Rosen, Wasser und Hitze – Der VDL auf der Bundesgartenschau in Heilbronn 2019

Eine Gruppe hitzeresistenter VDL-Mitglieder traf sich am heißesten Tag Ende Juni am Eingang zur Bundesgartenschau 2019 in Heilbronn. Unsere Gartenschauführerin, Frau Stark, lotste uns von Schatten zu Schatten. Dieser war durchaus spärlich, da die jungen Bäume, die für die BUGA gepflanzt worden waren, noch nicht den breiten Schattenwurf erzeugten. Frau Stark konnte uns einen guten Überblick über die verschiedenen Bereiche der BUGA beschaffen und uns die mühevolle Entstehung dieser BUGA, die zwischen Eisenbahn und Industrie am Neckar angesiedelt ist, erklären.

Das Besondere ist darin zu sehen, das zum ersten Mal in eine Gartenschau eine völlig neue Wohnsiedlung integriert wurde (Stadtquartier Neckarbogen), die sehr individuell gestaltet wurde. Vom Seniorenheim bis zur Jugendherberge , vom Kindergarten bis zum höchsten Holzhaus in Deutschland (10 Stockwerke, 34 m hoch), von der Sozialwohnung bis zur individuell gestalteten Wohnung in einem Mehrfamilienhaus, alles ist hier zu finden. Die an jeder Wohneinheit befindlichen Dachgärten gehören nicht zu einem Penthouse, sondern sind allen Bewohnern dort zum Entspannen und Erholen zugänglich.

Über eine Million Blumenzwiebeln, hunderttausend Stauden und 6 000 Bäume wurden auf der BUGA gepflanzt, die sich dem Neckarufer entlang zieht. Auch der Neckar ist in besonderem Maße in die BUGA integriert, denn wenn man ans Ende der Gartenschau kommt, kann man gemütlich mittels Schiff wieder an den Anfang/Ausgang zurückfahren, 600 000 m³ Erde wurden beim Bau der BUGA bewegt und beim Ausbaggern eines nach dem Krieg (Heilbronn wurde zu 80% zerstört) mit Schutt zugeschütteten kleinen Sees wurde u.a. 13 Tonnen Schrott – darunter auch Kampfmittel – geborgen. In diesem See findet stündlich eine riesige und beeindruckende Wasserfontänenshow statt, die insgesamt – so die Aussage unserer Führerin – über 1,2 Mio. Euro kosten wird.

Die große Kletterwand, Kinderspielplätze, phantastische Holzpavillons, unterschiedlichste Gartenanlagen, der sehr schön gestaltete landwirtschaftliche Teil und vieles mehr konnten wir bei unserer Führung in Augenschein nehmen. Ans Mittagessen anschließend konnten dann alle Teilnehmer individuell noch ihre privaten „Hotspots“ ansteuern. Der Besuch der BUGA lohnt sich! Und es ist ja nicht jeder Tag auf der BUGA so heiß.

Autor und Fotos: Hermann Wiest

 

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