Der neue VDL-Jahresbericht ist da!

Welche Arbeit leistet der VDL Berufsverband Agrar, Ernährung, Umwelt e.V. auf Landes- und Bundesebene? Welche Veranstaltungen und Aktivitäten haben im vergangenen Jahr stattgefunden?

Im neuen VDL-Jahresbericht 2019 erhalten Sie Einblicke in die vielfältige Arbeit unseres Berufsverbandes. Nutzen Sie die Chance uns näher kennenzulernen! Klicken Sie hier.

 

Themenschwerpunkte 2019

  • „ Bundeszentrale Informations- und Lehrveranstaltungen
  • „ 100 Jahre VDL-Bundesverband e. V.
  • „ VDL-Jahrestagung mit Bundesmitgliederversammlung in Berlin
  • „ Fachexkursionen zur Jahrestagung
  • „ VDL-Fahrt zur Internationalen Grünen Woche nach Berlin
  • „ VDL-Studienreise nach Argentinien und Uruguay
  • Agrarpolitisches Berlin-Seminar und VDL-Fachforum
  • „ Parlamentarischer Abend
  • „ Agritechnica-Messerundgang: Hochschule trifft Praxis
  • Landwirtschaftsdialog im Kanzleramt und Bündnis für ökonomische Bildung

Den Mitgliedern des VDL ist der Jahresbericht bereits postalisch zugestellt worden. Falls Sie keinen Jahresbericht erhalten haben wenden Sie sich gerne an info@vdl.de

 

 

Der VDL-Landesverband NRW ist neues Mitglied in der Theodor Brinkmann-Stiftung

In der jüngsten Mitgliederversammlung der Theodor Brinkmann-Stiftung wurde der VDL-LV NRW als neues Mitglied in die Stiftung aufgenommen. Dr. Martin Berges, Vorsitzender des Stiftungsrates, freute sich über den Neuzugang und die in Aussicht gestellten gemeinsamen Veranstaltungen. Er baue auf die Breitenwirkung des VDL und damit die Unterstützung des Erbes von Prof. Theodor Brinkmann an der Landwirtschaftlichen Fakultät in Bonn. Maximilian Jatzlau, Geschäftsführer des VDL-LV NRW betonte die Motivation der Mitgliedschaft mit dem gemeinsamen Ziel, den Wissenstransfer in die Praxis zu unterstützen. Dazu gehören neben gemeinsamen Veranstaltungen auch die Förderstipendien und Nachwuchspreise für junge Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen durch die Stiftung. Weitere Informationen über die Theodor Brinkmann-Stiftung finden Sie hier.

Vom Geld über die Idee zum Projekt – Grüne Runde in Bonn diskutierte über die Förderung der Agrarforschung

Die Agrarforschung ist wichtig. In Deutschland jedenfalls genießt sie einen hohen Stellenwert. Immerhin verfügt das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) über den viertgrößten Forschungshaushalt mit insgesamt rund 900 Millionen Euro allein für das Jahr 2019. Und dabei fließen nicht nur Gelder in Forschungsinstitute, sondern auch in die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE), genauer gesagt in die Arbeit der BLE als Projektträgerin. Welche Funktion übernimmt die BLE in der Agrarforschung? Antwort hierauf gab Klaus Budde, Leiter der BLE-Gruppe Forschung und Innovation, bei der Grünen Runde der VDAJ-Landesgruppe Bonn und des VDL-Landesverbandes NRW Anfang März in Bonn.

 

„Wir als BLE betreiben keine Agrarforschung, sondern wir sind Projektträger und begleiten die Antragsteller von Forschungsvorhaben, und zwar im Auftrag des BMEL“, so Budde. Der Projektträger: das sind über 180 Beschäftigte in der BLE, die die Forschungsvorhaben von der ersten Beratung der Förderinteressenten bis hin zur administrativen Bearbeitung und fachlichen Begleitung in allen Projektphasen im Blick haben. „Ziel ist ganz klar die Förderung der Wettbewerbsfähigkeit einer nachhaltigen Landwirtschaft“, so Budde. Schwerpunktthemen der Agrarforschung sind derzeit die Digitalisierung und die Nutztierstrategie.

