dbb-Seminar: „Change Management für die digitale Transformation“

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Der VDL-Bundesverband e.V. bietet in Kooperation mit der dbb akademie ein Seminar zum Thema „Change Management für die digitale Transformation“ an. Das Seminar ist vom 5.-7. September 2021 im dbb forum siebengebirge in Königswinter-Thomasberg als Präsenzveranstaltung geplant.

Lernziele:

Die Teilnehmer*innen

  • reflektieren den durch Corona induzierten Digitalisierungsschub und seine Auswirkungen auf die Verbandsorganisation
  • erarbeiten die Grundlagen des Change-Managements
  • entwickeln motivierende Kommunikationsstrategien im Veränderungsprozess
  • definieren Erfolgsfaktoren für nachhaltige Veränderungen
  • erarbeiten Konzepte zur praktischen Umsetzung in ihrer Verbandsorganisation

(Foto: Pixabay)

Veranstaltungsort:

Die dreitägige Veranstaltung findet im dbb forum siebengebirge, An der Herrenwiese 14, 53639 Königswinter-Thomasberg, statt.

Das Präsenzseminar wird unter den gebotenen Hygienemaßnahmen durchgeführt, welche ständig an die neuen Richtlinien angepasst werden.

Das Tagungs- und Seminarhotel liegt eingebettet in den Naturpark Siebengebirge am Fuße des Ölbergs und ist der ideale Ort, um fernab vom Alltag unter optimalen Arbeitsbedingungen etwas für die persönliche Weiterbildung zu tun.

Eine Anfahrtsbeschreibung finden Sie hier.

Teilnahmekosten:

Die Teilnahme kostet 146 €/Person.

Anmeldung:

Bitte beachten Sie die Buchungsbedingungen.

Hier finden Sie das Programm.

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, daher haben Mitglieder Vorrang.

Anmeldeschluss: 5. August 2021.

