VDL-Fachforum am 10. Oktober 2022

Foto: Pixabay/VDL

Versorgungssicherheit in Deutschland –

Land- und Ernährungswirtschaft im Spannungsfeld von Klimawandel und Ukraine-Konflikt

Die Lebensmittelversorgung in Deutschland basiert zu großen Teilen auf Importen aus dem Ausland. Seit einigen Monaten zeigt der russische Angriff auf die Ukraine deutlich, wie sehr Deutschland auf diese Importe zur Versorgung mit Lebensmitteln angewiesen ist. Der Ausfall eines einzigen Lieferpartners sorgt für zum Teil leere Regale und deutliche Preisanstiege. Gleichzeitig stellt der Klimawandel die Land- und Ernährungswirtschaft vor große Herausforderungen. Der aktuelle Sommer konfrontiert Deutschland und Europa mit einer intensiven Hitze- und Dürreperiode mit starken Folgen für Ernteerträge und die Verfügbarkeit von Lebensmitteln. Diese Entwicklung wird sich in Zukunft noch weiter verstärken und kann das Land vor große Probleme stellen. Welche Weichenstellungen sind heute notwendig, um die Versorgungsicherheit in Zukunft gewährleisten zu können? Wie kann dies gelingen ohne die Bevölkerung vor große finanzielle Belastungen zu stellen? Gleichzeitig gilt es die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Wirtschaft aufrechtzuerhalten. Und nicht zuletzt, welche Auswirkungen haben diese Herausforderungen auf die Land- und Ernährungswirtschaft und damit den Berufsstand?

Antworten auf diese und viele weitere Fragen liefert das diesjährige VDL-Fachforum mit dem Thema „Versorgungssicherheit in Deutschland – Land- und Ernährungswirtschaft im Spannungsfeld von Klimawandel und Ukraine-Konflikt“. Im Mittelpunkt stehen die Herausforderungen, aber auch die Chancen der notwendigen Veränderungen für das Agribusiness und unseren Berufsstand, welche innerhalb des Fachforums näher beleuchtet werden. Neben VDL-Präsident Markus W. Ebel-Waldmann werden sich Experten aus Wissenschaft sowie hochrangige Vertreter aus Verbänden und Hochschulen mit diesem Thema auseinandersetzen.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

VDL-Fachforum
„Versorgungssicherheit in Deutschland –
Land- und Ernährungswirtschaft im Spannungsfeld von Klimawandel und Ukraine-Konflikt“


Montag, 10. Oktober 2022, 14.30 Uhr
Haus der Land- und Ernährungswirtschaft (HdLE)
Claire-Waldoff-Str. 7, 10117 Berlin

 

PROGRAMM

14.30 Uhr      Begrüßung und Eröffnung

Markus W. Ebel-Waldmann

Präsident, VDL Bundesverband, Berufsverband Agrar, Ernährung, Umwelt e.V., Berlin

 

14.40 Uhr      „Versorgungssicherheit in Deutschland –

Land- und Ernährungswirtschaft im Spannungsfeld von Klimawandel und Ukraine-Konflikt“

 

Markus W. Ebel-Waldmann

Präsident des VDL Bundesverbandes, Berufsverband Agrar,

Ernährung, Umwelt e.V., Berlin

Foto: Ebel-Waldmann

 

 

Prof. Dr. Martin Banse

Direktor des Thünen-Instituts für Marktanalyse,

Braunschweig

Foto: Thünen-Institut

 

 

Udo Hemmerling

Stellvertretender Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes e.V., Berlin

Foto: DBV-Breloer

                         

 

                                            

Vera-Tatjana Gizewski

Referatsleiterin Marktordnungs- und Krisenmaßnahmen,

Kritische Infrastrukturen Landwirtschaft,

Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung, Bonn

                             Foto: Gizewski

 

Prof. Dr. Rainer LangoschProf. Dr. Rainer Langosch

Vorsitzender des Fachbereichstages Agrarwirtschaft der deutschen Fachhochschulen,

Professor für Unternehmensführung und Beratungsmethodik/ Kommunikation,

Hochschule Neubrandenburg, Neubrandenburg

                             Foto: Langosch

 

18.00 Uhr     Arbeitsfeld Lobbyarbeit

Zur Einstimmung auf den Parlamentarischen Abend:

Impulsvorträge ausgewählter Verbandsvertreter

 

19.00 Uhr      Parlamentarischer Abend des VDL Bundesverbandes e. V.

mit hochkarätigen Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und Verbänden

 

Programm VDL Fachforum 2022

 

 

Die Veranstaltung wird aus Mitteln der Landwirtschaftlichen Rentenbank gefördert.

VDL: Parlamentarischer Abend am 10. Oktober 2022

Foto: VDL (Parlamentarischer Abend 2018)

In diesem Jahr veranstaltet der VDL-Bundesverband e.V. wieder seinen traditionellen Parlamentarischen Abend. Wir erwarten Abgeordnete aller im Bundestag vertretenen Fraktionen und hochrangige Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung, Wissenschaft, sowie Verbänden und Institutionen. Viele VDL-Mitglieder, die Landesvorsitzenden und Geschäftsführer aller VDL-Landesverbände, die Präsidenten und Vorsitzenden unserer Kollegial- und Partnerverbände werden anwesend sein. Der Abend bietet Raum für interessante Fachgespräche über aktuelle Fragen der Agrar-, Ernährungs-, Umwelt- und Bildungspolitik, spannende Diskussionen und eine gute Gelegenheit zur Netzwerkpflege.

Wir freuen uns auf einen geselligen und kurzweiligen Abend mit unseren Gästen.

