Jetzt bewerben: Internationale Preisvergabe 2022 der Rudolf Hermanns Stiftung

Foto: HS Geisenheim University

Honorierung hochinnovativer Forschungsarbeiten aus dem Bereich des Wein- oder Gartenbaus, die unter Berücksichtigung praktischer Aspekte zur Weiterentwicklung dieser Disziplinen geführt haben.

Die Rudolf Hermanns Stiftung vergibt Preise in Höhe von bis zu 12.500 € für herausragende Leistungen auf allen Gebieten der Wein- und Gartenbauwissenschaften.
Ziel ist es, wissenschaftliche Arbeiten aus den beiden Bereichen zu honorieren, die unter Berücksichtigung praktischer Aspekte zur Weiterentwicklung dieser Disziplinen geführt haben.

Die Rudolf Hermanns Stiftung ist eine Stiftung an der Hochschule Geisenheim und vergibt den Preis bereits seit 1991.
Weitere Informationen zur Stiftung sowie zur Bewerbung finden Sie unter:

https://www.hs-geisenheim.de/rhs

Einsendeschluss ist der 30. Juni 2022

RHS_2022_Plakat_deu.pdf (hs-geisenheim.de)

Quelle: HS Geisenheim University

Biologische Vielfalt dokumentieren, schützen und nutzen: Millionenförderung für hessische Genomforschung

Foto: Sven Traenkner

Im Laborzentrum wird der Bauplan der Natur entschlüsselt: die genetischen Grundlagen der biologischen Vielfalt

Land Hessen fördert LOEWE-Zentrum für Translationale Biodiversitätsgenomik für weitere drei Jahre – Justus-Liebig-Universität Gießen ist Mitinitiatorin

