VDL-Bayern: Genusserlebnis in besonderem Ambiente

Fotos: VDL-Landesgruppe Bayern

In Vergleich zu den 6-8 Jahren, die ein Edelbrand bei Sommelier Andreas Franzl im Demion reift, sind die zwei Monate, die Prof. Anton Mangstl auf seinen Gewinn aus der Stammtischfrage vom April wartete, ein recht überschaubarer Zeitraum. Am 1. Juli 2022 war es dann endlich soweit: Andreas Franzl öffnete in seinem Refugium Hof Oberkorb im Kreis Erding seine Schatzkammer und entführte seine Gäste in eine ganz eigene Welt der Düfte und des Geschmacks. Unverwechselbare Edelbrände aus alten vergessenen Obstsorten von seinen eigenen und lokalen Streuobstbäumen lagern hier und warten auf ihre Abfüllung. Darunter auch die Hausbirne, die Andreas Franzl für den Gewinner gesponsort hat.

Etwa 1.000 Flaschen brennt Franzl im Jahr.
Begonnen hat alles vor 30 Jahren, als er darüber grübelte, wie man das in großen Mengen auf dem Hof anfallende Streuobst anders verwerten kann als es zu verschenken. Eine Begegnung mit einem Hobby-Brenner setzte den Zündfunken.

Seitdem ist das Obstbrennen zu seiner Leidenschaft geworden. Hausbirne, Hausapfel, Roter Boskoop, Schweizer Glockenapfel, Virginischer Rosenapfel, Schönberger Zwetschke, Weichsel, Mispel, Kriacherl, gelbe Wildpflaume, Waldholundere, Schlehe, Vogelbeere und vieles mehr findet im Herbst den Weg in Franzls Destillieranlage. Es sind einige Tonnen, die in der kupfernen Anlage zu exquisiten Köstlichkeiten destilliert werden. Wer sie einmal probiert hat, wird zugeben müssen: Destillieren ist eine Kunst!

Davon konnte sich auch VDL-Landesgruppen-Vorsitzender Dr. Wolfgang Filter überzeugen, der sich die Gelegenheit nicht entgehen ließ, den Weltklasse-Brenner persönlich kennen zu lernen. Über Jahrzehnte hat sich Franzl 2018 die höchste internationale Klassifizierung als „Distillery oft the year“ erarbeitet, die 2014, 2016 und 2020 noch eine Ergänzung im Staatehrenpreis des Freistaats Bayern fand.

Text: Dr. Filter

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