SAVE THE DATE: Digitaler Agrarkarrieretag am 7. Dezember 2022

Foto: Agrobrain

Der diesjährige Digitale Agrarkarrieretag findet am 7. Dezember 2022 an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn als Hybridveranstaltung statt.

AgroBrain veranstaltet den Agrar-Karrieretag in Kooperation mit der ,agrarzeitung‘ und dem VDL Berufsverband Agrar, Ernährung und Umwelt e.V. Er richtet sich an Agrarstudenten der Fachhochschulen und Universitäten. Auch Studierende fachverwandter Studiengänge wie der Biologie, Umwelt- oder Ernährungswissenschaften werden eingeladen, sich über ihre Jobchancen im grünen Business zu informieren. Weitere Informationen hier.

2017 wurde der Digitale Agrarkarrieretag zum ersten Mal vom Schloss Montabaur übertragen. 2018 fand die Übertragung aus dem Studio am Pariser Platz in Berlin, 2019 aus dem Stadion in Köln und 2020 live vom Nürburgring statt. Seit 2021 wird gemeinsam mit der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität vom Campus Bonn über die reichweiten Plattformen Vimeo, Facebook, Youtube und Instagram gestreamt. Begleitet wird dieses einzigartige Event im Agrarbereich von einem professionellen und erfahrenen Medienunternehmen samt modernsten Übertragungstechnologien.

Flyer Agrarkarrieretag2022

Text: Agrobrain

BÖB KONGRESS am 27.09.2022 im Haus der Land- und Ernährungswirtschaft

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„Ökonomische Bildung – für mehr Chancen für Alle“

Wirtschaftliche Kompetenzen sind eine notwendige Grundlage für Erfolg, Glück und Teilhabe an der Gesellschaft – im privaten ebenso wie im beruflichen Leben. Aber in Deutschland haben nicht alle Menschen die gleichen Chancen auf einen Zugang zu ökonomischem Grundwissen. Deswegen unterstützt der VDL-Bundesverband e.V. das 2020 gegründete Bündnis Ökonomische Bildung Deutschland e.V. Ziel ist es, ökonomische Bildung mit ihren vielschichtigen Aspekten und Teilbereichen qualifiziert in der Schule zu verankern.

Der Handlungsbedarf ist bekannt, jetzt geht es um das Wie. Wir freuen uns, gemeinsam mit dem BÖB zu dieser Veranstaltung am 27.09.2022 von 13.00-17.30 Uhr im Haus der Land- und Ernährungswirtschaft einzuladen. Unter der Schirmherrschaft des BMWK werden wir mit KMK-Präsidentin Karin Prien, dem Parlamentarischen Staatssekretär im BMBF Dr. Jens Brandenburg, Bundesbankvorstand Burkhard Balz und vielen Bildungsexperten aus dem In- und Ausland über die konkreten Perspektiven und Umsetzungskonzepte für die ökonomische Bildung in Deutschland diskutieren.

Mit Panels, Workshops und Networking-Möglichkeiten setzen wir gemeinsam ein Zeichen für ökonomische Bildung – für mehr Chancen für Alle. Bitte bringen Sie Ihre Gedanken, Ihre Erfahrung und Expertise mit ein! Wir freuen uns auf den Austausch mit vielen Stakeholder-Gruppen zu diesem wichtigen Thema, dessen gesellschaftliche Relevanz in Zeiten ökonomischer und politischer Krisen immer weiter zunimmt.

#boeb_net #ökonomischeBildung #mehrChancenfürAlle

Die Teilnahme ist kostenlos. Programm und Anmeldung unter: www.boeb.net/kongress

Text: BÖB

VDL-NDS: VDL-ScienceTalk virtuell am 30. Juni 2022

Foto: Pixabay

Thema „Aktuelle Herausforderungen und Lösungsansätze im Ackerbau“ mit Dr. Thomas de Witte

Sie sind herzlich eingeladen zum VDL-ScienceTalk, organisiert vom VDL-Landesverband Niedersachsen, im Rahmen der digitalen Veranstaltungsreihe „Green Livestream“ am Donnerstag, den 30. Juni 2022, von 19.00 bis 20.00 Uhr.

Klimawandel, Energiewende, der Krieg gegen die Ukraine und die Folgen für die Weltgetreidemärkte – die „Zeitenwende“ betrifft auch die Landwirtschaft und wird die Rahmenbedingungen für den Ackerbau maßgeblich verändern. Die wissenschaftliche Begleitung solcher fundamentalen Entwicklungen findet nicht nur an Universitäten statt, sie ist vor allem eine zentrale Aufgabe der Ressortforschung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft, zu der das renommierte Thünen Institut in Braunschweig gehört. Hier ist auch unser VDL-Mitglied Dr. Thomas de Witte seit 15 Jahren als Wissenschaftler am Institut für Betriebswirtschaft tätig.

