15. März 2011 | LV Hannover

(Foto: C. Leymann): Die Teilnehmer vor dem Gebäude des dlv Deutscher Landwirtschaftsverlag in Hannover
Die „LAND&Forst“, das niedersächsische regionale Wochenblatt für Landwirtschaft und Landleben aus dem dlv Deutscher Landwirtschaftsverlag, ist für viele Mitglieder des VDL-Hannover eine alt bekannte und geschätzte wöchentliche„Pflichtlektüre“. Aber wo und wie diese Zeitung entsteht und welche Menschen zu ihrer Entstehung beitragen, wussten die meisten bisher noch nicht. Bei einer Vortrags- und Besichtigungsveranstaltung im Verlagsgebäude in Hannover konnten diese und viele weitere Fragen anschaulich und umfassend geklärt werden.
Zunächst gab Jörn Johann Dwehus, einer der drei dlv-Geschäftsführer, außerdem Hauptgeschäftsführer des Landesbauernverbandes Landvolk Niedersachsen und VDL-Kollege, den rund 35 Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen Überblick über die Agrarfachmedien in Deutschland und die aktuellen Entwicklungen im landwirtschaftlichen Verlagswesen. Ferner erläuterte er den Aufbau und die Arbeitsfelder des dlv Deutscher Landwirtschaftsverlag.
Der dlv gehört zu den wichtigsten deutschen Fachverlagen in Deutschland. Gemeinsam mit dem DLG AgroFood Verlag, dem Landwirtschaftsverlag Münster-Hiltrup, dem Ulmer Verlag, dem Deutschen Fachverlag und den übrigen Verlagen der Wochenblätter, die sich vorwiegend in der Hand der regionalen Bauernverbände befinden, führt der dlv die Agrarfachmedien-Branche an. Der dlv hat zurzeit bundesweit 361 feste Mitarbeiterinnenund Mitarbeiter, davon 249 am Standort München, 90 in Hannover und 22 in Berlin. Gesellschafter sind die BLV Verlagsgesellschaft, München, der Landbuch Verlag, Hannover, und die Dienstleistungsgesellschaft der Landwirtschaftskammer Niedersachsen in Oldenburg. Hinter dem Landbuch Verlag wiederum stehen als Gesellschafter das Landvolk Niedersachsen, die LWK Niedersachsen und der Waldbesitzerverband Hannover in Niedersachsen. Durch die Verbindung mit den berufsständischen Organisationen kann auf das dort vertretene fundierte und praxisnahe Fachwissen für die Berichterstattung zurückgegriffen werden. Oberstes Ziel der unabhängigen Redaktion ist es jedoch, die Leser aktuell, ausreichend und ausgewogen zu informieren.

(Foto: U. Clever): Chefredakteur Ralf Stephan informiertüber die Entstehung der"Land&Forst"
Insgesamt umfasst das Medien-Portfolio des dlv derzeit rund 40 eigenständige Print- und Online-Medien. Die LAND&Forst steht mit einer Auflage von rund 65.000 Exemplaren pro Woche an zweiter Stelle der landwirtschaftlichen regionalen Wochenblätter - hinter Bayerisches Landwirtschaftliches Wochenblatt mit einer Auflage rund 103.000 Exemplaren; was sich durch die höhere Anzahl landwirtschaftlicher Betriebe in Bayern ergibt. Überregionale Printmedien des dlv sind z.B. dlz agrarmagazin, NL Neue Landwirtschaft AFZ Der Wald, Deutscher Waldbesitzer, kraut&rüben, Niedersächsischer Jäger, Pferdeforum und ADIZ Allgemeine Deutsche Imkerzeitung sowie die relativ neue, den aktuellen Entwicklungen angepasste, Zeitschrift„joule“, ein Fachmagazin für erneuerbare Energien. Den aktuellen Trends folgt der dlv auch mit seinen Online-Angeboten. Diese gewinnen seit Mitte der 1990er Jahre kontinuierlich an Bedeutung. Derzeit betreibt der dlv über 40 Websites, darunter originäre Online-Plattformen wie z. B. agrarheute.com, landlive.de und technikboerse.com sowie das Online-Kaufhaus Landecht.de.
