VDL fordert Bereinigung bei Agrar-Studiengängen

„Wir brauchen eine Bereinigung des Wildwuchses bei den agrarwissenschaftlich ausgerichteten Bachelor- und Masterstudiengängen“ fordert Markus W. Ebel-Waldmann, Präsident des Berufsverbandes Agrar, Ernährung, Umwelt e.V. (VDL) anlässlich der Hochschultagung „Agrarstudium im Praxischeck“, die der VDL gemeinsam mit dem Deutschen Bauernverband (DBV), dem Bundesverband Landwirtschaftlicher Fachbildung (vlf), dem Bundesverband der Hochschulabsolventen/Ingenieure Gartenbau und Landschaftsarchitektur (BHGL) und dem Verband der Landwirtschaftskammern (VLK) veranstaltet hat.

Die Universitäten und Hochschulen versuchen sich zunehmend durch die Entwicklung neuer Studiengängen zu profilieren. Mittlerweile gebe es bereits eine unüberschaubare Anzahl an Studiengängen, die weder von Studierenden noch Arbeitgebern zu überblicken sei. Die Studiengänge werden teilweise auch so sehr auf ein Spezialgebiet ausgerichtet, so dass nicht immer erkennbar sei, was die Absolventen nach dem Studium damit auf dem Arbeitsmarkt anfangen sollen, beklagt Ebel-Waldmann. Er sieht jedoch auch die angewandten Wissenschaften wie die Agrarwissenschaft einem erhöhten Druck vor allem innerhalb der Universitäten ausgesetzt. Viele Universitäten orientieren sich stark in Richtung Grundlagenwissenschaften.

Die VDL-Bundesgeschäftsführerin Dr. Astrid Kubatsch sieht darüber hinaus kritisch, dass oftmals das Praktikum während des Agrarstudiums nicht Pflicht ist. Es könne nicht sein, dass Absolventen auf den Arbeitsmarkt entlassen werden, die überhaupt keine praktischen Erfahrungen haben. Daher mache sich der VDL seit Jahren in Akkreditierungsverfahren für das Praktikum stark.

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