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Finanzkrise hat Arbeitsmarktsituation verschlechtert

Die Gewinnsituation der Firmen war 2011meist gut und die Arbeitsmarktsituation für die Absolventen der Fachhochschule Bingen zufriedenstellend. Teilweise beklagten Firmen, keine geeigneten Mitarbeiter zu bekommen. Die Finanzkrise und insbesondere die derzeitigen Diskussionen um den Euro lassen die Firmen bezüglich Neueinstellungen von FH-Absolventen vorsichtiger werden.

Um die Einarbeitungskosten zu reduzieren, werden vielfach Berufserfahrungen nachgefragt. Diese Probleme hören wir immer wieder von unseren jungen Absolventen. Die Mehrzahl der Unternehmen wünscht bei Stellenausschreibungen Bewerber mit entsprechender Berufserfahrung. Aber jeder muss einmal anfangen und erst Berufserfahrung sammeln. Die Arbeitslosenquote bei FH-Absolventen des grünen Bereichs ist gering. Hierbei muss jedoch bedacht werden, dass viele Absolventen derzeit in Berufsfeldern tätig sind, die nicht ihrer Ausbildung entsprechen. Eine hohe Zahl von Absolventen überbrückt die Zeit bis zur geeigneten Stellenfindung außerdem im elterlichen landwirtschaftlichen Betrieb und wird nie als arbeitslos in die Statistik eingehen.

Größere Probleme haben Binger Fachhochschulabgänger ohne deutsche Staatsangehörigkeit. Neulich äußerte ein aus China stammender Bewerber, was soll der Quatsch der deutschen Politiker, Fachkräfte aus dem Ausland anzuwerben, wenn Firmen und Behörden trotz bester Zeugnisse und Referenzen keine ausländischen Bewerber einstellen wollen.

Aktuell begleiten wir einige Bewerber bei Ihren Bemühungen um eine neue Stelle. Diese Aktivitäten sind durch unsere Aktivitäten in den Abschluss-Semestern in den letzten Jahren stärker nachgefragt. Auch ist die Berufsorientierung der Studierenden insgesamt schwieriger geworden. Die hohe Nachfrage nach „günstigen“ und engagierten jungen Bewerbern darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Vergütungssituation seit Einführung des Bachelor schwieriger geworden ist. Besonders durch Praktika und Teilnahme an Tagungen etc. ist jedoch auch vielen Absolventen ein schneller Einstieg in Unternehmen gelungen. Das Spektrum der Möglichkeiten, aber auch der vergeblichen oder erfolgreichen Bewerbungen ist größer geworden. Die nachfolgende Master-Ausbildung eröffnet meist eine größere Stellenauswahl.

Positiv werden von den jungen Absolventen unsere VDL-Veranstaltungen an der Fachhochschule angesehen. Hierbei werden die Absolventen informiert, wie man sich erfolgreich bewerben kann und auf welche Fakten Personalchefs bei Bewerbungen und Vorstellungsgesprächen achten. Auch 2012 haben wir wie in den Vorjahren wieder eine solche Veranstaltung für die Absolventen desAbschlusssemesters an der Fachhochschule Bingen vorgesehen.

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Rhetorik-Intensiv-Workshop des VDL-Landesverband Ost

Unter diesem Motto hatte der VDL-Landesverband-Ost am 25. und 26. November zu einem Rhetorik-Workshop für Studierende und Absolventen nach Berlin eingeladen, der unter der Leitung von VDL-Präsident Markus W. Ebel-Waldmann stand.

In den Räumlichkeiten der Humboldt Universität feilten zwölf Teilnehmer an ihren rhetorischen Fähigkeiten. Auf dem Stundenplan des ersten Tages stand das „Handwerkszeug“. Themen waren unter anderem „die Hauptfehler der rhetorischen Praxis“, „Körpersprache“, aber auch „rhetorische Tricks und Ihre Abwehr“. Im Vordergrund dieses Workshops stand aber nicht die „graue Theorie“, sondern das spielerische Erlernen rhetorischer Schlüsselkompetenzen mithilfe praktischer Übungen. So durften die Teilnehmer am zweiten Tag selbst aktiv werden. Jeder erarbeitete eine 10-Minütige Rede, die anschließend vor der Gruppe vorgetragen und bewertet wurde. Gearbeitet wurde nicht nur am sicheren Auftreten und einer gewandten Ausdrucksweise, sondern auch an einer glaubwürdigen Selbstdarstellung der Teilnehmer. Fazit: In dem Rhetorik-Intensiv-Workshop wurden Kenntnisse vermittelt, mit denen Studierende Redesituationen – z.B. auch in Prüfungen – erfolgreich meistern können!

