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26. November 2016 | LV Hessen

20. Herbsttreffen der Senioren und Freunde des VDL-Hessen in Gießen

In die Universitätsstadt Gießen hatte der Senioren- und Freundeskreises des VDL-Hessen zu seinem 20. Jahrestreffen eingeladen. Über 50 Teilnehmer wollten das Jubiläumstreffen am 13. September 2016 erleben und zum Ausdruck bringen, wie sehr sie in all den Jahren diese kollegialen Zusammenkünfte schätzen gelernt haben.

Der Organisator der seitherigen Treffen, Dr. Horst Menzinger, freute sich über den guten Besuch. Besonders begrüßt wurden im Großen Hörsaal der Uni im „Zeughaus“ der Geschäftsführer der Hessischen Landgesellschaft und Vorsitzende des Förderkreises „Agrarwissenschaften, Ökotrophologie und Umweltmanagement“, Prof. Dr. Harald Müller, die Vertreterin des Hessischen Ministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucher, Frau Ministerialrätin Heidemarie Scharf, die Sprecherin der VDL – Studentengruppe an der Uni, Frau Helena Hirschmann, Prof. Dr. Friedrich Kuhlmann, emeritierter Betriebswirt im Fachbereich Landwirtschaft, der ehemalige Hauptgeschäftsführer des Hessischen Bauernverbandes, Dr. Paul Kuhlmann und wie all die Jahre vorher, der VDL- Landes- und Bundesvorsitzende, Markus Ebel-Waldmann.

 

Dr. Menzinger erinnerte sich, dass er beim ersten Treffen im Sommer 1997, ebenfalls in Gießen, nicht mit einer derart nachhaltigen, jahrelangen Akzeptanz gerechnet habe. Nach einschneidenden Veränderungen in der Agrarverwaltung habe seinerzeit der Wunsch nach einer weiterhin kollegialen Kontaktpflege im Vordergrund gestanden. Das blieb auch das wesentliche Anliegen, zumal sich auch die Lebenspartner in diesem Kreis zunehmend zuhause gefühlt hätten. In allen seither neben Gießen 19 Zielorten in Hessen hätten stets die verantwortlichen Vertreter der Städte ihre Kommune vorgestellt, die aktuell anstehenden Probleme und Entwicklungslinien aufgezeigt und mit den Teilnehmern diskutiert. In Stadtrundgängen hätten dabei selbst ortskundige Hessen stets auch Neues erfahren. Besonders zu würdigen sei, dass der VDL - Landesvorsitzende und seit 2006 auch VDL - Bundesvorsitzende Markus Ebel-Waldmann ohne Unterbrechung teilgenommen und über die jeweils aktuellen Verbandsfragen informiert habe.


Die kollegialen, beruflichen und heimatkundlichen Inhalte sowie die persönlichen Begegnungen seien über zwanzig Jahre die verbindenden Merkmale gewesen. Schmerzlich habe er allerdings auch empfunden, wenn gesundheits- und altersbedingte Einschränkungen eine Teilnahme erschwerten oder ausschlossen. Informationen zu allen Treffen können in einer kleinen Dokumentation nachgelesen werden.

Die „Jubiläumsrede“ hatte der VDL – Landesvorsitzende übernommen. Markus Ebel-Waldmann würdigte die Treffen des hessischen VDL- Senioren- und Freundeskreises als bundesweit einmaliges Angebot. Er habe daher als VDL Bundesvorsitzender eine Bundessparte Senioren eingerichtet. Er hoffe, dass das hessische Vorbild für vergleichbare Zusammenkünfte in anderen Landesteilen genutzt werde.


Mit dem Beitrag „Studieren in Gießen 2016“ bot Helena Hirschmann den Teilnehmern einen sehr interessanten Einblick in die aktuellen Rahmenbedingungen ihres Studiums, ein Studium, das die Senioren vor meist sehr vielen Jahren unter anderen Bedingungen selbst absolviert hatten. Angesichts der Vielfalt der Studienangebote im Fachbereich sei es für die Studierenden heute nicht leicht für ein ebenfalls sehr offenes späteres Berufsfeld die richtigen und persönlich passenden Entscheidungen zu treffen. Man fühle sich bisweilen allein gelassen und sehe neben dem erworbenen Wissen vor allem im Aufbau und der Entwicklung eines persönlich zugeschnittenen Netzwerkes den wesentlichen Nutzen für eine anschließende Berufstätigkeit. Die Sparte „Studierende“ des VDL und deren studienbegleitenden Angebote und Möglichkeiten zum Gedankenaustausch sind für Frau Hirschmann daher von großer Bedeutung. In einer kurzen Aussprache wurden die veränderten Studienbedingungen mit offenem Interesse zur Kenntnis genommen. Gleichzeitig wurde aber mit einem gewissen Bedauern festgestellt, dass die Motivation zum Agrarstudium immer weniger mit der Landwirtschaft und ihren Teilbereichen zu tun habe. Die Teilnehmer dankten Frau Hirschmann für ihren authentischen Beitrag mit einer „Kollekte“ zur Unterstützung der studentischen Arbeit.


Nach der Mittagspause übernahmen zwei Gästeführerinnen die Teilnehmer zu einem eindrucksvollen Rundgang über das Gelände „Wieseck-Aue“ der Landesgartenschau 2014. Bei dem sich anschließenden Ausklang im einem Lahnterrassen-Restaurant berichtete die im Magistrat der Stadt Gießen für die Landesgartenschau verantwortliche Bürgermeisterin Frau Gerda Weigel-Greilich in einer Bild-Präsentation über die Vorplanungen und Finanzierung, über kommunale Entscheidungsprozesse, die Einbindung der Bürger und Vereine, über die Öffentlichkeitsarbeit und viele anderen Aktivitäten bis zur Eröffnung einer auch nachhaltig gut gelungenen Landesgartenschau. Für diesen spannenden Vortrag und ihre leidenschaftliche Identifizierung mit einem für Gießen wichtigen Projekt wurde Frau Weigel-Greilich mit viel Beifall und Wein aus dem Rheingau gedankt.

Man trennte sich in der Hoffnung, dass sich ein Nachfolger für die Fortführung der Treffen findet.

 

Dr. Horst Menzinger