VDL-Hessen: Drei Geisenheimer Studierende mit dem „Adolf und Dr. Eberhard Fraund“-Preis ausgezeichnet

v.l.n.r.: Dipl.-Vw. Beate Schütz, Dennis Zimmerstädt, Katja Simon, Sophia Eggeling, Donatorin Sibylle Fraund, Dr. Philipp Fraund

Foto: Winfried Schönbach

Bei der Auswahl der Preisträger:innen des „Adolf und Dr. Eberhard Fraund“-Preises sind sehr gute akademische Leistungen ebenso wie ein großes soziales und praktisches Engagement zentrale Entscheidungskriterien für das Kuratorium. Mit der Kombination aus beidem überzeugten in diesem Jahr drei Geisenheimer Studierende der Studiengänge Gartenbau (B.Sc.), Lebensmittelsicherheit (B.Sc./M.Sc.) sowie Weinbau und Oenologie (B.Sc.) und konnten sich bei der feierlichen Verleihung am vergangenen Samstag, 11. November 2023, im Ahnensaal der Unternehmensgruppe Rotkäppchen-Mumm Sektkellereien GmbH über die Auszeichnung und ein Preisgeld in Höhe von je 6.000 Euro freuen.

Katja Simon überzeugte das Kuratorium mit vielfältigen Weiterbildungen und Praktika, die sie parallel zum Studium absolviert hat, und ihrem Ansatz, die Herausforderungen der verschiedenen landwirtschaftlichen Sparten sektorübergreifend verstehen und bearbeiten zu wollen. An ihr Bachelorstudium Weinbau und Oenologie (B.Sc.) schließt die gelernte Winzerin von der Hessischen Bergstraße den Master im Studiengang „Weinbau, Önologie und Weinwirtschaft“ (M.Sc.) an.

Sophia Eggeling, Absolventin des Bachelorstudiengangs Lebensmittelsicherheit, studiert aktuell im 2. Semester des gleichnamigen Masterstudiengangs, den die staatliche Hochschule Geisenheim ebenso wie den Bachelor und eine duale Studienvariante mit der privaten Hochschule Fresenius, Idstein, anbietet. Die Studentin, die nicht aus einer Akademikerfamilie stammt, überzeugte die Jury insbesondere mit der praxisnahen Gestaltung ihrer Ausbildung und der ehrenamtlichen Betreuung von Kindergruppen auf einem Reiterhof.

Der dritte Preisträger Dennis Zimmerstädt studierte an der Hochschule Geisenheim Gartenbau (B.Sc.) mit der Spezialisierung Berufsschullehramt. An seine Zeit in Geisenheim, in der er sich als Vorsitzender des Allgemeinen Studierendenausschusses intensiv für die Belange der Studierenden eingesetzt hat, wird er ein Lehramtsstudium an der TU Darmstadt anschließen. Sein Ziel ist es, jungen Menschen über Bildung neue Möglichkeiten zu eröffnen. Nach seinem eigenen Hauptschulabschluss erarbeitete sich der Preisträger über eine Ausbildung zum Gärtner und den Meisterbrief den Hochschulzugang; etwas, das das Kuratorium aus Vertreterinnen und Vertretern der Hochschule Geisenheim, der TH Bingen und der VEG – Geisenheim Alumni Association e. V. besonders positiv beurteilte.

Denn neben den Leistungen im Studium und dem sozialen Engagement spielen auch Faktoren wie der Hochschulzugang über den zweiten Bildungsweg sowie der Wille, ein weiterführendes Masterstudium anzuschließen, bei der Wahl der Preisträger:innen eine Rolle. Dies ist besonderes Anliegen der Preisstifterin Sibylle Fraund, die den Preis ihrem Ehemann Dr. Eberhard Fraund, ehemaliger Verleger und Gesellschafter des renommierten Fachverlags Dr. Fraund, und ihrem Schwiegervater Adolf Fraund, Mitbegründer des Vorgängerverlages Mainzer Zeitschriftenverlag Dr. Bilz & Co. GmbH, gewidmet hat.

Wunsch der Preisstifterin ist es, mit dem „Adolf und Dr. Eberhard Fraund-Preis“ junge Menschen zum Wissenserwerb zu motivieren und ihnen diesen durch die finanzielle Unterstützung zu erleichtern. Dafür hat sie 180.000 Euro bereitgestellt, die über mindestens zehn Jahre ausgeschüttet werden. Bewerben können sich für den Preis Studierende und Ehemalige der Hochschule Geisenheim in den Kategorien „Weinbau, Weinwirtschaft, Getränketechnologie“ sowie „Gartenbau, Landschaftsarchitektur, Lebensmittellogistik und -management, Lebensmittelsicherheit“ und Studierende und Alumnni der TH Bingen in der Fachrichtung „Landwirtschaft“.

