Online Weinprobe mit Peter Jung – Schmeckt oder schmeckt nicht, das war hier die Frage

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RÜCKBLICK

Am Abend des 21. September 2021 fanden sich bundesweit VDL-Mitglieder aus allen Sparten mit Freunden und Familie vor den Bildschirmen zusammen, um gemeinsam in die Geschmackswelt der Weine einzutauchen. Getreu dem Titel „Rhoihesse meets Ländle“ konnten die Teilnehmer dabei regionale Unterschiede im Weinbau mit den eigenen Sinnen erfahren und lernen bei welcher Sorte man die Bodenart durchschmecken kann und welcher Wein nichts für Personen ist, die keine grüne Paprika mögen.
Insgesamt sechs verschiedene Weine hat unser VDL Vizepräsidente und Winzer Peter Jung den TeilnehmerInnen in einem Probierpaket zusammengestellt, sowohl vom Weingut Jung, als auch von der Remstallkellerei eG . Vom Prosecco über den Muskateller bis hin zum Rosé führte Peter Jung die Runde in lockerer Atmosphäre und mit viel Detailwissen rund um die Fragen der 45 Teilnehmer sehr unterhaltsam bis in den späten Abend.
Auch wenn sich alle Weinverkoster einig waren, dass sie lieber gemeinsam an einem großen Tisch gesessen hätten, konnte die gemütliche Stimmung in den Wohnzimmern mit allen geteilt werden. Die Young Professionals des VDL bedanken sich herzlich bei Peter Jung und allen Teilnehmern für diesen tollen Abend!

Valerie Kersting

Drei ertragreiche Arbeitstage liegen hinter uns (vlnr: Lioba Kumpf, Dozentin, Dr. Annette Pfordt, Gustav Wehner, Peet Gaumann, Ruth Franken, Dr Juhl Jörgensen, Christian Riede, Eberhard Köhler, René Borresch). Foto: Pfordt

Change Management – digital, analog oder hybrid?

Drei ertragreiche Arbeitstage liegen hinter uns (vlnr: Lioba Kumpf, Dozentin, Dr. Annette Pfordt, Gustav Wehner, Peet Gaumann, Ruth Franken, Dr Juhl Jörgensen, Christian Riede, Eberhard Köhler, René Borresch). Foto: Pfordt

RÜCKBLICK

Change bedeutet Veränderung und diese ist infolge der Corona-Pandemie dringend erforderlich – auch für das Verbandsgeschehen im VDL. So trafen sich acht Vorstandsmitglieder aus zwei Landesverbänden in der dbb-akademie, um im diesjährigen VDL-Seminar vom 05.-07.09.2021 die Grundlagen des Change Managements kennenzulernen.

Wir begannen damit, in einem ersten Schritt den Veränderungsbedarf zu konkretisieren, wobei wir das Thema Digitalisierung zunächst hintanstellen wollten. Und standen dann im Seminarraum vor einem riesigen Bildschirm. Dieser „Weframe“ ist im XXL-Format Touchscreen, Bildschirm und Computer in einem und kann alles, was eine Pinwand kann und noch viel mehr. Aber dazu muss man auch wissen, wie man damit umgeht. Wie gut, dass wir Digital Natives unter uns hatten!

Digitalisierung in XXL-Format – der Weframe ist ein tolles Instrument! (Foto: Jörgensen)

Inhaltlich hatten wir schnell fixiert, dass der wichtigste Auslöser für Veränderungsbedarf die stagnierenden Mitgliederzahlen sind, die nicht erst seit dem Beginn der Corona-Pandemie Sorgen bereiten. Zu den vielschichtigen Ursachen gehören fundamentale Veränderungen in den Rahmenbedingungen der Arbeitswelt, aber auch große Unterschiede zwischen den Generationen, die im VDL vereint sind. Eine Kernfrage ist damit, welche Ansprüche diese unterschiedlichen Zielgruppen an den Berufsverband stellen und welche Veränderungen in der Verbandsarbeit wir dafür auf den Weg bringen müssen.

