Online-Weintalk der Hochschule Geisenheim „6glasses1bottle“ bekommt mit Alice Gundlach eine neue Chefredakteurin

Foto: Alice Gundlach (privat)

Die nächsten Folgen von „6glasses1bottle“ drehen sich um Wein aus der Schweiz (4. September 2022) und um die Ahr (20. November 2022)

Die studentische Redaktion des Online-Weintalks „6glasses1bottle“ der Hochschule Geisenheim hat eine neue Chefredakteurin. Alice Gundlach, freie Journalistin und Weinverkosterin, leitet ab sofort die Studierenden bei der Themenfindung und der Umsetzung ihrer Sendung an.

Mitbegründet wurde das Format vom ehemaligen SWR-Redakteur Wolfgang Junglas, der sich in diesem Jahr in den verdienten Ruhestand verabschiedet hat. Unter seiner Leitung wurden bisher fünf Folgen der Online-Talkshow produziert zu den Themen Rheingau, Pfalz, Baden, Kalifornien und Berlin. Über seine Kontakte stieß auch Martin Seidler (SWR, „Landesschau RLP“, „Kaffee oder Tee“) als fester Moderator der Sendung dazu.

Auf Wolfgang Junglas folgt nun Alice Gundlach, die wie ihr Vorgänger dem Vorstand des Weinjournalisten-Verbandes „Weinfeder e. V.“ angehört. Die 44-Jährige ist seit zwölf Jahren freiberuflich als Journalistin mit dem Schwerpunkt Wein tätig. Sie ist seit Anfang 2022 festes Mitglied der Deutschland-Redaktion des Weinmagazins „VINUM“. Außerdem leitet sie seit mehreren Jahren den Weinteil des „MAINZER Restaurant- und Weinführers“. Zu ihren Auftraggebern gehören außerdem u. a. das Handelsmagazin „WEIN+MARKT“ und die „Lebensmittel Zeitung LZ“.

Als eine neue ehrenamtliche Leitung für das 6glasses1bottle-Team gesucht wurde, sagte Alice Gundlach sofort zu. „Mit Studierenden zusammen zu arbeiten, ist immer eine spannende Sache. Ich bin immer wieder überrascht, was die Studis von heute alles schon können und wie motiviert sie sind“, erklärt die Journalistin. „Und wenn ich dann vielleicht noch einen kleinen Teil zu der Ausbildung beitragen kann – umso besser.“ Alice Gundlach selbst hat von 1997 bis 2005 Politikwissenschaften und Journalismus an der Uni Mainz studiert. Danach leitete sie nebenberuflich auch Kurse an derselben Hochschule zum Thema „Nachrichtenproduktion“ im Fach Publizistik.
Dem Team von „6glasses1bottle“ gehören die Studierenden Marleen Ebling (Redaktion, Chat-Moderation), Woody T. Herner (Kamera, Foto), Emily Heß (Redaktion), Charlotte Weihl (Redaktion, Chat-Moderation) und Alexander Yuzeev (Webseite, Grafikdesign) an. Projektleiter ist Robert Lönarz, Diplom-Ingenieur für Weinbau und Oenologie, Campus-Manager und Leiter Kommunikation und Hochschulbeziehungen der Hochschule Geisenheim.

In diesem Jahr wurde „6glasses1bottle“ mit dem „Goldenen Wingertsknorzen“ ausgezeichnet, mit dem die Hochschule Geisenheim herausragende Medienprojekte ihrer Studierenden würdigt.

Text: JLU: Online-Weintalk der Hochschule Geisenheim „6glasses1bottle“ bekommt mit Alice Gundlach eine neue Chefredakteurin (hs-geisenheim.de)

 

JLU erzielt Rekordergebnis bei Drittmitteleinwerbungen

Foto: Pixabay

Erfreuliche Drittmittelentwicklung an der Justus-Liebig-Universität Gießen im Jahr 2021

Die Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) hat im Jahr 2021 Drittmittel sowie eigene Einnahmen in Höhe von 128,4 Millionen Euro erzielt. Dies bedeutet nicht nur eine deutliche Steigerung um elf Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr, sondern stellt zugleich einen erneuten Rekordwert für die Universität dar.

„Trotz der teilweise sehr schwierigen Rahmenbedingungen und pandemiebedingten Einschränkungen haben unsere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ein herausragendes Ergebnis bei der Einwerbung von Drittmitteln erzielt“, betont JLU-Präsident Prof. Dr. Joybrato Mukherjee, der die sehr erfreuliche Drittmittelentwicklung in der Senatssitzung am 20. April 2022 hervorhob: „Die Entwicklung spiegelt die exzellenten Forschungstätigkeiten an der Justus-Liebig-Universität Gießen wider.“

Im Bereich der Forschungsförderung sind bei nahezu allen Geldgebern Zuwächse im Vergleich zum Jahr 2020 zu verzeichnen. Der größte Förderanteil entfällt im Jahr 2021 mit 42,4 Millionen Euro auf Bund, Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) und Länder. In diesem Bereich konnte mit einem Plus von 6,8 Millionen Euro die deutlichste Steigerung gegenüber dem Vorjahr erreicht werden. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) förderte im Jahr 2021 Forschungsvorhaben an der JLU im Umfang von insgesamt 31,0 Millionen Euro. Die Fördersummen der durch Stiftungen finanzierten Projekte wuchsen um etwa 30 Prozent auf 3,6 Millionen Euro. Die Einwerbung von Fördermitteln der Europäischen Union (EU) konnte um 17 Prozent auf 5,3 Millionen Euro gesteigert werden.