Die Grüne Runde in Bonn diskutierte Anfang März mit Klaus Budde (mit Broschüre) von der BLE über die Förderung von Forschungsvorhaben in der Landwirtschaft (Foto: Privat)

 

Und wie laufen die Förderverfahren ab? Sie sind meist zweistufig, umfassen eine Skizzen- und Antragsphase. Interessierte reichen zu einer laufenden Bekanntmachung eine Projektskizze ein, die maximal zehn bis 15 Seiten umfassen sollte. Wird diese als förderwürdig eingestuft, kann ein formaler Antrag gestellt werden. „Die Skizzen werden von uns bewertet. Hierbei werden in der Regel auch Experten beteiligt. Wir erstellen dann die Liste für das Ranking und das BMEL entscheidet, welches Projekt gefördert wird“, erläuterte Budde. Was zunehmend an Bedeutung gewinne, sei am Projektende der Wissenstransfer in die Praxis. Dies geschehe beispielsweise durch Veröffentlichungen im Internet, Presseinformationen, begleitende Fachbroschüren und Fachveranstaltungen.

 

Meist handelt es sich bei den Antragsstellern um Forschungsverbünde mit interdisziplinären Ansätzen, aber auch natürliche und juristische Personen oder Unternehmen werden gefördert. Bei Universitäten kann die finanzielle Förderung für ein Projekt bis zu 100 Prozent sein. Bei kleineren Unternehmen werden bis zu 70 Prozent der Projektkosten gefördert. Zurzeit laufen rund 1.300 Forschungsvorhaben. Von den eingereichten Skizzen bleiben am Ende aber nur 30 Prozent übrig, so Budde. Ob gefördert werde oder nicht, sei abhängig von der Güte der eingereichten Skizze und wie viel Geld zur Verfügung stehe. In jedem Fall hat er einen wichtigen Tipp für die Antragsteller: „Vorher sollte man uns einfach ansprechen, denn eine gute Zusammenarbeit ist uns wichtig.“

 

Autorin: Elisabeth Legge

VDL-Praxisvorlesungen an der Universität Bonn

Am 8.Januar 2020 referierte Herr Matthias Schulze Steinmann, Chefredakteur der top agrar, im Rahmen der VDL-Praxisvorlesung über das Arbeiten als Fachjournalist. Einer großen Zuhörerschaft berichtete er zunächst über seinen beruflichen Werdegang und über seine Zeit als Student der Agrarwissenschaften an der Universität Bonn. Danach brachte er den Studierenden das Handwerk eines Fachjournalisten näher. Beispielsweise sollte man ein Themenfeld nie nur aus einem Blickwinkel beleuchten und immer versuchen, objektiv zu berichten. Zudem darf man sich von Gegenwind und Kritik, gerade in der heutigen Zeit, nicht verunsichern lassen und versuchen die Menschen besser über bestimmte Themen aufzuklären. Der Job als Fachjournalist ist kein reiner Schreibtischjob; der Kontakt zu den Bürgern ist sehr wichtig, um authentisch aber auch verständnisvoll schreiben zu können. Der Unterschied zum „normalen“ Journalismus besteht vor allem darin, dass ein tiefgründiges Wissen erforderlich ist. Deswegen ist kein Journalismusstudium erforderlich, denn es gibt verschiedene Seminare, um sich beispielsweise nach dem Agrar-Studium als Fachjournalist zu etablieren. Mit einer angeregten Fragestunde wurde diese Praxisvorlesung beendet.
Bereits eine Woche später durften wir uns über einen Besuch von Jörg Hartmann, Geschäftsführer der S.G.L. GmbH, freuen. Herr Hartmann referierte ebenfalls über seinen persönlichen Werdegang sowie über das aktuell kontroverse Thema „Biostimulanzien, Bakterien & Co: Trendwende im konventionellen Pflanzenschutz?“. Zudem stellte er die Arbeitsfelder eines privaten Landhandelsunternehmens in der Saatgut- und Pflanzenbranche vor. Ergänzend gab Lauren Schmitz aus der Studierendengruppe Bonn einen Einblick in ihre Masterarbeit, die sie in Zusammenarbeit mit der S.G.L. schreibt.