Mehr drin in der R+V-AgrarPolice

Die R+V Versicherung hat die AgrarPolice auf den Prüfstand gestellt und an den Kundenbedürfnissen orientierend weiterentwickelt. Resultat ist die AgrarPolice (Bedingungswerk AGP0720), der „State of the art“ Rundum-Versicherungsschutz für die Landwirtschaft mit neuen Versicherungsbausteinen, Verbesserungen in den bestehenden Deckungen, hoher Flexibilität beim Zusammenstellen des Versicherungsschutzes sowie Variabilität bei den versicherbaren Gefahren und den Selbstbehalten.
In der Sachversicherung (Gebäude- und Inhaltsversicherung inkl. Betriebsunterbrechung (KBU)) können Gefahren jetzt unabhängig voneinander vereinbart und Selbstbehalte flexibel gewählt werden. Die R+V hat die Entschädigungsgrenzen für Gebäude und Inhalt angehoben und neue beitragsfreie Deckungserweiterungen integriert (z.B. versicherte Nebenbetriebe bis 100.000 EUR, Schmorschäden bis 5.000 EUR). Ein weiterer Vorteil: Die R+V verzichtet zukünftig auf die Leistungskürzung bei grob fahrlässiger Herbeiführung des Versicherungsfalls. Des Weiteren verzichtet R+V auf die Leistungskürzung bei grob fahrlässigen Obliegenheitsverletzungen bis zu einer Schadenhöhe von 20.000 EUR.
In der Haftpflichtversicherung hat die R+V beitragsfreie Bedingungs-/Deckungsverbesserungen eingeführt. Dazu zählen Feuerwehreinsätze bei Betriebsstoffverlust aus Kraftfahrzeugen und Obhutsschäden an Reitsätteln. Zudem können Kunden ihren Versicherungsschutz um Risiken wie Produktvermögensschäden oder Schäden durch gentechnisch veränderte Organismen (GVO) ergänzen.
Smart-Farming, Drohnen, Melkroboter – Landwirte sind längst nicht mehr nur Wind und Wetter ausgesetzt, sondern auch Cyber-Gefahren. Ohne IT geht auf dem Acker und im Stall gar nichts mehr. Und wenn der Landwirt eine täuschend echt aussehende E-Mail mit einer Erpressungssoftware öffnet, können die EDV, die Biogasanlage oder der Melkroboter plötzlich stillstehen. Deshalb hat die R+V die runderneuerte AgrarPolice jetzt um den Baustein Cyber-Schutz erweitert. Dieser sorgt für Sofort-Hilfe durch IT-Spezialisten – und somit für eine möglichst schnelle Rückkehr zur Normalität im Betrieb.
Neben der Cyber-Deckung, beinhaltet die AgrarPolice als weiteren neuen Baustein die D&O Versicherung, die Geschäftsführer, Vorstände oder Mitglieder eines Kontrollorgans vor Schadenersatzansprüchen bei Fehlentscheidungen schützt. Ebenfalls neu in der AgrarPolice ist die Ertragsschadenversicherung für Rinder-, Schweine und Geflügelbestände.
Auch die Technischen Versicherungen (Elektronikversicherung, Maschinenversicherung für stationäre und fahrbare Maschinen), die Rechtsschutzversicherung und die Transportversicherung hat die R+V optimiert und auf ein neues, modernes Leistungsniveau gehoben.
Mit der AgrarPolice können Landwirte ihre betriebliche Absicherung aus insgesamt 14 Verträgen aus acht Sparten in einer Police zusammenstellen – der umfangreichste Versicherungsschutz, der am Markt verfügbar ist. Der Vorteil liegt auf der Hand: Je mehr Verträge in der R+V-AgrarPolice gebündelt werden, umso höher fallen die Nachlässe aus – in der Spitze bis zu 35 Prozent.
Betriebsleiter müssen sicher sein, dass sie ihren Betrieb bestmöglich abgesichert haben. Dafür hat die R+V die LeistungsUpdate-Garantie eingeführt, durch die neuen oder geänderten Bedingungs- und Leistungsverbesserungen für bereits versicherte Risiken automatisch mitversichert sind. Dadurch profitieren auch die Inhaber von bereits abgeschlossenen Verträgen der neuen AgrarPolice von den Besserstellungen ohne selbst aktiv werden zu müssen. Für individuelle Vereinbarungen und / oder beitragspflichtige Leistungsverbesserungen gilt dies jedoch nicht.
Um Kunden, die noch an einen anderen Versicherer gebunden sind, den Wechsel zur R+V zu erleichtern, bietet die R+V die Mehrwertschutz-Deckung. Über die Mehrwertschutz-Deckung können Landwirte diejenigen Leistungen bei R+V absichern, die im Vertrag beim bisherigen Versicherer nicht enthalten sind. Kundenvorteil: Vorhandene Versicherungslücken werden sofort geschlossen!
„Verständlich und schnell“, war ein entscheidender Treiber für die neue AgrarPolice. Für die Kunden sichtbar wird es daran, dass sie den einfach und klar gestalteten Versicherungsschein zeitnah erhalten.
Die AgrarPolice beinhaltet noch mehr als die beschriebenen Neuerungen. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.ruv.de. Kontaktieren Sie uns gerne per Mail unter AgrarKompetenzCenter@ruv.de oder telefonisch unter 0611 533 98751. Wir helfen Ihnen gerne.

VDL setzt auf Kontinuität, Digitalisierung und Wachstum

Die Jahrestagung 2021 des VDL-Bundesverbands Berufsverband Agrar, Ernährung, Umwelt e.V. fand am 6. Mai 2021 aufgrund der Corona-Pandemie als Webkonferenz statt.

Weichen auf Kontinuität gestellt

Bei der Bundesmitgliederversammlung standen turnusmäßig die Wahlen des VDL-Bundesvorstands an. Hier wurden für die kommenden drei Jahre die Weichen auf Kontinuität gestellt: Markus W. Ebel-Waldmann wurde von den Mitgliedern im Amt des VDL-Präsidenten bestätigt und Peter Jung als stellvertretender Vorsitzender sowie Dr. Rolf Schwerdtfeger als Schatzmeister und weiterer stellvertretender Vorsitzender wiedergewählt. „Mit diesem äußerst überzeugenden Wahlergebnis haben wir ein klares Mandat erhalten, den von uns eingeschlagenen Weg mit dem eingespielten Vorstandsteam konsequent fortzusetzen“, so Markus Ebel-Waldmann.