Dazu bekamen wir erst einmal von unserer Dozentin Lioba Kumpf eine Einführung in die Grundlagen des Change Managements. Der erste Blick galt den Rahmenbedingungen, die unter dem Schlagwort „VUKA-Welt“ daherkommen:

  • Volatilität: Was gestern noch richtig war, kann schon morgen vollkommen überholt sein.
  • Ungewissheit: Die Zukunft ist ungewiss und wenig planbar.
  • Komplexität: Die schiere Menge an Informationen und mehr noch die systemischen Zusammenhänge überfordern den Einzelnen zunehmend. Einfache Lösungen gibt es nicht.
  • Ambiguität: alles ist mehrdeutig, es gibt keine absoluten Wahrheiten

Ein Festhalten an überkommenen Einstellungen und Organisationsmustern bietet in der VUKA-Welt wenig Aussicht auf langfristiges Überleben als Institution Berufsverband. „Schema F“ hat sich überholt und auch ein Plan B reicht nicht mehr, es braucht auch noch C und D. Damit ist Change schon per se unausweichlich und wir landen bei der Frage, wie Change zu managen ist. Ein Standardmodell des Change Managements ist das House of Change des schwedischen Psychologen Claes F. Janssen, mit dem Veränderungsprozesse strukturiert beschrieben werden. Es besteht aus vier Haupträumen mit ein paar architektonischen Besonderheiten.

  1. Im Raum der Zufriedenheit herrscht der Status quo, die Mehrheit wähnt sich in der Komfortzone und chillt auf dem Sonnenbalkon. Nur wenige Bewohner erkennen, dass sich Veränderungsdruck aufbaut, sie schlagen Alarm.
  2. Im Raum der Ablehnung ist die Verärgerung über die Vertreibung aus dem Paradies groß. Die Notwendigkeit wird nicht gesehen, einige gehen aus diesem Raum nicht vorwärts, sondern direkt in das Verweigerungsverlies. Aber langsam wächst die Einsicht in das Unvermeidliche.
  3. Im Raum der Verwirrung ist zunächst nicht klar, wo es lang geht und wie die anstehende Veränderung umzusetzen ist. Kollegen mit Schockstarre-Symptomen sammeln sich im Paralyseloch. Andere versuchen es mit dem Fluchttunnel, der führt aber nirgendwo hin.
  4. Schließlich haben sich die Einsichtigen und die Willigen sortiert und fangen an, die Veränderung zu organisieren. Hat die Umsetzung funktioniert, finden sich die Belegschaft im Raum der Erneuerung wieder, der sich im Laufe der Zeit wieder in einen Raum der Zufriedenheit weiterentwickelt. Bis die nächste Veränderung ansteht . . .

Wenn die Veränderung gelingen soll, müssen die Betroffenen zu Beteiligten gemacht und auf dem Weg mitgenommen werden. Wie das funktioniert, probierten wir in zwei Arbeitsgruppen an praktischen Beispielen aus dem VDL-Alltag aus. Mit der Auswertung der Ergebnisse erstellten wir gleichzeitig einen exemplarischen Fahrplan für die Organisation von Veränderungsprozessen, der sich wie folgt darstellt:

  1. Raum der Zufriedenheit: Herausforderung benennen, Veränderungsvorschlag ausarbeiten, Mitstreiter und Multiplikatoren suchen, Kommunikationswege festlegen und Vorteile aufzeigen
  2. Raum der Ablehnung: Emotionen, Ängste, Vorbehalte ernst nehmen, Historie berücksichtigen, das Alte nicht über Bord werfen, sondern würdigen und wertschätzen,
  3. Raum der Verwirrung: Rahmenbedingungen schaffen, Hilfestellung anbieten, Raum zum Ausprobieren geben, Feedback einholen, Sicherheit vermitteln
  4. Raum der Erneuerung: Veränderungen und Erfolge sichern, Erreichtes feiern, sich belohnen, Freiräume schaffen

Übersetzt auf unseren Berufsverband bedeutet das, dass die ganze Organisation sich selbst auf den Prüfstand stellen muss. Die Erwartungen der Mitglieder und die Möglichkeiten des Ehrenamts müssen den Mittelpunkt der Organisationsentwicklung bilden. Dabei ist transparente Kommunikation und ein wertschätzender Umgang miteinander von zentraler Bedeutung. Der erste Schritt ist mit diesem Seminar getan, die eigentliche Arbeit beginnt jetzt erst.