Versicherungsseminar zum Thema „Nicht VERunSICHERN lassen“

Bereits zum zweiten Mal lud die VDL-Studierendengruppe Bonn Herrn Philipp Opfermann von der Verbraucherzentrale NRW ein, um über das 1×1 der Versicherungen zu referieren. Ein gefüllter Hörsaal mit vielen Interessenten ist wieder einmal ein Indiz dafür, dass gerade unter den Studierenden und angehenden Berufseinsteigern großes Informations- und Nachfragepotenzial besteht. Herr Philipp Opfermann erklärte, welche Versicherungsformen zu denen gehören, die sich schon während des Studiums lohnen und von welchen man getrost absehen kann. Zudem wies er auf Fälle rund um Auslandsaufenthalte, Traineebeschäftigungen und unerwünschten Lebenssituationen, wie einer Berufsunfähigkeit hin. Hier bedarf die Vorkehrungsmaßnahme und Planung einen genaueren Blick und sollte durch ein persönliches Gespräch, mit dem Versicherungsberater vor Ort durchgesprochen werden. Zudem empfiehlt Herr Philipp Opfermann sich nicht davor zu scheuen, nach erfolgtem Berufseintritt sich nach Nach- und Anbauversicherungsmöglichkeiten zu erkundigen.

Den Studierenden war es möglich viele eigene Fragen zu stellen, zu denen Herr Philipp Opfermann seine fachliche Beurteilung abgab und ergänzend von ähnlichen Fällen aus der Praxis berichtete. Am Ende des Seminars waren alle Teilnehmer um viele Erkenntnisse reicher und sind nun für die Zukunft zum Thema Versicherungen gewappnet. Wir danken Herrn Philipp Opfermann für den gelungenen Abend und werden aufgrund der hohen Nachfrage, sicherlich noch einmal ein Seminar zu dem Thema anbieten.

Autorin: Hanna Altrogge

Winterball der Studierendengruppe Bonn

Unser alljährlicher Winterball, welcher dieses Jahr bei der Burschenschaft Alemannia Bonn
stattfand, liegt nun ein paar Wochen zurück. Doch die meisten werden bestimmt immer noch in
guter Erinnerung daran schwelgen.
In diesem Jahr sorgte erstmals ein DJ für Stimmung und so wurde das ein oder andere Tanzbein zu
einem bunten Mix aus Schlager, Charts und Pop geschwungen.
Egal ob ein flotter Discofox aufs Parkett gelegt, einfach im Takt hin und her gewippt, oder mit den
FreundInnen geschunkelt wurde, die Tanzfläche war immer gut besucht.
Mit kühlem Bier und verschiedenen Weinen des Weingutes Jung war für das leibliche Wohl gesorgt.
Natürlich durfte auch die Tombola nicht fehlen! Mit Gewinnen unserer Hauptsponsoren Nufarm, f3,
und KWS war für jeden etwas dabei. Der Hauptpreis war dieses Jahr eine Fahrt zur
Internationalen Grünen Woche nach Berlin, doch auch alle „Nieten“ erhielten einen Trostpreis.
Der Abend wurde durch viele witzige Bilder aus der Fotobox und professionelle Bilder einer
Fotografin festgehalten.
Hoffentlich halten diese schönen Erinnerungen noch eine Weile an und wir sehen uns auf dem
Winterball 2020!

Eure VDL-Studierendengruppe Bonn

Agrarkarrieretag an der Uni Bonn

Wir blicken zurück auf den Agrarkarrieretag 2019, der bereits zum achten mal von der agrarzeitung
an der Universität Bonn ausgerichtet wurde.