 

Parlamentarischer Abend
Montag, 10. Oktober 2022, 19.00 Uhr

Haus der Land- und Ernährungswirtschaft (HdLE)
Claire-Waldoff-Str. 7, 10117 Berlin

 

 

Die Veranstaltung wird aus Mitteln der Landwirtschaftlichen Rentenbank gefördert.

 

VDL: Berlin-Seminar 2022 – 10. bis 12. Oktober 2022

Foto: Pixabay

Agrar- und Ernährungspolitik aus erster Hand

Ob Gentechnik, die Debatten um Tierwohl und Düngemittel oder die aktuellen Herausforderungen der Energiekrise: Die Agrar- und Ernährungsbranche ist wie kaum ein anderer Wirtschaftszweig abhängig von politischen Entscheidungen. Zeitgleich ist sie einer der größten Arbeitgeber und ein wichtiger Wirtschaftsfaktor des Landes. Dadurch ist es Vertretern des Berufsstands möglich, wirksamen Einfluss auf das politische Geschehen zu nehmen.

Doch wie funktioniert Lobbyarbeit in der Agrar- und Ernährungspolitik eigentlich genau und auf welche Weise können Verbände Einfluss auf die Politik nehmen? Wie wird die EU-Agrarpolitik auf nationaler Ebene umgesetzt? Und welche agrarpolitischen Themen sind aktuell relevant? Diese und weitere Fragen werden im Rahmen des Berlin-Seminars 2022 beantwortet, das der VDL-Bundesverband – Berufsverband Agrar, Ernährung, Umwelt e.V. vom 10. bis 12. Oktober 2022 in Berlin veranstaltet.

Wir werden einen Blick hinter die Kulissen des Deutschen Bundestages und des Deutschen Bundesrates werfen und Einblick in die politischen Entscheidungswege erhalten. Wir diskutieren mit hochkarätigen Vertretern im Bundeskanzleramt und den Bundesministerien für Ernährung und Landwirtschaft sowie für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Die europäische Ebene von Agrar- und Ernährungspolitik wird uns der Besuch der Europäischen Kommission in Deutschland vermitteln.

Der Parlamentarische Abend des VDL mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und Verbänden bietet zudem eine hervorragende Möglichkeit zur Netzwerkpflege.

 

P R O G R A M M

Montag, 10. Oktober 2022

Haus der Land- und Ernährungswirtschaft
Claire-Waldoff-Str. 7, 10117 Berlin

14.00 Uhr Begrüßung der Teilnehmenden

14.30 Uhr VDL-Forum zum Thema
„Versorgungssicherheit in Deutschland – Land- und Ernährungswirtschaft im Spannungsfeld von Klimawandel und Ukraine-Konflikt“

18.00 Uhr Arbeitsfeld Lobbyarbeit
Zur Einstimmung auf den Parlamentarischen Abend: Impulsvorträge ausgewählter Verbandsvertreter

19.00 Uhr Parlamentarischer Abend des VDL Bundesverbandes e. V.
mit hochkarätigen Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und Verbänden

 

Dienstag, 11. Oktober 2022

09.15 Uhr Zu Gast im Europäischen Haus in Berlin
Die Arbeit der Europäischen Kommission zu aktuellen agrarpolitischen Themen
Robert Gampfer, Fachreferent für Klima, Umwelt und Landwirtschaft bei der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland, Berlin

11.00 Uhr Zu Gast im BMZ in Berlin
Die Arbeit des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung zu aktuellen Themen der internationalen Agrarpolitik und des Umweltschutzes
Führung im Haus und Fachgespräch mit einem/r Vertreter/in

13.00 Uhr Individuelle Mittagspause am Potsdamer Platz in Berlin

14.00 Uhr Zu Gast im BMEL in Berlin
Die Arbeit des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft zu aktuellen Themen der Agrarpolitik
Cornelia Berns, Unterabteilung Internationale Zusammenarbeit und Welternährung, Berlin

15.45 Uhr Zu Gast im Bundesrat in Berlin
Die Arbeit des Bundesrates und des Ausschusses für Agrarpolitik und Verbraucherschutz
Führung im Haus inkl. Besuch des Plenarsaals, anschließender Vortrag und Diskussion

17.15 Uhr Stadtführung durch den historischen Teil der Berliner Innenstadt

19.00 Uhr Gemeinsames Abendessen in einem Altberliner Restaurant mit Möglichkeiten zur Netzwerkpflege

 

Mittwoch, 12. Oktober 2022

10.00 Uhr Zu Gast im Bundeskanzleramt
Agrar- und Verbraucherpolitik im Bundeskanzleramt – Funktion des Spiegelreferates des BMEL
Dr. Georg Starke, Referatsleiter des zuständigen Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft, Berlin

12.30 Uhr Mittagsimbiss

13.00 Uhr Zu Gast bei Agra Europe
Agrarpolitik und Lobbyarbeit aus Sicht von Journalisten
Dr. Uwe Steffin, Geschäftsführer, Rainer Münch, Redakteur, Berlin

15.30 Uhr Zu Gast beim Deutschen Bundestag
Fachgespräche zu aktuellen Fragen der Agrar- und Ernährungspolitik mit Vertretern des Ausschusses für Ernährung und Landwirtschaft

16.30 Uhr Ende der Veranstaltung

 

Änderungen des Programms durch den Veranstalter bleiben vorbehalten. In diesem Fall informieren wir Sie selbstverständlich.

Berlin-Seminar 2022_Programm

 

A N M E L D U N G

Die Anmeldung ist einfach & bequem per Online-Formular möglich.