Ruth Franken

Studieninfotag digital: Hochschule Geisenheim stellt ihr Studienangebot am 12. November 2021 online vor

Mit einem Klick erhalten Studieninteressierte beim „Studieninfotag digital“ der Hochschule Geisenheim am 12. November 2021 Einblick in das Studium an der staatlichen Hochschule im Rheingau. Zwischen 16:00 und 19:00 Uhr stellen die Studiengangleiterinnen und -leiter die Bachelor-Studiengänge Gartenbau, Getränketechnologie, Internationale Weinwirtschaft, Landschaftsarchitektur, Lebensmittellogistik und -management, Lebensmittelsicherheit sowie Weinbau und Oenologie vor. Die Interessierten können im direkten Austausch ihre Fragen zu Voraussetzungen, Studienschwerpunkten und Berufsaussichten stellen. Dabei sind auch Studierende und Ehemalige eingebunden, die aus erster Hand von ihren Erfahrungen berichten. Das Studierendenbüro berät parallel zum Thema Einschreibung, der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) verrät, was das Studierendenleben neben Vorlesungen und Praktika noch bereithält.
Die Hochschule Geisenheim plant, den Studieninfotag im Herbst künftig immer online durchzuführen; unabhängig von der Coronasituation. So sollen auch Interessierte, die nicht im direkten Einzugsgebiet der Hochschule wohnen, Gelegenheit erhalten, sich umfassend und niedrigschwellig über die Geisenheimer Studiengänge rund um Pflanzen, Natur, Lebensmittel, Getränke und Wein zu informieren. Der Studieninfotag im Frühjahr soll 2022 wieder in Präsenz stattfinden und Interessierten ermöglichen, den Campus live und in Farbe zu entdecken.
Übrigens: Für die Teilnahme am „Studieninfotag digital“ am 12. November 2021 ist eine Anmeldung oder Registrierung nicht notwendig. Weitere Informationen unter www.hs-geisenheim.de/studieninfotag-digital.

Uni Gießen und Hohenheim: Internationales Promotionsprogramm nimmt nachhaltige Ernährungssysteme in den Blick

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International PhD Program in Agricultural Economics, Bioeconomy and Sustainable Food Systems der Universitäten Gießen und Hohenheim – DAAD fördert Stipendienproramm für weitere acht Jahre

