VDL-Bayern: Online-Stammtisch am 4. April 2022

Foto: VDL-Bayern

Der nächste Online-Stammtisch der Landesgruppe Bayern findet am Montag, den 4. April 2022, ab 20.00 Uhr statt.

Was anfangs nach dem Motto lief „Das Beste draus machen“, ist auch bei sich abzeichnenden erträglichen Verläufen einer Corona-Infektion so etwas wie eine passable Veranstaltungsvariante geworden: Das Online-Format. In einem “Flächenland“ wie Bayern hat es halt seine Vorteile, wenn man zu einem Stammtisch oder anderen Veranstaltungen nicht erst lange Anreisestrecken bewältigen muss, sondern bequem vor dem PC bzw. Laptop an der Kommunikation teilnehmen kann. Natürlich kann dieses Format eine Präsenzveranstaltung mit persönlichem Meinungsaustausch und gemütlichem Beisammensein nicht ersetzen Aber immerhin kann es dazu beitragen, auch über größere Distanzen die Verbindung zu halten.

In diesem Sinne wollen wir den 4. April 2022 nutzen. Neben allgemeinen Informationen zum VDL-Geschehen und zur VDL-Arbeit in der Landesgruppe Bayern – speziell im Hinblick auf die Jahrestagung vom 19. bis 21. Mai 2022 in Landshut – wird es auch wieder mit der „Aktuellen Stammtischfrage“ einen Informationspart geben, bei dem es natürlich wieder etwas zu gewinnen gibt. Nach Backwaren, Bier und Fleisch/Wurst ist er dieses Mal wieder im Getränkebereich angesiedelt. Die Teilnahme lohnt sich also.

Anmeldungen unter Mail: landesgruppe.bayern@vdl.de

Text: VDL-Bayern

VDL-Hamburg: Mitgliederversammlung am 23. April 2022 im Wälderhaus

Foto: cometohamburg.com

Nachdem es aufgrund der Corona-Pandemie lange nicht möglich war, sich zu treffen, werden wir am 23. April 2022 um 14:30 Uhr unsere Mitgliederversammlung in Präsenz im Wälderhaus durchführen.

Die Einladung geht in den nächsten Tagen auf den Weg. Im Anschluss wollen wir bei einem Bier vom Fass die exzellente Küche im Wälderhaus genießen, alte Bekanntschaften erneuern und uns über gemeinsame Veranstaltungen mit dem Landesverband Niedersachsen austauschen.

Text: VDL-Hamburg

VDL-Ost: Green Livestream mit Maria Mundry

Foto: VDL-Ost

Am 15. März 2022 hat der VDL-Ost wieder eine Veranstaltung der Reihe “Green Livestream- Der Grüne Berufstalk“ durchgeführt.

Zu Gast war dieses Mal unser Vorstandsmitglied Maria Mundry, die in dem einstündigen Gespräch über ihren Werdegang, ihre Arbeit als Geschäftsführerin des Kreisbauernverbands Ostprignitz-Ruppin und über ihren landwirtschaftlichen Betrieb „Schwarze Kuh“ sprach.

Besonders spannend war es für die ZuhörerInnen zu erfahren, wie die Arbeit einer Kreisbauernverbandsgeschäftsführerin aussieht, welche täglichen Herausforderungen zu meistern sind und wie die „Schwarze Kuh“ vermarktet wird. In dem Gespräch schilderte Maria zudem eindrücklich wie die verschiedenen Stationen ihres Lebens sie geprägt haben, wie der Spagat zwischen zwei Tätigkeiten gelingen kann und auch welche Veränderungen der Umzug von Berlin-Mitte nach Brandenburg mit sich gebracht hat.

Wir danken Dir für deine Offenheit und das sehr angenehme Gespräch, Maria!

 

Der „Green Livestream – Der grüne Berufstalk“ ist ein digitales Format zum beruflichen Austausch, bei dem Berufssuchende und Berufstätige innerhalb der grünen Branche zusammengebracht werden sollen. Bei jeder Veranstaltung stellen wir ein VDL-Mitglied, den individuellen beruflichen Werdegang sowie den derzeitigen Arbeitgeber näher vor. Im Anschluss an das moderierte Gespräch können die Teilnehmenden Fragen an den Talkgast stellen.

