Geisenheimer erstellen erste globale Studie zu Corona – ProWein Business Report

Bereits zum vierten Mal hat das Institut für Wein- und Getränkewirtschaft der Hochschule Geisenheim im Auftrag der ProWein Experten der gesamten Wertschöpfungskette der Weinbranche aus 49 Ländern befragt. Aus Anlass der globalen Pandemie stand die Befragung Ende 2020 ganz im Zeichen der Auswirkungen von Covid-19 auf die globale Weinbranche.

Der aktuelle ProWein Business Report ist die weltweit erste Untersuchung, die die globalen Auswirkungen von Covid-19 auf die verschiedenen Bereiche des Weinsektors quantifiziert und die Erwartungen für die notwendige zukünftige Ausrichtung der Weinbranche misst. Die außerordentliche Bedeutung des Themas Covid-19 für die Weinbranche zeigt sich an der sehr hohen Beteiligungsquote der internationalen Experten, die sich im Vergleich zu den Vorjahren auf fast 3.500 Teilnehmer verdoppelt hat. Jeder in der Branche hat ein hohes Interesse, die erfahrenen Auswirkungen auf seinen Betrieb mit anderen zu vergleichen. Gleichzeitig suchen alle Unternehmen nach Anhaltspunkten für möglichen Strategien und Auswege aus der Krise.

Eine Vielzahl internationaler Medien hat über die Ergebnisse berichtet: The Drinks Business, Indian Wine Academy, About Drinks, Wine Industry Advisor, Meininger Weinwirtschaft und Gastronomie.de. In den Ergebnissen wird deutlich, dass Deutschland im Vergleich zu den stark exportorientierten Weinproduktionsländern insgesamt noch „mit einem blauen Auge“ davongekommen ist. Die starke inländische Verbraucherbasis und der Tourismus im eigenen Land haben den Konsum von deutschem Wein beflügelt. Dennoch hat auch in Deutschland eine Verschiebung des Weinabsatzes zu den großen, den LEH beliefernden Kellereien stattgefunden und viele deutsche Weinproduzenten leiden nach wie vor unter der Schließung der Absatzkanäle Gastronomie, Export, Airlines, Duty-Free, Weinmessen und Weinfesten.

Die Pandemie wird auch über die nächsten Jahre starke Auswirkungen auf den deutschen und internationalen Weinsektor haben. Das Institut für Wein- und Getränkewirtschaft wird weiterhin zu diesem wichtigen Thema forschen.

 

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