Die genomischen Grundlagen biologischer Vielfalt zu erforschen – das ist die Mission der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am LOEWE-Zentrum für Translationale Biodiversitätsgenomik (TBG). Sie untersuchen Pflanzen und Tiere, Pilze und Flechten, um der Entwicklung und den Anpassungen einzelner Gene und Arten sowie auch gesamter Ökosysteme auf die Spur zu kommen. Ihre Erkenntnisse werden in der Grundlagen- und der angewandten Forschung genutzt und sind für verschiedene Belange der Gesellschaft relevant, zum Beispiel für die Entdeckung und Nutzung von Naturstoffen für neue Medikamente oder den Artenschutz in Zeiten sich ändernder Umweltbedingungen. Ab Januar 2022 fördert das Land Hessen das LOEWE-Zentrum TBG für weitere drei Jahre mit insgesamt rund 15,6 Millionen Euro. Hinzu kommt eine Förderung für Baumaßnahmen am Standort Frankfurt in Höhe von rund 2,6 Millionen Euro. An dem Verbundforschungsvorhaben unter Federführung der Frankfurter Senckenberg Gesellschaft ist die Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) beteiligt, u.a. mit Forschung im Bereich der Insektenbiotechnologie.
„Wir freuen uns sehr darüber, dass unsere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in diesem Rahmen nun weiterhin die Baupläne des Lebens erforschen – zusammen im Verbund mit starken hessischen Partnereinrichtungen“, sagt JLU-Präsident Prof. Dr. Joybrato Mukherjee. „Die biologische Vielfalt auf allen Ebenen zu verstehen, eröffnet neue Wege, um sie in Zukunft nachhaltig schützen und nutzen zu können.“
„Seit dem Beginn unserer LOEWE-Förderung im Jahr 2018 haben wir rund 400 verschiedene Arten, darunter Bäume, Insekten und Säugetiere und Flechten, zum ersten Mal sequenziert“, sagt LOEWE-TBG-Koordinator und -Sprecher Prof. Dr. Axel Janke (Senckenberg). Die Analyse dieser Genome hat eine Vielzahl neuer Erkenntnisse geliefert, unter anderem zu Anpassungsleistungen an Umweltbedingungen, zur Produktion von Naturstoffen und zu evolutionären Entwicklungen. Parallel haben wir mit unserem eigenen Laborzentrum und einer leistungsstarken Bioinformatik Strukturen aufgebaut, die den Forschenden eine effiziente Erstellung und Auswertung ihrer Genomdaten ermöglicht. Damit sind wir in der zweiten Förderphase bestens aufgestellt, um insbesondere den Anwendungsbezug der Ergebnisse – von Natur- und Artenschutz bis zu medizinischen Anwendungen – herauszuarbeiten.“
So konnten bereits in der ersten Förderphase anhand der Daten von 300 Buchen Abschnitte in den Genomen identifiziert werden, die die Trockenresistenz anzeigen, so dass in Zukunft ein gezielterer Forstbetrieb möglich wird. In den Genomen von 50 Giraffen vier verschiedener Arten aus dem gesamten Verbreitungsgebiet konnte kein Hinweis gefunden werden, dass sie sich miteinander paaren und dadurch hybridisieren. Das eröffnet neue Perspektiven für den Schutz der Tiere, etwa durch die Giraffe Conservation Foundation. Die genomische Analyse von Tiergiften, an der vor allem in Gießen gearbeitet wird, trägt dazu bei, neue Wirkstoffe für Arzneimittel aufzuspüren.
„In den kommenden drei Jahren steht die internationale Vernetzung im Mittelpunkt, sowohl mit großen Genominitiativen wie dem Earth BioGenome Project und dem European Reference Genome Atlas (ERGA), als auch mit Stakeholdern aus dem Anwendungsbereich“, betont der stellvertretende TBG-Koordinator Prof. Dr. Steffen Pauls, der an der Justus-Liebig-Universität Gießen zur Vielfalt von Insekten forscht „Wir möchten dabei die Erkenntnisse, vor allem aber auch das in unseren Projekten gewonnene ‚Know-how‘ nutzen, um die Bedeutung und Möglichkeiten der Biodiversitätsgenomik einem breiteren Kreis an Forschenden, anwendenden Institutionen und der interessierten Öffentlichkeit näher zu bringen. Mit den bewilligten Fördermitteln des Landes Hessen können wir LOEWE-TBG weiter als Zentrum eines lebendigen Netzwerks etablieren.“
Prof. Dr. Klement Tockner, Generaldirektor der bei TBG federführenden Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung, begrüßt die weitere Förderung des Zentrums sehr: „Mit der Forschung bei Senckenberg wollen wir einen zukunftsweisenden Beitrag zur Bewältigung der großen Herausforderungen des Anthropozäns leisten – des Zeitalters, in dem der Mensch zum prägenden Einflussfaktor auf die biologischen, geologischen und atmosphärischen Prozesse auf der Erde geworden ist. Die äußerst aufschlussreichen genomischen Analysen des LOEWE-Zentrums TBG ermöglichen es dabei, den immensen Wert der biologischen Vielfalt für die Natur und für uns Menschen zu erfassen und zu verstehen. Das geschieht in enger Zusammenarbeit mit herausragenden Partnereinrichtungen. So wurden in den vergangenen drei Jahre hervorragende Forschungs-Synergien gebildet, die wir nun weiter ausbauen können und verstetigen wollen.“
Das gemeinsame Forschungszentrum LOEWE-TBG wurde von der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung, der Goethe-Universität Frankfurt, der Justus-Liebig-Universität Gießen und dem Fraunhofer-Institut für Molekularbiologie und Angewandte Oekologie IME initiiert. Weitere Partner sind das Fraunhofer-Institut für Translationale Medizin und Pharmakologie ITMP und das Max-Planck-Institut für terrestrische Mikrobiologie (MPI-TM).
LOEWE-TBG wird seit 2018 von der Hessischen „Landes-Offensive zur Entwicklung wissenschaftlich-ökonomischer Exzellenz“ (LOEWE) finanziert. Mit diesem Forschungsförderungsprogramm setzt das Land Hessen seit 2008 wissenschaftspolitische Impulse und stärkt damit nachhaltig die hessische Forschungslandschaft.

Quelle: Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU)

Mehr Resilienz gegen Extremwetter

Foto: Julia Rocholl

Mit künstlicher Intelligenz besser gewappnet gegen Extremwetter-Ereignisse wie dem Hochwasser im Ahrtal. 

