Die Fachhochschule (FH) Osnabrück bietet zum kommenden Wintersemester erstmals ein agrarwissenschaftliches Studium mit dem Schwerpunkt Geflügel an.
Die Einrichtung reagiert damit auf den Fachkräftemangel in der Geflügelwirtschaft. Vor allem im mittleren Management würden Spezialisten gebraucht. Bisher entschieden sich jedoch nur 3 % bis 5 % der Studenten nach ihrem Abschluss für den Einstieg in die Geflügelwirtschaft.Die Fachschule hat gemeinsam mit zehn Partnern aus der Wirtschaft ein anspruchsvolles Programm zu-sammengestellt, unter anderem mit Praktika im In- und Ausland, Exkursionen sowie internationalen Fachreferenten. Die Studenten können dem Landvolkverband zufolge nach sechs Semestern den Abschluss Bachelor of Sciene erwerben. Die Berufsaussichten in Zuchtunternehmen, Firmen der Ernährungsindustrie, Kontrollstellen oder bei Futtezmittelproduzenten seien hervorragend. Die Osnabrücker Initiative wird laut Landvolkverband ausdrücklich vom Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft (ZDG) begrüßt. Dieser versuche zusätzlich, Schulabgänger zu einer Ausbildung als Tierwirt/Geflügel zu motivieren.
Voraussetzung für die Zulassung an der FH Osnabrück seien die Fachhochschulreife oder vergleichbare Abschlüsse sowie ein Praktikum von mindestens zwölf Monaten in einem anerkannten landwirtschaftlichen Ausbildungsbetrieb. Außerdem berechtige eine Meisterausbildung zum Studium an der FH Osnabrück. Weitere Informationen sind auf der Internetseite der Fachhochschule zu finden. (
www.fh-osnabzück.de)
Quelle: Agra-Europe 36/09