Die Mittel aus der hessischen Landesoffensive zur Entwicklung wissenschaftlich-ökonomischer Exzellenz (LOEWE) sind im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls angewachsen. Die Einnahmen lagen im Jahr 2021 bei 7,2 Millionen Euro, was einem Anstieg von zwölf Prozent entspricht. Die Einwerbung von Fördermitteln für Vorhaben in Zusammenarbeit mit Partnern aus der Industrie konnte in 2021 um fünf Prozent auf 6,5 Millionen Euro gesteigert werden. Darüber hinaus konnten die eigenen Einnahmen aus anderen Aktivitäten um zehn Prozent auf insgesamt 28,7 Millionen Euro gesteigert werden; hierzu zählen zum Beispiel die Einnahmen aus der Tierpatientenbehandlung in der Veterinärmedizin.

Text: JLU: JLU erzielt Rekordergebnis bei Drittmitteleinwerbungen — Justus-Liebig-Universität Gießen (uni-giessen.de)

VDL-Hessen: Einladung zum Parlamentarischen Abend 2022

Foto: Staatsministerin Priska Hinz, Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (HMUKLV), Wiesbaden (Foto: HMUKLV)

Die Hessische Staatsministerin für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Priska Hinz kommt zum VDL-Landesverband Hessen

Der diesjährige Parlamentarische Abend des VDL-Landesverbandes Hessen e.V. findet am Mittwoch, 11. Mai 2022, 18.00 Uhr, im Ratskeller Wiesbaden (gegenüber Hessischer Landtag), Schlossplatz 6, 65183 Wiesbaden, statt. Alle hessischen VDL-Mitglieder haben bereits eine persönliche Einladung erhalten. Weitere Interessierte wenden sich bitte an die Geschäftsstelle des VDL-Landesverbandes Hessen e.V., Herrn Tobias Grabner, geschaeftsfuehrer@vdl-hessen.de

Schwerpunktthemen sind u.a.:

  • Flächenkonkurrenz: Energieerzeugung und/oder Nahrungsmittelerzeugung? Welche Strategie verfolgt die Hessische Landesregierung, um beides zu ermöglichen?
  • Neue Wege der Energieerzeugung in Hessen: Welche Überlegungen gibt es hierzu und welche Bedeutung hat hierbei die Umsetzung der nationalen und hessischen Wasserstoff-Strategie?
  • Perspektiven für unsere Absolventinnen und Absolventen der grünen Studienrichtungen (v.a. Agrarwissenschaften, Umwelt- und Energiewissenschaften, Lebensmittelsicherheit, Gartenbau, Weinbau) im Geschäftsbereich der HMUKLV
  • Stand und Perspektiven des Projektes „Verwaltungsübergreifende Personalqualifizierung Agrar (VPQ Agrar)“.
  • Aktueller Stand zu den Überlegungen zur Wiedereinführung des Referendariats.

Markus W. Ebel-Waldmann, Präsident des VDL-Bundesverbandes und Landesvorsitzender des VDL-Landesverbandes Hessen, wird den Parlamentarischen Abend eröffnen. Nach der Rede der Hessischen Staatsministerin für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Priska Hinz, werden Abgeordnete aller im Hessischen Landtag vertretenen Parteien ein Kurzstatement zu den Schwerpunktthemen abgeben und – wie die Ministerin auch – die Fragen der VDL-Mitglieder beantworten.

Bei einem gemeinsamen Abendessen können dann vertiefende Gespräche geführt werden.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme! Anmeldungen sind noch bis 3. Mai 2022 möglich.

Text: VDL-Hessen

„Wir brauchen für einen erfolgreichen Schutz der Natur die Akzeptanz und Unterstützung der gesamten Gesellschaft“

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler übergeben zwei aktuelle Studien an BMin Steffi Lemke. (v.l.n.r.:) Dr. Yves Zinngrebe (UFZ), Dr. Nike Sommerwerk (MfN), Steffi Lemke (BMUV), Dr. Kirsten Thonicke (LFN), Prof. Dr. Marianne Darbi (HGU) © Thomas Rosenthal

Foto: HS Geisenheim University

Bundesumweltministerin Steffi Lemke, die Vertreterinnen und Vertreter von NeFo und der DBU waren sich bei einer gemeinsamen Diskussionsveranstaltung in der Vorwoche in Berlin einig: Nationale und globale Naturschutzziele können nur mit interdisziplinären Lösungsansätzen erreicht werden – und durch den Einbezug von Landnutzenden und Gesellschaft. Forschende der Hochschule Geisenheim wollen den Prozess durch die Entwicklung konkreter Maßnahmen und den Transfer in Lehre und Praxis unterstützen.