Text: VDL-Ost

VDL-Niedersachsen: Agrarier-Stammtische

Die Agrarier-Stammtische bieten eine gute Basis, miteinander in Kontakt zu kommen und zu bleiben.

Die Leute, die sich am 8. März 2022 beim „grenzenlosen“ Stammtisch getroffen haben, wären sich im richtigen Leben nicht so einfach begegnet. So redet man über immer neue Themen und gewinnt neue Einsichten, die im eigenen Bekanntenkreis so vielleicht noch nie diskutiert wurden.

Auch bei den Treffen vor Ort wird deutlich, dass persönliche Begegnungen einen ganz neuen Stellenwert haben, wie man am 9. März 2022 im Schirrmanns in Oldenburg erleben konnte.

Die nächsten Termine finden wieder in Präsenz bei Fassbier und Currywurst etc. statt: Am 12. April 2022 ab 18 Uhr in Hannover im Alexander, am 13. April 2022 ab 19 Uhr im Schirrmanns in Oldenburg. Anmeldung ist nicht erforderlich, einfach hingehen!

Digitalisierung in den Lebenswissenschaften: Neue Chancen auf dem Arbeitsmarkt

Foto: JLU Gießen

GGL Career Day: Neue Karrierechancen für Promovierende sowie Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler

Eine Promotion in den Lebenswissenschaften eröffnet vielfältige Karrieremöglichkeiten, aber welche ist die Richtige?

Um den Promovierenden einen Überblick über die verschiedenen Karrierewege zu geben und die Entscheidung zu erleichtern, hatte das Gießener Graduiertenzentrum Lebenswissenschaften (GGL) zu seinem 12. Career Day am 17. März 2022 eingeladen. In diesem Jahr standen die neuen Perspektiven und Chancen in der Arbeitswelt im Mittelpunkt, welche die Digitalisierung mit sich bringt.

Absolventinnen und Absolventen der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) berichteten ebenso wie Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler von ihrem Karriereweg und ihrer Tätigkeit in der Industrie, in Behörden und im universitären Umfeld. Sie gaben Tipps zur Karriereplanung und stellen ihren Arbeitsalltag und aktuellen Arbeitgeber vor. Die Themen reichten von Impfstoffentwicklung über Regionalplanung mittels Geoinformation hin zu Bioinformatik und professionellem Forschungsdatenmanagement.

Gesprochen hatten unter anderem Dr. Bernhard Remes und Andrea Schmidt, die als klinische Forschende bei der Gießener Alcedis GmbH tätig sind; Julia Gotthard, die als Senior Software Verification Engineer bei der Tecan GmbH arbeitet; die Prozessentwicklerin bei der CSL Behring GmbH Dr. Parameswari Govindarajan; Justine Vandendorpe, die bei ZB MED als Data Steward beschäftigt ist und der Postdoc für Bioinformatik und Systembiologie an der JLU Dr. Jochen Blom. Die Personalberatung im Life Science-Bereich Real Staffing gab außerdem eine professionelle Einschätzung des aktuellen Arbeitsmarktes.

Neben den persönlichen Erfahrungsberichten verschiedener Alumni der JLU bot sich zusätzlich die Gelegenheit zum informellen Gespräch mit den Vortragenden und den Firmenvertretern. Ergänzt wurde das Programm durch einen Check von Bewerbungsunterlagen in englischer oder deutscher Sprache.

Das GGL bietet Promovierenden ein interdisziplinäres Graduiertenprogramm für alle Fachgebiete der Lebenswissenschaften. Der GGL Career Day richtet sich vorrangig an Promovierende der Lebenswissenschaften der JLU und der umliegenden akademischen Einrichtungen.

