auf dem aktuellen Level nicht mehr nur mit einem rationalen Zugang zu erklären. „Die Menschen müssen mit ihren Ängsten abgeholt werden“, betonte May. Dazu erklärte er, was unter kognitiver Dissonanz zu verstehen ist. Zusammengefasst dies: Wenn das eigene Bild von der Welt mit neuen, der eigenen Anschauung widersprechenden Informationen gestört wird, erzeugt das eine Spannung, die aufgelöst werden will. Der Spannungsabbau kann durch Verdrängen und Leugnen, Relativieren durch Infragestellen oder auch eine noch stärkere Verfestigung der eigenen Position durch Umdeuten des Erfahrenen erreicht werden.

Von der Theorie ging schnell hinüber in die Praxis, wobei Glyphosat die nächsten Minuten bestimmte. Der IVA führt jährlich eine repräsentative Befragung durch, um die Einstellung der Bevölkerung zu Pflanzenschutzmitteln und Düngern zu erfahren. In der Summe war die Einstellung über die Jahre hinweg positiv, was der Stimmungslage der Deutschen aber nicht immer entsprach. Deshalb wurde 2017 bei der Befragung von gestützten Antworten auf ungestützte Antworten umgestellt, und das Ergebnis der Befragung und die Stimmung, die sich auch in den Nachrichten widerspiegelt, glichen sich stärker an. Trotzdem, betonte May, dass Glyphosat erst im Dezember 2017 in der Befragung stark in Erscheinung trat, wenn auch nicht in dem Ausmaß, wie er es erwartet hatte.

Die Befragung sei ein wichtiges Instrument seiner Arbeit, verdeutlichte Martin May, aber ebenso wichtig seien auch Projekte wie „Schau ins Feld“, das über die IVA-Initiative „Die Pflanzenschützer“ ins Leben gerufen wurde. Dabei wird gezielt ein Stück eines Felds nicht gegen Unkräuter behandelt, damit Menschen unmittelbar sehen können, wozu Pflanzenschutzmittel gut sind. Das ist das erklärte Kommunikationsziel des IVA. Dabei sei es besonders wichtig zu respektieren, dass „wir Menschen es nicht mögen, belehrt zu werden“, hob May hervor.

Nach seinem Vortrag gab es viele Fragen der Zuhörer, die Martin May trotz eines etwas kratzigen Halses wegen einer gerade überstandenen Erkältung, gerne beantwortete. Seine Arbeitsweise und die Abläufe im Verband wurden erfragt, aber auch die Bedeutung der sozialen Medien interessierte die Gäste. Durchaus kritisch wurde von anwesenden Landwirten gefordert, dass sich der IVA und seine Mitgliedsunternehmen mehr in die Diskussion um Glyphosat einbringen. May erläuterte, dass das nicht möglich sei, weil Glyphosat ein Wirkstoff in bestimmten Produkten sei und der IVA nicht produktspezifisch argumentiere. Der Verband stehe für regulatorisches Wissen und die Beziehung zur Verwaltung und Politik bereit.

Gefragt nach einem Wunsch, sagte der Kommunikationschef des Verbandes, er wünsche sich, dass weniger hysterisch diskutiert werden. „Die am besten lernenden Menschen sind die, die tolerant sind“, sagte er zum Abschluss der Diskussion.

Autor: Stefan Stegemann

Fotos: Philip Steinberger

Kosten sparen und Einkommen sichern in der Milcherzeugung – was Landmaschinenhandel und Molkerei dazu beitragen können

Im Rahmen einer ganztägigen Exkursion besuchten 32 VDLer aus Niedersachsen, Hamburg, Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen zwei wichtige Geschäftspartner der Milchvieherzeuger im Elbe-Weser-Dreieck. Sie erkundeten, welchen Beitrag die Fricke Landmaschinen GmbH und das Deutsche Milchkontor zur Stabilisierung der wirtschaftlichen Lage der Milcherzeuger leisten können, wenn Dürre und Marktschwankungen die Liquidität bedrohen.

Landmaschinen sind ein erheblicher Kostenfaktor im Betrieb, zumal gerade eine schlagkräftige Erntetechnik schnell mit mehreren Hunderttausend Euro zu Buche schlägt. Landmaschinen jeglicher Art sind das Geschäftsfeld der Fricke Landmaschinen GmbH in Heeslingen, die mit insgesamt 2.600 Arbeitskräften an neun Standorten zu den fünf größten Landtechnikhändlern in Deutschland gehört. Geschäftsführer Joachim Schlesselmann, der den Gebrauchtmaschinenbereich verantwortet, gab einen Überblick über das Unternehmen und die nationalen und internationalen Märkte, auf denen Fricke vertreten ist.

Ein optimales, sprich kundenorientiertes Sortiment aus Sicht des Landmaschinenhandels würde wohl in jedem Segment den Marktführer erwarten lassen – das wäre dann Claas für die Erntetechnik in der Region und Fendt bei Traktoren, um nur zwei Beispiele herauszugreifen. Das ist allerdings nicht im Sinne der Unternehmenspolitik der Hersteller, die von ihren Händlern eine klare Alleinvertretung verlangen. Heißt im Fall der Fricke Landmaschinen GmbH, dass bei Neumaschinen die Produktpalette von Claas angeboten wird, obwohl die Claas-Traktoren in der Region einen eher kleinen Marktanteil haben. Hier gab die Erntetechnik den Ausschlag für die Entscheidung, den Handel mit neuen Traktoren von Fendt dem Wettbewerb zu überlassen.