Digitalisierung birgt Chancen

Die Digitalisierung in der grünen Branche und die sich verändernden Arbeitsstrukturen werden auch künftig Schwerpunktthemen in der berufsständischen Arbeit sein.

„Die fortschreitende Digitalisierung wird unsere Arbeitswelt – unabhängig von Corona – sehr stark beeinflussen und viele neue Berufsfelder entstehen lassen. Der VDL begreift diese Entwicklungen als Chance, denn gerade Agrarwissenschaftler sind als Systemwissenschaftler prädestiniert für viele Zukunftsaufgaben“, ist Verbandspräsident Ebel-Waldmann überzeugt.

Auch in Zukunft werde der Verband an diesem wichtigen Thema dranbleiben. „Insbesondere werden wir als Berufsverband uns auch weiterhin dafür starkmachen, dass das Thema Digitalisierung und die Vermittlung von Medienkompetenz noch umfassender im Studium verankert wird“, so Ebel-Waldmann weiter.

Auf Wachstum eingestellt

Noch weitere Mitglieder für den VDL zu gewinnen ist ein wichtiges übergeordnetes Ziel der Verbandsarbeit. „Um weitere Personen von den Vorteilen der Mitgliedschaft zu überzeugen und um insgesamt die Mitglieder noch besser betreuen zu können, wird die flächendeckende VDL-Repräsentanz im Bundesgebiet daher noch weiter ausgebaut“, erklärt Ebel-Waldmann.

Positiv hervorzuheben sei hierbei das wachsende Interesse der Unternehmen im Agribusiness an einer Unternehmensmitgliedschaft im VDL. „Diese Mitgliedschaft bietet den Unternehmen die Möglichkeit, vom Leistungsangebot des VDL zu profitieren und in der Branche Flagge zu zeigen.“ Der Verbandspräsident zeigte sich daher optimistisch, dass die Anzahl der VDL-Mitglieder in der kommenden Zeit steigen werde.

Die Mitgliederversammlung 2022 wird (hoffentlich) wieder als Präsenzveranstaltung stattfinden können. Gastgebende Landesgruppe ist Bayern.

Gehaltsverhandlungen auf Augenhöhe, was geht und was nicht geht

Der Green Livestream  -Der Grüne Berufstalk vom 15.04.2021 stand unter dem Motto „Gehaltsverhandlungen auf Augenhöhe, was geht und was nicht geht“.  Der Wunsch zu diesem spannenden Thema entstand aus den Reihen der Young Professionals.

Eingeladen hierzu waren Herr Daniel Rittershaus, Personalleiter bei der Vereinigten Hagelversicherung und Frau Martina Leißner, Mitarbeiterin des LKV Bayern, um die Thematik der Gehaltsverhandlungen sowohl aus Sicht eines Personaler als auch aus der Sicht einer Arbeitnehmerin zu beleuchten.  Unterstützt wurden die Beiden von Herrn Dr. Wolfram, der aus seiner langjährigen Berufspraxis einige Tipps für Landwirtschaftliche Betriebe dargestellt hat.

Herr Rittershaus begann mit einem Kurzvortrag zum Thema Gehalt den Abend. Hierbei stellte er die verschiedenen Gehaltskomponenten z.B. die PKW Nutzung, Weihnachtsgeld oder der Überstundenvergütung dar, damit die Teilnehmer einen kurzen Einblick in die Theorie bekommen.

Anschließend haben Frau Leißner und Herr Rittershaus zusammen mit der Moderatorin Frau Nina Parzych in einem Interviewformat die verschiedenen Fragen rund ums Thema Gehalt aufgegriffen, z.B. welche Fragen dürfen in einem Vorstellungsgespräch gestellt werden oder warum sich Frauen oft im Gegensatz zu den Männern unter Wert verkaufen.  Als Tipps gab es z.B., dass alle zwei Jahre ein guter Rhythmus für wiederkehrende Gehaltsverhandlungen ist.  Fragen von den Teilnehmern/innen konnten jederzeit gestellt werden.