Quelle: JLU Gießen

VDL-Studierende Bonn: Wählen & Grillen

Foto: Pixabay

Zur diesjährigen Wahl der VDL-Studierendengruppe Bonn sind deren Mitglieder herzlich eingeladen. Gewählt werden 1. und 2. Vorsitzende sowie 1. und 2. Kassenwart. Auch andere Referate suchen Unterstützung. Gerne kann sich jeder Gedanken dazu machen ob und wie er/ sie sich in den VDL mit einbringen kann. Bei Fragen zu einzelnen Referaten wie z.B. Vorsitz stehen wir natürlich gerne zur Verfügung.

Stattfinden wird die Wahl am 6. April 2022 um 18:00 Uhr in den Räumlichkeiten der Fachschaft Agrarwissenschaften im Katzenburgweg 9. Der offizielle Teil dauert wahrscheinlich bis 19:30 Uhr. Danach wollen wir bei einem Bierchen und einer Wurst vom Grill, gemeinsam mit der Fachschaft den Abend ausklingen lassen.

Wer nicht in Präsenz dabei sein kann, hat die Möglichkeit über Zoom an der Wahl teilzunehmen. Anmeldung und Zugangsdaten über studierende.bonn@vdl.de.

Ein weiterer Punkt ist die T-Shirt Bestellung, die die meisten von euch wahrscheinlich schon mitbekommen haben. Wir machen dieses Jahr eine Sammelbestellung für die VDL-Shirts. Auf der Rückseite ist VDL-Landesverband NRW gedruckt. Auf die Vorderseite das VDL-Logo sowie euer Name bzw. Spitzname. Das T-Shirt wird ca. 30 € kosten. Für die Bestellung schickt uns einfach eine Mail an studierende.bonn@vdl.de mit eurem Namen und Adresse (für die Rechnung), der Größe, den Namen der auf der Vorderseite stehen soll, sowie ob ihr Herren oder Damen Schnitt haben möchtet.

Text: VDL-Studierende Bonn

Hochschulen der Region Mittelrhein unterzeichneten Kooperationsvertrag für die Bundesgartenschau 2029

Auf dem Campus der TH Bingen trafen sich zur Vertragsunterzeichnung (von links): Prof. Dr. Antje Krause (Technische Hochschule Bingen), Prof. Dr. Stefan Wehner (Universität Koblenz-Landau), Prof. Dr. Kristian Bosselmann-Cyran (Hochschule Koblenz) und Prof. Dr. Hans Reiner Schultz (Hochschule Geisenheim). Bildquelle: TH Bingen / Christine Böser

In sieben Jahren öffnet die Bundesgartenschau Welterbe Oberes Mittelrheintal 2029 ihre Tore. Mit dieser Großveranstaltung geht ein Entwicklungsprozess einher, der die Region nachhaltig prägen sowie verändern wird und auch für die hiesigen Hochschulen eine besondere Chance darstellt. Die Technische Hochschule Bingen, die Hochschule Koblenz, die Universität Koblenz-Landau und die Hochschule Geisenheim haben nun an der Technischen Hochschule Bingen einen Kooperationsvertrag unterzeichnet, in dem die vier Bildungseinrichtungen ihre Zusammenarbeit und gemeinsame Präsenz auf der Bundesgartenschau 2029 vereinbart haben.

„Die BUGA 2029 stellt für unsere Hochschulen eine besondere Chance dar, um auf dieser Plattform die Hochschullandschaft im Oberen Mittelrheintal mit ihren vier Standorten und der Vielfalt an inhaltlichen Ausrichtungen und Studiengängen öffentlichkeitswirksam zu präsentieren“, betont Prof. Dr. Kristian Bosselmann-Cyran, Präsident der Hochschule Koblenz. Neben der praktischen Verankerung der Hochschulen in der Region erhöhe dies ihre Sichtbarkeit für ein internationales Publikum. Auch Prof. Dr. Antje Krause, Präsidentin der Technischen Hochschule Bingen, ist sich sicher: „Ein gemeinsamer Auftritt der Hochschulen kann wesentlich dazu beitragen, das Profil der Hochschullandschaft im Oberen Mittelrheintal zu stärken und die Potenziale der BUGA 2029 wirkungsvoll auszuschöpfen.“