Auf Einladung des Netzwerk-Forums zur Biodiversitätsforschung (NeFo), dessen Gesamtprojektleitung die Geisenheimer Professorin für Landschaftsplanung und Eingriffsfolgenbewältigung Dr. Marianne Darbi innehat, und der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) diskutierte Bundesumweltministerin Steffi Lemke am Dienstag vergangener Woche, 15. März 2022, mit Wissenschaft, Politik und Verbänden die Neuausrichtung der Biodiversitätspolitik in Deutschland. Im Fokus standen dabei die aktuelle Fortschreibung der nationalen Biodiversitätsstrategie und das Ringen um neue globale Biodiversitätsziele. Lemke betonte im Musem für Naturkunde, dass die Politik die Ziele allein nicht erreichen könne. „Wir brauchen für einen erfolgreichen Schutz der Natur die Akzeptanz und Unterstützung der gesamten Gesellschaft“, erklärte die Ministerin. „Die Art und Weise, wie wir Natur nutzen, mit ihr umgehen und sie auch in Ruhe lassen, muss sich grundlegend ändern.“ Und: „Ein weiteres Aufschieben können wir uns nicht leisten.“

„Zusammenarbeit und Dialog, das sind die zwei Schlagworte des Abends“, resümiert Prof. Dr. Marianne Darbi. Die Bewältigung der Biodiversitätskrise könne nur dank intensiver Zusammenarbeit gelingen – Zusammenarbeit verschiedener Ressorts, wissenschaftlicher Disziplinen, mit der Praxis und Gesellschaft. Schließlich sei die Biodiversitätskrise beispielsweise untrennbar mit der Klimakrise verbunden. „Die Hochschule Geisenheim mit ihren Forschungs- und Studienbereichen entlang der gesamten Wertschöpfungskette hochwertiger Lebensmittel und Getränke bis hin zum Erhalt und der nachhaltigen Entwicklung von Landschaften erarbeitet gemeinsam mit einer Vielzahl von Akteuren regional angepasste Umsetzungsstrategien. Sie ist daher prädestiniert, um einen wichtigen Beitrag bei der Bewältigung der globalen Herausforderungen zu leisten“, sagt Darbi.

Dr. Yves Zinngrebe vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung UFZ in Leipzig und Teil des NeFo-Teams zeigte im Rahmen der Abendveranstaltung konkrete Handlungsfelder auf: „Politische Forderungen nach Wohnraum, Ausbau der erneuerbaren Energie, Infrastruktur und Grundversorgung – all das löst einen immensen Flächendruck und damit Druck auf die Biodiversität aus. Diese flächenwirksamen Prozesse werden bislang in individuellen Planungsprozessen meist auf unterschiedlichen politischen Ebenen bewertet.“ Er fordert: „Biodiversität braucht einen höheren legalen Stellenwert in integrierter Planung, das heißt einen klaren Referenzrahmen und mehr Verbindlichkeit.“

Konsens auf der hochkarätig besetzten Veranstaltung war, dass künftige Biodiversitätsziele so konkret formuliert sein müssen, dass Erfolge und Misserfolge messbar werden. Wesentliche Faktoren für einen erfolgreichen Biodiversitätsschutz sind neben der Vergrößerung und des besseren Managements von Schutzgebieten auch das Adressieren indirekter Treiber für den Biodiversitätsverlust – etwa nicht nachhaltiges Wirtschaften und Konsumieren oder umweltschädliche Subventionen – sowie eine Priorisierung von Biodiversität in der Planung.

Darbi bekräftigt: „An der Hochschule Geisenheim bilden wir die zukünftige Generation der dringend benötigten Landschaftsarchitektinnen und -architekten, Planerinnen und Naturschutzmanager aus. Diese benötigen die entsprechenden politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen, um Biodiversitätsschutz integrativ als Teil ihrer Arbeit umsetzen zu können.“ Daher sei es wichtig, diese Forderungen aus der Wissenschaft immer wieder klar an die Politik zu kommunizieren, wie es Darbi mit ihren Kolleginnen und Kollegen vom Netzwerk-Forum zur Biodiversitätsforschung seit mehr als zehn Jahren tut.

So wurden im Rahmen der Veranstaltung auch zwei aktuelle Studien an die Bundesministerin übergeben. Eine Studie des UFZ und des Instituts für Biodiversität – Netzwerk (ibn) im Auftrag des Bundesamtes für Naturschutz gibt Empfehlungen für die Weiterentwicklung der Nationalen Biodiversitätsstrategie. 45 Expertinnen und Experten des Leibniz-Forschungsnetzwerks Biodiversität (LFN) haben daneben „10 Must-Knows aus der Biodiversitätsforschung“ zusammengestellt.