Anmeldung mit Online-Formular

Bitte beachten Sie, dass die Teilnehmerkapazitäten begrenzt sind. Anmeldeschluss ist der 30.09.2022. 

 

Teilnahmebeitrag:

Mitglied VDL / Nichtmitglied pro Person

  • 269 €/ 469 € im Motel One Berlin Hbf., Invalidenstraße 54, 10557 Berlin (DZ mit Doppelbett)
  • 219 €/ 419 € im a&o Hostel Berlin-Hbf., Lehrter Straße 12, 10557 Berlin (DZ mit Doppelbett)
  • 119 €/ 319 € ohne Übernachtung

Gerne können wir Ihnen ein Einzelzimmer im Motel One zur Verfügung stellen, wobei für zwei Nächte ein Aufschlag von 83,- € anfällt.

Studentische VDL-Mitglieder können sich über einen 15 € Sondernachlass freuen.

 

Im Teilnahmebeitrag sind für Sie die folgenden Leistungen enthalten:

  • Programm lt. Beschreibung und wie gebucht
  • Zwei Übernachtungen inkl. Frühstück
  • Buffet und Getränke beim Parlamentarischen Abend am 10.10.2022
  • Abendessen am 11.10.2022
  • Mittagsimbiss am 12.10.2022

Stornierungsbedingungen:

Bei Stornierungen sind folgende Beträge zu zahlen              

  • bis 08.09.2022 50 % des Gesamtbetrages
  • bis 30.09.2022 75 % des Gesamtbetrages
  • ab 30.09.2022 sowie ohne Kündigung 90 % des Gesamtbetrages

 

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

VDL Bundesverband
Berufsverband Agrar, Ernährung, Umwelt e.V.

Claire-Waldoff-Str. 7, 10117 Berlin
Telefon  030 4397 261-61
Fax         030 4397 261-8861
E-Mail   info@vdl.de
Internet www.vdl.de

 

Die Veranstaltung wird aus Mitteln der Landwirtschaftlichen Rentenbank gefördert.

BÖB-Kongress am 27.09.2022 im Haus der Land- und Ernährungswirtschaft Berlin

Foto:© georgerudy – stock.adobe.com

„Ökonomische Bildung – für mehr Chancen für Alle“

Wirtschaftliche Kompetenzen sind eine notwendige Grundlage für Erfolg, Glück und Teilhabe an der Gesellschaft – im privaten ebenso wie im beruflichen Leben. Aber in Deutschland haben nicht alle Menschen die gleichen Chancen auf einen Zugang zu ökonomischem Grundwissen. Deswegen unterstützt der VDL-Bundesverband e.V. das 2020 gegründete Bündnis Ökonomische Bildung Deutschland e.V. (BÖB). Ziel ist es, ökonomische Bildung mit ihren vielschichtigen Aspekten und Teilbereichen qualifiziert in der Schule zu verankern.

Der Handlungsbedarf ist bekannt, jetzt geht es um das Wie. Wir freuen uns, gemeinsam mit dem BÖB zu einem Kongress am 27.09.2022 von 13.00-17.30 Uhr im Haus der Land- und Ernährungswirtschaft in Berlin einzuladen.
Mit dem Parlamentarischen Staatssekretär im Bundesbildungsministerium, Dr. Jens Brandenburg, Vertretern von BÖB- Mitgliedsorganisationen, des Kuratoriums und weiteren Experten soll über Perspektiven, Vorschläge und Umsetzungskonzepte für die ökonomische Bildung in Deutschland diskutiert werden. Es wird Grußworte von Dr. Robert Habeck, Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz, und Karin Prien, Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Schleswig-Holstein und Präsidentin der Kultusministerkonferenz, in digitaler Form geben.

Mit Panels, Workshops und Networking-Möglichkeiten setzen wir gemeinsam ein Zeichen für ökonomische Bildung – für mehr Chancen für Alle. Bitte bringen Sie Ihre Gedanken, Ihre Erfahrung und Expertise mit ein! Wir freuen uns auf den Austausch mit vielen Stakeholder-Gruppen zu diesem wichtigen Thema, dessen gesellschaftliche Relevanz in Zeiten ökonomischer und politischer Krisen immer weiter zunimmt.

Die Teilnahme ist kostenlos. Programm und Anmeldung unter: www.boeb.net/kongress

Die gesamte Veranstaltung kann per Livestream verfolgt werden über diesen Link.

#boeb_net #ökonomischeBildung #mehrChancenfürAlle

Text: BÖB

VDL-Bundesgeschäftsführer Tobias Dammeier

Foto: Tobias Dammeier

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich freue mich sehr, mich Ihnen heute als neuen Bundesgeschäftsführer für den VDL-Berufsverband vorstellen zu dürfen! Seit dem 1. Juli finden Sie mich nun in den Räumlichkeiten der VDL-Bundesgeschäftsstelle im Haus der Land- und Ernährungswirtschaft in Berlin.

Ein paar kurze Worte zu mir: ich heiße Tobias Dammeier, bin 40 Jahre alt und Politikwissenschaftler. In meiner Freizeit finden Sie mich bei einem spannenden Buch, beim Sport oder sehr gerne in der Natur. Bereits kurz nach dem Studium habe ich das Berufsfeld Verbände und Interessenvertretungen für mich entdeckt. Gebürtig aus Niedersachsen zog es mich daher schon recht schnell in das politische Berlin.