Der unterzeichnete Vertrag sieht vor, dass sich die Hochschulen in den kommenden Jahren gemeinsam an den Vorbereitungen zur Bundesgartenschau beteiligen und dort während der Durchführung im Jahr 2029 gemeinsam auftreten. Eine gemeinsame Präsenz der Hochschulen kann sich in der Praxis in vielfältigen Kooperationen in Lehre und Forschung niederschlagen, wie in dem seit vielen Jahren laufenden kooperativen Studiengang zum Thema Keramik und dem geplanten zum Thema Gewässerkunde oder zum Thema Wasser. Weiterhin denkbar sind beispielsweise Veranstaltungen wie Tagungen, Vortragsreihen und Workshops sowie Ausstellungsbeiträge und Bürgerbeteiligungen. „Gleichzeitig ist neben der fachlich-inhaltlichen Ebene auch eine gemeinsame Dachmarke mit Logo, Internetauftritt und breit aufgestellter Öffentlichkeitsarbeit von Vorteil, um Ressourcen zu bündeln und die Wirksamkeit zu erhöhen“, erklärt Prof. Dr. Stefan Wehner, Vizepräsident für Koblenz der Universität Koblenz-Landau.

Die Zusammenarbeit der vier Hochschulen ist in den vergangenen drei Jahren durch regelmäßigen Austausch der Hochschulen untereinander sowie mit der Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz, aus der mittlerweile die BUGA Koblenz 2029 GmbH hervorgegangen ist, beständig gewachsen. Basis für diese Zusammenarbeit waren und sind gemeinsame Lehr- und Forschungsprojekte im Oberen Mittelrheintal, beispielsweise in Form der Studie „Kommunale Klimaanpassung im Welterbe Oberes Mittelrheintal“, die 2020 von der Hochschule Koblenz, der Technischen Hochschule Bingen und der Hochschule Geisenheim gemeinsam veröffentlicht wurde.

Obwohl sieben Jahre bis zur Durchführung der Bundesgartenschau 2029 nach einer langen Zeit klingen, werden bereits jetzt wichtige Weichenstellungen wie etwa die Wettbewerbe der Planungsbüros im Jahr 2023 vorgenommen. „Parallel dazu werden die kooperierenden Hochschulen eigene Visionen formulieren, damit die Konzepte Hand in Hand gehen können“, weiß Prof. Dr. Hans Reiner Schultz, Präsident der Hochschule Geisenheim, „um unsere Chance auf Mitgestaltung in dieser Phase zu nutzen und als Kooperationspartner handlungsfähig zu sein, möchten wir nun den Austausch untereinander noch intensivieren und in einem nächsten Schritt ein gemeinsames Leitbild als Basis unserer gegenseitigen Unterstützung formulieren.“ Dazu ist im Frühjahr ein Workshop an der Hochschule Koblenz geplant, der die fachlich-inhaltliche Ausrichtung der wissenschaftlichen Beiträge weiter konkretisieren wird.

Quelle: HS Geisenheim University

Prof. Lore Steubing – ein Leben für die Pflanzenökologie

Foto: JLU/Maria Sikorski

JLU würdigt Pflanzenökologin und erste Professorin Lore Steubing zum 100. Geburtstag mit einem Festakt – Eröffnung einer Wanderausstellung

Erinnerung an die vorbildliche Pionierarbeit einer herausragenden Wissenschaftlerin: Das Institut für Pflanzenökologie der Justus-Liebig-Universität (JLU) Gießen gedachte der im Januar 2012 verstorbenen Professorin Dr. Dr. h.c. Eleonore („Lore“) Steubing anlässlich ihres 100. Geburtstags mit einem Festakt. Zugleich wird die Wanderausstellung „Lore Steubing – Eine Menge an Energie“ eröffnet, die vom Institut für Biologiedidaktik der JLU für das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) erstellt wurde. Der Festakt kann im Livestream https://youtu.be/IHHT05sAy00 abgerufen werden.