Neben der Politik müsse aber auch der Dialog mit der Praxis weiter vorangebracht werden, so Prof. Dr. Marianne Darbi. Die Hochschule Geisenheim wolle dabei eine wichtige Rolle, auch als Vermittlerin zwischen Naturschutz und Landwirtschaft, einnehmen. „Die Erfahrungen aus vergangenen Praxisprojekten haben gezeigt, dass es oftmals ein Mangel an Kommunikation oder Vorwissen war, der gemeinsame Zielsetzungen erschwert hat. Wir glauben, dass an dieser Schnittstelle ein hohes Potenzial liegt, den Biodiversitätsschutz nachhaltig voranzubringen. Und hier wollen wir ansetzen“, schließt die Wissenschaftlerin.

Die Veranstaltung steht zum Nachsehen und -hören bereit: https://www.youtube.com/watch?v=QB18st6iZ4s&t=17s

Quelle: HS Geisenheim University

Professor Wolfgang Prollius feiert 80. Geburtstag

Foto: HS Geisenheim University

Professor Dipl.-Ing. Wolfgang Prollius, selbst Geisenheimer Alumnus und später zwei Dekaden Professor im Fachbereich Gartenbau und Landespflege der damaligen Fachhochschule Wiesbaden, Standort Geisenheim, feiert am 02. April 2022 seinen 80. Geburtstag. Die Hochschule Geisenheim und ihr Ehemaligenverband, die VEG – Geisenheim Alumni Association e. V., denen der Jubilar auch 15 Jahre nach dem Eintritt in den Ruhestand noch eng verbunden ist, gratulieren herzlich.

Professor Dipl.-Ing. Wolfgang Prollius hat sich um die akademische Ausbildung der Landschaftsarchitekturstudierenden in Geisenheim in besonderem Maße verdient gemacht. Studienfach- und Studienverlaufsplanung, Exkursionen und die intensive Betreuung von Abschlussarbeiten: Hochschullehre war für ihn stets eine Herzensangelegenheit und ging weit über die festgeschriebenen Semesterwochenstunden hinaus. Auch in der Selbstverwaltung der Hochschule brachte sich Professor Dipl.-Ing. Wolfgang Prollius intensiv sein. Als Dank und Anerkennung für dieses Engagement zeichneten ihn „seine“ Hochschule und der Ehemaligenverband 2015 mit dem Professor-Müller-Thurgau-Preis aus. Der Preis wird an Persönlichkeiten verliehen, die sich für die Hochschule Geisenheim und ihre Vorgängerinstitutionen in beispielhafter Weise eingesetzt haben.

Auch für die Belange des Berufsstandes der Landschaftsgärtnerinnen und -gärtner sowie Landschaftsarchitektinnen und -architekten im Allgemeinen setzte sich Professor Dipl.-Ing. Wolfgang Prollius immer ein – und tut das bis heute. Sein langjähriger Wegbegleiter Prof. Dr. Michael Goecke, ehemaliger Professor an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf in Freising, hat anlässlich des 80. Geburtstags von Professor Dipl.-Ing. Wolfgang Prollius dessen Weg nachgezeichnet.

Zum Wintersemester 1987/88 erhielt Dipl.-Ing. Wolfgang Prollius den Ruf für eine Professur an die Fachhochschule Wiesbaden im Fachbereich Gartenbau und Landespflege, Vertiefungsrichtung Landschaftsbau mit den Lehr­inhalten Projektplanung, Bauabwicklung und Darstellungstechnik. Der für die Lehre erforderliche Praxisbezug wurde von ihm durch den ständigen Dialog mit den Berufsverbänden, mit Firmen und Planungsbüros und den Mitglied­schaften in berufsständigen Vereinigungen gewährleistet.

Wolfgang Prollius war von Beginn an neben seiner Lehrtätigkeit an der FHW in Geisenheim (heute Hochschule Geisenheim University) in der Hochschulselbstverwaltung tätig, so als Dekan des Fachbereichs von 1990 bis 1993, und wirkte in zahl­reichen Gremien mit. Darüber hinaus engagierte er sich auch außerhalb der Hochschule. Er wirkte u.a. in den 90er Jahren beim Aufbau der Fachhochschule Erfurt als Gründungsbeauftragter für die Fachbereiche Gartenbau und Land­schaftsarchitektur.

Nach Gärtnerlehre und Gesellenjahren in Deutschland und der Schweiz studierte Wolfgang Prollius von 1964 bis 1967 an der Hessischen Lehr- und Forschungsanstalt für Wein-, Obst- und Gartenbau in Geisenheim, Studienrichtung Gartenarchitektur und Landschaftspflege. Nach Jahren der Berufspraxis als Ingenieur in Berlin bei den Firmen Herbert Gies und Ingolf Schmoll studierte er an der Technischen Universität Berlin, Fachbereich Landschaftsbau, Studienrichtung Landschaftsplanung.

