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30. Januar 2012

Fachkräftesicherung im ländlichen Raum – auf die Stärken der Regionen setzen

Gemeinsame Pressemitteilung des VDL Bundesverbandes und des Deutschen LandFrauenverbandes (dlv):

„Wir dürfen den ländlichen Raum nicht ständig schlecht reden. Das stößt junge Menschen ab und schadet dem Image.“ Wie ein roter Faden zog sich diese Botschaft am 25. Januar 2012 durch alle Beiträge der Begleitveranstaltung zum Thema „Fachkräftesicherung“ im Rahmen des Zukunftsforums Ländliche Entwicklung zur Grünen Woche.

„Für angehende und gestandene Fachkräfte sind die Aussichten durchaus positiv. Dazu müssen sich die Regionen ihrer Stärken und Wettbewerbsvorteile bewusst werden und diese offen kommunizieren, gegenüber Schülern, Eltern, Auszubildenden und Studierenden. Gleiches gilt für die ländlichen Wirtschaftsbetriebe, Bildungspartner und Wirtschaftsförderer.“

Als Referentinnen und Referenten konnten Prof. Dr. Irene Schneider Böttcher, Präsidentin des Statistischen Landesamtes des Freistaates Sachsen; Carsten Haack, Handwerkskammer Münster; Dr. Clemens Schwerdtfeger, Dr. Schwerdtfeger Personalberatung, Emstek; Martina Grud, Geschäftsführerin der Akademie für erneuerbare Energie Lüchow-Dannenberg GmbH und Prof. Dr. Alexandra Engel, Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Holzminden, gewonnen werden.

In den Vorträgen und Diskussionen mit den etwa 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmern im Internationalen Congress Centrum (ICC) Berlin wurden Ansatzpunkte für konkrete Strategien und eine präventive Vorgehensweise benannt:

  • die Kernkompetenzen einer Region erkennen, mit den Trends der Wirtschaftsentwicklung verknüpfen und Bildung und Weiterbildungsangebote darauf fokussieren;
  • Kindern, Jugendlichen und Eltern frühzeitig für Zukunftsberufe begeistern, berufliche Chancen aufzeigen, sie dabei begleiten, beraten und ernst nehmen;
  • Chancengerechtigkeit in allen Politikfeldern durchsetzen und damit wenig und schlecht genutzte Beschäftigungspotenziale von Frauen und Älteren erschließen;
  • die Kommunikationsstränge zwischen den regionalen Akteuren als soziales Kapital begreifen und damit Bindungskräfte und Zusammengehörigkeitsgefühl stärken;
  • klein- und kleinstbetrieblich dominierte Wirtschaftsstrukturen als Chancen verstehen, deren Potenziale heben und in den Fokus regionaler Wirtschaftsförderung stellen;
  • in Netzwerken die regionalen Kräfte bündeln und professionell alle Beteiligten informieren und beraten sowie Konflikte rechtzeitig ausräumen.

Das vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz ausgerichtete Zukunftsforum Ländliche Entwicklung fand am 25./26. Januar 2012 im ICC Berlin statt. Die Begleitveranstaltung mit dem Titel „Möglichkeiten und Wege der

Fachkräftesicherung in ländlichen Regionen – der demografische Wandel gibt die Marschrichtung vor“ war ein Gemeinschaftsprojekt vom VDL Bundesverband e. V., dem Deutschen LandFrauenverband e.V., dem Deutschen Landkreistag und dem Zentralverband des Deutschen Handwerks.

Foto:dlv