 

Quelle: VEG

VDL-Hessen: Mitgliederversammlung 2023 der Geisenheimer Alumni

Foto: Winfried Schönbach

Erfolgreiche Mitgliederversammlung der VEG – Geisenheim Alumni Association e.V. mit Ehrung langjähriger Mitglieder – Hochschulpräsident berichtet über Baufortschritt an der Hochschule Geisenheim.

Die VEG – Geisenheim Alumni Association e.V. zieht eine positive Bilanz ihrer diesjährigen Mitgliederversammlung, die am 11. November 2023 an der Hochschule Geisenheim stattfand. Unter der Leitung von Präsident Robert Lönarz bot die Versammlung nicht nur Raum für wichtige Diskussionen über die Zukunft der Vereinigung und die Ehrung langjähriger Mitglieder, sondern auch für einen ausführlichen Bericht des Hochschulpräsidenten Prof. Dr. Hans Reiner Schultz über den Baufortschritt an der Hochschule.

Die herausragenden Punkte der Versammlung waren:

  • Begrüßung und Jahresbericht: Präsident Robert Lönarz eröffnete die Veranstaltung und würdigte die Fortschritte der Vereinigung im vergangenen Jahr. Der Vorstand präsentierte einen umfassenden Jahresbericht, der Erfolge und Aktivitäten hervorhob.
  • Bericht des Hochschulpräsidenten über Baufortschritt: Prof. Dr. Hans Reiner Schultz, Präsident der Hochschule Geisenheim, informierte die Teilnehmer über den aktuellen Stand der Bauprojekte an der Hochschule. Insbesondere ging er auf die Erweiterungen ein, die nicht nur die Infrastruktur verbessern, sondern auch die Forschungs- und Lernmöglichkeiten für Studierende und Alumni erweitern sollen.
  • Finanzbericht und Entlastung: Der transparente Finanzbericht wurde vorgestellt, und der Vorstand wurde nach konstruktiver Diskussion entlastet. Die Mitglieder zeigten sich zufrieden mit der finanziellen Lage der Vereinigung.
  • Ehrung langjähriger Mitglieder: Ein besonderer Moment der Versammlung war die Ehrung langjähriger Mitglieder, die ihre langjährige Treue zur VEG – Geisenheim Alumni Association demonstrierten. Präsident Robert Lönarz und Vize-Präsident Roger Baumeister überreichten Auszeichnungen und betonten die wertvolle Rolle dieser Mitglieder in der Gemeinschaft.
  • Aktivitäten des vergangenen Jahres: Erfolgreiche Branchenveranstaltungen, Workshops und Netzwerktreffen wurden vorgestellt, die dazu beigetragen haben, das Alumni-Netzwerk zu stärken.
  • Zukünftige Pläne: Präsident Lönarz präsentierte geplante Initiativen, darunter die Erweiterung des Netzwerks, Einführung von Mentorship-Programmen und die Unterstützung der beruflichen Entwicklung von Alumni.
  • Offene Diskussion: Mitglieder hatten die Gelegenheit zur Diskussion und brachten Ideen für zukünftige Aktivitäten ein.

Die VEG – Geisenheim Alumni Association e.V. blickt optimistisch in die Zukunft und setzt sich weiterhin für die Stärkung des Alumni-Netzwerks und die Vertiefung der Verbindungen zwischen den Absolventen der renommierten Hochschule Geisenheim ein.

 

Quelle: VEG

Innovative Technik beim Mähdreschen fördert die Artenvielfalt

Foto: Rainer Waldhardt

Auffangen von Wildkräutersamen während der Getreideernte kann den Herbizideinsatz reduzieren – Aussaat der Samen auf Blühstreifen am Ackerrand.

Klatschmohn, Kornblume und Feldrittersporn sind mittlerweile ein seltener Anblick. Durch den Einsatz von synthetischen Dünge- und Pflanzenschutzmitteln bilden kulturbegleitende Ackerwildkräuter heute die am stärksten gefährdete Artengruppe in Mitteleuropa. Mit einem innovativen Verfahren beim Mähdreschen kann der Einsatz von Herbiziden verringert und die Artenvielfalt gefördert werden. Das Prinzip: Während der Getreideernte werden im Mähdrescher die Samen von Wildkräutern abgetrennt und aufgefangen. Diese gelangen somit nicht wieder auf den Acker, sondern können in Blühstreifen am Feldrand ausgesät werden. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) waren an der Erprobung dieses Verfahren bereits beteiligt und entwickeln es nun mit verschiedenen Partnern im Projekt „Entwicklung nachhaltiger Mähdruschtechnik für den Ökolandbau in Hessen“ (BioDruschTec) weiter. Das Land Hessen fördert das Projekt im Rahmen des Ökoaktionsplans Hessen von 2023 bis 2026 mit rund 655.000 Euro.