1976 wurde Wolfgang Prollius zum Leiter des Gartenamtes Bremen-Nord berufen, einem Aufgabenbereich mit 150 Mitarbeitern und 480 ha zu betreuenden öffentlichen Grünflächen (u.a. dem Vegesacker Stadtpark und Knoops Park in St. Magnus). In der Zeit seiner Leitungstätigkeit konnte der Bestand an öffentlichen Grünanlagen um 100 ha auf 660 ha erweitert werden. Als Mitglied der Ständigen Konferenz der Gartenamtsleiter beim Deutschen Städtetag konnte er von 1976 an alle wesentlichen Entwicklungen auf dem Sektor des öffentlichen Grüns und im Landschaftsbau begleiten.

Mit Ablauf des Wintersemesters 2006/2007 wurde Wolfgang Prollius nach fast 20jähriger Hochschultätigkeit im Fachbereich Gartenbau und Landespflege der FH Wiesbaden in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Damit ging eine Zeit zu Ende, die geprägt war durch Engagement und Kompetenz sowie unermüdlichen Einsatz für die Studierenden, wofür er mit dem renommierten Müller-Thurgau-Preis seiner Hochschule geehrt wurde.

Über Jahrzehnte, seit den 70er Jahren in Bremen, ist Wolfgang Prollius der Deutschen Gesellschaft für Gartenkunst und Landschaftskultur e.V. (DGGL) besonders verbunden, u.a. als 1. Vorsitzender des Landesverbandes Hessen nach seiner Emeritierung. Darüber hinaus organisiert er Semestertreffen für den Geisenheimer Alumni-Verband, beobachtet aufmerksam und kritisch die Entwicklung des Berufsstandes und bringt interessierten Besuchern die landschaftlichen Besonderheiten des Weltkulturerbes Mittleres Rheintal nahe.

Am 2. April 2022 begeht Prof. Wolfgang Prollius seinen 80. Geburtstag.

Die Hochschule Geisenheim und ihr Alumniverband gratulieren Professor Dipl.-Ing. Wolfgang Prollius von Herzen und wünschen ihm für den kommenden Lebensabschnitt vor allem Gesundheit und Zufriedenheit; wir freuen uns auf weiteren regen Austausch.

Quelle: HS Geisenheim University

Digitalisierung in den Lebenswissenschaften: Neue Chancen auf dem Arbeitsmarkt

Foto: JLU Gießen

GGL Career Day: Neue Karrierechancen für Promovierende sowie Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler

Eine Promotion in den Lebenswissenschaften eröffnet vielfältige Karrieremöglichkeiten, aber welche ist die Richtige?

Um den Promovierenden einen Überblick über die verschiedenen Karrierewege zu geben und die Entscheidung zu erleichtern, hatte das Gießener Graduiertenzentrum Lebenswissenschaften (GGL) zu seinem 12. Career Day am 17. März 2022 eingeladen. In diesem Jahr standen die neuen Perspektiven und Chancen in der Arbeitswelt im Mittelpunkt, welche die Digitalisierung mit sich bringt.

Absolventinnen und Absolventen der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) berichteten ebenso wie Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler von ihrem Karriereweg und ihrer Tätigkeit in der Industrie, in Behörden und im universitären Umfeld. Sie gaben Tipps zur Karriereplanung und stellen ihren Arbeitsalltag und aktuellen Arbeitgeber vor. Die Themen reichten von Impfstoffentwicklung über Regionalplanung mittels Geoinformation hin zu Bioinformatik und professionellem Forschungsdatenmanagement.

Gesprochen hatten unter anderem Dr. Bernhard Remes und Andrea Schmidt, die als klinische Forschende bei der Gießener Alcedis GmbH tätig sind; Julia Gotthard, die als Senior Software Verification Engineer bei der Tecan GmbH arbeitet; die Prozessentwicklerin bei der CSL Behring GmbH Dr. Parameswari Govindarajan; Justine Vandendorpe, die bei ZB MED als Data Steward beschäftigt ist und der Postdoc für Bioinformatik und Systembiologie an der JLU Dr. Jochen Blom. Die Personalberatung im Life Science-Bereich Real Staffing gab außerdem eine professionelle Einschätzung des aktuellen Arbeitsmarktes.

Neben den persönlichen Erfahrungsberichten verschiedener Alumni der JLU bot sich zusätzlich die Gelegenheit zum informellen Gespräch mit den Vortragenden und den Firmenvertretern. Ergänzt wurde das Programm durch einen Check von Bewerbungsunterlagen in englischer oder deutscher Sprache.

Das GGL bietet Promovierenden ein interdisziplinäres Graduiertenprogramm für alle Fachgebiete der Lebenswissenschaften. Der GGL Career Day richtet sich vorrangig an Promovierende der Lebenswissenschaften der JLU und der umliegenden akademischen Einrichtungen.