Von einem branchenübergreifenden Wirtschaftsverband kommend, freue ich mich nun über die neuen Herausforderungen, die die Arbeit für den VDL als Berufsverband der akademischen Berufe in der grünen Branche bietet. Meine eigene Mitgliedschaft im VDL-Ost bietet mir die Möglichkeit direkt Einblicke in das Verbandsleben zu erhalten und das vielfältige Veranstaltungsangebot zu entdecken. Gemeinsam mit unseren VDL-Landesverbänden/-gruppen und -Bundesparten, mit unseren Partnern, Unterstützern und Förderern möchte ich neue Impulse zur Gewinnung und Bindung von Mitgliedern setzen und den VDL weiter stärken. Neben der politischen Interessensvertretung in Berlin sollen regionale Themenfelder genauso wie Bundesthemen sichtbar gemacht und die Förderung der Schwerpunktthemen Hochschule, Ausbildung und Berufsfeld vorangetrieben werden.

Darauf freue ich mich. Und darauf, Sie bald auf einer unserer vielen Veranstaltungen persönlich kennenzulernen und mit Ihnen in den Dialog zu kommen!

Mit herzlichen Grüßen aus Berlin,
Ihr Tobias Dammeier

SAVE THE DATE: Digitaler Agrarkarrieretag am 7. Dezember 2022

Foto: Agrobrain

Der diesjährige Digitale Agrarkarrieretag findet am 7. Dezember 2022 an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn als Hybridveranstaltung statt.

AgroBrain veranstaltet den Agrar-Karrieretag in Kooperation mit der ,agrarzeitung‘ und dem VDL Berufsverband Agrar, Ernährung und Umwelt e.V. Er richtet sich an Agrarstudenten der Fachhochschulen und Universitäten. Auch Studierende fachverwandter Studiengänge wie der Biologie, Umwelt- oder Ernährungswissenschaften werden eingeladen, sich über ihre Jobchancen im grünen Business zu informieren. Weitere Informationen hier.

2017 wurde der Digitale Agrarkarrieretag zum ersten Mal vom Schloss Montabaur übertragen. 2018 fand die Übertragung aus dem Studio am Pariser Platz in Berlin, 2019 aus dem Stadion in Köln und 2020 live vom Nürburgring statt. Seit 2021 wird gemeinsam mit der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität vom Campus Bonn über die reichweiten Plattformen Vimeo, Facebook, Youtube und Instagram gestreamt. Begleitet wird dieses einzigartige Event im Agrarbereich von einem professionellen und erfahrenen Medienunternehmen samt modernsten Übertragungstechnologien.

Flyer Agrarkarrieretag2022

Text: Agrobrain

VDL-Fachexkursion „Agrarbildung und Lebensmittelwirtschaft“ zum Abschluss der VDL-Lehrfahrt in Landshut und Umgebung

Fotos: VDL-Landesgruppe Bayern

Der dritte Tag der Lehrfahrt im Rahmen der VDL-Jahrestagung 2022 knüpfte mit der ersten Station an die Ausführungen von Amtschef Bittlmayer zur Agrarbildung auf dem Begrüßungsabend am 19. Mai 2022 an. Das Agrarbildungszentrum Landshut-Schönbrunn war fußläufig vom Tagungszentrum aus erreichbar und bot den Teilnehmenden einen eindrucksvollen Einblick in die Organisation und die technische Untermauerung der Ausbildung in den Grünen Berufen. Neben dem Verwaltungsleiter konnte der ehemalige Direktor des Zentrums für die Sonderführung am Wochenende gewonnen werden. Beide verstanden es vorzüglich, die Struktur und die Organisation des Bildungszentrums darzustellen und durch die Besichtigung der Werkstätten und des Freigeländes zu veranschaulichen. Bei der zweiten Station, der Meyermühle in Landshut, erlebten die Teilnehmenden hautnah die Vermahlung von Getreide in einer der modernsten Biomühlen Bayerns. Der Rundgang vermittelte nicht nur einen spannenden Einblick in den Mahlvorgang, sondern nötigte allen Teilnehmenden großen Respekt für das Mühlenpersonal ab, welches mit scheinbar stoischer Gelassenheit der mühlentypischen Geräuschkulisse trotzte.

Das Agrarbildungszentrum Landshut-Schönbrunn ist eine der ältesten Institutionen seiner Art in Deutschland und als solches eine der traditionsreichsten Einrichtungen des Bezirks Niederbayern. Das Besondere liegt unter anderem in der Trägerschaft der sogenannten vierten Ebene des Bezirks, die es außer in Bayern in keinem anderen Bundesland gibt. Das Zentrum garantiert mit allen dort angesiedelten Fachschulen eine fundierte, zeitgemäße und praxisorientierte Aus- und Weiterbildung. Die Ausbildungspalette richtet sich an eine breite Interessentengruppe – vom Lehrling über Meisteranwärter bis hin zu Studierenden und bereits ausgebildeten Landwirten.
Unter dem Dach des Agrarbildungszentrums Landshut-Schönbrunn befinden sich der ökologisch bewirtschaftete landwirtschaftliche Lehrbetrieb, die Landmaschinenschule und der Lehr- und Beispielsbetrieb für Obstbau Deutenkofen. Außerdem gehört zum Zentrum die Staatliche Fachschule für Agrarwirtschaft, Fachrichtung ökologischer Landbau und die Staatliche Fachschule für Agrarwirtschaft, Fachrichtung Gartenbau sowie Garten- und Landschaftsbau. Des Weiteren gehören dazu die Staatliche Berufsoberschule für Agrarwirtschaft und Sozialwesen sowie die Staatliche Fachoberschule für Agrarwirtschaft. Der Rundgang durch das Gelände mit den Öko-Feldflächen und dem Ochsen-Freilaufstall sowie der Einblick in einige Lehrgebäude und Werkstätten, wie der Bodenhalle und den Maschinenhallen stieß auf großes Interesse.