Erkenntnisse aus der Agrarökonomie und Bioökonomie spielen eine wichtige Rolle, um die globalen Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals, SDG) der Vereinten Nationen zu erreichen. Eine große Bedeutung kommt außerdem nachhaltigen Ernährungssystemen zu, die mit dem Wissen um die globalen sozial-ökologischen Zusammenhänge gestaltet sein müssen. Damit nachhaltige Problemlösungen im Agrar- und Ernährungsbereich umgesetzt werden können, ist eine wissenschaftsbasierte Ausbildung der Entscheidungsträgerinnen und -träger unabdingbar. Das International PhD Program in Agricultural Economics, Bioeconomy and Sustainable Food Systems (IPPAE) von Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) und Universität Hohenheim versetzt Fach- und Führungskräfte aus Entwicklungs- und Schwellenländern in die Lage, die Entwicklung des Agrar- und Ernährungssystems zukunftsorientiert zu unterstützen. Nach einer sehr erfolgreichen bisherigen Bilanz wird das gemeinsame internationale Promotionsprogramm der Universitäten Gießen und Hohenheim vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) für weitere acht Jahre gefördert.
Die Förderung erfolgt im Programm „Entwicklungsbezogene Postgraduiertenstudiengänge“ (EPOS) des DAAD. Für Stipendien der Promovierenden werden beiden Universitäten jeweils von 2022 bis 2030 über zwei Millionen Euro bereitgestellt; hinzu kommen rund 480.000 Euro für Betreuungsaufgaben.
Das Promotionsprogamm IPPAE ist darauf angelegt, das Potenzial des Agrarsektors für die Armutsbekämpfung und Ernährungssicherung besser auszuschöpfen, eine nachhaltigere Nutzung natürlicher Ressourcen zu erreichen und neue Möglichkeiten zu erschließen, die sich aus der globalen Entwicklung der Bioökonomie, das heißt des Umbaus auf biobasiertes Wirtschaften, ergeben. Prof. Dr. Martin Petrick, der das PhD-Programm an der JLU leitet, freut sich sehr, dass die Universitäten Gießen und Hohenheim jetzt erneut den Zuschlag erhalten haben. Die Förderung über den Zeitraum von weiteren acht Jahren biete den Verantwortlichen die nötige Planungssicherheit. Der Experte für Agrar-, Ernährungs- und Umweltpolitik erklärt: „Das Programm leistet einen nachhaltigen Beitrag zur akademischen Ausbildung künftiger Entscheidungsträgerinnen und -träger im Agrar- und Ernährungsbereich des Globalen Südens. Dabei setzen wir auch auf langfristige, persönliche Beziehungen.“
Prof. Dr. Regina Birner, Inhaberin des Lehrstuhls „Sozialer und institutioneller Wandel in der landwirtschaftlichen Entwicklung“ an der Universität Hohenheim, ergänzt: „In ihren Promotionsvorhaben erarbeiten die IPPAE Stipendiatinnen und -Stipendiaten innovative Lösungsansätze für die Herausforderungen des Agrar- und Ernährungssektors in ihren Herkunftsländern. Als Promotionsprogramm bietet IPPAE dabei zahlreiche Möglichkeiten für einen intensiven inhaltlichen und methodischen Austausch zwischen Stipendiatinnen und Stipendiaten und den Betreuenden.“
Das jetzt zur Förderung ausgewählte Promotionsprogramm baut auf den Erfahrungen und Erfolgen des bereits seit 1991 laufenden IPPAE-Programms auf. Die Schlüsselbereiche Agrarökonomie und Bioökonomie stehen weiterhin im Fokus; das Lehrangebot wird aber im Hinblick auf zukünftige Entwicklungen um die Komponente der nachhaltigen Ernährungssysteme erweitert. Das Konzept der Ernährungssysteme nimmt dabei die gesamte Wertschöpfungskette in den Blick, von klimafreundlicher Produktion über gesunde Ernährung bis zur Entwicklung innovativer Lösungen für Governance-Probleme und Schaffung von geeigneten politischen Rahmenbedingungen. Vor dem Hintergrund des „Food Systems Summit“ der Vereinten Nationen wird die Ausbildung auf innovative, ganzheitliche Konzepte ausgerichtet. Damit leistet das Programm einen Beitrag zur Erreichung zahlreicher SDGs: Im Mittelpunkt stehen die Ziele 1 (keine Armut), 2 (kein Hunger), 3 (Gesundheit und Wohlergehen), 4 (Hochwertige Bildung), 5 (Geschlechtergleichheit), 6 (Sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen), 7 (bezahlbare und saubere Energien), 10 (weniger Ungleichheiten), 12 (nachhaltiger Konsum und Produktion), 13 (Maßnahmen zum Klimaschutz), 14 und 15 (Leben unter Wasser und an Land) und 17 (Partnerschaften). An der JLU verzahnt sich IPPAE daher eng mit dem ebenfalls vom DAAD (im Programm „exceed – Hochschulexzellenz in der Entwicklungszusammenarbeit“) geförderten SDG Nexus Network, das am Zentrum für internationale Entwicklungs- und Umweltforschung (ZEU) angesiedelt ist.
Im Zeitraum von 1991 bis 2020 wurden im Programm IPPAE in Gießen 123 und in Hohenheim 102 Doktorandinnen und Doktoranden ausgebildet. Der überwiegende Anteil der Bewerberinnen und Bewerber kam aus Ländern in Afrika südlich der Sahara und Asien, wo der Agrarsektor eine Schlüsselrolle für die wirtschaftliche Entwicklung spielt. Der Anteil der Absolventinnen und Absolventen, die in ihr Herkunftsland zurückgekehrt sind, liegt mit 86 Prozent überdurchschnittlich hoch. Eine engmaschige Betreuung und Integration der Teilnehmenden in bestehende Arbeitsgruppen beider Hochschulen zeichnet das Programm aus. IPPAE wendet dabei die hochrangigen Standards des International Giessen Graduate Centre for the Life Sciences (GGL) bzw. der Hohenheimer Graduierten-Akademie an.