Wichtig ist es vor allem, so haben wir es von beiden Gesprächsteilnehmern verstanden, sich Zeit für die gute Vorbereitung auf die Gehaltsverhandlung zu nehmen. Seine eigenen Stärken und Schwächen erkennen aber die Ziele und Wünsche gegenüber dem Arbeitgeber darzustellen.  Nur ein gutes  Arbeitgeber-Arbeitnehmer-Verhältnis bringt für beide Parteien nachhaltig eine gute Zusammenarbeit und gute Leistungen.

Wir bedanken uns bei den Beteiligten für die informative und spannende Gesprächsrunde und wünschen allen für die nächsten Gehaltsverhandlungen viel Geschick.

Erfolgreiche Online-Vortragsveranstaltung der VDL-Landesgruppe Bayern

Am 12. April 2021 um 20 Uhr kam die VDL Landesgruppe Bayern wieder zu einem online Stammtisch zusammen. Es ist schön, dass sich dieses Format als regelmäßiger Anker für einen ersten Kern an VDL-Mitgliedern etablieren konnte und auch in Zukunft alle zwei Monate stattfinden wird. Zu Gast war bei diesem Stammtisch Marlene Speck, Dozentin der Genussakademie im international renommierten „Institute of Masters of Beer“ von Doemens. Marlene Speck hat selbst den Abschluss zur Brau- und Malzmeisterin bei der Fachakademie Doemens absolviert und kennt sich bestens mit dem Lebensmittel Bier aus. Neben den spannenden Einblicken in die Arbeit von Frau Speck bei Doemens wurde auch die Stammtischfrage zum Thema „Bier“ gestellt.

Im März haben sich Wolfgang Filter und Sebastian Eichelsbacher von der LG Bayern bei der Ausarbeitung der ersten Geschäftsordnung für Landesgruppen im VDL Bundesverband eingebracht. Zusammen mit der Landesgruppe Schleswig-Holstein und Stephan Ludewig konnte ein Entwurf ausgearbeitet werden, den der Bundesvorstand zum 31.03.21 in Kraft setzte. Damit werden in Zukunft auch die Stimmen der Mitglieder aus den Landesgruppen durch einen Vorsitzenden in den Präsidiumssitzungen vertreten und der VDL folgt seiner Strategie als moderner und starker Dachverband, der durch Landesverbände und Landesgruppen starke regionale Ansprechpartner und Aktivitäten für die Mitglieder bietet. In Bayern haben sich die Stammtisch-Teilnehmer dafür ausgesprochen, die Wahl des Vorsitzenden und stv. Vorsitzenden per einfacher Briefwahl durchzuführen, auch um einmal mehr die Mitglieder in Bayern auf die neuen Aktivitäten der Landesgruppe aufmerksam zu machen. Die Wahl wird noch vor der anstehenden Bundesmitgliederversammlung abgeschlossen sein.

Die nächste Online-Veranstaltung in Bayern findet am 14. Juni um 20 Uhr statt. Die Einladung und Details folgen wieder via E-Mail und VDL Website.

 

Erfolgreiche Online-Veranstaltung der VDL-Landesgruppe Bayern (Foto: VDL)

Die Zukunft der Landwirtschaft

Trecker in den Straßen von Berlin und Hamburg, Blockaden von Landwirten vor den Lagern der großen Discounter. Die Landwirte in Deutschland sind sauer, sehen ihre Zukunft schwarz.

 

 

Es ist zu hoffen, dass sich Landwirtschaft und Lebensmitteleinzelhandel in diesem Jahr den gemeinsamen Herausforderungen stellen.

 

 

Wie steht es um die Landwirtschaft in Deutschland? Was läuft verkehrt und ist der Protest berechtigt? Das wollen wir klären und haben mit Markus W. Ebel-Wald-mann, dem Präsidenten des VDL-Bundesverbandes Berufsverband Agrar, Ernährung, Umwelt e.V. gesprochen.

Bauern protestieren von den großen Discountern, die EU plant eine gigantische Reform der Förderungen in der Landwirtschaft – wie sehen Sie die Zukunft der Landwirtschaft?