Mit der Besichtigung der Meyermühle schloss die VDL-Lehrfahrt in Landshut und Umgebung ab. Die Meyermühle ist eine der führenden Bio-Mühlen in Deutschland. Sie blickt auf 40 Jahre Bio-Erfahrung zurück und rühmt sich einer langjährigen Kooperation mit den Verbänden Naturland und Bioland sowie einer engen Zusammenarbeit mit den Bio-Landwirten. Seit 2020 wird ausschließlich Biogetreide vermahlen. Die Jahresvermahlung beträgt 32.000 t. Über 600 Rohstofflieferanten, davon 80 % in Bayern, stehen ca. 200 Abnehmern gegenüber.
Aufgrund der großen Zahl der Anmeldungen und der räumlichen Enge in der Mühle musste die Besuchergruppe zweigeteilt werden. Gezeigt und erklärt wurde der gesamte Vorgang von der Rohstoffanlieferung über die Probenziehung und die Rohstoffuntersuchung im Labor, die Reinigung und Fremdkörperentfernung mittels modernster Lasertechnologie und die einzelnen Mahlgänge bis hin zu den fertigen Mehlen unterschiedlicher Typenzahl.
Sehr gut veranschaulicht wurden die bei jedem Mahlvorgang entstehenden unterschiedlich großen Kornteile, die durch zahlreiche Siebungen im Plansichter der Größe nach sortiert und getrennt werden. Das dabei bereits anfallende Mehl wird herausgesiebt, der restliche Schrot wieder auf einen anderen Walzenstuhl aufgegeben, wobei abermals Mehl abgetrennt wird. Das Getreide und seine Produkte durchlaufen so, je nach Vermahlungsdiagramm, 10–16 Passagen. Insgesamt eine eindrucksvolle Demonstration, dass nach der Rohstofferzeugung in der Landwirtschaft oft wichtige und zum Teil aufwändige Arbeitsprozesse folgen, bevor das Produkt für den Menschen verzehrbar ist.

Bevor die Teilnehmenden anschließend ihre Heimreise antraten, wurden die Ergebnisse der VDL-Lehrfahrt nach Landshut und Umgebung gemeinsam besprochen und die gesamte Veranstaltung als wertvolle fachliche Bereicherung eingestuft.

Text: Dr. Wolfgang Filter

VDL-Fachexkursion „Digitale Zukunft der Landwirtschaft“

Fotos: VDL-Landesgruppe Bayern

Bei der VDL-Fachexkursion „Digitale Zukunft der Landwirtschaft“ am 20. Mai 2022 wurden drei wesentliche Technologien aus dem Smart Farming präsentiert: Autonome Robotik, Sensorik und Software-Lösungen. Die Teilnehmenden erhielten dabei praxisnahe Einblicke, beispielsweise an einem Roboter zur Unkrautregulierung im Feld oder an Pflanzensensoren, die an einem Traktor montiert waren. Dadurch war es für die Teilnehmenden möglich, die Techniken umfangreich zu verstehen und in der Diskussion wichtige Anwendungsmöglichkeiten und Herausforderungen zu besprechen. Die Beispiele aus dem Bereich der Software wurden anhand von drei interessanten Präsentationen dargestellt und die Teilnehmenden wurden auf die Potenziale im E-Commerce, der Fernerkundung und der digitalen Datenverarbeitung aufmerksam gemacht.

Als erstes Ziel wurde ein Feld in der Nähe von Freising angesteuert. Direkt im praktischen Einsatz wurde der FarmDroid, ein autonomer Sä- und Hackroboter eines dänischen Startups, besichtigt. Am Feld traf die Gruppe auf den Betriebsleiter, der das System in seine Arbeitsabläufen integriert, und einen Vertreter der Organic Agrar Miller GmbH, die für den Vertrieb des FarmDroid im süddeutschen Raum zuständig ist. Den Teilnehmenden standen damit zwei ausgewiesene Experten zur Verfügung, die realitätsnahe Erfahrungen und Einblicke in die Verwendung autonomer Robotik liefern konnten. Ein interessanter Punkt war beispielsweise, dass die Maschine den Arbeitsaufwand der manuellen Unkrautregulierung durch Saisonarbeitskräfte in der ökologischen Zuckerrübe von ca. 150 auf 50 Stunden reduzieren kann. Für viele Teilnehmer war es der erste Kontakt zu einer autonomen Maschine abseits von Feldtagen und Firmen-Vorführungen. Gerade diese Praxisnähe schätzten die Teilnehmenden sehr.

Für den nächsten Programmpunkt der Lehrfahrt ging es in den Süden von München. Nach einem kurzen Mittagsimbiss mit regionalen Brotzeit-Spezialitäten wie Weißwurst, Leberkäse und Käseplatte wurde das Unternehmen Fritzmeier Umwelttechnik besucht. Am Standort wird, neben anderen Geschäftsfeldern, auch die Marke ISARIA entwickelt und vertrieben. Diese bündelt die digitalen Lösungen aus den Pflanzensensoren und dem innovativen Nährstoffmanagement. Die Teilnehmer erhielten direkt an den Sensoren, die an einem Traktor montiert waren, die Erklärungen der Technik und es wurde über die Einsatzmöglichkeiten diskutiert. Außerdem lernten die Anwesenden das Onlineportal kennen, über das vor allem das Auftragsmanagement und die Datenverwaltung umgesetzt werden. Es wurde deutlich, dass gerade im Smart Farming die Entwicklungen in großen Schritten vorangehen. Jedoch wurde auch diskutiert, dass vergleichsweise wenige Landwirte sich intensiv mit dem Thema der Sensorik im Pflanzenbau auseinandersetzen.

