Key-Visual Key-Visual Key-Visual Key-Visual

Diese Seite empfehlen

(www.vdl.de/landesverbaende/weser-ems/VDL-Aktuell/2769.php)


(Spam-Buster! Keep this Field empty!)

03.11.2010 | LV Weser-Ems

Besuch bei der Firma GRIMME in Damme

Begrüßt wurden wir dort von unserem Berufskollegen Dr. Klindtworth, der in Kiel bei Prof. Heege und Prof. Isensee seine landtechnische „Grundausbildung“ bekam bevor er in Weihenstephan  promovierte. In dem Vortrag und beim Betriebsrundgang wurde uns ein sehr guter Einblick in diesen Sektor des Agrarbereiches geboten.

Das landtechnische Familienunternehmen Grimme, versteht sich als Brücke zwischen Tradition und Hightech. Es  wird im kommenden Jahr 150 Jahre bestehen. 1936 wurde der erste Kartoffelroder hergestellt. Neben der Kompetenz als „Full-Liner“ rund um die Kartoffel hat der Maschinenbau für die Ernte von Rüben- und Gemüse eine stark wachsende Bedeutung. Im Unternehmen mit Töchtern arbeiten etwa 1.200 Mitarbeiter, davon 90 Azubis in 12 Berufen.

Das Firmengelände in Damme umfasst ca. 15 Hektar, wovon fünf überdacht sind. Täglich verlassen rund 20 LKWs mit Maschinen das Gelände. Sehr eindrucksvoll war zu erfahren, wie ein mittelständisches Unternehmen aus unserer Region international agiert mit einer Exportquote von 70 – 80% und Kunden in 100 Ländern. Die unterschiedlichsten Böden dieser Welt sowie spezielle Kundenwünsche sind die besondere Herausforderung, auf die man in Damme mit einer hochflexiblen Produktion und einer Palette von 80 Maschinentypen sowie einer Vielzahl von Ausstattungsvarianten reagiert. Die Internationalität führte zu ausländischen Niederlassungen, die letzte 2010 in Polen und zu einem eigenen Beratungsunternehmen für die Kunden.

Große Anstrengungen legt Grimme in die Optimierung der Bedienung der Maschinen. Für das besondere Engagement bei der Entwicklung eines Hersteller übergreifenden Terminals erhielt das Unternehmen zusammen mit den Entwicklungspartnern eine DLG-Goldmedaille. Ziel ist es, die Bedienung zu vereinheitlichen, teure Fehlbedienungen und den mindereffektiven Einsatz von Maschinen zu reduzieren.

Den rapiden Nachfrageeinbruch zu Beginn der Finanzkrise konnte man zusammen mit der Belegschaft auffangen. Die Motivation der Mitarbeiter zeigt sich schon durch eine sehr hohe Zahl an Verbesserungsvorschlägen. Inzwischen ist schon wieder eine belebtere Nachfrage zu spüren.

Der anschließende Rundgang durch die Produktionsstätten zeigte einmal baulich die Entwicklung des Unternehmens, den hohen Stellenwert des Umweltschutzes und der Ressourcenschonung in der Produktion und der Einbindung des Detailwissens der Mitarbeiter in die Prozessoptimierung. Diese Mengen an Material für die Produktion und die große Zahl an vorzuhaltenden Ersatzteilen für die Ernte, wo sie kurzfristig verfügbar sein müssen, war für die Besucher schon beeindruckend. An vielen Stellen konnten sich die fachkundigen Besucher von dem hohen Qualitätsniveau der Produktion überzeugen.

Wir danken dem Unternehmen und Herr Dr. Klindtworth für die wertvollen Eindrücke und die offene Diskussion.


Gustav Wehner

Landesvorsitzender