Im VDL-ScienceTalk am 30. Juni 2022 um 19 Uhr berichtet Dr. de Witte über „Aktuelle Herausforderungen und Lösungsansätze im Ackerbau“ und stellt wesentliche Arbeitsfelder des Thünen Instituts für Betriebswirtschaft vor. Die Moderation übernimmt Dr. Harry Jansing, Vorstandsmitglied im VDL Landesverband Niedersachsen.

Für die Veranstaltung nutzen wir die Plattform „Big Blue Button“, dafür ist eine Anmeldung erforderlich. Bitte geben Sie unbedingt auch Ihre E-Mail-Adresse an, damit wir Ihnen den Link zur Veranstaltung zuschicken können. Hier ist der Link:

https://terminplaner4.dfn.de/kYYUIwBBFKQ37HpY

Sie können sich auch direkt anmelden unter Kontakt@VDL-Niedersachsen.de
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Was ist der „Green Livestream – VDL-ScienceTalk“? Forschung wird nicht nur an Universitäten betrieben, sondern auch an internationalen Instituten, als Ressortforschung im Geschäftsbereich von Ministerien und in anderen Trägerschaften. Im Rahmen des ScienceTalk stellen wir VDL-Mitglieder vor, die als Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen an spannenden Projekten und Programmen arbeiten und uns teilweise auch schon durch ihre Publikationen in Fachzeitschriften begegnet sind. In einer lockeren, moderierten Gesprächssituation berichten sie über ihre Arbeit und die Institution, für die sie tätig sind. Dabei stehen innovative Forschungsansätze ebenso im Fokus wie die Frage, was die Ergebnisse dieser Forschung zu den großen Herausforderungen der Gesellschaft wie Klimawandel und Nachhaltigkeit beitragen können. Ein weiteres Anliegen besteht darin, die Fachsprache der jeweiligen Wissenschaftsdisziplin auch für Außenstehende nachvollziehbar zu machen und die Wertschätzung wissenschaftlicher Arbeit zu fördern.

Bei Fragen, Ideen und Feedback wenden Sie sich gerne an uns! Besonders freuen wir uns über Anregungen, welche Themen wir in dieser Veranstaltungsreihe für Sie aufbereiten dürfen.

Text: Ruth Franken

VDL-NRW: Sommerfest für Studierende

Foto: VDL-NRW

Die VDL-Studierendengruppe Bonn lädt nach langer Corona-Pause  zum diesjährigen VDL-Sommerfest am 29.06.2022 ein.

Für Essen und Getränke wird gesorgt. Los geht es um 19 Uhr im Innenhof des Institut für Tierwissenschaften (ITW) an der Universität Bonn, Endenicher Allee 15.

Gerne weiter Teilen an Freunde.
Wir freuen uns auf Euren Besuch

Johannes Stoschek & Moritz Will

VDL-Fachexkursion „Agrarbildung und Lebensmittelwirtschaft“ zum Abschluss der VDL-Lehrfahrt in Landshut und Umgebung

Fotos: VDL-Landesgruppe Bayern

Der dritte Tag der Lehrfahrt im Rahmen der VDL-Jahrestagung 2022 knüpfte mit der ersten Station an die Ausführungen von Amtschef Bittlmayer zur Agrarbildung auf dem Begrüßungsabend am 19. Mai 2022 an. Das Agrarbildungszentrum Landshut-Schönbrunn war fußläufig vom Tagungszentrum aus erreichbar und bot den Teilnehmenden einen eindrucksvollen Einblick in die Organisation und die technische Untermauerung der Ausbildung in den Grünen Berufen. Neben dem Verwaltungsleiter konnte der ehemalige Direktor des Zentrums für die Sonderführung am Wochenende gewonnen werden. Beide verstanden es vorzüglich, die Struktur und die Organisation des Bildungszentrums darzustellen und durch die Besichtigung der Werkstätten und des Freigeländes zu veranschaulichen. Bei der zweiten Station, der Meyermühle in Landshut, erlebten die Teilnehmenden hautnah die Vermahlung von Getreide in einer der modernsten Biomühlen Bayerns. Der Rundgang vermittelte nicht nur einen spannenden Einblick in den Mahlvorgang, sondern nötigte allen Teilnehmenden großen Respekt für das Mühlenpersonal ab, welches mit scheinbar stoischer Gelassenheit der mühlentypischen Geräuschkulisse trotzte.