Anders liegt der Fall bei Gebrauchtmaschinen, da wird jede Marke angeboten, die Fricke ins Sortiment bekommen kann – natürlich auch der Farmer 306 von Fendt. Vor allem für Landwirte, die genau kalkulieren müssen, ist das Gebrauchtsortiment von Fricke mit bis zu tausend vorgehaltenen Maschinen sehr interessant. Aber auch Landwirte im Ausland wissen die Expertise von Fricke zu schätzen – ca. 70 % der Gebrauchtmaschinen werden exportiert. Weitere Standbeine des Unternehmens, das 1923 aus einer Dorfschmiede hervorgegangen ist, sind unter anderem die Herstellung von Geräten zur Boden- und Grünlandbearbeitung (Marke Saphir) und eine breite Palette von Komponenten und Ersatzteilen für Maschinen und Geräte aller Hersteller (Marke Granit Parts). Ein umfangreicher Servicebereich bis hin zum Erntenotdienst rundet das Angebot der Firma ab.

Beim Rundgang durch den Werkstattbereich – das gesamte Gelände hätte für einen ganzen Tag gereicht – gab es vor allem Maishäcksler mit ihren riesigen Beißwerkzeugen zu bestaunen, die hier für den anstehenden Ernteeinsatz fit gemacht wurden.

Nach dem Mittagessen ging es nach Zeven zum Deutschen Milchkontor, wo der Standortleiter des größten DMK-Werks Ulf Tabel die VDLer schon erwartete. Hier wurde diskutiert, welchen Beitrag die Bindung an den Abnehmer DMK auf der Ertragsseite zum wirtschaftlichen Erfolg der Milcherzeugung leistet. Das DMK gehört zu den größten Molkereiunternehmen in Deutschland und ist ungeachtet der Firmierung als Aktiengesellschaft fest in landwirtschaftlicher Hand. Die Erwartung, angesichts der Größe und Eigentumsverhältnisse auch einen attraktiven Milchauszahlungspreis zu erzielen, wird aktuell allerdings (noch) nicht erfüllt.

Ulf Tabel gab zum Einstieg einen Überblick über das Unternehmen: 8 Mrd. kg Milch werden jährlich von 7.000 Milcherzeugern angeliefert, davon 2,9 Mrd. kg GVO-frei. Am Standort Zeven ist der Hauptsitz des DMK mit der Verwaltung und der F&E-Abteilung angesiedelt sowie das größte der über 20 Werke, das mit 1.082 Mitarbeiter auch der größte regionale Arbeitgeber ist. Hier befindet sich die Trocknungsanlage, die täglich 150.000 kg Milch verarbeitet, außerdem werden Sauermilchprodukte, H-Milchprodukte und Kondensmilch hergestellt. 40 % der Milchmenge wird am Standort Edewecht zu Käse verarbeitet.

Mit vielen Zahlen im Kopf reichte die Zeit gerade für einen schnellen Rundgang, vorbei an der Milchanlieferung, die täglich 160 Tankwagen abfertigt, durch die Abfüllanlage für H-Milch und haltbare Milcherzeugnisse. In der Stunde können 24.000 Packungen abgefüllt werden, die überwiegend nach Asien exportiert werden. Die Lagerkapazität beträgt 50.000 Palettenstellplätze, rund 180 LKW-Abholer tummeln sich im Werksbereich, um die Produkte auf den Weg zu bringen. Positiv für den Export ist auch die Nähe zum Hamburger Hafen, der nur 76 km von Zeven entfernt ist. Milch ist ein empfindliches Produkt und die Verarbeitung enorm energieaufwendig. Der Energieverbrauch des 34 ha großen Werksgeländes in Zeven liegt in der Größenordnung einer mittleren Kleinstadt, vier eigene Brunnen gewährleisten die Wasserversorgung.

Natürlich kam auch der kürzlich erfolgte Rückruf von Milch von einem DMK-Werk in NRW zur Sprache, den Tabel als einen guten Beweis für professionelles Krisenmanagement bezeichnete. Eigenkontrollen hatten eine erhöhte Keimbelastung in einer Partie Frischmilch nachgewiesen, die nur durch ein undichtes Ventil verursacht worden sein konnte. Die Ursache war schnell gefunden und beseitigt, parallel erfolgte der Rückruf mit genauer Bezeichnung der fraglichen Etikettierung. 800.000 l Milch wurden zurückgerufen, Verbraucher brachten 600 l zum Umtausch, fünf Fälle leichter Übelkeit wurden gemeldet.

Nach dem Rundgang erlaubte Heinz Korte, Milcherzeuger und seit drei Jahren Aufsichtsratsvorsitzender des DMK, den Besuchern einen tieferen Einblick in die täglichen Herausforderungen, die die Führung eines so großen Unternehmens mit sich bringen. Er vertritt gegenüber dem hauptamtlichen Management die Interessen von ca. 6.000 Genossenschaftsmitgliedern und knapp 8.000 Mitarbeitern. Der Aufsichtsrat setzt sich aus sechs Eigentümern und sechs Mitarbeitern zusammen und verantwortete 2018 einen Gesamtumsatz von ca. 5,6 Mrd. Euro.