Quelle: JLU Gießen

VDL-Bundesmitgliederversammlung 2022 – 19. Mai 2022

Foto: Ebel-Waldmann

Einberufung der VDL-Bundesmitgliederversammlung 2022

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

hiermit berufe ich gemäß § 13 (3) der Satzung des VDL Bundesverbandes e.V. in der Fassung vom 26. Oktober 2020 die Bundesmitgliederversammlung 2022 ein.

Die Bundesmitgliederversammlung findet statt am

Donnerstag, 19. Mai 2022, 16.00 bis 18.30 Uhr

ta.la Tagungszentrum Landshut
Bürgermeister-Zeiler-Straße 1, 84036 Landshut

Tagesordnung:

TOP 1: Eröffnung und Begrüßung

TOP 2: a) Feststellung der ordnungsgemäßen Einberufung und Beschlussfähigkeit
b) Feststellung der Teilnahme nach Mitgliedsverbänden und Mitgliedsgruppen

TOP 3: Festlegung der endgültigen Tagesordnung

TOP 4: Protokoll der Mitgliederversammlung vom 06.05.2021

T TOP 5: Bericht über die Tätigkeit des Bundesverbandes (Präsidium/Vorstand)

TOP 6: Bericht des Schatzmeisters

TOP 7: Bericht der Kassen- und Rechnungsprüfer

TOP 8: Entlastung des Präsidiums für das Jahr 2021

TOP 9: Entlastung des Vorstandes für das Jahr 2021

TOP 10: Wahl von zwei Rechnungsprüfern/-innen für das Jahr 2022

TOP 11: Haushaltsvoranschlag 2023

TOP 12: Berichte aus den Landesverbänden/Landesgruppen/Mitgliedsverbänden

TOP 13: Berichte aus den Bundessparten

TOP 14: Bundesmitgliederversammlung 2023 – Festlegung von Termin und gastgebendem Landesverband/gastgebender Landesgruppe

TOP 15: Verschiedenes

Mit kollegialen Grüßen

Markus W. Ebel-Waldmann
Präsident

Hochschulen der Region Mittelrhein unterzeichneten Kooperationsvertrag für die Bundesgartenschau 2029

Auf dem Campus der TH Bingen trafen sich zur Vertragsunterzeichnung (von links): Prof. Dr. Antje Krause (Technische Hochschule Bingen), Prof. Dr. Stefan Wehner (Universität Koblenz-Landau), Prof. Dr. Kristian Bosselmann-Cyran (Hochschule Koblenz) und Prof. Dr. Hans Reiner Schultz (Hochschule Geisenheim). Bildquelle: TH Bingen / Christine Böser

In sieben Jahren öffnet die Bundesgartenschau Welterbe Oberes Mittelrheintal 2029 ihre Tore. Mit dieser Großveranstaltung geht ein Entwicklungsprozess einher, der die Region nachhaltig prägen sowie verändern wird und auch für die hiesigen Hochschulen eine besondere Chance darstellt. Die Technische Hochschule Bingen, die Hochschule Koblenz, die Universität Koblenz-Landau und die Hochschule Geisenheim haben nun an der Technischen Hochschule Bingen einen Kooperationsvertrag unterzeichnet, in dem die vier Bildungseinrichtungen ihre Zusammenarbeit und gemeinsame Präsenz auf der Bundesgartenschau 2029 vereinbart haben.

„Die BUGA 2029 stellt für unsere Hochschulen eine besondere Chance dar, um auf dieser Plattform die Hochschullandschaft im Oberen Mittelrheintal mit ihren vier Standorten und der Vielfalt an inhaltlichen Ausrichtungen und Studiengängen öffentlichkeitswirksam zu präsentieren“, betont Prof. Dr. Kristian Bosselmann-Cyran, Präsident der Hochschule Koblenz. Neben der praktischen Verankerung der Hochschulen in der Region erhöhe dies ihre Sichtbarkeit für ein internationales Publikum. Auch Prof. Dr. Antje Krause, Präsidentin der Technischen Hochschule Bingen, ist sich sicher: „Ein gemeinsamer Auftritt der Hochschulen kann wesentlich dazu beitragen, das Profil der Hochschullandschaft im Oberen Mittelrheintal zu stärken und die Potenziale der BUGA 2029 wirkungsvoll auszuschöpfen.“

Der unterzeichnete Vertrag sieht vor, dass sich die Hochschulen in den kommenden Jahren gemeinsam an den Vorbereitungen zur Bundesgartenschau beteiligen und dort während der Durchführung im Jahr 2029 gemeinsam auftreten. Eine gemeinsame Präsenz der Hochschulen kann sich in der Praxis in vielfältigen Kooperationen in Lehre und Forschung niederschlagen, wie in dem seit vielen Jahren laufenden kooperativen Studiengang zum Thema Keramik und dem geplanten zum Thema Gewässerkunde oder zum Thema Wasser. Weiterhin denkbar sind beispielsweise Veranstaltungen wie Tagungen, Vortragsreihen und Workshops sowie Ausstellungsbeiträge und Bürgerbeteiligungen. „Gleichzeitig ist neben der fachlich-inhaltlichen Ebene auch eine gemeinsame Dachmarke mit Logo, Internetauftritt und breit aufgestellter Öffentlichkeitsarbeit von Vorteil, um Ressourcen zu bündeln und die Wirksamkeit zu erhöhen“, erklärt Prof. Dr. Stefan Wehner, Vizepräsident für Koblenz der Universität Koblenz-Landau.