Das Agrarbildungszentrum Landshut-Schönbrunn ist eine der ältesten Institutionen seiner Art in Deutschland und als solches eine der traditionsreichsten Einrichtungen des Bezirks Niederbayern. Das Besondere liegt unter anderem in der Trägerschaft der sogenannten vierten Ebene des Bezirks, die es außer in Bayern in keinem anderen Bundesland gibt. Das Zentrum garantiert mit allen dort angesiedelten Fachschulen eine fundierte, zeitgemäße und praxisorientierte Aus- und Weiterbildung. Die Ausbildungspalette richtet sich an eine breite Interessentengruppe – vom Lehrling über Meisteranwärter bis hin zu Studierenden und bereits ausgebildeten Landwirten.
Unter dem Dach des Agrarbildungszentrums Landshut-Schönbrunn befinden sich der ökologisch bewirtschaftete landwirtschaftliche Lehrbetrieb, die Landmaschinenschule und der Lehr- und Beispielsbetrieb für Obstbau Deutenkofen. Außerdem gehört zum Zentrum die Staatliche Fachschule für Agrarwirtschaft, Fachrichtung ökologischer Landbau und die Staatliche Fachschule für Agrarwirtschaft, Fachrichtung Gartenbau sowie Garten- und Landschaftsbau. Des Weiteren gehören dazu die Staatliche Berufsoberschule für Agrarwirtschaft und Sozialwesen sowie die Staatliche Fachoberschule für Agrarwirtschaft. Der Rundgang durch das Gelände mit den Öko-Feldflächen und dem Ochsen-Freilaufstall sowie der Einblick in einige Lehrgebäude und Werkstätten, wie der Bodenhalle und den Maschinenhallen stieß auf großes Interesse.

Mit der Besichtigung der Meyermühle schloss die VDL-Lehrfahrt in Landshut und Umgebung ab. Die Meyermühle ist eine der führenden Bio-Mühlen in Deutschland. Sie blickt auf 40 Jahre Bio-Erfahrung zurück und rühmt sich einer langjährigen Kooperation mit den Verbänden Naturland und Bioland sowie einer engen Zusammenarbeit mit den Bio-Landwirten. Seit 2020 wird ausschließlich Biogetreide vermahlen. Die Jahresvermahlung beträgt 32.000 t. Über 600 Rohstofflieferanten, davon 80 % in Bayern, stehen ca. 200 Abnehmern gegenüber.
Aufgrund der großen Zahl der Anmeldungen und der räumlichen Enge in der Mühle musste die Besuchergruppe zweigeteilt werden. Gezeigt und erklärt wurde der gesamte Vorgang von der Rohstoffanlieferung über die Probenziehung und die Rohstoffuntersuchung im Labor, die Reinigung und Fremdkörperentfernung mittels modernster Lasertechnologie und die einzelnen Mahlgänge bis hin zu den fertigen Mehlen unterschiedlicher Typenzahl.
Sehr gut veranschaulicht wurden die bei jedem Mahlvorgang entstehenden unterschiedlich großen Kornteile, die durch zahlreiche Siebungen im Plansichter der Größe nach sortiert und getrennt werden. Das dabei bereits anfallende Mehl wird herausgesiebt, der restliche Schrot wieder auf einen anderen Walzenstuhl aufgegeben, wobei abermals Mehl abgetrennt wird. Das Getreide und seine Produkte durchlaufen so, je nach Vermahlungsdiagramm, 10–16 Passagen. Insgesamt eine eindrucksvolle Demonstration, dass nach der Rohstofferzeugung in der Landwirtschaft oft wichtige und zum Teil aufwändige Arbeitsprozesse folgen, bevor das Produkt für den Menschen verzehrbar ist.

Bevor die Teilnehmenden anschließend ihre Heimreise antraten, wurden die Ergebnisse der VDL-Lehrfahrt nach Landshut und Umgebung gemeinsam besprochen und die gesamte Veranstaltung als wertvolle fachliche Bereicherung eingestuft.

Text: Dr. Wolfgang Filter

VDL-Fachexkursion „Digitale Zukunft der Landwirtschaft“

Fotos: VDL-Landesgruppe Bayern

Bei der VDL-Fachexkursion „Digitale Zukunft der Landwirtschaft“ am 20. Mai 2022 wurden drei wesentliche Technologien aus dem Smart Farming präsentiert: Autonome Robotik, Sensorik und Software-Lösungen. Die Teilnehmenden erhielten dabei praxisnahe Einblicke, beispielsweise an einem Roboter zur Unkrautregulierung im Feld oder an Pflanzensensoren, die an einem Traktor montiert waren. Dadurch war es für die Teilnehmenden möglich, die Techniken umfangreich zu verstehen und in der Diskussion wichtige Anwendungsmöglichkeiten und Herausforderungen zu besprechen. Die Beispiele aus dem Bereich der Software wurden anhand von drei interessanten Präsentationen dargestellt und die Teilnehmenden wurden auf die Potenziale im E-Commerce, der Fernerkundung und der digitalen Datenverarbeitung aufmerksam gemacht.

