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12.02.2009
Hamburg – das Logistiktor zur Welt

Der Hamburger Hafen ist der größte Hafen Deutschlands und nach Rotterdam und Antwerpen der drittgrößte in Europa.. Er gehört als zweitgrößter europäischer Containerhafen zu den neun größten Containerhäfen der Erde. 2007 wurden 9,9 Millionen Standardcontainer umgeschlagen. Als Umschlagplatz für Rohkaffee liegt Hamburg weltweit an der Spitze.

Dr. Dieter Barth
Chefredakteur VDL Journal
Die maritime Wirtschaft zählt mit über 380.000 Beschäftigten und 48 Mrd. Euro zu den stärksten Wirtschaftszweigen in Deutschland. Warenströme und die sie begleitenden Informationen verbinden in einem immer stärkeren Ausmaß die „globale“ Wirtschaftswelt. Der seeseitige Außenhandel mit den asiatischen Ländern zählt für den Hamburger Hafen zu den traditionell starken Seeverkehren. Allein vier der zehn wichtigsten hanseatischen Handelspartner liegen in Asien, nämlich die VR China, Singapur, Japan und Südkorea.

Top 20 im Güterumschlag
Beim Güterumschlag stehen Maschinen und Chemische Produkte mit je über 6,20 Mio. Container-Tonnen vor Futtermitteln (5,27 Mio. t) an der Spitze. Fleisch & Fleischwaren(3,88 Mio. t) sowie Holzprodukte (3,77 Mio. t) belegen Platz 8 und 12 unter den Top 20. Ebenfalls dazu zählen die Produktgruppen Früchte (1,47 Mio. t) und Kaffee (1,21 Mio. t).
Die Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) ist das größte Containerumschlagunternehmen im Hamburger Hafen, das rund 70 Prozent des Standardcontainer-Umschlags bewältigt. Mit Containerterminals, Transportsystemen, umfassenden Logistikdienstleistungen und eigenen Logistikimmobilien bildet die HHLA so ein komplettes Netzwerk zwischen Überseehafen und europäischem Hinterland. Ca. 95% des HHLA-Containerumschlags laufen über die drei Hamburger Terminals Altenwerder, Burchardkai (Waltershofer Hafen) und Tollerort. Das HHLA-Container-Terminal Altenwerder CTA ist nahezu voll automatisiert.

Größtes Frucht- und Kühlzentrum
Zur HHLA gehört auch der größte deutsche Fruchtterminal am O’Swaldkai. Hier schlägt das HHLA Frucht- und Kühl-Zentrum (FKZ) jährlich knapp 1 Mio. Tonnen um. Mit mehr als 750.000 Tonnen hat der Bananenumschlag Priorität, hinzukommen Zitrusfrüchte, Annanas, Weintrauben, Äpfel und Birnen. Dabei stehen die Einhaltung einer geschlossenen Kühlkette und das reibungslose Kommissionieren im Vordergrund.  Die aus Mittelamerika kommenden Liniendienste löschen und laden zusätzlich Stückgüter und sonstige Waren in Containern. Eine Zertifizierung nach dem International Fruit Standard gilt als unverzichtbarer Baustein der Transportkette. Eine systematische EDV-Erfassung von Palettenware stellt den weitgehend papierlosen Informationsaustausch sicher. Importeure und Spediteure können sich so auf eine nachprüfbare, geschlossene Transportkette verlassen.
Der HHLA-Konzern beschäftigt weltweit über 4.000 Mitarbeiter, den größten Teil davon in Hamburg.