Studierende der Agrarwissenschaften konnten auch in diesem Jahr direkt vor Ort mit Vertretern aus der Agrarbranche in Kontakt treten und sich über Karrieremöglichkeiten, gelungene Bewerbungsschreiben und die Vorzüge beruflicher Netzwerke informieren. Letzteres wurde vor allem von VDL-Bundesgeschäftsführer Stephan Ludewig aufgegriffen, als er den VDL einem großen Publikum aus Studierenden vorstellte. „Beziehungen schaden nur demjenigen, der sie nicht hat.“, betonte Ludewig, denn ca. 30% aller Arbeitsplätze würden über Beziehungen vergeben.

Unter der Moderation von Anna Farwick und Lena Courth aus der VDL-Studierendengruppe Bonn folgten weitere Vorträge von Unternehmensvertretern undpotentiellen Arbeitgebern der Agrarbranche.  In diesem Jahr stellten sich unter anderem die Futtermittelfirma Bröring, die Schlacht- und Zerlegungsunternehmen Westfleisch und TönniesHolding, die RWZ Rhein-Main sowie die Vion Food Group vor. Auch ein Impulsgespräch mit Stefan Krämer von Agrobrain, zuständig für Recruiting und Beratung angehender Arbeitnehmer im Agrarbereich, fand großen Anklang bei der Hörerschaft.

Neben dem Hörsaalprogramm gab es für die Studierenden den ganzen Tag lang die Möglichkeit an
den jeweiligen Firmenständen im Foyer den direkten Kontakt zu Mitarbeitern der Unternehmen zu
suchen. Bei Kaffee und Snacks wurde geredet, gefragt, gefachsimpelt und diskutiert, wobei der ein
oder andere bereits erste Kontaktdaten und wertvolle Informationen mitnehmen konnte. Außerdem
gab es die Möglichkeit Bewerbungsunterlagen professionell checken zu lassen und Tipps für eine
gelungene Bewerbung abzugreifen.

Abgerundet wurde der Tag durch eine Podiumsdiskussion zum Thema „Xing und LinkedIn –
Brauchen wir das oder kann das weg?“. Oliver Reich von Westfleisch und Matthias Fortmann von
Bröring stellten sich den Fragen der Moderatorinnen und zeichneten ihre Sicht auf den Nutzen von
Berufsnetzwerken. Es wurde deutlich, dass die Unternehmen heutzutage kaum noch Bewerbungen
in klassischer Papierform erreichen und somit auch Online-Berufsnetzwerke immer mehr an
Bedeutung gewinnen. Es sei also jedem Studierenden zu empfehlen sich ein Profil zuzulegen – am
besten schon vor dem Eintritt in das Berufsleben.

Autorin: Anna Farwick

 

Auch bei Gegenwind den Mund aufmachen! Wie kann Kommunikation auch unter schwierigen Bedingungen gelingen?

In „Omas Küche“ gab es keinen Gegenwind für Martin May, dafür war der Gastraum im Bierhaus Machold in Bonn zu voll. Auf Einladung des VDL-Landesverbands Nordrhein-Westfalen und der VDAJ-Landesgruppe Bonn trafen sich mehr als 40 Menschen zur letzten „Grünen Runde“ 2019. Der Leiter Kommunikation des Industrieverbands Agrar e. V. (IVA) eröffnete den Abend mit ein bisschen Theorie, die die Agrarjournalisten unter den Zuhörern sicherlich schon kannten. Er stellte das 4-Seiten-Modell von Friedemann Schulz von Thun kurz vor und machte so deutlich, wie wichtig die psychologische Komponente in der Kommunikation ist. Gerade die Themen, die ihn und seinen Verband umtreiben (Glyphosat-Ausstieg, Düngeverordnung und Insektenschutz), seien auf dem aktuellen Level nicht mehr nur mit einem rationalen Zugang zu erklären. „Die Menschen müssen mit ihren Ängsten abgeholt werden“, betonte May. Dazu erklärte er, was unter kognitiver Dissonanz zu verstehen ist. Zusammengefasst dies: Wenn das eigene Bild von der Welt mit neuen, der eigenen Anschauung widersprechenden Informationen gestört wird, erzeugt das eine Spannung, die aufgelöst werden will. Der Spannungsabbau kann durch Verdrängen und Leugnen, Relativieren durch Infragestellen oder auch eine noch stärkere Verfestigung der eigenen Position durch Umdeuten des Erfahrenen erreicht werden.

