24.04.2009
HighTech für zukunftsweisenden Pflanzenbau
Der moderne Pflanzenbau kann in der Pflug-, Aussaat- und Pflanzenschutztechnik auf hochentwickelte Maschinen zurückgreifen, die Nicola Lemken (Alpen) vorstellt.
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Nicola Lemken
Öffentlichkeitsarbeit LEMKEN GmbH & Co. KG, Alpen am Niederrhein
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Was zeichnet Geräte für den modernen Pflanzenbau aus? Angesichts von Kostendruck und wachsenden Umweltschutzauflagen müssen sie „effizient“ sein, d.h. eine präzise Arbeit gewährleisten bei gleichzeitig geringem Kraft(stoff-)bedarf für die Zugmaschine, den Traktor. Hierzu tragen eine hohe Materialqualität und beste Verarbeitung ebenso bei wie die innovative praxisgerechte Konstruktion.
Die Geräte für die Bodenbearbeitung und Aussaat müssen darüber hinaus auf die speziellen Bedürfnisse des Bodens, des Klimas und der Fruchtfolge zugeschnitten sein. Daraus resultiert heute ein überaus vielfältiges Angebot an Geräten, aus dem der Landwirt die passende Verfahrenskette als optimiertes System aller Bearbeitungsfolgen wählen kann. Diese Varianz im Produktprogramm darzustellen, ist Herausforderung und zugleich Stärke der überwiegend mittelständisch geprägten Hersteller, die sich ganz auf diese Nische der Landtechnik spezialisiert haben. So wird schnell klar: Eine Standardempfehlung für die richtige Mechanisierung im Pflanzenbau gibt es nicht. Ausgangspunkt ist vielmehr die ausführliche und individuelle Beratung auf dem Acker.
Effiziente Bodenbearbeitung
Der Pflug ist in vielen landwirtschaftlichen Betrieben immer noch das wichtigste Gerät zur Grundbodenbearbeitung. Die vielfältigen Einstellmöglichkeiten machen den modernen Volldrehpflug zu einem leistungsstarken Gerät, das leicht an verschiedene Bedingungen angepasst werden kann. Allerdings sorgt nur die korrekte Pflugeinstellung für eine optimale und bodenschonende Arbeitsqualität. Moderne Traktoren, die mit angepasster Drehzahl und mit dem richtigen Reifendruck gefahren werden, unterstützen den wirtschaftlichen Pflugeinsatz.
Bei LEMKEN stehen Innovationen bei Pflügen nach wie vor hoch im Kurs. Stichworte sind der Hybridpflug Tansanit, der bei gleicher Größe wie ein herkömmlicher Anbaupflug dem Traktor bis zu 20 % weniger Kraftstoff abverlangt, die neuen DuraMaxx Pflugkörper, die dank neuartiger industrieller Klebetechnik das Verschleißmaterial bis zu 30 % besser ausnutzen und dabei zusätzlich den Einsatz von ganz harten Werkzeugstählen ermöglichen. Hydraulische Steinsicherungen, neue Körperformen und andere Detaillösungen sorgen darüber hinaus für kontinuierlich Verbesserungen, um die Bodenbearbeitung für den Landwirt effizienter und wirtschaftlicher zu machen.
Grubber und Drillmaschine
Eine immer wichtigere Rolle übernimmt die Technik zur Stoppelbearbeitung. Sie soll ganzflächig und intensiv mischen, um gute Keimbedingungen für Ausfallgetreide und Unkrautsamen zu schaffen. Um die auf dem Feld verbliebenen Strohreste, insbesondere bei der Mulchsaat, gleichmäßig gründlich einzumischen, gibt es lange mehrbalkige Grubber mit einer größeren Zinkenanzahl. Ihre tiefe Lockerung des Bodens verlangt eine intensive Rückverfestigung, damit sich die Pflanzen gut entwickeln. Auch eine weitere Spezialmaschine hat sich in den letzten Jahren etabliert: Die Kurzscheibenegge mit ihren einzeln aufgehängten, schräg gestellten Scheiben sorgt für flexible Bodenanpassung, ganzflächiges Arbeiten und intensives Einmischen der organischen Reststoffe. Die LEMKEN Rubin kann zwischen 4 und 12 Zentimeter tief arbeiten und wird auch mit großen Mengen an Pflanzenmaterial auf dem Acker fertigt. Die rotierenden Scheiben leisten bei Fahrgeschwindigkeiten zwischen 10 und 15 km/h den besten Dienst.
Eine moderne Drillmaschine bewährt sich dann, wenn sie problemlos sowohl in konventionellen als auch in konservierenden Bestellverfahren und überdies bei ungünstiger Witterung einsetzbar ist. Doppelscheibenschare mit hydraulischem Schardruck sorgen dafür, dass Pflanzenreste durchtrennt und die Saatkörner gleichmäßig tief in der Saatfurche Abgelegt werden – Grundlagen für die schnelle und gleichmäßige Pflanzenentwicklung und damit für erfolgreiche Dünge- und Pflegemaßnahmen. Große Saatgutbehälter und Arbeitsbreiten bis zu zwölf Meter schaffen weitere Voraussetzungen für den schlagkräftigen und wirtschaftlichen Einsatz moderner Drilltechnik.
Die Bordelektronik übernimmt beim Säen wichtige Steuerungs- und Überwachungsfunktionen. Dosierung, Fahrgassen und Schardruck sind einfach einstellbar und auch das Vorgewende-Management ist automatisiert. Außerdem werden die Hektarleistungen pro Hektar, Tag und Jahr gespeichert, um betriebswirtschaftliche Auswertungen zu erleichtern. Die DGPS-Funktionen eröffnen dem Rechner weitere Einsatzfelder.
Mehr Leistung und Fahrerkomfort
Zu den Trends bei der Pflanzenschutztechnik gehören mehr Leistung und Fahrerkomfort genauso wie die zielgenaue Ausbringung des Spritzmittels, um Geldbeutel und Umwelt zu schonen. Die automatisierte Steuerung des Gestänges und der Nachlauflenkung erhöht beispielsweise die Qualität der Applikation und reduziert gleichzeitig schädliches Überfahren von Pflanzen und Boden auf dem Vorgewende. GPS-gesteuerte Systeme wie die automatische Teilbreitenschaltung oder Parallelfahrhilfen sind in der Praxis eingeführt und nehmen an Bedeutung zu.