Die Milcherzeuger wirtschaften mit durchschnittlich 200 Kühen, ein Viertel der Betriebe arbeitet noch mit Anbindehaltung, allerdings in den meisten Fällen kombiniert mit Weidegang. Korte stellte dazu fest, dass manche Anbindehaltungen besser organisiert sind und die Kühe einen besseren Eindruck machen als in einigen Betrieben mit Boxenlaufställen. Nicht die Haltung, sondern die Fähigkeiten des Betriebsleiters seien hier die ausschlaggebenden Faktoren.

Kritisch hinterfragt wurde die Leistungsfähigkeit des DMK, deren Auszahlungspreis in den letzten Jahren im Molkereivergleich auf den hinteren Plätzen landete. Heinz Korte gab dazu offen Auskunft und berichtete, dass infolge der Milchmarktkrise der letzten Jahre und der Folgen der Dürresommer viele Lieferanten ihre Verträge gekündigt hätten; insgesamt sei ein Liefervolumen von einer Mrd. kg verloren gegangen. Das DMK habe in den letzten Jahren große Investitionen getätigt, so dass die Spielräume für einen attraktiven Auszahlungspreis nicht gegeben waren. Er rechne aber damit, dass sich die Investitionen amortisieren und die Milchlieferanten bald mit höheren Milchrpreisen rechnen könnten.

Auf die Entwicklungsperspektiven in den nächsten Jahren angesprochen, führte Korte aus, dass die in der Vergangenheit durch den Vorgänger Nordmilch verfolgte Philosophie, durch Größe Marktmacht gegenüber dem Lebensmittelhandel aufbauen zu können, sich als nicht haltbar erwiesen habe. Der Lebensmittelhandel spiele die Molkereien konsequent gegeneinander aus, was in Grenzen nur durch eine starke Markenstrategie zu kontern sei. Da seien aber die süddeutschen Molkereien und die Privatmolkereien mit einem Markenanteil von ca. 20 % stärker als das DMK, das mit seiner Kernmarke Milram nur zehn Prozent des Milchaufkommens an den Markt bringe. Der überwiegende Teil der Produkte geht in die Industrie, in Handelsmarken oder in den Export.

Anstelle der nicht erreichbaren Marktmacht soll die Zusammenarbeit zwischen Herstellern und Handel sowie unter den Molkereien verstärkt werden. So tauschen DMK und frischli bereits Tanklieferungen untereinander aus, um die Streckenlogistik zu optimieren und mit anderen Molkereien werden Koppelprodukte wie Molkeneiweiß zu interessanten Nischenprodukten verarbeitet.

Die Frage, ob ein Landwirt im Ehrenamt eine Chance habe, bei einem Umsatz von über 5 Mrd. Euro mit einem professionell ausgebildeten hauptamtlichen Management auf Augenhöhe zusammenzuarbeiten, klang im ersten Moment frech, wurde aber von Heinz Korte ausdrücklich begrüßt. Dazu führte er aus, dass die ehrenamtlichen Aufsichtsräte regelmäßige Weiterbildung auf professionellem Niveau erhalten und durch ihre Arbeit an Erfahrung gewinnen. Unabdingbar sei ein respektvoller Umgang miteinander, aber auch Sorgfalt und Konsequenz im Rekrutierungsprozess. So sei die aktuell tätige Geschäftsführung ins Amt gekommen, mit der eine vertrauensvolle Zusammenarbeit besteht.

Das Exkursionsprogramm fand eine würdige Abrundung mit einem Begegnungsabend im Scheeßeler Hof, zu dem drei Agrarexperten aus der Region eingeladen waren. Christian Intemann, 2. Vorsitzender des Kreislandvolkverbands Rotenburg-Verden, und Thomas Christeleit, Geschäftsführer des Maschinenrings Niedersachsen Mitte, gaben kurze Statements zur Landwirtschaft, zum Maschinenring und zur ehrenamtlichen Arbeit für die Landwirtschaft und beantworteten Fragen dazu ausführlich. Der ehemalige Kreislandvolkvorsitzende Gerhard Eimer gab den jungen Menschen in der Landwirtschaft mit auf den Weg, nicht zurückzublicken und sich nicht erzählen zu lassen, früher sei alles besser gewesen. Nicht romatische Verklärung der Vergangenheit, sondern Optimismus, Mut und Realitätssinn sollten die Ratgeber für ihren Weg in die Zukunft sein.

Den Abschluss eines ereignisreichen Tages bildete schließlich mit einem großen Dankeschön die Verabschiedung von Helmut Behn, der als Regionalvertreter des Verbandes über Jahrzehnte die Region Stade betreut hat und manche interessante Exkursion – wie auch diese – organisierte. Die Teilnehmer entließen ihn mit großem Applaus aus der aktiven Vorstandsarbeit in den VDL-Ruhestand und freuen sich darauf, ihm auch zukünftig auf den VDL-Veranstaltungen zu begegnen.

