Interaktive Grüne Runde im Gespräch mit dem Agrarattaché in der Ukraine – vom Acker bis nach Addis Abeba –

Am 3. März 2021 verband die digitale Grüne Runde des VDL-Landesverband NRW die VDL-Mitglieder aus nah und fern zum Austausch mit dem Agrarattaché an der Deutschen Botschaft der Ukraine, Frank Müller. Frank Müller, langjähriges VDL-Mitglied, ist seit August 2020 Referent für Ernährung und Landwirtschaft in Kiew. Als Agrarattaché bildet er dort die Schnittstelle zwischen deutschen und ukrainischen Akteuren im Agrarsektor. Zusätzlich steht er im regelmäßigen Austausch mit weiteren ausländischen Vertretern in der Ukraine und EU-Mitgliedsländern.

Teilnehmende an der Interaktiven Grünen Runde des VDL-Landesverband NRW mit VDL-Mitglied und Agrarattaché an der Deutschen Botschaft in der Ukraine, Frank Müller. (Foto: VDL-LV NRW)

Das Interesse der Teilnehmer:innen war groß an dem Themenfeld, in einem Land, das als Kornkammer Europas bekannt ist. Es bot sich uns ein vielfältiger Einblick in die politische, administrative und landwirtschaftliche Ebene sowie den Hürden eines  Berufsstartes im Corona-Jahr. Speziell die Öffnung des Ukrainischen Bodenmarktes im Jahr 2020 – ein seit vielen Jahren politisch stark diskutiertes Thema – stieß auch bei den Teilnehmer:innen der Grünen Runde auf reges Interesse. Das neue Gesetzt erlaubt es nun Ukrainern Ackerland zu kaufen und zu verkaufen. Ausländische Investoren werden dabei allerdings bisher noch nicht berücksichtigt. Ob in Zukunft auch Nichtukrainer Zugang zum Bodenmarkt erhalten sollen, entscheidet sich im Juni. Weitere Themen der Fragerunde waren unter anderem die Schwierigkeiten des direkten Kontaktes zur praktischen Landwirtschaft durch die Corona-Pandemie, der Nachwuchsmangel in Berufen mit landwirtschaftlichem Kontext und die höhere Wertschätzung der Landwirtschaft als ein wichtiger Wirtschaftszweig innerhalb der ukrainischen Bevölkerung.

Für die jüngeren Zuhörer bot sich zudem die Möglichkeit, mehr über den Berufseinstieg und Praktikumsmöglichkeiten in politische Ämter innerhalb der EU zu erfahren.

Wir möchten uns an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich bei Frank Müller für seine Zeit und Offenheit bedanken und hoffen, dass wir ihn bald einmal wieder hier bei uns in NRW begrüßen dürfen.

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