VDL-Fachtagung „Düngeverordnung und Nitratrichtlinie“

Foto: Stadt Baunatal

Am Montag, 10. Januar 2022, lädt der VDL Landesverband Hessen e.V. zu einer Fachtagung „Düngeverordnung und Nitratrichtlinie – eine unendliche Geschichte?“ im Rahmen der 74. Landwirtschaftlichen Woche Nordhessen 2022 in die Stadthalle Baunatal (bei Kassel) ein. Referent ist Dr. Jörg Hüther, Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Wiesbaden.
Die Veranstaltung beginnt um 13.30 Uhr. Alle VDL-Mitglieder und interessierte Gäste sind herzlich willkommen.

Absolventenbefragungen im Agrarbereich 2021 – Neue Studie des VDL-Bundesverbandes

Der VDL-Bundesverband – Berufsverband Agrar, Ernährung, Umwelt e.V. führte bereits mehrere bundesweite Absolventenbefragungen im Agrarbereich durch, zuletzt 2018, und deren Ergebnisse in der Branche jeweils mit großem Interesse wahrgenommen wurden.

2021 hat der VDL wieder eine aktuelle Studie beauftragt, die von Prof. Dr. J.-P. Loy von der Macke-Loy-Glauben GbR Markt- und Konsumforschung, Beratung, zusammen mit dem Lehrstuhl für Marktlehre am Institut für Agrarökonomie der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, wissenschaftlich bearbeitet und von der Landwirtschaftlichen Rentenbank finanziell gefördert wird. Die Ergebnisse werden im IV. Quartal 2021 erwartet.

Die diesjährige Studie soll überprüfen, wo die Absolventinnen und Absolventen nach ihrem Abschluss verbleiben, wie sie ihr Studium bewerten, ob und wo es Handlungsbedarf gibt und welche Unterschiede zu den vorigen Befragungen deutlich werden.

 

dbb-Seminar: „Change Management für die digitale Transformation“

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Der VDL-Bundesverband e.V. bietet in Kooperation mit der dbb akademie ein Seminar zum Thema „Change Management für die digitale Transformation“ an. Das Seminar ist vom 5.-7. September 2021 im dbb forum siebengebirge in Königswinter-Thomasberg als Präsenzveranstaltung geplant.

Lernziele:

Die Teilnehmer*innen

  • reflektieren den durch Corona induzierten Digitalisierungsschub und seine Auswirkungen auf die Verbandsorganisation
  • erarbeiten die Grundlagen des Change-Managements
  • entwickeln motivierende Kommunikationsstrategien im Veränderungsprozess
  • definieren Erfolgsfaktoren für nachhaltige Veränderungen
  • erarbeiten Konzepte zur praktischen Umsetzung in ihrer Verbandsorganisation

(Foto: Pixabay)

Veranstaltungsort:

Die dreitägige Veranstaltung findet im dbb forum siebengebirge, An der Herrenwiese 14, 53639 Königswinter-Thomasberg, statt.

Das Präsenzseminar wird unter den gebotenen Hygienemaßnahmen durchgeführt, welche ständig an die neuen Richtlinien angepasst werden.