Als erstes Ziel wurde ein Feld in der Nähe von Freising angesteuert. Direkt im praktischen Einsatz wurde der FarmDroid, ein autonomer Sä- und Hackroboter eines dänischen Startups, besichtigt. Am Feld traf die Gruppe auf den Betriebsleiter, der das System in seine Arbeitsabläufen integriert, und einen Vertreter der Organic Agrar Miller GmbH, die für den Vertrieb des FarmDroid im süddeutschen Raum zuständig ist. Den Teilnehmenden standen damit zwei ausgewiesene Experten zur Verfügung, die realitätsnahe Erfahrungen und Einblicke in die Verwendung autonomer Robotik liefern konnten. Ein interessanter Punkt war beispielsweise, dass die Maschine den Arbeitsaufwand der manuellen Unkrautregulierung durch Saisonarbeitskräfte in der ökologischen Zuckerrübe von ca. 150 auf 50 Stunden reduzieren kann. Für viele Teilnehmer war es der erste Kontakt zu einer autonomen Maschine abseits von Feldtagen und Firmen-Vorführungen. Gerade diese Praxisnähe schätzten die Teilnehmenden sehr.

Für den nächsten Programmpunkt der Lehrfahrt ging es in den Süden von München. Nach einem kurzen Mittagsimbiss mit regionalen Brotzeit-Spezialitäten wie Weißwurst, Leberkäse und Käseplatte wurde das Unternehmen Fritzmeier Umwelttechnik besucht. Am Standort wird, neben anderen Geschäftsfeldern, auch die Marke ISARIA entwickelt und vertrieben. Diese bündelt die digitalen Lösungen aus den Pflanzensensoren und dem innovativen Nährstoffmanagement. Die Teilnehmer erhielten direkt an den Sensoren, die an einem Traktor montiert waren, die Erklärungen der Technik und es wurde über die Einsatzmöglichkeiten diskutiert. Außerdem lernten die Anwesenden das Onlineportal kennen, über das vor allem das Auftragsmanagement und die Datenverwaltung umgesetzt werden. Es wurde deutlich, dass gerade im Smart Farming die Entwicklungen in großen Schritten vorangehen. Jedoch wurde auch diskutiert, dass vergleichsweise wenige Landwirte sich intensiv mit dem Thema der Sensorik im Pflanzenbau auseinandersetzen.

Der letzte Stopp der Lehrfahrt war direkt in der Stadt München an der Zentrale der BayWa AG. Nach einer kurzen Einführung zu den Geschäftsfeldern der BayWa wurden mit den Teilnehmenden bei Kaffee und Kuchen drei Themengebiete analysiert. Zu Beginn gab es jeweils eine kurze Einführung, gefolgt von Fragen und einer Diskussion mit den Teilnehmenden. Dabei ging es im ersten Vortrag um E-Commerce in der Landwirtschaft. Es wird erwartet, dass der Online-Handel auch in der Landwirtschaft in Zukunft zunimmt. Der zweite Themenkomplex behandelte die digitalen Lösungen des Tochterunternehmens und Fernerkundungsspezialisten Vista. Hier wurde insbesondere auf Pflanzenwachstumsmodelle und die hilfreichen Informationen durch Satelliten eingegangen, die Landwirte im täglichen Management unterstützen können. Beim dritten Thema ging es um die Verknüpfung der Fernerkundungsdaten mit den dokumentierten Feldbewirtschaftungsdaten, die beispielsweise bei teilflächenspezifischer Düngung die Vorteile ausspielen kann. Dabei wurde der Blick insbesondere auf die ökonomischen Vorteile gelenkt, die sich gerade in der aktuellen Zeit mit hohen Rohstoffpreisen weiter verstärken. Jedoch zeigte auch hier die Diskussion deutlich, dass noch viel Engagement notwendig ist, um nach den sogenannten Early Adopters die breite Masse der landwirtschaftlichen Betriebe auf dem Weg in die digitale Zukunft mitzunehmen.

Insgesamt berichteten die Teilnehmenden von sehr spannenden Möglichkeiten und Einblicken in die Digitalisierung der Landwirtschaft, sowie wichtigen Anregungen für zukünftige Diskussionen und Einschätzungen zum Thema. Für die Bereitschaft der Unternehmen, diese wertvollen Beträge zu der VDL-Lehrfahrt zu liefern, bedanken wir uns vielmals.

