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08. Oktober 2016 | LV Ost

Zu Besuch bei der dickbäuchigen Wendelschnecke

Anfang Oktober fand eine Exkursion durch das weitläufige Naturschutzgebiet „Das Fließ“ in Hermsdorf statt. Unter fachkundiger Führung von Dr. Hans-Jürgen Stork von der dortigen NABU-Gruppe ging es knapp 2,5 Stunden für 13 VDLer (inkl. Nachwuchs) durch das weitläufige Moorgebiet im Norden von Berlin.


Kurzes Sammeln bei der Kirchenruine - Dann ging es los. (Foto: Flenker)

Neben der naturgeschichtlichen Entwicklung vom Ende der Eiszeit an, lernte die Gruppe auch viel über die aktuellen Probleme und Aktivitäten der Naturschützer.

So helfen beim Projekt Bürgerforschung jedes Jahr viele Freiwillige mit und unterstützen den NABU bei der Erfassung der bewohnten Nistkästen im Fließ. Während der Wanderung merkte man, dass das Fließ ein Erholungsgebiet für Mensch und Tier ist und dies meist gut vereinbar ist.

Es entstehen aber auch Probleme, wenn etwa Gartenabfälle achtlos über den Zaun geworfen werden und sich in Folge z.B. der japanische Knöterich, eine sich extrem stark ausbreitende Pflanzenart, im Naturschutzgebiet vermehrt.

Der im Fließ heimische Biber wiederum findet seit Jahren großes Gefallen an den Ziergehölzen der angrenzenden Gärten. Aber auch der zentral gelegene Hermsdorfer See ist durch die Biberaktivitäten stark verlandet.

Die meisten Zugvögel hatten sich bereits auf den Weg gemacht. Ungewöhnliche Flora und Fauna gab es dennoch zu entdecken, wie etwa die dickbäuchige Wendelschnecke.

Ein alles in allem sehr schöner VDL-(Familien)ausflug mit interessanten Hintergrundfakten. Ein Besuch im hohen Norden von Berlin lohnt immer! (Flenker)