VDL-Seminar „Intelligentes Wissensmanagement mit KI-gestützten Strategien und Lösungen“

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Der VDL bietet in Zusammenarbeit mit der dbb akademie ein Seminar zum Thema Intelligentes Wissensmanagement mit KI-gestützten Strategien und Lösungen an. Vom 08. – 10. Februar 2026 werden in Hannover u.a. praktische Anwendungen von KI zur Datenanalyse und Mustererkennung, der Einsatz von KI-Tools zur Verbesserung der Informationswiedergewinnung und vieles mehr gemeinsam erarbeitet und vermittelt.

Die öffentliche Verwaltung verfügt über unendlich viel Wissen, das jedoch in unstrukturierten Daten wie Texten, Bildern sowie Audio- und Videoaufnahmen verborgen liegt. Künstliche Intelligenz bietet erstmals ein vielseitiges Werkzeug, um diese Informationsquellen zu erschließen. Entdecken Sie, wie vielfältig Ihre Organisation von KI-gestütztem Wissensmanagement profitieren kann.

Weitere Informationen sowie die Teilnahmebedingungen entnehmen Sie bitte dem Programm und dem Anmeldeformular.

Programm Wissensmanagement 08.-10. Februar 2026

Anmeldeformular dbb-Seminar 08.-10.02.2026

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

Anmeldeschluss ist am 08.01.2026.
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.
VDL-Mitglieder werden bevorzugt berücksichtigt.

Text: Tobias Dammeier

VDL-Jahresbericht 2023/2024

Themenschwerpunkte:

  • VDL-Exkursionen zur Internationalen Grünen Woche
  • VDL-Brüssel-Seminare
  • VDL-Jahrestagungen
  • VDL-Studien zu Absolventen der Ernährungswissenschaften und dem  Fachkräftebedarf in der Agrarbranche
  • VDL-Berlin-Seminare
  • uvm.
Download VDL-Jahresbericht 2023/2024

VDL-Bayern: Hervorragende Resonanz auf VDL-Symposium mit vier ausgezeichneten Referenten zum Thema Unternehmensführung

Am 2. Dezember 2025 lud die VDL-Landesgruppe Bayern zum Symposium „Unternehmensführung in der Grünen Branche“ nach Freising ein. Unter dem Motto „Vier Perspektiven, ein Thema“ kamen Führungskräfte aus Konzern, Mittelstand, Landwirtschaft und Startup zusammen, um ihre Erfahrungen zu teilen und über Herausforderungen sowie Chancen moderner Unternehmensführung zu diskutieren. Die Veranstaltung war ein voller Erfolg: Der Raum war bis auf den letzten Platz gefüllt, zahlreiche Studierende nutzten die Gelegenheit, mit den erstklassigen Referentinnen und Referenten ins Gespräch zu kommen und wertvolle Einblicke in die Praxis zu gewinnen.

Nach einem Begrüßungskaffee eröffnete Dr. Wolfgang Filter von der VDL-Landesgruppe Bayern das Symposium mit kurzen Grußworten. Auch die Mitveranstalter waren vertreten: Claudia Luksch sprach für das Hans Eisenmann-Forum für Agrarwissenschaften (TUM-School of Life Sciences), Prof. Dr. Martin Spreidler repräsentierte die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf. Die wissenschaftliche Begleitung erfolgte durch Carina Ober und Dr. Philipp Mennig vom Lehrstuhl für Produktions- und Ressourcenökonomie landwirtschaftlicher Betriebe (Prof Sauer, TUM). Moderiert wurde der Abend von Dr. Wolfgang Filter und Sebastian Eichelsbacher (VDL-Landesgruppe Bayern).