„Prof. Lore Steubing war eine außergewöhnliche Persönlichkeit und herausragende Wissenschaftlerin. Ihr Name steht seit über 50 Jahren für die Bedeutung der Pflanzenökologie nicht nur in Gießen, sondern weit darüber hinaus. Sie ist Botschafterin der Justus-Liebig-Universität Gießen und hat den Namen der Universität in die Welt getragen“, erklärte Prof. Dr. Christoph Müller, Geschäftsführender Direktor des Instituts für Pflanzenökologie (IFZ) der JLU und zweiter Nachfolger von Prof. Lore Steubing.

Prof. Dr. Dr. h.c. Eleonore („Lore“) Steubing

Lore Steubing wurde am 1. Februar 1922 in Hamm/Westfalen geboren. Schon während der Schulzeit entdeckte sie die Liebe für die Biologie und die ökologische Forschung. Dieses Interesse führte sie nach dem Abitur im Jahr 1939 zum Biologiestudium an die Friedrich-Wilhelms-Universität (heute Humboldt Universität) in Berlin. Da sie das Studium kriegsbedingt dort nicht fortsetzen konnte, zog sie mit ihrem Vater und ihrer sehr geliebten Stiefmutter (ihre Mutter war kurz nach ihrer Geburt verstorben) nach Greifswald/Pommern, dem Geburtsort ihres Vaters. Dort setzte sie ihr Studium an der Ernst-Moritz-Arndt Universität fort. In den ersten, sehr schwierigen Nachkriegsjahren arbeitete sie neben ihrem Studium unter anderem als Schafschererin, Stallmagd und Melkerin. Ihr Studium schloss sie 1947 mit der Promotion über „Beiträge zur Ökologie der Hiddenseer Strandpflanzen unter besonderer Berücksichtigung der Wurzelsysteme“ ab. Von dort aus folgte sie einem Ruf der Pädagogischen Hochschule in Potsdam. Ende 1952 habilitierte sie sich dort im Fach Botanik und lehrte bis Ende 1956 die Allgemeine Botanik und Geobotanik.

Anfang 1957 floh sie über Berlin (West) in die Bundesrepublik, obwohl sie kurz zuvor in Potsdam eine Professur mit Lehrauftrag für Allgemeine Botanik und Geobotanik erhalten hatte. Aufgrund eines wissenschaftlichen Kontakts wählte sie Gießen als Anlaufpunkt. Trotz anderer Möglichkeiten, etwa ein Ruf zur ETH Zürich und ein Wechselangebot zur UNESCO in Paris, blieb Gießen bis zu ihrem Tod im Jahr 2012 der Lebensmittelpunkt von Prof. Steubing.

Der Start in Gießen war für sie allerdings alles andere als einfach. Bevor sie eine Assistentenstelle erhielt, musste sie sich mit einer Aushilfstätigkeit beim Deutschen Wetterdienst bescheiden. Erst 1969 erreichte sie ihr angestrebtes Ziel: Sie wurde ordentliche Professorin und erste Direktorin des neu gegründeten Instituts für Pflanzenökologie, das sie bis zu ihrer Emeritierung leitete und systematisch weiterentwickelte.

Für Lore Steubing war es von zentraler Bedeutung, Fragen der Pflanzen- und Agrarökologie sowie deren Auswirkungen auf die Lebensverhältnisse ganzheitlich zu sehen. Eine Erkenntnis, die gerade in jüngster Zeit vor dem Hintergrund der globalen Probleme zurecht betont wird. Interdisziplinäre Forschungsansätze und internationale Zusammenarbeit sind die Voraussetzung für eine erfolgreiche Erforschung der globalen komplexen Fragen im Zusammenhang mit dem Klimawandel. Prof. Steubing hat dies früh erkannt. Um die Bedeutung ökologischer Forschung in Deutschland besser zu vernetzen und sichtbarer zu machen, wurde auf ihre maßgebliche Initiative hin 1972 in Gießen die „Gesellschaft für Ökologie“(GFÖ) gegründet und durch sie als Gründungspräsidentin geleitet. Heute ist die GFÖ eine der größten ökologischen Gesellschaften Europas.