Autoren: Gustav Wehner, Ruth Franken

 

VDL-Rallye durch Gießen „Wie Schlammbeiser es kennen“

Zwei hochmotivierte Teams gingen am 25.10.2019 an den Start, um ihr Wissen über unsere graue Stadt ohne Meer unter Beweis zu stellen. Zu einem erfolgreichen Gelingen hat die Begleitung der Rallye durch unsere Sponsoren beigetragen. Gestartet wurde mit einer Fragerunde am schönen Zeughaus, danach mussten sie durch das Lösen eines Rätsels auf eine Personifikation Gießens in Form der Statue des Schlammbeisers stoßen. Bei der Statue wurden unsere Studis, Dank freundlicher Unterstützung der Gießener Brauerei GmbH & Co. KG, mit unserem Fachbereichs eigenen Bier: „Schlammbeiser“, einem gutem und regionalen Weggetränk, ausgestattet. Seine Geschichte als eine der Personifikationen Gießens war Thema, die in der Hänselei der Nachbarstädte bedingt durch ausbleibende Verlegung unterirdischer Kanäle gründet. Für weitere Aufgaben mussten sich die Gruppen durch den Seltersweg schlagen. Die harte Arbeit wurde belohnt. Neben Stolpersteinen finden sich in der Innenstadt die alten Vorkriegsumrisse in der Innenstadt, welche bei Nacht beleuchtet sind. Eine der Aufgaben war es, lediglich unter der Angabe der Koordinaten, die versteckte Seitengasse „Teufelslustgärtchen“ zu finden, welche nur eingefleischten Gießenern bekannt ist. Am Elefantenklo wurden sie mit dem Regionalen Likör „dem“ und „der Ekliche(n)“ in Empfang genommen!

Weiter ging es zur ehemaligen Kaserne und dem späteren Labor (jetzt Museum) des Namensgebers unserer Universität. Hier stand die nächste Fragerunde an. Welche Errungenschaft stammt von oder entstand durch die Mitwirkung Liebigs? Der Silberspiegel? Der Fünf-Kugel-Apparat? Wirkte er am Gesetz vom Minimum mit? Gehen sogar Sammelbilder auf Liebig und sein Umfeld zurück? Welche  Nobelpreisträger*innen haben in Gießen gewirkt? Wer der Gießener Studierenden weiß schon, dass in Gießen bspw. maßgeblich am Ionenantrieb gearbeitet wurde und wird? Doch auch über kulturelle Aspekte, wie den Soziolekt des Manischen und Kultur rund um Feste und Nachtleben, galt es sich auszutauschen. Solche Fragen in MC-Form rundeten mit zwei drei Sätzen den Wettkampf der beiden Gruppen ab. Natürlich wurde auch ein kleiner hessischer Grundwortschatz vermittelt. Fragen beantworten macht bekanntlich durstig. Dank der Kelterei Steden in Händen von Alumni des Fachbereich 09, konnten wir unsere Studis mit Schoppen des hessischen Nationalgetränks, dem Apfelwein, versorgen. So musste niemand durstig weiterziehen, um die restlichen Stationen zu überwinden.

Ein Teil des Vorstandes unserer Studierendengruppe nahm die zwei Gruppen, nach mehreren Aufgaben und Photoquests, wieder am Unihauptgebäude in Empfang. Die letzte Etappe war hier zu meistern. Nachdem sich alle gesammelt hatten, ließen wir den Abend in Pits Pinte mit Pizza, Getränken und Handkäse ausklingen. Abschließend erfolgte die Berechnung der erreichten Punkte und die Siegerinnen erhielten eine Flasche Gießen Dry Gin, das hochwertige Produkt mit Liebigs Fünf-Kugel-Apparat auf dem Etikett! Für alle Teilnehmenden gab es Nachlass beim Erwerb von Gießen Dry Gin, ein bei Studierenden heiß begehrtes Gutscheinbuch von Viscor Coupons und das innovative Team von Unverpackt-Gießen sagt einmalig einen Nachlass zu.

Eine ausgelassene Gruppe kennt Gießen jetzt fast so wie Schlammbeiser es kennen. Neben einer gelungenen Veranstaltung dürfen wir uns auch über zwei neue Mitglieder freuen. Eine Wiederholung wird fest ins Auge gefasst!

Ein besonderer Dank geht an unsere Sponsoren: Getränkewerk Gießen GmbH „Der Ekliche“ & „Die Ekliche“, Viscor UG „Viscor Coupons“, Steden GbR „Kelterei Steden“, Willner & Hey GbR „Unverpacktes-Gießen“ und Gießener Brauerei GmbH & Co. KG „Schlammbeiser“, Gießen Spirits GbR „Gießen Dry Gin“.