Bundesweites Großprojekt: JLU-Klimaforschung an Entwicklung eines KI-Frühwarnsystems zur Stabilisierung der deutschen Wirtschaft beteiligt

Ein Forschungsteam der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) arbeitet gemeinsam mit anderen Partnern an einem Frühwarnsystem, um die deutsche Wirtschaft mit Hilfe von künstlicher Intelligenz (KI) gegen verschiedene Krisenszenarien zu wappnen. Das Gießener Teilprojekt, das von der Klimaforscherin Dr. Elena Xoplaki geleitet wird und am Zentrum für internationale Entwicklungs- und Umweltforschung (ZEU) angesiedelt ist, soll die Widerstandsfähigkeit der Wirtschaftssektoren gegen den Klimawandel fördern. Das Ziel der Forschung sind jahreszeitliche Vorhersagen und örtlich zielgenaue Extremwetter-Warnungen, die für die deutsche Wirtschaft und darüber hinaus für die verschiedenen Ebenen und Einheiten des Katastrophenmanagements und des Zivilschutzes relevant sind.
Das Konsortium „Daten- und KI-gestütztes Frühwarnsystem zur Stabilisierung der deutschen Wirtschaft (DAKI-FWS)“ unter der Leitung des Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut (HHI) wird vom Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) in den nächsten drei Jahren mit rund zwölf Millionen Euro gefördert. In dem Projekt, an dem noch weitere Partner wie etwa die Charité oder das RKI beteiligt sind, geht es neben den Extremwetter-Ereignissen noch um weitere Krisenszenarien. Das System soll es Unternehmen ermöglichen, Prognosen über die Entwicklung von Krisen wie Pandemien, Wetterextremen oder auch Naturkatastrophen zu berechnen, deren Auswirkungen auf essenzielle Wirtschaftsaspekte wie zum Beispiel die Logistik abzuschätzen und die Ergebnisse über eine digitale Plattform einsehbar zu machen.
Im Projekt DAKI-FWS kooperieren Wirtschaft und Wissenschaft, um ein modulares Frühwarnsystem zu entwickeln, das Warnungen für unternehmerisches Handeln ableitet und aufbereitet. Dazu wird ein generisches Modell mit Daten- und Analyseplattformen für verschiedene Krisen von Epidemien/Pandemien bis hin zu Hochwasser, Stürmen und Hitzewellen entwickelt.
Das im mit 1,5 Millionen Euro geförderten JLU-Teilprojekt zu entwickelnde Frühwarnsystem muss in der Lage zu sein, Bedrohungslagen durch mögliche Unwetter viel frühzeitiger zu erkennen, als dies momentan der Fall ist. So soll die Vorbereitung auf Extremereignisse deutlich verbessert werden, damit Katastrophen wie beispielsweise das Hochwasser im Ahrtal in ihren Ausmaßen deutlich geringer ausfallen. Letztendlich sollen Hitzewellen, Stürme, Dürren und Überschwemmungen in KI-gestützte saisonale Risikokarten aufgenommen werden.

Quelle: Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU)

16. VDL-Netzwerk- und Alumni-Abend des VDL Hessen

Treffen 2021 in der Zentrale der Vereinigten Hagelversicherung VVaG in Gießen

Nach dem großen Erfolg der VDL-Netzwerk- und Alumni-Treffen in den vergangenen Jahren fand auch in diesem Jahr das bereits sechzehnte Treffen am 12. November 2021 in Gießen statt. Auch in diesem Jahr war die Vereinigte Hagelversicherung VVaG Gastgeber. Das Netzwerk- und Alumni-Treffen, zu dem alle Gießener Absolventen (gleich welchen Jahrganges!) eingeladen waren, startete mit einem Sektempfang in der Zentrale der Vereinigten Hagelversicherung über den Dächern von Gießen mit der Begrüßung durch den Vorstand der Hagelversicherung und des VDL. Es schloss sich ein Grußwort des Studiendekans des Fachbereichs 09 „Agrarwissenschaften, Ökotrophologie und Umweltmanagement“ der Justus-Liebig-Universität Gießen, Prof. Dr. Martin Petrick, an, bei dem er auf die aktuellen Entwicklungen an seinem Fachbereich einging. Als Gastredner referierte der Prokurist der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen (WI-Bank), Steffen Zeitler. Steffen Zeitler sprach zum Thema „Wettbewerbsfähige Strategien: Welchen Beitrag leistet die Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen (WI-Bank) im Bereich Investitionsförderung für die Landwirtschaft?“ Für den Vorstand des Förderkreises des Fachbereichs 09 sprach Frau Prof. Dr. Ingrid-Ute Leonhäuser. Der Abend stand dann bei einem gemeinsamen Abendessen ganz im Zeichen des Wiedersehens, Kennenlernen und dem Erfahrungs- und Meinungsaustausch.