Darüber hinaus hat sie sich auch für internationale Forschungszusammenarbeit eingesetzt, eine Vielzahl von Exkursionen in zahlreiche Länder durchgeführt und erfolgreich Forschungsnetzwerke u. a. mit Chile, China, Kolumbien, Ungarn und der Zentralafrikanischen Republik begründet. In Anerkennung ihrer wissenschaftlichen Lebensleistung wurde sie mit dem „Deutschen Umweltschutzpreis 1982“ ausgezeichnet.

Die Pflanzenökologie war für Prof. Lore Steubing keine isolierte Wissenschaft von einigen wenigen Experten, sie sah darin vielmehr die Grundlage für das Verständnis unserer Ökosysteme, für die wir deshalb auch alle gemeinsam Verantwortung tragen und sie gemeinsam schützen müssen. Diesen Anspruch hat sie auch nach ihrer Emeritierung in ihrer weiteren internationalen Arbeit gelebt und ihr reichhaltiges Wissen weitergegeben, u.a. als Honorarprofessorin in Shanghai, China, und Valdivia, Chile.

Lore-Steubing-Institut

Das Land Hessen hat im Juli 2021 das Lore-Steubing-Institut (LSI) als universitätsübergreifenden Forschungsverbund gegründet. Das LSI ist ein Zusammenschluss des Hessischen Landesamtes für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG), der Universitäten Gießen, Darmstadt, Marburg, Kassel und Frankfurt am Main, der Hochschule Geisenheim University sowie der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung. Mit dem Lore-Steubing-Institut wird die Biodiversitätsforschung in Hessen gebündelt, und Forschungseinrichtungen und der behördliche Naturschutz in Hessen arbeiten zukünftig noch enger für den Natur- und Artenschutz zusammen.

https://www.hlnug.de/themen/naturschutz/lore-steubing-institut

 

 

 

 

 

 

Quelle: JLU + LSI

VDL-Niedersachsen: Studienreise 2022 in die Eifel

Foto: pixabay  Text: VDL-Niedersachsen

Seit der Entscheidung, unsere diesjährige Studienreise von Kasachstan nach Rheinland-Pfalz umzulenken, konnten wir schon viele Eckpunkte fixieren. Wir fahren vom 12. bis 19. Juni 2022 in die südliche Eifel, wo wir knapp nördlich von Bitburg Quartier nehmen. Von hier können wir in alle Richtungen spannende Ziele anfahren, dabei eine vielfältige Landschaft genießen und uns vorstellen, was ein Vulkanausbruch hier anstellen würde.

Einen Tag verbringen wir in Luxemburg bei einem wirklich großen Lohnunternehmer mit landwirtschaftlichem Betrieb und eigenem Fendt-Museum. Auf dem Programm stehen auch Milcherzeuger, Waldwirtschaft, alle dort üblichen Arten, Alkohol zu produzieren (natürlich mit Verköstigung) sowie Strategien für den Umgang mit dem Klimawandel.

Am 16. Juni 2022 haben wir schon einen festen Termin gebucht: Wir fahren zu den DLG-Feldtagen nach Kirschgartshausen. Unsere Begegnungsabende bringen uns mit lokalen Experten und unseren VDL-Kollegen vor Ort in Kontakt.

An den Details der Reise arbeiten wir noch, schauen Sie gelegentlich auf die Homepage, da finden Sie dann das Programm mit dem Anmeldeformular.

VDL-Studierende Kiel: Veranstaltungen 2022

Die Studierendengruppe Kiel lädt alle Interessierten zu folgenden Veranstaltungen ein:

12.04.2022, 20 Uhr: Stammtisch der VDL-Studierendengruppe Kiel (Ort folgt)
28.04.2022, 19 Uhr: Alumniabend: Erfahrungen von Hochschulabsolventen beim Berufseinstieg
10.05.2022, 20 Uhr: Stammtisch der VDL-Studierendengruppe Kiel (Ort folgt)
07.06.2022, 20 Uhr: Stammtisch der VDL-Studierendengruppe Kiel (Ort folgt)
Juni 2022: Ackerbaustammtisch auf Hof Siek (BASF