Das Tagungs- und Seminarhotel liegt eingebettet in den Naturpark Siebengebirge am Fuße des Ölbergs und ist der ideale Ort, um fernab vom Alltag unter optimalen Arbeitsbedingungen etwas für die persönliche Weiterbildung zu tun.

Eine Anfahrtsbeschreibung finden Sie hier.

Teilnahmekosten:

Die Teilnahme kostet 146 €/Person.

Anmeldung:

Bitte beachten Sie die Buchungsbedingungen.

Hier finden Sie das Programm.

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, daher haben Mitglieder Vorrang.

Anmeldeschluss: 5. August 2021.

Anmeldung

Mehr drin in der R+V-AgrarPolice

Die R+V Versicherung hat die AgrarPolice auf den Prüfstand gestellt und an den Kundenbedürfnissen orientierend weiterentwickelt. Resultat ist die AgrarPolice (Bedingungswerk AGP0720), der „State of the art“ Rundum-Versicherungsschutz für die Landwirtschaft mit neuen Versicherungsbausteinen, Verbesserungen in den bestehenden Deckungen, hoher Flexibilität beim Zusammenstellen des Versicherungsschutzes sowie Variabilität bei den versicherbaren Gefahren und den Selbstbehalten.
In der Sachversicherung (Gebäude- und Inhaltsversicherung inkl. Betriebsunterbrechung (KBU)) können Gefahren jetzt unabhängig voneinander vereinbart und Selbstbehalte flexibel gewählt werden. Die R+V hat die Entschädigungsgrenzen für Gebäude und Inhalt angehoben und neue beitragsfreie Deckungserweiterungen integriert (z.B. versicherte Nebenbetriebe bis 100.000 EUR, Schmorschäden bis 5.000 EUR). Ein weiterer Vorteil: Die R+V verzichtet zukünftig auf die Leistungskürzung bei grob fahrlässiger Herbeiführung des Versicherungsfalls. Des Weiteren verzichtet R+V auf die Leistungskürzung bei grob fahrlässigen Obliegenheitsverletzungen bis zu einer Schadenhöhe von 20.000 EUR.
In der Haftpflichtversicherung hat die R+V beitragsfreie Bedingungs-/Deckungsverbesserungen eingeführt. Dazu zählen Feuerwehreinsätze bei Betriebsstoffverlust aus Kraftfahrzeugen und Obhutsschäden an Reitsätteln. Zudem können Kunden ihren Versicherungsschutz um Risiken wie Produktvermögensschäden oder Schäden durch gentechnisch veränderte Organismen (GVO) ergänzen.
Smart-Farming, Drohnen, Melkroboter – Landwirte sind längst nicht mehr nur Wind und Wetter ausgesetzt, sondern auch Cyber-Gefahren. Ohne IT geht auf dem Acker und im Stall gar nichts mehr. Und wenn der Landwirt eine täuschend echt aussehende E-Mail mit einer Erpressungssoftware öffnet, können die EDV, die Biogasanlage oder der Melkroboter plötzlich stillstehen. Deshalb hat die R+V die runderneuerte AgrarPolice jetzt um den Baustein Cyber-Schutz erweitert. Dieser sorgt für Sofort-Hilfe durch IT-Spezialisten – und somit für eine möglichst schnelle Rückkehr zur Normalität im Betrieb.
Neben der Cyber-Deckung, beinhaltet die AgrarPolice als weiteren neuen Baustein die D&O Versicherung, die Geschäftsführer, Vorstände oder Mitglieder eines Kontrollorgans vor Schadenersatzansprüchen bei Fehlentscheidungen schützt. Ebenfalls neu in der AgrarPolice ist die Ertragsschadenversicherung für Rinder-, Schweine und Geflügelbestände.
Auch die Technischen Versicherungen (Elektronikversicherung, Maschinenversicherung für stationäre und fahrbare Maschinen), die Rechtsschutzversicherung und die Transportversicherung hat die R+V optimiert und auf ein neues, modernes Leistungsniveau gehoben.
Mit der AgrarPolice können Landwirte ihre betriebliche Absicherung aus insgesamt 14 Verträgen aus acht Sparten in einer Police zusammenstellen – der umfangreichste Versicherungsschutz, der am Markt verfügbar ist. Der Vorteil liegt auf der Hand: Je mehr Verträge in der R+V-AgrarPolice gebündelt werden, umso höher fallen die Nachlässe aus – in der Spitze bis zu 35 Prozent.
Betriebsleiter müssen sicher sein, dass sie ihren Betrieb bestmöglich abgesichert haben. Dafür hat die R+V die LeistungsUpdate-Garantie eingeführt, durch die neuen oder geänderten Bedingungs- und Leistungsverbesserungen für bereits versicherte Risiken automatisch mitversichert sind. Dadurch profitieren auch die Inhaber von bereits abgeschlossenen Verträgen der neuen AgrarPolice von den Besserstellungen ohne selbst aktiv werden zu müssen. Für individuelle Vereinbarungen und / oder beitragspflichtige Leistungsverbesserungen gilt dies jedoch nicht.
Um Kunden, die noch an einen anderen Versicherer gebunden sind, den Wechsel zur R+V zu erleichtern, bietet die R+V die Mehrwertschutz-Deckung. Über die Mehrwertschutz-Deckung können Landwirte diejenigen Leistungen bei R+V absichern, die im Vertrag beim bisherigen Versicherer nicht enthalten sind. Kundenvorteil: Vorhandene Versicherungslücken werden sofort geschlossen!
„Verständlich und schnell“, war ein entscheidender Treiber für die neue AgrarPolice. Für die Kunden sichtbar wird es daran, dass sie den einfach und klar gestalteten Versicherungsschein zeitnah erhalten.
Die AgrarPolice beinhaltet noch mehr als die beschriebenen Neuerungen. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.ruv.de. Kontaktieren Sie uns gerne per Mail unter AgrarKompetenzCenter@ruv.de oder telefonisch unter 0611 533 98751. Wir helfen Ihnen gerne.