Text: Klepatzki

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VDL Hannover erkundet heimische Aquakultur

Dass Fische und Wasser untrennbar zusammengehören, war den Teilnehmern der Exkursion zum Forellenhof Kröger in Wörme schon vorher klar. So viel Wasser, wie die Wolken am 7. September 2011 über der Exkursion ausschütteten, wäre allerdings nicht nötig gewesen. Die VDL-er erwiesen sich aber als wetterfest und ließen sich einen so interessanten Betrieb nicht entgehen.

Den Bericht und die Bilder zur Veranstaltung finden Sie hier.

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Strategien für einen modernen Zierpflanzenbau

Am 23. November 2011 besuchten 20 Mitglieder des VDL-Landesverbandes Hannover die Lehr- und Versuchsanstalt für Gartenbau (LVG) der Landwirtschaftskammer Niedersachsen in Hannover-Ahlem. 1955 etablierte die Landwirtschaftskammer Hannover hier eine Fachschule für Meisterschüler im Gartenbau zusammen mit einer gartenbaulichen Versuchsanstalt. Heute steht die Fort- und Weiterbildung für Unternehmer, Betriebsleiter und Mitarbeiter aus dem Gartenbau im Mittelpunkt der Lehrtätigkeit. Überregional bekannt ist die LVG vor allem für die Ahlemer Seminare und die Ahlemer Betriebsleitertage.

Den Bericht über die Besichtigung lesen Sie hier.

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Agrarbetriebe in Mecklenburg-Vorpommern auf dem Weg in die Zukunft

Am 23.09.2011 fand die diesjährige Fachexkursion des VDL Landesverband Ost nach Mecklenburg-Vorpommern statt. Sie stand unter dem Zeichen der kommenden Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik mit dem Thema „Anpassungsstrategien landwirtschaftlicher Unternehmen an die Neuordnung der EU-Förderung 2013 und an das Auslaufen der Milchquote“.

Neben Mitgliedern des VDL und VDAJ bereicherten Mitarbeiter der LMS Landwirtschaftsberatung Mecklenburg-Vorpommern/Schleswig-Holstein GmbH die Veranstaltung.

Erstes Ziel war die Agrargesellschaft Hohen Wangelin mbH & Co. KG. Die Hauptaktivitäten bilden die Rinder- und Schweinemast mit dem dazugehörigen Futterbau, daneben Ackerbau und seit Neuestem eine Biogasanlage. In der Diskussion stellte Betriebsleiter Herr Kruse fest, dass die Futterbaubetriebe bei der derzeitigen Reform die Hauptverlierer seien (Abschmelzen der Topup-Zahlungen). Langfristig wäre es wünschenswert, wenn die Betriebe ihr Wirtschaften vorrangig am Markt und weniger an der Agrarpolitik ausrichten könnten. Er betonte, dass mit Viehwirtschaft nicht das große Geld verdient werden kann, er aber zuversichtlich sei, dass sich der Betrieb über Qualitätsführerschaft und Wachstum weiterhin behaupten wird.

