Startschuss für die erste Veranstaltung der VDL-Akademie am 21. Juni 2019

Mit der Andreas Hermes Akademie (AHA) hat der VDL einen etablierten und renommierten zentralen Kooperationspartner gefunden. Die AHA mit Sitz in Bonn und Berlin konzentriert sich seit 70 Jahren auf Weiterbildung, Organisationsentwicklung und Change-Management für Menschen und ihre Unternehmen, Organisationen und Verbände. Sie aktivieren durch fachliche, soziale und methodische Kompetenzen. Ihr Ziel ist Ihr Erfolg, Ihre Zufriedenheit und Weiterentwicklung. Ihre Zielgruppen kommen aus der Agrar- und Ernährungsbranche und dem Ländlichen Raum.

Weitere Informationen zur VDL-Akademie finden Sie in der Kategorie „Beruf&Karriere“ oder hier.

Das erste Seminar mit dem Titel „Professionell durch Persönlichkeit“ richtet sich an (angehende) Fach- und Führungskräfte und findet vom 21. Juni ab 13.00 Uhr bis zum 22. Juni ca. 18.00 Uhr statt.

Inhalt

Profilschärfung

  • Wie wirke ich auf andere und wie sehe ich mich?
  • Was kann ich und was will ich?
  • Mein persönlicher Unique Selling Point (USP)

Der Weg in die Zukunft

  • Erfolgshebel und Gestaltungsmöglichkeiten
  • Ziele und Zukunftsvision in Balance
  • Werte- und sinnbasierte Karriereplanung

 

Ihre Vorteile:

  • Die AHA arbeitet mit rund 40 hoch qualifizierten Trainerinnen und Trainern aus dem gesamten deutschsprachigen Raum zusammen
  • Hoher Lerneffekt durch Kleingruppen
  • Erweiterung und Vertiefung der persönlichen Kompetenz
  • Vertiefung von Fachwissen zum Selbst- , Projekt und Prozessmanagement
  • Stärkung von Methodenkompetenzen und Erlernen von Schlüsselqualifikationen
  • Austausch und Networking mit Dozenten und Teilnehmenden unterschiedlichster Unternehmen
  • Hohe Flexibilität durch Blended Learning Ansatz mit optimaler Mischung aus Präsenzphasen und E-Learning
  • Unterstützung beim Start ins Berufsleben
  • Vergünstige Teilnahmegebühr für VDL und BHGL-Mitglieder

Melden Sie sich HIER an und werden Sie Teil der ersten Seminarveranstaltung der VDL-Akademie.

Der 12. Deutsche Nachhaltigkeitspreis

Bewerben Sie sich jetzt um den 12. Deutschen Nachhaltigkeitspreis!
Unternehmen können sich ab sofort und noch bis zum 18. April 2019 um den Deutschen Nachhaltigkeitspreis bewerben. In drei Größenklassen werden Unternehmen prämiert, die mit ihren Produkten und Dienstleistungen besonders erfolgreich ökologische und soziale Herausforderungen annehmen und Nachhaltigkeit als wirtschaftliche Chance nutzen. Gesucht sind herausragende Leistungen, die den Wandel hin zu nachhaltigem Leben und Wirtschaften in Deutschland in besonderer Weise voranbringen. Zusätzlich prämiert in diesem Jahr der Sonderpreis Digitalisierung Akteure aller Sektoren, die digitale Lösungen für soziale und ökologische Herausforderungen anbieten.

Weitere Informationen finden Sie unter www.nachhaltigkeitspreis.de oder hier.

#DNP2020

VDL-Jahrestagung 2019 mit Bundesmitgliederversammlung

Die VDL-Jahrestagung mit der Bundesmitgliederversammlung findet vom 23. bis 25. Mai 2019 in Berlin statt. Besonderer Höhepunkt wird die Feier zum 100-jährigen Jubiläum unseres Berufsverbands sein. Der VDL Bundesverband e.V. und der gastgebende VDL-Landesverband Ost laden alle Mitglieder und Freunde des VDL und BHGL dazu ein.

