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Fachexkursion zur igs Hamburg

Die Landesverbände Hannover, Hamburg und Ost des VDL sowie Ost des BHGL hatten am 7. September Mitglieder und Interessierte auf die Internationale Gartenschau (igs) nach Hamburg eingeladen. Teil des Fachprogramms der Exkursion war eine Führung mit dem Oberbauleiter der igs, Werner Preuß, der den Teilnehmer die gärtnerischen Lösungen der Schau näher brachte und erläuterte, welche Hindernisse die Planer der Schau überwinden mussten.

So sei der Gleyboden vor Ort nur schwer zu bearbeiten und häufig mit Altlasten wie Kampfmitteln und Schwermetallen belastet gewesen. Die ersten Arbeiten mit Motorsäge auf dem teils stark verbuschten späteren Schaugelände hätten zunächst zu viel Unmut in der Bevölkerung geführt. Ursprüngliche Pläne hätten immer wieder geändert werden müssen.

Preuß wies wiederholt auf die Nachnutzung des igs-Geländes hin. Letztlich habe man einen öffentlichen Stadtpark für den Stadtteil Wilhelmsburg gebaut und das in den Planungen mit öffentlicher Infrastruktur von Anfang an berücksichtigt. So sei dem Sportbereich besondere Bedeutung beigemessen worden. Zudem sollten Flutlichtanlagen mit Kaltstartlampen für eine höhere Sicherheit sorgen. Öffentliche Toiletten werden außerdem den Wert der Anlage künftig steigern.

Der Pflegebedarf der Grün- und Freizeitanlagen soll später möglichst niedrig ausfallen. Deshalb habe man darauf geachtet, dass der Hochseilgarten nicht an lebenden Bäumen (mit fortgesetztem Dickenwachstum), sondern an extra in den Boden gerammten Pfählen befestigt ist. Die Blumenwiesen sind bewusst mit mehrjährigen Pflanzen besetzt, die zuvor bereits in Wilhelmsburg etabliert waren.

Dr. Michael Marret-Fossen vom GaLaBau-Verband Hamburg sprach von einem „wahren Segen“, der die igs für die eher mittelständischen Branche des Garten- und Landschaftsbaus vor Ort gewesen sei. Man habe die Verluste des eigentlich sehr schlechten Winters 2013 mindestens ausgleichen können. Zudem werden Folgeaufträge vor allem im Bereich der Bauten der Internationalen Bauausstellung (iba) erwartet.

Die igs fand von April bis Oktober 2013 zusammen mit der iba auf der Elbinsel Wilhelmsburg statt. Auf ca. 100 Hektar wurde mit einem Investitionsvolumen von 70 Millionen Euro das Motto „In 80 Gärten um die Welt“ umgesetzt. Über eine Millionen Besucher verzeichneten die Veranstalter, deutlich weniger, als die Initiatoren prognostiziert hatten.

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