Anschließend befassten wir uns mit der Aquakultur. Auf dem Gelände befinden sich die Forschungshallen der Landesforschungsanstalt für Landwirtschaft und Fischerei Mecklenburg-Vorpommern. Diese betreibt hier Versuche zur Aufzucht von Forellen, Zander und Saiblingen. Ziel des Forschungsvorhabens ist es, die Aquakultur als zusätzliches Standbein für landwirtschaftliche Betriebe zu etablieren. Die bisherigen Forschungsergebnisse sehen dabei sehr vielversprechend aus. Diese Kreislaufanlagen zeichnen sich durch einen sehr geringen Wasserverbrauch aus, hohe Wachstumsraten der Fische bei optimal temperierten Umlaufwasser sowie die Nachnutzung vorhandener Wärmequellen wie beispielsweise einer Biogasanlage. Mittelfristig wird die Aquakultur die Teichwirtschaft ablösen, da in der Teichwirtschaft der Stoffeintrag in die Umwelt nicht zu verhindern sei. Laut Herrn Jennerich, Leiter des Instituts für Fischerei, sind die günstigsten Vorrausetzungen für die Aquakultur ein eigener Brunnen für die Wasserversorgung, Flächen für die Abwasserentsorgung, eine günstige Wärmequelle und das Vorhandensein von Gebäuden.

Beim Mittagessen im Müritzeum in Waren konnte man die einheimischen Fische, wie z.B. die Großmaräne, kosten. Anschließend konnten die Teilnehmer einen kurzen Rundgang durch das Müritzeum, dem Informations- und Naturerlebniszentrum für den Müritz-Nationalpark und die Mecklenburgische Seenplatte, machen.

Die letzte Station der Exkursion war die Agrar Eldequell GmbH in Knüppeldamm, einem Ortsteil von Fincken. Herr Majerus, der Geschäftsführer der LMS Landwirtschaftsberatung in Mecklenburg-Vorpommern/Schleswig-Holstein GmbH, hatte diesen Betrieb für eine Besichtigung ausgesucht. Obwohl der Geschäftsführer Herr Ellerkamp doch unsicher war, ob sein Betrieb der richtige wäre, waren alle Exkursionsteilnehmer sehr begeistert. Denn das Thema der diesjährigen VDL-Jahresexkursion „Anpassungsstrategien landwirtschaftlicher Unternehmen an die veränderte Agrarpolitik nach 2013 und 2015“ wird in diesem Betrieb sehr anschaulich umgesetzt. Der Betrieb ist zurzeit noch eine Großbaustelle. Aber es war sehr gut erkennbar, wo die Reise hingehen wird, nämlich zu einem zukunftsfähigen Milchviehbetrieb.

Die Agrargenossenschaft eG Eldequell bewirtschaftet eine landwirtschaftliche Nutzfläche von 1.400 ha, davon 1.000 ha Ackerland mit 25 bis 27 Bodenpunkten und 400 ha Grünland, hauptsächlich Niedermoorflächen mit etwa 35 Bodenpunkten. Als Experte für Pflanzenbau hat Herr Ellerkamp beschlossen, dass „die Veredlung an diesem Standort unter den hier herrschenden Bodenbedingungen bleiben muss“. In den Ställen stehen 300 Milchkühe und deren Nachzucht für die Eigenremontierung sowie 150 Mutterkühe auf den umliegenden Grünlandflächen. Dass der Betrieb für die Zukunft gerüstet sein will, zeigt die Investition in einen neuen Aufzuchtstall für die Jungrinder. Dort werden die Jungtiere ab dem Alter von 5 Monaten bis zur Abkalbung sowie die Trockensteher und alle weiteren Abkalber stehen. Weiterhin wurden fast sämtliche Dachflächen von einer Photovoltaikfirma mit Photovoltaikelementen versehen. Ebenso wurde eine Biogasanlage mit einer Leistung von 500 kWh errichtet, die seit Mitte August im Betrieb ist. In Zukunft soll auch die Milchviehherde in Bezug auf die Milchmenge züchterisch verbessert werden, die derzeit bei 9.200 kg Jahresmilchleistung liegt (Fett 4,3 %, Eiweiß 3,3 %). Geplant ist, die jährlich produzierte Milchmenge von 1,3 Mio. kg auf 2,3 Mio. kg zu steigern. Die umfassenden Umbauten sollen Ende 2011 abgeschlossen werden. Alles in allem war dieser Betrieb ein sehr anschauliches Beispiel dafür, wie die Zukunft von Betrieben gesichert werden kann, nämlich durch Investitionen und Anpassungen an neue Gegebenheiten.

Text: Arvid Salzwedel, Caroline Klutke, Hanna Garcke

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7.VDL-Alumni-Treffen 2011 des VDL Hessen

„Käse erst macht geschickt die Zunge, den Wein zu verkosten“ – Gießener Absolventen trafen sich in der Zentrale der Vereinigten Hagelversicherung VVaG.

