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Dr. Bernd Scherer Mitglied der Hauptgeschäftsführung des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA), Frankfurt |
So hat die Landtechnikindustrie in Deutschland in den letzten Jahren Rekordwachstumsraten erfahren; der Branchenumsatz aus deutscher Produktion lag 2008 bei 7,5 Milliarden Euro, was einer Steigerung um 24 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht.
Auch in diesem Jahr erwartet der VDMA ein weiterhin hohes Umsatzvolumen in Deutschland, gleichwohl der globale Schatten der Finanzkrise aufgrund sich kurzfristig verändernder Bedingungen zweifellos die Planungssicherheit der Unternehmen beeinträchtigt. Allerdings ist die Liquidität der Branche dank der hohen Eigenkapitalquoten und Kreditwürdigkeit der Unternehmen unbestritten gut. Zudem gilt es zu berücksichtigen, dass die mittel- bis langfristigen Umfeldbedingungen für die Landwirtschaft wie Weltbevölkerungswachstum, weltweit steigende Ansprüche an die Nahrungsmittel- und Energieversorgung oder Fragen des Klimaschutzes weiter an Bedeutung gewinnen werden.
Als Innovationstreiber und Technologieführer agiert die deutsche Landtechnikindustrie international. Die Exportquote beträgt durchschnittlich 75 Prozent. Dabei haben sich die Länder Osteuropas in den vergangenen Jahren zu strategisch wichtigen Märkten entwickelt. Nach Frankreich ist Russland bereits zum zweitgrößten Abnehmerland für deutsche Landtechnik geworden. Für die Unternehmen ist es daher entscheidend, sich rechtzeitig auf den globalen Märkten zu positionieren, ohne dabei die Heimatmärkte aus den Augen zu verlieren. Denn Westeuropa wird weiterhin eine wichtige Rolle spielen, zumal hier traditionell Qualität und Technologieführerschaft und nicht der Preis im Vordergrund stehen.