„Wir wollen neutral und objektiv kommunizieren!“ – Grüne Runde in Bonn beim BZL

Zwei Jahre gibt es jetzt das BZL. Dieses Kürzel steht für Bundesinformationszentrum Landwirtschaft, das am 1. Februar 2017 gegründet wurde. Es entstand durch die Integration des ehemaligen aid infodienst e. V. in die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE). Unter einem Dach ist seither die Erfahrung beider Institutionen gebündelt. Um Einblick in die Arbeit des BZL zu bekommen, luden die VDAJ-Landesgruppe Bonn und der VDL-Landesverband NRW am 12. Februar zur Grünen Runde in die BLE nach Bonn ein.

 

Konnten sich über eine gelungene Veranstaltung freuen (v.l.n.r.): Maximilian Jatzlau, Geschäftsführer des VDL-Landesverbandes NRW, Britta Ziegler, Referatsleiterin Redaktion Landwirtschaft im BZL, BZL-Leiter Frank Lenz, Prof. Dr. Katharina Seuser, Vorsitzende der VDAJ-Landesgruppe Bonn und BLE-Präsident Dr. Hanns-Christoph Eiden. (Fotos: Dr. Elisabeth Legge)

 

„Ziel des BZL ist es, ein besseres Verständnis für eine zukunftsfähige Landwirtschaft zu schaffen und einen Beitrag zum gesellschaftlichen Dialog über Landwirtschaft zu leisten. Daher wurde es vor zwei Jahren gegründet“, erläuterte Frank Lenz, der Leiter des BZL. Auf die Fahnen geschrieben hat sich die Institution dabei, neutral und objektiv zu informieren. Die unterschiedlichen Zielgruppen werden hierbei bedient: Fachleute, wie Landwirte, Gärtner, Winzer,aber auch Marktakteure und Verbände sowie Organisationen. Dabei befasst sich das BZL mit der Erhebung, Aufbereitung und Vermittlung von Daten und Informationen rund um das Thema Landwirtschaft. „Unser Spektrum reicht von Printpublikationen über Onlinedienste und Öffentlichkeitsarbeit bis hin zu Marktinformationen und Statistik“, so Lenz.

Für Fachleute hält das BZL Erkenntnisse aus der Agrarforschung und Ergebnisse aus Modellvorhaben bereit, die mithilfe von BLE-Projekten ermittelt werden. Sie erhalten einen Überblick über neue Methoden, Techniken und aktuelle Themen, werden aber auch über rechtliche Änderungen und ihre Auswirkungen informiert. „Wichtig ist uns, dass die Informationen noch praxisnäher aufbereitet werden und die Ergebnisse der angewandten Forschung interessanter dargestellt werden“, bezeichnete Lenz eines der wichtigsten Ziele der Arbeit des BZL. Neuerdings bietet das BZL auch Webinare an, zum Beispiel ein Webinar für Existenzgründer.

 

Viele waren gekommen. Auf großes Interesse stieß die Grüne Runde beim BZL. (Foto: Dr. Elisabeth Legge)

 

Eine weitere Aufgabedes BZL ist es, Verbraucher über Landwirtschaft zu informieren. Für sie hält das BZL eine Reihe von Broschüren („Pockets“) rund um landwirtschaftliche Themen bereit, informiert auf Youtube, bietet verschiedene Apps an und ist auch auf Messen vertreten. „Unser Ziel ist es, möglichst viele Verbraucher zu erreichen, da das Wissen über Landwirtschaft einfach sehr gering ist“, erläutert Lenz. Die Verbraucher sollen eine realistische Vorstellung der heutigen Landwirtschaft erhalten, damit sie die Zusammenhänge von Landwirtschaft, aber auch Lebensmittelerzeugung und Umwelteinflüssen verstehen können. Derzeit arbeitet das BZL daran, die Reichweite der Verbrauchermedien zu erhöhen, mehr mit Videos und Bildern zu kommunizieren und die Geschichten und Menschen zu den Informationen zu zeigen. Außerdem sollen Journalisten und andere Multiplikatoren für Verbraucher vermehrt angesprochen werden. Seine Aktivitäten in Richtung von Schulen und außerschulischen Lernorten, wie dem Bauernhof oder Schulgarten, will das BZL verstärken. Zahlreiches Bildungsmaterial ist deshalb entstanden. Die Vernetzung mit den Landesbildungsservern und dem Didacta Verband sind deshalb wichtige Aufgaben. Weiter vorantreiben will das BZL seine Social Media-Aktivitäten. Bislang ist es nur auf Twitter unterwegs. Dafür sollen auch SocialMedia-Experten angestellt werden.

Was die aktuellen Schwerpunkte der Arbeit des BZL angeht, so stehen in diesem Jahr die Themen Tierwohl, Digitalisierung, Pflanzenschutz und Düngung auf dem Programm.Für die Zukunft hat sich das BZL nach Aussagen seines Leiters eine Menge vorgenommen. „Wichtig ist es, wahrgenommen zu werden und dafür wollen und müssen wir das BZL noch bekannter machen“, so Lenz.

Autorin: Dr. Elisabeth Legge

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