Im Mittelpunkt standen die Impulsreferate der geladenen Gäste, die Unternehmensführung aus sehr unterschiedlichen Perspektiven beleuchteten. Prof. Dr. h.c. Martin H. Richenhagen gab eindrucksvolle Einblicke in die Führung eines internationalen Konzerns und sprach offen über Verantwortung, Entscheidungsfindung und globale Märkte. Als langjähriger CEO der AGCO Corporation (2004-2020) brachte er seine umfassenden internationalen Erfahrungen ein und sorgte damit immer wieder für Staunen im Publikum. Heinrich Traublinger schilderte seine Erfahrungen aus dem Mittelstand und zeigte, wie wichtig Flexibilität, Innovationskraft und persönliche Nähe zum Betrieb für nachhaltigen Erfolg sind. Als Geschäftsführer der Bäckerei und Konditorei Traublinger ist er weiterhin nah am Tagesgeschäft, während sich seine Aufgaben über die Jahre von der Backstube hin zur Verantwortung für 22 Filialen, rund 130 Mitarbeitende und eine hochmoderne Backstube entwickelt haben. Von besonderem Wert für die Zuhörer war, dass er den Betrieb zum Jahresende 2025 verkauft hat, weil sich innerhalb der Familie keine Nachfolge ergab. Diese Entscheidung nötigte vielen Respekt ab, weil die Nachfolgeproblematik auch in der Landwirtschaft bekannt ist und dort oft viel zu emotional gehandhabt wird. Carolin Pflügler brachte die Perspektive eines landwirtschaftlichen Betriebs ein und verdeutlichte, wie sich dieser durch konsequente Diversifizierung zukunftsfähig aufstellt. Das umfasst die Direktvermarktung im Hofladen über Bierbrauerei und Veranstaltungssaal bis hin zu vielfältiger Produktion mit Gemüse, Geflügel, Ackerbau und eigener Bäckerei. Großen Anklang fand ihr Bericht über die Verlagerung des Betriebes aus dem Dorfkern in die Feldmark. Am Beispiel des Pflügler Hofs wurde anschaulich, wo Potenziale liegen und welche Aspekte bei größeren Investitionen besonders sorgfältig abzuwägen sind. Torsten Steiner stellte mit Dahlia Robotics ein Startup vor, das mit technologischen Innovationen neue Wege in der Landwirtschaft beschreitet. Durch hocheffiziente Bilderkennung und autonome Steuerung werden Reihenkulturen bei hohen Fahrgeschwindigkeiten mechanisch von Unkraut befreit. Deutlich wurde dabei, dass unternehmerischer Erfolg im Startup-Bereich einen langen Atem erfordert. Innovationen sich jedoch mit Beharrlichkeit am Markt durchsetzen können.

Alle Referenten gewährten sehr persönliche Einblicke in ihre unternehmerische Realität und sprachen nicht nur über Erfolge, sondern auch offen über Herausforderungen, Krisen und Rückschläge. Genau diese Offenheit wurde von den Teilnehmenden besonders geschätzt. In der anschließenden Diskussion wurden zentrale Fragen der Unternehmensführung vertieft: Welche Fähigkeiten sind heute entscheidend? Wie setzt man klare Ziele und setzt sie erfolgreich um? Welche Rolle spielen Netzwerke, politisches Engagement und Ehrenamt? Und wie prägen Digitalisierung, Künstliche Intelligenz und Nachhaltigkeit die Zukunft der Grünen Branche? Die Fragen aus dem Publikum wurden dabei intensiv aufgegriffen. Ein Gedanke zog sich wie ein roter Faden durch den Abend: Führung bedeutet harte Arbeit, Zielstrebigkeit und Ehrgeiz. Und oft auch die Bereitschaft, die sprichwörtliche „Extra-Meile“ zu gehen, selbst wenn Zeit ein knappes Gut ist.

Beim anschließenden Ausklang bei Snacks und Getränken wurde das Netzwerken lebendig fortgesetzt. Studierende, Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteiger sowie die Referentinnen und Referenten kamen in entspannter Atmosphäre ins Gespräch und knüpften wertvolle Kontakte. Das Feedback war ausgesprochen positiv. Besonders häufig wurde betont, dass es

„nicht selbstverständlich ist, mit erstklassigen Führungskräften in einem Raum zu sitzen und von ihnen lernen zu können“

– eine Erfahrung, die entsprechend wertgeschätzt wurde. Auch die Mitveranstalter Hans Eisenmann-Forum (TUM) und Hochschule Weihenstephan-Triesdorf zogen ein sehr positives Fazit und blicken bereits mit Vorfreude auf das nächste Symposium. In Erinnerung bleiben wichtige Tipps, ehrliche Erfahrungsberichte und die Motivation, insbesondere für die Studierenden. Mit Engagement, Zielstrebigkeit und Leidenschaft lässt sich viel bewegen und aufbauen. Das Symposium hat eindrucksvoll gezeigt, wie wertvoll der Austausch im Berufsstand und im VDL-Netzwerk ist.

Text: Sebastian Eichelsbacher

Bilder: Dr. Wolfgang Filter