Ackerwildkräuter, die neben den ausgesäten Kulturpflanzen auf Äckern gedeihen, haben eine Schlüsselrolle für die Biodiversität. Sie bilden eine wichtige Nahrungsquelle für Insekten, die wiederum Nahrung für Kleinsäuger und Vögel des Offenlandes sind. „In Deutschland hat die Landwirtschaft einen Anteil von rund 52 Prozent an der Flächennutzung“, so Prof. Dr. Rainer Waldhardt von der Professur für Landschaftsökologie und Landschaftsplanung der JLU, der das Projekt eingeworben hat und leitet. „Aufgrund dieses hohen Anteils sind großräumige und produktionsintegrierte Maßnahmen für eine naturnahe Landwirtschaft von besonderer Bedeutung für den Erhalt der Artenvielfalt.“ Neben der JLU sind Agrartechniker der Technischen Hochschule Bingen und der Universität Hohenheim, der Wasser- und Bodenverband Marburger Land (WBV), ein Schlosserbetrieb und mehrere Biolandwirte aus der Region sowie der Fachbereich Ländlicher Raum und Verbraucherschutz des Landkreises Marburg-Biedenkopf an dem Projekt beteiligt.

Mit der innovativen Mähdruschtechnik wird während der Getreideernte der Samen der im Getreide vorhandenen Begleitkräuter mit speziellen Gebläse- und Siebvorrichtungen von der Spreu getrennt und separat in einem Behälter aufgefangen. „Mittel- bis längerfristig kann das sukzessive Abschöpfen von Wildkrautsamen beim Mähdrusch den ‚Unkrautdruck‘ auf Ackerflächen verringern“, sagt Prof. Waldhardt. Das ist wichtig, denn die erneut keimenden Wildkräuter werden nach der gängigen konventionellen Praxis mit Herbiziden bekämpft – neben dem Arbeits- bzw. Kostenfaktor für das Ausbringen von Pflanzenschutzmitteln stellt eine solche Behandlung auf Dauer eine erhebliche chemische Belastung für die Böden, das Grundwasser, die angebauten Nahrungsmittel sowie eine Gefährdung der Biodiversität dar.

Der Prototyp einer Technik zum Auffangen von Wildkrautsamen während des Erntedruschs, mit der Mähdrescher nachgerüstet werden können, war von 2019 bis 2022 in Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Ländlicher Raum und Verbraucherschutz des Landkreises Marburg-Biedenkopf und neun Landwirten aus der Region entwickelt und erprobt worden. An diese Ergebnisse knüpft das BioDruschTec-Projekt an.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Professur für Landschaftsökologie und Landschaftsplanung der JLU erheben in dem Projekt populationsökologische Daten zur Ackerbegleitflora und ihrer Dynamik. Ihre Untersuchungen werden auf biologisch bewirtschafteten Ackerflächen im Landkreis Marburg-Biedenkopf durchgeführt. Zudem wird die neue Mähdruschtechnik optimiert.

Tierfreundlich und zukunftsfähig: Strategien für eine ökologische Hühnerhaltung

Im Projekt GreenChicken werden Strategien für eine ökologische Hühnerhaltung erforscht.

Symbolbild: Lisa Dittrich

 

Forschungsprojekt GreenChicken wird mit zwei Millionen Euro gefördert

In der nachhaltigen Landwirtschaft wird die ökologische Nutztierhaltung immer wichtiger. Die Verbraucherinnen und Verbraucher legen zunehmend Wert auf eine besonders tierfreundliche Haltung – auch bei Hühnern. Die Geflügelhaltung steht dabei vor verschiedenen Herausforderungen: Einerseits dürfen Bio-Hühner laut EU-Verordnung nur mit Rohstoffen gefüttert werden, die zu 100 Prozent aus ökologischer Erzeugung stammen, was die Versorgung mit essentiellen Aminosäuren wie Methionin und Cystein erschwert. Andererseits spielt die Zucht von sogenannten Zweinutzungshühnern – bei denen weibliche Tiere für die Eierproduktion und männliche Tiere für die Fleischproduktion gezüchtet werden – eine immer größere Rolle.

An dieser Stelle setzt das Projekt GreenChicken an, das vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft im Rahmen des Bundesprogramms Ökologischer Landbau (BÖL) über vier Jahre mit einer Summe von rund zwei Millionen Euro gefördert wird. Das Ziel des Forschungsverbunds von Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU), Probenda GmbH und Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) ist es, zukunftsfähige Fütterungsstrategien für die ökologische Hühnerhaltung zu entwickeln und dabei die Umwelt- und Klimawirkungen zu verbessern. Zudem soll der gesamte Lebenszyklus vom Küken über das Jungtierstadium bis zur Legehenne bzw. zum Junghahn betrachtet werden. Dabei werden bestehende Erkenntnisse aus der Praxis und Beratung berücksichtigt, um praxisnahe Lösungen zu entwickeln.