Agrarpolitisches Berlin-Seminar des VDL

Im Oktober schaut der VDL-Berufsverband Agrar, Ernährung, Umwelt e.V. wieder drei Tage lang hinter die Kulissen der Agrar- und Ernährungspolitik. Im Rahmen des „Berlin-Seminars 2017“ treffen die Teilnehmer/-innen auf hochkarätige Branchenvertreter aus Politik und Wirtschaft, erhalten Einblick in wichtige Schaltzentralen der deutschen und internationalen Agrarpolitik und bekommen so einen umfassenden Überblick darüber, welche Themen derzeit besonders diskutiert werden.

Der Agrarsektor befindet sich im Spannungsfeld von Politik und Gesellschaft. „Egal ob GAP, Globalisierung oder die Debatte um das Tierwohl: Die Grüne Branche ist wie kaum ein anderer Wirtschaftszweig abhängig von politischen Entscheidungen, wirtschaftlichen Entwicklungen und gesellschaftlichen Diskussionen“, erklärt VDL-Präsident Markus Ebel-Waldmann. „Zeitgleich ist die Agrar- und Ernährungsbranche aber einer der bedeutendsten Arbeitgeber des Landes und ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Dadurch ist es Vertretern des Berufsstands möglich, echten Einfluss auf das politische Geschehen zu nehmen.“

Doch wie funktioniert Lobbyarbeit in der Agrar- und Ernährungspolitik eigentlich genau und auf welche Weise können Verbände Einfluss auf die Politik nehmen? Wie wird die EU-Agrarpolitik auf nationaler Ebene umgesetzt? Und welche agrarpolitischen Themen sind aktuell relevant? Diese und weitere Fragen werden im Rahmen des Berlin-Seminars behandelt.
Das erfolgreiche Fortbildungsprogramm wird bereits seit mehreren Jahren mit wechselnden Themenschwerpunkten vom VDL-Berufsverband Agrar, Ernährung, Umwelt e.V. angeboten. „Wir freuen uns sehr, dass wir erstmalig den Landwirtschaftsattaché der US-amerikanischen Botschaft als Referenten gewinnen konnten“, so Ebel-Waldmann. „Auch werden wir zu Gast im Bundeskanzleramt sowie im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft sein und uns mit hochkarätigen Verbandsvertretern der Agrar- und Ernährungswirtschaft austauschen.“

Zudem erhalten die Teilnehmer/-innen die Möglichkeit, am VDL-Fachforum zum Thema „Landwirtschaft 4.0 – Digitalisierung in der Arbeitswelt“ sowie am Parlamentarischen Abend mit zahlreichen hochkarätigen Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und Verbänden teilzunehmen.

Anmeldungen zum „Berlin-Seminar 2017“ sind ab sofort möglich. Bitte beachten Sie, dass die Teilnehmerzahl begrenzt ist. Die Teilnahmegebühren betragen 115 € für Mitglieder und 315 € für Nichtmitglieder. Weitere Informationen erhalten Sie hier.

Film zu Berufschancen im Gartenbau online

Im Rahmen der Gartenbauwissenschaftlichen Tagung in Osnabrück stellte heute der Bundesverband der Hochschulabsolventen/Ingenieure Gartenbau und Landschaftsarchitektur e. V. (BHGL) seinen neuen Film „Berufschancen im Gartenbau“ vor. Die Breite und Vielfalt der Einsatzmöglichkeiten nach einem Studium in den Gartenbauwissenschaften ist vielen Schülern und Schülerinnen, die vor der Wahl ihres künftigen Studienfaches stehen, aber selbst auch zahlreichen Gartenbau-Studierenden, oft nicht bekannt. Der neue Film zeigt an ausgewählten Berufsfeldern die vielfältigen Möglichkeiten, die sich Gartenbau-Absolventen nach ihrem Studium bieten.