Von der Theorie ging schnell hinüber in die Praxis, wobei Glyphosat die nächsten Minuten bestimmte. Der IVA führt jährlich eine repräsentative Befragung durch, um die Einstellung der Bevölkerung zu Pflanzenschutzmitteln und Düngern zu erfahren. In der Summe war die Einstellung über die Jahre hinweg positiv, was der Stimmungslage der Deutschen aber nicht immer entsprach. Deshalb wurde 2017 bei der Befragung von gestützten Antworten auf ungestützte Antworten umgestellt, und das Ergebnis der Befragung und die Stimmung, die sich auch in den Nachrichten widerspiegelt, glichen sich stärker an. Trotzdem, betonte May, dass Glyphosat erst im Dezember 2017 in der Befragung stark in Erscheinung trat, wenn auch nicht in dem Ausmaß, wie er es erwartet hatte.

Die Befragung sei ein wichtiges Instrument seiner Arbeit, verdeutlichte Martin May, aber ebenso wichtig seien auch Projekte wie „Schau ins Feld“, das über die IVA-Initiative „Die Pflanzenschützer“ ins Leben gerufen wurde. Dabei wird gezielt ein Stück eines Felds nicht gegen Unkräuter behandelt, damit Menschen unmittelbar sehen können, wozu Pflanzenschutzmittel gut sind. Das ist das erklärte Kommunikationsziel des IVA. Dabei sei es besonders wichtig zu respektieren, dass „wir Menschen es nicht mögen, belehrt zu werden“, hob May hervor.

Nach seinem Vortrag gab es viele Fragen der Zuhörer, die Martin May trotz eines etwas kratzigen Halses wegen einer gerade überstandenen Erkältung, gerne beantwortete. Seine Arbeitsweise und die Abläufe im Verband wurden erfragt, aber auch die Bedeutung der sozialen Medien interessierte die Gäste. Durchaus kritisch wurde von anwesenden Landwirten gefordert, dass sich der IVA und seine Mitgliedsunternehmen mehr in die Diskussion um Glyphosat einbringen. May erläuterte, dass das nicht möglich sei, weil Glyphosat ein Wirkstoff in bestimmten Produkten sei und der IVA nicht produktspezifisch argumentiere. Der Verband stehe für regulatorisches Wissen und die Beziehung zur Verwaltung und Politik bereit.

Gefragt nach einem Wunsch, sagte der Kommunikationschef des Verbandes, er wünsche sich, dass weniger hysterisch diskutiert werden. „Die am besten lernenden Menschen sind die, die tolerant sind“, sagte er zum Abschluss der Diskussion.

Autor: Stefan Stegemann

Fotos: Philip Steinberger

VDL-Sommerfest: Netzwerken bei Höchsttemperaturen

Das diesjährige VDL-Sommerfest der VDL-Studierendengruppe Bonn am 26. Juni hätte sonniger nicht sein können und zog nicht nur aufgrund der kühlen Erfrischung an unserer VDL-Bauerntränke sowie der ausreichenden Versorgung vom Grill geschätzt 140 VDL-Mitglieder und Freunde des VDLs an. Die gute Vorbereitung des Sommerfestes sprach für sich. Diejenigen, die das neue VDL-T-Shirt noch nicht für sich erschließen konnten, bekamen vom Vorstand unserer VDL-Studierendengruppe ein exklusives Namenschild. Und schon stand der Kontaktaufnahme zwischen den Studierenden, aber auch einigen Berufstätigen nichts mehr im Wege. Da traf es sich gut, dass auch viele Mitglieder der Agrar-Fachschaft der Bonner Universität erschienen waren, sodass wir die nächsten universitären Veranstaltungen absprechen und planen konnten. Unter den VDL-Mitgliedern wurde natürlich viel über die am vergangenen Wochenende stattgefundenen VDL-Fahrt gesprochen, die zu unseren 1. Vorsitzenden ins Sauerland ging. Aber auch andere Themen rund um den VDL und das Agrarstudium kamen nicht zu kurz und es entstanden lebhafte Diskussionen. Wie so oft wurde uns bewusst, dass wir diese Gemeinschaft nicht missen möchten.