Der letzte Stopp der Lehrfahrt war direkt in der Stadt München an der Zentrale der BayWa AG. Nach einer kurzen Einführung zu den Geschäftsfeldern der BayWa wurden mit den Teilnehmenden bei Kaffee und Kuchen drei Themengebiete analysiert. Zu Beginn gab es jeweils eine kurze Einführung, gefolgt von Fragen und einer Diskussion mit den Teilnehmenden. Dabei ging es im ersten Vortrag um E-Commerce in der Landwirtschaft. Es wird erwartet, dass der Online-Handel auch in der Landwirtschaft in Zukunft zunimmt. Der zweite Themenkomplex behandelte die digitalen Lösungen des Tochterunternehmens und Fernerkundungsspezialisten Vista. Hier wurde insbesondere auf Pflanzenwachstumsmodelle und die hilfreichen Informationen durch Satelliten eingegangen, die Landwirte im täglichen Management unterstützen können. Beim dritten Thema ging es um die Verknüpfung der Fernerkundungsdaten mit den dokumentierten Feldbewirtschaftungsdaten, die beispielsweise bei teilflächenspezifischer Düngung die Vorteile ausspielen kann. Dabei wurde der Blick insbesondere auf die ökonomischen Vorteile gelenkt, die sich gerade in der aktuellen Zeit mit hohen Rohstoffpreisen weiter verstärken. Jedoch zeigte auch hier die Diskussion deutlich, dass noch viel Engagement notwendig ist, um nach den sogenannten Early Adopters die breite Masse der landwirtschaftlichen Betriebe auf dem Weg in die digitale Zukunft mitzunehmen.

Insgesamt berichteten die Teilnehmenden von sehr spannenden Möglichkeiten und Einblicken in die Digitalisierung der Landwirtschaft, sowie wichtigen Anregungen für zukünftige Diskussionen und Einschätzungen zum Thema. Für die Bereitschaft der Unternehmen, diese wertvollen Beträge zu der VDL-Lehrfahrt zu liefern, bedanken wir uns vielmals.

Am Abend wurden die beiden Touren im Bräustüberl Weihenstephan für den Begegnungsabend zusammengeführt. Bei sommerlichen Temperaturen hatten die Teilnehmenden vor dem offiziellen Beginn noch eine kurze Möglichkeit die Innenstadt von Freising zu erkunden oder einige Schritte durch den Hofgarten am Weihenstephaner Berg zu gehen. Im Anschluss gab es ein umfassendes Abendessen mit bayerischen Spezialitäten und die Teilnehmer der beiden Lehrfahrten tauschten sich intensiv über Ihre Erfahrungen aus. Zudem waren die Dekanin der TUM School of Life Sciences, Frau Prof. Kögel-Knabner, Prof. Spreidler von der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf und Frau Weindl, Leiterin des Präsidialbüros der Bayerischen Landesanstalten für Landwirtschaft anwesend und beteiligten sich intensiv an den fachbezogenen- und fachfremden Gesprächen. Als VDL-Landesgruppe Bayern bedanken wir uns herzlich für die Teilnahme der Gäste dieser drei Einrichtungen, die als wesentliche Elemente der bayerischen Hochschul- und Forschungslandschaft in der gemeinsamen grünen Branche zu nennen sind.

Text: Sebastian Eichelsbacher

VDL-Fachexkursion „Lebensmittelherstellung von klein bis groß, regional bis international“

Fotos: VDL-Landesgruppe Bayern

Mit der VDL-Fachexkursion zum Themenkomplex „Lebensmittelherstellung von klein bis groß, regional bis international“ sollte den Teilnehmenden der VDL-Jahrestagung 2022 der Brückenschlag von den in der Landwirtschaft erzeugten Rohstoffe zu deren Vermarktung und Verarbeitung zu Lebensmitteln veranschaulicht werden. Am Freitag, den 20. Mai 2022, wurde dies in drei Betrieben unterschiedlicher Verarbeitungsbereiche gezeigt. Den Einstieg bildete die Erstellung von Brot, Kleingebäck und Feingebäck in der Bäckerei Mareis im niederbayerischen Vilsbiburg. Danach wurde beim Erdinger Weißbräu im oberbayerischen Erding die Bierbrauerei veranschaulicht und abschließend im nördlichen Teil Oberbayerns in Hettenshausen in der Nähe von Pfaffenhofen die Bewirtschaftung eines der ersten Biohöfe in Bayern. Alle drei Betriebe hatten sich sehr viel Mühe gegeben, den Teilnehmenden einen tieferen Einblick in ihre Produktionsprozesse zu geben. Entsprechend positiv fiel die Resonanz bei den Teilnehmenden aus.