„Der Gartenbau ist heute ein hochprofessionelles Tätigkeitsfeld, das sich den großen Herausforderungen unserer Zeit stellt, wie z. B. der gesunden Ernährung einer immer größer werdenden Bevölkerung, der Endlichkeit von Rohstoffen und dem Klimawandel. Hochschulabsolventen in den Gartenbauwissenschaften finden daher im Gartenbau interessante und gute berufliche Perspektiven. Der Film soll den Appetit anregen, sich im Gartenbau zu engagieren! Sehr wichtige Tätigkeitsfelder wie „Kulturtechnik und Pflanzenproduktion“, „Mitarbeiterführung und Arbeitsorganisation“, „Technik“, „Marketing und Vertrieb, “ sowie „Forschung“ werden darin vorgestellt.“, sagte BHGL-Präsident Marc-Guido Megies in seiner Begrüßungsrede zur Tagung.

Den Film erstellte der BHGL in Kooperation mit dem VDL Bundesverband – Berufsverband Agrar, Ernährung, Umwelt e. V. Unter https://www.youtube.com/watch?v=pZsdeKS0p_Y kann er abgerufen werden. Bei Bedarf stellt der BHGL (Telefon: 030/31904-585, E-Mail: info@bhgl.de) den Film auch in einer Version für Präsentationen zur Verfügung. Die Erstellung des Videos wurde von der Landwirtschaftlichen Rentenbank finanziell unterstützt.

VDL-Seminar: Erfolgreich verhandeln – mit Harvard oder mit AUDI?

Foto: VDL

Beruflich und privat kommen wir immer wieder in die Situation, unsere Interessen durch Verhandeln zu wahren. Verhandlungssituationen sind vielfältig und potenziell konfliktträchtig, betreffen unterschiedliche Parteien und können im besten Fall für alle Parteien ein Gewinn sein. Schlechte Verhandlungsergebnisse schaffen Unfrieden, verbrennen erhebliche Ressourcen und führen dazu, dass die Auslöser immer wieder auf dem Verhandlungstisch landen.

Wer das nicht will, tut gut daran, Strategien für erfolgreiche Verhandlungen zu entwickeln. Vor allem Psycholog*innen und Ökonom*innen haben über die Jahrzehnte etliche Theorien und Empfehlungen zum Verhandeln entwickelt – Stichworte sind hier zum Beispiel das Harvard-Modell oder die Spieltheorie. Die unterstellten Ziele decken von Dominanz über Interessenausgleich bis Unterwerfung ein breites Spektrum an möglichen Ergebnissen ab. Auch für uns VDLer ist erfolgreiches Verhandeln persönlich und beruflich essenziell, deshalb hat der VDL-Bundesverband in Zusammenarbeit mit der dbb-Akademie ein Seminar zum Thema organisiert.

Unser Dozent, Michael Vetter, beim dbb zuständig unter anderem für Tarifverhandlungen, ist als Journalist und Radiomoderator nicht nur Experte für Sprache und Kommunikation, sondern auch ein begnadeter Schauspieler. Didaktisch hatte er für uns eine Reihe von Überraschungen parat. Es gab keine Präsentation und keine Unterlagen, keine Kamera, nur ein Flipchart, ein paar Kärtchen aus dem Moderationskoffer – und für jeden einen Block zum Mitschreiben. Den haben wir auch wirklich gebraucht, denn alles, was wichtig war, sollten wir schriftlich festhalten. Nur dann kann sich das Gelernte im Langzeitgedächtnis verankern und uns zu besseren Verhandlern in eigener und gemeinsamer Sache machen.