Unternehmerische Landwirtschaft in Deutschland wird zukunftsfähig sein! Die Landwirtschaft und die gesamte mit ihr verbundene Wertschöpfungskette von der Erzeugung über die Verarbeitung, den Groß- und Einzelhandel bis hin zu den Verbraucherinnen und Verbrauchern steht vor einem gewaltigen Paradigmenwechsel. Die Landwirtschaft ist hierbei derzeit nicht zu beneiden, da sie sich nicht nur selbst neu ausrichten muss, sondern an vielen Fronten zu kämpfen hat: Tierwohl, Artenrückgang, Nährstoffüberschüsse, Antibiotika- und Pestizideinsatz bis hin zum Klimawandel – kaum ein Tag, ohne dass die Landwirt-schaft Schlagzeilen macht. Die Frage nach der gesellschaftlichen Verantwortung und die Zukunftsfähigkeit der Branche wird von einer breiten Öffentlichkeit diskutiert.

Immer größer, immer mehr Fläche  und immer mehr HighTech im Stall  und auf dem Acker – wo wird das Hin-führen und ist dieser Weg eigentlich noch zeitgemäß?

Produktivitätssteigerungen durch den Einsatz neuer Technologien, klugen Innovationen und Vermarktungsstrategien sind in allen Branchen der Wirtschaft selbstverständlich und werden auch er-wartet. Nur in der Landwirtschaft wird dies seit vielen Jahrzehnte fortlaufend hinterfragt. Keine andere Branche kann aber so nachhaltig wirtschaften, also ökologische, ökonomische und soziale Aspekte vereinen. Alleine schon bei der Digitalisierung war die Landwirtschaft Vorreiter und hat hier Maßstäbe gesetzt. Dank der exzellenten Arbeit an unseren Hochschulen und im Agribusiness wird dies auch so bleiben.

Wie kann die Landwirtschaft CO2-neutral werden – was muss sich verändern?

Bis 2030 will Deutschland den Treibhausgasausstoß um mindestens 55 Prozent verringern. Das Klimaschutzgesetz sieht vor, die jährlichen Emissionen in der Landwirtschaft bis 2030 gegenüber 2014 um 14 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente zu reduzieren. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hat hierzu ein umfangreiches Maßnahmenpaket entwickelt, um sicherzustellen, dass die gesetzlichen Vorgaben eingehalten werden. Dieses ist Teil des Klimaschutzprogramms 2030 geworden.

Stichwort CRISP und Genschere – könnte mit dem Einsatz dieser Technologien der Einsatz von Pestiziden und Düngemitteln drastisch reduzierte werden (siehe das Projekt Pilton-Weizen)?

CRISPR hat zweifelsfrei für die landwirtschaftliche Pflanzenzüchtung eine große Bedeutung. Dieses Verfahren eröffnet zum Beispiel Möglichkeiten, Kulturpflanzen widerstandsfähiger gegen schädliche Pilze, Viren und Bakterien zu machen. Auf diese Weise könnten krankheitsbedingte Ertragsverluste und zugleich der Pflanzenschutzmittelaufwand minimiert werden. Erste Erfolge gibt es bereits: So ist es Forscherinnen und Forschern zum Beispiel gelungen, mit CRISPR/Cas eine Weizensorte zu entwickeln, die eine wirksame Resistenz gegen den bedeutenden Schadpilz Mehltau zeigt. Pflanzen können zudem hitze- und dürreverträglicher gemacht werden, um den Folgen des Klimawandels entgegenzuwirken. Es gibt also vielfältige Anwendungsmöglichkeiten für diese Form der Gentechnik, die – wenn man sie einsetzen möchte – Nutzen stiften kann.

Trotz Corona ein Blick in Zukunft – was bringt das Jahr?