Die Zusammenarbeit der vier Hochschulen ist in den vergangenen drei Jahren durch regelmäßigen Austausch der Hochschulen untereinander sowie mit der Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz, aus der mittlerweile die BUGA Koblenz 2029 GmbH hervorgegangen ist, beständig gewachsen. Basis für diese Zusammenarbeit waren und sind gemeinsame Lehr- und Forschungsprojekte im Oberen Mittelrheintal, beispielsweise in Form der Studie „Kommunale Klimaanpassung im Welterbe Oberes Mittelrheintal“, die 2020 von der Hochschule Koblenz, der Technischen Hochschule Bingen und der Hochschule Geisenheim gemeinsam veröffentlicht wurde.

Obwohl sieben Jahre bis zur Durchführung der Bundesgartenschau 2029 nach einer langen Zeit klingen, werden bereits jetzt wichtige Weichenstellungen wie etwa die Wettbewerbe der Planungsbüros im Jahr 2023 vorgenommen. „Parallel dazu werden die kooperierenden Hochschulen eigene Visionen formulieren, damit die Konzepte Hand in Hand gehen können“, weiß Prof. Dr. Hans Reiner Schultz, Präsident der Hochschule Geisenheim, „um unsere Chance auf Mitgestaltung in dieser Phase zu nutzen und als Kooperationspartner handlungsfähig zu sein, möchten wir nun den Austausch untereinander noch intensivieren und in einem nächsten Schritt ein gemeinsames Leitbild als Basis unserer gegenseitigen Unterstützung formulieren.“ Dazu ist im Frühjahr ein Workshop an der Hochschule Koblenz geplant, der die fachlich-inhaltliche Ausrichtung der wissenschaftlichen Beiträge weiter konkretisieren wird.

Quelle: HS Geisenheim University

Prof. Lore Steubing – ein Leben für die Pflanzenökologie

Foto: JLU/Maria Sikorski

JLU würdigt Pflanzenökologin und erste Professorin Lore Steubing zum 100. Geburtstag mit einem Festakt – Eröffnung einer Wanderausstellung

Erinnerung an die vorbildliche Pionierarbeit einer herausragenden Wissenschaftlerin: Das Institut für Pflanzenökologie der Justus-Liebig-Universität (JLU) Gießen gedachte der im Januar 2012 verstorbenen Professorin Dr. Dr. h.c. Eleonore („Lore“) Steubing anlässlich ihres 100. Geburtstags mit einem Festakt. Zugleich wird die Wanderausstellung „Lore Steubing – Eine Menge an Energie“ eröffnet, die vom Institut für Biologiedidaktik der JLU für das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) erstellt wurde. Der Festakt kann im Livestream https://youtu.be/IHHT05sAy00 abgerufen werden.

„Prof. Lore Steubing war eine außergewöhnliche Persönlichkeit und herausragende Wissenschaftlerin. Ihr Name steht seit über 50 Jahren für die Bedeutung der Pflanzenökologie nicht nur in Gießen, sondern weit darüber hinaus. Sie ist Botschafterin der Justus-Liebig-Universität Gießen und hat den Namen der Universität in die Welt getragen“, erklärte Prof. Dr. Christoph Müller, Geschäftsführender Direktor des Instituts für Pflanzenökologie (IFZ) der JLU und zweiter Nachfolger von Prof. Lore Steubing.

Prof. Dr. Dr. h.c. Eleonore („Lore“) Steubing

Lore Steubing wurde am 1. Februar 1922 in Hamm/Westfalen geboren. Schon während der Schulzeit entdeckte sie die Liebe für die Biologie und die ökologische Forschung. Dieses Interesse führte sie nach dem Abitur im Jahr 1939 zum Biologiestudium an die Friedrich-Wilhelms-Universität (heute Humboldt Universität) in Berlin. Da sie das Studium kriegsbedingt dort nicht fortsetzen konnte, zog sie mit ihrem Vater und ihrer sehr geliebten Stiefmutter (ihre Mutter war kurz nach ihrer Geburt verstorben) nach Greifswald/Pommern, dem Geburtsort ihres Vaters. Dort setzte sie ihr Studium an der Ernst-Moritz-Arndt Universität fort. In den ersten, sehr schwierigen Nachkriegsjahren arbeitete sie neben ihrem Studium unter anderem als Schafschererin, Stallmagd und Melkerin. Ihr Studium schloss sie 1947 mit der Promotion über „Beiträge zur Ökologie der Hiddenseer Strandpflanzen unter besonderer Berücksichtigung der Wurzelsysteme“ ab. Von dort aus folgte sie einem Ruf der Pädagogischen Hochschule in Potsdam. Ende 1952 habilitierte sie sich dort im Fach Botanik und lehrte bis Ende 1956 die Allgemeine Botanik und Geobotanik.