Also raus aus der Komfortzone und rein in die Rollenspiele, vor denen man sich ja immer etwas fürchtet, die aber auch sehr viele Erkenntnisse und Einsichten bringen. Wie geht man als Chef mit einem verdienten Mitarbeiter um, der plötzlich aus der Bahn gerät? Wie organisiert man ein Betriebsfest mit wenig Ressourcen, begeisterten, aber chaotischen Mitstreiter*innen und allerlei Unwägbarkeiten? Wie führt man eine Tarifverhandlung, wenn das Angebot gar keins ist und Forderungen zwar nachvollziehbar, aber nicht realistisch sind? Wenn einem ein mit allen Wassern gewaschener „Bundesinnenminister“ gegenüber sitzt, der die Gegenseite freundlich anlächelt und zugleich mehr oder weniger subtil „einhegt“? Das Rollenspiel der Tarifverhandlung mit drei Runden Arbeitgeber gegen Arbeitnehmer nahm einen ganzen Nachmittag in Anspruch und war ziemlich anstrengend, brachte uns aber viel Spaß und jede Menge Selbsterkenntnisse.

Natürlich gab es auch Theorie, aber der Weg zu Harvard führte nicht über ein Skript, sondern über AUDI und eine Reihe von elementaren Merksätzen, die wir aufschreiben sollten. Diese wurden auch wiederholt abgefragt – und konnte am Ende jeder von uns auch tatsächlich abrufen. Ein ganz besonderes Lernerlebnis, das wir keinem unserer früheren Lehrer erlaubt hätten, aber von Michael Vetter konnten wir es mit Anerkennung annehmen. Die wesentlichen Erkenntnisse teilen wir hier gerne:

  • A U D I: Eine Zielfindungsmethode, die durch ihre einfache Form eine enorme Wirkung erzielt. Attraktive Zielsetzung (für beide Seiten) – Ultimativ formuliert (keine Interpretationsspielräume) – Demonstrativ (keine Konjunktive, klare Ansagen: MACH genau DAS genau SO bis genau DANN) – Inspirativ (beide Seiten können sich mit Wünschen und Fähigkeiten einbringen).
  • „Lob ist die Königsdisziplin der Rhetorik“: Gegen Lob lässt sich schwer wehren. Auch der härteste Gegenspieler lässt sich leichter auf gemeinsame Lösungen ein, wenn er sich positiv wahrgenommen fühlt.
  • „Jedem Handeln wohnt ein positiver Grundgedanke inne.“ Dieser Ansatz führt nicht automatisch dazu, dass das Ergebnis auch für mich positiv ist. Aber er erschließt das Verständnis für die Gegenseite.
  • „Raus aus den Köpfen anderer Menschen“: Nicht die eigenen Vorstellungen auf andere Menschen projizieren, sondern nachfragen, was die Gegenseite denkt, will, anstrebt, ablehnt etc. Das vergrößert die Chancen, nicht offengelegte Hemmnisse zu finden und dafür gemeinsame Lösungen zu entwickeln.
  • „Ich brauche einen Plan – habe ich keinen Plan, werde ich Teil des Plans eines Anderen“: Logisch – und muss doch immer wieder bewusst abgerufen werden. Eine gute Vorbereitung gegen Manipulationsversuche der anderen Seite.
  • „Vertrauen ist die Basis allen Handelns“: Das ist die Beziehungsebene; mangelndes Vertrauen und negative Emotionen lassen sich durch positive Sachargumente nicht auffangen. Es lohnt sich, in die Schaffung einer Vertrauensbasis zu investieren.

Drei intensive Tage endeten nicht mit den gemeinsamen Mahlzeiten. Abends diskutierten wir noch lange über das Seminar und viele andere Themen, die beruflich oder im Ehrenamt gerade brannten. Nur die Nächte gerieten etwas kürzer. Wir haben sehr viel mitgenommen und freuen uns schon auf das nächste Seminar – wie wäre es mit „Verhandeln für Fortgeschrittene“? Und sehr gerne wieder mit Michael Vetter.

Text: Ruth Franken