Es ist zu hoffen, dass sich Landwirtschaft und Lebensmitteleinzelhandel in diesem Jahr den gemeinsamen Herausforderungen stellen. Die Einrichtung einer nationalen Ombudsstelle zwischen Handel und Landwirtschaft ist hier ein erster wichtiger Schritt. Die Potenziale der Digitalisierung werden durch die Corona-Pandemie nochmals einen gewaltigen Schub erfahren. Bleibt zu hoffen, dass die Landwirtschaft und ihrer vielfältigen Leistungen ebenfalls einen Schub an gesellschaftlicher Anerkennung erfahren und nicht zuletzt die politischen Rahmenbedingungen so gestaltet wer-den, dass alle in der Wertschöpfungskette auch wirtschaftlich davon partizipieren.

 

Fakten

In einer Studie geht die DZ-Bank davon aus, dass sich die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe von derzeit rund 267.000 bis zum Jahr 2040 auf 100.000 reduzieren wird.

 

Journalist: Jörg Wernien

Sonderpublikation in Die Welt im April 2021 (Analyse Nr. 71 / April 2021 / S. 24)

Quelle: European Media Partner  https://issuu.com/europeanmediapartner/docs/analyse__-_gourmet_25022021_epaper

Der neue VDL-Jahresbericht ist da!

Themenschwerpunkte:

  • VDL-Fahrt zur Internationalen Grünen Woche
  • Neue VDL-Studie “Frauen in Führungspositionen”
  • Gründungsmitglied des BÖB e.V.
  • Green Livestream – Ein neues Veranstaltungsformat
  • Verbandsarbeit unter außergewöhnlichen Umständen
  • uvm.
Download VDL-Jahresbericht 2020

Soli-Wegfall für die Vorsorge nutzen

Seit Januar 2021 entfällt der „Soli“ für fast alle Lohn- und Einkommensteuerzahler. Das bietet neue Spielräume für die Altersvorsorge oder Gesundheitsleistungen.

Seit Januar dieses Jahres haben die Bürger mehr Netto vom Brutto. Ein wichtiger Grund dafür ist der Wegfall des Solidaritätszuschlags. Diese Zusatzabgabe müssen rund 90 Prozent aller Einkommenssteuerpflichtigen gar nicht mehr zahlen, für weitere 6,5 Prozent fällt er geringer aus. Da die Bürger nun mehr Geld im Portemonnaie haben, bieten sich neue Spielräume für das, was den Menschen wirklich wichtig ist: Die Familie absichern, den gewohnten Lebensstandard im Alter wahren oder für die eigene Gesundheit beziehungsweise eine mögliche Pflege vorsorgen. Mit einem regelmäßigen Sparbeitrag lässt sich hier sehr viel erreichen.

Umfrage: Bürger wollen Soli sparen oder in Vorsorge investieren
Rund ein Viertel der Bürger (23%) wollen den eingesparten „Soli“ in die eigene Alters- oder Gesundheitsvorsorge investieren. Das ergab eine repräsentative Umfrage im Auftrag der R+V Versicherung (Mehrfachnennungen waren möglich). Fast jeder fünfte Befragte (19%), der vom Soli-Wegfall weiß, ist dagegen noch unentschlossen, wofür er das zusätzliche Geld ausgeben wird. Die übrigen Befragten gaben an, verstärkt zu konsumieren (21%), das Geld ungenutzt auf dem Konto zu lassen (24%) oder in Aktien zu investieren (16%). Jeder achte Befragte (12%) wusste dagegen gar nicht, dass der Soli überhaupt wegfällt.

Wer genau wissen möchte, wie viel er Geld er seit Januar 2021 spart, für den hat die R+V Versicherung einen speziellen Soli-Rechner (www.ruv.de/service/soli-rechner) eingerichtet. Mit diesem Tool kann der Nutzer schnell und unkompliziert ausrechnen, wie viel Geld ihm pro Monat zusätzlich zur Verfügung steht. Diese Summe kann er dann beispielsweise in private Rentenversicherungen, eine betriebliche Altersversorgung (bAV) oder eine Zusatzversicherung für Gesundheit beziehungsweise Pflege investieren.

