Grünes Licht für die Deutsche Agrarforschungsallianz: Wenige Monate nach Bildung der gemeinsamen Initiative des Fakultätentages für Agrarwissenschaften, der Leibniz-Gemeinschaft, sowie des Senats der Bundesforschungsanstalten des Bundeslandwirtschaftsministeriums, steht der institutionelle Rahmen. Gründungssprecher der Allianz ist Prof. Hubert Wiggering vom Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF), berichtet Agra-Europe in seiner jüngsten Ausgabe.
Die Geschäftsführung ist beim Johann-Heinrich-von-Thünen-Institut (vTI) in Braunschweig angesiedelt und wird von Thorsten Michaelis wahrgenommen. Der Vorsitzende des Initiativkreises Agrar- und Ernährungsforschung, Dr. Rüdiger Scheitza, begrüßte die Gründung der Agrarforschungsallianz. Damit werde die Agrar- und Ernährungsforschung dialogfähig gegenüber nationalen und internationalen Ansprechpartnern in Wissenschaft, Wirtschaft und Politik, erklärte das Vorstandsmitglied von Bayer CropScience.
Außerdem bestehe jetzt erstmals eine realistische Chance, die Produktionskette bei Nahrungsmitteln und bei Energie mit einer systemorientierten Forschung zu begleiten, stellte Scheitza fest. Mit diesem Ansatz hätten die Initiatoren der Agrarforschungsallianz die volle Rückendeckung des Initiativkreises Agrar- und Ernährungsforschung, der die gesamte Kette der Agrar- und Ernährungswirtschaft in Deutschland repräsentiere, so Agra-Europe weiter. In Verbindung mit weiteren wichtigen Initiativen wie zum Beispiel dem bei der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech) angesiedelten Bioökonomierat werde die Agrarforschung in Deutschland kräftig aufgewertet, so Scheitza.