Geschäftsführer Jörn Dwehus sieht den aktuellen Boom der Landleben-Zeitschriften, rund um den Marktführer„Landlust“eher kritisch. Weniger, weil diese Blätter vom Mitbewerber herausgegeben werden, sondern vor allem, weil sie ein zu idyllisches Bild von der Landwirtschaft pflegen und verfestigen. Dieses unrealistische Bild erschwert letztendlich die Kommunikation mit der Bevölkerung, die immer weiter vom Herstellungsprozess der Lebensmittel entfremdet ist und die Notwendigkeiten einer modernen Landwirtschaft nicht akzeptiert.
Dem Vortrag von Herrn Dwehus mit Diskussion folgte ein Rundgang durch den Verlag: LAND&Forst-Chefredakteur Ralf Stephan erläuterte den redaktionellen Wochenablauf von der ersten Themensammlung jeweils mittwochs über die Zusammenstellung der Zeitung am Freitag, Montag und Dienstag bis zur Drucklegung in der Nacht zum Mittwoch. Gedruckt wird die LAND&Forst seit 1946 extern bei C. Beckers in Uelzen.
Weiter ging es in die Abteilung Medienservice der dlv-Produktion, die als interner Dienstleister für die dlv-Redaktionen und die Marketing-Abteilungen arbeitet, aber auch Aufträge für externe Kunden übernimmt. Hier entsteht das Layout für diverse Print- und Onlinemedien - und die VDL-Mitglieder wurden durch„Zauberei“mit Hilfe von Bildbearbeitungssoftware beeindruckt. In der Anzeigenabteilung informierte Abteilungs- und Verlagsleiter Jens Riegamerüber das Prozedere beim Anzeigenverkauf, der hier für die Blätter LAND&Forst, Niedersächsischer Jäger, Deutscher Waldbesitzer und joule erfolgt. Dabei handelt es sich sowohl um gewerbliche als auch um private Anzeigen, außerdem um Werbung auf den Online-Platfformen. Der Anzeigenverkauf trägt nicht unwesentlich zum wirtschaftlichen Erfolg der Zeitschriften bei. Undnach Brutto-Werbeumsatz zählt der dlv zu den TOP 10-Fachverlagen in Deutschland.
Christine Hoppe
Hinter den Kulissen des dlv Deutscher Landwirtschaftsverlag
Im Vorfeld der Mitgliederversammlung des VDL-Landesverbandes Hannover erhielten die Teilnehmer viele interessante Informationenüber aktuelle Entwicklungen im landwirtschaftlichen Verlagswesen und die Entstehung der„LAND&Forst“.
(Foto: C. Leymann): Die Teilnehmer vor dem Gebäude des dlv Deutscher Landwirtschaftsverlag in Hannover
Die „LAND&Forst“, das niedersächsische regionale Wochenblatt für Landwirtschaft und Landleben aus dem dlv Deutscher Landwirtschaftsverlag, ist für viele Mitglieder des VDL-Hannover eine alt bekannte und geschätzte wöchentliche„Pflichtlektüre“. Aber wo und wie diese Zeitung entsteht und welche Menschen zu ihrer Entstehung beitragen, wussten die meisten bisher noch nicht. Bei einer Vortrags- und Besichtigungsveranstaltung im Verlagsgebäude in Hannover konnten diese und viele weitere Fragen anschaulich und umfassend geklärt werden.
Zunächst gab Jörn Johann Dwehus, einer der drei dlv-Geschäftsführer, außerdem Hauptgeschäftsführer des Landesbauernverbandes Landvolk Niedersachsen und VDL-Kollege, den rund 35 Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen Überblick über die Agrarfachmedien in Deutschland und die aktuellen Entwicklungen im landwirtschaftlichen Verlagswesen. Ferner erläuterte er den Aufbau und die Arbeitsfelder des dlv Deutscher Landwirtschaftsverlag.
Der dlv gehört zu den wichtigsten deutschen Fachverlagen in Deutschland. Gemeinsam mit dem DLG AgroFood Verlag, dem Landwirtschaftsverlag Münster-Hiltrup, dem Ulmer Verlag, dem Deutschen Fachverlag und den übrigen Verlagen der Wochenblätter, die sich vorwiegend in der Hand der regionalen Bauernverbände befinden, führt der dlv die Agrarfachmedien-Branche an. Der dlv hat zurzeit bundesweit 361 feste Mitarbeiterinnenund Mitarbeiter, davon 249 am Standort München, 90 in Hannover und 22 in Berlin. Gesellschafter sind die BLV Verlagsgesellschaft, München, der Landbuch Verlag, Hannover, und die Dienstleistungsgesellschaft der Landwirtschaftskammer Niedersachsen in Oldenburg. Hinter dem Landbuch Verlag wiederum stehen als Gesellschafter das Landvolk Niedersachsen, die LWK Niedersachsen und der Waldbesitzerverband Hannover in Niedersachsen. Durch die Verbindung mit den berufsständischen Organisationen kann auf das dort vertretene fundierte und praxisnahe Fachwissen für die Berichterstattung zurückgegriffen werden. Oberstes Ziel der unabhängigen Redaktion ist es jedoch, die Leser aktuell, ausreichend und ausgewogen zu informieren.