Rente, Arbeitskraft oder Pflege absichern
Die genossenschaftliche R+V Versicherung bietet dazu alle passenden Produkte. Für den Aufbau einer privaten Altersvorsorge eignen sich vor allem Rentenversicherungen – entweder als fondsgebundene Variante (VorsorgeKonzept) oder ein chancenorientiertes Produkt mit Garantiebestandteilen (Safe+Smart). Bei Betriebsrenten hat die R+V insbesondere auf den Bedarf von kleinen und mittelständischen Unternehmen zugeschnittene Lösungen. Für die Absicherung der Arbeitskraft kann der Kunde eine Berufsunfähigkeitsversicherung oder eine Grundfähigkeitsversicherung abschließen. Und die R+V Krankenversicherung bietet vielfältige Zusatzversicherungen, etwa für Zahnersatz, Krankenhausaufenthalte oder für eine mögliche Pflege.

Solidaritätszuschlag wurde 1995 eingeführt
Der Solidaritätszuschlag („Soli“) wurde zur Finanzierung der Wiedervereinigung 1995 dauerhaft eingeführt und ist quasi eine Steuer auf eine Steuer. Dabei wird ein Zuschlag von 5,5 Prozent auf Einkommen-, Lohn- und Kapitalertragsteuern erhoben. Wer also 1.000 Euro Lohnsteuer abführt, zahlt zusätzlich 55 Euro Soli. Seit Januar 2021 jedoch müssen ihn 90 Prozent aller Einkommenssteuerpflichtigen gar nicht mehr zahlen, für weitere 6,5 Prozent fällt er geringer aus. Dagegen ist auf hohe Einkommen (oberhalb der neuen Milderungszone) der bisherige Solidaritätszuschlag unverändert zu entrichten. Das ist laut Bundesfinanzministerium der Fall, wenn das zu versteuernde Einkommen über 96.820 Euro (Alleinstehende) oder 193.641 Euro (Verheiratete) liegt.

Gratis-Gebäcktüte für VDL-Stammtischler

„Wie lange braucht ein geübter Bäcker, um 30 Teigstränge zu Brezen zu schlingen?“. So lautete die aktuelle Stammtischfrage beim ersten Online-Stammtisch 2021 der VDL-Landesgruppe Bayern. Vorangegangen war ein ca. 10-minütiger Informationsblock über die Brezenherstellung im bayerischen Bäckerhandwerk – speziell über das Geheimnis, wie denn nun der Knoten in die Brezen kommt. Dargeboten wurde das Ganze vom langjährigen VDL-Mitglied Dr. Wolfgang Filter, der auf drei Jahrzehnte Geschäftsführertätigkeit beim Landes-Innungsverband für das bayerische Bäckerhandwerk zurückblicken kann.

Dr. Peter Nawroth mit seiner Gebäcktüte vor der Hofbäckerei Steingraber in München (Foto: Dr. Peter Nawroth)

Um den Stammtisch-Kollegen den richtigen Motivationsschub zu geben, hatte er für die Siegerin/den Sieger der Stammtischfrage eine Gebäcktüte im Wert von 10 Euro beim Bäcker ihres/seines Vertrauens ausgelobt. Dass es am Ende zwei Sieger gab und der Spender deshalb doppelt tief in die Tasche greifen musste, war nicht vorhersehbar, hat ihm aber sehr große Freude bereitet. Der Kontakt zu den beiden Bäckern des Vertrauens war aufgrund der früheren Verbandstätigkeit leicht hergestellt. Die Beschenkten, Dr. Peter Nawroth aus Bad Aibling in Oberbayern und Maximilian Treiber aus dem oberfränkischen Untersiemau, revanchieren sich mit einem Foto.

Maximilian Treiber nimmt seine Gebäcktüte bei der Familienbäckerei Fuchs entgegen (Foto: Maximilian Treiber)

Die Aktuelle Stammtischfrage diente nicht nur als Auflockerung zwischen den intensiv geführten Gesprächen, sondern sollte nebenbei einen kleinen Einblick darin geben, wo überall landwirtschaftliche Erzeugnisse landen und wie sie verarbeitet werden. In diesem Sinne wird die „Aktuelle Stammtischfrage“ auch in nachfolgenden Stammtisch-Treffen für Auflockerung und Hintergrund-Informationen sorgen.