In Freilandexperimenten wird die Wirkung verschiedener Fütterungsstrategien in mobilen Hühnerställen in der Lehr- und Forschungseinrichtung Oberer Hardthof der JLU untersucht. Dabei werden drei verschiedene Hühnerrassen mit unterschiedlichen Futterrationen über alle Fütterungsphasen untersucht. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Anpassungsfähigkeit an verschiedene Proteinquellen. Zudem werden Umweltindikatoren wie Treibhausgas- und Ammoniakgasemissionen, Wasser- und Flächenverbrauch sowie Nitratverluste gemessen und analysiert.

Das agrarwissenschaftliche Forschungsteam unter der Leitung von Prof. Dr. Andreas Gattinger (Professur für Ökologischen Landbau) und Dr. Petra Engel (Mitarbeiterin der Professur für Tierzüchtung) testet auch neue Futtermittel für die ökologische Hühnerhaltung in Form von Insektenmehl beziehungsweise verarbeiteten tierischen Proteinen aus Nutzinsekten. Dabei werden zugelassene Reststoffe der landwirtschaftlichen Produktion genutzt, um Futtermittel aus Nutzinsekten zu gewinnen, die eine möglichst geringe Flächenkonkurrenz zur Humanernährung haben.

Auf der Basis von Daten von Öko-Erzeugerbetrieben, Tierzuchtbetrieben und Futtermittelherstellern wird eine umfassende Nachhaltigkeitsbewertung der aktuellen ökologischen Hühnerhaltung entlang der gesamten Prozesskette durchgeführt. Besonderes Augenmerk liegt auf der Bewertung der alternativen Futtermittel aus verarbeiteten tierischen Proteinen aus Nutzinsekten. Darauf basierend werden Handlungsempfehlungen für zukunftsfähige Fütterungsstrategien abgeleitet.

Das Projekt GreenChicken baut auf dem Projekt GreenDairy auf, das im Rahmen des LOEWE-Programms des Landes Hessen gefördert wird. Beide Projekte zielen darauf ab, integrierte Pflanze-Tier-Agrarökosysteme zu entwickeln, um die Ressourceneffizienz sowie die Umwelt- und Klimawirkungen in der ökologischen wie auch in der konventionellen Landwirtschaft weiter zu verbessern. Die JLU baut damit ihre Kapazitäten im Bereich nachhaltige, zirkuläre Tierhaltungssysteme (Green Livestock) weiter aus.

 

„Ein Meilenstein der Campusentwicklung“

v.l.n.r.: Michael Schlepper (1. Stadtrat, Hochschulstadt Geisenheim), Prof. Dr. Hans Reiner Schultz, Michael Ludwig, Dr. Martin Worms, Ayse Asar, Jochen Rübenach (Bauleitung, Karl Gemünden GmbH & Co. KG), Thomas Platte

Foto: Torsten Silz

Drei neue Gebäude für die hervorragende Forschung und Lehre an der Hochschule Geisenheim.

Wissenschaftsstaatssekretärin Ayse Asar und Finanzstaatssekretär Dr. Martin Worms feierten am 15. September 2023 gemeinsam mit Vertreterinnen der Hochschule Geisenheim das Baustellenfest von Getränketechnologischem Zentrum, Hörsaalgebäude und den Spatenstich für VITA – Forschungszentrum für nachhaltigen und klimaangepassten Weinbau.

„Die Hochschule Geisenheim University entwickelt sich zehn Jahre nach ihrer Gründung mit großen Schritten vorwärts – und das sieht man auch vor Ort auf dem Campusgelände: Mit dem Bau von gleich drei neuen Gebäuden feiern wir heute auf einem großen Baustellenfest einen Meilenstein der Campusentwicklung“, erklärten Ayse Asar, die Hessische Staatssekretärin für Wissenschaft und Kunst, undHessens Finanzstaatssekretär Dr. Martin Worms. Beide waren heute stellvertretend für die Landesregierung in Geisenheim, um gemeinsam mit Hochschulpräsident Prof. Dr. Hans Reiner Schultz, demDirektor des Landesbetriebs Bau und Immobilien Hessen (LBIH), Thomas Platte, und vielen weiteren Gästen zwei Richtfeste und einen Spatenstich zu begehen.

„Der Lehr- und Forschungsbetrieb der Hochschule Geisenheim University läuft sehr erfolgreich, was sich nicht zuletzt an den rasant gestiegenen Studierendenzahlen ablesen lässt. Diese schöne Nachricht bedeutet aber auch: neue Kapazitäten werden gebraucht“, so Staatssekretär Worms. „Mit den neuen Gebäuden werden diese Kapazitäten geschaffen und der Hochschulstandort bekommt die richtige Infrastruktur für eine vielversprechende Zukunft. Über HEUREKA, das Hochschulbauprogramm der Landesregierung, konnten wir insgesamt rund 65 Millionen Euro für die drei Neubauten bereitstellen. Mit dem seit 2008 laufenden Programm werden wir bis 2031 insgesamt über 100 Millionen Euro in die Infrastruktur der Hochschule Geisenheim University investieren. Ich bin überzeugt: Es sind sinnvolle Investitionen in eine weiterhin erfolgreiche Entwicklung des Standorts und der hessischen Hochschullandschaft insgesamt. Viele Generationen von Studierenden und Forschenden werden noch davon profitieren.“