Autoren: Christopher Mosch und Lisa-Marie Paul

Gemüseperle Insel Reichenau

Baden-Württemberg hat viele besondere Naturräume – dieses Jahr hat der VDL eine Exkursion ans Schwäbische Meer durchgeführt, um den dort durch das ganzjährig milde Klima privilegierten Gemüseanbau zu studieren. Am Samstag, den 7. September 2019 traf sich eine VDL Gruppe von rund 25 Personen vor den modernen, 11ha umfassenden Gewächshäusern der Reichenau Gemüse EG bei Singen-Beuren „auf dem Festland“. Die Teilnehmenden wurden dort von VDL Mitglied Herrn Gommeringer, der das Programm gestaltet hat und Herrn Hecker dem überbetrieblichen Gemüseberater von der Unteren Landwirtschaftsbehörde in Stockach, begrüßt. Schon vor dem Betreten der imposanten Anlage erhiehlten die Teilnehmenden von Herrn Hecker wichtige Infos: Diese neue Gewächshaussiedlung wurde im Jahre 2011 von fünf Familienbetrieben der Insel Reichenau gegründet, da es auf der Insel Reichenau nur eingeschränkte Entwicklungsmöglichkeiten gibt. In der Anlage wird fast ganzjährig heimischer Paprika angebaut. Auberginen und Tomaten runden das Sortiment ab. Das im integrierten Anbau produzierte Gemüse wird exklusiv über die EDEKA Südwest vermarktet.

Endlich war es soweit: im langen Gang eines der modernsten Gewächshäuser Süddeutschlands bewunderte die Gruppe riesigen orangenen, grünen, gelben und roten Paprika, die auf einem Kokossubstrat gepflanzt werden und an ca. 4 m hohen kompostierbaren Schnüren hinaufranken. Höhenangst ist bei der Ernte nicht angesagt! Das Gewächshaus erlaubt ganzjährig die Einstellung von optimalen Wachstumsbedingungen, so dass Pilzkrankheiten so gut wie nicht vorkommen. Schädlinge werden in betroffenen Reihen gezielt mit Nützlingen bekämpft. So ist der Pflanzenschutzeinsatz so gering wie möglich. Um konstant die hohe Qualität und einen hohen Ertrag zu erreichen, kommt wöchentlich ein sehr erfahrener Spezialberater aus Holland.

Die VDL Gruppe besichtigte noch die hochmoderne Verpackungsanlage, die nur dem Markt entsprechende Paprika grammgenau in 5kg-Kisten verpackt. Auch die riesigen Blockheizkraftwerke, die u.a. die ganzjährige Heizung der Gewächshäuser ermöglichen, wurden noch besichtigt. Nach der spannenden Führung durften alle noch Paprika zum Testen mitnehmen- dabei verlockten schon allein die Farben zum Naschen.

Anschließend fuhren wir auf die Insel Reichenau zum Mittagessen. Das Restaurant SandSeele liegt direkt am See und bietet neben anderen Gerichten regionalen Fisch an.

Gestärkt besichtige die Gruppe nun das UNESCO Weltkulturerbe die Kirche St. Georg. Bei der extra für den VDL anberaumten Führung erfuhren die VDLer viel über die spannenden die Bedeutung der Insel Reichenau im Mittelalter und auch, dass die Insel Reichenau mit Ihrem Klostergarten die Wiege des Gartenbaus sein soll.

Als drittes Highlight des Tages stellte uns Herr Hecker einen familiengeführten Gemüsebaubetrieb -mit Freiland und ‚klassischen Gewächshausanbau‘-vor. Die Paprikapflanzen verbreiteten einen intensiven Geruch. In diesem herkömmlichen Gewächshaus kann Paprika nur saisonal angebaut werden, da eine Beheizung nicht möglich ist. Der Erlös unterliegt den Marktschwankungen. Da der Bau von modernen Gewächshausanlagen auf der Insel schwierig zu realisieren ist, suchen die Betriebe neue zukunftsfähige Konzepte. Der VDL ist gespannt, wie die Entwicklung auf der Insel Reichenau weitergehen wird.

Für die VDL-ler ging ein interessanter Tag mit vielen Informationen viel zu schnell vorüber. Der Dank geht sowohl an Herrn Gommeringer für die gelungene Gesamtplanung und als auch an Herrn Hecker für die exzellenten Fachführungen.

Iris Onipede

 

Erster berufsständischer Stammtisch in München

Berufsständischer Stammtisch in München ein voller Erfolg

Am 30. September 2019 trafen sich Mitglieder des VDL und BHGL zum ersten berufsständischen Stammtisch in München.

Nach einer kurzen Kennenlernrunde wurde sich über aktuelle Themen der grünen Branche ausgetauscht. Der Fokus lag jedoch vor allem auch bei den Wünschen und Erwartungen der Mitglieder für zukünftige Aktivitäten im bayrischen Raum. Man war sich schnell einig, dass zur Förderung des Austauschs zwischen Berufskolleginnen und -kollegen, ein Stammtisch fester Bestandteil der Aktivitäten sein soll. Auch der Austausch zwischen Studierenden und Berufstätigen an den einzelnen Hochschulstandorten soll zukünftig wieder verstärkt werden.

Der nächste Stammtisch findet am 2. Dezember 2019 ab 19.00 Uhr im Paulaner am Nockherberg statt. Alle Berufskolleginnen und -kollegen sind herzlich willkommen.

Für weitere Fragen können Sie sich gerne an Herrn Dr. Filter (Geschäftsführer – Kulinarisches Erbe Bayern e.V.), Herrn Eichelsbacher (Stud. Agrarsystemwissenschaften TU München) oder die Bundesgeschäftsstelle wenden.