Am Abend wurden die beiden Touren im Bräustüberl Weihenstephan für den Begegnungsabend zusammengeführt. Bei sommerlichen Temperaturen hatten die Teilnehmenden vor dem offiziellen Beginn noch eine kurze Möglichkeit die Innenstadt von Freising zu erkunden oder einige Schritte durch den Hofgarten am Weihenstephaner Berg zu gehen. Im Anschluss gab es ein umfassendes Abendessen mit bayerischen Spezialitäten und die Teilnehmer der beiden Lehrfahrten tauschten sich intensiv über Ihre Erfahrungen aus. Zudem waren die Dekanin der TUM School of Life Sciences, Frau Prof. Kögel-Knabner, Prof. Spreidler von der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf und Frau Weindl, Leiterin des Präsidialbüros der Bayerischen Landesanstalten für Landwirtschaft anwesend und beteiligten sich intensiv an den fachbezogenen- und fachfremden Gesprächen. Als VDL-Landesgruppe Bayern bedanken wir uns herzlich für die Teilnahme der Gäste dieser drei Einrichtungen, die als wesentliche Elemente der bayerischen Hochschul- und Forschungslandschaft in der gemeinsamen grünen Branche zu nennen sind.

Text: Sebastian Eichelsbacher

VDL-Fachexkursion „Lebensmittelherstellung von klein bis groß, regional bis international“

Fotos: VDL-Landesgruppe Bayern

Mit der VDL-Fachexkursion zum Themenkomplex „Lebensmittelherstellung von klein bis groß, regional bis international“ sollte den Teilnehmenden der VDL-Jahrestagung 2022 der Brückenschlag von den in der Landwirtschaft erzeugten Rohstoffe zu deren Vermarktung und Verarbeitung zu Lebensmitteln veranschaulicht werden. Am Freitag, den 20. Mai 2022, wurde dies in drei Betrieben unterschiedlicher Verarbeitungsbereiche gezeigt. Den Einstieg bildete die Erstellung von Brot, Kleingebäck und Feingebäck in der Bäckerei Mareis im niederbayerischen Vilsbiburg. Danach wurde beim Erdinger Weißbräu im oberbayerischen Erding die Bierbrauerei veranschaulicht und abschließend im nördlichen Teil Oberbayerns in Hettenshausen in der Nähe von Pfaffenhofen die Bewirtschaftung eines der ersten Biohöfe in Bayern. Alle drei Betriebe hatten sich sehr viel Mühe gegeben, den Teilnehmenden einen tieferen Einblick in ihre Produktionsprozesse zu geben. Entsprechend positiv fiel die Resonanz bei den Teilnehmenden aus.

Bei der Bäckerei Mareis handelt es sich um eine moderne, mittelständische Handwerksbäckerei mit insgesamt 200 Mitarbeitern (45 Produktion, 150 Verkauf, 5 Verwaltung) und 13 Verkaufsstellen. Mareis bildet in 5 Ausbildungsberufen (Bäcker, Konditor, Fachverkauf, Systemgastronomie, Büromanagement) aktuell 12 Azubis aus. Die Bäckerei wurde 2016 (Backstube, Lager, Verwaltung) und 2017 (Hygienecenter) erweitert. Insgesamt verfügt sie über 3.000 qm Betriebsfläche. 60 % des Umsatzes entfallen auf Brot, Semmeln, Gebäck und Kuchen, 40 % auf Snacks, Kaffee und Kaltgetränke. Zur Betriebsführung wurde die Besuchergruppe in zwei Gruppen à 17 Personen aufgeteilt und mit hygienischer Schutzkleidung versorgt. Es wurden alle Bereiche des Betriebes gezeigt und erläutert. Vom Rohstoffeingang über deren Lagerung, die Sauerteigbereitung, die Komponentenzufuhr zu den Misch- und Knetmaschinen bis hin zur Gebäckformung und dem Abbacken erhielten die Teilnehmenden Einblick in alle Bereiche des Betriebsgeschehens und wurden offen und umfassend über alle Details informiert.

