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VDL-Fachtagung zu den Auswirkungen der Veränderungen in der Agrar- und Ernährungswirtschaft

Mit den Veränderungen in der Agrar- und Ernährungswirtschaft und deren Auswirkungen auf Forschung, Ausbildung und Beschäftigung von Fach- und Führungskräften befasste sich im Vorfeld der Mitgliederversammlung 2013 des VDL Landesverbandes Hessen e.V. eine Fachtagung am 08. Mai 2013 in der Aula der Justus-Liebig-Universität Gießen.

Die Tagung fand auch in diesem Jahr als Kooperationsveranstaltung von VDL, dem Hessischen Ministerium für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (HMUELV), dem Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen (LLH) und dem Fachbereich 09 Agrarwissenschaften, Ökotrophologie und Umweltmanagement der Justus-Liebig-Universität Gießen statt.
Prof. Dr. Hans-Georg Frede, Institut für Ressourcenmanagement, sprach als Vertreter des Fachbereichs Agrarwissenschaften, Ökotrophologie und Umweltmanagement der Justus-Liebig-Universität, Gießen, über „Künftige Forschungsschwerpunkte am Fachbereich Agrarwissenschaften, Ökotrophologie und Umweltmanagement und deren Einfluss auf das Studium“.
Mit den Ergebnissen der bundesweiten VDL-Absolventenbefragung setze sich der Präsident des VDL Bundesverbandes und Landesvorsitzender des VDL Landesverbandes Hessen, Markus W. Ebel-Waldmann, auseinander: Was war beim Berufseinstieg/Wechsel von Bedeutung? Was erwarten Unternehmen von Fach- und Führungskräften? Wie sind die Gehaltsentwicklungen? Welche Perspektiven gibt es aktuell? waren Fragen, die es hier zu beantworten galt. Zu den Auswirkungen des Zweiten Dienstrechtsmodernisierungsgesetzes (2. DRModG) für die hessischen Beamtinnen und Beamten, sprach der Landesvorsitzende des Deutschen Beamtenbundes (DBB) Hessen, Walter Spieß.

Die angeregte Podiumsdiskussion unter der Leitung von Markus W. Ebel-Waldmann im Anschluss an die Vorträge belegte, dass der VDL Landesverband Hessen e.V. mit der Wahl dieser hochaktuellen Themen richtig lag. Alle Vorträge stehen im Internet unter www.vdl-hessen.de zum Download und Nachlesen zur Verfügung.

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16. Treffen des VDL-Senioren- und Freundeskreis 2012 in Idstein

Der Senioren- und Freundeskreis des VDL-Hessen pflegt mit seinen jährlichen Zusammenkünften die kollegialen und persönlichen Kontakte auch im Ruhestand. Auf ein großes Interesse ist auch in diesem Jahr das inzwischen 16. Herbsttreffen des Senioren- und Freundeskreises des VDL – Landesverbandes Hessen gestoßen. Über 50 Teilnehmer haben am 11. September 2012 die reizvolle Fachwerkstadt Idstein im Taunus besucht. Idstein war bis 1721 Residenz der Grafen und Fürsten von Nassau-Idstein. Im Rahmen eines eindrucksvollen Stadtrundgangs erfuhren die Teilnehmer viel über die Geschichte der Stadt.

In der Mittagspause begrüßte der Idsteiner Bürgermeister Gerhard Krum die Besucher. Er schilderte die bauliche Entwicklung der Stadt und ihre Chancen für eine wirtschaftliche Weiterentwicklung als regionales Zentrum. Auch durch die jährliche Fachtagung „Nassauer Land“, in der zu landwirtschaftlichen Fragestellungen referiert und diskutiert wird, fühlt sich der Bürgermeister dem Berufsfeld seiner Besucher inhaltlich verbunden.

Der Organisator des Treffens Dr. Horst Menzinger, konnte auch in diesem Jahr wieder den Bundesvorsitzenden des VDL und zugleich Vorsitzenden des Landesverbandes Hessen für das Berufsfeld Agrar, Ernährung, Umwelt, Herrn Markus Ebel-Waldmann, begrüßen. Durch seinen Bericht über berufsständische Fragen bleiben die Kolleginnen und Kollegen auch im Ruhestand mit den aktuellen Herausforderungen ihres Berufsstandes vertraut.

Das harmonische Treffen lässt alle Beteiligten bereits erwartungsvoll auf das nächste Jahr blicken.