VDL-Hessen: Empfang 2022 in Gernsheim

Foto: Stadt Gernsheim

AUSBLICK

Am Montag, 31. Januar 2022, lädt der VDL Landesverband Hessen e.V. zu seinem 14. Empfang im Rahmen der 67. Landwirtschaftlichen Woche Südhessen 2022 in die Stadthalle Gernsheim ein. Der Empfang, der dem Gedankenaustausch, Wiedersehen und Kennenlernen dienen soll und zu dem zahlreiche Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik, Verwaltung, Verbänden und Hochschulen erwartet werden, beginnt um 16.30 Uhr. Im Rahmen des Empfanges wird Dr. Jörg Hüther, Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Wiesbaden, zum Thema „Düngeverordnung und Nitratrichtlinie – eine unendliche Geschichte?“ sprechen. Alle VDL-Mitglieder und interessierte Gäste sind herzlich eingeladen.

Studieninfotag digital: Hochschule Geisenheim stellt ihr Studienangebot am 12. November 2021 online vor

Mit einem Klick erhalten Studieninteressierte beim „Studieninfotag digital“ der Hochschule Geisenheim am 12. November 2021 Einblick in das Studium an der staatlichen Hochschule im Rheingau. Zwischen 16:00 und 19:00 Uhr stellen die Studiengangleiterinnen und -leiter die Bachelor-Studiengänge Gartenbau, Getränketechnologie, Internationale Weinwirtschaft, Landschaftsarchitektur, Lebensmittellogistik und -management, Lebensmittelsicherheit sowie Weinbau und Oenologie vor. Die Interessierten können im direkten Austausch ihre Fragen zu Voraussetzungen, Studienschwerpunkten und Berufsaussichten stellen. Dabei sind auch Studierende und Ehemalige eingebunden, die aus erster Hand von ihren Erfahrungen berichten. Das Studierendenbüro berät parallel zum Thema Einschreibung, der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) verrät, was das Studierendenleben neben Vorlesungen und Praktika noch bereithält.
Die Hochschule Geisenheim plant, den Studieninfotag im Herbst künftig immer online durchzuführen; unabhängig von der Coronasituation. So sollen auch Interessierte, die nicht im direkten Einzugsgebiet der Hochschule wohnen, Gelegenheit erhalten, sich umfassend und niedrigschwellig über die Geisenheimer Studiengänge rund um Pflanzen, Natur, Lebensmittel, Getränke und Wein zu informieren. Der Studieninfotag im Frühjahr soll 2022 wieder in Präsenz stattfinden und Interessierten ermöglichen, den Campus live und in Farbe zu entdecken.
Übrigens: Für die Teilnahme am „Studieninfotag digital“ am 12. November 2021 ist eine Anmeldung oder Registrierung nicht notwendig. Weitere Informationen unter www.hs-geisenheim.de/studieninfotag-digital.

Uni Gießen und Hohenheim: Internationales Promotionsprogramm nimmt nachhaltige Ernährungssysteme in den Blick

Foto: Pixabay

International PhD Program in Agricultural Economics, Bioeconomy and Sustainable Food Systems der Universitäten Gießen und Hohenheim – DAAD fördert Stipendienproramm für weitere acht Jahre