Bei der Privatbrauerei Erdinger Weißbräu erfuhren die Teilnehmenden der Lehrfahrt, dass regionale Wurzeln und regionale Verankerung keine Hindernisse für die Bestückung eines internationalen Absatzmarktes sind. Wenngleich der gesamte Bierabsatz ausschließlich in Erding gebraut wird, beliefert die oberbayerische Traditionsbrauerei über 100 Länder weltweit auf allen fünf Kontinenten. Mit ungefähr 1,8 Millionen Hektolitern Ausstoß Bier pro Jahr ist die Erdinger Brauerei weltweiter Marktführer bei Weißbier. Um sich gegen andere Brauereien auf dem internationalen Markt zu behaupten, setzt Erdinger Weißbräu besonders auf Qualität – alles wird original in Erding gebraut, nach deutschem Reinheitsgebot – sowie auf bayerische Tradition. Lizenzen werden nicht vergeben.
Der Betriebsrundgang startete dort, wo aus Weizen, Hopfen und Wasser (welches übrigens aus 3 eigenen Brunnen kommt) die Grundlage für das Endprodukt gelegt wird. Anhand der einzelnen Kessel wurde der Brauprozess, bestehend aus Mälzen, Schroten, Maischen, Läutern, Würzekochen, Würzeklärung, Gärung, Lagerung, Filtration und Abfüllung, veranschaulicht. Es folgte ein Blick in den Fasskeller mit den, kurioser Weise liegend eingebauten, Gärfässern sowie auf die Abfüllstraße, die mit ihren Ausmaßen und ihrer Automation die Teilnehmenden beeindruckte. Pro Stunde werden hier bis zu 165.000 Flaschen abgefüllt. Natürlich durfte – allein schon wegen der Mittagszeit – eine bayerische Brotzeit nicht fehlen, bei der auch kleine Proben unterschiedlicher Weißbiersorten verkostet werden konnten.

Dritte Station des Tages war der Biohof von Prof. Dr. Claus Hipp, der das 1932 von seinem Vater gegründete Unternehmen zum führenden Hersteller von Säuglings- und Babynahrung mit Rohstoffen aus kontrolliert ökologischer Landwirtschaft ausgebaut hat. Prof. Hipp ließ es sich nicht nehmen, die Besuchergruppe persönlich zu begrüßen. Der Biohof ist sozusagen die Keimzelle seiner Unternehmensidee, wenngleich er mit 30 Mutterkühen auf 100 ha Wald und 80 ha Grünland zur Herstellung der Säuglings- und Babynahrung keinen materiellen Beitrag für die Produktion in den Werken liefert. Das Fleisch der Kälber wird in Eigenvermarktung vertrieben. Die weiblichen Kälber werden mit 16 Monaten, die männlichen Kastrate mit 20 Monaten geschlachtet. Interessant ist die Haltungsform der Waldweide, die 2010 zusätzlich zu den 7 ha Rot- und Dammwildgehege für das Original-Braunvieh und die schottischen Hochlandrinder eingerichtet wurde und zusammen mit den zwei Schnitten aus der extensiven Grünlandwirtschaft die Fütterung der Mutterkühe und deren Kälber von April bis Dezember zu 100 % deckt. Allerdings prognostiziert Hipp-Schwiegersohn Armin Günter, dass aufgrund der klimatischen Veränderungen schon in wenigen Jahren eine Zufütterung ab etwa August/September notwendig sein wird. Mit besonderem Stolz verweist Betriebsleiter Günter auf die ausgesprochen hohe Zahl von Insektenarten – ein Ergebnis der über viele Jahre betriebenen nachhaltigen Wirtschaftsweise, bei der Benjes- und Wildschutzhecken, Blühwiesen und Steinmauern ebenso ihren Platz haben wie Kleingewässer, Insektenhotels und Trockenbiotope. 11.000 der insgesamt 27.00 in Bayern registrierten Insektenarten wurden auf dem Biohof Hipp nachgewiesen – das ist in etwa das Vierfache gegenüber konventionell wirtschaftenden Betrieben.

Am Abend wurden die beiden Touren im Bräustüberl Weihenstephan für den Begegnungsabend zusammengeführt. Bei sommerlichen Temperaturen hatten die Teilnehmenden vor dem offiziellen Beginn noch eine kurze Möglichkeit die Innenstadt von Freising zu erkunden oder einige Schritte durch den Hofgarten am Weihenstephaner Berg zu gehen. Im Anschluss gab es ein umfassendes Abendessen mit bayerischen Spezialitäten und die Teilnehmer der beiden Lehrfahrten tauschten sich intensiv über Ihre Erfahrungen aus. Zudem waren die Dekanin der TUM School of Life Sciences, Frau Prof. Kögel-Knabner, Prof. Spreidler von der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf und Frau Weindl, Leiterin des Präsidialbüros der Bayerischen Landesanstalten für Landwirtschaft anwesend und beteiligten sich intensiv an den fachbezogenen- und fachfremden Gesprächen. Als VDL-Landesgruppe Bayern bedanken wir uns herzlich für die Teilnahme der Gäste dieser drei Einrichtungen, die als wesentliche Elemente der bayerischen Hochschul- und Forschungslandschaft in der gemeinsamen grünen Branche zu nennen sind.

Text: Dr. Wolfgang Filter

Auftakt zur VDL-Lehrfahrt „Agrar- und Ernährungswirtschaft im Spannungsfeld zwischen Technik und Verbraucherwünschen “ mit Begrüßungsabend

Die Ausführungen des Grußwortredners, MD Hubert Bittlmayer, Amtschef im Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, stießen bei allen Teilnehmenden auf großes Interesse.