Dr. Horst Menzinger

Prof. Dr. agr. Dr. h.c. mult. Konrad Mengel verstorben

Am 12. Juli 2012 verstarb unser lieber und allseits geschätzter Kollege Professor Dr. Konrad Mengel im Alter von 82 Jahren. Der gebürtige Nordhesse kam schon zum Studium an die Universität Gießen. Nach dem Diplom in Agrikulturchemie wurde er hier 1965 promoviert. 1962 habilitierte sich Dr. Mengel für das Fach Pflanzenernährung. Bevor er 1975 auf die Professur für Pflanzenernährung der Justus-Liebig-Universität Gießen berufen wurde war er als Leiter zweier landwirtschaftlicher Forschungsanstalten tätig. Der engagierte Wissenschaftler verfasste bis zu seiner Emeritierung im Jahre 1995 und darüber hinaus mehr als 300 Fachartikel und drei Lehrbücher zu den Themengebieten Pflanzenernährung und Biochemie, die auch im Ausland große Resonanz fanden und international anerkannte Standardwerke wurden.

Weiterer Ausdruck seines Schaffens in Lehre und Forschung sind mehr als 80 betreute Dissertationen und sieben Habilitationen. Darüber hinaus leitete er das Institut für Pflanzenernährung über 20 Jahre sehr erfolgreich und stand dem damaligen Fachbereich Ernährungs- und Haushaltswissenschaften zweimal als Dekan vor.

Konrad Mengel suchte in seinen wissenschaftlichen Arbeiten immer grundlagenorientierteFragen mit der Anwendung neuer Erkenntnisse in der landwirtschaftlichen Praxis zu verbinden. So setzte er sich für die erfolgreiche Einführung der Elektro-Ultrafiltrationstechnik für das Nährstoffmanagement in landwirtschaftlichen Kulturen ein. Seine visionären Ansätze trugen wesentlich zu seiner weltweiten Anerkennung als einer der führenden Pflanzenernährer bei. Als Mitglied der Academie d´Agriculture de France und Gründungsmitglied der European Society of Agronomy setzte sich Konrad Mengel für ein Zusammenwachsen der europäischen Forschung ein, die er auch als Editorin-Chief der Fachzeitschrift European Journal of Agronomy förderte. Maßgebliche Verantwortung für die Weiterentwicklung der deutschen Agrarwissenschaften übernahm er als Vorsitzender des DFG-Fachgutachterausschusses für Agrarwissenschaften. Mit der Ernennung zum Fellow durch renommierte amerikanische Fachgesellschaften sowie durch die Verleihung der Ehrendoktorwürden der Universitäten Wugong/China und Tirana/Albanien wurde sein akademisches Lebenswerk international gewürdigt.

Der VDL, dem Professor Konrad Mengel seit vielen Jahre angehörte und den er mit seinem Sachverstand und unvergesslichen, niveauvollen, aber auch humorvollen Weinseminaren stets unterstützte, wird Konrad Mengel stets ein ehrendes Andenken bewahren.

Markus W. Ebel-Waldmann, VDL-Präsident

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„Wettbewerbsfähigkeit und gesellschaftliches Spannungsfeld in der Tierproduktion“

Dokumente der Fachtagung finden Sie hier zum Download.

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VDL-Mitgliederversammlung 2012 mit Fachtagung

Die diesjährige Mitgliederversammlung des VDL Landesverbandes Hessen e.V. findet am Mittwoch, 02. Mai 2012, 18.00 Uhr, in der Aula der Justus-Liebig-Universität Gießen, Universitäts-Hauptgebäude, Ludwigstrasse 23, Gießen, statt.

Im Mittelpunkt der Versammlung, die im Anschluss an die VDL-Fachtagung „Agrar- und Ernährungswirtschaft im Spannungsfeld von Wettbewerbsfähigkeit und gesellschaftlicher Akzeptanz“ stattfindet (Beginn: 14.00 Uhr) stehen neben den satzungsgemäßen Berichten auch Wahlen zum Vorstand. Alle hessischen VDL-Mitglieder erhalten gemäß Satzung fristgerecht eine Einladung mit Tagesordnung auf dem Postweg. Ebenso das Programm der Fachtagung, das auch unter www.vdl-hessen.de zum Download zur Verfügung steht. Die Fachtagung findet in diesem Jahr erstmals in Kooperation mit dem Hessischen Ministerium für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (HMUELV) sowie dem Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen (LLH) statt.