Das neue Hörsaalgebäude wird unter anderem einen großen, flexibel nutzbaren Hörsaal und mehrere Seminarräume beherbergen. Mit seiner markanten Erscheinung am neuen Eingang zum Campus und am zukünftigen zentralen Campusplatz wird es ebenso ein Aushängeschild der Hochschule werden wie auch das neue Getränketechnologische Zentrum (GTZ). Auf einmalige Weise werden im GTZ praxisnahe Ausbildung, Lehre und Forschung verknüpft. Neben den Studierenden der Getränketechnologie finden in den Räumlichkeiten auch Studierende anderer Fachbereiche und – dank der Zusammenarbeit mit den Beruflichen Schulen Rheingau – auch Auszubildende beste Voraussetzungen für die einschlägige Lehr- und Forschungspraxis vor.

„Beton, kräftige Holzelemente und großformatige Glasscheiben machen das Hörsaalgebäude aus. Der zweigeschossige Baukörper wird von einer kräftigen Holz-Glasfassade geprägt, die das tragende Skelett umhüllt. Beim heutigen Baustellenfest lässt sich die spätere Gestalt des Gebäudes schon klar erkennen. Das gilt auch für das Getränketechnologische Zentrum. Grund zur Freude ist für unseren Betrieb, den zentralen Bau- und Immobiliendienstleiser des Landes, aber auch der Spatenstich für den Forschungsbau VITA, auf den wir heute schon einen Ausblick wagen können: Der regelmäßig gegliederte Baukörper wird einen rechteckigen Grundriss und ein etwa mittig liegendes Staffelgeschoss haben. Im Staffelgeschoss ist das Herzstück des Vorhabens – die sogenannte Ecotrone – untergebracht. Diese prototypischen Gewächshauseinheiten werden die Gestalt des Gebäudes wesentlich prägen. Allen drei Projekten wünsche ich einen weiterhin glücklichen, unfallfreien Verlauf“, sagte LBIH-DirektorThomas Platte.

Nach dem gemeinsamen Richtfest für das GTZ und das Hörsaalgebäude setzte Staatssekretärin Asar den Spatenstich für das Forschungszentrum für nachhaltigen und klimaangepassten Weinbau (Viticulture Adaptation Center for Sustainability and Climate Change, kurz: VITA). Es soll südlich vom GTZ und nördlich der Bahnlinie entstehen. In vier Forschungsgruppen werden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler hier untersuchen, wie sich der Klimawandel auf den Stoffwechsel der Pflanzen, auf Interaktionen zwischen Reben und assoziierten Organismen, auf Ökosystemfunktionen sowie auf Wasser- und Nährstoffflüsse im Weinberg auswirkt. Mit diesem Wissen wollen sie Produkte auf pflanzlicher oder mikrobieller Basis entwickeln, die die Pflanzen- und Bodengesundheit verbessern und Reben widerstandsfähiger machen.

„Der Spatenstich für das Forschungszentrum für nachhaltigen und klimanagepassten Weinbau stärkt nachhaltig die Forschung an der Hochschule Geisenheim und wird einen wichtigen Beitrag für den Weinbau der Zukunft leisten. Angesichts der Tatsache, dass wir ohne die Wissenschaft die großen Herausforderungen unserer Zeit nicht lösen können, ist dies ein Meilenstein in der Entwicklung der Hochschule“, so Staatssekretärin Ayse Asar. „Die globalen Herausforderungen wie Klimawandel, Nachhaltigkeitsziele und Biodiversitätsverlust beeinflussen die Produktion von Sonderkulturen, insbesondere auch den Weinbau. Das Forschungszentrum für nachhaltigen und klimaangepassten Weinbau wird eine weltweit einzigartige Infrastruktur bieten, um den Einfluss des Klimawandels auf Pflanzen, Biodiversität und ökologische Zusammenhänge im Weinbau zu analysieren. Ziel ist es, nachhaltige Produkte zur Verbesserung von Pflanzen- und Bodengesundheit sowie zur Stärkung der Reben gegenüber klimatischen Stressfaktoren zu entwickeln. Der Klimawandel hat schon jetzt Auswirkungen auf die Weinproduktion – durch extreme Wetterbedingungen, Krankheiten oder den Anstieg der Temperaturen. Im neuen Forschungszentrum werden die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an innovativen Lösungen arbeiten, um den Weinbau nachhaltig und klimaangepasst zu gestalten. Dabei ist die interdisziplinäre Herangehensweise zentral. Die erstmalige Förderempfehlung eines Forschungsbaus an einer Hochschule besonderen Typs durch den Wissenschaftsrat in einem deutschlandweit sehr kompetitiven Verfahren macht uns stolz – und zeigt die herausragende Forschungsexzellenz der Hochschule Geisenheim im Bereich des Wein- und Gartenbaus.“