Fotos: VDL-Landesgruppe Bayern

Nach zwei Jahren Corona, in denen der fachliche und kollegiale Austausch ausschließlich im Online-Format stattfand, konnte vom 19. bis 21. Mai 2022 endlich wieder eine VDL-Jahrestagung als Präsenzveranstaltung stattfinden. Ausgerichtet hatte sie die VDL-Landesgruppe Bayern, die als Gastgeberin fungierte und mit dem ta.la., dem Tagungszentrum Landshut der Sparkassenakademie Bayern, eine überaus attraktive Tagungsstätte ausgewählt hatte. Die dreitägige Veranstaltung zog fast 70 VDL-Mitglieder aus dem gesamten Bundesgebiet in die niederbayerische Bezirkshauptstadt. Schon der Begrüßungsabend am 19. Mai 2022 setzte sowohl vom Ambiente als auch von den Reden und dem fachlichen Austausch her erste Glanzlichter in einer rumdum gelungenen Tagung.

Das Programm der Gesamttagung sollte ausgewogen und zeitgemäß zugleich sein, so Dr. Wolfgang Filter, Vorsitzender der Landesgruppe Bayern, in seiner Begrüßungsrede. Dass dies zweifelsohne gelungen ist, zeigte die Resonanz bei den Teilnehmenden. Mit den beiden Themen-Schwerpunkten der Fachexkursionen „Lebensmittelherstellung von klein bis groß, regional bis international“ sowie „Digitale Zukunft der Landwirtschaft“ wurde genau das ins Bewusstsein gerückt, was den Menschen durch die aktuelle weltpolitische Lage in sehr schockierender Weise vor Augen geführt wird – nämlich die große Bedeutung und der unersetzliche Wert einer funktionierenden Landwirtschaft und einer sicheren Lebensmittelversorgung.

VDL-Präsident Markus Ebel-Waldmann bedankte sich in seiner Begrüßungsansprache bei Dr. Filter und seinem Stellvertreter Sebastian Eichelsbacher für die Ausrichtung der Jahrestagung. Zudem hob er die Bedeutung des VDL als größte berufsständische Gruppe im grünen Bereich hervor und verwies auf vielfältigen Aktivitäten und die erreichten Erfolge.

Freuten sich über einen gelungenen Abend (von links): Dr. Rolf Schwerdtfeger, Dr. Wolfgang Filter, MD Hubert Bittlmayer, Markus Ebel-Waldmann, Peter Jung, Sebastian Eichelsbacher.

Das Grußwort für das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten überbrachte – in Vertretung von Staatsministerin Michaela Kaniber, die terminlich leider verhindert war – Amtschef Ministerialdirektor Hubert Bittlmayer. Da das Bayerische Landwirtschaftsministerium keinen Staatssekretär hat, sprach damit der nach der Ministerin höchste Vertreter dieses Ressorts. Zudem ist Bittlmayer auch studierter Agrarier (Freising-Weihenstephan) und war vor seiner Berufung zum Amtschef in all seinen Positionen, die er in Behörden und anderen Dienststellen des Freistaats Bayern innehatte, mit „grünen“ Themen befasst gewesen. Dazu zählt auch seine Zeit in der Bayerischen Staatskanzlei, als er Persönlicher Referent von Ministerpräsident Stoiber und anschließend von dessen Nachfolger Beckstein war sowie danach Büroleiter von Ministerpräsidenten Seehofer.

Bittlmayer überbrachte nicht nur die Grüße seiner Ministerin, sondern hob auch die Wertschätzung hervor, die sein Haus für den VDL und dessen Arbeit empfindet. In seinen weiteren Ausführungen informierte er die Teilnehmer über die Grundpfeiler der bayerischen Agrar- und Ernährungspolitik und auch über die Ausrichtung der Agrarbildung und Agrarforschung im Freistaat. Im Anschluss an seine offizielle Ansprache nahm sich der Amtschef noch sehr viel Zeit, um mit den VDL-Mitgliedern zu diskutieren. Besonders erfreulich war, dass auch viele junge Berufskolleginnen und -kollegen die Chance zum Gedankenaustausch nutzten.

Zum Abschluss des Redenteils war es Dr. Filter noch ein besonderes Anliegen hervorzuheben, dass er mit Sebastian Eichelsbacher einen Stellvertreter an seiner Seite hat, „wie man ihn sich nur wünschen“ kann. Ein letztes Dankeschön ging an Karin Waßmann, die für Dr. Filter und Eichelsbacher während der gesamten Vorbereitung der Jahrestagung eine sehr kompetente und stets hilfsbereite Ansprechpartnerin war.

