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18.07.2008
HIS-Studie: Die Beschäftigungssituation für Hochschulabsolventen

Die Berufswege der Absolvent(inn)en sind ein wichtiger Indikator für die Qualität und Effektivität der Ausbildung an den Hochschulen. Neue Erkenntnisse dazu liefert die jüngste Absolventenstudie der HIS Hochschul-Informations-System GmbH unter dem Titel "Der Absolventenjahrgang 2000/2001 fünf Jahre nach dem Hochschulabschluss - Berufsverlauf und aktuelle Situation". Die im Winter 2006/07 erhobenen Informationen sind in dem Bericht für 30 Fachrichtungen differenziert dargestellt.

Viele der in dem Bericht dargestellten Indikatoren zeigen, dass sich die berufliche Situation der Hochschulabsolvent(inn)en fünf Jahre nach dem Examen deutlich konsolidiert hat. Trotz der zwischen 2004 und 2006 sehr schwierigen Situation am Arbeitsmarkt gingen im Winter 2006/07 fast 90 Prozent der Fachhochschulabsolvent(inn)en und 85 Prozent der Universitätsabsolvent(inn)en einer regulären Erwerbstätigkeit nach. Arbeitslosigkeit, langfristig ausgeübte Übergangstätigkeiten und Jobs (mit jeweils zwei Prozent) waren selten. Die mittelfristigen Erwerbsquoten entsprechen damit denen der Abschlussjahrgänge 1993 und 1997. Wie rasch sich die Übergänge in den Beruf vollziehen, ist allerdings nach Jahrgängen und nach Fachrichtungen unterschiedlich. Besonders hohe Erwerbsquoten von 90 bis 97 Prozent erreichen die meisten der MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Natur- sowie Technikwissenschaften) und die wirtschaftswissenschaftlichen Fachrichtungen.

Die Gründe für eine geringe Erwerbsquote sind vor allem in Arbeitsmarktproblemen, relativ lang andauernden Promotionsphasen in einzelnen Fachrichtungen sowie in der Übernahme von Familientätigkeiten zu suchen. Letzteres trifft fast ausschließlich auf Frauen zu. Fünf Jahre nach dem Studienabschluss haben erst etwa 30 Prozent der Befragten Kinder; deutlich erkennbar ist jedoch, dass es fast ausnahmslos die Frauen sind, die wegen der Kinderbetreuung beruflich aussetzen. Die Erwerbsquote der Frauen liegt deshalb fünf Jahre nach dem Examen deutlich niedriger als die der Männer.

Die komplette Studie können Sie hier herunterladen.