Die Baukosten des VITA-Zentrums von über 30 Millionen Euro werden auf Basis der Entscheidung der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz jeweils zur Hälfte vom Bund und vom Land Hessen getragen werden. Das Forschungszentrum mit Büros, Laboren und Infrastrukturen für die Pflanzenaufzucht bietet Platz für 25 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der vier Forschungsgruppen. Herzstück werden die Phytotrone und Ecotrone sein – Klimakammern, in denen natürliche Umweltbedingungen für pflanzenphysiologische und pflanzenökologische Versuche simuliert werden. Hier können die Forschenden zum Beispiel die Beleuchtungsstärke, Temperatur und Luftfeuchtigkeit regulieren und so herausfinden, wie Reben auf das voraussichtliche Klima der Zukunft reagieren. Die Übergabe des Neubaus ist für 2026 geplant.

„Die baulichen Veränderungen am Campus spiegeln die positive Entwicklung unserer Studien- und Forschungsbereiche seit Hochschulgründung vor einem Jahrzehnt wider: Mit dem Hörsaalgebäude schaffen wir modernen Raum für unsere gewachsene Studierendenschaft, das neue Getränketechnologische Zentrum ermöglicht uns, Nachwuchsfachkräfte in diesem Bereich auch künftig auf dem aktuellen Stand der Technologie auszubilden. Ebenso verbessern wir mit dem Praktikumsgebäude Lebensmittelsicherheit und dem Neubau Logistik und Nachhaltigkeit die Ausstattung unserer jüngsten Studien- und Forschungsbereiche“, so Hochschulpräsident Prof. Dr. Hans Reiner Schultz. „Das VITA-Gebäude wird uns die Möglichkeit eröffnen, die Auswirkungen des Klimawandels auf den Weinbau noch genauer zu untersuchen und mit innovativen Methoden nachhaltige Anpassungsstrategien zu entwickeln. Unsere Freiland- und Gewächshausflächen sowie unsere bereits existierenden und entstehenden Reallabore geben uns die einzigartige Chance, diese Strategien zu skalieren und somit zukunftsorientierte Lösungen für die weinbauliche Praxis zu erarbeiten.“

 

VDL Hessen: Einladung zum 18. Netzwerk-Abend des VDL Hessen

Treffen 2023 in der Zentrale der Vereinigten Hagelversicherung VVaG in Gießen

Nach dem großen Erfolg des VDL-Netzwerk-Abends in den vergangenen Jahren wird auch in diesem Jahr der bereits achtzehnte am Freitag, 10. November 2023, in Gießen stattfinden. Auch in diesem Jahr wird die Vereinigte Hagelversicherung VVaG Gastgeber in ihrer Zentrale in der Wilhelmstrasse 25 sein. Der Netzwerk-Abend, zu dem alle Gießener Absolventen (gleich welchen Jahrganges!) eingeladen sind, beginnt um 17.00 Uhr mit einem Sektempfang in der Zentrale der Vereinigten Hagelversicherung VVaG und der Begrüßung durch den Vorstand der Hagelversicherung und des VDL.

Der Studiendekan des Fachbereichs 09 Agrarwissenschaften, Ökotrophologie und Umweltmanagement, Prof. Dr. Martin Petrick, wird in einem Grußwort über die aktuellen Entwicklungen an seinem Fachbereich berichten. Als Keynote-Speaker wird Dr. Manfred Kircher, Geschäftsführer der KADIB – Kircher Advice in Bioeconomy, Frankfurt am Main, zum Thema „Bioökonomie – Klimaneutrale Produktion, nachhaltige Wertschöpfung und Beschäftigung zukunftsfähig gestalten“ sprechen

Der Abend steht nach dem offiziellen Teil dann – bei zur Jahreszeit passendem Essen und Getränken – ganz im Zeichen des Wiedersehens, Kennenlernen und dem Erfahrungs- und Meinungsaustausch. Auch zahlreiche Professorinnen und Professoren des Gießener Fachbereichs 09 Agrarwissenschaften, Ökotrophologie und Umweltmanagement werden am Abend dabei sein.

Alle hessischen Mitglieder haben bereits persönliche Einladung erhalten. Weitere Interessierte melden sich bitte beim Geschäftsführer des VDL Hessen, Tobias Grabner, an (geschaeftsfuehrer@vdl-hessen.de). Anmeldeschluss ist der 03. November 2023.

Text: Markus Ebel-Waldmann

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VDL Hessen: VDL-Mitgliederversammlung 2023 in Gießen

Die diesjährige Mitgliederversammlung des VDL Landesverbandes Hessen e.V. findet am Freitag, 10. November 2023, 15.30 Uhr, in der Zentrale der Vereinigten Hagelversicherung VVaG, Wilhelmstrasse 25, 35392 Gießen, statt. Im Mittelpunkt der Versammlung, die im Vorfeld des 18. Netzwerk-Abends 2023 (Beginn: 17:00 Uhr) des VDL Landesverbandes Hessen e.V. stattfindet, stehen neben den satzungsgemäßen Berichten auch Wahlen zum Vorstand.