 

VDL-Mitglied René Borresch ist neuer Geschäftsführer auf Burg Warberg

Zum 1. September 2019 hat René Borresch die Geschäftsführung auf Burg
Warberg übernommen. Der 41-jährige Agrarökonom verfügt über langjährige Erfahrung in der
strategischen und operativen Führung im Akademiegeschäft. Herr Borresch wird für den
Seminarbetrieb, das Hotel und den landwirtschaftlichen Betrieb der Burg Warberg verantwortlich
sein.

Nach dem Studium der Agrarwissenschaften an der Justus-Liebig-Universität Gießen arbeitete Herr
Borresch dort als wissenschaftlicher Mitarbeiter bei Prof. P. Michael Schmitz. Anschließend wechselte
er als Marktanalyst zum Agrarhandelshaus Toepfer in Hamburg in die Volkswirtschaftliche Abteilung
unter Leitung von Dr. Klaus-Dieter Schumacher. Von 2010 bis 2016 war Herr Borresch für die
Akademie Deutscher Genossenschaften auf Schloss Montabaur tätig, seit 2012 als Bereichsleiter für
Agribusiness und Verbundgruppen.

„Als Geschäftsführer auf Burg Warberg kann ich meine Leidenschaft für die Agrarwirtschaft und für
das Bildungsmanagement einbringen, um die Leistungen der Burg zum Nutzen unserer Mitglieder,
Kunden, Teilnehmer und Gäste weiterzuentwickeln“, so der neue Geschäftsführer René Borresch.

René Borresch ist zudem jahrelanges VDL-Mitglied und war u.a. Vorsitzender Sparte Studierende im VDL-Landesverband Hessen e.V. , Schatzmeister im VDL-Landesverband Hessen e.V. und stv. Vorsitzender Sparte Privatwirtschaft im Landesverband Hessen e.V.

 

Von den Dänen düngen lernen . . .

Unter dem Titel „EU-Verordnungen im Spannungsfeld zwischen Gleichbehandlung, regionalen Besonderheiten und nationalen Partikularinteressen“ machten wir uns am 13. September 2019 mit 29 VDL Mitgliedern und einem feldwegfähigen, auch an der Thematik interessierten Busfahrer auf den Weg nach Süddänemark. Auf dieser Exkursion wurden wir exzellent betreut vom Landwirtschaftlichen Hauptverein für Nordschleswig (LHN), dessen Vorsitzender, Jörgen Popp Petersen, das gesamte Programm für unsere Exkursion vorbereitet hatte. Der LHN ist ein seit fast 100 Jahren bestehender Beratungsverein mit Wurzeln in der deutschsprachigen Bevölkerung in Nordschleswig, der den Landwirten in der Region in allen Fragen von der Produktion über die Betriebswirtschaft bis hin zur Finanzierung und Umsetzung der Agrarpolitik zur Seite steht.

Zwei Tage lang beschäftigten wir uns mit der Frage, ob es bei der Umsetzung der EU-Agrarpolitk auf den landwirtschaftlichen Betrieben länderspezifische Unterschiede gibt. In der Tat sind die Unterschiede groß, speziell bei der Umsetzung der Düngeverordnung scheinen die Dänen uns meilenweit voraus zu sein, was allerdings bei den Reisenden zunächst einigen Schrecken verbreitete. Die Grundlage dazu legte der Abteilungsleiter der Pflanzenbauberatung des LHN, Hans Henrik Post, der uns nach einem kompakten Überblick über die dänische Landwirtschaft umfassend Auskunft über die Feinheiten der Umsetzung der Düngeverordnung in Dänemark geben konnte.

Das nordische Land ist bereits seit 15 Jahren verschärften Düngeregelungen unterworfen. Als Grundlage für das ganze Land dienen modelltheoretische Berechnungen zur Nährstofffreisetzung unterschiedlicher Dünger in den verschiedenen Kulturen. Von 2010 bis 2016 durften die Betriebe nur 80 % des errechneten Stickstoffbedarfs ausbringen, inzwischen wurde die Quote auf 100 % angehoben. Jeder Betrieb hat eine Quote für Nitrat und seit neuestem auch für Phosphat, die nicht überschritten werden darf. Die Betriebe müssen zu einem Stichtag ihre gesamte N- und P-Bilanz elektronisch melden, es herrscht totale Transparenz.

Die praktischen Implikationen konnten wir dann auf drei Milch erzeugenden Betrieben kennen lernen, die sich strategisch sehr unterschiedlich aufgestellt haben und ein entsprechend anspruchsvolles Güllemanagement betreiben. Zwei der Betriebe, einer davon ökologisch bewirtschaftet, liegen auf der dänischen Seite, der dritte nur wenige Kilometer entfernt auf deutscher Seite, er hat aber einen großen Anteil seiner Betriebsflächen in Dänemark gepachtet. Alle Betriebe werden vom LHN intensiv betreut, der jüngste Landwirt hat seinen Betrieb erst vor dreieinhalb Jahren erworben und wurde zum “Junglandwirt des Jahres 2019” gewählt.