VDL setzt auf Kontinuität, Digitalisierung und Wachstum

Die Jahrestagung 2021 des VDL-Bundesverbands Berufsverband Agrar, Ernährung, Umwelt e.V. fand am 6. Mai 2021 aufgrund der Corona-Pandemie als Webkonferenz statt.

Weichen auf Kontinuität gestellt

Bei der Bundesmitgliederversammlung standen turnusmäßig die Wahlen des VDL-Bundesvorstands an. Hier wurden für die kommenden drei Jahre die Weichen auf Kontinuität gestellt: Markus W. Ebel-Waldmann wurde von den Mitgliedern im Amt des VDL-Präsidenten bestätigt und Peter Jung als stellvertretender Vorsitzender sowie Dr. Rolf Schwerdtfeger als Schatzmeister und weiterer stellvertretender Vorsitzender wiedergewählt. „Mit diesem äußerst überzeugenden Wahlergebnis haben wir ein klares Mandat erhalten, den von uns eingeschlagenen Weg mit dem eingespielten Vorstandsteam konsequent fortzusetzen“, so Markus Ebel-Waldmann.

Digitalisierung birgt Chancen

Die Digitalisierung in der grünen Branche und die sich verändernden Arbeitsstrukturen werden auch künftig Schwerpunktthemen in der berufsständischen Arbeit sein.

„Die fortschreitende Digitalisierung wird unsere Arbeitswelt – unabhängig von Corona – sehr stark beeinflussen und viele neue Berufsfelder entstehen lassen. Der VDL begreift diese Entwicklungen als Chance, denn gerade Agrarwissenschaftler sind als Systemwissenschaftler prädestiniert für viele Zukunftsaufgaben“, ist Verbandspräsident Ebel-Waldmann überzeugt.