Erkenntnisse aus der Agrarökonomie und Bioökonomie spielen eine wichtige Rolle, um die globalen Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals, SDG) der Vereinten Nationen zu erreichen. Eine große Bedeutung kommt außerdem nachhaltigen Ernährungssystemen zu, die mit dem Wissen um die globalen sozial-ökologischen Zusammenhänge gestaltet sein müssen. Damit nachhaltige Problemlösungen im Agrar- und Ernährungsbereich umgesetzt werden können, ist eine wissenschaftsbasierte Ausbildung der Entscheidungsträgerinnen und -träger unabdingbar. Das International PhD Program in Agricultural Economics, Bioeconomy and Sustainable Food Systems (IPPAE) von Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) und Universität Hohenheim versetzt Fach- und Führungskräfte aus Entwicklungs- und Schwellenländern in die Lage, die Entwicklung des Agrar- und Ernährungssystems zukunftsorientiert zu unterstützen. Nach einer sehr erfolgreichen bisherigen Bilanz wird das gemeinsame internationale Promotionsprogramm der Universitäten Gießen und Hohenheim vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) für weitere acht Jahre gefördert.
Die Förderung erfolgt im Programm „Entwicklungsbezogene Postgraduiertenstudiengänge“ (EPOS) des DAAD. Für Stipendien der Promovierenden werden beiden Universitäten jeweils von 2022 bis 2030 über zwei Millionen Euro bereitgestellt; hinzu kommen rund 480.000 Euro für Betreuungsaufgaben.
Das Promotionsprogamm IPPAE ist darauf angelegt, das Potenzial des Agrarsektors für die Armutsbekämpfung und Ernährungssicherung besser auszuschöpfen, eine nachhaltigere Nutzung natürlicher Ressourcen zu erreichen und neue Möglichkeiten zu erschließen, die sich aus der globalen Entwicklung der Bioökonomie, das heißt des Umbaus auf biobasiertes Wirtschaften, ergeben. Prof. Dr. Martin Petrick, der das PhD-Programm an der JLU leitet, freut sich sehr, dass die Universitäten Gießen und Hohenheim jetzt erneut den Zuschlag erhalten haben. Die Förderung über den Zeitraum von weiteren acht Jahren biete den Verantwortlichen die nötige Planungssicherheit. Der Experte für Agrar-, Ernährungs- und Umweltpolitik erklärt: „Das Programm leistet einen nachhaltigen Beitrag zur akademischen Ausbildung künftiger Entscheidungsträgerinnen und -träger im Agrar- und Ernährungsbereich des Globalen Südens. Dabei setzen wir auch auf langfristige, persönliche Beziehungen.“
Prof. Dr. Regina Birner, Inhaberin des Lehrstuhls „Sozialer und institutioneller Wandel in der landwirtschaftlichen Entwicklung“ an der Universität Hohenheim, ergänzt: „In ihren Promotionsvorhaben erarbeiten die IPPAE Stipendiatinnen und -Stipendiaten innovative Lösungsansätze für die Herausforderungen des Agrar- und Ernährungssektors in ihren Herkunftsländern. Als Promotionsprogramm bietet IPPAE dabei zahlreiche Möglichkeiten für einen intensiven inhaltlichen und methodischen Austausch zwischen Stipendiatinnen und Stipendiaten und den Betreuenden.“
Das jetzt zur Förderung ausgewählte Promotionsprogramm baut auf den Erfahrungen und Erfolgen des bereits seit 1991 laufenden IPPAE-Programms auf. Die Schlüsselbereiche Agrarökonomie und Bioökonomie stehen weiterhin im Fokus; das Lehrangebot wird aber im Hinblick auf zukünftige Entwicklungen um die Komponente der nachhaltigen Ernährungssysteme erweitert. Das Konzept der Ernährungssysteme nimmt dabei die gesamte Wertschöpfungskette in den Blick, von klimafreundlicher Produktion über gesunde Ernährung bis zur Entwicklung innovativer Lösungen für Governance-Probleme und Schaffung von geeigneten politischen Rahmenbedingungen. Vor dem Hintergrund des „Food Systems Summit“ der Vereinten Nationen wird die Ausbildung auf innovative, ganzheitliche Konzepte ausgerichtet. Damit leistet das Programm einen Beitrag zur Erreichung zahlreicher SDGs: Im Mittelpunkt stehen die Ziele 1 (keine Armut), 2 (kein Hunger), 3 (Gesundheit und Wohlergehen), 4 (Hochwertige Bildung), 5 (Geschlechtergleichheit), 6 (Sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen), 7 (bezahlbare und saubere Energien), 10 (weniger Ungleichheiten), 12 (nachhaltiger Konsum und Produktion), 13 (Maßnahmen zum Klimaschutz), 14 und 15 (Leben unter Wasser und an Land) und 17 (Partnerschaften). An der JLU verzahnt sich IPPAE daher eng mit dem ebenfalls vom DAAD (im Programm „exceed – Hochschulexzellenz in der Entwicklungszusammenarbeit“) geförderten SDG Nexus Network, das am Zentrum für internationale Entwicklungs- und Umweltforschung (ZEU) angesiedelt ist.
Im Zeitraum von 1991 bis 2020 wurden im Programm IPPAE in Gießen 123 und in Hohenheim 102 Doktorandinnen und Doktoranden ausgebildet. Der überwiegende Anteil der Bewerberinnen und Bewerber kam aus Ländern in Afrika südlich der Sahara und Asien, wo der Agrarsektor eine Schlüsselrolle für die wirtschaftliche Entwicklung spielt. Der Anteil der Absolventinnen und Absolventen, die in ihr Herkunftsland zurückgekehrt sind, liegt mit 86 Prozent überdurchschnittlich hoch. Eine engmaschige Betreuung und Integration der Teilnehmenden in bestehende Arbeitsgruppen beider Hochschulen zeichnet das Programm aus. IPPAE wendet dabei die hochrangigen Standards des International Giessen Graduate Centre for the Life Sciences (GGL) bzw. der Hohenheimer Graduierten-Akademie an.