Anfang 1957 floh sie über Berlin (West) in die Bundesrepublik, obwohl sie kurz zuvor in Potsdam eine Professur mit Lehrauftrag für Allgemeine Botanik und Geobotanik erhalten hatte. Aufgrund eines wissenschaftlichen Kontakts wählte sie Gießen als Anlaufpunkt. Trotz anderer Möglichkeiten, etwa ein Ruf zur ETH Zürich und ein Wechselangebot zur UNESCO in Paris, blieb Gießen bis zu ihrem Tod im Jahr 2012 der Lebensmittelpunkt von Prof. Steubing.

Der Start in Gießen war für sie allerdings alles andere als einfach. Bevor sie eine Assistentenstelle erhielt, musste sie sich mit einer Aushilfstätigkeit beim Deutschen Wetterdienst bescheiden. Erst 1969 erreichte sie ihr angestrebtes Ziel: Sie wurde ordentliche Professorin und erste Direktorin des neu gegründeten Instituts für Pflanzenökologie, das sie bis zu ihrer Emeritierung leitete und systematisch weiterentwickelte.

Für Lore Steubing war es von zentraler Bedeutung, Fragen der Pflanzen- und Agrarökologie sowie deren Auswirkungen auf die Lebensverhältnisse ganzheitlich zu sehen. Eine Erkenntnis, die gerade in jüngster Zeit vor dem Hintergrund der globalen Probleme zurecht betont wird. Interdisziplinäre Forschungsansätze und internationale Zusammenarbeit sind die Voraussetzung für eine erfolgreiche Erforschung der globalen komplexen Fragen im Zusammenhang mit dem Klimawandel. Prof. Steubing hat dies früh erkannt. Um die Bedeutung ökologischer Forschung in Deutschland besser zu vernetzen und sichtbarer zu machen, wurde auf ihre maßgebliche Initiative hin 1972 in Gießen die „Gesellschaft für Ökologie“(GFÖ) gegründet und durch sie als Gründungspräsidentin geleitet. Heute ist die GFÖ eine der größten ökologischen Gesellschaften Europas.

Darüber hinaus hat sie sich auch für internationale Forschungszusammenarbeit eingesetzt, eine Vielzahl von Exkursionen in zahlreiche Länder durchgeführt und erfolgreich Forschungsnetzwerke u. a. mit Chile, China, Kolumbien, Ungarn und der Zentralafrikanischen Republik begründet. In Anerkennung ihrer wissenschaftlichen Lebensleistung wurde sie mit dem „Deutschen Umweltschutzpreis 1982“ ausgezeichnet.

Die Pflanzenökologie war für Prof. Lore Steubing keine isolierte Wissenschaft von einigen wenigen Experten, sie sah darin vielmehr die Grundlage für das Verständnis unserer Ökosysteme, für die wir deshalb auch alle gemeinsam Verantwortung tragen und sie gemeinsam schützen müssen. Diesen Anspruch hat sie auch nach ihrer Emeritierung in ihrer weiteren internationalen Arbeit gelebt und ihr reichhaltiges Wissen weitergegeben, u.a. als Honorarprofessorin in Shanghai, China, und Valdivia, Chile.

Lore-Steubing-Institut

Das Land Hessen hat im Juli 2021 das Lore-Steubing-Institut (LSI) als universitätsübergreifenden Forschungsverbund gegründet. Das LSI ist ein Zusammenschluss des Hessischen Landesamtes für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG), der Universitäten Gießen, Darmstadt, Marburg, Kassel und Frankfurt am Main, der Hochschule Geisenheim University sowie der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung. Mit dem Lore-Steubing-Institut wird die Biodiversitätsforschung in Hessen gebündelt, und Forschungseinrichtungen und der behördliche Naturschutz in Hessen arbeiten zukünftig noch enger für den Natur- und Artenschutz zusammen.

https://www.hlnug.de/themen/naturschutz/lore-steubing-institut

 

 

 

 

 

 

Quelle: JLU + LSI

SAVE THE DATE: VDL-Jahrestagung 2022 vom 19.-21.05.2022 in Landshut

Foto: pixabay

Die VDL-Jahrestagung 2022 mit Bundesmitgliederversammlung und Exkursionsprogramm soll wieder als Präsenzveranstaltung stattfinden!

Wir freuen uns auf persönliche Begegnungen und interessante Themen. Bitte merken Sie sich diesen Termin schon jetzt vor!

Weitere Informationen werden wir Ihnen zukommen lassen.