 Text: Markus W. Ebel-Waldmann

VDL Hessen: LOEWE-Start-Professur in Geisenheim für Pflanzenzucht-Experte Prof. Dr. Voss-Fels

Foto: Torsten Silz

Zwei Millionen Euro LOEWE-Mittel zum Ausbau der Züchtungsforschung in Geisenheim

Die Hochschule Geisenheim erhält ihre erste LOEWE-Start-Professur. Sie geht an Prof. Dr. Kai Voss-Fels, Professur für Rebenzüchtung, der den Züchtungsbereich durch Einführung neuster Züchtungsmethoden ausbauen und auf andere Sonderkulturen ausweiten wird. Die Sach- und Personalausstattung der Professur wird mit Mitteln aus dem Forschungsprogramm LOEWE des Landes Hessen in Höhe von knapp zwei Millionen Euro über einen Zeitraum von sechs Jahren gefördert.

„Prof. Dr. Voss-Fels arbeitet in einem hoch aktuellen Themenfeld. Moderne Züchtungsmethoden helfen, Rebsorten und -klone, aber auch jene von Obst, Gemüse und anderen Sonderkulturen zu selektieren und züchten, die den Herausforderungen des Klimawandels gewachsen sind und umweltfreundlicher angebaut werden können, getreu dem Leitbild der Hochschule Geisenheim `Kultur der Nachhaltigkeit‘“, erklärt Wissenschaftsministerin Angela Dorn. „Auch der Erhalt der genetischen Vielfalt zum Beispiel traditioneller Rebsorten ist eine wichtige Aufgabe. Ich bin sehr froh, dass die Hochschule Geisenheim Prof. Dr. Voss-Fels nach Geisenheim holen konnte und ihm mit Unterstützung der LOEWE-Förderung hervorragende Arbeitsbedingungen bieten kann. Das zeigt erneut: Die LOEWE-Professuren helfen, die Wissenschaft in Hessen voranzubringen.“

„Das ist eine große Freude für uns und eine riesige Anerkennung für Prof. Dr. Voss-Fels“, sagte Hochschulpräsident Prof. Dr. Hans Reiner Schultz, „und diese Entscheidung wird die Entwicklung der inhaltlich verbundenen Branchen nachhaltig positiv beeinflussen.“

„Durch die Herausforderungen, die der Klimawandel für die Landwirtschaft mit sich bringt, kommt der Züchtung neuer verbesserter Sorten von Sonderkulturen eine immens hohe Bedeutung zu. Die große Unterstützung der Hochschule Geisenheim, sowie des Landes Hessen durch das LOEWE-Förderprogramm ermöglicht es uns nun, neuste Züchtungsmethoden am Standort Geisenheim zu etablieren. Dies bietet nicht nur das große Potential, die züchterische Verbesserung von Reben deutlich schneller und effizienter gestalten, als es mit klassischen Verfahren im Geisenheimer Institut für Rebenzüchtung bislang möglich war. Durch den Aufbau zusätzlicher neuer Forschungsinfrastruktur haben wir nun auch die Möglichkeit, weitere wichtige Arten z. B. aus Obst- und Gartenbau in den Fokus unserer Züchtungsforschung zu nehmen“, so Prof. Dr. Voss-Fels.

 

Zu seiner Person:

Prof. Dr. Kai Peter Voss-Fels wurde 2016 an der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) promoviert und arbeitete dann an der University of Queensland in Australien, einer der weltweit führenden Einrichtungen für Züchtungsforschung. Hier wurde er 2021 zum Honorary Associate Professor ernannt. Prof. Dr. Voss-Fels ist Projektleiter „Quantitative Genetik“ im neuen, von der Deutschen Forschungsgesellschaft DFG geförderten internationalen Graduiertenkolleg „Accelerating Crop Genetic Gain“. Dabei erforschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unter Federführung der JLU in Kooperation mit der University of Queensland, der Hochschule Geisenheim sowie des Julius-Kühn-Institutes in Quedlinburg, wie sich die Produktivität von Nutzpflanzen im umweltverträglich steigern lässt – vor dem Hintergrund der Effekte des Klimawandels, einer wachsenden Weltbevölkerung und schrumpfenden landwirtschaftlichen Nutzflächen.

LOEWE-Start-Professuren richten sich an exzellente Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in einem frühen Stadium ihrer Karriere, die mit einer Ausstattung von bis zu zwei Millionen Euro für den Zeitraum von sechs Jahren für den Wissenschaftsstandort Hessen gewonnen oder hier gehalten werden.

Mehr zu LOEWE: https://wissenschaft.hessen.de/forschen/landesprogramm-loewe

Mehr zur Geisenheimer Rebenzüchtung: https://www.hs-geisenheim.de/rebenzuechtung/

Text: Hochschule Geisenheim

VDL-Hessen: 7. Absolventenfeier von Fachbereich 09 und VDL Landesverband Hessen e.V.