Markus W. Ebel-Waldmann

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VDL startet mit umfangreichem Programm ins Sommersemester 2012

Mit einem sehr umfassenden und attraktiven Programm starten die Sparten „Studierende“ und „Absolventen und Berufseinsteiger“ des VDL Landesverbandes Hessen e.V. ins neue Sommersemester.

Unter der Federführung Michael Schlüter und Hendrik Garvert sowie weiteren aktiven VDL-Mitgliedern entstand ein breit gefächertes Semesterprogramm.
Auf dem Programm stehen u.a. zahlreiche Berufsfeldvorstellungen (Westfleisch eG, Nestlé, Vereinigte Hagelversicherung VVaG, Südzucker AG, Rabobank,…), eine Info- und Kontaktbörse in Zusammenarbeit mit der Universität Gießen, ein Coaching-Seminar zum Berufseinstieg, sowie Fachexkursionen (u.a. Molkerei, Brauerei sowie eine agrar- und ernährungspolitische Exkursion zum Landtag und zum Parlamentarischen Abend des VDL nach Wiesbaden). Auch wird wieder eine Delegation Gießener Studierender an der diesjährigen Bundesmitgliederversammlung in Rendsburg teilnehmen.Weitere Informationen, auch zum VDL-Stammtisch/VDL-Treff im Sommersemester 2012 finden Sie unter www.vdl-hessen.de

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Dr. Horst Menzinger wird 75

Am 20. Juni 2012 vollendet der Ehrenvorsitzende des VDL Landesverbandes Hessen e.V., Ministerialdirigent i.R. Dr. Horst Menzinger, sein 75. Lebensjahr.

Seit dem 01. Juli 1962 – also seit fast fünfzig (!) Jahren – ist Dr. Menzinger aktives Mitglied im VDL Landesverband Hessen e.V. und hat die gesamte Entwicklung seines VDL Hessen seit dieser Zeit maßgeblich und nachhaltig geprägt. Höchstes Engagement in der berufsständischen Arbeit zeigte Dr. Menzinger während seiner 12-jährigen Amtszeit (20. Mai 1974 bis 22. Mai 1986) als Landesvorsitzender des VDL Landesverbandes Hessen e.V.. Auch nach seiner aktiven Amtszeit als Landesvorsitzender war und ist Dr. Horst Menzinger stets präsenter, von hoher Sachlichkeit geprägter und dank seit seiner hohen sozialen Kompetenz allseits geschätzter Ratgeber des VDL Landesverbandes Hessen e.V.

Für sein bislang einzigartiges Engagement um die Belange seines Berufsverbandes verlieh ihm – im Rahmen des Festaktes zum 50-jährigen Bestehen des VDL Landesverbandes Hessen e.V. am 29. Mai 1998 in der Aula der Justus-Liebig-Universität Gießen – Vorstand und Mitgliederversammlung des VDL Hessen den Ehrenvorsitz. Auch seit dieser Zeit ist Dr. Menzinger unverzichtbarer Ratgeber des Vorstandes. Insbesondere die Kolleginnen und Kollegen, die eines der zahlreichen Treffen des Senioren- und Freundeskreises des VDL Landesverbandes Hessen e.V. besucht haben, wissen, dass noch heute das Organisationstalent, das Fachwissen und die Liebenswürdigkeit von Dr. Horst Menzinger unschlagbar sind. Der Senioren- und Freundeskreis, der auf die Initiative von Dr. Menzinger ins Leben gerufen wurde und der im vergangenen Jahr sein 15-jähriges Jubiläum feiern konnte, ist heute eine unverzichtbare Institution in unserem Verband und verbindet die „Ruheständler“ mit den im Berufsleben stehenden VDL-Mitgliedern – dies in ähnlicher Nachhaltigkeit wie die Sparte „Absolventen und Berufseinsteiger“ – die junge Absolventinnen und Absolventen mit den im Berufsleben stehenden Kolleginnen und Kollegen verbindet.

Alle Leistungen Dr. Menzingers im Haupt- wie auch im Ehrenamt zu schildern, würden den hier zur Verfügung stehenden Rahmen bei weitem sprengen. Nicht nur der VDL Landesverband Hessen e.V., sondern die hessische Agrarverwaltung und das gesamte Land Hessen hat Dr. Horst Menzinger viel zu verdanken.