Nach dem großen Erfolg der VDL-Absolvententreffen in den vergangenen Jahren fand auch in diesem Jahr, am 11. November 2011, das „VDL-Alumni-Treffen 2011“ in der Zentrale der Vereinigten Hagelversicherung VVaG statt.

Die über 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurden bei einem Sektempfang hoch über den Dächern von Gießen durch den Landesvorsitzenden des VDL Landesverbandes Hessen e.V., Markus W. Ebel-Waldmann, den Vorstandsvorsitzenden der Vereinigten Hagelversicherung, Dr. Rainer Langner, sowie den Vorsitzenden des Förderkreises des Fachbereichs Agrarwissenschaften, Ökotrophologie und Umweltmanagement, Dr. Harald Müller begrüßt. Der neue Dekan des Gießener Fachbereichs 09 Agrarwissenschaften, Ökotrophologie und Umweltmanagement, Prof. Dr. Dr. Peter Kämpfer, berichtete den Alumnis ausführlich über die aktuellen Entwicklungen an seinem Fachbereich und bekannte sich dazu die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen der Universität Gießen und dem VDL fortzusetzen.

Höhepunkt des Abends war ein „Käseseminar“ unter der äußerst fachkundigen, anspruchs- und humorvollen Leitung von Dr. Michael Rickert, Tierarzt, Agrarwissenschaftler und Fachmann für Lebensmittelhygiene. Auf unnachahmliche Weise verstand es Dr. Rickert die Teilnehmer drei Stunden in die Welt des Käses zu entführen. Bei flankierenden Weinen wurden Büffel-Mozzarella, Reblochon, Roquefort, Ziegenbrie, Tilsiter, Appenzeller, Tomme de Gruyeres, Emmentaler, Mimolette, Brousse des Rove, Stilton etc. verkostet.

Mit einem Zitat von Martin Luther brachte Dr. Rickert treffend auf den Punkt wie Käse beschaffen sein soll:

Non Argus, largus: Ein guter Käse soll nicht wie Argus unzählige Augen, sprich Löcher, haben. Auch sei er nicht knauserig klein, sondern freigiebig und groß.

Non Methusalem, Magdalena: Ein Alter wie Methusalem ist auch nicht erstrebenswert, vielmehr soll er der schönen tränenreichen Büßerin (Maria) Magdalena gleichen.

Non Habakuk, Lazarus: Zu Brei, wie Habakuk ihn kochte, sollte ein Käse nicht werden, sondern er sollte dem armen Lazarus nacheifern, von dem man hört: „Er stinket schon“

Caseus iste bonus: Das ist ein guter Käse

Die gastgeberischen Qualitäten der Vereinigten Hagelversicherung, deren Vorstand auch an dieser Stelle sehr herzlich gedankt wird, ließen auch in diesem Jahr keinen Wunsch offen. So klang der Abend bei gutem Wein, hervorragendem Essen und angeregten Gesprächen in dem herrlichen Ambiente aus.

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Zukunftsperspektiven der Zuckerwirtschaft

Am 18. Oktober 2011 führten die Landesverbände Hannover und Hamburg im Rübenanbaugebiet Uelzen eine Exkursion entlang der Wertschöpfungskette Zucker durch. Für die Zuckerfabrik Uelzen, das größte der 18 Werke der Nordzucker AG, ernten 2.700 Rübenanbauer von ca. 36.000 ha Anbaufläche jeden Tag etwa 16.600 t Rüben für die Zuckerfabrik Uelzen, aus denen täglich 2.700 t Zucker hergestellt werden.

Bilder und einen Kurzbericht von der Veranstaltung finden Sie hier.

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Besuch bei Landhandel Weiterer

Der VDL-Landesverband Hannover besuchte am 7. Mai 2011 die Landhandel Weiterer GmbH in Algermissen, um sich über den privaten Landhandel und das aktuelle Geschehen auf den Weltgetreidemärkten zu informieren.

Den Bericht mit den Bildern zur Veranstaltung finden Sie hier.