Foto: Anna Stövesand

Nach 3 Jahren Pause fand am 16. Juni 2023 die 7. Absolventenfeier von Fachbereich 09 und VDL Landesverband Hessen e.V. am Fachbereich Agrarwissenschaften, Ökotrophologie und Umweltmanagement (Fachbereich 09) der Justus-Liebig-Universität Gießen als ebenfalls siebte gemeinsame statt. Über 80 Absolventinnen und Absolventen aller Studiengänge des Fachbereichs nutzten den Abend und waren gemeinsam mit Familien und Freunden in die Aula des Uni-Hauptgebäudes gekommen, um ihre erfolgreichen Bachelor- und Masterabschlüsse gebührend und festlich zu feiern.

Die Fachschaft des Fachbereichs 09 hatte ein vielseitiges Programm mit Poetry Slam, musikalischen Darbietungen und Grußworten zusammengestellt.
Auch Prof. Dr. Klaus Eder, Dekan des Fachbereichs 09, gratulierte den Absolventinnen und Absolventen zu ihren erfolgreich abgeschlossenen Prüfungen.

Nach den offiziellen Programmpunkten ging der Abend bei kulinarischen Köstlichkeiten und Getränke weiter. Gemeinsame Erinnerungsfotos konnten in einer Fotobox gemacht werden.

Text: Tobias Grabner

 

 

VDL-Hessen: Parlamentarischer Abend am 24. Mai 2023

Foto: VDL-Hessen

Zum diesjährigen Parlamentarischen Abend des VDL Landesverbandes Hessen e.V. konnte dessen Landesvorsitzender und Präsident des VDL-Bundesverbandes e.V., Markus W. Ebel-Waldmann, am 24. Mai 2023 im Ratskeller in Wiesbaden die Hessische Staatsministerin für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Priska Hinz, sowie 10 Abgeordnete aller im Hessischen Landtag vertretenen Fraktionen (CDU, Bündnis 90/Die Grünen, SPD, AfD, FDP und DIE LINKE) begrüßen.

Zu den Ehrengästen zählte auch der Generalsekretär des Hessischen Bauernverbandes e.V., Hans-Georg Paulus und eine Delegation aus Forschung, Lehre und Studium des Fachbereichs 09 Agrarwissenschaften, Ökotrophologie und Umweltmanagement der Justus-Liebig-Universität Gießen.

In seiner Rede ließ Markus W. Ebel-Waldmann die letzten Jahre Revue passieren und dankte Frau Ministerin Priska Hinz für die langjährige vertrauensvolle Zusammenarbeit. Er hob mit Bedauern hervor, dass Ministerin Hinz bereits vor Monaten angekündigt hatte, bei den am 8. Oktober 2023 stattfindenden Wahlen nicht erneut antreten zu wollen und wünschte der Ministerin alles Gute für die Zeit nach dem Ausscheiden aus der Politik. Als kleiner Dank von Seiten des Landesverbandes überreichte Markus W. Ebel-Waldmann im Rahmen der Veranstaltung ein Weinpräsent an die scheidende Ministerin.

Frau Ministerin Hinz bedankte sich für das Präsent und betonte in ihrer Rede die Herausforderungen der vergangenen zwei Legislaturperioden in ihrem Hause. Als Reaktion auf den drohenden Fachkräftemangel in den Agrarverwaltungen begann bereits 2019 die neue verwaltungsübergreifende Personalqualifizierung für Fach- und Führungskräfte im Agrarbereich (kurz: VPQ-Agrar). Ministerin Prinz erläuterte in diesem Zusammenhang, dass sich ihr Ministerium seit Übernahme der Amtsgeschäfte durch sie im Jahr 2014 stark verjüngt habe. Einen großen Dank von Seiten der Ministerin galt darüber hinaus den Agrarverwaltungen der Kreise und kreisfreien Städte, welche zur Beratung der Landwirtinnen und Landwirte, kurz vor dem Ablauf der Abgabefrist des Gemeinsamen Antrages am 15.05.2023, nicht selten auch abends oder am Wochenende arbeiteten, um beratend zur Seite zu stehen. Den Blick auf die Studierenden gerichtet, hob sie die Chancen und Möglichkeiten der öffentlichen Verwaltung hervor und dass diese nicht weniger attraktiv sei als die Privatwirtschaft.

Im weiteren Verlauf der Veranstaltung hatten die agrarpolitischen Vertreterinnen und Vertreter der im Landtag sitzenden Parteien die Möglichkeit, einige Schwerpunkte und Positionen ihrer Partei darzulegen und etwaige Ziele für die kommende Legislaturperiode zu formulieren. Dies bot Raum für angeregte und ergebnisorientierte Diskussionen während des anschließenden Abendessens, bei dem die Positionen und Ideen der verschiedenen Parteien offen diskutiert werden konnten.

Text: Philipp Schupp