Der VDL Landesverband Hessen e.V. gratuliert seinem Ehrenvorsitzenden, der sich auch im Ruhestand noch vielfältigen Aufgaben widmet, sehr herzlich zu seinem 75. Geburtstag, wünscht ihm alles Liebe und Gute, weiterhin gute Gesundheit, Wohlergehen und Schaffenskraft im Kreise seiner Familie.

Markus W. Ebel-Waldmann
VDL-Präsident

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Eröffnungsveranstaltung der Landwirtschaftlichen Woche Südhessen

„2012 wird für die Landwirtschaft ein Jahr der Weichenstellung“, sagte der Staatssekretär im hessischen Umweltministerium, Mark Weinmeister, anlässlich der Eröffnung der Landwirtschaftlichen Woche Südhessen am 30. Januar 2012 in der Stadthalle Gernsheim. Die Europäische Kommission habe mit ihren Verordnungsvorschlägen zur GAP nach 2013 keine zufriedenstellende Antwort auf die Fragestellungen der Zukunft gegeben. „Nun ist es an der Politik, sich in diesem Jahr auf eine kontroverse Diskussion und einen schwierigen Verhandlungsprozess einzustellen“, so Weinmeister.

Die EU-Kommission habe im Oktober 2011 rund 600 Seiten Verordnungstexte für die Agrarpolitik ab 2014 vorgelegt. Die Brüsseler Vorschläge seien nicht zukunftsorientiert, sondern griffen veraltete agrarpolitische Vorschläge aus den 80er und 90er Jahren auf, so Weinmeister Als Beispiel nannte der Staatssekretär die bürokratische und praxisfremde Fruchtartenregelung, die weder den ökologischen noch den ökonomischen Erfordernissen der Landwirte Rechnung trage. „Die Landwirtschaft hat in den vergangenen Jahrzehnten bewiesen, dass sie bereit und in der Lage ist, sich immer wieder neuen gesellschaftlichen Veränderungen zu stellen“, so Weinmeister. Die logische Konsequenz sei deshalb, dass die Anforderungen an die Gewährung der EU-Direktzahlungen nach dem Prinzip „öffentliches Geld für gesellschaftlich erwünschte Leistungen“ weiterentwickelt und immer wieder neu erklärt werden müsse. „Die Vorschläge der Europäischen Kommission schießen hierbei allerdings eindeutig über das Ziel hinaus. Wir fürchten, dass ein Direktzahlungssystem, das nicht nur Einkommen sichern, sondern künftig zusätzlich hochgesteckte umwelt-, struktur- und sozialpolitische Ziele erfüllen soll, schlichtweg überfordert wird. Es könnten bis zu sechs verschiedene Zahlungskomponenten entstehen“, so der Staatssekretär. So entstehe ein bürokratisches Monster, das keine Verwaltung mehr vernünftig steuern könne. „Die Generaldirektion Landwirtschaft hat errechnet, dass das Reformpaket zu einer weiteren Erhöhung der Bürokratiekosten um durchschnittlich 18 Prozent führen wird. Wir werden uns bei den Beratungen weiter intensiv für die Interessen unserer heimischen Landwirtschaft einsetzen“, so Weinmeister abschließend.

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5. VDL-Empfang bei der Landwirtschaftlichen Woche Südhessen

Zum fünften Mal in Folge richtete der VDL Landesverband Hessen e.V. am 30. Januar 2012 einen Empfang im Rahmen der 57. Landwirtschaftlichen Wochen Südhessen in der Stadthalle Gernsheim aus.

Zahlreiche VDL-Mitglieder aller Sparten, aber auch viele neue Kolleginnen und Kollegen, konnten Markus W. Ebel-Waldmann, Landesvorsitzender des VDL Landesverbandes Hessen e.V., und Peter Zimmer, Vorsitzender der VDL-Sparte „Öffentlicher Dienst, der für die Organisation der sehr gelungenen Veranstaltung verantwortlich zeichnete, willkommen heißen. Unter den Ehrengästen war auch in diesem Jahr auch der Präsident des Hessischen Bauernverbandes Friedhelm Schneider. Nach einem Sektempfang referierte VDL-Kollege Hendrik Garvert, Institut für Agrarpolitik und Marktforschung der Justus-Liebig-Universität Gießen eindrucksvoll zum Thema „Auswirkungen möglicher gesetzlicher Regelungen auf den Pflanzenschutz“ und stand den Teilnehmern in einer angeregten Diskussion Rede und Antwort. Ein gemeinsames Abendessen, das reichlich Raum für den kollegialen Austausch bot, rundete die sehr gelungene Veranstaltung ab.
Der 5. VDL-Empfang, der auch in diesem Jahr den geselligen Ausklang des ersten Tages der Landwirtschaftlichen Woche Südhessen bildete, fand auch bei deren Vorsitzenden Dr. Willi Billau ganz besondere Würdigung.