Autorin: Henrike Meyer

Foto: Katharina Schöpper

VDL NRW zu Gast beim Bundeskartellamt in Bonn

„Fusionskontrolle, Kartellverfolgung und Missbrauchsaufsicht – Aufgaben des Bundeskartellamtes in der Land- und in der Ernährungswirtschaft“ lautete das Thema der Grünen Runde am 6. Juni 2019. Knapp 40 Personen waren der Einladung der VDAJ-Landesgruppe Bonn und des VDL-Landesverbandes NRW gefolgt, um zunächst vom Pressesprecher des Bundeskartellamtes, Kay Weidner, aus erster Hand Einblicke in die Arbeit des Bundeskartellamtes zu erhalten. Rund 360 Mitarbeiter beschäftigt die Wettbewerbsbehörde, welche zwar dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie zugeordnet ist, aber großen Wert auf ihre unabhängige Arbeit legt.  Grundlage dafür ist das Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen, welches 1958 in Kraft getreten und gegenwärtig zum zehnten Mal novelliert wird, um insbesondere den Entwicklungen im Onlinehandel Rechnung zu tragen. Die Aufgaben des Bundeskartellamtes sind vielfältig. So werden im Rahmen der Fusionskontrolle jährlich etwa 1400 Fälle angemeldet, bei denen aufgrund gesetzlicher Regelungen für den Erhalt des Wettbewerbes bestimmt werden muss, ob eine Fusion von Unternehmungen ohne oder mit Auflagen zugelassen oder gar untersagt wird. Eine weitere Hauptaufgabe ist die Kartellverfolgung, welche durch Absprachen z. B. bei Preisen oder Quoten den freien Wettbewerb schädigen. Ca. 50 % der Kartellfälle werden durch Whistleblower aufgedeckt, welche durch die Kronzeugenregelung, wie z.B. Straffreiheit, besonderen Schutz genießen. Die Missbrauchsaufsicht ist eine weitere Hauptaufgabe der deutschen Wettbewerbsbehörde. Dabei ist zu betonen, dass eine Marktbeherrschung grundsätzlich nicht verboten ist, sondern lediglich die Ausnutzung der Markmacht mit Bußgeldern bestraft und bestimmtes Marktverhalten angeordnet werden kann. Zudem kommen weitere Aufgaben z.B. für mehr Markttransparenz, welche beispielweise zur Vergleichbarkeit von Spritpreisen an Tankstellen durch sogenannte „Tank-Apps“ geführt hat. Gearbeitet wird in zwölf branchenspezifischen und spezialisierten Beschlussabteilungen, welche selbständig entscheiden können. Dr. Felix Engelsing ist Vorsitzender der 2. Beschlussabteilung, welche u.a. für die Landwirtschaft und den Lebensmitteleinzelhandel zuständig ist und nicht nur Bußgelder verhängt und Auflagen erteilt, sondern wie z.B. bei der Initiative Tierwohl, auch Absprachen zwischen Unternehmen genehmigt soweit diese den Schutz des freien und fairen Wettbewerbes nicht gefährden. Anhand konkreter Beispiele wie Preisabsprachen in der Zuckerbranche oder mangelhafter Wechselmöglichkeiten von Milchbauern bei Molkereien erläuterte Dr. Engelsing im zweiten Teil der Grünen Runde die Arbeit seiner Beschlussabteilung und ermöglichte den interessierten Teilnehmern eine intensive Diskussionsgrundlage zur Arbeit des Bundeskartellamtes in der Agrar- und Ernährungsbranche.

Autor: Maximilian Jatzlau

 

Foto (Sarah Neyses): Maximilian Jatzlau, Geschäftsführer VDL-Landesverband NRW, Kay Weidner, Pressesprecher Bundeskartellamt, Dr. Felix Engelsing, Vorsitzender der 2. Beschlussabteilung des Bundeskartellamtes und Dr. Elisabeth Legge, Vorsitzende VDAJ-Landesgruppe Bonn.