Bei der Bäckerei Mareis handelt es sich um eine moderne, mittelständische Handwerksbäckerei mit insgesamt 200 Mitarbeitern (45 Produktion, 150 Verkauf, 5 Verwaltung) und 13 Verkaufsstellen. Mareis bildet in 5 Ausbildungsberufen (Bäcker, Konditor, Fachverkauf, Systemgastronomie, Büromanagement) aktuell 12 Azubis aus. Die Bäckerei wurde 2016 (Backstube, Lager, Verwaltung) und 2017 (Hygienecenter) erweitert. Insgesamt verfügt sie über 3.000 qm Betriebsfläche. 60 % des Umsatzes entfallen auf Brot, Semmeln, Gebäck und Kuchen, 40 % auf Snacks, Kaffee und Kaltgetränke. Zur Betriebsführung wurde die Besuchergruppe in zwei Gruppen à 17 Personen aufgeteilt und mit hygienischer Schutzkleidung versorgt. Es wurden alle Bereiche des Betriebes gezeigt und erläutert. Vom Rohstoffeingang über deren Lagerung, die Sauerteigbereitung, die Komponentenzufuhr zu den Misch- und Knetmaschinen bis hin zur Gebäckformung und dem Abbacken erhielten die Teilnehmenden Einblick in alle Bereiche des Betriebsgeschehens und wurden offen und umfassend über alle Details informiert.

Bei der Privatbrauerei Erdinger Weißbräu erfuhren die Teilnehmenden der Lehrfahrt, dass regionale Wurzeln und regionale Verankerung keine Hindernisse für die Bestückung eines internationalen Absatzmarktes sind. Wenngleich der gesamte Bierabsatz ausschließlich in Erding gebraut wird, beliefert die oberbayerische Traditionsbrauerei über 100 Länder weltweit auf allen fünf Kontinenten. Mit ungefähr 1,8 Millionen Hektolitern Ausstoß Bier pro Jahr ist die Erdinger Brauerei weltweiter Marktführer bei Weißbier. Um sich gegen andere Brauereien auf dem internationalen Markt zu behaupten, setzt Erdinger Weißbräu besonders auf Qualität – alles wird original in Erding gebraut, nach deutschem Reinheitsgebot – sowie auf bayerische Tradition. Lizenzen werden nicht vergeben.
Der Betriebsrundgang startete dort, wo aus Weizen, Hopfen und Wasser (welches übrigens aus 3 eigenen Brunnen kommt) die Grundlage für das Endprodukt gelegt wird. Anhand der einzelnen Kessel wurde der Brauprozess, bestehend aus Mälzen, Schroten, Maischen, Läutern, Würzekochen, Würzeklärung, Gärung, Lagerung, Filtration und Abfüllung, veranschaulicht. Es folgte ein Blick in den Fasskeller mit den, kurioser Weise liegend eingebauten, Gärfässern sowie auf die Abfüllstraße, die mit ihren Ausmaßen und ihrer Automation die Teilnehmenden beeindruckte. Pro Stunde werden hier bis zu 165.000 Flaschen abgefüllt. Natürlich durfte – allein schon wegen der Mittagszeit – eine bayerische Brotzeit nicht fehlen, bei der auch kleine Proben unterschiedlicher Weißbiersorten verkostet werden konnten.

Dritte Station des Tages war der Biohof von Prof. Dr. Claus Hipp, der das 1932 von seinem Vater gegründete Unternehmen zum führenden Hersteller von Säuglings- und Babynahrung mit Rohstoffen aus kontrolliert ökologischer Landwirtschaft ausgebaut hat. Prof. Hipp ließ es sich nicht nehmen, die Besuchergruppe persönlich zu begrüßen. Der Biohof ist sozusagen die Keimzelle seiner Unternehmensidee, wenngleich er mit 30 Mutterkühen auf 100 ha Wald und 80 ha Grünland zur Herstellung der Säuglings- und Babynahrung keinen materiellen Beitrag für die Produktion in den Werken liefert. Das Fleisch der Kälber wird in Eigenvermarktung vertrieben. Die weiblichen Kälber werden mit 16 Monaten, die männlichen Kastrate mit 20 Monaten geschlachtet. Interessant ist die Haltungsform der Waldweide, die 2010 zusätzlich zu den 7 ha Rot- und Dammwildgehege für das Original-Braunvieh und die schottischen Hochlandrinder eingerichtet wurde und zusammen mit den zwei Schnitten aus der extensiven Grünlandwirtschaft die Fütterung der Mutterkühe und deren Kälber von April bis Dezember zu 100 % deckt. Allerdings prognostiziert Hipp-Schwiegersohn Armin Günter, dass aufgrund der klimatischen Veränderungen schon in wenigen Jahren eine Zufütterung ab etwa August/September notwendig sein wird. Mit besonderem Stolz verweist Betriebsleiter Günter auf die ausgesprochen hohe Zahl von Insektenarten – ein Ergebnis der über viele Jahre betriebenen nachhaltigen Wirtschaftsweise, bei der Benjes- und Wildschutzhecken, Blühwiesen und Steinmauern ebenso ihren Platz haben wie Kleingewässer, Insektenhotels und Trockenbiotope. 11.000 der insgesamt 27.00 in Bayern registrierten Insektenarten wurden auf dem Biohof Hipp nachgewiesen – das ist in etwa das Vierfache gegenüber konventionell wirtschaftenden Betrieben.

Am Abend wurden die beiden Touren im Bräustüberl Weihenstephan für den Begegnungsabend zusammengeführt. Bei sommerlichen Temperaturen hatten die Teilnehmenden vor dem offiziellen Beginn noch eine kurze Möglichkeit die Innenstadt von Freising zu erkunden oder einige Schritte durch den Hofgarten am Weihenstephaner Berg zu gehen. Im Anschluss gab es ein umfassendes Abendessen mit bayerischen Spezialitäten und die Teilnehmer der beiden Lehrfahrten tauschten sich intensiv über Ihre Erfahrungen aus. Zudem waren die Dekanin der TUM School of Life Sciences, Frau Prof. Kögel-Knabner, Prof. Spreidler von der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf und Frau Weindl, Leiterin des Präsidialbüros der Bayerischen Landesanstalten für Landwirtschaft anwesend und beteiligten sich intensiv an den fachbezogenen- und fachfremden Gesprächen. Als VDL-Landesgruppe Bayern bedanken wir uns herzlich für die Teilnahme der Gäste dieser drei Einrichtungen, die als wesentliche Elemente der bayerischen Hochschul- und Forschungslandschaft in der gemeinsamen grünen Branche zu nennen sind.