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Ministerin Puttrich zur Neuausrichtung der Gemeinsamen Agrarpolitik

„Die Europäische Agrarpolitik muss verlässliche Rahmenbedingungen schaffen damit die Landwirtschaft für künftige Praxisanforderungen gerüstet ist“, sagte die Hessische Ministerin für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Lucia Puttrich, anlässlich der Eröffnung der 64. Landwirtschaftlichen Woche Nordhessen am 10. Januar 2012 in Baunatal. Dabei stehe die steigende globale Nachfrage nach Agrarrohstoffen, die Aufwertung der von der Gesellschaft geforderten Gemeinwohlleistungen, die Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit der Landwirtschaft und die Folgen des Klimawandels im Fokus.

Die Ministerin verwies in ihrer Ansprache auf die Bedeutung des Jahrs 2012 für die hessische Agrarpolitik. Nachdem im Oktober des vergangenen Jahres die EU-Kommission rund 600 Seiten Verordnungstexte für die Agrarpolitik ab 2014 vorgelegt hat, sei es nun an der Politik, sich in diesem Jahr auf eine kontroverse Diskussion und einen schwierigen Verhandlungsprozess einzustellen. „Dürfen wir es zulassen, dass der Anbau landwirtschaftlicher Kulturpflanzen und die Haltung von Nutztieren künftig nur noch über patentierte Produktionssysteme möglich werden? Was ist zu tun, damit Wertschätzung von Lebensmitteln verbessert und die weit verbreitete Wegwerfmentalität abgebaut werden? Das sind Fragen, denen wir uns ideologie- und emotionsfrei stellen müssen“, so Puttrich. Leider habe die Europäische Kommission mit ihren Verordnungsvorschlägen zur GAP keine zufriedenstellende Antwort geliefert. „Ganz im Gegenteil. Die Vorschläge aus Brüssel stammen aus dem agrarpolitischen Instrumentenkasten der 80er und 90er Jahre. Sie sind nicht zukunftsorientiert, sondern rückwärtsgewandt“, so die Landwirtschaftsministerin weiter.

Als Beispiele nannte die Ministerin die pauschale Bereitstellung von ökologischer Stilllegungsfläche und die praxisfremde Fruchtartenregelung. Hessen sei auf dem richtigen Weg betonte Puttrich. Die hessischen Haupterwerbsbetriebe erzielten bei den Unternehmensergebnissen mit einem Plus von 43 Prozent bundesweit den höchsten Zuwachs. „Wir wissen alle, dass das Pendel auch schnell in die andere Richtung ausschlagen kann. Trotzdem kann im Ländervergleich für Hessen seit einigen Jahren eine stabile Aufwärtsentwicklung beobachtet werden“, so die Landwirtschaftsministerin. Dies sei ein Verdienst der hessischen Landwirte, die offensichtlich einen guten Job machen würden. „Sie verstehen ihr Handwerk und können sich im Wettbewerb mit ihren Nachbarn aus Niedersachsen, Thüringen oder Bayern gut behaupten“, so die Ministerin weiter. Auch die hessische Landwirtschaftspolitik der vergangenen Jahre habe einen Beitrag zu dieser Entwicklung geleistet. In der zurückliegenden Dekade sei die Investitionsförderung ein zentrales Instrument zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der hessischen Landwirtschaft gewesen. Seit 2001 wurden mehr als 1.600 landwirtschaftliche Investitionsvorhaben mit insgesamt 143 Millionen Euro an öffentlichen Beihilfen gefördert. „Niemals zuvor bestanden in Hessen über einen so langen Zeitraum mit einem so hohen finanziellen Engagement solch verlässliche agrarförderpolitische Rahmenbedingungen. Das ist für mich kein Grund in unseren Anstrengungen nachzulassen. Optimierungsbedarf sehe ich in einer noch zeitgerechteren Auszahlung und einer Beschleunigung der Abläufe“, ergänzte Puttrich.