Ein weiteres Highlight war die Besichtigung des Grenzzauns, den die dänische Regierung seit kurzem gegen die befürchtete Invasion von deutschen Wildschweinen errichtet, die möglicherweise mit der Afrikanischen Schweinepest infiziert sind. Dänemark exportiert den größten Teil seiner Schweinefleischproduktion nach Asien und Osteuropa und hat mit den Märkten auch einen Ruf zu verlieren. Entsprechend groß ist die Nervosität. Allerdings gehen die Meinungen darüber, was der Zaun bewirken kann, auseinander – man hat schon Wildschweine darüber springen oder am Zaun vorbei durch Kanäle schwimmen sehen.

Abgerundet wurde das Exkursionsprogramm durch den Begegnungsabend im Hotel, wo wir neben dem LHN-Vorsitzenden noch einen dänischen Schafhalter und den Vorsitzenden des Kreisverbandes Südtondern des Bauernverbandes Schleswig-Holstein als Gäste begrüßen konnten. So entwickelte sich eine lebhafte Diskussion über unsere Eindrücke und viele Hintergrundinformationen konnten beleuchtet und bewertet werden.

Nach zwei Tagen bei strahlendem Sonnenschein kehrten wir mit vielen Informationen und neuen Eindrücken nach Hause zurück. Besonders beeindruckt waren wir von dem Pragmatismus, mit dem die dänischen Landwirte sich mit der sehr restriktiven Umsetzung der EU-Düngeverordnung arrangieren. Alles wird hier digital überwacht, sogar Satelliten werden bemüht, um die korrekte Umsetzung der Vorgaben durch die Landwirte sicherzustellen. Im Ergebnis hat Dänemark zwar die deutlich besseren Nitratwerte im Grundwasser, erzeugt aber auch kaum noch proteinreiches Qualitätsgetreide, weil das Risiko der Überschreitung der N-Grenzwerte zu hoch ist. Hans Henrik Post vom LHN prophezeite den deutschen Besuchern: „Ihr könnt es noch nicht, werdet es aber noch lernen“. Vor allem für die Landwirte unter den Teilnehmern ist das aktuell noch schwer vorstellbar, aber die deutsche Landwirtschaft ist gut beraten, sich gründlich mit dem dänischen Modell auseinanderzusetzen.

Insgesamt war es eine gelungene Exkursion und wir danken ganz besonders Jörgen Popp Petersen vom LHN und Anne Katrin Kittman vom VDL Schleswig-Holstein für die kompetente und freundliche Begleitung – wir haben uns bestens aufgehoben gefühlt und der Apfelkuchen war unschlagbar lecker.

Insa Alter, Ruth Franken

Wir müssen Abschied nehmen

Am 8. August verstarb Dr. Hans Kalis kurz vor seinem 93. Geburtstag in Schweinfurt, wo er die letzten Lebensjahre gemeinsam mit seiner Frau in der Nähe seiner jüngsten Tochter und Enkel verbrachte. Geboren wurde er 1926 in Breslau, Schlesien, kam 1945 nach Westfalen, wo er mit dem Abschluss der Höheren Landbauschule in Herford die Hochschulreife erlangte. 1952 begann er das Studium der Landwirtschaft in Bonn. Nach dem Diplom wurde er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Agrarpolitik und Marktforschung, absolvierte das Referendariat und promovierte bei Professor Heinrich Niehaus.

Seine berufliche Laufbahn begann Dr. Hans Kalis als  persönlicher Sekretär beim Präsidenten des Deutschen Raiffeisenverbandes (DRV), Dr. Hermes, später bei dessen Nachfolger Dr. Sonnemann. 1965 übernahm er die Leitung der Abteilung Vieh und Fleisch beim DRV in Bonn und war in zahlreichen Fachausschüssen in der Bundesrepublik und in Brüssel tätig.

Nach Niedersachsen kam Dr. Hans Kalis 1971, als er in den Vorstand der Centralgenossenschaft (CG) Vieh und Fleisch in Hannover berufen wurde; 1989 ging er als stellvertretender Vorsitzender der CG in den Ruhestand. Parallel zu seiner Vorstandstätigkeit hielt er von 1984 bis 1990 Vorlesungen an der Tierärztlichen Hochschule Hannover. Während der ersten Jahre im Ruhestand führte er noch Lehraufträge in Lettland, Kasachstan, Russland, der Ukraine und Ungarn aus.

Dem VDL war Dr. Hans Kalis seit 1967 tief verbunden und nahm bis ins hohe Alter regen Anteil an der Entwicklung seines Landesverbandes. Auch wenn er nach seinem Wegzug in den letzten Jahren nicht mehr aktiv am Verbandsleben teilnehmen konnte, blieb er seinem Landesverband dennoch stets verbunden und begleitete auch den Schritt der Verschmelzung zum VDL Niedersachsen mit seinem Wohlwollen und gutem Rat. In der Traueranzeige der Familie heißt es: “Das schönste Andenken, das er bekommen kann, ist ein fester Platz in unseren Herzen.” Dieser Platz ist ihm sicher, wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren und sprechen seiner Familie unsere tief empfundene Anteilnahme aus.