Auflösung der Frage vom 15. Februar: Wenn die 30 Teigstränge alle in der richtigen Schlinglänge aus der Wickelmaschine kommen und per Förderband dem Bäcker zugeführt werden, schafft der geübte Fachmann es in ca. 1 Minute.   

Erfolgreiche Online-Vortragsveranstaltung der VDL-Landesgruppe Bayern

Die VDL-Landesgruppe Bayern veranstaltete am 15. März 2021 einen digitalen Vortragsabend mit interessanten Einblicken in zwei agrarwissenschaftliche Forschungsgebiete: Thomas Freimuth stellte zum Thema „Phosphor in der ökologischen Geflügelhaltung – Innovationen notwendig?“ die Ergebnisse seiner Ende 2020, am Lehrstuhl für Tierernährung der Technischen Universität München, abgeschlossene Masterarbeit vor. Sylvia Kuenz, die als Doktorandin bei Prof. Wilhelm Windisch die Masterarbeit betreut hatte, ergänzte die Ausführungen mit internen Ergebnisdaten. Im zweiten Vortrag berichtete Maximilian Treiber, Doktorand am Lehrstuhl für Agrarsystemtechnik der TU München, unter dem griffigen Titel „NEVONEX – das Android für Traktoren“ über den aktuellen Stand seiner Dissertation.

Vor dem Hintergrund der Diskussion um überhöhte Phosphoremissionen und eine verschärfte Düngeverordnung gingen Freimuth und Kuenz der Frage nach, ob die Mälzung von Weizen, die sich in einem reduzierten Phytingehalt niederschlägt, positive Auswirkungen auf die Phosphorverdaulichkeit und darüber hinaus vor allem auf die Mast- und Schlachtleistung von ökologisch gehaltenen Broilern hat. Aufgrund fehlender wissenschaftlicher Daten gab es bislang keine gesicherten Informationen über die Wirkung von gemälzten Futtermitteln im ökologisch gehaltenen Tier. In einem Fütterungsversuch mit 2000 Mastbroilern wurde an der TUM in Kooperation mit dem Lehr-, Versuchs- und Fachzentrum Kitzingen eine Studie zur Phosphorverdaulichkeit bei Einsatz von 40 % gemälztem Weizen in der Ration durchgeführt. Die Versuche haben zu keiner Empfehlung geführt, gemälzten Weizen in der praktischen ökologischen Broilermast einzusetzen. Um die P-Emission in die globalen Ökosysteme zu reduzieren, müssen weitere Studien zur Charakteristik des P-Bedarfs langsam wachsender Mastbroiler durchgeführt werden.

 

Robert Bosch GmbH, Weitere Informationen unter https://www.nevonex.com/

Um Sensoren, Drohnen, Datenmanagement und alles was „smart“ ist ging es im Vortrag von Maximilian Treiber. Sein Credo beim Einsatz des Internets der Dinge (IoT) im Agrarbereich lautet: Kompatibilität und Benutzerfreundlichkeit. Digitale Systeme müssen nahtlos ineinandergreifen und den Landwirt unterstützen, damit dieser sich auf seinen Job konzentrieren kann. In diesem Sinne ist es das Ziel des von ihm untersuchten NEVONEX-Ökosystems, herstellerunabhängig die Kompatibilität von Traktoren, Anbaugeräten, Sensoren und Cloud Systemen zu verbessern. Dabei geht der Ansatz weit über Limitationen des ISO 11783 (ISOBUS) Standards hinaus. Zudem wird angestrebt, über NEVONEX die Entwicklung von digitalen Diensten (vgl. Apps) für Landmaschinen zu erleichtern und zu beschleunigen. Am Institut in Freising hat Treiber klassifizierende Untersuchungen zu IoT Frameworks in der Landwirtschaft durchgeführt. Zudem haben seine qualitativen Umfragen in der Agrartechnik-Branche viele Aufschlüsse über Geschäftsmodelle und Herausforderungen in der digitalen Agrarbranche gebracht. Erste Feldtests haben gezeigt, dass NEVONEX funktioniert. Über allem steht die spannende Frage: Wie wird NEVONEX die digitale Landwirtschaft der Zukunft verändern?