Text: Dr. Wolfgang Filter

Auftakt zur VDL-Lehrfahrt „Agrar- und Ernährungswirtschaft im Spannungsfeld zwischen Technik und Verbraucherwünschen “ mit Begrüßungsabend

Die Ausführungen des Grußwortredners, MD Hubert Bittlmayer, Amtschef im Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, stießen bei allen Teilnehmenden auf großes Interesse.

Fotos: VDL-Landesgruppe Bayern

Nach zwei Jahren Corona, in denen der fachliche und kollegiale Austausch ausschließlich im Online-Format stattfand, konnte vom 19. bis 21. Mai 2022 endlich wieder eine VDL-Jahrestagung als Präsenzveranstaltung stattfinden. Ausgerichtet hatte sie die VDL-Landesgruppe Bayern, die als Gastgeberin fungierte und mit dem ta.la., dem Tagungszentrum Landshut der Sparkassenakademie Bayern, eine überaus attraktive Tagungsstätte ausgewählt hatte. Die dreitägige Veranstaltung zog fast 70 VDL-Mitglieder aus dem gesamten Bundesgebiet in die niederbayerische Bezirkshauptstadt. Schon der Begrüßungsabend am 19. Mai 2022 setzte sowohl vom Ambiente als auch von den Reden und dem fachlichen Austausch her erste Glanzlichter in einer rumdum gelungenen Tagung.

Das Programm der Gesamttagung sollte ausgewogen und zeitgemäß zugleich sein, so Dr. Wolfgang Filter, Vorsitzender der Landesgruppe Bayern, in seiner Begrüßungsrede. Dass dies zweifelsohne gelungen ist, zeigte die Resonanz bei den Teilnehmenden. Mit den beiden Themen-Schwerpunkten der Fachexkursionen „Lebensmittelherstellung von klein bis groß, regional bis international“ sowie „Digitale Zukunft der Landwirtschaft“ wurde genau das ins Bewusstsein gerückt, was den Menschen durch die aktuelle weltpolitische Lage in sehr schockierender Weise vor Augen geführt wird – nämlich die große Bedeutung und der unersetzliche Wert einer funktionierenden Landwirtschaft und einer sicheren Lebensmittelversorgung.

VDL-Präsident Markus Ebel-Waldmann bedankte sich in seiner Begrüßungsansprache bei Dr. Filter und seinem Stellvertreter Sebastian Eichelsbacher für die Ausrichtung der Jahrestagung. Zudem hob er die Bedeutung des VDL als größte berufsständische Gruppe im grünen Bereich hervor und verwies auf vielfältigen Aktivitäten und die erreichten Erfolge.

Freuten sich über einen gelungenen Abend (von links): Dr. Rolf Schwerdtfeger, Dr. Wolfgang Filter, MD Hubert Bittlmayer, Markus Ebel-Waldmann, Peter Jung, Sebastian Eichelsbacher.

Das Grußwort für das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten überbrachte – in Vertretung von Staatsministerin Michaela Kaniber, die terminlich leider verhindert war – Amtschef Ministerialdirektor Hubert Bittlmayer. Da das Bayerische Landwirtschaftsministerium keinen Staatssekretär hat, sprach damit der nach der Ministerin höchste Vertreter dieses Ressorts. Zudem ist Bittlmayer auch studierter Agrarier (Freising-Weihenstephan) und war vor seiner Berufung zum Amtschef in all seinen Positionen, die er in Behörden und anderen Dienststellen des Freistaats Bayern innehatte, mit „grünen“ Themen befasst gewesen. Dazu zählt auch seine Zeit in der Bayerischen Staatskanzlei, als er Persönlicher Referent von Ministerpräsident Stoiber und anschließend von dessen Nachfolger Beckstein war sowie danach Büroleiter von Ministerpräsidenten Seehofer.

Bittlmayer überbrachte nicht nur die Grüße seiner Ministerin, sondern hob auch die Wertschätzung hervor, die sein Haus für den VDL und dessen Arbeit empfindet. In seinen weiteren Ausführungen informierte er die Teilnehmer über die Grundpfeiler der bayerischen Agrar- und Ernährungspolitik und auch über die Ausrichtung der Agrarbildung und Agrarforschung im Freistaat. Im Anschluss an seine offizielle Ansprache nahm sich der Amtschef noch sehr viel Zeit, um mit den VDL-Mitgliedern zu diskutieren. Besonders erfreulich war, dass auch viele junge Berufskolleginnen und -kollegen die Chance zum Gedankenaustausch nutzten.

Zum Abschluss des Redenteils war es Dr. Filter noch ein besonderes Anliegen hervorzuheben, dass er mit Sebastian Eichelsbacher einen Stellvertreter an seiner Seite hat, „wie man ihn sich nur wünschen“ kann. Ein letztes Dankeschön ging an Karin Waßmann, die für Dr. Filter und Eichelsbacher während der gesamten Vorbereitung der Jahrestagung eine sehr kompetente und stets hilfsbereite Ansprechpartnerin war.

Die malerische Kulisse des Tagungszentrums wurde bei schönstem Wetter von den Teilnehmenden sehr gerne zum fachlichen und kollegialen Austausch genutzt.

Text: Dr. Wolfgang Filter