Die malerische Kulisse des Tagungszentrums wurde bei schönstem Wetter von den Teilnehmenden sehr gerne zum fachlichen und kollegialen Austausch genutzt.

Text: Dr. Wolfgang Filter

VDL-Bundesmitgliederversammlung 2022 fand wieder in Präsenz statt

Foto: VDL

VDL-Landesgruppe Bayern war hervorragender Gastgeber

Die diesjährige Bundesmitgliederversammlung konnte nach zwei Jahren, in denen die Versammlung aufgrund der Corona-Pandemie als Webkonferenz stattfinden musste, endlich wieder als Präsenzveranstaltung durchgeführt werden. Die hohen Teilnehmerzahlen belegten, dass die Kolleginnen und Kollegen sich nach langer Abstinenz wieder persönlich sehen und austauschen wollten.

Die Bundesmitgliederversammlung fand am 19. Mai 2022 im Tagungszentrum Landshut statt, das allerbeste Voraussetzungen für eine gelungene und professionelle Tagung bot. Ich danke an dieser Stelle sehr herzlich der VDL-Landesgruppe Bayern, namentlich dem Landesgruppenvorsitzenden Dr. Wolfgang Filter und dem stellvertretenden Landesgruppenvorsitzenden Sebastian Eichelsbacher, für die ausgezeichnete Vorbereitung der Veranstaltung. Mein besonderer Dank gilt auch Frau Karin Waßmann, die als Mitarbeiterin der Bundesgeschäftsstelle für die gesamte Organisation verantwortlich war und dies bravurös gemeistert hat.

Im Mittelpunkt der Bundesmitgliederversammlung standen neben den satzungsmäßigen Regularien und der Erörterung aktueller berufsständischer Fragen die Berichte aus den Bundessparten und den Landesverbänden und Landesgruppen. Es war für alle Teilnehmenden sehr beeindruckend, welch hohes berufsständisches Engagement unsere Kolleginnen und Kollegen hier im vergangenen Jahr – trotz widriger Umstände (Corona) – zeigten.

Ich danke sehr herzlich allen, die inhaltlich und organisatorisch dazu beigetragen haben, dass die VDL-Jahrestagung 2022 ein voller Erfolg war!

Die VDL-Jahrestagung 2023 wird vom 11.-13. Mai 2023 in Bonn stattfinden. Gastgebender Landesverband ist dankenswerterweise der VDL-Landesverband Nordrhein-Westfalen. Es lohnt sich den Termin bereits zu notieren.

Text: VDL-Präsident Markus W. Ebel-Waldmann

VDL-Spartensitzung Öffentlicher Dienst setzt aktuelle Agenda

Foto: dbb

Digitalisierung, Homeoffice und Nachwuchssorgen – die Palette der Herausforderungen für die Agrarverwaltung ist breit.

Auf der ersten Sitzung der Bundessparte Öffentlicher Dienst „nach Corona“ anlässlich der VDL-Jahrestagung 2022 am 19. Mai 2022 in Landshut befassten sich die sieben Teilnehmenden mit der Festlegung der Agenda für die nächsten Jahre. Nachdem bereits am 30. März 2022 auf einer virtuellen Konferenz relevante Themen identifiziert worden waren, diskutierten sie die Ergebnisse dieses Gedankenaustauschs und setzten Prioritäten für die Spartenarbeit.

Von zentraler Bedeutung ist die Werbung von Berufseinsteigern für die Generation der „Babyboomer“, die in den nächsten Jahren in den Ruhestand geht. Es besteht Konsens, dass die Rahmenbedingungen im öffentlichen Dienst hier eher Hemmnisse als Anreize setzt und gute Konzepte dringend entwickelt werden müssen. Dabei muss der VDL als Berufsverband eine aktive Rolle für die Agrarverwaltung spielen. Ein weiteres Thema ist bei der Einstellung von Quereinsteigern die Bewertung der Berufserfahrung – auch hier ist akuter Handlungsbedarf gegeben.

Da die langjährige stellvertretende Bundesspartensprecherin Cornelia Berns schon im Vorfeld das Amt niedergelegt hatte, wurden auch Sprecherwahlen durchgeführt. Dr. Juhl Jörgensen wurde im Amt des Bundesspartensprechers bestätigt, als Stellvertreter wurde Torsten Hansen vom VDL-Landesverband Hamburg gewählt. Dr. Jörgensen sprach Cornelia Berns seine Anerkennung für die geleistete Arbeit aus, begrüßte Torsten Hansen im Amt des Stellvertreters und gab seiner Erwartung auf gute zukünftige Zusammenarbeit mit allen Kollegen und Kolleginnen aus den Landesverbänden Ausdruck.

 Text: Dr. Juhl Jörgensen