Dr. Horst Thiel, Ruth Franken

VDL Landesverband Niedersachsen

Im Alter von 91 Jahren verstarb am 14. September 2019 in Oldenburg unser langjähriges Mitglied Dr. Reinhold Röder. Nach dem Studium der Landwirtschaft und der Promotion trat Dr. Röder 1960 in den Dienst der Landwirtschaftskammer Weser-Ems, wo er viele Jahre als Referent für Fütterung und Futtermittel, dann als Abteilungsleiter Tierzucht bis zum Eintritt in den Ruhestand 1989 tätig war. 1960 wurde er auch Mitglied im VDL-Landesverband Weser-Ems, heute Landesverband Niedersachsen, wo er die Vortragsveranstaltungen und den Winterbälle besonders geschätzt hat. Wir sind dankbar für die lange Zeit, die wir ihn bei uns haben durften und sprechen seinen Angehörigen unser herzliches Beileid aus.

Mit großer Betroffenheit haben wir vom Tod unseres Mitglieds Dr. Jakob Groenewold erfahren, der am 20. September 2019 plötzlich und unerwartet an den Folgen eines Herzinfarkts verstarb. Seine berufliche Laufbahn begann Dr. Groenewold 1991 als Rinderspezialberater bei der Landwirtschaftskammer Weser-Ems in Oldenburg und wurde 2006 zum Referenten für alle Fragen der Rinderzucht und -haltung berufen. Als Experte auf seinem Gebiet genoss er weit über Niedersachsen hinaus Anerkennung und Wertschätzung. Neben seinem Beruf engagierte er sich auch in der Politik und war stellvertretender Vorsitzender des CDU-Gemeindeverbandes Moormerland. Im VDL war Dr. Groenewold seit 1983 Mitglied. Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren und denken mit großer Anteilnahme an seine Familie.

Ruth Franken und Gustav Wehner

Einladung zum 15. Netzwerk- und Alumniabend des VDL Hessen

Treffen 2019 in der Zentrale der Vereinigten Hagelversicherung VVaG in Gießen

 

Nach dem großen Erfolg der VDL-Netzwerk- und Alumniabende in den vergangenen Jahren wird auch in diesem Jahr der bereits fünfzehnte in Folge am Freitag, 8. November 2019, in Gießen stattfinden. Auch in diesem Jahr wird die Vereinigte Hagelversicherung VVaG Gastgeber in ihrer Zentrale in der Wilhelmstrasse 25 sein. Der Netzwerk- und Alumniabend, zu dem alle Gießener Absolventen (gleich welchen Jahrganges!) eingeladen sind, beginnt um 17.00 Uhr mit einem Sektempfang in der Zentrale der Vereinigten Hagelversicherung VVaG und der Begrüßung durch den Vorstand der Hagelversicherung und des VDL.

Es schließt sich ein Grußwort des Dekans des Fachbereichs 09 „Agrarwissenschaften, Ökotrophologie und Umweltmanagement“ der Justus-Liebig-Universität Gießen an, bei dem er auf die aktuellen Entwicklungen an seinem Fachbereich eingehen wird. Gastrednerin wird in diesem Jahr die Geschäftsführerin der Marketing Gesellschaft Gutes aus Hessen, Julia Kraushaar, sein. Julia Kraushaar spricht zum Thema „Wettbewerbsfähige Strategien: Welchen Beitrag leistet die Marketing Gesellschaft Gutes aus Hessen für die Agrar- und Ernährungswirtschaft?“. Der Abend steht dann bei einem gemeinsamen Abendessen ganz im Zeichen des Wiedersehens, Kennenlernen und dem Erfahrungs- und Meinungsaustausch. Auch zahlreiche Professorinnen und Professoren des Gießener Fachbereichs 09 Agrarwissenschaften werden am Abend dabei sein. Anmeldungen sind noch bis 01. November 2019 an geschaeftsfuehrer@vdl-hessen.de möglich.

“Stammtisch der grünen Branche” in Mannheim

Am 31. Juli 2019 fand bereits zum fünften Mal der “Stammtisch der grünen Branche” in Mannheim statt.
Ein bunter Kreis von Fachkolleginnen und -kollegen aus den Bereichen Agrar und Food-Chain traf sich zum geselligen Feierabendbier und fachlichen Austausch.
Dies fördert die Vernetzung der VDL-Mitglieder im Länderdreieck Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Hessen, einer agrarstarken Region in der bisher weniger Aktivität des VDL vor Ort stattfand. Aktuelle Themen wie die Digitalisierung in der Landwirtschaft, die Zukuft des Pflanzenschutz und Neuerungen im Zuge der Düngegesetzgebung wurden kritisch und fundiert diskutiert.
Trotz Urlaubszeit folgten einige Kolleginnen und Kollegen der Einladung, dessen Kreis weiter wächst und auch Gäste anzieht.
Am 16. Oktober 2019 ist es wieder soweit: ab 18 Uhr im Irish Pub “Murphy´s Law”, mit guter Verkehrlage in der Nähe zum Hauptbahnhof Mannheim. Interessierte sind herzliche willkommen! Wer in den Verteiler aufgenommen werden möchte kann sich gerne bei Catarina Henke (catarina.henke@gmx.de) melden.