VDL-Fachtagung „Düngeverordnung und Nitratrichtlinie“

Foto: Stadt Baunatal

Am Montag, 10. Januar 2022, lädt der VDL Landesverband Hessen e.V. zu einer Fachtagung „Düngeverordnung und Nitratrichtlinie – eine unendliche Geschichte?“ im Rahmen der 74. Landwirtschaftlichen Woche Nordhessen 2022 in die Stadthalle Baunatal (bei Kassel) ein. Referent ist Dr. Jörg Hüther, Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Wiesbaden.
Die Veranstaltung beginnt um 13.30 Uhr. Alle VDL-Mitglieder und interessierte Gäste sind herzlich willkommen.

VDL-Hessen: Neujahrsempfang 2022

Foto: Stadt Baunatal

AUSBLICK

Am Montag, 10. Januar 2022, lädt der VDL Landesverband Hessen e.V. zu seinem 28. Neujahrsempfang ein. Der Empfang, der im Rahmen der 74. Landwirtschaftlichen Woche Nordhessen 2022 in der Stadthalle Baunatal (bei Kassel) durchgeführt wird, beginnt um 16.00 Uhr (direkt im Anschluss an die Fachveranstaltungen). Alle VDL-Mitglieder sind herzlich eingeladen.

VDL-Hessen: Einladung zum 16. VDL-Netzwerk- und Alumni-Abend

Foto: Vereinigte Hagel

Treffen 2021 in der Zentrale der Vereinigten Hagelversicherung VVaG in Gießen

Nach dem großen Erfolg der VDL-Netzwerk- und Alumni-Abende in den vergangenen Jahren wird auch in diesem Jahr das bereits sechzehnte am Freitag, 12. November 2021, in Gießen stattfinden. Auch in diesem Jahr wird die Vereinigte Hagelversicherung VVaG Gastgeber in ihrer Zentrale in der Wilhelmstrasse 25 sein. Das Alumni-Treffen, zu dem alle Gießener Absolventen (gleich welchen Jahrganges!) eingeladen sind, beginnt um 17.00 Uhr mit einem Sektempfang in der Zentrale der Vereinigten Hagelversicherung VVaG und der Begrüßung durch den Vorstand der Hagelversicherung und des VDL.
Gastredner ist in diesem Jahr Steffen Zeitler, Bankprokurist, Leiter der Gruppe Investive Programme, Abteilung Landwirtschaftsförderung, WI-Bank, Wiesbaden/Offenbach/Wetzlar. Herr Zeitler spricht zum Thema „Wettbewerbsfähige Strategien: Welchen Beitrag leistet die Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen (WI-Bank) im Bereich Investitionsförderung für die Landwirtschaft?“
Der Abend steht dann bei erlesenem Essen und Getränken ganz im Zeichen des Wiedersehens, Kennenlernen und dem Erfahrungs- und Meinungsaustausch. Auch zahlreiche Professorinnen und Professoren des Gießener Fachbereichs 09 Agrarwissenschaften, Ökotrophologie und Umweltmanagement werden am Abend dabei sein. Die Prodekanin des Fachbereichs, Frau Prof. Dr. Wencke Gwozdz, wird in einem Grußwort über die aktuellen Entwicklungen berichten.