Auch in Zukunft werde der Verband an diesem wichtigen Thema dranbleiben. „Insbesondere werden wir als Berufsverband uns auch weiterhin dafür starkmachen, dass das Thema Digitalisierung und die Vermittlung von Medienkompetenz noch umfassender im Studium verankert wird“, so Ebel-Waldmann weiter.

Auf Wachstum eingestellt

Noch weitere Mitglieder für den VDL zu gewinnen ist ein wichtiges übergeordnetes Ziel der Verbandsarbeit. „Um weitere Personen von den Vorteilen der Mitgliedschaft zu überzeugen und um insgesamt die Mitglieder noch besser betreuen zu können, wird die flächendeckende VDL-Repräsentanz im Bundesgebiet daher noch weiter ausgebaut“, erklärt Ebel-Waldmann.

Positiv hervorzuheben sei hierbei das wachsende Interesse der Unternehmen im Agribusiness an einer Unternehmensmitgliedschaft im VDL. „Diese Mitgliedschaft bietet den Unternehmen die Möglichkeit, vom Leistungsangebot des VDL zu profitieren und in der Branche Flagge zu zeigen.“ Der Verbandspräsident zeigte sich daher optimistisch, dass die Anzahl der VDL-Mitglieder in der kommenden Zeit steigen werde.

Die Mitgliederversammlung 2022 wird (hoffentlich) wieder als Präsenzveranstaltung stattfinden können. Gastgebende Landesgruppe ist Bayern.

Gehaltsverhandlungen auf Augenhöhe, was geht und was nicht geht

Der Green Livestream  -Der Grüne Berufstalk vom 15.04.2021 stand unter dem Motto „Gehaltsverhandlungen auf Augenhöhe, was geht und was nicht geht“.  Der Wunsch zu diesem spannenden Thema entstand aus den Reihen der Young Professionals.

Eingeladen hierzu waren Herr Daniel Rittershaus, Personalleiter bei der Vereinigten Hagelversicherung und Frau Martina Leißner, Mitarbeiterin des LKV Bayern, um die Thematik der Gehaltsverhandlungen sowohl aus Sicht eines Personaler als auch aus der Sicht einer Arbeitnehmerin zu beleuchten.  Unterstützt wurden die Beiden von Herrn Dr. Wolfram, der aus seiner langjährigen Berufspraxis einige Tipps für Landwirtschaftliche Betriebe dargestellt hat.

Herr Rittershaus begann mit einem Kurzvortrag zum Thema Gehalt den Abend. Hierbei stellte er die verschiedenen Gehaltskomponenten z.B. die PKW Nutzung, Weihnachtsgeld oder der Überstundenvergütung dar, damit die Teilnehmer einen kurzen Einblick in die Theorie bekommen.

Anschließend haben Frau Leißner und Herr Rittershaus zusammen mit der Moderatorin Frau Nina Parzych in einem Interviewformat die verschiedenen Fragen rund ums Thema Gehalt aufgegriffen, z.B. welche Fragen dürfen in einem Vorstellungsgespräch gestellt werden oder warum sich Frauen oft im Gegensatz zu den Männern unter Wert verkaufen.  Als Tipps gab es z.B., dass alle zwei Jahre ein guter Rhythmus für wiederkehrende Gehaltsverhandlungen ist.  Fragen von den Teilnehmern/innen konnten jederzeit gestellt werden.

Wichtig ist es vor allem, so haben wir es von beiden Gesprächsteilnehmern verstanden, sich Zeit für die gute Vorbereitung auf die Gehaltsverhandlung zu nehmen. Seine eigenen Stärken und Schwächen erkennen aber die Ziele und Wünsche gegenüber dem Arbeitgeber darzustellen.  Nur ein gutes  Arbeitgeber-Arbeitnehmer-Verhältnis bringt für beide Parteien nachhaltig eine gute Zusammenarbeit und gute Leistungen.

Wir bedanken uns bei den Beteiligten für die informative und spannende Gesprächsrunde und wünschen allen für die nächsten Gehaltsverhandlungen viel Geschick.