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15. Oktober 2013

Pressearbeit – Print, Internet, Social Media

Wieder mal ein Seminar in Königswinter. Dank der Zusammenarbeit des VDL mit dem dbb konnten zehn Mitglieder aus verschiedenen Landesverbänden ein Seminar vom 1. bis zum 3. September und den vorbildlichen Service der dbb-akademie genießen.

Öffentlichkeits- und Pressearbeit ist für Ehrenamtliche stets eine zusätzliche Hürde in der Verbandsarbeit, da sie normalerweise in ihrem Beruf hierzu keine Ausbildung bekommen. So ist es Aufgabe des Verbandes, seinen Mitgliedern und den Ehrenamtlichen das notwendige Rüstzeug an die Hand zu geben. Dieses geschieht in langjähriger Zusammenarbeit mit der Akademie des Beamtenbundes, die hierzu Referenten in Diensten hat.

Wir haben uns in diesem Seminar vorwiegend mit drei Dingen befasst, den Besonderheiten der Pressemitteilung, dem Internetauftritt und wie man mit den neuen Mitteln Facebook, Twitter & Co. arbeitet.

Während wir für das Verfassen einer Pressemitteilung einige grundlegende Regeln an die Hand bekommen haben und diese an praktischen Beispielen geübt haben, haben wir uns den neuen Medien des Web 2.0 grundsätzlicher genähert.

Es ist durchaus unterschiedlich, wie die Nachrichten aufbereitet werden müssen, je nachdem, wo sie publiziert werden sollen. Während Printmedien vorwiegend auf der rationalen Ebene wahrgenommen werden, läuft in den elektronischen Medien sehr viel über die emotionale Ansprache.

Die Pressemitteilung wird wie ein Gerichtsurteil mit dem wichtigsten Punkt begonnen und flacht nach hinten immer mehr ab. Das Wichtige muss vorne stehen, da die Redakteure vorwiegend von hinten zu kürzen beginnen. Schon Überschrift und erster Absatz sollten möglichst die Fragen nach Wer, Was, Wann und Warum beantworten. Die Pressemitteilung ist vorzugsweise im RTF-Format zu senden, um Schwierigkeiten mit unterschiedlichen Schrifttypen und inkompatiblen Redaktionssystemen zu vermeiden.

 Moderne Medien wie Facebook und Twitter müssen ständig beaufsichtigt und betreut werden, denn das ist systemimmanent. Bei mangelnder Pflege verlieren die Nutzer sehr schnell das Interesse. Die bisherige Arbeit war dann nicht nur vergebens, da man von vorne beginnen muss, um die Gemeinde der Interessierten wieder aufzubauen, es wirkt sich sogar imageschädigend aus. Also ist zu überlegen, bevor man diesen Schritt in die neuen elektronischen Medien tut, wer übernimmt langfristig (!!) die Betreuung. Es hat wenig Sinn, wenn es mal dieser und mal jener macht. Wir sind zu dem Ergebnis gekommen, dass nur ein langfristiges Engagement der verantwortlichen Personen zielführend ist. Facebook bedarf vorab einer klaren Struktur zum geplanten Aufbau und zur Pflege der Seite in der Zukunft. Facebook ist nichts für nebenbei! Gleiches gilt für Twitter, das wir nur kurz gestreift haben, und alle anderen Instrumente der Social Media.

Bilder sagen mehr als Worte. Das gilt für die Homepage genauso wie für Berichte über Veranstaltungen. Es lohnt sich von Veranstaltungen eine Reihe von Aufnahmen zu machen und diese den Mitgliedern via FLICKR, PINTEREST und anderen Medien zur Verfügung zu stellen.

Wir haben die VDL-Seiten kritisch auseinandergenommen und mit besseren und schlechteren Seiten anderer Verbände verglichen. Unser Resümee: Wir bewegen uns da im Mittelfeld mit viel Potential nach oben. Die mangelnde Unterscheidungsmöglichkeit zwischen den Inhalten der Seiten des Bundesverbandes und der Seiten der Landesverbände wurde moniert. Alle weiteren Anmerkungen würden in diesem Bericht die Grenzen sprengen.

Wir erhielten Einblicke in die verschiedenen Instrumente der Pressearbeit, die sich noch vielfach vertiefen lassen. Damit gibt es schon Gründe für ein Wiedersehen mit der dbb akademie, die in hervorragender Weise ihre Lehrgangsteilnehmer beherbergt und versorgt. Für eine solche ehrenamtliche Fortbildung kann man gut mal zwei Tage Urlaub nehmen.