(Foto: U. Clever): Chefredakteur Ralf Stephan informiertüber die Entstehung der"Land&Forst"
Insgesamt umfasst das Medien-Portfolio des dlv derzeit rund 40 eigenständige Print- und Online-Medien. Die LAND&Forst steht mit einer Auflage von rund 65.000 Exemplaren pro Woche an zweiter Stelle der landwirtschaftlichen regionalen Wochenblätter - hinter Bayerisches Landwirtschaftliches Wochenblatt mit einer Auflage rund 103.000 Exemplaren; was sich durch die höhere Anzahl landwirtschaftlicher Betriebe in Bayern ergibt. Überregionale Printmedien des dlv sind z.B. dlz agrarmagazin, NL Neue Landwirtschaft AFZ Der Wald, Deutscher Waldbesitzer, kraut&rüben, Niedersächsischer Jäger, Pferdeforum und ADIZ Allgemeine Deutsche Imkerzeitung sowie die relativ neue, den aktuellen Entwicklungen angepasste, Zeitschrift„joule“, ein Fachmagazin für erneuerbare Energien. Den aktuellen Trends folgt der dlv auch mit seinen Online-Angeboten. Diese gewinnen seit Mitte der 1990er Jahre kontinuierlich an Bedeutung. Derzeit betreibt der dlv über 40 Websites, darunter originäre Online-Plattformen wie z. B. agrarheute.com, landlive.de und technikboerse.com sowie das Online-Kaufhaus Landecht.de.
Geschäftsführer Jörn Dwehus sieht den aktuellen Boom der Landleben-Zeitschriften, rund um den Marktführer„Landlust“eher kritisch. Weniger, weil diese Blätter vom Mitbewerber herausgegeben werden, sondern vor allem, weil sie ein zu idyllisches Bild von der Landwirtschaft pflegen und verfestigen. Dieses unrealistische Bild erschwert letztendlich die Kommunikation mit der Bevölkerung, die immer weiter vom Herstellungsprozess der Lebensmittel entfremdet ist und die Notwendigkeiten einer modernen Landwirtschaft nicht akzeptiert.
Dem Vortrag von Herrn Dwehus mit Diskussion folgte ein Rundgang durch den Verlag: LAND&Forst-Chefredakteur Ralf Stephan erläuterte den redaktionellen Wochenablauf von der ersten Themensammlung jeweils mittwochs über die Zusammenstellung der Zeitung am Freitag, Montag und Dienstag bis zur Drucklegung in der Nacht zum Mittwoch. Gedruckt wird die LAND&Forst seit 1946 extern bei C. Beckers in Uelzen.
Weiter ging es in die Abteilung Medienservice der dlv-Produktion, die als interner Dienstleister für die dlv-Redaktionen und die Marketing-Abteilungen arbeitet, aber auch Aufträge für externe Kunden übernimmt. Hier entsteht das Layout für diverse Print- und Onlinemedien - und die VDL-Mitglieder wurden durch„Zauberei“mit Hilfe von Bildbearbeitungssoftware beeindruckt. In der Anzeigenabteilung informierte Abteilungs- und Verlagsleiter Jens Riegamerüber das Prozedere beim Anzeigenverkauf, der hier für die Blätter LAND&Forst, Niedersächsischer Jäger, Deutscher Waldbesitzer und joule erfolgt. Dabei handelt es sich sowohl um gewerbliche als auch um private Anzeigen, außerdem um Werbung auf den Online-Platfformen. Der Anzeigenverkauf trägt nicht unwesentlich zum wirtschaftlichen Erfolg der Zeitschriften bei. Undnach Brutto-Werbeumsatz zählt der dlv zu den TOP 10-Fachverlagen in Deutschland.
Christine Hoppe




